Interview

Juha Jarvinen in seinem Atelier: Dank des Bedingungslosen Grundeinkommens konnte er endlich seine eigenen Projekte lancieren.  bild: zvg

«Wir sind die grössten Loser – wenn das BGE mit uns klappt, dann klappt es überall»

Im Zuge eines Experiments darf der Finne Juha Jarvinen zwei Jahre von einem Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) leben. Nach nur einem halben Jahr geht er bereits seinem Traumjob nach – und arbeitet mehr als zuvor.

17.08.17, 12:26 18.08.17, 06:47

Bereits im Januar haben wir mit Juha Jarvinen gesprochen. Damals steckten seine Projekte noch in den Kinderschuhen. Das Intverview findest du hier:

Herr Jarvinen, wie geht es Ihnen?
Ausgezeichnet, ich komme gerade vom Blaubeeren pflücken. Die haben hier Saison. 

Sie erhalten seit über einem halben Jahr ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Im Januar waren Sie voller Tatendrang und hatten diverse Projekte im Kopf. Was hat sich seither getan?
Das Bedingungslose Grundeinkommen hat es mir ermöglicht, meine eigene Firma zu gründen. Es hat zwar eine Weile gedauert, ich bin kein Fan der finnischen Bürokratie, doch seit zwei Monaten bin ich nun offiziell Besitzer meines eigenen Unternehmens. 

Was machen Sie?
Ich will Ferienhäuser anbieten und den Gästen gleichzeitig Kunst beibringen. «Artbnb» heisst das Projekt. Die Region hier ist bekannt für das Holzschnitzen. Bis vor einigen Jahren hatten wir im Dorf sogar eine Schule, in der man dieses Handwerk lernen konnte. Diese wurde jetzt jedoch geschlossen. Ich hoffe, dass ich durch meine Arbeit einen Teil dazu beitragen kann, damit diese Tradition nicht vergessen geht. Doch das ist nicht mein einziges Projekt. Ich will für Firmen Filmprojekte umsetzen, Clips für «Youtube» etc. produzieren.

Sie waren bereits vor Erhalt des Bedingungslosen Grundeinkommens mehrere Jahre arbeitslos. Weshalb konnten Sie ihre Projekte erst jetzt umsetzen?
Ein eigenes Unternehmen zu starten, ist immer mit Risiko
verbunden. Es braucht einige Zeit, bis man damit zum ersten Mal Geld verdient. Hätte ich bereits vor einem Jahr meine Firma gegründet, wären mir die Arbeitslosengelder gestrichen worden. Verdient hätte ich dann aber vielleicht noch monatelang nichts. Das konnte ich mir nicht leisten, ich habe sechs Kinder, die ernährt werden müssen.

Juha Jarvinen mit seinen Kindern in der Küche. bild: zvg

Das BGE-Experiment

Finnland versteht sich bereits seit der Nachkriegszeit als ausgeprägter Wohlfahrtsstaat. Arbeitslose erhalten eine Unterstützung in Form von Taggeldern, die nicht vom früheren Einkommen abhängig sind. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 erholt sich Finnlands Wirtschaft dank Umstrukturierungen und Investitionen in die Hochschulbildung. Die Arbeitslosenquote lag im Jahr 2016 dennoch noch bei rund 9,1 Prozent – und damit um einiges höher als in Norwegen (4,7 Prozent) und Schweden (6,9 Prozent). Jarvinen ist einer von 2000 arbeitslosen Finnen, die von der Regierung zufällig für ein BGE ausgewählt wurden. Seit Anfang dieses Jahres läuft das Experiment nun. Es soll testen, ob ein BGE das soziale System vereinfachen und mehr Menschen in Jobs bringen kann. Seit mehr als einem halben Jahr bekommt Jarvinen 560 Euro pro Monat statt des Arbeitslosengeldes. Ohne etwas dafür tun zu müssen. (dwi)

Haben Sie mittlerweile etwas verdient?
Nein, mit meiner neuen Firma noch nicht. Aber ich habe meinem Nachbarn mit Malerarbeiten ausgeholfen und so einige Tausend Euro verdient. Vorher hätte ich das nicht tun dürfen, da ich wegen des Erhalts der Arbeitslosengelder keine Aufträge ausführen durfte. 

Sie sind jetzt freier als zuvor.
Das System, wie wir es jetzt kennen, ist eine Show. Die Arbeitslosen müssen regelmässig bei den Behörden antraben und belegen, dass sie sich um Arbeit bemüht haben. Das Problem ist aber, dass es hier in der Region immer weniger Arbeit gibt. Die traditionelle Metallindustrie verschwindet immer mehr. Anstatt, dass die Arbeitslosen kreativ werden, verschwenden sie ihre Zeit mit unzähligen Besuchen auf dem Arbeitsamt. Ich habe das Glück, dass ich das jetzt nicht mehr muss. Ja, ich bin definitiv freier als zuvor.

«Die Stimmung zuhause ist jetzt viel besser.»

Haben Sie auch mehr Zeit für die Kinder?
Ja, mein jüngster Sohn ist noch zuhause. Er kann ohne Probleme mitkommen, wenn ich im Atelier arbeite. Früher hatten wir viel mehr Planungsschwierigkeiten. Die Behörden konnten plötzlich beschliessen, dass ich für mehrere Wochen in ein Beschäftigungsprogramm muss. Da stellte sich dann immer die Frage, wer das Kind betreut. Meine Frau arbeitet ja 80 Prozent. 

Diese Sorgen kennen Sie jetzt nicht mehr.
Die Stimmung zuhause ist jetzt viel besser. Während den Jahren meiner Arbeitslosigkeit haben wir uns oft angeschrien. Jetzt bin ich frei, alles ist viel lockerer.

Führen die Leiter des Experiments denn keine Kontrollen durch?
Nein, wir können machen, was wir wollen.

Was denken eigentlich die Leute aus dem Dorf von Ihnen? Sind sie neidisch auf Sie?
Nein, überhaupt nicht. Ich erhalte ja nur 560 Euro im Monat. Auf so ein kleines Einkommen kann doch niemand eifersüchtig sein. Die Reaktionen sind sehr positiv.

Reichen Ihnen die 560 Euro im Monat aus? Oder sollte das BGE höher sein?
Finnland ist wie die Schweiz ein teures Land. Das Geld, das ich aktuell erhalte, ist eigentlich zu wenig. Mit dem BGE sollte man mindestens eine Wohnung, Kleidung und Essen bezahlen können. 

