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FILE - This April 23, 2019 file photo shows gas prices are displayed at a Shell station in Sacramento, Calif. Four major automakers have reached a secret deal with California to increase gas mileage and greenhouse gas emissions standards, bypassing the Trump administration’s plan to freeze standards at 2021 levels, according to two people briefed on the matter. (AP Photo/Rich Pedroncelli, File)

Ein Krieg am Golf würde sich an den Zapfsäulen in den USA bemerkbar machen. Bild: AP

Analyse

Für Trump ist billiges Benzin wichtiger als ein Krieg gegen Iran

Nach dem Drohnenangriff auf Ölanlagen in Saudi-Arabien nimmt die Gefahr eines Kriegs in der Golfregion weiter zu. US-Präsident Donald Trump kann ein solches Szenario nicht gebrauchen.



Einmal mehr brennt es am Persischen Golf, im wahrsten Sinne des Wortes. Bei mutmasslichen Drohnenangriffen auf saudische Ölanlagen am Samstag wurde unter anderem die grösste Raffinerie des Landes in Abakik getroffen. Die Feuer sollen unter Kontrolle sein, doch die Einschränkung der Produktion sorgte prompt für einen Anstieg des Ölpreises.

Die Verantwortung für den Angriff übernahmen die Huthi-Rebellen in Jemen, die seit 2015 von einer Allianz unter Führung von Saudi-Arabien mit Luftangriffen bekämpft werden. Sie sollen über Drohnen mit grosser Reichweite verfügen, doch so richtig kauft man ihnen die Urheberschaft nicht ab. Die von den Huthis kontrollierten Gebiete liegen rund 1300 Kilometer von Abakik entfernt.

Angriff auf Erdölraffinerie in Saudi-Arabien

US-Aussenminister Mike Pompeo verdächtigte Iran. Eine Analyse der Einschlagstellen auf Satellitenbildern deutet laut US-Regierungsstellen auf Angriffe aus nördlicher oder nordwestlicher Richtung hin. Eine mit dem Vorfall vertraute Quelle meinte gegenüber CNN, die Drohnen oder Raketen seien «vermutlich aus dem Irak» gekommen.

Vergeltung für Sanktionen?

Der Süden Iraks ist eine Hochburg proiranischer Milizen. Auch die Al-Quds-Brigaden, die für Auslandseinsätze zuständige Truppe der iranischen Revolutionsgarden, sind dort präsent. Die iranische Regierung wies die US-Anschuldigungen vehement zurück, doch selbst Kritiker der Trump-Regierung halten es für möglich bis wahrscheinlich, dass Iran hinter den Angriffen steckt.

Die Machtverhältnisse in Teheran sind für Aussenstehende schwer durchschaubar. Es ist jedoch kein Geheimnis, dass die Hardliner den vorsichtigen Öffnungskurs des gemässigten Präsidenten Hassan Ruhani ablehnen. Das inzwischen von Donald Trump aufgekündigte Atomabkommen war ihnen ein Dorn im Auge. Sie vertreten eine aggressive und konfrontative Aussenpolitik.

Die Angriffe auf die saudische Ölproduktion könnten eine Art Vergeltungsschlag dafür sein, dass die Iraner aufgrund der verschärften Sanktionen kaum noch eigenes Erdöl verkaufen können und ihrer wichtigsten Einnahmequelle beraubt sind. Damit aber wächst die Gefahr eines ausgewachsenen Krieges in einer Region, die ohnehin ein Pulverfass ist.

Machtkampf im Jemen

Saudi-Arabien rivalisiert mit Iran um die Vorherrschaft am Golf und fühlt sich vom schiitischen Erzfeind zunehmend umzingelt. Eine Folge davon sind «Stellvertreterkriege» in Jemen und Syrien, die sich für das Königreich als Fiasko entpuppten. In Syrien hat Machthaber Baschar Assad mit iranischer und russischer Hilfe die unter anderem von Riad unterstützten Rebellen faktisch besiegt.

