Super League

Super League, 12. Runde

Luzern – Young Boys 0:1 (0:1)

Sion – Lugano 2:2 (1:1)

St.Gallen – Lausanne 0:4 (0:2)

St. Gallen am Boden: Gegen Lausanne setzt es eine hohe Niederlage ab. Bild: KEYSTONE

Lausanne fertigt FCSG ab – YB schlägt Luzern – Lugano punktet in Sion

Lausanne bestätigt beim 4:0-Sieg gegen St. Gallen das Formhoch, indem sich die Westschweizer derzeit befinden. Die Young Boys behalten dank dem 1:0 gegen Luzern den Abstand auf Verfolger Basel bei.

22.10.17, 18:31

Luzern – Young Boys 0:1

In Luzern droht nach acht sieglosen Runden nicht nur Mittelmass, sondern der Kampf gegen den Abstieg. Die Young Boys hingegen führen nach dem 1:0-Erfolg beim taumelnden FCL die Super League mit fünf Punkten vor Meister Basel an.

YB dosierte seinen Aufwand aufgrund seiner anspruchsvollen Agenda auf europäischer und nationaler Ebene spürbar. Richtig unter Druck geriet die Nummer 1 der Liga trotzdem kaum. Und eine gute Szene genügte, sich nach 42 durchschnittlichen Minuten einen wegweisenden Vorteil zu verschaffen: Miralem Sulejmani verwertete einen gut getimten Pass des überzeugenden YB-Talents Michael Aebischer gekonnt.

Das 1:0 durch Sulejmani.

Vom markanten Aufschwung Basels lassen sich die Berner offenkundig nicht allzu sehr irritieren. Am Tag nach dem 2:1 des Titelträgers gegen Thun legte Adi Hütters gefestigtes Ensemble nach. Ohne Kürelemente zwar, aber mit der nötigen Härte und jederzeit abgebrüht genug, dem aggressiven Herausforderer keine Angriffsflächen anzubieten.

Die Young Boys jubeln auch in Luzern. Bild: KEYSTONE

Sion – Lugano 2:2

Der gesperrte Christian Constantin war wie in der Vorwoche nicht im Tourbillon. Wäre der Präsident im Stadion gewesen, er hätte es wohl rasch mal nicht mehr auf seinem Platz ausgehalten und sich in die Nähe der Trainerbank begeben. Die Sittener zeigten eine miserable Leistung. Dabei profitieren sie von einem vorteilhaften Szenario. Auf das frühe 0:1 konnten sie durch den glückhaften Freistoss von Salih Uçan fast unmittelbar reagieren und spielten nach der Gelb-Roten Karte gegen Steve Rouiller ab der 38. Minute mit einem Spieler mehr.

In Überzahl brachten die Walliser spielerisch soviel zustande wie zuvor - nämlich so gut wie nichts. Der ohnehin gemächliche Aufbau der Sittener gegen die defensiv eingestellten, aber kämpferisch tadellosen Luganesi war geprägt von Fehlpässen, missglückten Ballannahmen und Ideenlosigkeit.

Und doch kam der FC Sion in der 71. Minute wie aus dem Nichts zum 2:1: Nach einem Eckball von Uçan traf Cunha mit dem Kopf. Den ersten Sittener Heimsieg seit drei Monaten verhinderte Lugano dank einem schönen Weitschuss von Davide Mariani in der 86. Minute.

Sion jubelt gegen Lugano zu früh. Bild: KEYSTONE

St.Gallen – Lausanne 0:4

13 Mal in Folge hatte St. Gallen gegen Lausanne zuhause in der Meisterschaft nicht mehr verloren – und nun trotz vermeintlicher Aufwärtstendenz der glücklosen Ostschweizer gleich mit 0:4. Die spielstarken Gäste bestätigten ihre Siege gegen YB und in Basel, überzeugten als geschlossene, gut organisierte und disziplinierte Einheit und konterten die ideenlosen St. Galler mit gefälligem, gepflegtem und schnellen Spiel mehrmals aus.

0:2 nach Treffern von Leandro Marin und Joël Geissmann hiess es vor knapp 12'000 Zuschauern bereits bei Halbzeit, 0:4 nach einer Stunde, nach einem Tempolauf des überragenden Samuele Campo über das halbe Feld und einem Kopfball-Tor von Yeltsin Tejeda. Da machten die St. Galler Spieler und Fans im Olmaspiel lange Gesichter.

