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National security adviser John Bolton listens during a press briefing at the White House, Monday, Jan. 28, 2019, in Washington. (AP Photo/ Evan Vucci)

Trumps Sicherheitsberater John Bolton stellte an einer Pressekonferenz seine Notizen zur Schau.  Bild: AP/AP

US-Militäreinsatz in Venezuela? Oder: Warum man vertrauliche Notizen besser verdeckt



Der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, hat auf ungewöhnliche Weise Spekulationen über einen möglichen Militäreinsatz der USA in Venezuela ausgelöst. «5000 Soldaten nach Kolumbien» hatte er auf seinem Notizblock notiert.

Am Rande einer Pressekonferenz im Weissen Haus zeigte sich Bolton am Montagnachmittag (Ortszeit) mit einem Notizblock, den er so hielt, dass die handgeschriebenen Vermerke darauf für Teilnehmer – und Fotografen – bestens zu lesen waren.

National security adviser John Bolton holds his notes during a press briefing at the White House, Monday, Jan. 28, 2019, in Washington. (AP Photo/ Evan Vucci)

«5000 Soldaten nach Kolumbien». Bild: AP/AP

Nur zwei kurze Zeilen waren auf den grossen Block mit gelbem Papier gekritzelt. In der ersten Zeile stand eine kurze Notiz zu den jüngsten Gesprächen mit den Taliban in Afghanistan. In der zweiten Zeile dann Folgendes: «5000 Soldaten nach Kolumbien». Angesichts der schweren Krise im Nachbarland Venezuela sorgte das Bild von Boltons Notizen sofort für Diskussionen.

Offener Machtkampf

In Venezuela tobt ein offener Machtkampf zwischen Präsident Nicolás Maduro und dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó. Die US-Regierung hat sich offensiv auf Guaidós Seite geschlagen und droht seit Tagen damit, alle denkbaren diplomatischen und wirtschaftlichen Hebel in Bewegung zu setzen, um Maduro zum Rückzug zu drängen. Bei der Pressekonferenz im Weissen Haus, an der auch Bolton teilnahm, kündigte die US-Regierung gerade erst Sanktionen gegen den wichtigen Ölsektor Venezuelas an.

Wollen die Amerikaner nun auch militärisch in Venezuela eingreifen und das durch eine Truppenverlegung nach Kolumbien vorbereiten? Die US-Regierung wollte militärische Schritte bisher explizit nicht ausschliessen. Trump sagte: «Alle Optionen sind auf dem Tisch.»

Ist Boltons quasi in die Kameras gehaltene Notiz also die – sehr eigenwillige – Art und Weise, einen solchen Militäreinsatz in Aussicht zu stellen oder zumindest deutlicher als bisher damit zu drohen? Das Verteidigungsministerium wollte sich dazu am Montagabend (Ortszeit) auf Anfrage nicht äussern und verwies ans Weisse Haus. Von dort hiess es mit Blick auf die Bolton-Notiz knapp, aber vielsagend: «Wie der Präsident gesagt hat: Alle Optionen sind auf dem Tisch.» (sda/dpa)

Venezuela am Abgrund:

Juan Guaidó erklärt sich zum Staatschef Venezuelas:

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Video: srf

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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Raber 29.01.2019 18:03
    Highlight Highlight Sie könnens ja machen wie die Russen in der Krim/Donbass,einfach die Flagge auf der Uniform entfernen und von nichts wissen.Das die USA in den 80ern und 90iger tausende vermeintlich "Linke" in Lateinamerika (Honduras,Nicaruaga etc) abschlachteten ist unterdessen gut dokumentiert.
  • Scorpy 29.01.2019 09:16
    Highlight Highlight Eine weitere Lachnummer aus den USA.
    • PaLve! 29.01.2019 12:12
      Highlight Highlight Für die Venzuolaner wird es leider nicht zum Lachen sein...
  • Domino 29.01.2019 09:03
    Highlight Highlight Ich finde die Karte im Hintergrund weitaus interessanter. Schade ist Europa verdeckt...
  • no-Name 29.01.2019 08:52
    Highlight Highlight Ist das nicht relativ offensichtlich?