Es droht ein Flächenbrand

Die Luftangriffe in Jemen gegen die mutmasslich von Iran unterstützten Huthis haben im ohnehin ärmsten Land auf der arabischen Halbinsel zu einer humanitären Katastrophe geführt. Ein Erfolg ist für die Saudis weit und breit nicht in Sicht. Die Vereinigten Arabischen Emirate als wichtigster Partner in der Allianz suchen offenkundig einen Ausweg aus dem jemenitischen Schlamassel.

Die Verantwortung trägt Muhammad bin Salman, der unberechenbare Kronprinz und Verteidigungsminister. Ihm ist eine Kriegserklärung an Iran zuzutrauen. Doch es gibt gewichtige Gründe, die dagegen sprechen. Ein solcher Krieg könnte sehr schnell zu einem Flächenbrand in einer Region führen, in der es an allen Ecken und Enden brennt und schwelt.

Trumps leere Drohungen

Das wichtigste Argument gegen einen Krieg aber ist der US-Präsident. Donald Trump hat nach den Angriffen vom Samstag einmal mehr mit dem Twitter-Säbel gerasselt. Das tat er schon nach Attacken auf ausländische Öltanker, als deren Urheber Angehörige der Revolutionsgarden vermutet werden. Ebenso nach dem Abschuss einer US-Aufklärungsdrohne im Juni.

FILE - In this April 18, 2018 file photo, National security adviser John Bolton, left, listens to President Donald Trump, far right, speak during a working lunch with Japanese Prime Minister Shinzo Abe at Trump' s private Mar-a-Lago club in Palm Beach, Fla. Also at the meeting are from left, White House chief economic adviser Larry Kudlow, third left, and Vice President Mike Pence, second left. Trump has fired national security adviser John Bolton. Trump tweeted Tuesday that he told Bolton Monday night that his services were no longer needed at the White House.  (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais)
Donald Trump,John Bolton,Larry Kudlow,Mike Pence

Kriegstreiber John Bolton wurde von Trump gefeuert. Bild: AP

Damals sagte Trump einen von ihm selbst befohlenen Vergeltungsschlag gegen iranische Ziele in letzter Sekunde ab. Später deutete er an, auf militärische Mittel verzichten zu wollen, solange keine Amerikaner getötet würden. Damit setzte er sich über seinen Sicherheitsberater John Bolton hinweg, der wiederholt gefordert hatte, Iran zu bombardieren.

Kriegstreiber gefeuert

Letzte Woche feuerte Trump den notorischen Kriegstreiber. Seine wirre Aussenpolitik könnte damit noch unberechenbarer werden, denn Bolton hatte immerhin eine klare Linie. Den Vergeltungsangriff auf Iran stoppte Trump nach einem Telefongespräch mit dem Fox-News-Moderator Tucker Carlson, der ihn vor Konsequenzen für seine Wiederwahl warnte.

Donald Trump will die militärischen Abenteuer der USA im Ausland stoppen und keine neuen beginnen. Das entspricht seinen eigenen Reflexen und den Wünschen seiner Fans. So strebt er einen Deal mit den Taliban an, um den Einsatz in Afghanistan nach 18 Jahren zu beenden oder herunterzufahren. Dies führte zum endgültigen Zerwürfnis mit John Bolton.

Billigbenzin als Menschenrecht

Vielleicht noch wichtiger ist ein anderes Argument. Ein ausgewachsener Krieg am Golf dürfte den Ölpreis durch die Decke jagen, mit gravierenden Folgen für die Weltwirtschaft und damit auch die USA. Sie können sich dank Fracking zum grössten Teil selbst mit Erdöl versorgen, doch von einer derartigen Entwicklung auf globaler Ebene würden sie nicht verschont bleiben.

Es ist so ziemlich das Letzte, was Donald Trump mit Blick auf seine Wiederwahl gebrauchen kann. Er ist auf eine florierende US-Wirtschaft angewiesen. Diese zeigt jedoch Anzeichen einer Abschwächung. Ausserdem gilt billiges Benzin in den vom Auto abhängigen USA als eine Art Menschenrecht, auch und besonders bei den Trump-Anhängern in den ländlichen Regionen.

Donald Trump hat somit kein Interesse an einer Eskalation zwischen Iran und Saudi-Arabien. Aber der US-Präsident bleibt unberechenbar und die Golfregion hochgradig labil. Eine Analyse der BBC bringt es auf den Punkt: «Die Gefahr bleibt, dass eine Fehleinschätzung zu einem ausgewachsenen Konflikt führen könnte, den eigentlich niemand will.»

