Interview
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ein Soldat der türkischen Armee bewacht seinen Posten nordwestlich der Stadt Azaz. Bild: AP/AP

«Der Westen hätte durchaus die Mittel, Erdogans Offensive auf Afrin zu stoppen»

Russland und die USA hätten den Feldzug der Türkei gegen die Kurden überhaupt erst möglich gemacht, sagt der deutsche Politologe und Historiker Ismail Küpeli im Interview. Nun gehe es um das Überleben der kurdischen Selbstverwaltung in Nordsyrien.

11.03.18, 11:10 12.03.18, 02:07

Die Situation in Nordsyrien ist unübersichtlich. Bereits über einen Monat dauert die Offensive der Türkei auf die kurdische Enklave Afrin an. Wie ist die aktuelle Situation vor Ort?
Ismail Küpeli: Die Türken sagen, sie hätten über 2000 kurdische YPG-Kämpfer getötet, die YPG sagt, sie töte jeden Tag 30 bis 40 türkische Soldaten. Beide Darstellungen können so kaum stimmen. Wirklich neutrale Stimmen gibt es nicht. Aussenstehende Quellen sagen, dass die türkische Armee bereits viele Dörfer in Grenzgebieten erobert hat, jedoch beim Vormarsch in die grösseren Städte nicht vorwärts kommt. Mit Sicherheit sagen kann man: Es handelt sich kaum um einem schnellen militärischen Erfolg von Seiten der Türkei.

bild: zvg

Ismail Küpeli

Ismail Küpeli ist ein Politologe und Historiker in Deutschland. Er ist doziert an der Uni Bochum und ist spezialisiert auf die Konflikte im Nahen Osten und in der Türkei. Er ist Herausgeber der Buches «Kampf um Kobane», worin er die Situation im nordsyrischen Kurdengebiet Rojava, die politische Lage in der Türkei, den Bürgerkrieg in Syrien und den Aufstieg des «IS» kritisch analysiert.​

Die türkische Armee marschiert in ein anderes Land ein und nimmt in Kauf, dass Zivilisten sterben. Warum ist der Türkei die Offensive in Nordsyrien so wichtig?
Die syrischen Kurden sind eng mit der türkischen PKK, der Arbeiterpartei Kurdistans, verbandelt. Das ist eine Tatsache, die man nicht wegreden kann. Sie haben gemeinsame Wurzeln und es gibt gemeinsame ideologische Bezüge. Für die Türkei ist die PKK der Feind Nummer eins. Insofern ist es für sie nicht akzeptabel, dass in Nordsyrien ein Gebiet entsteht, das von solchen Kräften kontrolliert wird. In Rojava, so heisst das kurdische Projekt, sehen die Türken eine Gefahr für die eigene Machterhaltung.

Rojava gibt es jedoch nicht erst seit gestern. Warum hat die Türkei die Kurden in Nordsyrien bisher geduldet?
Die Pläne für eine Offensive in Nordsyrien sind nicht neu. Die Türkei hegt seit mehreren Jahren den Plan, die Gebiete in Rojava zu besetzen und eine Pufferzone einzurichten. Doch bisher war es so, dass die Türkei deshalb nicht in Nordsyrien einmarschiert ist, weil die USA darauf gepocht haben, dass sie die kurdischen Kämpfer für den Anti-«IS»-Kampf brauchen. Jetzt scheint dieses Veto weggefallen zu sein.

«Mit der türkischen Offensive in Afrin wird nun befürchtet, dass der ‹IS› zurückkommen könnte».

Weil der «IS» besiegt ist?
Vollständig besiegt ist der «IS» noch nicht. Und mit der türkischen Offensive in Afrin wird nun sogar befürchtet, dass der «IS» zurückkommen könnte. Denn mit der Verlagerung der kurdischen Kämpfer, die derzeit mit der Verteidigung von Afrin beschäftigt sind, schwächen die Türken den Anti-«IS»-Kampf, der kurz vor dem Abschluss stand.

Warum also interveniert die USA nicht?
Weil sie es sich mit der Türkei nicht verscherzen will. Die Kooperation zwischen der YPG und den USA ist rein militärisch und basiert allein auf dem Anti-«IS»-Kampf.

Die USA unterstützen die politischen Vorhaben der Kurden nicht?
Nein, es gibt keine politische Kooperation. Klar, der Gedanke ist naheliegend, dass die USA eine Region unterstützt, die nach den Prinzipien der Demokratie, Menschenrechte und Frauenemanzipation aufgebaut ist. In Rojava ist dies jedoch nicht der Fall. Es geht nur um den Anti-«IS»-Kampf. Die US-Stellen betonen auch immer wieder, dass sie sich nicht in die Angelegenheit mit Afrin einmischen wollen, da es dort nicht um einen Kampf gegen den «IS» geht. Doch in Wahrheit würde es die Offensive in Afrin nicht geben, wenn es die beiden Grossmächte USA und Russland nicht zulassen würden.

Krieg gegen Afrin – Ismail Küpeli in der Sendung «#SRFglobal»

Inwiefern lässt Russland die Offensive zu?
Bis noch vor einem Monat waren in Afrin russische Truppen stationiert, welche die Türkei an einer Offensive zu hindern sollten. Einen Tag bevor die Türkei in Nordsyrien eindrang, wurden diese Truppen abgezogen. Das war das Startsignal für Erdogan. Auch könnte Russland den Luftraum für die türkischen Kampfflugzeuge schliessen, wenn es wollte. Inoffiziell hat Russland also grünes Licht für die türkischen Bombardements gegeben. Würden sie dies nicht wollen, wäre alles von heute auf morgen vorbei.

«Russland will die syrischen Kurden so weit unter Druck setzen, bis sie sich dem Assad-Regime unterordnen.»

Warum also toleriert Russland die türkische Offensive?
Weil es die syrischen Kurden so weit unter Druck zu setzen will, bis sie sich dem Assad-Regime unterordnen.

Was nun mit der Kooperation zwischen YPG-Kämpfern und syrischen Milizen ein Stück weit passiert ist.
Ja, das führte tatsächlich zu einem Näherkommen zwischen den Kurden und dem Assad-Regime.

Wie ist Ihre Einschätzung zu dieser Kooperation? Die Kurden kämpfen nun Seite an Seite mit jenen Kräften, die im Südosten des Landes seit Wochen die Bevölkerung in Ost-Ghouta terrorisieren.
Natürlich kostet die Kurden eine Kooperation mit dem Regime Sympathiepunkte. Auch wenn bisher noch immer syrische Milizen in Afrin kämpfen und nicht Truppen der syrischen Armee. Trotzdem ist diese Zusammenarbeit moralisch fragwürdig und politisch sehr heikel. Es birgt die Gefahr, dass das Assad-Regime weiter an Legitimität und an Ansehen gewinnt. Das ist nicht gut, denn es bombardiert Zivilisten und ist für Hunderttausende Tote verantwortlich.

