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Ein Selfie mit dem Dalai Lama. Dafür ist er gern zu haben – der buddhistische Mönch, der seine Mission nicht erfüllen kann. Bild: Keystone

Der Dalai Lama füllt das Hallenstadion wie ein Rockstar – nur leider nützt ihm das nichts

23.07.16, 15:13

Was haben der Dalai Lama und Rod Stewart gemeinsam? Das ist keine Frage aus einem Kreuzworträtsel, sondern eine Kuriosität aus der Welt der Unterhaltung. Die Lösung: Der Dalia Lama, Gott-König des Tibets, lächelt neben dem Rockstar Rod Stewart vom Ticketcorner-Newsletter.

Tatsache ist: Der Dalai Lama füllt den gleichen Unterhaltungstempel wie Rod Stewart, nämlich das Hallenstadion. Jawohl, Ticketcorner verkauft Billette für die Veranstaltung mit dem weltweit berühmtesten Mönch. Im Fan-Report weist dieser 4,7 von 5 Punkten auf. Alle Achtung.

Der Grad an Glaubwürdigkeit ist beim Dalai Lama ungleich höher als beim Papst.

Wie ein Rockstar tourt er um die Welt

Am 14. Oktober gibt sich Seine Heiligkeit in Zürich die Ehre. Dort, wo sonst Pucks über das Eis sausen oder Rocksound die Bauchdecke der Besucher zum Vibrieren bringt, wird der Dalai Lama Tausende seiner Schüler unterrichten.

Der Schauspieler Richard Gere ist einer der grössten Fans des Dalai Lama. Bild: Keystone

Es ist nicht das erste Mal, dass Tendzin Gyatsho, der 14. Dalai Lama, auf seiner Welttournee in Zürich gastiert. Der 81-jährige Mönch jettet wie ein Superstar durch die westliche Welt und wird selbst von hochrangigen Politikern mit grossen Ehren empfangen.

Der Dalai Lama ist eine der bekanntesten Personen weltweit. Möglicherweise besitzt er den höchsten Grad an Glaubwürdigkeit überhaupt. Mit Sicherheit aber überragt er darin den Papst, und zwar um Längen.

Applaus, wo er ihm wenig nützt

Trotzdem ist er eine tragische Figur, denn die Bilanz seiner unermüdlichen Mission ist mager. Sein Volk lebt weiterhin in Unfreiheit oder ist zerstreut auf der halben Welt.

Tragisch ist auch, dass der Applaus ihm dort entgegenbrandet, wo er ihn nicht wirklich sucht und wo er ihm wenig nützt. Nämlich in der westlichen Welt, die ihm eigentlich als dekadent erscheinen muss. Schliesslich besteht sein Lebensziel als Mönch darin, seine spirituelle Entwicklung bis zur Meisterschaft voranzutreiben.

Eine kleine Unterbrechung gefällig? Nach der Slideshow geht's weiter ...

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Doch ausgerechnet von den westlichen Wohlstandsmenschen, die die buddhistische Lehre als Religionsersatz (miss-)brauchen, wird er wie ein Heiliger und Märtyrer verehrt.

Westliche Fans fürs Geld

Daraus ergibt sich ein weiteres Paradox, unter dem der Dalai Lama leiden dürfte: Er braucht die westlichen Fans des schnöden Mammons wegen. Um seine Aktionen und Projekte finanzieren können, wirft er seine Popularität in die Waagschale.

So bekommen für ihn weltliche Aspekte eine Bedeutung, die ihm eigentlich höchst zuwider sein müssten. Der Vertriebene muss sich wie im falschen Film vorkommen. Als Gefangener seiner unmöglichen Mission, sein Volk zu befreien.

Dafür muss er in Kauf nehmen, dass die westlichen spirituellen Sucher ihre übersinnlichen Hoffnungen und Sehnsüchte hemmungslos auf ihn projizieren. Ein Teufelskreis für einen Greis, dessen Lebenswerk, sein Volk zu befreien, als gescheitert betrachtet werden muss.

Privatjet statt Rikscha

Statt sich von der Welt abzukehren und sich ganz auf seine übersinnliche Bestimmung zu konzentrieren, muss er seine Rikscha mit einem Privatjet tauschen und sein Kloster mit Stadien und Eventhallen.

