DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
History Porn

History Porn Teil LXXVI: Geschichte in 18 Wahnsinns-Bildern

08.07.2021, 15:59

«Was? Der History Porn braucht mich?!? ... Jetzt?»

USA, 1966:

«Ja, jetzt!»
«Ja, jetzt!»
Bild: Moviepix

Adam West als Bruce Wayne/Batman und Burt Ward als Dick Grayson/Robin im Film «Batman».

Besser als jede Sonnencreme

Frankreich, 1950er:

Anti-Bräunungs-Masken.

Der Buchenwald-Junge

KZ Buchenwald, bei Weimar, nach der Befreiung am 12. April 1945:

bild: reddit

Der polnische Junge Joseph Schleifstein und seine Eltern Israel und Esther wurden 1943 ins Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Etwa 56'000 Menschen sollten hier den Tod finden. Und auch für den zweieinhalbjährigen Joseph war er vorgesehen. Gleich bei der Ankunft trennte man ihn von seinen Eltern und schickte ihn auf die linke Seite, dorthin, wo die kleinen Kinder, die älteren und alle anderweitig für arbeitsunfähig befundenen Menschen sich versammeln mussten, um gleich darauf erschossen zu werden. Doch in der allgemeinen Verwirrung der Aufstellung gelang es Israel, seinen Sohn in den Sack zu stecken, der seine Werkzeuge und einige Kleidungsstücke enthielt. So gelang es ihm, Joseph unbemerkt ins Lager zu schmuggeln.

Josephs Mutter Esther wurde nach Bergen-Belsen geschickt und der Vater versuchte fortan mit Hilfe von zwei antifaschistischen deutschen Häftlingen, den Jungen weiterhin vor den Wachen zu verbergen.

Schliesslich wurde Joseph entdeckt. Die SS-Wachen aber fanden gefallen an ihm, er wurde zum «Lagermaskottchen». Sie fertigten eine kleine Lageruniform für ihn an und liessen ihn am Morgenappell teilnehmen, bei dem er vor der Wache salutierte und meldete: «Alle Gefangenen sind erfasst.»

Standen formelle Inspektionen durch Nazi-Beamte an, wurde der Junge versteckt. Einmal, so wird er viel später erzählen, habe man ihn zur Exekution aufgereiht, doch sein Vater vermochte ihn zu retten. Israel wurde für seinen Dienst sehr geschätzt, er stellte Sättel und Geschirre für die Pferde her.

«Warum sollten sie mich töten und einen guten Arbeiter verlieren? Sie brauchten meinen Vater.»
Joseph Schleifstein im Interview mit der Jewish Week (1999)

Über seine Kriegserlebnisse hat er lange nicht gesprochen, auch nicht mit seinen Kindern.

«Man nahm die Menschen, die den Holocaust durchgemacht hatten, als beschädigtes Zeug wahr. Viele sahen aus wie wandelnde Skelette, rochen schlecht und waren krank. Ich wollte dieses Stigma nicht haben.»
Joseph Schleifstein
Joseph Schleifstein kurz nach der Befreiung. Josephs Mutter wurde nach Bergen-Belsen geschickt, aber auch sie überlebte. Die Familie emigrierte 1948 in die USA.
Joseph Schleifstein kurz nach der Befreiung. Josephs Mutter wurde nach Bergen-Belsen geschickt, aber auch sie überlebte. Die Familie emigrierte 1948 in die USA.
bild: wikimedia

Doch dann kam «La vita è bella» (1997) in die Kinos. Und es schien Joseph Schleifstein fast so, als würde darin seine eigene Geschichte erzählt. Er erkannte die Parallelen. Und sie brachten seine Erinnerungen zurück.

Szenenbild der Tragikomödie «La vita è bella» mit Roberto Benigni und Giorgio Cantarini in den Hauptrollen.
Szenenbild der Tragikomödie «La vita è bella» mit Roberto Benigni und Giorgio Cantarini in den Hauptrollen.
bild: kino
«Der Junge im Film hat nicht geweint. Ich war genauso.»
Joseph Schleifstein

Seither habe er damit begonnen, sich mit dem Geschehenen zu arrangieren. 1998 sei er das erste Mal nach Deutschland zurückgekehrt, ohne Bitterkeit im Herzen.

