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Ein Model präsentiert an der Fashionweek in China ein silbernes, rückenfreies Kleid.  Bild: AP

Kampf gegen den Magerwahntrend – gibt es bald auch in der Schweiz Gesetze?

Nach Frankreich will nun auch Deutschland auf gesetzlicher Ebene gegen den Magerwahn ankämpfen. Die Schweiz hinkt hinterher. Doch auch hierzulande regt sich langsam Widerstand gegen zu dünne Models und bearbeitete Werbebilder. 

18.02.18, 15:50 19.02.18, 06:27


«Ich habe heute leider kein Foto für dich» – ein Satz, der viele Mädchen zu Tränen rührt. Wenn sie denn gerade vor Model-Mama Heidi Klum den Laufsteg runtergeschritten sind. Derzeit läuft die 13. Staffel von «Germany’s next Topmodel» auf Pro Sieben – die Cashcow unter den deutschen Castingshows. Und wie jedesmal wird hitzig über das gezeigte Schönheitsideal diskutiert. Vor allem Jugendliche fühlen sich dadurch extrem verunsichert. Denn die Botschaft ist eindeutig: Je dünner, desto schöner. 

TV-Shows wie «Germany's Next Topmodel» beeinflussen vor allem junge Frauen in ihrer Selbstwahrnehmung. In Deutschland litten 2016 rund 10'000 Frauen und Männer an Essstörungen.  Bild: EPA/DPA

In die Diskussion um Magerwahn und Essstörungen schaltet sich nun auch die deutsche Politik ein. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte zum Spiegel: «Wir brauchen eine gesetzliche Regelung zum Schutz vor Magersucht.» Auch CSU-Politikerin Dorothee Bär befürchtet, dass «Aufklärung allein an ihre Grenzen zu stossen scheint.»

Seit dem 1. Oktober 2017 muss in Frankreich Werbung, die digital bearbeitet wurde, gekennzeichnet sein. Zudem müssen sich Models ihren Gesundheitszustand von einem Arzt bescheinigen lassen. Sind sie zu dünn werden sie vom Laufsteg und aus der Werbung verbannt.

Gesetze auch in der Schweiz?

Und auch in der Schweiz tut sich etwas. Im Sommer 2017 sagte SP-Nationalrätin Yvonne Feri gegenüber watson, sie überlege sich, vom Bundesrat eine Prüfung von gesetzlichen Massnahmen zu fordern. Das hat Feri nun getan. In einer Interpellation und einem Postulat fordert sie den Bundesrat dazu auf, darzulegen, ob und wo es Handlungs- und Regulierungsbedarf braucht.

«Man muss auf verschiedenen Ebenen ansetzen», erklärt Feri. Nebst einer gesetzlichen Regulierung für Werbeanzeigen befürwortet die SP-Frau auch einen medizinischen Attest für Models. Zudem fordert Feri eine Meldestelle, bei der man stossende Werbung mit zu dünnen Models, zu viel nackter Haut oder stereotypisierende Darstellungen melden kann.

«Die Firmen werden sich kaum freiwillig daran halten oder Chartas umsetzen. Deren Motivation ist klar: Sie wollen ihre Produkte so gut wie möglich an Mann und Frau bringen.»

Yvonne Feri, SP-Nationalrätin

«Wir haben zwar die Lauterkeitskommission, doch diese verfügt über zu wenig Kompetenzen», erklärt Feri. Es bräuche eine Stelle, die weitreichendere Möglichkeiten hat und dadurch auch schneller reagieren und stossende Werbeanzeigen entfernen kann. 

Frankreich als Vorreiter

Natürlich sei auch Aufklärung enorm wichtig, so Feri. Doch die rechtliche Ebene liesse sich kaum mehr umgehen. «Es wäre zwar schön, würde es ohne gesetzliche Regulierungen gehen, aber das ist extrem schwierig. Die Firmen werden sich kaum freiwillig daran halten oder Chartas umsetzen. Deren Motivation ist klar: Sie wollen ihre Produkte so gut wie möglich an Mann und Frau bringen.»

Werden bearbeitete Werbeanzeigen auch in der Schweiz bald als solche ausgewiesen? Bild: KEYSTONE

Auch Urs Kiener, Kinder-und Jugendpsychologe bei Pro Juventute, unterstützt gesetzliche Regulierungen. «Frankreich ist in dieser Hinsicht viel weiter als die Schweiz. Dabei wären solche Massnahmen auch bei uns extrem wichtig.» 