Dann hat man ja doch schon alles. Weshalb sollte man dann noch arbeiten gehen?
Wenn man eine feste Stelle hat, dann träumt man immer von den fünf Wochen Ferien, die man pro Jahr hat. Das Nichtstun hat einen Seltenheitswert und wird deshalb begehrt. Als Arbeitsloser sieht das umgekehrt aus. Ich habe immer davon geträumt, endlich wieder einer sinnvollen Arbeit nachzugehen. Ich bin mir sicher, deutlich mehr als 90 Prozent der Leute will nicht nur auf der Couch rumhängen. 

«Das weltweite Interesse zeigt auch, dass das BGE ernst zu nehmen ist.»

Ist das Medieninteresse eigentlich nach wie vor ungebrochen? Im Januar haben Sie erzählt, Sie hätten schon über 100 Interviews gegeben.
Ein wenig hat es schon abgenommen. Aber insgesamt habe ich sicher schon über 200 Mal Auskunft gegeben. Die Anrufer kamen von überall aus der Welt. Sogar aus China

Juha Jarvinen im Skype-Interview. screenshot: watson

China?
Ja, ich war zunächst auch etwas überrascht. Aber das weltweite Interesse zeigt auch, dass das BGE ernst zu nehmen ist. Gerade ein Land wie China, in dem die Technologisierung derart schnell voranschreitet, muss sich überlegen, was mit den Menschen geschehen soll, deren Arbeit vielleicht bald von einem Roboter übernommen wird. 

Wie gross ist eigentlich das Interesse aus der Schweiz? Wir hatten ja kürzlich eine Abstimmung über das BGE.
Auch aus der Schweiz kamen einige Anrufe. Eine Frau kam sogar für eine Woche hier in die Ferien. Sie las in den Medien von meinen Ideen und hat mich darauf kontaktiert. Eigentlich wollte sie eine Trommel bauen. Am Ende half sie mir aber, aufzuräumen und meine Werkzeuge zu flicken. Ich danke euch (lacht). 

Wie sieht das bei Ihnen in der Region aus? Merken Sie die Technologisierung?
Früher stellten hier viele Möbel her und lebten davon. Heute fahren alle in die IKEA. Ich habe nichts gegen IKEA, sie nutzen neue Technologien und können so günstigere Produkte anbieten. Blöd ist doch nur, wenn man den Fortschritt nicht akzeptiert und an alten Gegebenheiten festhält. Denselben Fehler hat schon Nokia gemacht. Als das iPhone aufkam, dachte man sich dort, dass doch niemand diese Smartphones haben wolle. Man hat gesehen, was passiert ist. Die Technologisierung ist doch nichts Schlechtes, nur muss sich dann auch das Sozialsystem anpassen.

Würde die Einführung des BGEs reichen, um das Sozialsystem anzupassen?
Nein, das BGE ist nur ein Teil der Lösung. Ich glaube auch, dass es sinnvoll wäre, nur noch sechs Stunden pro Tag zu arbeiten. Die vorhandene Arbeit würde dann unter den Leuten besser verteilt werden. Die gewonnene Freizeit könnte für kreative Projekte genutzt werden. Oder für soziale Engagements. 

«Ich verwirkliche gerade meinen Traum, dementsprechend Spass macht mir meine Arbeit.»

Glauben Sie, dass es für den Staat günstiger ist, wenn er ein BGE einführt?
Ja, davon bin ich überzeugt. Angesichts der Arbeitslosenzahlen, die aufgrund der Technologisierung zunehmen werden, wird sich auch die Bürokratie weiter aufblähen. Das wird teuer. Zudem ist das BGE für die Wirtschaft eines Landes auch eine Chance. Leute mit einer innovativen Idee werden viel eher versuchen, diese umzusetzen. 

Arbeiten Sie zurzeit mehr oder weniger, als Sie noch fest angestellt waren?
Mehr. Ich verwirkliche mit «Artbnb» und mit meinen Video-Projekten gerade meinen Traum, dementsprechend Spass macht mir meine Arbeit. 

Wer würde eigentlich die unbeliebten Jobs machen, falls das BGE eingeführt würde?
Ich habe mal für eine Reinigungsfirma gearbeitet. Das Problem war eigentlich nicht die Arbeit an sich, sondern der ständige Stress. Überall hatte man nur wenige Minuten Zeit, um sauber zu machen. Dann musste man schon wieder an den nächsten Ort hetzen. Würde man hier Sechs-Stunden-Tage einführen und den Arbeitern zusätzlich ein BGE auszahlen, wären das gar keine «unbeliebten Jobs» mehr.

Glauben Sie daran, dass das BGE in Finnland eines Tages tatsächlich eingeführt wird?
Ich bin sehr gespannt, wie die Resultate des Experiments aussehen werden. Sind sie positiv, denke ich, dass das BGE bald eingeführt werden könnte.

Ist das nicht ein bisschen zu optimistisch? Schliesslich werden zurzeit nur 2000 Leute beobachtet. Kritiker behaupten, das sei viel zu wenig für eine verlässliche Statistik.
Alle Teilnehmer dieses Experiments waren zum Start im Januar bereits seit zwei Jahren arbeitslos. Viele von uns hatten ernsthafte Probleme, wir sind die grössten Loser der Gesellschaft. Wenn es mit uns klappt, dann klappt es überall.


Bedinungsloses Grundeinkommen

1m 47s

Bedinungsloses Grundeinkommen

Video: watson

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106Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Troxi 17.08.2017 18:50
    Highlight Es gäbe auch in der Schweiz ganze Berufszweige, die man mit einem GE aushelfen könnte. Zum Beispiel Pferdesportsattler, davon gibt es nur eine Handvoll Betriebe und mehrere Hundert Arbeitslose. Wenn sich von den Arbeitslosen nur ein par Hundert verselbständigen, könnte man schon die ALV massiv entlasten. Durch die Digitalisierung werden mehr Jobs vernichtet, als im Gegenzug entstehen kann. Es ist eine der ganz wenigen Langfristigen Lösungen.
    25 40 Melden
    • derlange 17.08.2017 19:47
      Highlight Warum machen sich denn diese Arbeitslose nicht selbstständig? Da hilft dir ja gar das RAV noch...
      Aber ich mein ja nur...
      37 25 Melden
    • blablup 18.08.2017 08:45
      Highlight @derlange die Erklärung findet man im Artikel oben: Nischenjob, wenog Lohn, schwierige Auftragslage. Warum also die sichere Arbeitslosigkeit für ein Selbständigkeitsabenteuer eintauschen?
      16 3 Melden
  • Stigs 17.08.2017 18:18
    Highlight Das BGE muss und sollte irgendwann langsam eingeführt werden.
    Es gibt immer mehr Menschen und weniger Jobs (durch Computer automatisierte abläufe). Die Arbeitgeber provitieren von diesen billigen 'Arbeitern' und unterstützen diese Richtung doch geht dabei die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander.

