Basel
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Lime-Scooter boomen in der Schweiz. Unfälle gab es bislang kaum. 

Brems-Fail bei Lime-Trotti: «Es hat mich voll überschlagen»

Wegen Problemen mit einer Bremse stürzte ein Nutzer der Lime-Scooter in Basel. Der Sharingdienst untersucht den Vorfall. 



Robert Meier* ist eigentlich ein begeistertet Nutzer der flinken E-Trottis des US-Sharingdienstes Lime. Ende November erlebte er in Basel aber sein blaues Wunder. 

In der Nähe des Bahnhofs schnappte er sich via App einen Lime-Scooter. Dann beschleunigte er auf knapp 25 km/h. So weit alles normal. Dann ging etwas gehörig schief. 

«Zuerst fiel plötzlich der Tacho aus, alles blinkte wie wild», so Meier. Darauf versucht er vom Velostreifen aufs Trottoir auszuweichen. So weit kommt es nicht. «Die Bremse blockierte plötzlich das Vorderrad. Dann überschlug es mich. Ich bin richtig ‹gruusig› auf die Fresse gefallen». 

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Die Schürfungen von Meier.  bild: zvg

Meier erleidet Schürfwunden an Händen und Knien, Sneakers und Hosen sind ruiniert. «Das hätte richtig böse enden können. Ich hatte Glück im Unglück. So etwas darf aber nicht wieder passieren», sagt der Basler. Er vermutet, dass die Wegfahrsperre der Lime-Scooter fälschlicherweise während der Fahrt aktiviert worden sei. 

Wie konnte es zu einem solchen Unfall kommen? Auf Anfrage erklärt Lime, das entsprechende Gefährt sei aus dem Verkehr gezogen worden und werde nun genau unter die Lupe genommen. «Aus den circa 380'000 Fahrten im vergangenen Jahre ist uns ein einziger mittelschwerer Unfall bekannt, der jedoch nichts mit einer Bremsblockade zu tun hatte», sagt Estuardo Escobar, Geschäftsführer von Lime Schweiz

«Aus den circa 380'000 Fahrten im vergangenen Jahre ist uns ein einziger mittelschwerer Unfall bekannt.»

Lime-Chef

Handle es sich tatsächlich um eine Fehlfunktion des Geräts, übernehme man den Schaden. «Wir bemühen uns, möglichst kulant und unbürokratisch zu unseren Nutzern zu sein», so der Lime-Chef. 

Derzeit sind von Lime in Zürich 300 Trottinetts in Betrieb und in Basel 200. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtete, sind in den Notaufnahmen der Zürcher Spitäler keine Personen wegen Trotti-Unfällen behandelt worden. Anders sieht es in den USA aus. Wie Buzzfeed berichtet, häufen sich dort Berichte von Unfällen mit E-Scootern. Einer dieser Unfälle sei tödlich gewesen: In Cleveland starb eine Frau nach einem Crash mit einem Auto. Die Zunahme an Fällen sei derart stark, dass in den Notaufnahmen Unfälle mit E-Scootern Alltag geworden seien.

*Name geändert

Die einen tragen Sneakers, die anderen Hufe

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Die kunstvollen Schlaglöcher des Jim Bachors

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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Quacksalber 22.12.2018 14:59
    Highlight Highlight Ist es nicht der Zweck der Trottis, dass man ab und zu auf die Nase fällt? Zum fahren gibts doch Velos.
  • redneon 22.12.2018 12:27
    Highlight Highlight jööööö aber auch.. gleich ein Foto von dieser "Krassen Verletzung" Sicher noch den Notfall aufgesucht für ein Pflaster.. Und gleich die Versicherung invormieren was das eigentlich soll... Kann vorkommen das eine Bremse mal nicht so vunktioniert wie sie sollte... Mechanik real Live!! Kein Game...
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 22.12.2018 22:29
      Highlight Highlight Wenigstens belastete das die Krankenkasse nicht
  • dmark 22.12.2018 11:35
    Highlight Highlight Elektronik ist genau dafür gemacht, dass sie zum ungünstigsten Zeitpunkt ausfallen kann...
  • cinimodr 22.12.2018 11:15
    Highlight Highlight Ist mir genau so auch passiert, einfach am 30.10.2018 in Zürich. Ich gehe von einem schwerwiegenden Softwarefehler aus, denn das waren nicht die Bremsen, das war das Schloss. Kurz davor kam bei mir noch eine Erfolgsmelodie (Neustart?) - wie sarkastisch in dieser Situation.... Von Lime hat nie jemand auf die Support-Anfrage geantwortet. "Estrelle" hat sie aber an das "Claims-Team" weitergegeben - ist also den Herren dort durchaus bekannt.
  • Iltis 22.12.2018 10:53
    Highlight Highlight Die kleinen Räder sind super bei Schlaglöchern......
  • Lexxus0025 22.12.2018 10:52
    Highlight Highlight Mit jeder minute die man diese scooter mietet unterstutzt man billige technik. Vor allem aber fliesst massenhaft geld in die usa, ohne dass auch nur ein wirklich gut bezahlter job hier geschaffen wird (siehe bewerbungen auf website, da wird nach leistung bezahlt(aufladung je scooter), was eigentlich gar nicht legal ist in der schweiz glaub). Kauft euch lieber einen eigenen e-scooter, ist einmal teuer aber aus mittlerer sicht sogar günstiger.
  • andrew1 22.12.2018 10:44
    Highlight Highlight https://goo.gl/images/NoNjjG


    Sind jetzt die bremsen besonders gut oder besonders schlecht?
  • Calvin Whatison 22.12.2018 10:06
    Highlight Highlight Wenn man dann noch sieht, wie gewisse ERWACHSENE damit fahren, wäre eine Fahrprüfung mehr als angebracht.

