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ZUM THEMA NACHTZUEGE STELLEN WIR IHNEN HEUTE FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL DES NIGHTJETS DER  OESTERREICHISCHEN BUNDESBAHNEN, OEBB, ZUR VERFUEGUNG --- [Staged Picture] Passengers in a couchette compartment of an OEBB Nightjet night train travelling from Zurich, Switzerland, to Hamburg, Germany, pictured on November 19, 2018. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Die SBB wollen bald wieder Nachtzüge anbieten. Bild: KEYSTONE

SBB mieten Nachtzüge – ab 2021 sollen sie nach Amsterdam rollen

Der Ausbau des Nachtzug-Netzes geht voran. Dabei setzt die Bahn auf gemietetes Rollmaterial – und die finanzielle Unterstützung durch die Politik.

Stefan Ehrbar / CH Media



Die SBB wollen die Schweiz wieder mit Nachtzügen mit Europa verbinden. Dafür mieten sie bei der deutschen RDC Asset GmbH, einer Tochterfirma der Railroad Development Corporation aus den USA, Schlaf- und Liegewagen. Der Zuschlag wurde am 15. August erteilt. Der Auftrag beinhaltet die Bereitstellung und den Unterhalt der Wagen für die Periode von Dezember 2021 bis Dezember 2024. Eine Verlängerung um ein Jahr ist möglich.

Wie die CH-Media-Zeitungen aus mit der Planung vertrauten Quellen erfahren habem, sollen die Züge ab Dezember 2021 zwischen Zürich und Amsterdam verkehren. Die SBB bestätigen dies nicht.

Ein Sprecher sagt nur, man habe Amsterdam schon früher als Destination im Kontext des vorgesehenen Ausbaus des Nachtzugnetzes genannt. Die SBB wollen voraussichtlich im Herbst genauer zu ihren Nachtzug-Plänen informieren.

Ältere Wagen mit WLAN und Klimaanlage

Die RDC ist mit dem «Alpen-Sylt-Express» bereits im Nachtzug-Geschäft tätig. Dabei setzt das Unternehmen auf ältere Wagen, die aber mit Steckdosen, WLAN und Klimaanlagen aufgerüstet wurden. Welche Wagen genau für die SBB in den Einsatz kommen, wurde nicht kommuniziert.

Eine Premiere ist die Verbindung nach Amsterdam nicht. Sie hatte es schon bis Ende 2016 gegeben. Damals wurde sie von der Citynightline betrieben, der Nachtzug-Tochter der Deutschen Bahn (DB). Diese zog sich 2016 aus dem Nachtzug-Geschäft zurück. Es sei defizitär und die Betriebskosten stiegen stetig. Zudem sei das Rollmaterial überaltert, argumentierte die DB damals. Die SBB hatten ihre letzten Nachtzüge schon 2009 aufgegeben.

Die ÖBB dominieren das Geschäft

Nach dem Aus von Citynightline sprangen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) in die Bresche. Sie übernahmen einen Teil der Verbindungen und bauen seither ihr Nachtzugnetz unter dem Markennamen Nightjet stetig aus.

Die Linien ab Zürich spielen eine wichtige Rolle: Derzeit fahren ÖBB-Nachtzüge ab der grössten Schweizer Stadt nach Graz, Wien, Berlin, Hamburg, Prag, Budapest und Zagreb. Die Züge in Richtung Deutschland halten auch in Basel.

Reich werden auch die ÖBB mit dem Geschäft nicht. Gegenüber der NZZ sprach ÖBB-Chef Andreas Matthä letztes Jahr von einer «schwarzen Null». Doch die Kundenzahlen steigen stetig, weshalb auch die SBB in Kooperation mit den ÖBB wieder mehr Energie in die Nachtzüge investieren wollen.

SBB arbeitet mit ÖBB zusammen

Die SBB müssen nun selber Rollmaterial anmieten, weil die neuen Nachtzüge der ÖBB noch nicht rechtzeitig bereitstehen. Die ÖBB haben bei Siemens vorerst 13 moderne Nachtzug-Kompositionen bestellt. Diese dürften dereinst auch auf den Linien aus der Schweiz hinaus zum Einsatz kommen. Die ersten Kompositionen sollen 2022 rollen.