    An die Redaktion: Ich hätte gerne einen Beitrag über die Verteilung des Volksvermögens. Danke.
    31 40 Melden
    • trio 18.08.2017 06:06
      Highlight Was genau ist das Volksvermögen?
      13 2 Melden
    • grumpy_af 18.08.2017 06:37
      Highlight Tipp: Mach eine Ausbildung zum Informatiker, Computer warten sich nicht von alleine.
      20 6 Melden
    • Kurnugia 18.08.2017 22:03
      Highlight @grumpy_af

      Naja so etwas ist nicht für jeden. IQ ist halt grössten Teils vererbt...
      5 7 Melden
  • Grundi72 17.08.2017 16:45
    Highlight Der gute Finne erfüllt jedes linkes Klischee. Beeren sammeln, Trommeln schnitzen etc 😂. Merci dafür!

    Wir sind uns ja alle einig, dass solche Ideen nicht funktionieren und nie angenommen werden. Wer sich selbstverwirklichen will soll schnitzen und Kumbayjaa im Wald singen solange er will, aber bitte nicht auf meine Kosten.
    129 172 Melden
    • rauchzeichen 17.08.2017 18:56
      Highlight grundi, da kommen dinge auf uns zu, die liegen wohl weit hinter deinem horizont. im falle einer extremen erhöhung der arbeitslosigkeit durch das schlichte wegfallen von jobs durch auomatisierung und digitalisierung, wie sollen diese menschen dann überleben. es geht nicht um morgen, aber wer weiss schon was in den nächsten 30 jahren passiert? falls dieses szenario eintritt, worüber man sich streiten kann, ist genau dieses bge die einzige lösung, die wir uns heute für diesen tag ersinnen können. die zukunft muss erprobt und gebaut werden, sonst kommt sie einfach und überollt einem.
      58 44 Melden
    • Grundi72 17.08.2017 20:55
      Highlight Ja genau 😂
      21 29 Melden
    • trio 18.08.2017 06:15
      Highlight Soll er lieber zuhause rumgammeln und sich 3x pro Woche auf dem Arbeitsamt melden?
      Irgendeine Unterstützung bekommt man ja in jedem Fall. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es der Allgemeinheit günstiger kommt, wenn die Menschen gestresst und unglücklich sind.
      37 3 Melden
  • gnp286 17.08.2017 16:20
    Highlight Schön und gut, für ihn hats geklappt. Er hatte aber auch eine Business-Idee und wollte schon länger eine Firma gründen, hat es aber wegen dem Arbeitslosengeld nicht getan.

    Es werden längst nicht alle arbeiten, welche ein BGE erhalten. Dieser Herr, so schön ich das Beispiel auch finde, würde eine Ausnahme bleiben.

    Es ist ja so, dass er seinem Traumberuf nachgehen kann. Schwieriger wird es eventuell, wenn nicht viele Leute z.B. als Kanalreiniger oder im Verkauf arbeiten wollen. Eine Gesellschaft kann nicht alle Posten besetzen, wenn alle nur ihrem Traum nachgehen...
    46 60 Melden
    • zzZüri 17.08.2017 17:56
      Highlight Dann muss hald der Lohn bei solchen Stellen angepasst werden, ganz einfach.
      46 20 Melden
    • redeye70 18.08.2017 06:37
      Highlight Sein Business schreibt noch nicht mal schwarze Zahlen. Da frage ich mich wie dieses Modell überhaupt je funktionieren soll. Natürlich kann man argumentieren, dass die fortschreitende Digitalisierung viele Jobs vernichten wird. Aber dieser Druck zu noch mehr Effizienz und Senkung der Produktionskosten hat ihre Ursache bei den viel billigeren Standorten aus Fernost. Wer in Europa produzieren möchte muss preislich mithalten können. Wir Konsumenten schaufeln da unser eigenes Grab, wollen wir doch selbst möglichst billig.
      5 7 Melden
    • blablup 18.08.2017 08:48
      Highlight Der Artikel beschreibt ja vorallem die Unsinnigkeit der RAV Systeme. Man könnte davon ableiten, dass schlichtweg diese Umgebaut werden müssten, sodass man sich selber wieder auf die Füsse stellen kann...
      6 1 Melden
  • Ollowain 17.08.2017 15:37
    Highlight Leider gibt es unter uns immer noch viel zu viele Narren die das Prinzip des BGE nicht verstehen und die dadurch die unumgängliche Einführung unnötig verlangsamen.
    80 36 Melden
    • geissenpetrov 17.08.2017 16:19
      Highlight Das BGE in eheren. In meinen Augen ist die Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn - und Personalausgleich eine viel elegantere Lösung auf die kommenden Probleme.
      Wer sich darüber informieren mag, hier gehts lang: http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2014/09/Replik-2.pdf
      Ab Seite 9 folgt ein Rechenbeispiel.
      Bin gespannt, was ihr darüber denkt.
      15 19 Melden
    • Ollowain 17.08.2017 20:28
      Highlight Geissenpetrov: werde ich mir anschauen, danke!
      3 1 Melden
    • blablup 18.08.2017 08:50
      Highlight Unsinn, Arbeitszeitkürzung bei vollem lohn löst doch keine probleme in einem Land wie der Schweiz, dass massiv Arbeitskräfte importiert. Dadurch wird einzig die Arbeit teurer, beschleunigt den untergang bedrohter Gewerbe und fördert die Automatisierung
      5 0 Melden
  • Natürlich 17.08.2017 15:28
    Highlight Woow!
    Ich bin positiv überrascht!
    Dieses Interview sollte doch nun wirklich auch den letzten überzeugen, dass das BGE eine super Sache ist👍🏻
    Verstehe die vielen negativen Kommentare hier überhaupt nicht.

    Vor der Abstimmung wurde ja oft behauptet, wenn das BGE kommt würde niemand mehr arbeiten.
    An diesem Beispiel sieht man aber genau das Gegenteil.
    Aus einem Langzeitarbeitslosen ohne Perspektiven wurde ein innovatives Gesellschaftsmitglied.

    Er bringts auf den Punkt: "Wenns mit uns Arbeitslosen klappt, dann klappts mit allen"
    86 51 Melden
    • felixJongleur 17.08.2017 15:45
      Highlight Frage an die Redaktion: Mit der Setzung des Highlightes positioniert Ihr Euch ja eindeutig. Wie ist das einzuordnen? Ist das eine Haltung der Redaktion, der Autorin / des Autors etc.? Spitzfindig könnte man ja nun ableiten, dass Ihr die vielen negativen Kommentare ebenfalls nicht verstehen könnt da "Natürlich" auch das im formuliert?
      62 12 Melden
    • Cevianer 17.08.2017 17:12
      Highlight Die Highlights gehen doch an die Kommenatre (bzw. den Kommentar) mit den meisten Herzen oder?
      1 25 Melden
    • grumpy_af 17.08.2017 17:15
      Highlight "Vor der Abstimmung wurde ja oft behauptet, wenn das BGE kommt würde niemand mehr arbeiten.
      An diesem Beispiel sieht man aber genau das Gegenteil."