St. Gallens Bemühen war zwar zu erkennen, die Mängel in der Abwehr, die ungenauen Pässe und der fehlende Spielwitz ebenfalls. So jedenfalls hat die Mannschaft von Trainer Giorgio Contini keinen Anspruch auf einen Spitzenplatz in der Super League. 

Lausanne deklassiert den FC St.Gallen. Bild: KEYSTONE

Die Tabelle

bild: srf

Die Telegramme

Luzern - Young Boys 0:1 (0:1)
11'637 Zuschauer. - SR Erlachner.
Tor: 42. Sulejmani (Aebischer) 0:1.
Luzern: Omlin; Grether (86. Custodio), Alves, Schulz, Schwegler; Schneuwly, Kryeziu; Rodriguez, Demhasaj (76. Ugrinic), Kutesa (63. Jong); Juric.
Young Boys: Von Ballmoos; Mbabu, Nuhu, Von Bergen, Lotomba; Fassnacht (78. Ngamaleu), Aebischer, Sanogo, Sulejmani (84. Schick); Nsame (87. Sow), Assalé.
Bemerkungen: Luzern ohne Ziegler, Arnold, Lustenberger, Follonier, Schürpf, Schindelholz (alle verletzt), Young Boys ohne Bertone, Benito, Seferi, Hoarau (alle verletzt).
Verwarnungen: 20. Sanogo (Foul), 32. Nuhu und Schneuwly (beide Unsportlichkeit), 42. Demhasaj, 82. Von Bergen (beide Foul), 89. Von Ballmoos (Unsportlichkeit).

St. Gallen - Lausanne-Sport 0:4 (0:2)
11'878 Zuschauer. - SR Schnyder.
Tore: 18. Marin (Margiotta) 0:1. 38. Geissmann (Campo) 0:2. 55. Campo 0:3. 59. Tejeda (Asllani) 0:4.
St. Gallen: Lopar; Koch (46.Taipi), Haggui, Hefti, Wittwer; Aleksic (83. Tschernegg), Kukuruzovic, Wiss, Aratore; Buess, Ben Khalifa (69. Tafer).
Lausanne-Sport: Castella; Monteiro, Manière, Rochat (71. Pasche); Marin, Tejeda, Maccoppi (85. Zarate), Asllani; Campo, Geissmann; Margiotta (79. Torres).
Bemerkungen: St. Gallen ohne Lüchinger (gesperrt), Toko und Adonis Ajeti (beide verletzt). Lausanne-Sport ohne Gétaz (verletzt) und Mesbah (nicht im Aufgebot).
Verwarnungen: 41. Monteiro, 63. Wiss, 69. Rochat (alle Foul).

Sion - Lugano 2:2 (1:1)
9000 Zuschauer. - SR Klossner.
Tore: 8. Carlinhos (Gerndt) 0:1. 10. Uçan 1:1. 71. Cunha (Uçan) 2:1. 86. Mariani (Bottani) 2:2.
Sion: Mitrjuschkin; Zverotic, Ricardo (55. Angha), Bamert, Lenjani; Zock, Kasami (78. Ndoye); Cunha (84. Mveng), Uçan, Mboyo; Schneuwly.
Lugano: Da Costa; Golemic, Rouiller, Daprelà; Mihajlovic, Crnigoj (46. Sulmoni), Ledesma, Piccinocchi (77. Bottani), Mariani, Carlinhos; Gerndt (46. Sabbatini).
Bemerkungen: Sion ohne Adão, Adryan, Carlitos, Cümart, Dimarco und Kukeli (alle verletzt). Lugano ohne Guidotti und Jozinovic (beide verletzt). 38. Gelb-Rote Karte gegen Rouiller (Foul). 57. Lattenschuss von Uçan.
Verwarnungen: 20. Rouiller. 63. Zock. 64. Golemic. 91. Carlinhos. 93. Zverotic (alle Foul). (abu/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Madmessie 22.10.2017 21:23
    Highlight Wann wird endlich Babbel entlassen? Er hatte nun wohl langsam genug Zeit zu zeigen, dass er nur ein höchst durchschnittlicher Trainer ist. Er kann deshalb relativ einfach durch einen besseren Trainer ersetzt werden.
    3 2 Melden

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