So wurde er zur Galionsfigur der westlichen spirituellen Sucher, deren Personenkult peinlich wirkt. Eine verhängnisvolle Symbiose, die auch den Dalai Lama zum Gefangenen seiner selbst macht.

Lacht der gute Mann vielleicht deshalb oft so unmotiviert und irritierend vor sich hin? Man könnte es verstehen.

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.
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Brikne, 20.7.2017
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72
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72Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • lilie 27.07.2016 20:47
    Highlight Ich empfinden Artikel in vielen Punkten als unzutreffend:

    1. "Gott-König": Er wird weder als das eine noch das andere verstanden. Man versteht ihn als Bodhisattva, das ist ein Mensch, kein Gott. Er ist ausserdem nach der Bildung einer demokratischen Regierung 2011 offiziell von seinem politischen Amt zurückgetreten.

    2. Den Begriff "übersinnliche Bestimmung" empfinde ich als völlig unpassend. Seine Bedtimmung war, sein Volk zu führen, was ist daran übersinnlich?

    3. Warum soll ihm das Beschaffen von Mitteln für seine Herzensmission zuwider sein? Das ist doch völliger Quatsch!

    7 4 Melden
    • Pasionaria 28.07.2016 16:25
      Highlight 1/2
      "Ich empfinden Artikel in vielen Punkten als unzutreffend:" - Aha, interessant:

      zu 1. "Gott-König": Er wird weder als das eine noch das andere verstanden"
      > Sie wollen doch nicht bestreiten, dass er von seinen Gläubigen nicht als Gott angebetet und verehrt wird? Zudem wird er von seinen Verehrern weltweit wie ein König empfangen, behandelt und umjubelt.

      zu 2.- Eine buddhistische Grund'weisheit' lautet:
      ff.....


      4 4 Melden
    • Pasionaria 28.07.2016 16:30
      Highlight 2/2
      ......buddhistische Grund'weisheit':" es gibt zu jedem der Sinne auch noch eine astrale Weise, ein übersinnliches Organ, wie es Jenseitige besitzen und wie es schon im Leibe als magische Fähigkeit ausgebildet werden kann." Selbst wenn Sie, Lilie, "den Begriff "übersinnliche Bestimmung" als völlig unpassend empfinden!

      ....zu 3. und "seine Herzensmission" > finden Sie ev. die Antwort > siehe http://german.beijingreview.com.cn/german2010/mt/2013-01/09/content_511572_7.htm

      Ist der Artikel wirklich derart unzutreffend?
      4 3 Melden
  • Spooky 26.07.2016 21:48
    Highlight Der Dalai Lama will nach Tibet zurückkehren? Da muss er aber mit dem allerextremsten Widerstand der Tibeter rechnen. Den Tibetern geht es nämlich heute viel viel besser als damals unter der Fuchtel der Mönche, die das einfache Volk knechteten und ihm alles nahmen, was sie nehmen konnten.
    7 7 Melden
  • Alienus 26.07.2016 15:58
    Highlight 2/2

    …. Die Gottheit der Tibetaner - Dalai Lama – nimmt, wie die Priester dem Volk einreden, Menschengestalt an. ….

    Der Oberpriester, die jeweilige Verkörperung des Gottes, wird derartig verehrt, daß das Volk Pillen, die aus seinem Unrat (Anm.: Fäkalien) gedreht werden, ißt, weil es sie für heilig hält!

    Diese scheußliche Übung ist ein Ausfluß des Glaubens an die Seelenwanderung …. daß sämtliche Teile des Weltalls unablässig absorbiert werden, um in einander überzugehen.

    Das ist die Schlange, die ihren eigenen Schweif verzehrt.

    Ch.W.Heckethorn, Geheime Gesellschaften, .... Leipzig 1900
    4 5 Melden
    • Pasionaria 27.07.2016 15:02
      Highlight 2/2
      ........Grundlage soll die Lehre von den „drei Säften“: Wind, Galle und Schleim sein. Diese wiederum sollen mit den drei Geistesgiften Gier, Hass und Verblendung (!!) zusammenhangen, die aus buddhistischer Sicht für alles Leiden (!)verantwortlich sein sollen.
      Uebrigens soll die Tibetische Medizin die Grundlage der TCM sein, noch ein Punkt (oder Aufruf-Frage-Zeichen) mehr in dieser pseudo-pharmazeutischen Angelegenheit!

      All diese Erläuterungen sind doch total einleuchtend (mit Betonung auf > leuchten....) - Alienus, überleg's Dir, ob Du Deine Hausapotheke nicht doch erweitern willst!