    Ein Blatt mit zwei Zeilen. Zu oberst auf dem Block. Keine weiteren Notizen. Zwei Sätze die sich meine 3 jährige Tochter merken kann.

    Und ausser dem Block keine Mappe, kein Klemmbrett ider sonst was in den Fingern. Und echt jetzt. Seinen Arm hält er alles ander als entspannt.

    Wenn das nicht eine beabsichtigte Mitteilung und passive Drohung war weiss ich auch nicht.....

    Aber unbeabsichtigt sieht anders aus.
  • Triple 29.01.2019 08:51
    Highlight Highlight Wag the Dog....
  • Hein Doof 29.01.2019 08:39
    Highlight Highlight Darauf läufts hinaus, zuerst die Opposition installieren, die Bevölkerung anstacheln, Putschversuch, Bürgerkrieg und dann militärisch einschreiten um die "Demokratie" zu wahren und einen Präsidenten zu installieren der aus Venezuela einen Vasallenstaat der USA macht. Hat schon zigmal funktioniert und interessiert niemanden auf der Welt.. gefährliche Kombination
  • Leon1 29.01.2019 08:24
    Highlight Highlight Schön blau-rot eingefärbte Karte.
    Die Amis vermissen den kalten Krieg wirklich sehr. Erst mit ideologischem Antagonisten hat der Tag Struktur. Scheinbar...
    • P. Silie 29.01.2019 08:55
      Highlight Highlight @ Leon: Die Karte zeigt auf, wer bzw. welches Land pro Maduro und welches pro Guaido ist.. China, Russland, Iran und die Türkei - oh welch Überraschung, sind pro Maduro 😎 Dabei ist folgendes klar: keiner dieser 4 Länder traut jeweils dem anderen, da sie alle nur eines eint -> Anti-USA... Es sollte ein leichtes sein, die 4 "Mächte" gegeneinaner aufzubringen, denn alle haben Machtansprüche, die sich früher oder später mal berühren werden.
    • Saasi 29.01.2019 11:29
      Highlight Highlight Danke Silie, aber die Trump Trittbrett Busher sehen schnell was anderes.
  • OSB1 29.01.2019 07:53
    Highlight Highlight Das ist nach der selbst herbeigeführten Shutdown Kriese doch nur ein weiterer Versuch von den Mueller Ermittlungen und all den Angeklagten und Verurteilten abzulenken. 😑 Was dominiert die Medien mehr als eine mögliche Absprache mit den Russen? Genau! Eine militärische Intervention vor der Haustür.
  • Yogi Bär 29.01.2019 07:35
    Highlight Highlight Braucht Trump einen Krieg um von seiner Unfähigkeit abzulenken?
    • Yogi Bär 29.01.2019 07:59
      Highlight Highlight Sogar hierfür ist er unfähig! Denn Venezuela ist ein grosses Land somit reichen wohl 5'000 nicht aus! Er verwechselt wohl Venezuela mit Venedig.
    • WID 29.01.2019 07:59
      Highlight Highlight @Yogi Bär: das hat nichts mit Trump zu tun sondern mit dem allgemeinen imperialen Gehabe der USA.
    • Yogi Bär 29.01.2019 10:15
      Highlight Highlight @WID sehr wohl hat dies mit Trump zu tun! Ablenkung ist die beste Art vom eigenen Versagen abzulenken. Beispiele: Bush Sen. Golfkrieg 1, Bush Jun. Golfkrieg 2 , Afghanistan. Der Input geht nun mal vom ersten Mann aus!
    Weitere Antworten anzeigen
  • WID 29.01.2019 07:18
    Highlight Highlight Es läuft so:
    Play Icon
  • WID 29.01.2019 07:17
    Highlight Highlight Passt den USA etwas nicht wird wie Folgt verfahren. 1. Wirtschaftlicher Druck, 2. Politischer Druck, 3. Militärische Intervention. Es läft also alles nach Plan.