«Fraglich, ob gesetzliche Massnahmen eine Lösung sind»

Dass man dem Magerwahn auch auf gesetzlicher Ebene den Kampf ansagt, sorgt jedoch nicht überall für Begeisterung. «Es ist fraglich, ob gesetzliche Massnahmen wirklich eine Lösung sind oder nur das Gewissen beruhigen», sagt Iris Cook-Müller von der Arbeitsgemeinschaft Ess-Störungen AES. Es sei wichtig, das Thema auf politischer Ebene zu diskutieren. Doch der wichtigste Ansatz seien dabei nicht Gesetze, sondern Präventions- und Beratungsangebote, so Cook-Müller. 

Auch FDP-Nationalrätin Christa Markwalder äusserte sich im August 2017 gegenüber watson kritisch: «Hinter einer Krankheit wie Magersucht stecken tiefgründigere Ursachen als Photoshop-Retouchen.» Markwalder appellierte damals an die Eigenverantwortung der Unternehmen. 

Ob es hierzulande tatsächlich bald Gesetze gegen den Magerwahntrend geben wird, wird sich zeigen. Der Bundesrat hat die Anfragen von Yvonne Feri noch nicht beantwortet. 

Models brauchen in Frankreich eine ärztliche Bescheinigung

Video: srf

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84Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • atomschlaf 19.02.2018 01:09
    Highlight Ich sehe da schlicht keinerlei Regulierungsbedarf. Der Staat soll sich da gefälligst raushalten!
    15 13 Melden
  • Restseele 18.02.2018 20:32
    Highlight Als Frau hat man offensichtlich nicht leicht. Man ist immer entweder zu dick oder zu dünn.
    Und immer gibt es solche die das regulieren wollen.
    Dick oder dünn - unendliche Geschichte... dabei gibt es eben verschiedene Menschen, noch nicht gemerkt?