«Natürlich wäre eine Unterordnung unter Assad politisch fatal.»

Warum also setzen die Kurden auf die Hilfe dieser syrischen Milizen?
Wenn man schaut, auf wen Afrin noch zählen kann, sind die Optionen relativ mager. Der Westen hält sich raus, Russland hat die Offensive möglich gemacht. Es gibt keine andere Kraft, auf welche die Kurden setzen können, um kurzfristig überhaupt überleben zu können. Natürlich wäre eine Unterordnung unter Assad politisch fatal. Es würde bedeuten, dass alles, was erreicht wurde an politischen Erfolgen, die Basisdemokratie, der Pluralismus, die Frauenemanzipation, unter Assad gefährdet wäre. Insofern bin ich absolut gegen diese Kooperation, aber ich sehe nicht sehr viele andere Wege.

Was ist mit der internationalen Gemeinschaft?
Leider sieht es wie so oft danach aus, dass wenn der Westen zwischen einem diktatorischen Regime im Nahen Osten und den Kurden entscheiden muss, sich gegen die Kurden entscheidet. Aus kurdischer Sicht ist das eine Wiederholung dessen, was im Irak passiert ist mit Saddam Hussein. (Anm. d. Red.: Der Westen hat Saddam Hussein lange stillschweigend geduldet, nachdem sich dieser an die Macht geputscht hatte.) Dies, obwohl eigentlich klar sein müsste, wer die treibende Kraft im Anti-«IS» Kampf war, wer dafür verantwortlich ist, dass in Raqqa nicht mehr täglich Leute hingerichtet und gefoltert werden. Aber all das scheint jetzt für die internationale Gemeinschaft keine Rolle mehr zu spielen. Schliesslich ist die Türkei nach wie vor ein zentraler Partner des Westens.

Waffenlieferungen in die Türkei

Auch die Schweiz liefert Waffen in die Türkei. Gemäss Exportstatistik von vergangenem Jahr brachte die Schweiz Kriegsmaterial im Wert von 640'000 Franken in die Türkei. Ob die türkische Offensive in Afrin nicht gegen Völkerrecht verstosse und damit auch die Waffenlieferung an die Türkei zu sistieren sei, wollte kürzlich der BDP-Nationalrat Bernhard Guhl (AG) vom Bundesrat wissen. Dieser antwortete, dass die Schweiz den Krieg gegen Afrin als einen internen bewaffneten Konflikt bewertet – obwohl dieser jenseits der türkischen Grenzen stattfindet. Dies sei zwar Grund genug, um die Ausfuhr von Kriegsmaterial abzulehnen, jedoch bestehe eine Ausnahme beim Export von Ersatzteilen für bereits geliefertes Kriegsmaterial. Die Kriegsmaterialexporte 2017 in die Türkei betreffen ebensolche Ersatzteile für bereits gelieferte Flugabwehrsystemen und Einzelwaffen für türkische Diplomaten, schrieb der Bundesrat. 

Aber gerade bei dem «IS»-Angriff auf Kobane haben sich viele mit den Kurden solidarisiert. Warum jetzt nicht mehr?
Weil die kurdischen Kräfte so erfolgreich waren und den «IS» besiegt haben. Damit war diese grosse Gefahr gebannt. Damals haben sich alle Medien mit dem «IS» beschäftigt, es gab eine grosse Angst, dass er weiteres Gebiet unter seine Kontrolle bringt. Jetzt ist das Machtzentrum des «IS» auf ein Restgebiet an der syrisch-irakischen Grenze zusammengeschrumpft, alle wichtigen Städte sind befreit. Sowohl für die westliche Öffentlichkeit aber auch für die USA besteht keinen Grund mehr, weiter auf die kurdischen Kräfte zu setzen. Man braucht sie schlicht nicht mehr.

Hat Erdogan einen Plan definiert, sollte seine Offensive in Nordsyrien erfolgreich sein?
Östlich von Afrin gibt es bereits ein Gebiet, das von der türkischen und von der Freien Syrischen Armee kontrolliert wird. Dort wird eine politische Verwaltung aufgebaut, die regieren soll. Für Afrin gibt es offizielle Pläne, dass man die syrischen Geflüchteten in der Türkei dorthin umsiedeln will. Das sind bis zu 400'000 Menschen. Die Frage ist aber, was dann mit der Bevölkerung passiert, die jetzt in Afrin lebt? Das sind rund 300'000 zumeist kurdische Personen plus nochmals etwa gleich viele Geflüchtete aus Syrien. Sollen die vertrieben werden? Das käme einem Austausch von Flüchtlingen gleich.

«Man müsste es irgendwie schaffen, dass der Westen den Frieden in der Region als gewinnbringend sieht.»

Gibt es für die Kurden überhaupt noch eine Perspektive?
Nur wenn die Offensive auf Afrin stoppt. Der Westen hätte durchaus die Mittel, um Erdogan zu diesem Punkt zu bringen. Danach bräuchte es einen neuen Friedensprozess in der Türkei. Denn ohne einer Lösung der Kurdenfrage in der Türkei, wird es auch in Rojava keinen Frieden geben.

Wie wahrscheinlich ist eine solche Lösung?
Man müsste es irgendwie schaffen, dass der Westen den Frieden in der Region als gewinnbringend sieht. Ich glaube, es wäre für Europa durchaus wünschenswert, würde im Nahen Osten ein Gebilde entstehen, an das man sich halten kann, wo jene Werte am Leben gehalten werden, die uns hier so wichtig sind.

Sieben Jahre Bürgerkrieg in Syrien: Das sind die Kinder von Aleppo

Video: srf/SDA SRF

Der Syrienkrieg und die Flüchtlingsströme

Das könnte dich auch interessieren:

Der Bikini-Trend, auf den wirklich niemand gewartet hat: Nude

Stell dir vor, es ist Masseneinbürgerung und keiner geht hin (ausser ein paar Italiener)

«Ich dachte, ich verblute»: Zürcherin muss 144-Notruf wählen, obwohl sie im Spital liegt

Französin wählt wegen Schmerzen den Notruf und wird ausgelacht – wenig später ist sie tot

«Ihr Zürcho sind huorä Laggaffä! Wixxo! Losers!»

