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Auch Batman kann sich täuschen: Der Black-Friday-Trend ist auch in die Schweiz übergeschwappt.  
Auch Batman kann sich täuschen: Der Black-Friday-Trend ist auch in die Schweiz übergeschwappt.  Bild: comments://560063948/1063323

Lieber Batman, wir wissen, wer schuld ist – 4 Fakten zum Black Friday in der Schweiz

Shoppen als ginge es ums nackte Überleben: So lässt sich der Black Friday ziemlich gut beschreiben. Doch woher kommt eigentlich der Name «Black Friday»? Und wer etablierte ihn in der Schweiz? 4 Fakten zur Rabattschlacht des Jahres. 
24.11.2017, 12:1524.11.2017, 18:31

Am Tag nach dem amerikanischen Erntedankfest «Thanksgiving», dann wenn die Bäuche voll gefüllt mit Truthahn sind, stürmen die Menschen die Türen zu den Warenhäusern ein. Denn, wie jedes Jahr am vierten Freitag im November, locken zahlreiche Warenhäuser mit riesigen Rabatten. Der «Black Friday» wird längst nicht mehr nur in den USA zelebriert.

Auch in der Schweiz werden heute Produkte verscherbelt, was das Zeug hält – das ist aber noch gar nicht lange so. Wann der Trend in die Schweiz überschwappte und wer genau der erste Detailhändler im Rennen um die Rabattschlacht war, ist in folgendem Listicle zu lesen: 

Die schwarze Masse vor dem Einkaufszentrum

Theorien, woher der Name «Black Friday» rührt, gibt es einige. Fakt ist: Erstmals aufgetaucht ist die Bezeichnung nach dem Börsencrash 1929. Eigentlich war der 24. Oktober 1929 und der damit verbundene folgenreichste Börsenkrach der Geschichte ein Donnerstag. Doch wegen der Zeitverschiebung brach in Europa bereits der Freitag an und so wurde aus dem «Black Thursday» der «Black Friday». 

Weil die Händler endlich aus dem Minus kommen und schwarze Zahlen schreiben, heisst der verrückteste Shoppingtag des Jahres «Black Friday», sagen die einen. 
Weil die Händler endlich aus dem Minus kommen und schwarze Zahlen schreiben, heisst der verrückteste Shoppingtag des Jahres «Black Friday», sagen die einen. Bild: EPA/EFE

1929 waren die Menschen aber alles andere als in Einkaufslaune. Darum gibt es auch andere etymologische Erklärung für die Bezeichnung. Weil die Menschenmassen, die in die Warenhäuser strömen, von weitem wie eine dunkle, schwarze Masse aussehen, wurde der verrückteste Shoppingtag des Jahres als Black Friday bezeichnet, sagen die einen.

Unsinn, sagen die anderen und erklären, es habe mit den Händler zu tun, die an diesem Tag vom Zählen der Geldscheine schwarze Hände kriegen. Wieder andere sprechen sich für die Theorie aus, wonach die Händler an eben jenem Freitag nach Thanksgiving endlich aus dem Minus herauskommen – und endlich schwarze Zahlen schreiben. 

Warum die Welt grad ein bisschen durchdreht? #Blackfriday

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Warum die Welt grad ein bisschen durchdreht? #Blackfriday
quelle: x01629 / nacho doce
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Der blutjunge Hype

In der Schweiz ist der Hype rund um den «Black Friday» ziemlich jung. Das zeigen allen voran die Google-Suchanfragen. Schweizerinnen und Schweizer begannen erst wirklich 2016 nach dem Begriff zu googeln. 

Suchanfragen für «Black Friday» bei Google im Zeitverlauf.
Suchanfragen für «Black Friday» bei Google im Zeitverlauf.bild: screenshot/google

Sie waren die Ersten

Wirklich etabliert hat sich die Rabattschlacht also erst vor einem Jahr. Einer der ersten Detailhändler, die den amerikanischen Trend auch in der Schweiz zelebrierte, war die Warenhauskette Manor. Diese gewährte bereits 2015 grosse Rabatte. Mit Erfolg: Manor berichtete von 50 Prozent mehr Besucher und einem dreifachen Umsatz, als an einem normalen Freitag. 

Ein Jahr später sprang auch Coop auf den rollenden Zug auf. Dieses Jahr ist auch der Grossverteiler Migros mit von der Partie, neben zahlreichen anderen Detailhändlern. 

So wild wie in den USA geht es hierzulande (zum Glück) doch noch nicht zu und her.  Video: YouTube/OnlineFails

Wirtschaftlicher Erfolg umstritten

Ob sich die riesigen Rabatte für die Detailhändler wirklich lohnen, ist umstritten. Obwohl der Black Friday erst seit drei Jahren gibt, geraten die Händler bereits jetzt in Zugzwang mitzumachen. Denn der Verdrängungskampf ist gross und kein Anbieter will eine Gelegenheit verpassen Umsatz zu machen. Denn dieser geht seit Jahren zurück.

Doch aus ökonomischer Sicht macht der Tag nicht viel Sinn, erklärt Thomas Lang, Gründer und Chef des E-Commerce-Beratungsunternehmen gegenüber der «Luzerner Zeitung»: «Von Umsatz alleine hat noch kein Händler gelebt – der Handel lebt von Marge. Bei vielen Promotionen legen die Händler drauf oder haben Zuschüsse von den Lieferanten erhalten.»

Bonus

Und wenn dir der Black Friday jetzt schon auf den Senkel geht, können wir dich beruhigen: Du bist nicht alleine! Auch die Briten halten nicht besonders viel davon ...

Black Friday, hier ein paar weitere Eindrücke dazu:

Video: watson
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11 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Amadeus
24.11.2017 13:04registriert September 2015
Ich werde heute richtig viel Geld sparen.

Weil ich alle Einkaufszentren und Läden meide. :D
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Tomtom64
24.11.2017 13:00registriert Januar 2014
Auf alle Fälle ist's deppert und pass überhaupt nicht in unser Weihnachstsgeschäft.
Warum nur müssen wir jeden Hype aus den USA kopieren? Wenn's so weitergeht bekommen wir sogar noch unseren eigenen Trump ....
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chnobli1896
24.11.2017 12:32registriert April 2017
Ich als Detailhändler würde (wenn überhaupt) z.B. eine Woche vorher Rabatte geben. Dann ist mir die volle Aufmerksamkeit sicher und ich muss mich am Black Friday nicht mit Anderen konkurrieren.
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