Proteste in Teheran – Iraner greifen saudische Botschaft an

Drohnenangriff auf die grösste Ölraffinerie Saudi-Arabiens

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    Alle Leser-Kommentare
  • Makatitom 17.09.2019 19:07
    Highlight Highlight Wäre es die erste Falseflagoperation des CIA? Nein! Und ich wäre nicht so sicher dass Trump keinen Krieg will, sind nicht nächstes Jahr wieder Wahlen?
  • darkshadow 17.09.2019 00:45
    Highlight Highlight wer würde für einen Angriff eigene Drohnen nehmen? Für einen solchen Anschlag hätte ich Drohnen im Saudi-Design gebastelt oder beim Lord of War bestellt. Ich kann mir kaum vorstellen, dass der Iran auf sowas angewiesen ist. Das zeigt doch, dass es irgendwelche Amateure oder False Flag Aktion ist. Der Iran weiss doch, dass diese Aktion Krieg auslösen könnte. Da will jemand den Öl Preis hochtreiben, da alle Lager gefüllt sind.
  • TheCloud 16.09.2019 22:13
    Highlight Highlight Die Furcht vor einem Angriff ist doch recht unbegründet. Solange Russland mit dem Iran befreundet ist, wird Putin einen Angriff nicht erlauben. Wie beim letzten mal.
  • LalaLama 16.09.2019 21:48
    Highlight Highlight Das wär doch auch ein Grund das Ende der fossilen Brennstoffe einzuläuten - Die Erde
  • dmark 16.09.2019 19:49
    Highlight Highlight "...kaum noch eigenes Erdöl verkaufen können..."
    Nun, der Iran pumpt fleissig Öl nach Russland und die wiederum fördern dieses bis Leuna/Deutschland vor die Haustür, sowie noch an weitere Standorte in Europa.
    Weiterhin liefert der Iran u.a. auch noch fleissig Gas nach Pakistan und will jetzt auch noch parallel zur "Seidenstrasse" China an die Pipeline anbinden.

    Also, so schlecht dürfte es den Iranern nun auch nicht gehen.
    • Ferd Blu 16.09.2019 20:54
      Highlight Highlight Deren Wirtschaft ist in einer Krise, ihre Währung Toman ist in einer Hyperinflation, und alle Europäischen Konzerne die in den Iran investieren wollten ziehen sich zurück da die USA echt die Frechheit haben, ausländische Konzerne zu sanktionieren die mit dem Iran Geschäfte machen, obwohl dies ein massiver Völkerrechtsbruch ist. Es braucht Zeit bis der Osten die Investitionen des Westens ersetzen kann.
  • swisskiss 16.09.2019 19:26
    Highlight Highlight Aber lieber Peter.... 15. September: Angriff mit iranischer Verantwortung. 17. September: Parlamentswahlen in Israel.

    Erklär mit bitte, welchen Grund der Iran haben sollte, zu diesem Zeitpunkt einen solchen Agriff zu starten und damit Netanjahu und die Falken zu stärken. Etwas absurd, nicht wahr?
    • pontian 16.09.2019 21:17
      Highlight Highlight So pervers es ist, Iran hat jedes Interesse daran, die Falken in Israel zu stärken. Solange die Palästinenser keinen eigenen Staat haben und von den Israelis gegängelt werden (was die Israelischen Hardliner ja machen), solange hat Iran Macht, da es sich als Verteidiger der Palästinensischen Interessen und stärksten Gegner Israels (Hisbollah wird ja von Iran finanziert) präsentieren kann - nicht unwichtig, im Machtpoker gegenüber den arabischen Nationen!

      Wenn plötzich in Israel die Gemässigten an die Macht kommen und Frieden herrscht - dann hat Iran diese Möglichkeiten nicht mehr.
  • Perwoll 16.09.2019 19:21
    Highlight Highlight Trump hat einfach keine Lust auf Krieg und lässt sich nicht provozieren. Ist doch super.
  • landre 16.09.2019 19:20
    Highlight Highlight Fragt man ein zehnjähriges Kind ob Benzin etwas mit Erdöl zu tun hat, darf man eine bejahende Antwort erwarten.

