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KEYSTONE/watson-montage

Suchmaschine macht Millionen-Angebot für den Hambacher Forst



Stillstand im Hambacher Forst: Nachdem die Rodungen des Energieproduzenten RWE in dem deutschen Waldgebiet in der vergangenen Woche von einem Gericht gestoppt wurden, tritt nun ein neuer Akteur auf den Plan. 

Die Suchmaschine Ecosia, die sich dem Umweltschutz verschrieben hat, will dem Konzern das Waldstück zwischen Köln und Aachen abkaufen. 

RWE war in den vergangenen Wochen zunehmend in Kritik geraten, nachdem es bei den Protesten von Umweltschützern in dem Waldstück heftige Zusammenstösse mit der Polizei gegeben hatte. Während der Räumung des Hambacher Forsts verunglückte auch ein Journalist tödlich, der von einem von Umweltschützern besetzten Baumhaus gestürzt war. 

In dem auf Facebook veröffentlichten Brief erklärt der Ecosia-Geschäftsführer Christian Kroll, dass er hoffe, dass weitere Unternehmen sich einem Kaufangebot an RWE anschliessen werden. Das Millionen-Angebot versteht Kroll als «fairen Interessensausgleich zwischen RWE und der Bevölkerung».

Der Streit um den Hambacher Forst:

Der Energiekonzern RWE erwarb den Hambacher Forst in den 1970er Jahren, da unter dem Waldstück grosse Kohle-Mengen lagern. Nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten hatte die Polizei des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Wochen mit der Räumung der Baumhäuser begonnen, die Umweltaktivisten in den Wipfeln des Hambacher Forsts errichtet hatten. An den Gegenprotesten nahmen Zehntausende teil. Die verbliebenen Bäume des Hambacher Forsts sind teilweise mehrere hundert Jahre alt, die Rodung des Waldstücks ist in Deutschland umstritten. Nach einem Gerichtsbeschluss aufgrund eines noch laufenden Verfahrens zum Hambacher Forst in der vergangenen Woche wird erwartet, dass die Rodung der verbliebenen Bäume des Forsts frühestens 2020 fortgesetzt werden kann.

(pb)

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