Bei den SBB heisst es, gemeinsam mit den ÖBB habe man in den vergangenen Monaten verschiedene Ausbauoptionen geprüft und bewertet. Das für den Nachtverkehr geeignete Rollmaterial sei nur sehr begrenzt verfügbar, sagt ein Sprecher. «Das setzt einem kurzfristigen Ausbau enge Grenzen.» Darum wollten die SBB die Möglichkeit nutzen, entsprechendes Rollmaterial zu mieten.

SBB brauchen Gelder für Betrieb

Zuletzt stieg die Zahl der Reisenden auf den Nachtzügen deutlich. 2019 resultierte auf den Verbindungen aus der Schweiz laut Zahlen der SBB ein Wachstum von mehr als 25 Prozent. Dass die SBB das Geschäft wieder forcieren, hat aber nicht nur damit zu tun. Gleichzeitig hat der politische Wind gedreht. Eine Subventionierung von Nachtzügen über die Erlöse von CO2-Abgaben scheint in Griffweite.

Schon mit den heute bestehenden Nachtzügen würden jährlich 50'000 Tonnen CO2 gespart, heisst es bei den SBB. Doch der Ausbau benötige Geld. «Ein wirtschaftlicher Betrieb von Nachtverkehren ist ohne zusätzliche Fördermittel nicht möglich», sagt ein Sprecher. Das revidierte CO2-Gesetz, das im Herbst im Ständerat beraten werden soll, sehe diese Förderung grenzüberschreitender Zugreisen inklusive Nachtzüge als Alternative zu Flugreisen mit Klimafonds-Geldern vor.

Da die Vorlaufzeiten aber sehr lang seien, hätten sich die SBB dafür entschieden, jetzt schon zu handeln und sich das entsprechende Rollmaterial zu sichern. Als mögliche Destinationen für künftige Nachtzüge aus der Schweiz haben die SBB früher auch Rom, Barcelona und Kopenhagen genannt.