      Krass. Die empirische Studie mit einem (!) Datenpunkt rockt!
      Sorry, aber dieser Fall ist doch gestellt. Der Ultra-Hipster mit 6 Kindern ist super erfolgreich und lobt das BGE wo es nur geht.

      Klar 😂
      26 15 Melden
    • Natürlich 17.08.2017 20:37
      Highlight Vielen Dank für das Highlight watson😘

      Zum ersten mal hab ichs geschafft!😀
      8 10 Melden
  • Snowy 17.08.2017 15:26
    Highlight Das BGE ist definitiv eine interessante Alternative und desshalb seriös zu prüfen.

    Noch keine befriedigende Antwort habe ich allerdings auf die Frage der "unattraktiven" Tätigkeiten erhalten (auch vom Interviewten nicht).

    Wer mit Mülleinsammeln, Migroskasse oder Putzen ein Lohn erhält, welcher nur leicht höher ist als das BGE, warum sollte er zukünftig noch diesen "unbefriedigenden" Tätigkeiten nachgehen?

    Die Differenz zwischen dem BGE und dem alten Lohn an der Migroskasse kann durch befriedigendere Gelegenheitsjobs und/oder einen selbstständigen Erwerb reingespielt werden.
    34 11 Melden
    • Liselote Meier 17.08.2017 16:45
      Highlight Ist die Tätigkeit unabdingbar wie Kanalreiniger oder Müllmann wird der Job Zwangsläufiger Attraktiver gestallet werden müssen.

      Werteverschiebung wer eine "Drecksarbeit" macht bekommt auch mehr.

      54 9 Melden
    • Snowy 17.08.2017 17:08
      Highlight Fair point, Liselotte.
      9 1 Melden
    • Snowy 17.08.2017 17:11
      Highlight Nachtrag: Dies würde allerdings unweigerlich zu einem generellen Anstieg des Lohnniveaus bei einfachen/ungelernten Tätigkeiten führen - mit allen positiven und negativen Folgen.
      15 1 Melden
    • Dewar 17.08.2017 20:37
      Highlight Es sind auch vorwiegend genau solche Jobs, die heute bereits zuhehmend automatisiert werden. Und wenn dies soweit fortgeschritten ist, dass ds BGE nötig wird, wird die Attraktivität der wenigen verbleibenden an sich unliebsamen Arbeiten durch den Lohn gesteigert werden müssen.
      11 1 Melden
    • Snowy 18.08.2017 10:53
      Highlight @Dewar: Stimmt teilweise.
      Es werden aber auch viele Jobs in der Verwaltung wegfallen - auch Jobs des mittleren Kaders sind von der Digitalisierung betroffen.

      Irgendwo muss der Steuersubstrat auch herkommen...
      3 0 Melden
    • Dewar 18.08.2017 18:22
      Highlight Wenn das Automatisierungsszenario tatsächlich so eintrifft werden die Unternehmen in Zukunft zur Kasse gebeten werden müssen. Roboter werden besteuert werden und Sozialabgaben leisten, um ein BGE oder eine andere Form der sozialen Absicherung zu finanzieren. Der Gewinn, der durch das Einsparen von Arbeitsplätzen winkt, muss der Gesellschaft zugute kommen und nach unten verteilt werden, ansonsten kollabiert das ganze System.
      1 1 Melden
  • Majoras Maske 17.08.2017 15:10
    Highlight Ich halte das BGE für gut, wenn es darum geht Menschen selbständiger zu machen. Wie dieser Finne könnte man sorgenfreier in die Selbständigkeit gehen, wenn man weiss, dass ein Dach über dem Kopf, Essen und Kleidung bezahlt sind. Die Vorstellung, dass dann alle nur noch nischigen und unrentablen Dingen nach gehen ist aber absurd, denn ewig lang hält man ja nicht an Sachen fest, die keine Resonanz erzeugen. Ebenso absurd ist die Vorstellung, dass alle nur noch saufend vor der Glotze sitzen. Das kann man schon heute und nur eine sehr kleine Minderheit will das. Menschen brauchen sinnvolle Arbeit.
    39 6 Melden
  • Imfall 17.08.2017 13:54
    Highlight "Haben Sie mittlerweile etwas verdient?
    Nein, mit meiner neuen Firma noch nicht"


    Er macht sich selbstständig und bietet sachen an, die kein mensch will oder braucht! Wird ein weiterer Konkurs werden...
    63 121 Melden
    • äti 17.08.2017 14:02
      Highlight ... das sehe ich ganz anders.
      70 29 Melden
    • Michael Mettler 17.08.2017 14:06
      Highlight @imfall: wie tesla gell. Die schreiben auch rote zahlen und gehen bald konkurs...
      57 24 Melden
    • Hoppla! 17.08.2017 14:50
      Highlight "Verdienen" ist naturlich nicht klar.

      Hat er Einnahmen? Hoffentlich! Hat er Cash Inflow oder Gewinn? Wohl nicht. Kurzfristig ist das auch okay.
      42 6 Melden
    • däru 17.08.2017 15:03
      Highlight Bitte nenne mir ein Unternehmen, das nach zwei Monaten (!) schwarze Zahlen schrieb.
      70 5 Melden
    • grumpy_af 17.08.2017 17:21
      Highlight @Michael Mettler: Der kleine aber feine Unterschied zwischen Tesla und dem Finnen: Tesla bietet etwas an, das Zukunft hat und unsere Gesellschaft drauf zusteuert, während der Finne Holzschnitzereien und Kunst in Ferienhütten in Finnland anbietet.
      Also ein spezifisches Nischenprodukt, welches viele wohl nicht mal als existent wahrnehmen gegen eine zukunftsorientierte Technologie....
      17 14 Melden
    • Michael Mettler 17.08.2017 17:51
      Highlight @grumpy: man kann mein argument auch falsch verstehen.
      5 5 Melden
    • Imfall 17.08.2017 20:35
      Highlight ja gut stimmt... die nachfrage nach holzschnitzereien und mittelmäsdigen youtube filmchen explodiert ja zurzeit gerade ; )