    Fragt man es ob es sich bewusst ist von welchen Rohstoffen die Zahnbürste, Handy-Hülle, Konsolenspiel, etc. abhängen, sollte man nicht mehr als "covfefe" in der Antwort erwarten.

    Der mittlere Osten ist/ bleibt weiterhin System relevant für all unsere Alltage im Abendland...
    • infomann 16.09.2019 19:35
      Highlight Highlight Du weisst aber schon dass in der Zwischenzeit auch Synthetische Kraftstoffe und Kunststoffe herstellbar sind ?...gänzlich ohne Erdöl.
    • Ueli der Knecht 16.09.2019 19:44
      Highlight Highlight Zahnbürste gäbe es auch aus FSC-zertifiziertem schweizer Buchenholz.
      https://www.coop.ch/de/ueber-uns/medien/medienmitteilungen/2019/zaehneputzen-mit-gutem-gewissen.html
    • landre 16.09.2019 20:03
      Highlight Highlight @infomann

      "Jein", denn ein künstliches "Produkt" benötigt zum Beispiel auch eine "Produktionskette" oder eine "Logistik", etc(!) um realisiert und konsumiert werden zu können...

      "Gänzlich ohne Erdöl" darf, soll oder muss das Ziel sein.

      (...Als Ideologie driften solche Aussagen aber zu schnell in die pure Esoterik, bzw. in den puren Esoterismus...)
    Weitere Antworten anzeigen
  • NocheineMeinung 16.09.2019 19:15
    Highlight Highlight Der Iran, Saudiarabien und Trump snd schon die wichtigsten Player, aber steigende Erdölpreise bringen neben Verlierern (den Erdölkonsumenten) und auch Gewinner:
    - Die Erdölproduzenten in Nahost (Saudis, Iran etc.)
    - Die Frackingindustrie in den USA
    - Russland käme auch zu mehr Devisen

    Geld regiert die Welt, nicht nur Trump!
  • infomann 16.09.2019 18:40
    Highlight Highlight Setzten wir die Energiestrategie möglichst schnell um und dann haben uns solche Themen nicht mehr zu interessieren.
    Wenn es alle machen würden hört das schmutzige Geschäft ums schwarze Gold entlich auf.
    • maylander 16.09.2019 18:52
      Highlight Highlight Der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten ist 1400 Jahre alt. Ohne Öl wäre der Konflikt immer noch da, man würde einfach hier nichts davon merken.
    • Dong 16.09.2019 19:26
      Highlight Highlight Die Schiiten-Sunniten-Sache wird allerdings etwas überbewertet, die Frontverläufe sind längst nicht immer exakt entlang der Konfessionen (bspw. im Yemen). Aber das stimmt auf jeden Fall, es gibt auch eine Menge Konflikte ohne Öl!
    • Joe Smith 16.09.2019 19:28
      Highlight Highlight Maylander: Umgekehrt wird ein Schuh draus. Nur durch das Öl wurden die wahhabitischen Saudis zum weltpolitischen Faktor und instrumentalisieren nun die Mär vom uralten Konflikt, und der unwissende Westen glaubt es, weil's so schön ins Klischee des rückständigen Arabers passt. Die Menschen im Nahen Osten interessiert diese Frage keinen Deut.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hans der Dampfer 16.09.2019 18:37
    Highlight Highlight Es braucht gar keinen Krieg sondern nur einen schmerzhaften Denkzettel denn jetzt wo der Iran merkt das ihre Taten praktisch keine Konsequenzen haben, schlagen die zunehmend Kapital daraus. Am Ende breiten sie sich weiter im Irak aus und destabilisieren dort die Verhältnisse.
  • Jemand67 16.09.2019 18:20
    Highlight Highlight Kommt mir vor wie im Film „ Mad Max“ . Der Kampf um Öl und Energie beginnt.....
    • _kokolorix 16.09.2019 21:27
      Highlight Highlight Trotz der primitiven Aufmachung, die Filme haben prophetischen Charakter.
      Toecutter ist die perfekte Inkarnation des völlig unberechenbaren und durchgedrehten Chefs, wie es Donald Trump und Boris Johnson heute so gerne nachäffen
  • Auric 16.09.2019 18:16
    Highlight Highlight "Für Trump ist billiges Benzin wichtiger als ein Krieg gegen Iran"

    Hab ich da jetzt echt ein Lob an Trump herausgelesen?