«Ich glaube, dass Hass den Hassenden zerstört. Ich denke dass das, was die Deutschen getan haben, schrecklich war. Aber man muss weitermachen und darf nicht zulassen, dass es die nächste Generation befleckt. Der Blick in die Zukunft bedeutet Vergebung.»
Joseph Schleifstein
Joseph Schleifstein mit zwei anderen KZ-Häftlingen nach der Befreiung.
Joseph Schleifstein mit zwei anderen KZ-Häftlingen nach der Befreiung.

Polizei mit Stil

Greater Manchester, England, 1975:

Ein Polizei-Beamter bei der Arbeit.

Kriegs-Hochzeit

Place de la Madeleine, Paris, 1941:

Bild: Roger Viollet

Ein Fahrrad-Taxi muss reichen.

Engelberg, Zentralschweiz, 1934:

bild: Topical Press Agency

Josephine Cochrane und ihr Geschirrspüler

USA, 1921:

Die Spülmaschine, mit der Joesphine Cochrane das Leben der Frauen erheblich erleichtern würde.
Die Spülmaschine, mit der Joesphine Cochrane das Leben der Frauen erheblich erleichtern würde.
Bild: Bettmann

John Fitch, den Erfinder des Dampfschiffs, als Grossvater zu haben, bedeutete für Josephine Cochrane zwei Dinge: Erstens hatte sie Technik im Blut und zweitens war sie ziemlich gut betucht.

Dass ihre Angestellten beim Abwasch immer wieder wertvolles Geschirr zerbrachen, ärgerte sie so sehr, dass sie bald damit begann, ein Gerät für diese Aufgabe zu entwickeln. Selbst abzuwaschen war selbstredend keine Option für die reiche Lady.

Josephine Garis Cochrane (1839–1913). Das «e» fügte sie ihrem Nachnamen erst später hinzu, um ihn zu europäisieren.
Josephine Garis Cochrane (1839–1913). Das «e» fügte sie ihrem Nachnamen erst später hinzu, um ihn zu europäisieren.
bild: wikimedia
«Wenn niemand sonst eine Geschirrspülmaschine erfindet, dann mache ich es selbst!»
Josephine M. Cochrane

Und so setzte sie sich in den Schuppen hinter ihrem Haus und begann mit den Entwürfen. 1883 beauftragte sie den Eisenbahnmechaniker George Butters, ihr beim Bau der Maschine zu helfen. Er wurde einer ihrer ersten Angestellten in der Firma Garis-Cochrane Manufacturing Company (später Cochran’s Crescent Washing Machine Company), die sie gründete, nachdem ihr 1886 das Patent auf die Spülmaschine erteilt worden war.

Cochranes U.S.-Patent Nr. 355,139.
Cochranes U.S.-Patent Nr. 355,139.
bild: uspto.gov

Die Maschine bestand aus einem wasserdichten Kupferkessel, in dem das Geschirr auf Drahtkörben aufgestellt wurde. Die ersten Modelle waren hand-, später motorbetrieben. Die Körbe wurden dabei auf einem Laufrad bewegt, sodass sich die über Düsen einlaufende Seifen­lauge gleichmässig verteilte.

Cochrane zeigte ihre Maschine 1893 auf der Weltausstellung in Chicago und bekam dafür den Preis für die «beste mechanische Konstruktion, Haltbarkeit und Zweckentsprechung».

Die Werbung pries Cochranes Erfindung als die einzige Maschine an, die auf der Weltausstellung verwendet wurde, und listete an prominenter Stelle die Hotels auf, die ihre Geschirrspüler im täglichen Einsatz hatten.
Die Werbung pries Cochranes Erfindung als die einzige Maschine an, die auf der Weltausstellung verwendet wurde, und listete an prominenter Stelle die Hotels auf, die ihre Geschirrspüler im täglichen Einsatz hatten.
bild: uspto.gov

Cochranes Firma ging nach ihrem Tod 1913 in der Hobart Manufacturing Company auf und wurde dadurch Teil von KitchenAid, die zunächst Hotels und andere gewerbliche Kunden belieferte. 1949 kam dann der noch immer auf Cochranes Design beruhende, erste KitchenAid-Geschirrspüler für den Privathaushalt heraus.

So sieht Woody Allen als Spermium aus

USA, 1972:

Bild: Moviepix

Das Bild zeigt eine Szene von Allens Film «Every Thing You Always Wanted To Know About Sex * But Were Afraid To Ask», eine satirische Verfilmung des gleichnamigen Sexualkunde-Buches von David Reuben.

