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TschĂŒss Hitzewelle 👋! Auch weiterhin bleibt's sommerlich



Die Schweiz hat die Hitzewelle ausgestanden. Eine Störungszone, welche die Schweiz von Westen her erreichte, brachte vor allem im SĂŒden starke Unwetter. Die Temperaturen bleiben aber vorerst sommerlich.

Im Tessin ist die Hitzewelle in den frĂŒhen Morgenstunden vom Sonntag mit krĂ€ftigem Gewitterregen zu Ende gegangen, wie Meteorologe Eugen MĂŒller von MeteoSchweiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Besonders betroffen war die Gegend um Lugano.

HĂ€lfte der Niederschlagsmenge im Juni

Lokal fiel dort am Sonntagmorgen innerhalb von wenigen Stunden die HĂ€lfte der Niederschlagsmenge, die normal in einem ganzen Monat fĂ€llt. Die Folge der grossen Regenmengen im Tessin waren Erdrutsche sowie lokale Überschwemmungen und Hochwasser, was zu grossen Verkehrsbehinderungen fĂŒhrte.

Die Kaltfront brachte laut MĂŒller auch im Norden Regen, zum Teil auch Gewitter, allerdings weit weniger stark als auf der AlpensĂŒdseite. Die Gewitter waren allerdings sehr blitzintensiv.

In GraubĂŒnden entfachten Blitze mehrere BrĂ€nde. In Lumbrein brannten zwei nebeneinanderstehende StĂ€lle in der Nacht auf Sonntag völlig nieder. In Luzein löste ein Blitzeinschlag in einen Telefonmasten einen Dachstockbrand aus.

Die Gewitterzellen zogen im Verlauf des Sonntags ab. Bis Montagabend bleibt es schön, bevor erste Regenschauer von Westen her ĂŒber das Land ziehen, wie MĂŒller weiter sagte. Doch es bleibe heiss, die Höchsttemperaturen lĂ€gen auch am Montag bei 28 bis knapp 30 Grad.

Abnormal hohe Temperaturen im Juni

Das Aussergewöhnliche am Juni waren laut MeteoSchweiz die anhaltend hohen Temperaturen. Bereits wĂ€hrend der ersten drei Junitage lag die Tagesmitteltemperatur 3 bis 4 Grad ĂŒber der Norm. Ab dem 11. Juni stieg sie 5 bis 7 Grad, und ab dem 20. Juni gar 7 bis 10 Grad ĂŒber die Norm.

Das sonnige und heisse Wetter kam von sommerlichen Hochdruckgebieten, welche sich vom Atlantik her nach Mitteleuropa ausdehnten. In den letzten Tagen installierte sich ein Hoch direkt ĂŒber Mitteleuropa. Damit floss heisse Afrikaluft nach Europa. In der Schweiz setzte die mehrtĂ€gige Hitzewelle mit Tageshöchstwerten von 30 Grad und mehr Anfang letzte Woche ein.

Am Freitag wurde in Sitten erstmals im laufenden Jahr die 36-Grad-Marke geknackt. Das war die bisher höchste Temperatur des Jahres, sie lag sogar noch höher als der Rekordwert von 2016. Damals wurden am 23. Juni in Visp 35,3 Grad registriert. Der absolute Hitzerekord aus dem Jahr 2003 ist derweil noch weit entfernt. Im Misox kletterte das Thermometer damals auf 41,5 Grad.

Rekordwarme TropennÀchte

Die extrem heissen Junitage sorgten auch in der Nacht fĂŒr Ă€usserst warme Temperaturen. Die Nacht auf Freitag hatte sogar historischen Charakter: Der teilweise bewölkte Himmel sorgte regional fĂŒr Rekordwerte.

Aussergewöhnlich warm war die Nacht am Bodensee. In GĂŒttingen TG kĂŒhlte es zum Beispiel nicht unter 25,2 Grad ab. Die bisher wĂ€rmste Nacht wurde dort vom 21. auf den 22. Juni 1998 mit 20,9 Grad gemessen. Auch in TĂ€nikon bei Winterthur und auf dem ZĂŒrichberg wurden mit 24,2 Grad nĂ€chtliche Rekordwerte gemessen.

Einen knappen Rekord verzeichnete die Messstation in Neuenburg. Dort sanken die Temperaturen nĂ€mlich nicht unter 24 Grad. Auch in der Nacht auf Samstag blieben die Temperaturen an vielen Orten der Schweiz ĂŒber der 20-Grad-Marke.

Feste profitierten vom schönen Wetter

Das strahlend schöne Sommerwetter bescherte Festorganisatoren am Wochenende zahlreiche Besucher. In Brig etwa zĂ€hlte das 30. Eidgenössische Jodlerfest von Freitag bis Sonntag rund 150'000 Besucherinnen und Besucher. Der viertelstĂŒndige Nieselregen zum Auftakt des Festaktes am Sonntag sorgte fĂŒr eine willkommene AbkĂŒhlung, wie die Organisatoren am Sonntag mitteilten. Denn auch am Freitag und Samstag stieg das Thermometer im Wallis auf ĂŒber 30 Grad.

Das schöne Sommerwetter lockte auch in Luzern Zehntausende nach draussen. Dort feierten die Besucher die neunte Ausgabe des Luzerner Fests. Insgesamt lockten die Konzerte, Lichtshows und Beizenbetriebe rund um das Luzerner Seebecken und in der Altstadt gegen 100'000 GÀste an. (sda)

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