    Ja der ganzen Welt ist billige Energie wichtiger als Krieg gegen wen auch immer.
  • maylander 16.09.2019 18:10
    Highlight Highlight Wahrscheinlich ist die ganze Inszenierung sowieso ein Abschiedsgeschenk von Bolton.

    Eins muss man Trump lassen: Er ist ziemlich resistent gegen die Zündeleiein aus eigenem Hause. Bei einem Bush im Amt wäre jetzt wahrscheinlich Krieg.
  • Nr 756 16.09.2019 17:55
    Highlight Highlight Bin ich die Einzige die heute schon von einem Krieg am Golf sprechen würde, angesichts der zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen?
    • Auric 16.09.2019 18:10
      Highlight Highlight Ja bist du zum Glück.

    • Dong 16.09.2019 19:32
      Highlight Highlight Aus meiner Sicht (bzw. Ich glaube da dem Scholl-Latour) ging‘s im Syrien-Krieg eigentlich um den Iran. Verglichen damit sind wir also noch im „harmlosen“ Bereich.
    • Ueli der Knecht 16.09.2019 19:53
      Highlight Highlight Ich meine sogar, dass in 500 Jahren (so es die Menschheit dann noch gibt), die Geschichtsbücher vom 150-jährigen Krieg sprechen.

      Es begann 1914 mit dem ersten Weltkrieg, darauf folgte der zweite Weltkrieg, dann der Kalte Krieg, Krieg gegen den Terror, erster, zweiter, dritter Golfkrieg, Währungskrieg, Handelskrieg, und soviele kriegerische Konflikte weltweit wie noch nie zuvor in der Geschichte. Seit über 100 Jahren leben wir im Krieg.

      Heidelberger Institut für Konfliktforschung, Konfliktbarometer:
      https://hiik.de/konfliktbarometer/aktuelle-ausgabe/

    Weitere Antworten anzeigen
  • TanookiStormtrooper 16.09.2019 17:41
    Highlight Highlight Schon interessant, was Medien und Politik so beschäftigt:

    100'000 Tote im Jemen 🤷‍♂️

    Ein bisschen Öl bei den Saudis brennt 🤯
  • WeischDoch 16.09.2019 17:34
    Highlight Highlight Mit einem Krieg wäre also evtl. das Problem mit dem machtgeilen Iran gelöst und auch noch Trump weg. Wenn das mal niemanden motiviert.

    Hoffe der Iran ist irgendwie ohne Krieg zu stoppen. Der Gefahr sind sich die wenigsten wohl bewusst
    • Snowy 16.09.2019 18:23
      Highlight Highlight Iran stoppen?

      Hattest in Geschichte einen Fensterplatz!?

      Kleiner Hint: Die USA haben schon zweimal versucht die iranische Regierung wegzuputschen um an die weltgrössen Ölvorkommen der Welt zu kommen (Google "Operation Ajax"). Es hat zweimal nicht geklappt und ist der Grund, warum heute Mullahs in Tehran sitzen und nicht mehr ein weltlich orientiertes Oberhaupt.

      Es entbehrt darum nicht einer gewissen Ironie, wenn die USA ständig vom Iran als Agressor sprechen!
      Benutzer Bild
    • RicoH 16.09.2019 18:38
      Highlight Highlight Ich weiss nicht, warum Iran gestoppt werden sollte. Bisher sind vor allem die USA machtgeil aufgetreten.
    • MAOAM 16.09.2019 18:55
      Highlight Highlight Kriege sind immer die schlechtesten Lösungen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Vals del Obrero 16.09.2019 17:24
    Highlight Highlight Logisch wollen es sich die (Öl-)Junkies es sich nicht mit ihrem Dealer verderben, so lässt sich die ganze Beziehung der westlichen Welt zu den Saudis umschreiben.