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98Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • biketraveller001 18.08.2020 10:58
    Highlight Highlight Lernt von den russischen Nachtzügen (Moskau-Berlin-Paris & Moskau-Wien-Nizza): Gute Preise, sauberes WC + Dusche, Lochkarte als Schlüssel, viel Platz, richtig gute Bettdecken und Kissen (keine Militärdecken!), guter Bordservice, Restaurant.
    Definitiv die besten Nachtzüge in Europa (bin in ca 20 Länder schon gefahren)!
  • biketraveller001 18.08.2020 10:50
    Highlight Highlight Super Nachricht.
    Jedoch verstehe ich einfach nicht, warum nicht analog zum Hochgeschwindigkeitsnetz (TGV, ICE, Eurostar, Thalis...) ein gleiches Nachtnetz aufgebaut werden kann. In 8 Stunden Zürich-London, Hamburg-Mailand, Paris-Madrid oder Rom-München. Gleich mit 200 durchrattern, warum ein solches Letztes-Jahrhundert-Nachtzug-Netz?
    • fidget 18.08.2020 12:14
      Highlight Highlight Ein Nachtzug braucht nicht besonders schnell zu sein. Er soll nur zu einer angenehmen Zeit am Morgen ankommen und das ist mit einer Reisezeit von 10 bis 12 Stunden möglich. Mir bringt es gar nichts, wenn ich morgens um 4 Uhr ankomme und dann verloren auf dem Perron stehe, weil noch alles zu ist.
    • Emil Eugster 18.08.2020 13:24
      Highlight Highlight "In 8 Stunden Zürich-London" gibt es zB. jeweils um 11:34 in 7 Stunden und 58 Minuten.
      Zürich Paris reisen sie in etwa 4 Stunden und 6 Minuten und von Paris weiter nach London in 2 Stunden und 17 Minuten was dann einer reinen Reisezeit von 6 Stunden und 23 Minuten entspricht. In Paris ist der Gare de l'Est mitten in der Stadt und sie könnten sich dort noch einen schönen Tag machen. Von Basel aus geht das noch eine Stunde schneller. Der Flug ZH London Luton benötigt ähnlich viel Zeit.
    • Sandlerkönig Eberhard 18.08.2020 16:26
      Highlight Highlight Nachtzüge werden häufig sogar künstlich verlangsamt, damit du eben nicht zu früh an deinem Bahnhof ankommst. Weil das niemandem etwas bringt.
  • Emil Eugster 18.08.2020 10:14
    Highlight Highlight Es braucht unbedingt gute und sehr gute Zugverbindungen nicht nur bis Barcelona, sondern bis ganz in den Südwesten von Europa.
    Zürich - Lisboa (gemäss Google Maps)
    Zürich HB
    Fernzug IC 5Genève-Aéroport
    Zu Fuß
    Ginebra
    Bus ALSAMadrid Estacion Sur
    2 Haltestellen
    Estación de Autobuses de Lyon
    Zu Fuß
    Lyon Perrache
    BusFlixBusMurcia
    Barcelona
    Zu Fuß
    Arc de Triomf
    Zug
    2 Haltestellen
    Bahnhof Barcelona-Sants
    Madrid-Puerta de Atocha
    Zu Fuß
    Madrid - Atocha Cercanias
    Zug C5 2 min
    M.alvaro-P
    Zu Fuß
    Bus
    Lisboa Oriente
    Zu Fuß
    Oriente
    U-Bahn
    Alameda
    U-Bahn
    2 Haltestellen
    Intendente
    Zu Fuß
    Lissabon
    • Maon 18.08.2020 12:23
      Highlight Highlight Naja, geht auch einfacher (sobald der Nachtzug Hendaye-Lisboa nach Corona wieder kommt):
      Zürich-Paris (TGV)
      Paris-Hendaye (TGV)
      Hendaye-Lisboa (Trenhotel)
    • fidget 18.08.2020 13:38
      Highlight Highlight Ich weiss nicht, ob es geht, aber meiner Meinung nach, kann man keinen Zug bis Lissabon fahren lassen, ohne umzusteigen. Auf der iberischen Halbinsel fahren die Züge auf einem Breitspurnetz, somit gibt es whs. keine Schienenverbindung, die befahren werden kann von unseren Normalspurzügen. Ausser man investiert in Waggons, die sich umspuren lassen, was aber wieder höhere Kosten verursacht.
    • P. Meier 18.08.2020 13:42
      Highlight Highlight @fidget: die Spanier sind am Umspuren. Ich weiss jedoch nicht wie weit sie schon sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fidget 18.08.2020 09:25
    Highlight Highlight Ich habe meine Sommerferien mit Nachtzügen bestritten. Es ist eine wunderbare Art zu reisen und es wäre echt wünschenswert, wenn es ab der Schweiz noch weitere Verbindungen gäbe. Viele Städte in Europa sind in idealer Nachtzugdistanz und ich möchte solch kurze Strecken eigentlich nicht fliegen.
    Die ÖBB machen mit ihren Nightjets einen sehr guten Job. Die SBB dürfen die österreichischen Kollegen gerne als Messlatte nehmen.
    • Garp 18.08.2020 11:14
      Highlight Highlight Du brauchst auch nicht zu fliegen, Du könnest auch einfach mal in der Umgebung Urlaub machen.
  • nichtMc 18.08.2020 09:17
    Highlight Highlight Wieso sollte Geld aus Massnahmen des 21. Jhdt. in Technologie des 19. Jhdt. fliessen?
    Lieber sähe ich es in der Forschung oder zumindest in modernerer Infrastruktur.

    PS: Die Nachtzüge wären an sich praktisch, wenn sie nicht so teuer und die Privatsphäre besser geschützt wäre.
    Meine Erfahrungen, die ich mit Mitreisenden gemacht habe, sind einfach zum K... 🙈
    Eine diebische Transe war eine der lustigeren Geschichten, andere sind noch unangenehmer.
    • fidget 18.08.2020 09:57
      Highlight Highlight Nachtzüge sind nicht teuer. Du darfst nicht vergessen, dass du dir eine Nacht im Hotel sparst, die auch mit gut 120.- zu Buche schlagen würde. Wenn Du Privatsphäre im Nachtzug willst, musst Du ein Einzelabteil buchen. Ich gebe dir aber recht, dass es wünschenswert wäre, wenn man sein Gepäck irgendwie einschliessen könnte.
    • Knety 18.08.2020 11:46
      Highlight Highlight Die Medizin ist eine der ältesten Wissenschaften. Also weg mit diesem veralteten Zeug?
    • nichtMc 18.08.2020 13:06
      Highlight Highlight Zugfahrten sind im Vergleich mit vielen Flugverbindungen leider teurer, CO2-Kompensation schon eingerechnet.