      2 1 Melden
    • Pasionaria 27.07.2016 15:04
      Highlight 1/2
      "Tja, es wird wohl die immerzu anstehende Frage seiner „Heiligkeit“ sein, ob all seine Freunde/Fans auch willig und tapfer die spez. Pastillen einnehmen, die noch bis vor nicht all zu langer Zeit die endemischen „Gläubigen“ .........zu sich genommen hatten!"

      Was heisst schon "bis vor nicht all zu langer Zeit" - ein durch und durch hüberzeugt-aufrichtiger (!) DL-Fan und Gläubiger hat gar keine andere Wahl, als diese Pa_stillen (also bereits mit der Muttermilch....) einzunehmen, ist doch die Tibetischen Medizin ein ganzheitliches System, das Körper und Geist miteinander verbunden sieht.

      1 2 Melden
  • Alienus 26.07.2016 15:54
    Highlight @Pasionaria

    1/2

    Nun, wir ahnen eventuell warum dieser Mensch im sonnenrotgelben Schlafrock konstant dümmlich lächelt!

    Tja, es wird wohl die immerzu anstehende Frage seiner „Heiligkeit“ sein, ob all seine Freunde und Fans auch willig und tapfer die speziellen Pastillen einnehmen, die noch bis vor nicht all zu langer Zeit die endemischen „Gläubigen“ des Dalai Lama, dieser sonderliche Abart von speziellen Glaubensrichtungen, zu sich genommen hatten!
    4 4 Melden
  • Pasionaria 25.07.2016 15:55
    Highlight @ die Dalai Lama Verklärer
    Empfehlenswert folgender Link:
    http://german.china.org.cn/china/2008-04/18/content_14976527.htm

    Und er ist eben nicht nur die konstant dämlich lächelnde, sanfte, friedensstiftende Heiligkeit....., so wie dies Herr Stamm schon oftmals mit etlichen Beispielen belegt hat.
    4 4 Melden
  • kleiner_Schurke 24.07.2016 12:19
    Highlight Der Dalai Lama ist eine jener Personen (Nebst dem Papst, Mutter Theresa und dem Osterhasen ) die man absolut nicht kritisieren darf, ohne den unmittelbaren Hass seiner glühendsten Anhänger auf sich zu ziehen. Allein das scheint mir grundverdächtig! Ein DL Kritiker ist entweder dumm oder von Chinesischer Propaganda verseucht, eine individuelle Meinungsbildung gesteht man ihm nicht zu. Der DL kann ja nicht irren! Dalai Fans denkt mal darüber nach.
    10 6 Melden
    • shubeedoo 24.07.2016 15:53
      Highlight Ich bin weder Buddhistin, noch Anhängerin des Dalai Lama. Was mich an deinen Fragen gestört hat, sie malen Tibet und die Frage nach der Unabhängigkeit in typischen CCP-Zügen. Hat Tibet, insbesondere die politische Realität in Tibet, zwingend etwas mit der Person des DL zu tun? MMn nicht Ich glaube, es ist wichtig, bei diesen Themen zu differenzieren.