    Ja und jetzt kommen wieder die, die sagen ich hätte den Artikel nicht verstanden. Ich antworte nicht.
    26 5 Melden
    • BVB09 19.02.2018 06:15
      Highlight Denkst du, dass man dieses Problem als Mann nicht hat?
      16 5 Melden
  • Zeit_Genosse 18.02.2018 20:14
    Highlight Die Modeindustrie funktioniert über Extreme. Es geht nicht darum Mode für dünne Menschen zu machen, sondern durch ultraschlanke Modells aufzufallen weil die wenigsten so sein können und damit ein Begeheren (eigentlich für die Mode) geschaffen wird. Die digitale Bildbearbeitung hat Models entlastet. Mit einem Gesetz geraten sie wieder unter Druck. Next Step werden Avatare aus gerenderten Stars sein. Eigene Cyberpersönlichkeiten werden geschaffen und als Kunstwesen die Populärkultur anreichern als AR. Models braucht es keine. Die Mode wird dann Transpersonen statt dünne zeigen und voraus sein.
    12 2 Melden
  • Ril 18.02.2018 19:49
    Highlight Selten soviel Whataboutism gesehen... Es dürfte doch nicht so schwierig sein, die Sache differenzierter zu sehen, oder? Ja, Übergewicht ist durchaus auch ein Problem, das jedoch anders bekämpft werden soll (z.B. mit erschwinglichen gesunden Lebensmitteln und Bildung). Der Magerwahn betrifft aber grösstenteils Jugendliche, ist krankhaft und gesundheitsgefährdend, und kann ein Leben lang bestehen. Plus-size Models hingegen sind meist eher im unteren Bereich des Übergewichts und daher nicht krankhaft.
    22 11 Melden
    • R. Peter 19.02.2018 16:04
      Highlight Ril, dann bitte differnziere und mach dich nach den Ursachen und Einflussfaktoren der Anorexie Nervosa vertraut. Und zwar differnziert. Dann wirst auch du erkennen, dass magere Models damit nichts zu tun haben und das Problem erst recht nicht lösen oder entschärfen. Es wird hier wie so oft eine ganz billige Sündenbockpolitik betrieben - die SVP ist nicht die einzige, die das gut kann...
      3 7 Melden
  • Andrea94 18.02.2018 19:41
    Highlight Müssten wir uns nicht eher überlegen, wie wir unsere Kinder darin stärken können, mutig zu sein und selbstbewusst mit den eigenen Stärken und Schwächen umgehen zu können? 🤔
    35 2 Melden
    • Saraina 18.02.2018 23:37
      Highlight Und das grösste Problem an Heidi Klums Sendung ist nicht, dass die Mädchen zu dünn sind, sondern dass sie Dinge über sich ergehen lassen müssen, die ihnen gegen den Strich gehen: Haare schneiden, ausziehen, Posen und Situationen die ihnen unangenehm sind. Nix mit mutig und selbstbewusst.
      26 2 Melden
    • Baba 19.02.2018 06:21
      Highlight Auch! Das eine tun, das andere nicht lassen.
      5 1 Melden
    • R. Peter 19.02.2018 16:07
      Highlight Saraina, das Problem an Klums Sendung ist, dass sie bedeutungslos ist, genauso wie tausend andere Sendungen auch. Sonst nichts.
      4 5 Melden
    • Saraina 19.02.2018 17:32
      Highlight Nicht, wenn du ein Mädchen zwischen 9 und 16 bist, R. Peter. Der Grund, dass Staffel um Staffel der Sendung produziert wird ist, dass sie viele jugendliche Zuschauer findet, die den Mist als neues Evangelium reinsaugen.
      2 1 Melden
  • DonDude 18.02.2018 19:22
    Highlight Dann sollte man McDonalds, Burger King und dergleichen per Gesetz verbieten. Und bei allen Sendungen mit Dicken sollte eine Warnung zu Beginn eingeblendet werden.
    15 18 Melden
  • Trouble 18.02.2018 19:10
    Highlight Dorothee Bär spricht ja wie Yoda 😏
    4 1 Melden
  • Staatsgebeutelter 18.02.2018 18:31
    Highlight Neue Gesetze wären dem Staat absolut zu zu trauen, er hat seine Unfähigkeit Ursache und Wirkung zu erkennen und aqäquat zu handeln schon mehrmals demonstriert, wieso sollte es in diesen Fragen mehr Kompetenz an den Tag legen?
    19 13 Melden
  • Alnothur 18.02.2018 18:24
    Highlight Ja, gute Idee! Dazu noch ein neues Amt mit ein paar tausend Bundesangestellten! Go go go Nannystate!
    41 25 Melden
  • G. Schlecht 18.02.2018 18:04
    Highlight Klar! Machen wir ein Gesetz. Davon gibt's ja noch viel zu Wenige. Ist einfacher sich zu merken, was noch erlaubt ist.
    50 9 Melden
  • Redly 18.02.2018 17:38
    Highlight O-ja, unbedingt...🤦‍♂️
    Alles, unbedingt alles muss gesetzlich geregelt werden... 🤦‍♀️
    Nicht!
    Jeder ist erwachsen genug, solche Bilder/Sendungen zu ignorieren. Oder hat Eltern, die dafür sorgen können. Und wer als Erwachsener das nicht kann, soll sich einen Vormund besorgen.
    38 31 Melden
    • who cares? 18.02.2018 18:10
      Highlight Und Kinder, deren Erwachsene als Eltern versagen, haben einfach Pech gehabt! Oder so...
      48 4 Melden
    • Redly 18.02.2018 18:31
      Highlight Nein, deren Eltern gehören unter Aufsicht/Kesb. Aber deswegen schlanke/dünne Menschen diskriminieren ist keine Option.
      17 39 Melden
    • who cares? 18.02.2018 18:38
      Highlight Es gab in unserer Familie auch Magersucht. Dieses falsche Schönheitsideal war einer der Faktoren. Da unsere Eltern keine Helikoptereltern waren, haben sie nicht alles von uns Kindern überwacht. GNTM haben wir z.B. bei Freundinnen geschaut. Deswegen hätte gleich die Kesb vor der Tür stehen sollen?
      46 12 Melden
    • R. Peter 18.02.2018 19:15
      Highlight Who Cares, Anorexie hat viele Ursachen und Risikofaktoren - GNTM oder ein angebliches Schönheitsideal sind keine davon. Es mag max. sein, dass jemand der bereits erkrankt ist, davon negativ beeinflusst wird, mehr aber auch nicht.
      5 19 Melden
    • Redly 18.02.2018 22:05
      Highlight Ein bisschen GNTM gibt nicht gleich Magersucht.
      Auch vor GNTM gab‘s Magersucht. Hört doch auf Symptombekämpfung zu machen und immer gleich nach dem Staat zu rufen.

      Und verdreh nicht Argumente: du schreibst von Eltern die VERSAGEN. Für solche braucht‘s die KESB. Aber nur du kommst auf die Idee, ein bisschen GNTM wäre schon Versagen.
      10 6 Melden
    • R. Peter 19.02.2018 09:14
      Highlight An die bisher 11 Blitzer: Bitte dringend die Kausalität von GNTM und Magersucht belegen. Danke.