    Dem Herr Meier* wünsch ich gute Besserung.😀
  • Stirling 22.12.2018 10:00
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, ich finds irgendwie nicht so cool, dass jetzt jeder mit einem Elektrotrottinet mit 25km/h auf dem Trottoir fahren kann.
    Das kann ja schlimme Unfälle geben.
    • p4trick 22.12.2018 10:47
      Highlight Highlight Dürfen sie nicht! Elektro Scooter sind dem Velo gleichgestellt und müssen auf die Strasse. Scheinen viel nicht zu wissen, da sollte vermehrt kontrolliert und gebüsst werden
    • Alnothur 22.12.2018 11:26
      Highlight Highlight Das scheinen auch viele Velofahrer nicht zu wissen...
    • Alnothur 22.12.2018 11:48
      Highlight Highlight War ja klar, dass das geblitzt wird. Ab und an werde ich als Fussgänger sogarangeschnauzt auf dem Trottoir, weil ich diesen Deppen konsequent nicht aus dem Weg gehe.
  • Gulasch 22.12.2018 09:33
    Highlight Highlight Sind E-Trottis nicht etwas, das die Welt nicht braucht?
    Wir werden enden wie bei Wall-E!
  • Raembe 22.12.2018 08:48
    Highlight Highlight Ich bin da altmodisch, wenn Trotti, dann oldschool ohne Elektronik.
  • N. Y. P. 22.12.2018 08:44
    Highlight Highlight Auf Anfrage erklärt Lime das entsprechende Gefährt sei aus dem Verkehr gezogen worden und werde nun genau unter die Lupe genommen.

    Aus dem Verkehr gezogen ?

    Und trotzdem lässt sich das Gefährt via App starten ? Das eindeutig identifizierbare Gefährt notabene.


    Nein, tut mur leid. Ich finde das sehr beunruhigend, dass plötzlich das Vorderrad blockieren kann. Für mich als Rennvelofahrer ein Alptraum, wenn nur schon die theoretische Möglichkeit besteht, dass ein Schloss das Vorderrad blockieren kann, wenn mal grad die Software meint, ein bisschen zu spinnen. http://schen
    • nick11 22.12.2018 09:18
      Highlight Highlight Nach dem Unfall aus dem Verkehr gezogen, nicht davor.
    • Patrik Hodel 22.12.2018 09:26
      Highlight Highlight Für mich als "normalem" Verkehrsteilnehmer sind Rennvelofahrer ein Albtraum.
    • N. Y. P. 22.12.2018 09:29
      Highlight Highlight Danke.

      Werde wohl noch einen dritten Kaffee brauchen.

      Egal, was sie jetzt aber rausfinden. Das Schloss schnappte während der Fahrt zu. Das ist ein Fakt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum44 22.12.2018 08:30
    Highlight Highlight Immerhin hat es gebremst. Sonst rollen diese Dinger auch nach dem Drücken noch munter weiter, sehr gefährlich inmitten der Stadt.
  • Pana 22.12.2018 07:52
    Highlight Highlight Gab vor ein paar Wochen eine South Park Folge zu dem Thema :D
  • Evan 22.12.2018 07:50
    Highlight Highlight Bremsen müssen immer kontrolliert werden vor der Benutzung eines Geräts.
    • Lukeros 22.12.2018 08:00
      Highlight Highlight Artikel müssen immer gelesen werden vor der Benutzung einer Kommentarfunktion.
    • John_Doe 22.12.2018 08:02
      Highlight Highlight Und wie willst Du überprüfen, ob das Trotti plötzlich bremst 🤔
    • Charlie Runkle 22.12.2018 08:08
      Highlight Highlight Das trotti nicht benutzen?
    Weitere Antworten anzeigen

Liebe Jugend, merci für den Klimastreik, du bist verdammt grossartig!

Die Demonstrationswelle, die am Samstag die Schweiz erfasste, war in jeder Hinsicht jung. Und gerade deshalb vorbildlich. 

Ich war am Samstag auch an der Klimademo. In Zürich. Im Block der ultrastolzen Eltern quasi. Da waren junge und sehr junge Menschen, die ihre Transparente hochhielten, oft mit einem kleinen Eisbären, oft mit einem Satz über Greta («Greta hat Recht und sie ist erst 16, gopfnomol!»), selten mit einem Scherz («Die Erde ist der einzige Planet mit Bier!»). Wer keine Stecken gefunden hatte, um damit ein Transparent zu basteln, hatte Laserschwerter genommen. 

Ich fragte mich einen Moment lang, …

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