International
Brexit

Boris Johnson im Gegenwind: Video auf Pornhub gepostet

1 / 10
Boris Johnson
Boris Johnson: Ob der Konservative ahnt, worauf er sich da eingelassen hat?
quelle: x02954 / neil hall
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Boris Johnson auf Pornhub: «Dumme britische Blondine f...t 15 Millionen Leute aufs Mal»

29.06.2016, 11:3129.06.2016, 11:41

Er war der grosse Sieger der Brexit-Abstimmung. Doch Boris Johnson scheint nicht richtig glücklich über seinen Erfolg zu sein. Seit letztem Freitag trat er öffentlich kaum noch in Erscheinung. Geäussert hat sich der frühere Londoner Bürgermeister nur in seiner Kolumne im «Daily Telegraph», in der er das Blaue vom Himmel herunter versprach: Voller Zugang zum EU-Binnenmarkt, aber ohne Personenfreizügigkeit und ohne Zahlungen nach Brüssel.

Für einen offensichtlich wütenden EU-Befürworter war das zu viel des Schlechten. Er stellte Johnsons «Siegesrede» vom letzten Freitag, die eher einer Grabrede glich, auf das Videoportal Pornhub. Der Titel des Clips spricht für sich: «Dumme britische Blondine fickt 15 Millionen Leute aufs Mal.» Eine Anspielung auf die Verlierer des Referendums, wobei es genau genommen sogar 16 Millionen waren.

Wütend auf Johnson ist auch Fernsehkoch Jamie Oliver. Er veröffentlichte auf Instagam ein Video einer EU-Flagge, verbunden mit einem leidenschaftlichen Aufruf an Grossbritannien: «Gebt ihr uns Boris Johnson als Premierminister, war's das für mich. Ich bin raus. Mein Glaube an uns ist für immer zerstört.»

«Anyone but Boris»

Ob Johnson tatsächlich Regierungschef wird, ist keineswegs sicher. Dem vermeintlichen Kronfavoriten für die Nachfolge von David Cameron weht im Londoner Regierungsviertel Westminster ein immer rauerer Wind entgegen. In der Konservativen Partei kursiert bereits die Parole «Anyone but Boris» – jeder ausser Boris. «Ganz London hat sich gegen Boris gewandt, er ist über Nacht von Top zu Flop geworden», zitierte die Financial Times einen Parlamentarier.

Die Betreiber von Pornhub haben derweil auf Twitter einen Rat an die Bewohner des Vereinigten Königreichs gepostet: «Hey Britannien, wenn ihr euch selbst ficken wollt, dann nutzt nächstes Mal Pornhub.» (pbl)

Hol dir jetzt die beste News-App der Schweiz!

  • watson: 4,5 von 5 Sternchen im App-Store ☺
  • Tages-Anzeiger: 3,5 von 5 Sternchen
  • Blick: 3 von 5 Sternchen
  • 20 Minuten: 3 von 5 Sternchen

Du willst nur das Beste? Voilà:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6
Iran: Regime entführt laut Bericht Verletzte aus Spitälern
Die Menschenrechtsorganisation HRANA dokumentiert mehr als 6'000 Todesopfer nach Protesten im Iran. Berichten zufolge verschleppen Sicherheitskräfte verletzte Demonstranten aus Krankenhäusern.
Bei den von der iranischen Führung gewaltsam unterdrückten Protesten sind nach jüngsten Angaben von Aktivisten mehr als 6000 Menschen getötet worden. Die Organisation Human Rights Activists News Agency (HRANA) mit Sitz in den USA teilte am Dienstag mit, dass sie Bestätigungen für den Tod von 6126 Menschen habe, unter ihnen 5777 Demonstranten. Unter den Getöteten sind demnach zudem 86 Minderjährige, 214 Angehörige der Sicherheitskräfte und 49 Unbeteiligte.
Zur Story