      Tipp: sie existiert nicht...
      3 9 Melden
  • Tilman Fliegel 18.02.2018 17:30
    Highlight Ich verstehe gar nicht, dass man Models für Schönheitsideale hält. Der Job ist doch eher Kleiderständer, als attraktiv zu sein.
    64 6 Melden
  • Bolly 18.02.2018 17:28
    Highlight Ob zu dick, dick, normal, schlank, dünn oder Untergewicht.
    Alles wird durch die Mode definiert. Sie ist doch der Auslöser.
    Früher als die Menschen sich die Kleider noch Massschneidern konnte, war kein Konkurrenzkampf da. Erst als man die Kleider an der Stange verkaufte. Fingen die Unterschiede erst an. Nicht jede Frau passte in den Standart. Und wenn dann eben die Mächtigen die das fördern dazu kommen. Der Rest ist Geschichte. Und jedem sein Schicksal spielt dann halt auch eine Rolle dazu. Alles was halt krankhaft ist egal in welche Richtung ist nicht gut. Medien machen es nicht leichter.
    16 17 Melden
    • R. Peter 18.02.2018 19:18
      Highlight Äh, nein? „Die Mode“ definiert gar nichts. Die WHO, ICD oder DSM definieren, ab wann ein Gewicht als ungesund/ krank gilt. Ende der Geschichte.
      6 13 Melden
  • Magnum44 18.02.2018 16:28
    Highlight Im Umkehrschluss müsste man dann aber auch gegen dicke Models vorgehen...
    200 47 Melden
    • Pepsen 18.02.2018 16:44
      Highlight Sollten wir eine entsprechende Meldestelle kriegen, darfst du dich dann beschweren, dass zu viel Haut gezeigt wird.
      19 4 Melden
    • Alnothur 18.02.2018 18:28
      Highlight Aber aber, Magnum44, wir wollen hier doch nicht "Fatshamen"...
      14 8 Melden
    • BigE 18.02.2018 18:45
      Highlight Nicht gegen dicke (was ist dick?) sondern gegen adipöse Models. Beide Extreme sollten verhindert werden.
      25 5 Melden
    • züristone 18.02.2018 18:48
      Highlight Es geht hier um krankhaften Magerwahn, Essstörungen, Untergewicht... das leider oft lebensgefährlicht ist oder lebenslange Schäden verursacht und nicht um dünne Models, geschweige denn um dünne Menschen im Allgemeinen. Weiss nicht, weshalb jetzt plötzlich viele über Übergewicht reden, ausserdem gibt es selten krankhaft übergewichtige Models die als Vorbild fungieren. Die Models die als plus-size gelten, haben oft Grösse 38-40...
      38 10 Melden
    • R. Peter 18.02.2018 19:10
      Highlight Züristone, anorektische Models gibt sicher einige. Trotzdem sind diese „Vorbilder“ nicht der Grund für das Auftreten dieser Erkrankung. Ein Verbot oder eine Meldestelle verbessert gar nichts - im Gegenteil.
      5 12 Melden
  • derEchteElch 18.02.2018 16:22
    Highlight „..fordert Feri eine Meldestelle, bei der man Werbung mit zu dünnen Models, ZU VIEL NACKTER Haut (..) melden kann..“

    ehm wie bitte? Habe ich etwas verpasst? Leben wir jetzt in einem Kalifat? Ist jetzt Nacktheit auch ein Problem? Werden wir prüde und bewegen wir uns Rückwärts ins Mittelalter?

    Die SP politisiert völlig am Volk vorbei und meint, stellvertretend für alle (besonders Frauen) sprechen zu können, äh.. müssen.
    110 50 Melden
  • Lindaa 18.02.2018 16:18
    Highlight Ich als schlanke Frau fühle mich durch diese ganze Hetze gegen Dünne (& sogar jetzt in der Politik!) gekränkt.
    Mir darf jeder einen abwertenden Kommentar sagen, wenn ich grade am essen bin. Mir darf mitten auf der Strasse jemand zurufen, dass ich ein „Stecken“ bin. Würde das man einer Dicken tun, wäre das Mobbing. Aber ich darf ja nicht meckern, muss das so hinnehmen.

    Models sind nun mal dünn. Es gibt nun mal natürlich schlanke Frauen. Nicht jede, die dünn ist, ist auch krank.
    Das weitaus üblere Problem ist & bleibt Übergewicht!
    Diese Glorifizierung von Übergewicht nervt!
    190 202 Melden
    • Butschina 18.02.2018 16:37
      Highlight Ich glaube sie verstehen das Problem nicht. Untergewicht macht wie auch Übergewicht krank. Das gesündeste ist ein normales Gewicht mit ganz kleinen Reserven. In diesem Artikel wird Übergewicht in keinster Weise glorifiziert. Es ist jedoch eine Tatsache, dass Magersucht oft im Teenageralter beginnt. Eine Fernsehsow alleine wird nicht als Auslöser reichen, aber er fördert die falsche Wahrnehmung.
      Wer sie Stecken nennt kennt Sie nicht und wird selbst Probleme haben mit sich, ansonsten müsste er Sie nicht beleidigen. Models werden auch weiterhin dünn bleiben, nur eben nicht Untergewichtig.
      89 16 Melden
    • Charlie7 18.02.2018 16:43
      Highlight "Models sind nun mal dünn" -??