      Ich wäre bereit diesen Aufpreis zu zahlen, wenn wir analog zu Japan, ein gutes Schnellzugnetz hätten.
      Der Komfort in deren Zügen ist deutlich höher als bei unseren, auch was die Sauberkeit oder das Verhalten der Mitreisenden anbelangt.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Kirschbaum 18.08.2020 08:57
    Highlight Highlight Nachtzüge haben nicht nur Sonnenseiten. Aus früheren Zeiten habe ich Erfahrungen gesammelt, mit Nachtzügen. Oft war es äusserst mühsam, sich ein Abteil zu teilen. Man schlief mit irgendjemandem zusammen. Oft machte man keine Auge zu wegen dem Schnarchen. Alles Wertvolle musste wegen dem Klauen, mit die Liege packen. Am Morgen, dann die Wartezeiten, vor den stinkigen Toiletten. Und dann das stundenlange Schütten und Ratten auf dem alten Schienenetzen. Das ist wirklich ein riesen Schritt zurück. Aber jeder soll seine Erfahrungen machen können.
    • TheRealSnakePlissken 18.08.2020 13:12
      Highlight Highlight Der Schnarcher war übrigens ich, sorry, gäll (habe selbst immer wunderbar durchgeschlafen🥴)!🚝😴
    • Ian Cognito 18.08.2020 14:09
      Highlight Highlight Wenns Dir nicht gefällt, kannst ja Zuhause bleiben, LOL
    • Kirschbaum 18.08.2020 18:26
      Highlight Highlight Das werde ich auch. Gebe den freien Platz gerne weiter.
  • insert_brain_here 18.08.2020 08:52
    Highlight Highlight Ein Nachtzug ist die mit Abstand entspannendste Art in die Ferien zu fahren. Am Abend einsteigen, gemütlich noch ein bisschen plaudern, Karten spielen, Netflix kucken und etwas trinken, am nächsten Morgen ausgeschlafen und stressbefreit am Ziel.
    • Darkside 18.08.2020 10:49
      Highlight Highlight Da schlaf ich lieber zu Hause und fliege am nächsten Morgen easy hin. Sorry, aber meine Zeit in veralteten, lauten, unbequemen Zügen mit wildfremden Menschen zu übernachten ist lange vorbei. Interrail war damals ein Abenteuer, aber ich bin keine 25 mehr.
  • Gubbe 18.08.2020 08:50
    Highlight Highlight Toll. Da sitzen 2 in einem Viererabteil und schon ist alles mit Gepäck zugestellt. Denken die Zugplaner, dass Leute gepäcklos reisen? Das ist übrigens auch in normalen Wagen so. In dieses 'V' zwischen den Sitzen passt max. ein Koffer rein.
    • Felix Meyer 18.08.2020 13:44
      Highlight Highlight Es gibt in den Nachtzügen genügend Stauraum unter den unteren Betten und über dem Seitengang bei den oberen Betten.
    • Kirschbaum 18.08.2020 14:47
      Highlight Highlight In den alten Schlafwagen waren 6 Personen in einem Abteil. Stauraum für Gepäck gab es nicht. Das Gepäck müsste man vor die Schiebetür stellen oder im Gepäckwagen abbegen. Nur wenn man nicht zum Endbahnhof wollte ging das nicht. Einen zusätzlichen Sitzplaz gab es nicht, ausser man zahlte dafür. Entweder man quetschte sich in diesen zugeschrieben Liegeplatz oder man stand stundenlang auf dem Gang. Die Zufahrt dauerte ja oft 10, 12 Stunden. Wie die WC aussahen, reden wir lieber nicht. Und diese Züge will man wieder einsetzen. Mein Bedarf ist gedeckt, brauche ich wirklich nicht mehr.
  • Rosskastanie 18.08.2020 08:32
    Highlight Highlight Im Sinne des Umweltschutzes sollte man halt generell weniger in der Weltgeschichte herumgondeln. Verzicht wäre ja halt auch ein Ansatz, der was bringen würde (und jeder könnte grad bei sich anfangen), aber da fehlen dann die hippen Instabildli, wäre schön blöd. Das Leute Zeit finden, einfahrende Nachtzüge zu "feiern", war mir also neu. Die Schienenkapazitäten sind nicht endlos, Europa hat es die letzten 30 Jahre verpennt, ein Hochgeschwindigkeitsnetz zu installieren. Man hat ja schon Mühe in Deutschland, einen Neat-Anschluss zu realisieren Aber Hauptsache, man kann nachts nach Adam gondeln...
    • insert_brain_here 18.08.2020 09:53
      Highlight Highlight Der Nachtzug benötigt ja eben genau kein Hochgeschwindigkeitsnetz, wenn ich abends einsteige und morgens da bin ist es für mich absolut unwesentlich ob die Fahrt 8 oder 12 Stunden gedauert hat.
  • Colibri 18.08.2020 08:32