Fact oder Fake? Experte hält Rätsel um MH370-Verschwinden für gelöst

11 Gründe, weshalb du den Sommer in der Schweiz verbringen solltest

präsentiert von

Entsteht in Italien das Modell eines modernen Faschismus?

Züri-Hools gingen nach Basel zum Prügeln – das hätten sie besser sein lassen

Diese 9 Influencer-Fails beweisen, wie «real» Instagram ist – nämlich gar nicht

Die Rebellion der ungefickten Männer kommt aus dem Internet! Ein Experte erklärt «Incel»

Dieses Rätsel wurde für Superhirne mit IQ 131 oder mehr entworfen? Schaffst dus trotzdem?

Dieser kleine Trick hat mich von meiner Handy-Sucht befreit

21 Markenlogos, in denen sich geheime Botschaften verstecken

Der grosse Lohn-Check: So viel verdient die Schweizer Bevölkerung

Trump gräbt Nordkorea eine Atom-Grube und fällt nun selbst hinein

41 herrlich ironische Beispiele, wie uns das Leben ab und an ein Schnippchen schlägt

Diese 15 Orte darfst du nicht besuchen. Und das ist besser so für dich

«Tote Mädchen lügen nicht» kommt wieder – wie gefährlich ist die Serie wirklich?

Wie viele Menschen erträgt die Erde?

«Liebe Frau Seiler Graf, Ihre SP ist jetzt die neue SVP ...»

Ein schamloser Kuhhandel: Der AHV-Steuer-Deal ist eine schlaue und heikle Idee

Ach Tagi, was ist aus dir geworden? (K)eine Liebeserklärung zum Jubiläum

Oben ohne auf der Rückbank – 8 Taxifahrer erzählen ihre absurdesten Erlebnisse

Kritik am Transmenschen-Gesetzesentwurf: «Der Bundesrat signalisiert: Ihr existiert nicht»

Da kocht das Blut, da blüht die Rose in der Hose ... Unsere Basler Bachelorette mal wieder

«Die Angriffe sind real» – Experten warnen vor «unrettbar kaputter» E-Mail-Verschlüsselung

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
75
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
75Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wilhelm Dingo 12.03.2018 06:03
    Highlight Warum sind sind die Kurden eigentlich die Hauptfeinde der Erdoganregierung? Warum hassen teile der türkischen WahlerInnen die Kurden?
    22 1 Melden
    • Simonetta 12.03.2018 10:12
      Highlight Weil es in den Mitte Achziger bis Ende Neunziger in der Türkei einen wüsten Bürgerkrieg gab zwischen den Kurden und den Türken.
      Seither wütet dort die kurdische, terroristische PKK mit Entführungen, Attentaten und Bombenanschlägen, sowohl gegen Zivilpersonen als auch gegen Behördenmitglieder. Für die Türkei ist es von enormer strategischer Bedeutung, die an ihr Land angrenzenden syrischen Territorien nicht zu einem Rückzugsgebiet der PKK werden zu lassen.
      5 14 Melden
    • rodolofo 12.03.2018 13:43
      Highlight Ich erkläre mir das als Folge eines archaischen Stammesverhaltens, das wir auch bei uns nie ganz wegbringen werden, weil es ein Teil der menschlichen Natur ist.
      Man misstraut erst einmal grundsätzlich allem, was man nicht gut kennt, weil man seine eigene Schlitzohrigkeit SEHR GUT kennt... ;)
      Merkst Du, worauf ich hinaus will?
      Und dann kommen die harmlos erscheinenden Witze: Über die Aargauer, die Österreicher und selbstverständlich auch über die dummen und faulen Kurden.
      Ich kenne einen Türkischen Aleviten, der ist gegen Erdogan, macht sich aber nichtsdestotrotz über Kurden lustig...
      6 3 Melden
    • sgrandis 12.03.2018 15:28
      Highlight ich bin mir nicht ganz sicher... aber die Geschichte geht glaub so: die Türkischen Nationalisten war sehr sehr lange im Bürgerkrieg mit den Kurden. Erdogan, der nicht nationalist, aber eher sowas wie eine muslimische CVP war, hat den Kurden Frieden versprochen (Kurden sind ja auch muslime). Aber bei einer Wahl, hat dann ein Bündnis aus linken Kurden und Linken Türken (nicht die traditionellen Sozialdemokraten, andere.. ) Erdogan die absolute Mehrheit gekostet. Also hat er entschieden, der Friedensprozess zu beenden, und den Leader dieser Partei als "Terroristen" verhaften lassen
      11 0 Melden
    • Simonetta 12.03.2018 19:21
      Highlight @sgrandis
      Du schilderst die jüngste Geschichte der Türkei, die direkte Folge ist, des Bürgerkrieges mit der PPK, der übrigens nie wirklich beendet wurde. Die PKK ist nach wie vor aktiv mit Bombenattentaten, Anschlägen, Ermordungen und Entführungen.
      Die PKK waren und sind eine typische linksextreme Terrorguerilla.
      2 8 Melden
    • pablo' 12.03.2018 21:04