      Geht ja nicht darum, dass dünn =schlecht ist.
      Aber nur dünne Models, das ist schlecht.
      20 26 Melden
    • Lindaa 18.02.2018 16:48
      Highlight @Butschina: Doch, ich habs verstanden, da es mich direkt betrifft.

      Bin topfit & gesund nur halt schlank und gross. Und viele meinen deshalb, dass sie mir klarmachen müssen, dass ich nicht gesund sei, dass ich untergewichtig bin und dass ich weniger Frau bin als solche Frauen mit übergrossen Ärschen & Brüsten und mehr Kilos.

      Magersucht hat oftmals völlig andere Auslöser als irgendwelche Schönheitsideale, wie man so gerne zu glauben mag.
      44 56 Melden
    • littlewitch 18.02.2018 17:56
      Highlight Es gibt aber einen bedeutenden Unterschied zwischen schlank und untergewichtig. Ja, als Schlanke hört man eher Kommentare, aber das hat mit dieser Diskussion wenig zu tun. Und ich glaube niemand glorifiziert Übergewicht.
      48 4 Melden
    • littlewitch 18.02.2018 17:59
      Highlight Magersucht IST ein verzerrtes Schönheitsideal. Klar hat sie auch noch andere Auslöser. Aber das Erreichen eines bestimmten Aussehens ist ein zentraler Teil.
      30 6 Melden
    • R. Peter 18.02.2018 18:00
      Highlight Lindaa, bin völlig mit dir einverstanden. Anorexie hat sehhhr wenig mit GNTM zu tun. Die gesundheitlichen Folgen sind gesamtgesellschaftlich im Vergleich mit jenen von Übergewicht schlicht kaum mehr wahrnembar... wenns ernst ist, sollten eigentlich Filme/ Sitcoms mit übergewichtigen Schauspielern gemeldet werden - was natürlich Stumpfsinn ist.
      13 32 Melden
    • G. Schlecht 18.02.2018 18:08
      Highlight Bravo Lindaa, lass dir nur nicht was Anderes einreden. Meistens sind Gewichtsprobleme Ausdruck von psychischen Leiden. Meistens, nicht immer. Ab und zu ist tatsächlich eine physische Krankheit Ursache für Über- oder Untergewicht. Aber niemals in solchem Ausmass, wie man das den Menschen weismachen will.
      9 20 Melden
    • R. Peter 18.02.2018 18:45
      Highlight Littlewitch, Hier ein Link, wo die Anorexie gut beschrieben wird. Natürlich ist es kein verzerrtes Schönsideal, sondern eine verzerrte Wahrnehmung. Bitte erklär mir doch den Zusammenhang zwischen der Erkrankung und „Magermodels“. Danke.