    • P. Silie 29.01.2019 09:23
      Highlight Highlight Um eines schon mal vorweg zu nehmen -> auch ich bin gegen eine Intervention der USA (vermutlich aus anderen Gründen als Sie). Dennoch möchte ich Sie fragen, wieviele Geflüchtete aus Venezuela braucht es um Druck auf das Regim aufsetzen zu müssen? Wie lange müssen die Schlangen vor dem 'Super'markt sein um etwas Mehl oder Oel zu bekommen? Wieviele müssen sterben da sie keine Medikamente erhalten? Das sozialistische Experiment ist auch hier wieder gescheitert!
      Benutzer Bild
    • WID 29.01.2019 09:58
      Highlight Highlight @P. Silie: der Einwand ist berechtigt. Ich halte einfach absolut nichts von US Interventionen weil diese meist nicht aus humanitären Gründen erfolgen.
    • P. Silie 29.01.2019 11:27
      Highlight Highlight WID: Und Sie glauben Russland, China, Iran und die Türkei unterstützen Maduro aus humanitären Gründen? Aber wie gesagt, ich bin ebenfalls gegen eine Intervention des Westens. Das ist schlichtweg nicht unser Problem wenn die Leute dort hungern müssen oder keine Medikamente bekommen (genauso ist Saudi Arabien mit Kashoggi oder den Frauenrechten nicht unser Problem oder russische Oppositionelle etc.). Ein Volk/Land kann sich nur selbst helfen, wenn die Leute auf die Strasse gehen und gegen das System ankämpfen. Scheint als ginge es den Venozolanern noch zu gut um dies zu tun.. erst 12% flüchteten
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frank Eugster 29.01.2019 07:15
    Highlight Highlight Alte Faustregel: wenn innenpolitisch die Kacke am dampfen ist, mach aussenpolitisch Krawall. Die Trump admin. beherzigt diese Faustregel auf denkbar preisgünstige Art und Weise. Man nehme einen gelben (wichtig-leuchtende Farbe wählen) Block, kritzle eine (vermeindlich) bedeutsame Notiz drauf, drück das Ganze einem (mehr oder weniger wichtigen) Mitarbeiter in die Hand, der das ganze (ganz zufällig) ind die Kamera hält. Zack feddich.. Aussenpolitischer Krawall bis in die Schweiz. Kosten für den Spass; Block bei Walmart 80cent, Stift Werbegeschenk von Lockheed Martin.
  • Spooky 29.01.2019 07:11
    Highlight Highlight Er wollte seine schöne Handschrift zeigen.
  • Muselbert Qrate 29.01.2019 06:45
    Highlight Highlight Weg mit dem Sozialistischen Barbaren Maduro!!! Evtl kann er ja ins Asyl zu Putin oder Merkel nimmt ihn auf.
    • ChlyklassSFI 29.01.2019 08:09
      Highlight Highlight Ich wünsche dir, dass du einmal mehr als nur Provokationen in Kommentare verpacken kannst.
    • Fruchtzwerg 29.01.2019 09:11
      Highlight Highlight Genau, die "sozialistische" Merkel oder der ebenso sozialistische Putin nimmt ihn bestimmt auf.
      Ich empfehle dir dringend, mal das Wort Sozialismus zu googeln... Danach vielleicht auch ein wenig lateinamerikanische Geschichte.
  • Zeit_Genosse 29.01.2019 06:42
    Highlight Highlight Nicht nur der gelbe Block unterstützt die indirekte Kommunikation. Die roten Länder auf der Karte sind Feinde oder zumindest Regime die man nicht kontrolliert.

