DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Anklage gegen 6 Personen: Freiburger Pensionskasse setzt 57 Millionen Franken in den Sand



Drei Jahre nach dem Debakel der Vorsorgeeinrichtung der medizinisch-sozialen Dienste des Saanebezirks (ACSMS) ist gegen sechs Personen Anklage erhoben worden. Sie werden sich vor dem Freiburger Wirtschaftsstrafgericht verantworten müssen.

Die Untersuchung gegen die Verantwortlichen der Kasse ist abgeschlossen, wie die Freiburger Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Vier Mitglieder der Anlagekommission müssen sich wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung und Verstössen gegen die Gesetzesbestimmungen zur beruflichen Vorsorge verantworten.

Ihnen wirft die Staatsanwaltschaft Passivität und mangelnde Kontrolle des externen Vermögensverwalters statt. Zudem werden der verantwortliche Revisor sowie der Vorsorgeexperte des ACSMS angeklagt.

Fast 100'000 Franken pro Versicherten

Der Vorsorgefonds hatte die Vermögensverwaltung einer Lausanner Gesellschaft übertragen, die riskante Anlagen im Ausland tätigte. So gingen 57 Millionen Franken – fast 100'000 Franken pro Versicherten – verloren, und die Vorsorgeeinrichtung ging Konkurs. Um die Renten der rund 600 Versicherten zu sichern, musste auf einen Garantiefonds zurückgegriffen werden.

Der Direktor der Lausanner Vermögensverwaltung wird sich in einem separaten Verfahren vor Gericht verantworten müssen. Dazu sind die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Der Mann verbrachte mehr als 600 Tage in Untersuchungshaft, wurde aber im letzten Mai gegen Kaution auf freien Fuss gesetzt.

Noch nicht abgeschlossen ist eine 2015 eröffnete Administrativuntersuchung gegen die Gemeindepräsidentin von Villars-sur-Glâne, Erika Schyner, sowie den Gemeindepräsidenten von Corminboeuf, Albert Lambelet. Beide gehörten dem Direktionsausschuss der Vorsorgeeinrichtung an und sollen die anderen Stiftungsmitglieder nicht genügend informiert haben. (whr/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Sexuelle Belästigung bei RTS – es ist alles noch schlimmer

Die Belästigungsfälle beim Westschweizer Fernsehen RTS sind seit sechs Monaten bekannt. Jetzt kommt aus: Es gibt noch mehr davon.

Das Erdbeben, welches den Westschweizer Fernsehsender RTS erschüttert hat, ist noch nicht vorbei. Nun sind neue Fälle aufgetaucht, die die Führungsebene als inakzeptabel bezeichnet.

RTS-Direktor Pascal Crittin schreibt in einer E-Mail an die Mitarbeitenden: «Wir mussten handeln: Wir haben eine Nulltoleranz gegenüber Mobbing und Belästigung. Und wir haben uns nicht nur mit den in der Presse zitierten Fällen befasst, sondern auch mit mehreren anderen, die seither bekannt geworden sind.»

Doch um wie …

Artikel lesen
Link zum Artikel