    Highlight Highlight Nachtzüge sollen eine Alternative zu kürzeren Flugverbindungen sein / werden? Warum nicht (obwohl ich in der Luftfahrt meine Brötchen verdiene)! Das geht aber nur wenn auch das Produkt stimmt. Kürzlich sind wir mit dem Nachtzug von Graz nach Zürich gefahren. Alte Wagen, 30°C im Abteil trotz AC, kein Speisewagen oder Boardservice, das Zmorge mehr als einfach. Für eine Lehrabschlussreise mit 20 mag das passen, den Grossteil holt man so ganz bestimmt nicht aus den Kurzstreckenfliegern...
  • Floboter 18.08.2020 08:14
    Highlight Highlight Wird es da wieder Raucherabteil geben? 😎
    • Emil Eugster 18.08.2020 10:17
      Highlight Highlight Raucherabteil
      Benutzer Bild
    • napster_fish 18.08.2020 17:30
      Highlight Highlight ach komm, wir wissen doch alle, wo man in Nachtzügen gemütlich rauchen kann ;)
  • El Ninio 18.08.2020 08:12
    Highlight Highlight Da wird es aber einige Milliarden brauchen. Und viel Platz für noie Gleisanlagen. Weil mit der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene geht's auch nicht vorwärts, weggen fehlender freier Kapazität. Und mit den Nachtzügen gibt's für dieses Projekt noch mehr Konkurrenz um die Zeiten wenn wer fahren darf.
    • RandomNicknameGenerator 18.08.2020 08:26
      Highlight Highlight Stimmt nicht, Nachtzüge fahren oft über wenig genutzte Korridore und zudem ohne die hohen Geschwindigkeiten, die sonst eine Auftrennung in Personen- und Güterverkehr erfordert.
    • El Ninio 18.08.2020 09:04
      Highlight Highlight Aber sie starten und enden immer in Ballungsgebieten. Und dies nicht zu Randzeiten. Und die Korridore in der Schweiz die wenig genutzt sind will ich sehen. Die sind in den Bergen aber dort fährt kein Nachtzug durch.
    • RandomNicknameGenerator 18.08.2020 09:45
      Highlight Highlight Da schein jemand nicht viel Ahnung vom schweizer Schienennetz zu haben...
      Doch, Nachtzüge fahren zu Randzeiten ab. Aktuelle fahren sie ab Zürich erst nach 19 Uhr und kommen alle nach 8 an.
      Und wieviele Güterzüge fahren zwischen Zürich und Buchs? 2 pro Woche damit Blocher's EMS das Öl bekommt? Da ist nichts im Weg... Gleiches gilt für die Rheintalbahn, da kann ein Nachtzug ohne weiteres integriert werden - ein Teil ist schon 4-spurig und der Rest ist ohne weiteres als Schattenzug machbar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Matz 18.08.2020 08:10
    Highlight Highlight Statt der blöden flugis und panzer kaufen wir 100 schlafwagen und fahren dahin wo es uns gefällt. Produzieren tun wir die grad selber möglichst klimaneutral und unterstützen heimisches Gewerbe. ;-)
    • P. Meier 18.08.2020 09:04
      Highlight Highlight Nicht ganz so einfach. Zuerst braucht es noch eine vernünftige Trasse um ein sinnvolles Angebot aufstellen zu können. Im Gegensatz zum Auto kann mit rinrm Zug nicht einfach do gefaaren werden.
    • Benjamin Schlegel 18.08.2020 09:24
      Highlight Highlight @P. Meier: Wo gibt es keine Schienen? Die Nachzüge fahren ja in der Nacht, wo es Kapazität hat.
    • Emil Eugster 18.08.2020 10:24
      Highlight Highlight Und was wollen sie mit den restlichen 5900 Millionen anfangen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ricardo Tubbs 18.08.2020 08:07
    Highlight Highlight einmal damit gefahren, NIE wieder. da nehme ich lieber das auto!
    • RandomNicknameGenerator 18.08.2020 08:27
      Highlight Highlight Das sagst du sicher auch, nachdem du im Stau stundenlang warten musstest? Oder eine total überissene Rechnung von der Garage bekommst?
    • Varanasi 18.08.2020 08:37
      Highlight Highlight Einmal damit nach Berlin gefahren und beschlossen: nie wieder nehm ich das Flugzeug!
    • Pafeld 18.08.2020 08:52