      http://www.essstoerungen-adipositas.ch/anorexie/
      9 12 Melden
    • Sheez Gagoo 18.02.2018 18:52
      Highlight Bin selbst sehr schlank trotzdem musste ich sehen, wie eine sehr gute Freundin der Magersucht verfallen und vor einigen Wochen elendiglich verreckt ist. Ich weiss nicht, ob ein Magermodelverbot zielführend ist, es widerspricht auch meinem liberalen Esprit. Das Magerbashing nehme ich in dieser Form nicht wahr, noch sehe ich eine Zelebrierung der fetten, ich sehe einen Kampf gegen die grassierende und leider auch sehr tödliche Magersucht und für die Akzeptanz so zu sein wie man ist und sich wohl zu fühlen.
      10 4 Melden
    • Pfauenfeder 18.02.2018 19:19
      Highlight Ich glaube es geht hierbei nicht nur ums dünn sein sondern um den magerwahn welcher von dem medien mit photoshop etc. Verstärkt wird. Gerade junge erwachsene werden mit einem unrealistischen körperbild konfrontiert und versuchen das nicht selten nachzuahmen... es geht hierbei vielmehr um aufklärung dass das was wir auf den plakaten etc. sehen nicht der Realität entspricht. Schlank und gesund ist ja gut genau wie kurvig und gesund... auf die gesunde lebensweise kommt es an! #embrace
      9 2 Melden
    • Ms. Pond 18.02.2018 19:23
      Highlight Als ebenfalls Dünne kann ich Deinen Kommentar nicht nachvollziehen. Ich kassiere nie dumme Sprüche. Eher belastend ist, dass meine Figur meine Freundinnen unter Druck setzt. Ein bisschen Neid schwingt manchmal mit. Aber das ist nicht zu vergleichen mit der Diskriminierung, der Dicke ausgesetzt sind. Dieses "mimimi wir armen Dünne, Dicke sind viel schlimmer" bringt uns nicht weiter. Trotzdem hungern unzählige Mädchen und Frauen weil sie nicht von Natur aus schlank sind.
      17 6 Melden
    • Ms. Pond 18.02.2018 19:56
      Highlight @Lindaa und übrigens bist Du beim Dicken-Bashing immer vorne mit dabei. Du redest von Frauen mit fetten Ärschen etc, aber forderst für dich als Dünne Respekt ein. Merkste was?
      20 8 Melden
    • littlewitch 18.02.2018 23:25
      Highlight @R. Peter
      Natürlich ist es eine verzerrte Wahrnehmung. Die aber meist damit anfängt einem Ideal (zum grössten Teil von Werbung u.ä. vorgegeben) entsprechen zu wollen. Und da könnte man meiner Meinung nach ansetzen. Wenn in der Werbung ein gesünderes Körperbild als schön dargestellt wird und sich nur ein paar wenige Jugendliche deshalb so akzeptieren, wie sie sind, hat es sich meiner Meinung nach schon gelohnt.
      2 1 Melden
    • Wolf2000 19.02.2018 06:17
      Highlight Bin deiner Meinung. Meine Frau ist auch natürlich schlank. Ohne den Magerwahn. Sie isst normal... Das sind die Geene. Ihre Mutter war auch schlank bis ins hohe Alter. Aber das verstehen viele nicht. Wobei bei den Models sieht man den Magerwahn teil an. Da nicht normal...
      1 1 Melden
    • R. Peter 19.02.2018 09:02
      Highlight Linda, „Die aber meist damit anfängt einem Ideal (zum grössten Teil von Werbung u.ä. vorgegeben) entsprechen zu wollen.“ Genau das stimmt halt nicht. Dieser Zusammenhang besteht so kaum bis nicht. Das Problem ist nicht ein ungesundes Ideal sondern die verzerrte Wahrnehmung meines eigenen Körpers. Auch wenn das Ideal gesunde Masse hat (ich glaube ohnehin nicht, dass Untergewicht heute wirklich ein Ideal sei), nehme ich mich immer noch dicker war als dieses - selbst wenn ich schon halb von den Knochen falle. Wenn es keine „Magermodells mehr gäbe, änderte sich daran nichts.
      1 7 Melden
    • R. Peter 19.02.2018 09:25
      Highlight An alle: Bitte macht euch mit den Ursachen der Magersucht (Anorexie) vertraut. Ungesunde Vorbilder in der Werbung und Mode haben damit nichts zu tun. Darum ist auch die neue Meldestelle nichts weiter als Symptombekämpfung damit man guten Gewissens kann sagen, ich mach wenigstens etwas. Helfen tuts aber nicht, besonders nicht den Betroffenen. Die „Magermodels“ sind Sündenböcke für Probleme in der Familie, der Persönlichkeit und Entwicklung der Betroffenen.
      3 10 Melden
    • littlewitch 19.02.2018 10:36
      Highlight Ich bin der Meinung, dass wenn in der Werbung Models mit einem BMI von unter 18 noch weiter retuschiert werden ist, das Ideal sehr wohl Untergewicht ist...
      Und Anorexie hat natürlich nicht nur einen Auslöser, aber die Betroffenen wollen einem Ideal entsprechen. Zu Beginn sind das meist nur einige Kilos weniger. Bis der Bezug zum eigenen Körper verloren geht und das Ideal einfach möglichst wenig Kilos sind.
      Erklären Sie mir doch bitte, warum Ihrer Meinung nach das Schönheitsideal nichts mit Magersucht zu tun hat.
      3 2 Melden
    • R. Peter 19.02.2018 13:14
      Highlight littlewitch, 1) Schönheitsideal:

      Woran machst du das Ideal fest? Was sieht schön aus? Was beurteilst du und dein Umfeld als schön? Ja, schlank ist ein Ideal. Bei Frauen eher am unteren Ende des Normalgewichts, Männer eher am oberen. Wen kennst du, der ungesund Untergewichtige als schön beurteilt?
      2 6 Melden
    • R. Peter 19.02.2018 13:17
      Highlight 2) Zusammenhang zur Anorexie n.:

      Anorexie ist in erster Linie eine Abwehr von Fremdbestimmung, eine Ohnmachtsbewältigung im Prozess der Adoleszenz. Sie ist fast immer ein Symptom eines tiefer liegenden psychischen/ sozialen Problems, das behandelt werden muss. Das ist aber nicht das Gefühl, zu dick zu sein, sondern z.B. emotionale Verunsicherung, die fehlende Erfahrung von leistungsuabhängiger Anerkennung oder Streit ohne Bezihungsveränderung. Ein schwacher Selbstwert, hoher Perfektionismus oder erlebte Fremdbestimmtheit. Aber auch Traumata wie Vergewaltigung fördern dieses emotionale Profil.
      2 6 Melden
    • R. Peter 19.02.2018 13:19
      Highlight Zur Anorexie kommt es dann durch ungünstigeVerstärkerketten, wo das Abnehmen durch (anfängliche) Anerkennung, Selbstbestimmung, etc. positiv verstärkt wird und Alternativen fehlen. Das Schönheitsideal ist dabei zweitrangig, denn ob es nun gesund oder krankhaft schlank oder muskulös und definiert ist, ändert bei den Betroffenen nichts - es genügt ohnehin nicht.
      2 7 Melden
    • R. Peter 19.02.2018 13:20
      Highlight Es spielt dabei auch keine Rolle, ob die (einzige) Bestätigung durch einen (anfangs) schönen Körper oder Erfolg in der Schule, Kraft, Dominanz, etc. entsteht, sie dreht sich aufgrund der eigenen emotionalen Verkümmerung (nicht abwertend gemeint!) ins Extreme: Magerwahn, Bodybuilder, Workoholic, Helfersyndrom, Selbstverletzung, etc. - darum setzt dort auch die Therapie an.
      2 7 Melden
    • R. Peter 19.02.2018 13:22
      Highlight Also, warum hat das Schönheitsideal nichts mit Magersucht zu tun? Weil es nur der Katalysator des zugrundeliegenden Problems ist. Selbst wenn sich dieser politisch verhindern liesse, würde sich das Problem bestenfalls verschieben. Heute Magersüchtige erhielten ihre Verstärker vielleicht durch gute Noten (Workoholic), Schlägereien (Anerkennung durch Angst), Drogen, gar nicht (Depression, Amok, Suizid, etc.), Glücksspiel oder andere ins Extrem weiterverstärkte Dinge.
      2 7 Melden
    • R. Peter 19.02.2018 13:23
      Highlight Das womöglich ungesunde Schönheitsideal ist ggf. für einen (für sich genommen völlig unproblematischen) Verstärker verantwortlich, nicht aber für deren Exklusivität und ins Extrem (bis hin zur tödlich endenden Sucht) weiterführenden Verstärkung - sprich der Magersucht.
      2 7 Melden
  • Turi 18.02.2018 16:05
    Highlight "Zudem fordert Feri eine Meldestelle, bei der man stossende Werbung mit zu dünnen Models, zu viel nackter Haut oder stereotypisierende Darstellungen melden kann."

    Jaja, die SP. Und dann noch eine Meldestelle, wo man verquere politische Gesinnungen anzeigen kann...
    58 31 Melden
  • Knety 18.02.2018 15:59
    Highlight Ich denke Übergewicht ist wohl das grössere Problem. Und Onlinetrends wie die Bikinibridge oder das Tightgap lässt sich ja auch nicht einfach verbieten. Aber Hauptsache ein paar Politiker können sich mal wieder profilieren.
    46 63 Melden
  • pedrinho 18.02.2018 15:56
    Highlight meninas, merkt euch eins - eine schoene frau ist wie ein gutes fruehstueck, so ganz ohne speck fehlt einfach was.
    119 73 Melden
    • shoerli 18.02.2018 16:06
      Highlight pedrinho, merk dir eins - eine frau braucht keinen mann, der ihr sagt wie sie aussehen sollte, damit sie schön ist.
      78 23 Melden
    • Knety 18.02.2018 16:13
      Highlight Ohne Eier und Würstchen fehlt dir auch etwas?
      😂🤣
      Sorry der musste sein.
      86 3 Melden
    • pedrinho 18.02.2018 16:46
      Highlight @shoerli
      einverstanden, darum sind es ja auch frauen und frauenzeitschriften (nicht zu vergessen frauenverachtende "modeschoepfer") welche die meninas in den magerwahn treiben.