      Highlight Weiter zurück geschahen einige Genozide, die noch immer in schlechter Erinnerung von ehemaligen Opfern sind, denn während dem zweiten Weltkrieg, wurden die Armenier verfolgt. Man kann nicht gleich alles ungeschehen lassen, denn traumatisierten von damals leben heute noch, auch die über 80-Jährigen.
      4 0 Melden
    • rodolofo 13.03.2018 07:01
      Highlight @ pablo'
      Nicht nur das!
      Ich beobachte auch, dass Volksgruppen mit ihren Kulturen, denen im Laufe der Geschichte unvorstellbares Leid angetan wurde durch andere Volksgruppen und deren Kulturen, sich später in eine sehr militante Richtung entwickeln!
      Nimm beispielsweise die Russen, welche von Mittel- und Zentraleuropäischen Mächten zwei mal aufs grausamste angegriffen wurden!
      Heute verhalten sie sich äusserst aggressiv und argwöhnisch gegenüber diesem Mittel- und Zentral-Europa...
      Gewalt führt zu Gegengewalt, nach dem Natur-Gesetz von Aktion und Reaktion.
      Das wird immer so weitergehen...
      0 0 Melden
  • pablo' 12.03.2018 00:21
    Highlight Im recherchieren im Wikipedia u.andern Quellen,ist den Kurden,auch an den Armenier u.Azerbaijan unrecht geschehen.Die Osmanischen Kriegen sind unzählbar von Genoziden,mit Beihilfen-einzuhelfen der Deutschen,während dem zweiten Weltkrieg.Jetzt 2017/18ist es nicht anders,nur dass Russen u.andern Staaten sich der Genoziden schuldig machen.Selbst Syrisch Orthodoxen werden von den Genoziden der IS u.syrischen Armee nicht verschont.Was mich stutzig macht,dass ausgerechnet die Vereinten-Nationen,die Uno,und die Menschenrechts- Konfektion,sich empören,aber nie und nicht daran zu verhindern wagen
    7 10 Melden
    • rodolofo 12.03.2018 13:53
      Highlight "Menschenrechts- Konfektion"
      Da hat die Autokorrektur wieder mal für Situations-Komik gesorgt.
      Oder war das Dein Unterbewusstsein?
      3 2 Melden
    • pablo' 12.03.2018 20:34
      Highlight Wenn hienieden wieder sich jemand empört, doch nicht eingreift, hinterlässt es ein belächelndes Mitleid, über die grossen Worte des economic Forums. Da nimmt man sich verstaubte Unterlagen wieder hervor, aus ungelösten Problemen, und Sorgen wann es endlich ein Ende hat. Die westlichen Europäer machen sich bei den Türken über sich selbst lustig, da depressives und defensive Haltung nichts ändert. Um etwas zu erreichen, wäre eine humanitäres Vorgehen beistimmt wirksamer, dafür muss man intensiver überzeugen, statt wie eine Kirchenmaus im Loch zu verstecken!
      1 0 Melden
    • pablo' 12.03.2018 20:50
      Highlight Auweia, sowas kann nur mir passieren, sowas Konfektionen, doch scheinst sollten Flüchtende doch einmal wieder gute Kleider tragen, auch wenn es Sekundärkleider sind, da ihren Lappen den Körper nicht mehr schützen, und dann noch zerfressen sind von den Viechern.
      1 0 Melden
  • willi22 11.03.2018 22:26
    Highlight Könnte es sein, dass der Syrienkrieg eventuell im zusammenhang mit dem grössten Gasfeld der Welt (South-Pars, ca doppelt so gross wie alle Russischen zusammen, liegend im Iran und Katar) zu tun hat? Gibt es Informationen dazu?
    16 1 Melden
    • Statler 12.03.2018 12:17
      Highlight Hmm - normalerweise wäre ich ja geneigt, solche Ressourcen als Kriegsgrund in Erwägung zu ziehen. Aber das Gasfeld ist doch etwas sehr weit von Syrien weg, oder?
      Oder geht's mal wieder um die Transportwege?
      2 0 Melden
    • AdiB 12.03.2018 12:34
      Highlight ja gibt es. putins plan von der neuen pipeline, die über die türkei, wo es eine abzweigung gibt nach russland und balkan geht.
      der erste teil wurde schon besiegelt. http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-05/gazprom-pipeline-turkstream-schwarzes-meer-baubeginn
      4 0 Melden
    • sgrandis 12.03.2018 15:33
      Highlight habe die Quelle nicht, aber sowohl Iran (mit der Unterstückung des schiitischen Iraks) und Saudiarabien/Jordanien (Sunniten), wollten Pipelines durch Syrien ans Mittelmeer bauen. Wäre kacke für Russen, weil die Südeuropäer dann gas/öl über Syrien bekämen, und wäre kacke für Amis (die Kontrollieren mit ihrer Flotte in persischen Golf die Strasse von Hormuz, wo viel Gas/Öl durchmuss). A apropos, die Türken kontrollieren das Wasser in Euphrat und Tigris, zu gutem Teil durch Kurdische gebiete... yap: geopolitisch sehr vertrackt...
      6 0 Melden
    • Statler 12.03.2018 17:23
      Highlight Aha... erklärt mal wieder so ziemlich alles.
      Dass der böse Assad nicht wirklich der Grund für das Puff sein kann, hatte ich schon länger vermutet, war aber zu faul nachzuforschen.