Im Büro eines Faschisten

Mailand, Italien, 1919:

Das erste Hauptquartier der <em>Fasci Italiani di Combattimento</em> und des <em>Popolo d'Italia</em>, bekannt als «Il Covo» (das Versteck).
Das erste Hauptquartier der Fasci Italiani di Combattimento und des Popolo d'Italia, bekannt als «Il Covo» (das Versteck).
bild: wikimedia

Benito Mussolini war 1912 seine Stelle als Chefredaktor von «Avanti!», dem Zentralorgan des Partito Socialista Italiano (PSI), los, nachdem er offen nationalistische Positionen vertreten hatte.

Bald darauf gründete er mit Unterstützung der italienischen Regierung, einiger Industrieller und ausländischer Diplomaten die Zeitung Il Popolo d'Italia. Ein Blatt, das weitaus mehr seinen Ansichten entsprach und das nach seinem Regierungsantritt 1922 die offizielle Stimme des Partito Nazionale Fascista wurde. Als Duce del Fascismo stand Mussolini ab 1925 als Diktator an der Spitze des faschistischen Regimes in Italien.

An der Wand hängt die Arditi-Flagge mit dem Totenschädel. Ursprünglich waren die Arditi (von italienisch «ardito» für «kühn», «mutig») eine Elitespezialeinheit des italienischen Heeres im Ersten Weltkrieg. Sie waren die ersten modernen Sturmtruppen und wurden als «das von gegnerischen Armeen am meisten gefürchtete Korps» bezeichnet.

Arditi im Ersten Weltkrieg.
Arditi im Ersten Weltkrieg.
bild: wikimedia

Nach dem Krieg gingen aus ihnen rechts- und linksextremistische paramilitärische Organisationen hervor. Gegründet von Männern, die nach den Schrecken und der Gewalt des Krieges nicht mehr ins Zivilleben zurückfanden. Der rechte Flügel (Associazione Nazionale Arditi d’Italia) verhalf Mussolini bei dessen Machtergreifung und trug zur Formierung der Schwarzhemden bei, jener faschistischen Kampfbünde, die zunächst die Bevölkerung terrorisierten und dann ab 1923 als sogenannte «Sicherheitsmiliz» für Ordnung sorgen sollten.

«Nieder mit der KPdSU!»

Moskau, 1991:

bild: reddit

Auch die Sowjetunion hatte ihre Punk-Szene. Hier sehen wir einige ihrer Mitglieder während des Augustputschs in Moskau auf einem Panzer sitzend.

In den 1975er-Jahren drang die Discomusik ebenso wie der Punk durch den Eisernen Vorhang. Und während Ersteres in der Sowjetunion zum Mainstream wurde – selbst Propaganda-lieder wurden mit Discobeats unterlegt –, war der Punk der Sound des Untergrundes. An Doc Martens kam man hier nicht ran, also kauften sich die sowjetischen Jugendlichen Militärstiefel und Marine-Jacken bei «Voentorg», einer auf militärische Kleidung und Zubehör spezialisierten Ladenkette, um den westlichen Rebellen ähnlich zu sehen.

In manch einem Leningrader (heute Sankt Petersburg) Wohnzimmer brachte AU, (kurz für «Awtomatitscheskie Udowletworiteli», zu Deutsch «Die Automatischen Zufriedensteller») – die Wände zum Beben. Der Band-Leader Andrej «Swin» («Schwein») Panow pflegte während seiner Auftritte in ein Glas zu pinkeln und den brühwarmen Urin danach zu trinken.

In Moskau hingegen gab es DK, eine Band, deren Akronym zu wilden Spekulationen führten – vom harmlosen «Diwan Krowat» («Sofa-Bett») bis hin zu «Dewitschij Kal» («Mädchen-Fäkalien»). Ihr Leader hiess Sergej Scharikow und war ein Intellektueller, der eine eigene Zeitschrift über Kultur, Gesellschaft und Ideologie herausgab. Die Band wurde für ihren dreckigen Art-Punk-Stil gefeiert, einen Sound, der Bluesrock, Free Jazz und RIO kombinierte. Und natürlich für ihre skandalösen, satirischen anti-sowjetischen Texte.

Группа ДК – «Новый поворот» (DK – «Neue Abzweigung»)

Der Sound von DK war es auch, der bis nach Sibirien hinüberschwappte und die bekannteste sibirische Punk-Band GO (kurz für «Grazhdanskaya Oborona», zu Deutsch: «Bürgerschutz») inspirierte. Ihr Leadsänger Jegor Letow gilt als einer der Väter des russischen Punks.