      ernsthaft jetzt... er muss sicher nicht ab dem ersten tag schwarze zahlen schreiben! aber er sollte ein produkt oder eine dienstleistung anbieten, für die es eine nachfrage gibt! (z.B Elon Musk mit Elektroautos)
      so viele visionäre und selbstständige scheitern, weil sich einfach niemand für ihr "wahnsinns" idee begeistern lässt!
      9 5 Melden
  • 3klang 17.08.2017 13:33
    Highlight Stellt sich dir Frage wer das BGE bezahlt wenn sich alle mit Holzschnitzen selbst verwirklichen wollen...
    64 63 Melden
    • äti 17.08.2017 14:03
      Highlight ... es gibt mehr Banker als Holzschnitzer und alle leben fürstlich.
      72 27 Melden
    • G. Schlecht 17.08.2017 14:14
      Highlight Und was denken Sie, wie die Weltschulden von mittlerweile 200 Billionen Euro jemals bezahlt werden? Moment, ich schreibe Ihnen die Zahl gerne mal auf: das sind 200 000 000 000 000.- oder anders gesagt Schulden, die noch Generationen lang abgebaut werden (müssen). Meiner Meinung nach, haben sich schon genug (eine handvoll) Leute, auf Kosten der 95% arbeitenden "verwirklicht"! Quelle: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/weltwirtschaft-schulden-in-der-welt-wachsen-schnell-14960833.html
      22 32 Melden
    • Turi 17.08.2017 14:31
      Highlight wahrscheinlich der mittelständler. der bezahlt ja üblicherweise am ende alles.
      33 22 Melden
    • Griffin 17.08.2017 15:18
      Highlight & wo hat denn die Welt bitteschön Schulden?

      Ah, bei sich selbst. Dann wird sich wohl auch eine Lösung des 'Problems' finden lassen, die nicht Generationen versklavt diese Schulden abzubezahlen.

      Und wenn die Gläubiger dies nicht einsehen wollen, werden sie zu ihrem Glück halt gezwungen!
      30 6 Melden
    • G. Schlecht 17.08.2017 15:48
      Highlight @Griffin Nein, eben nicht. Das Geld, respektive der Zins der fällig wird, müssen zwingend zuerst erarbeitet werden (existieren zur Zeit der Kreditvergabe nicht). Das geht 99% der Menschen aber nicht in die Birne und ist ja gerade das perfekte Verbrechen namens Zins und Zinseszins. Es wird mathematisch nie möglich sein, einen mit Zinsen belegten Kredit vollständig zurückzahlen zu können. Es bleibt nur die Nullstellung der Schulden und Guthaben und dann ist Ende Gelände. Verzögern kann man, Aufhalten aber nicht. Gezwungen werden Sie, Griffin, mit Überwachung und Verboten.
      13 12 Melden
    • smokingrabbit 17.08.2017 15:53
      Highlight @G.schlecht - die Schulden des einen sind das Vermögen des anderen
      #Schuldenschnitt
      22 4 Melden
    • G. Schlecht 17.08.2017 16:32
      Highlight @smokinrabbit: Es sind keine Vermögen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes Erwartungen. Die Schulden stehen und die Erwartungen auch, da haben Sie recht. Nur ist das eine "Real" und das andere eben nicht. Das Vermögen ist reiner Glaube daran, dass die Schuld erbracht wird. Vielleicht werden darum soviele, je länger je mehr, zu Atheisten (kleiner Scherz). Es gibt kein Guthaben, es ist am Ende immer eine Schuld (vgl Reichtum verpflichet). Glauben Sie im Ernst, sie hätten ein Guthaben an Luft oder Wasser? Haben Sie nicht; Mutter Natur weiss das und wirtschaftet schuldenfrei.
      12 4 Melden
    • geissenpetrov 17.08.2017 16:54
      Highlight G. Schlecht: du schreibst gut. In der Tat verstehen die meisten Menschen keine Exponentialgleichungen :)
      1 11 Melden
  • G. Schlecht 17.08.2017 13:31
    Highlight Es wird leider an der Gier und am Neid scheitern. Ausserdem gibt es viele die gerne Arbeiten, weil sie sonst nichts mit der Zeit anfangen können. Dass wir in einem riesigen Beschäftigungsprogramm stecken, in welchem viele Probleme nur gemacht werden um "gelöst" zu werden, sollte langsam jedem bei klarem Verstand einleuchten. Stichwort: nur 6-8% der Arbeit, die geleistet wird, dient effektiv dem Erhalt und der Steigerung der Lebensqualität. Der Rest ist, was es ist: Zeitverschwendung. Aber das würde nie jemand zugeben, sind ja alles unverzichtbare Leistungsträger hier.
    76 16 Melden
    • Nick_ 17.08.2017 14:26
      Highlight Ja es wird an der Gier und am Neid scheitern. An der "Gier" jener, die meinen sie hätten ein Anrecht, dass alle anderen um sie herum für ihn arbeiten müssen, damit er die Dienstleistungen und hergestellten Produkte konsumieren kann. Und diese Arbeit der anderen mit einem BGE quasi "gratis" zur Verfügung hat. Und sie selbst können ja dann irgendein Projektli für Ihre Selbstverwirklichung machen, zB Holzschnitzen. Ob das jemand dann braucht ist ja zweitrangig in solch einem Modell... Hauptsache ich habe nur Rechte und keine Verpflichtung ggü der Gesellschaft
      17 33 Melden
    • bokl 17.08.2017 15:22
      Highlight @Nick_
      Das BGE kriegen alle. Somit MUSS niemand für jemand Anderen arbeiten.
      21 11 Melden
  • Barracuda 17.08.2017 13:22
    Highlight Allzu viele neue Erkenntnisse bietet dieses Interview nicht. Vor allem auch deshalb, weil das ein ausgesuchter Einzelfall ist, der logischerweise weder repräsentativ ist, noch irgendetwas aussagt, das allgemein gültig wäre für das BGE.
    64 23 Melden
    • Radiochopf 17.08.2017 13:34
      Highlight da hast du zwar recht, dass dies nur ein Einzefall ist, aber schön bleibt Watson am Ball und berichtet darüber.. zudem würde ich Juha als kreativen, aktiben, bodenständigen und ehrgeizigen Menschen einschätzen.. und genau für die ist doch das bisherige System eine Qual.. es wird auch mit dem neuen System Schmarotzer geben, aber das wird es mit jedem System geben.. aber wenigstens erhalten die Menschen wieder eine Chance, Freiheiten und vorallem Sicherheit, die wirklich etwas machen wollen.. und genau darum finde ich das BGE gut.. ich hoffe, die Schweiz gibt dem BGE auch noch eine Chance..
      43 16 Melden
    • Griffin 17.08.2017 15:27
      Highlight Noch kann gar nicht anders berichtet werden, als die Vorstellung eines 'Einzelfalls'. Der Versuch läuft noch und muss dann auch erst ausgewertet werden, bevor man eindeutige Aussagen machen kann.