      Es ist zum Heulen...
      3 3 Melden
    • Snowy 12.03.2018 19:57
      Highlight Wenn Grossmächte in den Krieg ziehen, war ein "böser Diktator" noch nie der Grund, sondern immer wirtschaftliche und geopolitische Interessen.

      Gilt für alle Beteiligten: USA, Russland, Iran, Saudis

      Unglaublich, dass noch immer viele Leute ernsthaft glauben irgendjemand führe Krieg für Menschenrechte etc.
      4 0 Melden
  • Dirk Leinher 11.03.2018 21:48
    Highlight Der Fehler der Kurden war, sich auf die USA zu verlassen. Hätten die Kurden sich hingegen für den Erhalt des syrischen Staatsgebietes eingesetzt, anstelle den Lockrufen der USA zu folgen, würden Sie sich heute in einer weitaus besseren Position befinden.
    15 13 Melden
    • Simonetta 12.03.2018 10:13
      Highlight Die Kurden träumen von ihrem eigenen Reich.
      Immer noch.
      3 6 Melden
    • AdiB 12.03.2018 12:38
      Highlight interessant, genau dass hörte ich letztens auch von ein par syrisch kurdischen freunden. sie seien naiv gewesen zu denken das die westlichen mächte es bei ihnen anders machen werden und wirklich helfen. den die türkei als nato-staat representiert irgendwie diese mächte die hilfe versprachen.
      die kurden sind in einer scheiss situation jetzt. es gibt scheinbar vermehrt mehr stimmen die es wider so haben wollen wie vor dem krieg.
      6 0 Melden
    • Dirk Leinher 12.03.2018 21:34
      Highlight Die Kurden lebten wie andere Bevölkerunsgruppen in Syrien auch, recht gut unter Assad, einfach ohne viel politisch Einfluss nehmen zu können. Naiv waren sie wirklich, denn nun scheint es bereits zu spät sich wieder der syrischen Regierung annähern zu wollen.
      2 2 Melden
    • rodolofo 13.03.2018 07:46
      Highlight @ Dirk Leinherr
      Und Du machst Assad und Putin stärker, als sie sind.
      Assad regiert heute eine komplett zerstörte Ruinen-Landschaft.
      Und Putin hat eine solche Angst vor dem wachsenden Unmut vor allem in der jungen Russischen Bevölkerung, welche unter seinen kostspieligen Kriegsabenteuern immer mehr zu leiden hat, dass er sogar den Chancenlosen Nawalnyi von den abgekarteten Schein-Präsidentenwahlen ausschliesst!
      Sowohl Assad, als auch Putin glauben, dass sie mit äusserster Brutalität ihre Machtpositionen sichern und ausbauen können.
      Doch unter ihren rostigen Thronen gärt es gewaltig!
      1 0 Melden
  • thegreif 11.03.2018 21:44
    Highlight Der Mann am Bosporus träumt wohl von einem Osmanischen Grossreich Anno 1900. Wäre der Westen konsequent müsste die Türkei aus der NATO ausgeschlossen werden.
    43 6 Melden
    • Midnight 12.03.2018 06:56
      Highlight Dann müsste konsequenterweise aber auch die USA ausgeschlossen werden...
      17 2 Melden
    • AdiB 12.03.2018 12:42
      Highlight türkei aus der nato werfen. den militärisch 2 mächtigsten nato partner einfach so putin geben und damit die kontrolle über den südöstlichen teil europas verlieren. die türkei ist strategisch zu wichtig.
      7 1 Melden
    • rodolofo 13.03.2018 07:50
      Highlight @ AdiB
      Das finde ich auch.
      Ausserdem dürfen wir nicht vergessen, dass Erdogan bei der Abstimmung über sein neues Präsidialsystem selbst mit einer eingeschüchterten und weitgehend gleichgeschalteten Presse, sowie mit sehr vielen Tricksereien nur eine knappe Mehrheit der Türkischen Bevölkerung von seinem Kurs überzeugen konnte!
      Die Türkei wackelt zwar bedenklich, ist aber für Europa noch lange nicht verloren.
      1 0 Melden
  • Wald Gänger 11.03.2018 20:49
    Highlight "Klar, der Gedanke ist naheliegend, dass die USA eine Region unterstützt, die nach den Prinzipien der Demokratie, Menschenrechte und Frauenemanzipation aufgebaut ist."
    Anhand welcher Anhaltspunkte aus den letzten ca. 60 Jahren soll dieser Gedanke naheliegend sein?
    33 2 Melden
    • Midnight 12.03.2018 06:58
      Highlight Also zumindest in den Punkten "Demokratie" und "Menschenrechte" ist die USA ja nicht gerade ein Vorzeigebeispiel...
      9 0 Melden
    • Wald Gänger 12.03.2018 08:57
      Highlight Zum einen das und zum anderen stellt sich die Frage, wann sie das letzte Mal eine Region unterstützt hätten, in denen Wert auf all diese glorreichen Rechte gelegt würde.
      11 0 Melden
  • Simonetta 11.03.2018 18:45
    Highlight Die Türkei ist Nato-Partner und wichtiger Stützpunkt für die USA (z. B. Luftwaffenstützpunkt Incirlikür) beiEinsätzen im Irak und in Afghanistan. Die Türkei als Allierten zu verlieren, will die USA nicht riskieren.
    Europa tut nie etwas gegen die Interessen der USA.
    Und allen ist nun klar, dass um so eher Ruhe einkehrt je eher die Assad-Rebellen kapitulieren. Deshalb lässt man die Türkei gewähren im Kampf gegen die Kurden unter den Assad-Rebellen.
    23 3 Melden
    • Domino 11.03.2018 20:15
      Highlight Incirlik hat stark an Bedeutung verloren. Die Bundeswehr hat ihre 1200 Soldaten und Flugzeuge abgezogen und auch die USA hat alle ihre Atomwaffen aus der Türkei verschoben im 2017. unter anderem wegen dem Putsch und da die Base wochenlang ohne Strom war.
      27 0 Melden
    • Domino 11.03.2018 21:24
      Highlight Die Bedeutung von Incirlik hast du gut erkannt. Es ist ein Gradmesser wie die Beziehung von der Türkei zum Rest der NATO ist. Zieht sich die NATO ganz aus der Türkei zurück wirds wohl bald „chlöpfe“
      17 0 Melden
  • pablo' 11.03.2018 17:04
    Highlight Den Verstand zu verstehen dass es so nicht weiter gehen darf, haben die wenigsten begriffen, denn es handelt sich hier nicht nur um Gebiete, sondern um Menschenwürde, mit leben und leben lassen, warum denn mit Krieg, wenn es anders auch ginge? Wenn wir an Terrorismus denken, dann meistens an die Araber, doch niemand erinnert sich, dass dies von der >Rote-Arme-Fraktion< als Musterbeispiel voran ging.
    Selbst bei den christlichen Kreuzzügen wurde da nicht so pimpelig vorgegangen, wenn es um Gebietsverlust ging, um es wieder zu erobern. Was man damals mit Hüttenabrennen machte, so tun es wir heute nicht besser!
    11 6 Melden
  • Julian Roechelt 11.03.2018 15:16
    Highlight "Das ist nicht gut, denn es bombardiert Zivilisten und ist für Hunderttausende Tote verantwortlich. "

    Soso, die sind die einzigen, die das tun, alle anderen kämpfen nur mit Zuckerwatte.

    "Es würde bedeuten, dass alles, was erreicht wurde an politischen Erfolgen, die Basisdemokratie, der Pluralismus, die Frauenemanzipation, unter Assad gefährdet wäre."

    Ach ja, das hat es dort alles gegeben?