Гражданская Оборона – «Насрать На Мое Лицо» (Grazhdanskaya Oborona – «Shit On My Face»)

Künstler-Notizen

Sankt Petersburg, Russland, 1878–1880:

bild: reddit

Das Manuskript von Dostojewskis letztem und zugleich umfangreichstem Roman «Die Brüder Karamasov». Gemäss dem Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki ist es gar der beste Roman der Welt:

«Als ich damals, meine Schulaufgaben und meine Freunde vernachlässigend, dieses Buch las, glaubte ich, es sei der beste Roman der Welt. Unter uns: Ich glaube es immer noch.»
Marcel Reich-Ranicki

Der Cola-Wagen ist da!

Knoxville, Tennessee, USA, 1909:

bild: reddit

«Ich bin ein Berliner»

West-Berlin, 26. Juni, 1963:

Bild: EPA DPA

US-Präsident John F. Kennedy (links im Wagen) wird mit einem Konfettiregen gefeiert, als er in einer offenen Limousine durch die Rheinstrasse in West-Berlin eskortiert wird. Begleitet wird er von Berlins Bürgermeister Willy Brandt (Mitte) und Bundeskanzler Konrad Adenauer (rechts).

bild: dpa

In seiner nachfolgenden Rede brachte der amerikanische Präsident seine Gefühle für die geteilte Stadt mit dem berühmt gewordenen und auf Deutsch geäusserten Satz «Ich bin ein Berliner» zum Ausdruck.

Aber das habt ihr sicher bereits gewusst. Was euch allerdings überraschen dürfte, ist die Tatsache, dass dieser wunderbare Mensch hier an jenem denkwürdigen Tag dafür gesorgt hat, dass die Berliner auch hörten, was Kennedy zu sagen hatte:

Surprise
Der allseits beliebte Peter Lustig (2016 gestorben), der uns allen aus der ZDF-Kindersendung «Löwenzahn» bekannt ist! <3
bild: Hulton Archive

Der 26-jährige Peter Lustig war damals Tontechniker beim American Forces Network in Berlin. In einem Interview vom Tagesspiegel sagte er dazu, selbstverständlich lachend:

«Ich habe Kennedys Rede aufgezeichnet und an den Sender gegeben. Aber ich habe Kennedy nicht gesagt, was er sagen soll.»
Ein lachender Peter Lustig

Es sei ein harter Tag für ihn gewesen. Weil Kennedy mehrere Stationen in Berlin hatte, an der Mauer, am Brandenburger Tor und so weiter, musste ihm Peter Lustig mit «seinem Zeugs» ständig hinterherrennen.

Er stand bei der Rede auf einem Gerüst nahe des Rednerpultes, das förmlich bebte von der Begeisterung der 400'000 brüllenden Menschen. Peter Lustig hatte fast ein bisschen Angst, dass das Gerüst umkippt.

Gefragt, wie er denn Kennedy so fand, meinte Lustig:

«Ich war nicht so politisch, dass ich den jetzt geliebt hätte oder Aversionen gegen ihn entwickelt hätte. Der war halt der Präsident und der war okay.»
Peter Lustig

Sowieso hat er ihm überhaupt nicht zugehört. «Der sagte da vorne was, der Gute, ich dachte, naja, wird schon richtig sein.» Als Techniker musste er sich natürlich darauf konzentrieren, dass Kennedys Worte aufgezeichnet wurden.

Doch natürlich habe sein legendärer Satz das Selbstvertrauen der Berliner unheimlich gestärkt.

Ein kleines Mädchen mit einer amerikanischen Flagge während Kennedys berühmter Rede.
Ein kleines Mädchen mit einer amerikanischen Flagge während Kennedys berühmter Rede.
Bild: Michael Ochs Archives

Was uns aber neben jener Berlin-Rede ebenso interessiert: Wie kam ein Tontechniker zu einer Wissens-Sendung über Natur und Umwelt?

«Bei einer Video-Aufnahme mit der Band ‹Ton Steine Scherben› war ich Tonmeister, und bei der Arbeit habe ich den Regisseur kennengelernt. Wir haben uns unterhalten und nachdem wir die abgedreht hatten, sagte der Regisseur: ‹Also dieser Lustig, wenn man dem ein rohes Ei auf der Glatze grillt, müsste das ein hübsches Bild geben.› Und das haben wir dann gemacht, für den Jugendfunk, wurde nie gesendet, war zu schweinisch irgendwie. Aber so fing das an.»
Peter Lustig

Zur Erinnerung ...