      Highlight Highlight Ich verstehe den Hype auch nicht. Es wird gerne so dargestellt, als ob die Luftfahrtbranche einfach unschlagbar günstig (mit prominent platzierten Lockvogelangeboten) wäre, weil sie sich unfairerweise um sämtliche Besteuerungen foutieren würde. Das die Nachfrage für die Nachtzüge völlig im Keller war, weil die Züge trotz Subbvention extrem teuer, unkomfortabel und mit einer Serie von unpraktischen Nachteilen (z.B. Ankunft an Zwischenstationen mitten in der Nacht ohne Anschlussinfrastruktur) gespickt waren, ignoriert man völlig. Die Züge müssen eben nicht nur für "Abenteuertouristen" taugen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LevelHints 18.08.2020 08:03
    Highlight Highlight Nachtzüge sind toll, keine Frage. Allerdings fände ich es sinnvoll, in ein grundlegend schnelleres Bahnnetz mit neueren Technologien wie Maglev in Europa zu investieren. Strecken wie Zürich - Amsterdam könnten so von ca 9 Stunden auf ca 2 Stunden reduziert werden, was den Zug als Reisemittel attraktiver macht im Gegensatz zum Flugzeug. Staatliche Subventionen um die Preise für die Kunden vergleichbar niedrig zu halten wären wahrscheinlich nötig.
    • RandomNicknameGenerator 18.08.2020 08:29
      Highlight Highlight Flugzeuge sind nur so günstig, weil die Gesellschaft einen Grossteil der Kosten übernehmen muss. Aber ja, ein Hochgeschwindigkeitsnetz braucht es.
  • Antichrist 18.08.2020 08:03
    Highlight Highlight Es macht keinen Sinn unrentable Fortbewegungsmittel einzusetzen. Es gibt auch keine Innovationen, wenn die ineffizienten Bähnler ihre Schulden immer quer finanzieren können.
    • RandomNicknameGenerator 18.08.2020 08:30
      Highlight Highlight Und die Airlines die gerade am Staatstropf hängen lassen wir auch alle pleite gehen? Wenn schon abstruss argumentieren, dann bitte konsequent.
    • Antichrist 18.08.2020 08:51
      Highlight Highlight Die Airlines hängen am Staatstropf, weil der Staat wegen ein paar Grippe Toten das ganze Land in Schutt und Asche legt und nicht, weil Fliegen inneffizient ist. Die SBB war schon vor Corona ein Milliardengrab.
    • RandomNicknameGenerator 18.08.2020 09:51
      Highlight Highlight Autobahnen, Kantons- und Gemeindestrassen kosten pro Jahr mehrere Milliarden ohne Geld zu generieren. Sind die auch Milliardengräber? Oder darf man bei der Strasse eine Vollkostenrechnung machen, weil 'Auto ist cool'?
  • Klarname 18.08.2020 07:44
    Highlight Highlight Finally! Gerade diese Verbindung bietet sich sehr an und die Aufgabe der Nachzugverbindung durch die DB hat eine klaffende Lücke geschlossen.
    Zudem bin ich der Meinung, dass subito innereuropäische Flüge besteuert und die Einbahmen u.a. zur Forcierung eines flächendeckenden, günstigen Nachzugnetzes eingesetzt werden müsste.
    • Pafeld 18.08.2020 09:21
      Highlight Highlight Die paar Flüge, die wir durch dieses marode, teuer querfinanzierte Bahnsystem einsparen, fallen in Asien (oder den USA) gerade mal unter die wöchentlichen Schwankungen. Wir können nicht ignorieren, dass internationale Mobilität ein Bedürfnis ist. Und gerade diese Nachtzüge hinterlassen den schalen Beigeschmack, als ob sie eh primär von den Leuten befürwortet werden, die alle Schaltjahre mal ein verlängertes Wochenende mit Städttrip damit unternehmen würden. Aber ganz bestimmt nicht von denen, die damit regelmässig aus welchen Gründen auch immer reisen müssen.
    • Pafeld 18.08.2020 15:36
      Highlight Highlight @Nate Smith
      Corona hat lediglich gezeigt, dass viele Reisen nicht im Angesicht eines Pandemierisikos zu rechtfertigen sind. Ich persönlich masse mir nicht an beurteilen zu können, welche und wieviele der Millionen von Reisen ab den Schweizer Flughäfen mit weiss ich nicht wie relativen Kriterien zu rechtfertigen sind.
  • na ja 18.08.2020 07:29
    Highlight Highlight Überall das gleiche, zuerst schafft man es ab, damit man es anschliessend wieder neu erfinden kann.
  • thierry_haas 18.08.2020 07:21
    Highlight Highlight Da ganze erinnert mich furios an die Städte mit Strassenbahnen: zuerst hat man in den 70-80ern alles rausgerissen weil das ja so was von altmodisch und un praktisch war... 30 Jahre später hat man die gleichen Linien wieder für zig-Millionen in die Strassen gebaut, und alles selbstverständlich mit Steuergeldern...