    Das Problem der Kurden scheint eher zu sein, dass sie völlig illoyale, käufliche Bündnispartner sind und deswegen auch selber immer wieder fallen gelassen werden, wenn sie nicht weiter nützlich sind.
    28 52 Melden
    • JoeyOnewood 12.03.2018 07:55
      Highlight Kannst du deine wilden Behauptungen auch noch irgendwie faktisch untermahlen? Und willst du den Kirden vorwärfen, sie hätten es nicht geschafft, in einem Kriegsgebiet eine Demokratie nach westlichem Vorbild zu erschaffen? echt jetzt??
      9 4 Melden
  • fuegy 11.03.2018 14:57
    Highlight Soll der "Westen" nun wieder in einen Konflikt im nahen Osten eingreifen, welcher Jahre dauern kann, um danach als Drohnenmörder, Weltpolizei und der gleichen beschimpft zu werden?
    In solchen Situationen habe ich das Gefühl, egal was der "Westen" macht, ob einmischen oder nicht, der "Westen" kann nicht gewinnen, ob politisch, moralisch usw. Warum also einen Krieg führen, welchen man nicht in dem Sinne gewinnen kann?
    24 23 Melden
    • redeye70 11.03.2018 15:48
      Highlight Im Nahen Osten ist sowieso immer der Westen schuld an allem. So kann man immer schön von den eigenen Verfehlungen ablenken und das Volk glaubt den Blödsinn auch noch.
      37 15 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 11.03.2018 16:12
      Highlight Ähm er mischt sich bereits seit Beginn ein...
      33 8 Melden
    • fuegy 11.03.2018 20:23
      Highlight Welchen Beginn genau? Da gibt es doch schon einige.
      Heisst das nun der "Westen" soll sich immer weiter und immer wieder einmisch, obwohl diese Einmischung bis jetzt nicht viel positives mit sich gebracht hat? Wie tief soll eingemischt werden? Wo hält man sich besser zurück? Führt das Einmischen zu weiteren Problemen oder werden die bereits bestehenden Probleme dadurch gelöst? Oder gar verschärft? Was ist das " Richtige" in dieser Situation?
      9 4 Melden
    • Roman h 11.03.2018 21:22
      Highlight Soll sich der Westen einmischen?
      Das ist die Frage
      Was hat das einmischen des Westens bis jetzt gebracht?
      Früher waren die nordafrikanischen Länder stabil und sicher, jetzt ist dort die Hölle los.
      Alleine IS ist durch unser einmischen entstanden, ich denke es ist besser der Westen hört auf die Welt zu verbessern.
      Bis jetzt hat der Westen die Welt noch nicht besser gemacht.
      Es ist hart aber besser wäre es wir kümmern uns um unsere Sachen und lassen die andern mal in Ruhe.
      16 3 Melden
    • Smeyers 11.03.2018 21:33
      Highlight Warum soll sich der Westen einmischen, wen die ganze arabische Liga nicht für die eigenen Leute einsetzt? Se das in Syrien, Libanon oder Jemen. Warum soll das Europa bzw. der Westen richten?
      13 3 Melden
    • IchSageNichts 11.03.2018 22:25
      Highlight Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende! Der Westen soll die endlich in Ruhe lassen. So hart es tönt aber dann soll die Türkei, Iran Israel Russland sich die Finger verbrennen. Da werden wieder Terroristen gezüchtet die in 20 oder 30 Jahren wieder mit Krieg bekämpft werden müssen...
      9 3 Melden
    • Anam.Cara 11.03.2018 23:44
      Highlight Ja, der Westen soll sich mal raus halten und die Volksgruppen der arabischen Welt ihre eigene Ordnung finden lassen.
      Aber der Westen hat sich nun mal eingemischt. Und normalerweise hauen die fremden Truppen ab, bevor die Lage stabil ist.
      In Fall der Kurden lässt man den Bündnispartner fallen, weil's politisch gerade opportun ist (oder warum auch immer). Für mich riecht das nach Verrat.
      Also: wenn sich der Westen bzw. die Supermächte schon einmischen, sollen sie doch für ein mal den Job zu Ende bringen.
      Ein Kurdenstaat würde der Region vermutlich wesentlich mehr Stabilität bringen.
      13 1 Melden
    • rodolofo 13.03.2018 08:02
      Highlight Einmischungen wird es in einem Globalen System immer geben!
      Ob wir wollen, oder nicht, mischt sich das Russland-Hoch ungefragt in unser Lokal-Wetter ein, so wie der Sahara-Wind, oder das Sturmtief über der Biskaya.
      Es hilft nichts, sich an irgendwelche Allheil-Mittel zu klammern, wie Einmischung, oder Nicht Einmischung!
      Wenn wir aus dieser Region Öl und Gas beziehen und im Gegenzug bei uns produzierte Hightech-Waffen in diese Region liefern (laut "10 vor 10" von gestern 10% mehr, als im Vorjahr), dann sind wir einfach ein Teil dieses "Pulverfasses Naher Osten" und müssen reagieren!
      2 0 Melden
  • Radiochopf 11.03.2018 14:47
    Highlight Als der Westen und die USA der YPG Waffen gaben, war klar das dies früher der später einen neuen Konflikt mit der Türkei geben wird.. oder hat damals wirklich jemand daran gedacht das die freiwillig die Waffen zurück geben wenn der Krieg vorbei ist? In Syrien gibt es zuviele Parteien und Interessen was alles so kompliziert macht... ich würde mir mal so ein Interview über Jemen lesen, da wäre das ganze einfacher jedoch noch schlimmer als Syrien.. wieso wird Jemen immer wieder ignoriert?!
    39 7 Melden
  • Sebastian Wendelspiess 11.03.2018 14:09
    Highlight Gemäss einem Leak, war der Plan der USA die Türkei in eine Offensive in Syrien zu provozieren.
    19 10 Melden
    • rodolofo 13.03.2018 08:03
      Highlight Hast Du einen Link zu diesem Leak?
      1 0 Melden
  • pablo' 11.03.2018 14:03
    Highlight >Wir waschen die Hände in Unschuld,< so der Spruch der Amerikaner und Europäer, die Waffen in die Kriegsgebiete verschieben, ohne je ein Gewissen zu haben, aus Geldgier, Völlerei, und Habsucht, ein Antichrist aus dem Abendland, wo doch Makler zu einem Gebet sich treffen, dass ihr Aktienmarktanteil gut ausgeht, ohne sich ein Gewissen zu machen, und nachzudenken, wofür ihr Wert der Aktien angelegt wird.
    29 2 Melden
    • pablo' 12.03.2018 23:03
      Highlight Ohne Witz, in Zürich treffen sich tatsächlich gläubige Christen als Börsianer um zu beten, für einen guten Kurs im Aktienmarkt, aber hatten die auch mal Bitten, dass ihre Aktien nicht falsch angelegt wird, an Kriegsmaterialen, und wollen die überhaupt wissen was damit angestellt wird, nach dem Motto; Gott straft die Bösen.
      0 0 Melden
  • Kip_Organa 11.03.2018 13:33
    Highlight Ich frage mich immer wieder, wieso der Westen sich nicht zu einer offenen Unterstützung für die Kurden durchringen kann. Klar ist in diesem Konflikt keine Fraktion frei von Schuld, aber die Ideen die hinter der kurdischen Bewegung stehen, decken sich doch weitgehend mit westlichen Wertvorstellungen oder verstehe ich das falsch?
    150 29 Melden
    • roger_dodger 11.03.2018 15:17
      Highlight Ganz einfach, Geld! Wenn es darum geht weiter Geschäfte mit der Türkei machen zu können nimmt es die EU und auch die Schweiz mit den Menschenrechten nicht mehr so genau.
      Eigentlich müssten gegen die Türkei Sanktionen verhängt werden, aber die die Heuchler von der EU scheinen das offenbar nur bei Russland zu können.
      31 6 Melden
    • PaLve! 11.03.2018 15:57
      Highlight Wann jemals hat den der Westen einen moralisch einwandfreien Einsatz im Ausland angeführt?
      25 0 Melden
    • IchSageNichts 11.03.2018 22:19
      Highlight Ich geb dir Recht. Diplomatisch soll da viel mehr Druck entstehen. Immerhin ist die Türkei Nato Mitglied und exportiert whrsch beachtlich in den Westen. Aber der Westen soll das unbedingt nicht mit Werten begründen. Werte sind nun mal kein Exportschlager wie die Situation heute zeigt: Sunniten, Schiiten, Etc das ist nur so ein Werte/Ideologien Dschungel da braucht es nicht noch unser Senf!
      8 0 Melden
  • a-n-n-a 11.03.2018 13:13
    Highlight Danke für den Artikel, Sarah! Bitte bleibt dran..