Und dann kam das ZDF. Wo ihm der erste Produzent sagte, er solle erstmal ein Toupet kaufen. Doch Peter Lustig blieb, wie er war: «Ich habe nicht eingesehen, warum ich auf einmal schrecklich viele Haare haben sollte.»

«Vertigo»

USA, 1958:

bild: reddit

Alfred Hitchcock am Set von «Vertigo», dem berühmten Psychothriller mit Kim Novak (im Bild) und James Stewart in den Hauptrollen.

Einsteins Schweizer Reisepass

Ausgestellt im Juni 1923:

bild: reddit

Albert Einstein wurde am 14. März 1879 in Ulm geboren, hatte also die deutsche Staatsbürgerschaft. Diese gab er aber 17 Jahre später auf eigenen Wunsch auf und blieb dann fünf Jahre lang staatenlos. 1901 wurde er in das Bürgerrecht der Stadt Zürich aufgenommen und damit Schweizer, was er auch bis an sein Lebensende blieb.

Die österreichische Staatsbürgerschaft kam von 1911 bis 1912 hinzu, da sie mit seiner Professur für theoretische Physik an der Deutschen Universität Prag verbunden war.

Deutscher wurde er wieder, als er 1914 als hauptamtliches Mitglied der Preussischen Akademie der Wissenschaften und Professor an der Universität Berlin in den deutschen Staatsdienst trat.

Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kamen, verliess er den Staatsdienst wieder und besass in der Folgezeit bloss die schweizerische Staatsangehörigkeit.

Bis er 1940 den Eid auf die amerikanische Verfassung schwor und damit zusätzlich zum Amerikaner wurde.

Macht-Umkehr

KZ Bergen-Belsen, Deutschland, 20. April 1945:

Deutsche SS-Wachen nach dem Ausräumen eines Massengrabes. Die britischen und kanadischen Soldaten zwingen sie, ihre Ruhepause im gerade von den Leichen befreiten Loch abzuhalten, mit dem Gesicht nach unten.

Iron Lady

West-Deutschland, 1986:

bild: reddit

Die britische Premierministerin Margaret Thatcher (1979–1990) fährt einen Panzer, als sie die in Bad Fallingbostel (Niedersachsen) stationierten britischen Truppen besucht.

Arnie forever

Chicago, Illinois, USA, 1986:

Bild: Moviepix

Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle des Actionfilms «Raw Deal».

History Porn
Uns erreichen immer mal wieder kritische Kommentare bezüglich des Namens dieses Formats. Wir können verstehen, dass es teilweise etwas respektlos anmuten mag, von geschichtlichen Tragödien in Verbindung mit dem Begriff «Porno» zu lesen. Wir haben uns aber vor fünf Jahren, als dieses Format geboren wurde, an «reddit» orientiert und lesen den Namen mehr als in Bildern erzählte, unzensierte Geschichte, die anregt und manchmal amüsiert, aber eben auch schockieren kann.
Mit «Porn» können im Englischen auch TV-Shows, Artikel oder eben Fotos gemeint sein, die ein übermässiges, unwiderstehliches Verlangen nach oder Interesse an etwas befriedigen sollen.

History Porn II

Alle Storys anzeigen

History Porn I

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

History Porn: Showbiz-Edition – Teil IX

1 / 28
History Porn: Showbiz-Edition – Teil IX
quelle: bonappetit.com / bonappetit.com
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Touristen treffen auf Nilpferde – doch dann geschieht Unglaubliches

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Vom Minirock zur Burka – Frauen in Afghanistan

Nachdem der Steinzeit-Islam in Form der Taliban erneut die Macht in Afghanistan übernommen hat, tauchen in den Medien wieder vermehrt Bilder aus vermeintlich glücklicheren Tagen auf: Frauen, die in den Sechziger- und Siebzigerjahren unverschleiert und in Miniröcken über die Strassen Kabuls flanieren. Frauen, die in den Achtzigerjahren an der Universität studieren und mit offenen Haaren durch Parks schlendern.

Diese vergleichsweise liberale Phase endete mit dem Abzug der Roten Armee Anfang 1989. …

Artikel lesen
Link zum Artikel