      Vorige Versuche in kleinen Gemeinschaften stimmen mich aber zuversichtlich, dass auch diese Studie eine Verbesserung für die Lebenssituation der betroffenen Personen und der Gemeinschaft insgesamt finden wird.
      15 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 17.08.2017 13:17
    Highlight Die stetig wachsende Produktivität wird früher oder später zu angepassten Gesellschaftsmodellen führen, jedoch trägt Links dazu bei, dass dieses Stadium nicht erreicht wird, da wir Tür und Tor öffnen für Arbeitnehmer von Jobs, die es hier über kurz oder lang nicht mehr geben wird .... d.h. es folgt Frustration und in Verbindung mit einer wirtschaftlichen Misere = Booom!!

    Eigentlich schade, denn Marx Ideen müsste man eine Chance geben ...
    16 52 Melden
    • Liselote Meier 17.08.2017 13:31
      Highlight Im Gegenwärtigen Stadium der Ökonomie noch in nationalen Kategorien zu denken führt zwangsläufig zu Fehlschlüssen.

      Deshalb konnte Dschugaschwili's These von "Sozialismus in einem Lande" nicht funktionieren und es ist zu dem gekommen wo es kommen musste.
      23 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.08.2017 14:06
      Highlight @Liselotte:

      Bei der Glückseeligkeit, die die Globalisierung bewirkt?

      Ist das die Überwindung des Kapitalismus durch die Überwindung der Nationalstaaten?

      Hinweis: geht nicht ... müsst ihr uns komplett ausradieren, aber verdeutlicht die Verbindung von Sozialismus und Islamismus ;-)
      6 24 Melden
    • Grabeskaelte 17.08.2017 14:38
      Highlight Wer ist uns?
      12 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.08.2017 14:48
      Highlight @Grabeskaelte: Staatsbürger
      3 13 Melden
    • Liselote Meier 17.08.2017 15:05
      Highlight Nein der Kapitalismus überwindet mit jedem Meter Schiene, mit jedem Km Strasse, mit jedem Meter Kabel das verlegt wird die engen nationalen Grenzen.

      Du fährst mit höchster Wahrscheinlich auch mit einer Deutschen Karre, mit Treibstoff aus einer noch ganz anderen Region und produzierst Dinge für noch ganz andere Regionen und sitzt nicht mit deinem Maulesel auf einen Pass und machst einen auf Wegelagerer.

      Verhält sich ergo genau umkehrt, dein Nationalismus ist rein ideologischer Natur, frei von den Gegebenheiten. Die Frage ist nicht ob Globalisierung sondern unter was für Bedingungen.


      19 5 Melden
    • Grabeskaelte 17.08.2017 15:06
      Highlight Nunja ob ich will oder nicht bin ich auch Staatsbürger. Fühle mich von ihrem Kommentar als auszuradierender allerdings nicht betroffen. Bin bei einer Auflösung der Nationalstaaten sofort klatschend dabei, also ist nichts da mit ausradieren. Vielleicht hilft Gruppen- und Ausschlussdenken nicht wirklich weiter bei den Herausforderungen der heutigen Zeit.
      14 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.08.2017 15:31
      Highlight @Liselotte: ist ja gerade die Stärke der Nationalstaatlichkeit - individuelle Freiheitsräume - im Handel und Austausch mit anderen. Ein Grundpfeiler der Entwicklung der westlichen Welt, denn überstaatliche Gebilde neigen durch ihre schiere Grösse und Macht zu Kompromisslosigkeit rsp. innerer Zerrissenheit aufgrund Vereinheitlichung der bewohnenden Völker und deren Selbstbehauptung.

      @Grabeskälte: siehe oben - unverständlich Verantwortungslos, aber wer erwartet von Links noch Gehör für Sozialstaatsideen...
      4 16 Melden
    • Grabeskaelte 17.08.2017 15:58
      Highlight @ren: Wie wäre es statt Sozialstaat denn mit einer Sozialwelt? Geld ist genug da damit es allen gut gehen kann. Finde ich persönlich verantwortungsvoller als innerhalb von künstlich gezogenen Linien auf einer Landkarte zu denken und dabei alles rundherum zu ignorieren. Ihr denken ist verantwortungsvoll für 8 Millionen, meins für 8 Milliarden.
      12 4 Melden
    • Liselote Meier 17.08.2017 16:01
      Highlight Die beschreibst die Ökonomie des 18. Jahrhunderst Binnenmarkt zu Binnenmarkt, hat mit der heutigen Realität nichts mehr zu tun.

      11 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.08.2017 16:17
      Highlight @Grabeskälte: Das Ganze ist die Summe der Teile.
      2 9 Melden
    • Grabeskaelte 17.08.2017 17:56
      Highlight @ren also entweder sind jetzt die Argumente ausgegangen oder ich bin zu doof um hinter den komplexen Gedankengang zu sehen... Selbstverständlich ist das Ganze die Summe der Teile. Inwiefern es allerdings zielführender ist nur die Teile zu betrachten erschliesst sich mir nicht wirklich.
      6 1 Melden
  • felixJongleur 17.08.2017 13:11
    Highlight Interessantes Interview mit reflektierten Antworten. Sein Hinweis zu den Beschäftigungsprogrammen ohne Mehrwert ist mir hängengeblieben, hoffe da findet auch bei uns ein Umdenken statt. Worüber ich lachen musste: "Am Ende half sie mir aber, aufzuräumen und meine Werkzeuge zu flicken. Ich danke euch (lacht). " --> swiss style halt, erst mal Ordnung schaffen :))
    53 3 Melden
  • Hugo Wottaupott 17.08.2017 13:09
    Highlight Ahh der böse Kommunismus also... das ist doch Kommunismus in Reinkultur sowas?
    8 47 Melden
    • Liselote Meier 17.08.2017 13:26
      Highlight Nein ist ein Liberales Modell.

      Kommunismus ist Gleichheit und Freiheit aller Gesellschaftsmitglieder auf Grundlage von Gemeineigentum und kollektiver Problemlösung.

      An der Grundlage von Privateigentum an den Produktionsmitteln wird mit einem BGE nichts geändert.

      52 9 Melden
  • Toerpe Zwerg 17.08.2017 12:55
    Highlight Ich kann locker 80% meines Freundeskreises der Kategorie "surfen in Costa Rica ist geiler" zuordnen.

    Entsprechend wird es immer nur ein an Bedingubgen geknüpftes Grundeinkommen geben.