    Nachtzüge sind für mich definitiv ein Muss.

    Ein Minimum am Weitsicht wäre in der Politik aber auch wünschenswert!
    • Pafeld 18.08.2020 09:26
      Highlight Highlight Wie oft würdest du den selbst einen solchen Zug benutzen? Ich bin mir nicht sicher, ob die paar flugbeschämten Gelegenheitstouristen ausreichen, um ein solches Netz selbst mit erheblichen Subbventionen auch nur ansatzweise kostendeckend zu betreiben. Dann besser richtig in ein Bahnnetz investieren, dass für die breite Masse der Reisenden eine echte Alternative zum Flugzeug bietet. Anstatt sinnlos Steuergelder mit dieser 70er-Jahre-Romantik zu verlochen.
    • insert_brain_here 18.08.2020 10:15
      Highlight Highlight Ist "flugbeschämter Gelegenheitstourist" ein Schimpfwort der Kategorie "Gutmensch" oder "Baumumarmer"?
      Ich kann mir so oder so höchstens einmal im Jahr Auslandsferien leisten und wenn dann mach ich mir durchaus Gedanken das einigermassen ökologisch zu machen.
      Für eine Woche saufen in Malle oder ein Wochenende Insta-Fotos in Dubai schiessen ein Flugzeug zu besteigen käme mir nicht in den Sinn.
    • Emil Eugster 18.08.2020 10:33
      Highlight Highlight @Pafeld
      Air France hat die Flugverbindung von Basel nach Paris-Orly gestrichen. Es gab bis zu drei Flüge Täglich. Grund der Streichung. Die Attraktivität des TGV.
      https://telebasel.ch/2020/07/24/keine-fluege-mehr-von-basel-nach-paris-orly/?channel=105100
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frechsteiner 18.08.2020 07:01
    Highlight Highlight Sehr gute Nachrichten, leider werden bis 2024 noch Wagen aus den 70ern angemietet, ob man mit den alten Kisten etwas schlaues auf die Gleise stellen kann weiss ich nicht. Sehe ich ja dann au der ersten Fahrt
    • RandomNicknameGenerator 18.08.2020 08:25
      Highlight Highlight Hab schon drin gelegen. Klar, nicht so fancy - aber sehr bequem und wenn sauber auch sehr angenehm.
    • fidget 18.08.2020 09:37
      Highlight Highlight Waggons aus den 70ern müssen nicht grundsätzlich etwas Schlechtes sein. Wenn das Interieur modernisiert und an heutige Standards angepasst wurde, ist das völlig in Ordnung. Ich bin jedenfalls gespannt, was die SBB daraus macht und wie die Preisgestaltung ausfällt. Die ÖBB sind bei den Preisen recht günstig.
    • Sandlerkönig Eberhard 18.08.2020 16:37
      Highlight Highlight Ältere Wagen müssen keineswegs unbequemer sein als neues Rollmaterial. Meistens ist es sogar das Gegenteil. Die EW4 und IC2000 der SBB haben schon ein paar Jährchen auf den Achsen, sind aber um Welten angenehmer auf längeren Reisen als moderne Triebzüge. Das Problem besteht nur in der Wartung/Instandhaltung/Modernisierung. Ich denke aber, da wird kein schlechtes Material kommen. Es gibt etliche Rollmaterial-Vermieter in Westeuropa, da kann es sich keiner leisten, schlechte Qualität zu liefern.
  • Bravo 18.08.2020 06:43
    Highlight Highlight Wenn die ÖBB das macht, kommts schon gut. Nachtzüge von Zürich nach Rom und Barcelona wären sehr wünschenswert.
    • nukular 18.08.2020 06:51
      Highlight Highlight @bravo