    Wenn der Dealer Konflikte mit einer anderen Gang hat, dann hilft man ihm als Stammkunde im Zweifelsfall. Es wird ja schon stimmen, was er mir erzählt, und verdammt, ich will meine Quelle nicht verlieren und vielleicht gibt er mir ja am Ende dafür Rabatt.
  • chrimark 16.09.2019 17:21
    Highlight Highlight Was auch immer auf Bild 4 brennt und raucht, die in Bild 6 bis 7 gezeigten Strukturen sind es nicht. Diese befinden sich links oben neben denn grossen Tanks. Kann jeder frei auf Google nachprüfen.
  • heureka 16.09.2019 17:13
    Highlight Highlight Vortsetztung:
    Die Chinesen bluten , weil Diesel teurer wird, das schwächt bekanntlich Die Bilanz. Es schwächt aber auch UNS- EUROPA, Noch mehr. Ein paar Millionen Migranten, und der Diesel Teuer, das ist Brandbeschleuniger pur. Das Alles im Sinn der US, Wenn es hart auf hart kommt, sind Moskau wieder Unsere Partner. Das sagt Die Geschichte, Ich sage das, weil am Meisten profitiert Russland, wenn sich Die fossilen Energieträger verteuern. Und Amerika braucht wieder Einen Starken Partner, Diesmal gegen Die Asiaten. So ich habe nun Oekonomie & Geopolitik wieder ganz schön vermischt , viel Spass
  • Kramer 16.09.2019 17:04
    Highlight Highlight Die USA unter Trump haben das Steuer aus der Hand gegeben. Die Iraner scheinen fest davon überzeugt zu sein, dass die USA nicht eingreifen, sie haben es nach dem Drohnenabschuss nicht getan, und jetzt ist auch noch Bolton weg. Trump mag noch so viel drohen, bis jetzt hat er noch nie Taten folgen lassen, und ist immer eingegnickt.
    Auf der anderen Seite rüstet Saudi Arabien weiter auf, während Iran in der Krise steckt. Iran hat also wenig zu verlieren, und der Zeitpunkt scheint sehr gut zu sein um die Situation eskalieren zu lassen, ohne von den USA viel befürchten zu müssen.
  • joevanbeeck 16.09.2019 16:44
    Highlight Highlight Im Umkehrschluss haben also Kriegsgurgel und Friedens-nobelpreisträger Obama und seine Vorgänger im Nahen Osten für einen hohen Benzinpreis gezeuselt?
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 16.09.2019 16:40
    Highlight Highlight Sorry Leute, aber überlegt mal? Was denn für Drohnen? Woher sollte der Iran über solche Drohnen verfügen? Das müssen ja waffenfähige Drohnen mit fast schon Mittelstreckenraketen sein. Ausserdem muss man die steuern und das Waffensystem sollte auch treffen! Dazu kommt die Verbindung, die über mehrere Hundert Kilometer reichen muss. Dazu braucht man Satelliten. Ausserdem ist das alles störanfällig. Sorry, aber ich glaube das nicht! Nicht bei Schäden diesen Ausmasses das die Raffinerie nun über Wochen ausfallen soll... das ist mir alles sehr suspekt!
  • vamosT 16.09.2019 16:37
    Highlight Highlight Mir ist billiges Benzin auch lieber und wichtiger als einen Krieg. Alles ist besser als ein Krieg.

    Das muss man Trump einfach lassen, er hat noch keinen Krieg angefangen, obwohl die Möglichkeiten sich übertreffen.
    Und das können nicht viele Präsidenten von sich sagen.