      18 11 Melden
    • BigE 18.02.2018 18:46
      Highlight Eine schöne Frau soll sich vor allem selber schön finden. Ob mit oder ohne peck.
      19 1 Melden
  • w'ever 18.02.2018 15:56
    Highlight wenn es ein gesetz gegen magere models geben sollte, dann doch auch eins gegen dicke, oder?
    37 39 Melden
    • who cares? 18.02.2018 16:10
      Highlight Dick sein ist meistens ein Nebeneffekt von etwas. Depressionen, Medikamente, zu wenig Bewegung, Stress, Übergewicht in der Kindheit, Schwangerschaft. Wer aber nimmt aktiv zu um übergewichtig zu sein? So gut wie niemand.
      Hingegen gilt schlank sein als erstrebenswerter Zustand. Blöderweise ist es jedoch nicht mehr einfach nur schlank, sondern untergewichtig. Untergewicht ist genau wie Übergewicht ungesund. Untergewicht ist ein Schönheitsideal, Übergewicht nur sehr vereinzelt. Das ist der Unterschied
      61 20 Melden
    • 〰️ empty 18.02.2018 16:18
      Highlight Ich sehe weit häufiger übergewichtige als untergewichtige Menschen.
      38 20 Melden
    • Boadicea 18.02.2018 16:18
      Highlight Differenzieren!
      Obwohl die Gesundheitsgefahren deutlich bekannt sind, gehört der Magerwahn in der Modeindustrie zum Berufsanforderungsprofil.
      Zum Dicksein hat who cares schon viel gesagt. Dicksein ist nichts, was jemand freiwillig anstrebt. Es ist ein Nebeneffekt verschiedener Fehlverhalten oder gesundheitlicher Störungen. Jeder Dicke, egal, was auch immer erzählt, wär gerne schlank. Es gibt auch keine Werbung, die Dick als Must-Have propagiert
      39 10 Melden
    • w'ever 18.02.2018 16:25
      Highlight @who cares
      ich stimme dir nicht ganz zu. deine von dir gebrachten argumente (Depressionen, Medikamente, zu wenig Bewegung, Stress) treffen vermutlich genau so auf (zu) dünne menschen zu.
      und das andere ist genau der unterschied. es gibt schlank und dünn. aber wer definiert da denn unterschied. du? ich? die industrie? die magazine? dick ist ja auch nicht gleich dick.
      und untergewicht ist kein schönheitsideal!
      30 13 Melden
    • who cares? 18.02.2018 17:05
      Highlight @w'ever ich habe nicht zwischen schlank und dünn unterschieden, sondern zwischen schlank und untergewichtig. Untergewicht ist medizinisch definiert: unter einem BMI von 18.5 ist man untergewichtig. Gegen oben ist der BMI nicht so zuverlässig, gegen unten jedoch eher schon. Ich bin knapp über 18.5 und noch lange nicht so dünn wie irgendein Model. Untergewicht ist eindeutig ein Schönheitsideal.
      16 5 Melden
    • R. Peter 18.02.2018 18:50
      Highlight WhoCares, ich kenne niemanden, der Untergewicht (flacher Busen, flacher Po, eingfallenes Gesicht, kantige Konturen) als Schönheitsideal ansieht, schon gar keine Gruppe von relevanter Grösse. Du meinst schlank in seiner gesunden Ausprägung. Das sieht tatsächlich schön und gesund aus.
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    • who cares? 18.02.2018 19:01
      Highlight @Elch wie bereits vorhin gesagt, gewichtsmässig bewege ich mich an der Grenze zum Untergewicht.
      Du hättest meinen Kommentar zu Ende lesen sollen, dann verstehst besser, was ich meine. Leider hat sich das "schlank" zu untergewichtig gewandelt. Die Models auf den Laufstegen sind per medizinischer Definition untergewichtig und werden abgefeiert. Ein medizinischer Zustand, der ungesund ist, sollte nicht als Schönheitsideal propagiert werden (sowohl Unter- wie auch Übergewicht).
      2 1 Melden
    • who cares? 18.02.2018 19:22
      Highlight Ich habe die laut forbes in 2017 10 bestbezahltesten Models gecheckt. Lauf Gewichtsangaben im Internet sind 8/10 untergewichtig. Ashley Graham (plus size model) ist übergewichtig, Adriana Lima bewegt sich an der unteren Grenze des Normalgewichts. Der Rest ist darunter, die meisten sogar unter BMI von 18, die dünnste sogar um 16 herum. Und dann soll mir mal einer sagen, Untergewicht sei nicht ein verbreitetes Schönheitsideal.
      7 1 Melden

Valon Behrami und Ignazio Cassis – eine Tessiner Geschichte von Kampf, Krieg und Mitschuld

Fussballstar Valon Behrami floh einst vor der Gewalt im Kosovo ins Tessin. Der Tessiner Bundesrat Ignazio Cassis ermöglicht nun, dass mit Schweizer Waffen Gewalt in Bürgerkriegen ausgeübt wird. Ein Blick auf zwei Leben.

Das ist die Geschichte eines Kriegers, eines Kriegs und eines Fehlentscheids. Ihre Hauptfiguren sind zwei Tessiner. Sie spielt im kosovarischen Mitrovica, in Bellinzona, im russischen Rostow am Don und im Sitzungszimmer des Bundesrats im 1. Obergeschoss, Bundeshaus-West, Bern.

Die Geschichte beginnt am 4. Dezember 1990. Die Familie Behrami, Vater Ragip, Mutter Halime, der damals 5-jährige Valon und seine 7-jährige Schwester Valentina überqueren in einem Bus aus Mitrovica im Kosovo kommend …

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