Lateinamerika
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Damit keine Hilfsgüter nach Venezuela kommen. Container und Tanklastwagen blockieren die Grenze zu Kolumbien. 

«Hilfsgüter sind politische Show»: Maduros Armee blockiert Autobahnen mit Tanklastern



Die Menschen in Venezuela leiden Hunger, in den Kliniken gibt es kaum noch Medikamente und Material, Millionen haben der Heimat den Rücken gekehrt. Gegenpräsident Guaidó will Hilfsgüter ins Land schaffen. Staatschef Maduro bezeichnet geplante Hilfslieferungen als «politische Show».

Inmitten des Streits um humanitäre Hilfe für Venezuela haben die Behörden des südamerikanischen Krisenlandes eine Autobrücke zum Nachbarland Kolumbien blockiert. Die Brücke Tienditas nahe der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta wurde mit dem Auflieger eines Tanklastzugs und zwei Containern gesperrt.

US-Aussenminister Mike Pompeo forderte Staatscehf Nicolas Maduro auf, die Blockade zu beenden. «Das Maduro-Regime muss die Hilfe die verhungernden Menschen erreichen lassen», schrieb er auf Twitter.

Die humanitäre Hilfe sei lediglich ein Vorwand für eine US-Militärintervention in Venezuela, sagte der umstrittene Präsident Maduro in einem Interview des Fernsehsenders Russia Today. Am Mittwoch startete die Regierung eine Unterschriftensammlung gegen die «interventionistischen Aktionen» der USA. Mindestens zehn Millionen Venezolaner sollten unterschreiben, forderte Maduro.

Streit um Hilfslieferungen

Der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó hingegen bemühte sich darum, möglichst schnell humanitäre Hilfe nach Venezuela zu bringen. Zunächst sollten Sammelstellen für die Hilfsgüter in Kolumbien und Brasilien eingerichtet werden, sagte Guaidó. Er rief die Soldaten an der Grenze dazu auf, die Lieferungen mit Lebensmitteln und Medikamenten ins Land zu lassen.

US-Präsident Donald Trump bekräftigte in seiner Rede zur Lage der Nation die Unterstützung der USA für Gegenpräsident Guaidó. «Wir stehen an der Seite des venezolanischen Volkes in seinem edlen Streben nach Freiheit», sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit). Er verurteile die «Brutalität des Maduro-Regimes», dessen sozialistische Politik Armut und Verzweiflung nach Venezuela gebracht habe.

Die Venezuela-Krise im Januar 2019

Suche nach Ausweg

Am Donnerstag wollten in der uruguayischen Hauptstadt Montevideo Vertreter europäischer und lateinamerikanischer Staaten der sogenannten Kontaktgruppe zusammenkommen, um über einen Ausweg aus der verfahrenen Lage zu beraten.

Venezuela steckt in einer schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise. Wegen fehlender Devisen kann das einst reiche Land kaum noch Lebensmittel, Medikamente und Dinge des täglichen Bedarfs importieren. Viele Menschen hungern und rund drei Millionen Venezolaner sind vor dem Elend in ihrer Heimat bereits ins Ausland geflohen.

Maduro machte die Sanktionen gegen seine Regierung für die Notlage verantwortlich. «Wir werden weiterhin garantieren, dass unser Volk Zugang zu Bildung, Lebensmitteln und Arbeit hat. Alles andere ist eine billige Show, um eine Intervention zu rechtfertigen», sagte er bei Russia Today.

Die USA, Kanada, die Europäische Union und Deutschland haben bereits Soforthilfen in Millionenhöhe für das südamerikanische Land zugesagt. «Kolumbien will dabei helfen, dass die Hilfsgüter das venezolanische Volk erreichen», sagte der kolumbianische Aussenminister Carlos Holmes Trujillo am Dienstag nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Mike Pompeo in Washington.

Militär als Zünglein an der Waage

Gelingt es Guaidó und seinen Unterstützern, die Lieferungen in das notleidende Land zu bringen, dürfte ihnen das viel Anerkennung unter der Bevölkerung verschaffen. Scheitern sie allerdings, könnte ihre Erfolgswelle schnell wieder abebben.

Doch die Lebensmittel und Medikamente kommen nur in den Krisenstaat, wenn die Streitkräfte sie passieren lassen. «Soldaten an der Grenze, entweder ihr seid Teil des Problems oder ihr helft dem bedürftigen Volk», sagte der oppositionelle Abgeordnete Miguel Pizarro. (sda/dpa)

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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hein Doof 07.02.2019 09:16
    Highlight Highlight Zuerst sanktionieren und dann Hilfslieferungen herbeilügen.

    Und die Medien übernehmen es ohne nachzuforschen und packen dann auch noch Schreibfehler in den Artikel um das Ganze abzurunden.

    Well done, Watson! Ich habe eigentlich gedacht am Dienstag kommen die Fails..
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 07.02.2019 08:50
    Highlight Highlight Warum ist beim rechten Container die Strassenmarkierung verrutscht, bzw. hinter dem rechten Gitter verschwunden. 🤔
    • Pryda 07.02.2019 09:17
      Highlight Highlight Dieser Streifen ist auch deutlich fetter als alle anderen
    • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 07.02.2019 11:04
      Highlight Highlight Beim Video sieht man tatsächlich, dass die Streifen auf der Fahrbahn manipuliert wurden. (Ab 0:50)

      Play Icon


      Jetzt frage ich mich erst recht warum??? Um Fotos als Fake ausehen zu lassen???
  • Toerpe Zwerg 07.02.2019 07:11
    Highlight Highlight Selbstverständlich sind diese Hilfsgüterlieferungen eine politische Show ...