    #DefendAfrin #StopAfrinGenocide #bijikurdistan
    58 13 Melden
  • ezclips 11.03.2018 13:07
    Highlight Es mag wohl sein das PKK und YPG sich nahestehen, muss dann aber auch akzeptieren das die Türkei dem IS nahe steht und dadurch auch eine Land ist das direkt die IS Terror-Organisation unterstütz. Wen gemäss dem italienischen Geheimdienst z.B. IS Kämpfer von einem rund 1600 km entfernten Libyen Einsatz in türkischen Spitäler eingeflogen und gepflegt werden, kann man sicher nicht mehr von einer Passiven Rolle der Türkei und dem IS reden. Source "The Guardian: Italy fears Isis fighters slip into Europe posing as injured Libyans"
    124 12 Melden
    • rodolofo 11.03.2018 14:13
      Highlight Du kannst auch den Bericht in der Chumhüriet erwähnen, in dem mutige türkische JournalistInnen an der Türkisch-Syrischen Grenze Hinweisen auf Waffenlieferungen von der Türkei an den IS nachgingen und nachher Beweise veröffentlichten!
      Diese JournalistInnen sitzen jetzt als "Terroristen" und "PKK-Verbündete" in Haft...
      Das alles zeigt doch, was von Erdogan's Terror-Vorwürfen zu halten ist, nämlich rein gar nichts!
      Erdogan ist selber ein gefährlicher Terrorist, der die Türkei von Europa/USA weg ins Autoritäre "Reich des Ostens" führt.
      Die NATO-Mitgliedschaft ist doch nur noch Maskerade.
      53 6 Melden
  • Raphael Stein 11.03.2018 13:05
    Highlight Der Titel ist etwas irreführend.
    Der Westen müsste zuerst ein grundlegendes Verständnis aufbringen wie was im Osten funkioniert und weiter funktionieren wird.

    Seit knapp 100 Jahren pfuscht der Westen, geleitet von eigenen monetären Interessen in dieser Gegend rum. Zieht mit dem Lineal willkürlich Grenzen und findet das erst noch, es sei genug für die "Befriedung" getan.
    43 7 Melden
    • opwulf 12.03.2018 15:26
      Highlight Der "Westen" wusste schon seit Laurence of Arabia Zeiten wie der Nahe Osten funktioniert. Nur verdienen zu viele mächtige Nasen an diesen Turmoils & Konflikten zu viel Geld als dass man davon absehen würde. Die Gewinne gehen an Wenige, die Kosten an die Allgemeinheit. Sei dies als Zivilist & Opfer im Krieg, oder seien dies Flüchtlingskrisen. Die Allgemeinheit bezahlt und ein paar Kreise (nicht nur im Westen) verdienen sich dumm & dämlich. Schau dir nur mal den Jemenkonflikt an, wie im Verhältnis nicht thematisiert oder emozionalisiert wird. Huuthis haben kein Geld. Saudis kaufen sowieso.
      4 0 Melden
    • Raphael Stein 13.03.2018 12:48
      Highlight Der "Westen" wusste schon seit Laurence of Arabia Zeiten

      Nein und nochmals nein.
      Genau wegen solchen Kolonialisten und damaligen Weltverstehern wie der unselige Romantiker aus England, wurde in London nicht erkannt was sich schon kurze Zeit später gezeigt hatte. Die Realität der Araber ist eine andere als unsere.
      0 0 Melden
    • opwulf 13.03.2018 13:43
      Highlight Eben leider doch. Diese "Nebenerscheinungen" wenn ich diese zynisch so nennen darf, werden bewusst in Kauf genommen solange der Rubel rollt. Unsere Machtblöcke sind nicht so naiv wie sie sich gerne geben. Ich bin, was unser Eins betrifft, gleicher Meinung wie Sie, aber bitte verwechseln sie Uns nicht mit den verschiedenen Militärisch Industriellen Komplexen! Deren Interesse liegt diametral von unseren Interessen. Wie Pink Floyd schon sang "it all makes perfect sense, expressed in Dollars and Cents, Pounds, Shillings and Pens, can't you see, it all makes perfect sense". Traurig
      0 0 Melden
  • rodolofo 11.03.2018 12:49
    Highlight ...
    Ich denke da in erster Linie an die Briten und an die Franzosen.
    Boris Johnson, der mit der Putin-Mafia spinnefeind ist, hat schon angekündigt, dass er nicht gewillt ist, die Grausamkeiten und Kriegsverbrechen der Assad-Diktatur länger hinzunehmen!
    Und auch Macron will Frankreich wieder stärker dort engagieren, wo die Massenflucht von Zivilisten, welche die Stabilität und den sozialen Frieden in Europa immer stärker bedroht, ihren Ursprung hat...
    11 24 Melden
    • PaLve! 11.03.2018 15:56
      Highlight Klingt so, als ob du auf ein Eingreifen Frankreichs und Grossbritaniens hoffst.
      11 0 Melden
    • rodolofo 13.03.2018 08:09
      Highlight @ PaLve
      Ich hoffe es nicht.
      Aber es lässt sich wohl nicht vermeiden.
      Eines muss ich den exzentrischen und eigenwilligen Briten lassen:
      Sie haben war selber eine zum Teil sehr unrühmliche Kolonialgeschichte, aber sie haben immer noch einen untrüglichen Instinkt, was Nazis angeht!
      So sind auch die konservativen Tories spinnefeind mit der Putin-Diktatur und werden sich nicht vor den Karren der "Internationale der Nationalisten" spannen lassen, wie der Front National in Frankreich!
      Und in diesem Frankreich wurde ja Gott sei Dank Macron Präsident, und nicht Marine Le Pen.
      1 0 Melden
    • PaLve! 13.03.2018 18:55
      Highlight An so einer Vergangenheit, wie sie GB hat, gibt es absolut null zu verharmlosen!
      Was macht britische Tories, die auf jegliche Menschenwürde sch***sen, zu besseren Menschen, als russische Imperialisten, die selbiges tun?
      Dir geht es bei diesem Konflikt einzig und allein darum, Assad los zu werden, das hast du mit diesem Kommentar bewiesen.
      0 0 Melden
    • PaLve! 13.03.2018 19:02
      Highlight Für mich haben die Briten einen Sinn dafür:
      -Demokratische Regierungen zu stürzen (Iran)
      -Länder am anderen Ende der Welt zu terrorisieren (Kolonien)
      -Eine unglaublich nationalistische Regionalpolitik zu führen (Irland)
      -Wenn sie denn Faschismus bekämpfen dafür skrupelos die Zivilbevölkerung zu bestrafen.
      (übrigens nicht nur in Ländern die am 2. WK beteiligt waren.) Die Bomben in Deutschland waren Rachebomben, keine strategischen