    Aber klar, man kann das I'm Titel auch negativ formulieren, denn der orange Mann ist ja gleich böse.
  • Iseeus 16.09.2019 16:30
    Highlight Highlight Aber hallo! Das Öl gehört schliesslich dem Westen. Wie bereits Chaque Chirac deklarierte: "Die Garantie unserer strategischen Versorgung und die Verteidigung verbündeter Staaten" könnten zu den Interessen zählen, die den Einsatz von Kernwaffen rechtfertigen, sagte Präsident Jacques Chirac am Donnerstag (19.1.2006) auf dem Atom-U-Boot-Stützpunkt Ile Longue in der Bretagne.
    https://www.dw.com/de/chirac-droht-mit-gezielten-atomschl%C3%A4gen/a-1861586
  • Statler 16.09.2019 16:22
    Highlight Highlight Eigentlich der triftigste Grund, sämtliche Verbrennungsmotoren durch Elektro-Antriebe zu ersetzen. Und zwar schleunigst.
    • Whitchface 16.09.2019 16:31
      Highlight Highlight Und woher die Energie nehmen? Steckdose? Oder vielleicht noch ein paar Kohlekraftwerke?
    • infomann 16.09.2019 17:04
      Highlight Highlight Nicht eigentlich.
      Es gibt keinen Grund nicht möglichst schnell vom Erdöl weg zukommen.
    • maendel 16.09.2019 17:11
      Highlight Highlight Bin ich genau deiner Meinung, verstehe deshalb nicht warum die SVP sich nicht vom bösen Ausland lösen will.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ferd Blu 16.09.2019 16:04
    Highlight Highlight Man darf nicht vergessen das Trump auch deswegen von den Wählern gewählt worden ist, weil er versprach das die USA nicht mehr als Weltpolizist tätig sein wird und keine einzigen neuen Angriffe auf Länder tausende Meilen weit weg von den US & A machen wird wie es Clinton, Bush und Obama taten. So ziemlich das einzige was man dem Trumpeltier gut rechnen kann. Daher ist es super das Kriegstreiber Bolton gefeuert ist. Sollte Trump dennoch dies tun, wird er schneller abgewählt als er „you are fired“ sagen kann!
    • Ordo Malleus 16.09.2019 19:09
      Highlight Highlight Trump leistet noch in vielen anderen Bereichen gute Arbeit. Wer nicht gerade unter TDS leidet, erkennt dies.
    • swisskiss 16.09.2019 19:33
      Highlight Highlight Ferd Blu: Die Drohnenangriffe im Jemen unter Trump sind massiv angestiegen:
      https://www.thebureauinvestigates.com/projects/drone-war

      Nur das im Gegensatz zu seinen Vorgängern, keine Opferzahlen mehr bekannt gegben werden.

      Oder schau Dir Afghanistan an! So einfach schafft man sich ein Image als Friedenstaube, wenn man keine Informationen mehr veröffentlicht, die seine eigenen Aussagen widerlegen.

      Aber solange seie Wähler nur seine Tweets glauben, ist alles in Ordnung.

    • Dr Chütlybuur 16.09.2019 20:15
      Highlight Highlight @Ferd Blu
      Wird Trump abgewählt kommt automatisch Mike Pence ins Amt.
      Wer den Werdegang, politisch Leistungen und Überzeugungen von Vize M. Pence kennt, weiss das der nahe Osten brennen wird.
      Der Vizepräsident vereint Push und Clintons in einer Person. Bolton währe schneller im Oveloffice als die Trumps aus dem weissen Haus.

      Sicherheitspolitisch wären Syrien, Russland, Nordkorea, China und die Stan- Staaten betroffen.

      Auch so lassen sich Obsoleszenzen bei Waffensystemen herstellen.
      Das Bolton ein "Selbsläufer" ist, hat er mit seiner rohrkrepierer-Aktion gegen den Iran bewiesen.

      Arme Mütter und Väter der künftigen Opfer. 😞
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Seit 7 Jahren gefangen und gefoltert: So kämpft die Familie von Raif Badawi um sein Leben

Ensaf Haidar kämpft seit sieben Jahren für die Freilassung ihres Mannes Raif Badawi. Der laizistische Blogger ist seit 2012 in Saudi-Arabien inhaftiert – wegen Beleidigung des Islam. Wir haben seine Frau in Genf getroffen.

Ensaf Haidar hat ihren Mann seit sieben Jahren nicht mehr gesehen. Seit sieben Jahren ist das einzige Lebenszeichen ihres Mannes seine Stimme am Telefon. Ob er jemals freikommt, weiss sie nicht.

Ensaf Haidar ist die Frau von Raif Badawi, des wohl bekanntesten politischen Gefangenen in Saudi-Arabien. Watson hat Haidar am Rande des Geneva Summit for Human Rights and Democracy getroffen:

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