    Bisher ist der jetzige POTUS bezüglich Kriege zurückhaltend. Nicht aus ideologischen, sondern finanziellen Gründen. Die einzige positive Bilanz.
    • Hierundjetzt 29.01.2019 07:20
      Highlight Highlight Chabis ☺️ Rot = Unterstützer von Maduro (steht so auf der Legende unten links) oder seit wann ist Guyanna (Nachbar von Franz. Guyanna) ein „Feind“ der USA?
    • leu84 29.01.2019 08:53
      Highlight Highlight Es ist Suriname
  • Ruffy 29.01.2019 06:35
    Highlight Highlight Das ist doch extra so...
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 29.01.2019 06:33
    Highlight Highlight Man kann von Maduro halten was man will, ich Persönlich halte ihn für einen Diktator, aber jetzt dem Land eventuell einen Bürgerkrieg Aufzwingen der dann die ganze Region erschüttett kanns nicht sein.

    Besser wäre es dem Schweinehund Exil zu gewähren dafür haut er und seine Entourage ab
  • BigDaddy 29.01.2019 06:08
    Highlight Highlight Mal nur so ne Frage: In Kolumbien kennt man die Pläne, dass die „Beschützer der Freiheit“ kommen?
    „Aha..ok... danke für d‘ zeitnahe Info. Freue uns wie Sau. En schöne!“
    Benutzer Bildabspielen
  • Yolo 29.01.2019 06:03
    Highlight Highlight Wenn es nicht in Twitter steht, zählt es nicht.
  • Nelson Muntz 29.01.2019 06:02
    Highlight Highlight Den kenn ich doch irgendwoher, diesen Bolton.
    Play Icon
    • EvilBetty 29.01.2019 09:20
      Highlight Highlight Hahaa... «I haven't eaten for three days, so there's absolutley nothing up there!»

      🤣
  • walsi 29.01.2019 05:43
    Highlight Highlight Das alles erinnert an Irak, Syrien, Libyen, Afghanistan usw. Ein weiterer illegaler Krieg der USA gegen einen souveränen Staat und die westliche Welt steht wie ein zahmes Hündchen bei Fuss und applaudiert.
    • Marshawn 29.01.2019 06:30
      Highlight Highlight Falls sich jemand für die Situation interessiert, empfehle ich den Daily-Podcast von der NYT: https://www.nytimes.com/2019/01/25/podcasts/the-daily/venezuela-nicolas-maduro-juan-guaido.html

      Da wird die komplexe Situation gut erklärt.
    • Hierundjetzt 29.01.2019 06:51
      Highlight Highlight 😴😴😴 flieg doch nicht auf so was billiges rein. Come on. Auf einem Notizblock. Einen 1 Zeiler

      Es geht nur darum den Druck auf Maduro zu erhöhen.

      5‘000 Mann? Reicht nirgends. (Nur 1/3 würde kämpfen. Rest ist Logistik etc)

      Zudem: Venezuela ist 3x so gross wie Deutschland. Was will man mit 5‘000 Männlein?
    • WID 29.01.2019 07:18
      Highlight Highlight @walsi: richtig erkannt, es ist immer das gleiche Schema.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amarama 29.01.2019 04:40
    Highlight Highlight Die wollten doch das die Notizen publik werden...
    • Floyd84 29.01.2019 06:17
      Highlight Highlight Genau, dass ist klare Absicht.
    • Asmodeus 29.01.2019 07:45
      Highlight Highlight Bei einer intelligenteren Administration würde man das vermuten.
    • leu84 29.01.2019 08:47
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Maduro soll jetzt wissen, dass 5000 Soldaten unterwegs sind.
  • ujay 29.01.2019 04:15
    Highlight Highlight Come on, das war doch Absicht, plump, aber gewollt und Venezuela zeigt sich beeindruckt😂🤣😂

Lisa Page packt aus – als Trump den Orgasmus simulierte, wurde es ihr zu viel

Seit fast zwei Jahren zieht Donald Trump über Lisa Page her. Kürzlich simulierte der US-Präsident bei einer Wahlkampfveranstaltung gar einen Orgasmus, um sie in den Dreck zu ziehen. Für Page ist es der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Zwei Jahre lang hat Lisa Page geschwiegen. Nun hat sie genug. Die ehemalige FBI-Anwältin hat die pausenlosen Attacken des US-Präsidenten satt und hat am Sonntag in einem Interview mit ihm abgerechnet.

Im Gespräch mit dem Daily Beast erzählt Page, was passiert ist, nachdem vor zwei Jahren Textnachrichten zwischen ihr und FBI-Agent Peter Strzok veröffentlicht wurden. Die beiden hatten eine Affäre und waren in die Untersuchungen zu Hillary Clintons Emails und zu Russland involviert.

Mehrfach äussern …

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