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Es sieht nicht gut aus für Donald Trump: Die Coronavirus-Pandemie erreicht in den USA neue Höhen.
Es sieht nicht gut aus für Donald Trump: Die Coronavirus-Pandemie erreicht in den USA neue Höhen.Bild: AP

Coronavirus: Diese 7 Grafiken zeigen, was in den USA gerade abgeht

02.04.2020, 13:4503.04.2020, 12:54

Das Coronavirus hat auch die USA erreicht. Die Fallzahlen stiegen hier in der letzten Woche sogar so dramatisch, dass sie mittlerweile das am stärksten betroffene Land sind. Auch US-Präsident Donald Trump nimmt die Krise mittlerweile ernst.

Dass es sich nicht nur um eine normale Grippe handelt, zeigt diese Grafik eindrücklich:

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Wie aber entwickelt sich die Situation in den USA im Vergleich zu anderen stark betroffenen Ländern wie Italien? Wie viel wird getestet und wer stirbt hier an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19? Antworten auf diese Fragen findest du hier:

Der internationale Vergleich

Neben den USA zählen auch Italien, Spanien und Frankreich sehr viele Infektionen mit dem Coronavirus:

daten: who / Bild: watson

Die Kurve der USA ist mit Abstand am steilsten. Dies hat mehrere Gründe. Einerseits wurden hier zu Beginn der Pandemie kaum Massnahmen gegen die Ausbreitung ergriffen. Weiter hat die USA von diesen Ländern auch mit Abstand die grösste Bevölkerung.

Grundsätzlich spielt die Bevölkerungszahl zu Beginn der Verbreitung keine grosse Rolle. Das Virus verbreitet sich nach gleichem Muster. In den USA haben sich aber mittlerweile mehrere Cluster entwickelt, in denen die Fallzahlen nebeneinander exponentiell ansteigen.

Es ist nicht nur New York

Das Cluster in New York ist bisher am grössten. Stark betroffen ist vor allem New York City. Doch auch in anderen Staaten bahnen sich ähnliche Entwicklungen an:

daten: github / Bild: watson

Am zweitmeisten Fälle weist New Yorks Nachbarstaat New Jersey auf. Doch auch in Kalifornien und Michigan steigen die Fallzahlen rasant.

So viel wird getestet

Zu Beginn der Pandemie wurde in den USA kaum getestet. Dies hat sich mittlerweile geändert:

daten: github / Bild: watson

In den 24 Stunden vom 31. März auf den 1. April wurden aus den ganzen USA 26'000 Testresultate gemeldet. Ein Grossteil davon negativ. Mittlerweile wurden insgesamt über eine Million Tests gemacht:

daten: github / Bild: watson

Wann wurden Massnahmen ergriffen

Die USA als Staat hat bisher keine Massnahmen ergriffen, die für jeden Bundesstaat gelten. Ähnlich wie die Schweiz sind die USA in dieser Hinsicht föderalistisch organisiert. So hat jeder Bundesstaat selbst Massnahmen getroffen:

daten: github, wikipedia / Bild: watson

Der Notstand gilt bereits in allen acht betrachteten Bundesstaaten. Washington erliess den Gesundheitsnotstand zum Beispiel bereits am 29. Februar.

Mit einer «Stay at Home»-Order (quasi einer Ausgangssperre) warteten aber besonders Florida und Michigan relativ lange. Auch in New York waren die Fallzahlen bei der Einführung bereits relativ hoch.

Was ist eine «Stay at Home»-Order?
In den USA werden so die Ausgangssperren genannt. Personen dürfen nur noch mit gutem Grund (zum Beispiel Einkaufen oder Arztbesuch) ihre Häuser verlassen. Nur noch «essentielle» Geschäfte dürfen öffnen. Die Details (zum Beispiel welche Geschäfte als «essentiell» eingestuft werden) können sich von Bundesstaat zu Bundesstaat unterscheiden.

Die Todesfälle

Als die Pandemie noch eine Epidemie in China war, stellten die Ärzte relativ schnell fest, dass besonders ältere und kranke Menschen häufig an Covid-19 sterben.

Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

Die wichtigsten Fakten zum Coronavirus: Symptome, Übertragung, Schutz.

Dass besonders ältere Menschen unter den Todesfällen sind, lässt sich auch für Italien, Spanien und die Schweiz nachweisen:

Diese Tabelle zeigt <strong>keine</strong> Sterberaten. Es handelt sich bei den Prozenten um die Anteile an den Todesfällen. Lesebeispiel: In Italien waren 95,17% der an Covid-19 Verstorbenen über 60 Jahre alt.
Diese Tabelle zeigt keine Sterberaten. Es handelt sich bei den Prozenten um die Anteile an den Todesfällen. Lesebeispiel: In Italien waren 95,17% der an Covid-19 Verstorbenen über 60 Jahre alt.daten: iss, mscbs, bag / Bild: watson

In den USA sind zwar ältere Bevölkerungskohorten stärker betroffen, wie das Center for Disease Control and Prevention (CDC) immer wieder betont. Die Zahlen aus New York City zeigen aber, dass hier auch vermehrt jüngere Menschen an Covid-19 sterben:

Diese Tabelle zeigt <strong>keine</strong> Sterberaten. Es handelt sich bei den Prozenten um die Anteile an den Todesfällen. Lesebeispiel: In den USA waren 70,16% der an Covid-19 Verstorbenen über 65 Jahre alt.
Diese Tabelle zeigt keine Sterberaten. Es handelt sich bei den Prozenten um die Anteile an den Todesfällen. Lesebeispiel: In den USA waren 70,16% der an Covid-19 Verstorbenen über 65 Jahre alt.daten: nyc.gov / Bild: watson

Für einen Grossteil dieser jüngeren Todesfälle lässt sich aber eine Vorerkrankung (Diabetes, Bluthochdruck, Immunschwäche, etc.) nachweisen.

Fazit

Die Fallzahlen in den USA explodieren. Gründe dafür gibt es einige. So verbreitet sich das Virus parallel in mehreren Bundesstaaten. Ausserdem wird sehr viel mehr getestet. Die Bundesstaaten haben nun zwar fast alle Massnahmen ergriffen, diese kamen jedoch teilweise eher spät.

Besorgniserregend sind die Daten zu den Todesfällen in New York. Anders als in Italien, Spanien und in der Schweiz sterben hier auch vermehrt junge Menschen. Auch hier sind aber Vorerkrankungen für die Todesfälle in den jüngeren Altersgruppen verantwortlich.

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quelle: epa / javier etxezarreta
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