      Nicht zu vergessen, dass Churchill Stalin freie Hand in Osteuropa gab. Solange das Britische Empire mächtig genug war, spielte alles andere eine Nebenrolle.
      0 0 Melden
    • rodolofo 14.03.2018 07:41
      Highlight @ PaLve!
      In Sachen Kolonialismus gibt es Anfänger-Stadien mit brutalen Eroberungen und Fortgeschrittenen-Stadien, in denen Infrastruktur und an die lokalen Gegebenheiten angepasste, Einheimische integrierende Verwaltungen aufgebaut werden.
      Letztlich kann es sich kein Imperium auf die Länge leisten, nur auf Zwang und Repression zu bauen, da das einfach viel zu kostspielig wäre!
      So wurde in einem Dokumentarfilm über den Mahdi im Sudan gesagt, dass die Briten damals die Sklaverei abgeschafft hätten, währenddem der Islamistische Mahdi die Sklaverei (gegenüber Schwarzafrika) verteidigte...
      0 0 Melden
  • TheDude10 11.03.2018 12:46
    Highlight Diese Idiotie und Hass der Türkischen Nationalisten.
    133 19 Melden
  • rodolofo 11.03.2018 12:45
    Highlight Erogan will dieses Gebiet in sein Neo-Osmanisches Reich einverleiben und die dort lebenden Kurden unterwerfen und/oder vertreiben!
    Für mich ist das ebenso leicht durchschaubar, wie alle pseudo-raffinierten Aktionen von Erdogan und seiner Islamo-Faschistischen AKP bisher.
    Gleichzeitig besteht ein heimliches Einverständnis mit Russland und dem Assad-Regime, welche sich mit einem Territoriums-Verlust an die Türkei abfinden müssen.
    Die Kurden haben mit den Trump-USA einen höchst zweifelhaften Partner.
    Darum MUSS nun Europa beherzter Partei ergreifen für die bedrängten Kurden!
    ...
    44 17 Melden
  • The truth is out there 11.03.2018 12:39
    Highlight Der Westen kümmert sich einen Dreck. Aber sich dann gross wieder wundern, wenn Flüchtlinge nach Europa kommen und SVP-Parolen schwingen...
    44 11 Melden
  • Posersalami 11.03.2018 12:30
    Highlight "«Man müsste es irgendwie schaffen, dass der Westen den Frieden in der Region als gewinnbringend sieht.»"

    Alleine die gewählten Worte sprechen Bände, wo das eigentliche Problem liegt. Frieden soll jetzt also "gewinnbringend" sein, damit die Guten endlich etwas tun?

    Danke, keine weiteren Fragen.
    44 7 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 11.03.2018 11:36
    Highlight Weltpolitisch relevant in Europa sind Frankreich, GB und Deutschland. All diese Länder sind auch in der Nato und brauchen gleichzeitig Erdogan als Wachhund, damit keine Flüchtlinge über die Balkanroute nach Europa kommen.
    Auch sind wir in der paradoxen Situation, dass die EU die Folgen von Aussenpolitik der Nationalstaaten bewältigen muss, selber aber keine Aussenpolitik betreibt.
    Auch hat man sich in Europa immer auf die USA verlassen, die haben die an die EU angrenzenden Regionen beeinflusst. Selber übernimmt man ja keine Verantwortung.
    30 2 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 11.03.2018 11:29
    Highlight 1:«Der Westen hätte durchaus die Mittel, Erdogans Offensive auf Afrin zu stoppen»
    Genau solche Plattitüden stören mich. Wer ist dann "der Westen"? Das sind zuerst einmal die USA und dann die grossen Staaten der EU.
    Das sich die Amerikaner mittelfristig gerne aus dem Nahen Osten zurückziehen würden ist seit Obama klar, allgemein richtet die USA ihren Blick zum Pazifik. Für die USA bleibt die NATO wichtig, darin ist auch die Türkei. War sollte die USA sich mit der Türkei überwerfen und gleichzeitig vollends in den Syrischen Krieg gezogen werden.
    15 6 Melden
  • leu84 11.03.2018 11:25
    Highlight Die Türkei sehnt sich nach dem alten Osmanische Reich. Die Russen brauchen deren einzigen Marinestützpunkt im eisfreien Mittelmeer und Syrien liegt ideal zu den Ölfeldern im Irak, Kaspische Meer und Iran um nicht in den Persischen Golf zu müssen. Dazu der islamisch-religiöse Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten bzw. Araber und Perser
    16 4 Melden
  • WeischDoch 11.03.2018 11:23
    Highlight Ach, es wird für Europa sehr gewinnbringend sein. Mehr Flüchtlinge! Gönne ich Europa! Nach all den Waffenlieferungen an regimen des mittleren Ostens verdient Europa eine erneute Flüchtlingswelle. Mal sehen, wie lange Europa die Werte hier noch halten kann. 2-3 Generationen schätz ich mal. Naja, mich freuts. Ist ne Art Karma für unser verhalten.
    23 10 Melden

Die Städte mit der höchsten Lebensqualität haben alle eine linke Regierung

Jedes Jahr werden in der «Mercer Quality of Living Survey» die Städte mit der höchsten Lebensqualität prämiert – und seit Jahren hält Zürich eine Position in den Top-3.

Kein Wunder also, dass bei den Stadtratswahlen wieder einmal bürgerliche Herausforderer in der linken Wohlfühloase untergingen. Wieso auch einen politischen Umschwung herbeiführen, wenn die Lebensqualität stimmt? Konservative mäkeln hingegen, die Lebensqualität sei trotz linker Politik so hoch.

Doch wie sieht es bei Zürichs …

Artikel lesen