    Lasst euch nicht täuschen! Die linken Ideologen wollen ein bedingungsloses Grundeinkommen und bedingungslose Aufnahme von Flüchtlingen.

    Neulich wächst Einkommen bedingungslos auf Bäumen. Zum Glück haben unsere linken Freunde diese Bäume ...
    60 129 Melden
    • Michael Mettler 17.08.2017 14:08
      Highlight @toerpe: und was machen die 80% deiner freunde wenn sie merken das alle anderen auch in costa rica sind. Ich denke wir denken zu kurz...
      30 12 Melden
    • äti 17.08.2017 14:12
      Highlight @toerpe: ich habe echt Mühe, diesen Kommentar zu verstehen. Wenn das Einkommen auf Bäumen wächst, ist doch alles ok. Pflanz doch welche, statt herum-zu-surfen. Und falls das Pflanzen überfordert helfen gerne Flüchtlinge dabei, die können das.
      43 11 Melden
    • Liselote Meier 17.08.2017 15:13
      Highlight Eine BGE ist kein Luxus, rein für den Grundbedarf.

      Ein Upgrade der Armenspeisung auf 3.0, 2.0 Sozialhilfe hat eine Fehlprogrammierung und erzeugt eine immer grössere Bürokratie.
      17 4 Melden
    • Pana 17.08.2017 17:59
      Highlight Das Grundeinkommen kann nur ausbezahlt werden, wenn man in der Schweiz wohnhaft ist. Man kann ja auch nicht in Costa Rica surfen gehen, und gleichzeitig in der Schweiz Arbeitslosengeld kassieren. Oder doch? Hab ich die letzten 15 Jahre was völlig falsch verstanden? Oh Gott!
      12 6 Melden
  • yoh 17.08.2017 12:53
    Highlight Das "Problem" des BGE sieht doch so aus:

    Fragen wir jemanden warum er dagegen ist, warnt er davor, dass niemand mehr Arbeiten geht.

    Fragen wir dieselbe Person ob SIE noch arbeiten würde falls sie ein BGE erhalten würde antworten sie meistens Mit Ja.

    Sich die "Anderen" als arbeitsfaule Schmarotzer vorzustellen ist eben einfacher als sich mit den Problemen unserer Zeit zu beschäftigen.



    131 24 Melden
    • R. Peter 17.08.2017 14:30
      Highlight Fragen wir die Person selber, wird noch arbeiten, aner WENIGER und nicht unbedingt das, was nachgefragt wird...
      8 16 Melden
    • Chrutondchabis 17.08.2017 14:37
      Highlight Bravo you, sie bringen es auf den Punkt. Es wird leider viel zu viel links und rechts geschaut statt in einen selber.
      16 5 Melden
    • R. Peter 18.08.2017 08:11
      Highlight An die Blitzer, wie oft kommt die Antwort: "Natürlich würde ich weiter arbeiten, aber wohl nicht mehr 100%"?
      7 0 Melden
  • 7immi 17.08.2017 12:45
    Highlight der begriff bge finde ich verwirrend. hier im artikel geht es um einen ersatz des arbeitslosengeldes. bei uns gings ums giesskannenprinzip. das sind zwei total verschiedene systeme. es ist also kein bedingungsloses grundeinkommen (man muss ja arbeitslos sein) sondern ein bedingungsloses arbeitslosengeld.
    31 80 Melden
    • Dan Ka 17.08.2017 12:58
      Highlight Das war die Eintrittsbedingung für das Experiment. Die Teilnehmenden sind dann aber gelöst von den Prozessen der Arbeitslosen und erhalten... ein Bedingungsloses Grundeinkommen. 😉
      53 6 Melden
    • Tepesch 17.08.2017 13:02
      Highlight Eigentlich wäre es bei uns ziemlich das selbe, anstatt AHV, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, etc. würde es nur noch das BGE geben. Ausegenommen davon wäre allenfals die IV.
      42 11 Melden
    • Chnobli2000 17.08.2017 13:04
      Highlight das ist so, ich frage mich ab den vielen blitzern... scheinbar siegt mal wieder die ideologie über den verstand.
      16 35 Melden
    • Beresina 17.08.2017 13:06
      Highlight stimmt so nicht! Die Idee in Finnland ist ein Bedingungsloses Grundeinkommen, die Probanden welche für den "Testbetrieb" ausgesucht wurden waren zum größten Teil Arbeitslose. Wie im Interview erwähnt; klappts mit ihnen, klappts mit allen!
      38 10 Melden
    • 7immi 17.08.2017 13:13
      Highlight @tepesch & dan Ka
      nein, in der schweiz häte jeder das geld bekommen, egal ob er arbeitet oder nicht. hier bekommt aber nur der arbeitslose. sobald er wieder arbeitet bekommt er nichts mehr (Q: watson beitrag vom 20.02.17). das ist definitiv nicht das gleiche.
      10 40 Melden
    • Jason84 17.08.2017 13:15
      Highlight Das stimmt nicht. Er ist ja nich arbeitslos. Er hat eine Firma gegründet, arbeitet an anderen Aufträgen und trotzdem bekommt er dieses Grundeinkommen.
      42 7 Melden
    • lilie 17.08.2017 13:25
      Highlight Es ist ein Experiment an Langzeitarbeitslosen. Sobald das BGE in Finnland eingeführt würde, erhalten es alle.
      46 4 Melden
    • Tepesch 17.08.2017 15:29
      Highlight @7immi
      Arbeitslose wurden einfach für den ersten Pilotversuch genommen. Am ende erhalten alle das BGE und gleichzeitig wird der grösste Teil der Sozialleistungen abgeschafft: https://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschaftspolitik/bedingungsloses-grundeinkommen-finnland-startet-pilotversuch-ld.17575
      10 2 Melden
  • Scaros_2 17.08.2017 12:44
    Highlight Also würde man die Gesetzer anpassen damit er trotz tätigkeiten keine streichung des Geldes befürchten müssten könnte er das gleich tun. So liest sich das.