    ... aber nicht um eine Invasion vorzubereiten, sondern um das Militär auf eine Loyalitätsprobe zu stellen, die Bevölkerung weiter gegen Maduro aufzubringen und so schlussendlich den Druck auf Maduro zu erhöhen oder wenigstens aufrecht zu erhalten.
  • Adumdum 07.02.2019 06:59
    Highlight Highlight Bild ist nicht fake (zugegebenermaßen sehen die Farben komisch aus) - auf The Guardian sieht man die Blockaden im Video: https://www.theguardian.com/p/akdqf
  • RandomNicknameGenerator 07.02.2019 05:14
    Highlight Highlight Der venezolanische Interims-Präsident stellt Maduro eine Falle - und dieser tappt voll drauf rein.

    Maduro hat schon öfters Hilfslieferungen abgelehnt - was ihm intern immer wieder Kritik eingebracht hat.
    Jetzt aber kann die Oposition die Hilfslieferungen als eigene Leistung verkaufen und Maduro wird in den Augen vieler zum Volksmörder, weil er dringt benötigte Medikamente und Lebensmittel nicht ins Land lässt.
  • RandomNicknameGenerator 07.02.2019 05:00
    Highlight Highlight In den Kommentaren wird öfters das Bild als ein Fake bezeichnet. Es scheint aber, dass Pompeo bloss kein #nofilter Freund ist - es existieren duzende Bilder zur Barikade, wie etwa dieses hier:
    Benutzer Bild
  • Zeit_Genosse 07.02.2019 02:52
    Highlight Highlight Erinnert sich Madiro an die russischen Lastwagen-Hilfskonvois für die Krim?
  • Bijouxly 07.02.2019 00:20
    Highlight Highlight Ziemlich schlechte Photoshop-Arbeit...
  • öpfeli 06.02.2019 23:39
    Highlight Highlight Wie kann man diese blauen Tanker so genaustens platzieren? Der rechte Tanker scheint fast eingeklemmt.
    • chrisdea 07.02.2019 00:09
      Highlight Highlight Heli.
    • RandomNicknameGenerator 07.02.2019 05:05
      Highlight Highlight Blauer Tanker? Ist eher ein Schiffscontainer. Die kann man mit einem leichten Kran direkt von einem Lastwagen absetzen
    • öpfeli 07.02.2019 07:54
      Highlight Highlight Du Fuchs, danke fürs Korrigieren.
      Das mit dem Kram dachte ich mir oder besser gesagt, ist mir bewusst. Von Hand gehts ja nicht 😉
      Dennoch finde ich die Platzierung fast zu perfekt 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • Score 06.02.2019 23:00
    Highlight Highlight Also das Bild sieht für mich extrem gefotoshopt aus... Muss natürlich nicht stimmen, nur mein erster Eindruck...
    • AdvocatusDiaboli 06.02.2019 23:31
      Highlight Highlight Leider ist es echt. Da gibts noch ein Video vom selben Ort:
      Play Icon
    • Pana 07.02.2019 01:30
      Highlight Highlight Nope.
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • BetterTrap 06.02.2019 22:33
    Highlight Highlight Man verhindert mit Sanktionen Geldflüsse in Miliiardrn höhe, aber die Hilfsgüter im Wert von zwei Millionen sind das grössere Übel... alles klar.

    Hat der Westen damals in der Ukraine nicht Hilfsgüter selbst aufs argste kritisiert. Heuchelei
    • Markus97 06.02.2019 22:43
      Highlight Highlight Die weissen Lastwagen waren keine Hilfsgüter. Sie haben nachweislich militärische Produktionsanlagen nach Russland geschafft...
    • RandomNicknameGenerator 07.02.2019 05:09
      Highlight Highlight Die 'Geldflüsse in Milionenhöhe' wurden bis vor zwei Wochen nur von Personen im Dunstkreis von Maduro blockiert. Das Land verhungert nicht wegen diesen, sondern wegen internen Fehlern.

      Und Maduro lässt schon seit Jahren keine Hilfsgüten (auch nicht von der Uno) ins Land. Hat wohl etwas mit seinem Stolz zu tun. Schliesslich wäre es ein Eingeständnis, dass seine Regierung es nicht mehr selber schafft, die Bevölkerung zu ernähren.
    • bebby 07.02.2019 06:38
      Highlight Highlight Der Westen hat notabene trotz Sanktionen weiterhin Oel aus Venezuela eingekauft und damit primär das Regime finanziert. Das waren Geldflüsse im Milliardenhöhe. Dumm für das Regime ist nur, dass sie das so schlecht produzieren, dass das dortige Oel unterdessen kaum mehr fliesst und erst noch eine Pfütze ist.
      Das ist eben das Schicksal der Rohstoffländer: ein Regime kann gut leben ohne auf die Bevölkerung Rücksicht zu nehmen. Siehe auch Russland, Saudi Arabien, etc.

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