      Viel öbb ist bei den nachtzügen aber nicht drinn, ausser dem Logo aussen auf dem Zug.. Das ganze personal ist ja nicht mal über die öbb angestellt sondern über newrest, welche miserabel bezahlt...
    • Merida 18.08.2020 08:26
      Highlight Highlight Genau! Diese beiden Strecken vermisse ich am Meisten...
    • Benjamin Schlegel 18.08.2020 09:21
      Highlight Highlight besser gleich bis Sizilien (über Rom) und Lissabon (über Barcelona)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antichrist 18.08.2020 06:36
    Highlight Highlight Das Projekt sollten sie verschieben. Kein Mensch wird mehrere Stunden in der Nacht mit fremden potentiell Corona-Verseuchten in einem engen Abteil liegen und schlafen wollen.
    • fidget 18.08.2020 09:43
      Highlight Highlight Ich bin im Juli mit dem Nachtzug verreist. Zur Zeit bietet die ÖBB die Möglichkeit, jedes Abteil als Privatabteil zu buchen. somit hast du keine Fremden im Abteil. Ansonsten gilt auch Maskenpflicht im Zug, sofern du nicht im eigenen Abteil bist. Reisen Fremde im Abteil mit, gilt auch dort Maskenpflicht, ausser beim Schlafen.
    • Varanasi 18.08.2020 13:46
      Highlight Highlight Antichrist
      Oben schreibst du, dass der Staat wegen ein paar Grippe Toten alles lahm legt und hier, du willst nicht zu Corona Verseuchten ins Abteil liegen.
      Ja was denn nun?
    • HabbyHab 18.08.2020 14:50
      Highlight Highlight @Varanasi Antichrist ist einfach ein Troll.
  • dan2016 18.08.2020 06:27
    Highlight Highlight Nach der Swss, Edelweiss Hilfe ist jetzt zuerst Mal Züri dran, mit öffentlichen Geldern besser erschlossen zu werden. Habe schon befürchtet, dass die traditionelle Regel, mindestens 60% für Zürich in nächster Zukunft gebrochen werden könnte
    • dan2016 18.08.2020 13:18
      Highlight Highlight Zürich ist der grösste Verkehrsknotenpunkt weil die SBB so handeln. 2/3 der Bevölkerung wohnt westlich Zürichs.... aber wir scheinen den Weg von Frankreich machen zu müssen um die gleichen Lerneffekte von F zu erzielen.
    • HabbyHab 18.08.2020 14:53
      Highlight Highlight Dan Zürich ist die mit Abstand grösste Stadt der Schweiz. Da ist es logisch, dass es der grösste Verkehrsknotenpunkt ist.. und auf die Nachtzüge in Richtung DE hast du von Bern aus mit Umstieg in Basel auch guten Anschluss.

Vergiss nicht die Zeitumstellung am Sonntag! Es könnte die letzte sein

Die Zeitumstellung spaltet die Gemüter. Manche betonen die gesundheitlichen Vorteile der Uhrumstellung, andere beklagen ihre praktischen Nachteile. Nun sind in der EU sogar Bestrebungen im Gange, die Umstellung ganz abzuschaffen.

Es ist wieder soweit, die Sommerzeit geht zu Ende. Am Sonntag findet deshalb die Zeitumstellung statt. Zwei gute Nachrichten: Wir gewinnen eine Stunde und am Morgen ist es wieder heller. Die schlechte Nachricht: Am Abend ist es früher dunkel.

Der Unmut in der Bevölkerung ist sogar so gross, dass in der EU bereits diskutiert wird, ob man die Zeitumstellung abschaffen will. Mehr zur Geschichte hinter der Uhrumstellung, ihre Vor- und Nachteile und wann sie frühestens abgeschafft wird, erfährst du …

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