    Das mit dem weniger arbeiten halte ich für Blödsinn denn gerade viele schweizer im Büro leben in solch einer Wohlfühlzone das sie obwohl sie 9h im Büro sind nicht mehr als 6h arbeiten. Den Rest verbringen wir auf Watson etc. Würde man also wirklich 9h arbeiten könnten wir gleichrum mehr leisten

    würden wir auf 6 reduzieren arbeiten wir vielleicht noch 4-5h
    13 71 Melden
    • Dan Ka 17.08.2017 13:10
      Highlight Er würde aber mehr Geld erhalten und die Administration wäre kolossal. (Alles Belegen, Lohn / Altersvorsorge anpassen etc). Zudem das Risiko von Schwarzarbeit. Im zweiten Punkt hat sich gezeigt (ein Test in Schweden, glaub) dass Leute bei 6h produktiver waren als bei 9h (fitter, motivierter) Ggf. haben Sie aber trotzdem Recht. Der Test war über ein paar Monate, über längere Zeit verschwindet der Effekt evtl. Anders betrachtet, wenn's weniger Arbeit gibt (Digitalisierung) dann wär's doch nett auch weniger lang, dafür mehr Personen zu beschäftigen, nicht?
      24 2 Melden
    • Habicht 17.08.2017 13:13
      Highlight Vielleicht wären wir auch einfach 6 Stunden produktiv... also ich arbeite lieber 6h voll durch und kann dafür nach Hause als 9h und gammle davon 3h Watson oder wo auch immer.
      44 1 Melden
    • exeswiss 17.08.2017 13:17
      Highlight @scaros_2 die schweiz besteht nicht bloss aus bürohengsten....
      23 2 Melden
    • Scaros_2 17.08.2017 14:44
      Highlight das ist richti exeswiss aber du hast den text nicht verstanden, ich rede von den Büroleuten die 9h anwesend sind aber durchdie wohlfühlzone nur 5-6h effektiv was tun
      0 6 Melden
    • NotWhatYouExpect 17.08.2017 14:48
      Highlight Leider hab ich die Studio nicht zur hand aber da ging es genau darum.

      Bei einer 35h Woche sind Kreative / Büro Berufe genau gleich Produktiv wie bei einer 42h Woche.


      Das ding ist halt einfach immer noch, dass wir uns nach einer Stunden Woche Orientieren die von der Industrie herrührt.
      9 1 Melden
    • Scaros_2 17.08.2017 17:54
      Highlight Nein wir orientieren uns nicht an einer Studenwoche sondern an einer 9to5 anwesenheits Kontrolle.

      Ich habe das Glück das ich sehr frei arbeiten kann. Ich kann auch wie heute um 14 uhr nach hause gehen. Mich 2-3h um private dinge kümmern und Sport machen und werde dann um 19 Uhr nochmals eine Telefonschaltung haben für 1.5h mit den USA welche ich dann wiederum als Arbeitszeit werte. Gleiches mit dem WE. Es kommt vor das ich Sonntags E-mails abarbeite weil ich die Zeit habe und unter der Woche auch mal weniger tue weil es passt. Aber, das kann nicht jeder (selbstkontrolle)
      1 0 Melden
  • Sensenmaa 17.08.2017 12:39
    Highlight Viele würden viel mehr arbeiten und viel mehr leisten weil sie das machen könnten was ihnen Spass macht. Seine Träume verwirklichen. Ich glaube kaum das jemand davon träum faul zu Hause auf de Couche zu liegen und sich den Mist vom Fernsehen rein zu ziehen.
    88 13 Melden
    • Scaros_2 17.08.2017 12:52
      Highlight Aber du kannst heute ja auch dein Traum verwirklichen. Was genau hält dich heute ab? Das Risiko? Die Angst? Die unwissenheit? Das hättest du auch mit einem BGE.

      Als ob man ohne zu arbeiten Geld in den Arsch bekommt und dann plötzlich feststellt. "hey, jetzt trau ich mir was zuu".

      Demzufolge hätten wir aber auch viel mehr menschen die Scheittern denn sorry, nicht jeder ist dafür geeignet und schlussendlich kann auch nicht jeder häuptling sein, es braucht immer indianer
      21 58 Melden
    • Genital Motors 17.08.2017 12:55
      Highlight dann würden aber sehr viel Stellen unterbesetzt sein... es gibt auch Jobs die nicht jeder machen will und trotzdem müssen sie gemacht werden...
      sonntags arbeiten. nachts arbeiten. schwer industrie. etc..
      17 21 Melden
    • LeCorbusier 17.08.2017 13:28
      Highlight Ich arbeite gerne Sonntags.
      22 2 Melden
    • Tsunami90 17.08.2017 13:44
      Highlight @dan müsste man jene jobs halt anstänig bezahlen
      27 3 Melden
    • Genital Motors 17.08.2017 14:00
      Highlight künstlich attraktiv machen...? entspricht sehr der Marktwirtschaft..
      4 19 Melden
    • Gantii 17.08.2017 17:00
      Highlight weil Marktwirtschaft auch sogut funktioniert @Genital Motors oder? achne der Staat muss ja zwingendermassen beim Marktversagen eingreifen aber hey - works as designed oder..
      7 3 Melden
    • Sir_Nik 17.08.2017 17:16
      Highlight Das hat doch nichts mit künstlich attraktiv machen zu tun...

      Wenn "unattaktive" Jobs dann plötzlich zu wenig Leute machen wollen müssen die Arbeitgeber ganz automatisch die Jobs attraktiver machen, um den Bedarf decken zu können. Das ist freie Marktwirtschaft in Reinkultur, nämlich geregelt durch Angebot und Nachfrage.
      14 2 Melden
    • Scaros_2 17.08.2017 17:51
      Highlight Wie wollen sie denn diesen Job attraktiver machen? Mehr Lohn zahlen? Gerade in den handwerklichen Berufen die man nicht einfach durch Technologie ersetzen kann ist der Preis ein porblem, denn der Kunde ist bekanntlich ja nicht bereit mehr zu zahlen.

      Wie also etwas attraktiver machen wo du als Kunde trotzdem nicht mehr zahlen willst.
      1 1 Melden
    • exeswiss 17.08.2017 18:35
      Highlight @Scaros_2 je mehr automatisiert wird desto mehr wert ist handarbeit... nicht?
      2 0 Melden
    • Genital Motors 17.08.2017 22:21
      Highlight Dannehmen uns dann die ausländer wi3der die jobs die wir nicht machen wollen ? ;-)
      1 0 Melden

Türkei-Kritiker verlieren auf Facebook tausende Follower – und niemand weiss wieso

Innerhalb weniger Wochen verlieren User, die Erdogan-kritische Beiträge auf Facebook posten, bis zu 5000 Follower und Freunde. Es werde automatisch und systematisch entliked. Sie sind überzeugt: Dahinter steckt Politik. 

Kerem Schamberger ist äusserst aktiv auf Facebook. Jeden Tag schreibt er über politische Vorgänge in der Türkei, über kurdische Aktivisten, die verhaftet worden sind, über verschwundene Journalisten, über Anti-Erdogan Demonstrationen. Er übersetzt türkische Zeitungsartikel ins Deutsche und stöbert Nachrichten über Rojava auf, ein de facto autonomes Gebiet in Syrien, in dem die Kurden einen freiheitlichen Staat errichten wollen.

Schamberger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für …

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