      Chinesische Propaganda ist eine Realität und wenn dein Beitrag sich liest wie ein verkürztes People's Daily 'op-ed', ist das nicht meine schuld.
      4 3 Melden
  • Liam 24.07.2016 10:35
    Highlight Der letzte Beitrag habe ich natürlich etwas überspitzt und mit meinem "schwarzen" Humor durchzogen..deshalb der Schmunzel unten.
    1 3 Melden
  • rodolofo 24.07.2016 10:06
    Highlight So kann man das "Materielle" natürlich auch hinter sich lassen. Man benutzt es einfach, ohne sich viel dabei zu denken und widmet sich dafür umso intensiver den wirklich wichtigen "Spirituellen Fragen".
    5 4 Melden
  • Liam 24.07.2016 09:39
    Highlight Hier im Westen können wir ja definitiv nicht mehr hinter Klostermauern zurückziehen und mit der Bettelschale herumlaufen. Da würde unserein sagen: " Gehe arbeiten du Asi." Also hat sich der Leihenbuddhismus als Haushälter hervorgetan. Das heisst, wir stehen im Leben, sind gut gebildet, arbeiten und haben Familie. Unser Übungsfeld ist der Alltag, trotz Meditation von ein paar Stunden pro Woche.
    Wir Üben ständig am cholerischen Chef, am stänkernden Nachbarn am histerischen Partner..das ist moderner Buddhismus. Im alten Tibet waren es die Yogis in der Wildnis, die so praktizierten.
    (Schmunzel) ;)
    9 8 Melden
  • Liam 24.07.2016 09:02
    Highlight Ich bin seit fast 20 Jahren Buddhist aber weder ein " Anhänger" des Dalai Lamas, noch Guru- Hörig oder verarmt durch Spenden- Unterstützung.
    Es geht beim Buddhismus als erstes darum sich selbst zu ändern, zu verbessern und mit den eigenen negativen Emotionen umzugehen. Es ist ja nicht das Problem von Schwierigkeiten die uns begegnen, sondern dass wir keinen Abstand dazu haben und nicht frei entscheiden können wie wir uns verhalten wollen. Darum geht es beim Buddhismus unter anderem. Also Schwierigkeiten sind ein Übungsfeld mit denen man wachsen kann.
    Dalai Lama hin oder her.
    15 4 Melden
    • rodolofo 24.07.2016 10:08
      Highlight Warum "negativ"?
      Eine Emotion ist eine Emotion.
      Basta!
      Warum intellektuell hinterfragen, was doch im Grunde so natürlich ist?
      7 5 Melden
    • Liam 24.07.2016 10:50
      Highlight Da wir dank unseren natürlichen Emotionen wie Unwissenheit, Hass, Geiz, Gier, Ignoranz, Stolz und dergleichen solche Zustände wie in Syrien, Nordkorea, halb Afrika, Mexiko etc. haben..hm, nicht hinterfragen?
      Es würde den Rahmen sprengen das hier genauer zu erläutern..es gibt aber genügend Literatur, die solche Ursachen und Wirkungen erklären.
      8 3 Melden
    • rodolofo 24.07.2016 11:30
      Highlight Ich bin nicht Deiner Meinung!
      Gefühle und Verstand gehen Hand in Hand!
      Sie helfen uns dabei, an der Weggabelung zu entscheiden, in welche Richtung wir weitergehen sollen, zusammen mit den Informationen über Wege und Alternativrouten, welche wir gesammelt haben, alle mit Vor- und Nachteilen.
      Gefühle sind Gefühle.
      Gedanken sind Gedanken.
      Wir sollten sie weder gegeneinander ausspielen, noch idealisieren, noch dämonisieren, auch nicht Teile davon!
      Das ist Spiritualität: Gedanken und Gefühle so akzeptieren, wie sie sind und laufen lassen.
      Dann ergibt sich alles wie von selbst.
      Wer hat das gesagt?
      3 3 Melden
    • Share 24.07.2016 14:05
      Highlight Rodolfo, glaubst du das wirklich? Und, von wem stammt das Zitat?
      2 0 Melden
    • rodolofo 24.07.2016 18:58
      Highlight @ Share
      Das Zitat stammt von mir.
      Soll ich glauben, dass das stimmt?
      Warum nicht?
      1 3 Melden
    • Share 26.07.2016 16:43
      Highlight Rodolofo
      Das Schöne ist ja, dass du es richtig vormachst, mindestens darüber zu schreiben und sogar davon zu sprechen. Das vermisse ich in deinen Zeilen. Vielleicht ist dir das nicht aufgefallen. Mir im ersten Moment auch nicht, zugegeben. Ich hatte bei deinen Zeilen den Eindruck irgendetwas fehlt. Die intellektuelle Auseinandersetzung gehört dazu, wenn sie nicht gleich als Grundlage dient. So schliesse ich an eine hässliche Schlagzeile von gestern und meine das Reden und Schreiben über Emotion ist Teil unserer Kultur. Das Lesen auch.
      0 0 Melden
  • Liam 24.07.2016 08:26
    Highlight Der hiesige Text entspringt einer typisch westlichen, dualistischen und vom Christentum geprägten Denkweise. Gut und böse etc. Der Buddhismus kennt diese Dualität nicht und integriert alle Aspekte als Geistestraining.
    Klar der Dalai Lama, Vertreter des alten Tibets und gleichzeitig moderner, geistiger Lehrer macht einen grossen Spagat. Es ist denn aber auch nicht einfach ein Volk zu schützen, das sich in der Geiselhaft von China befindet und worum sich die Welt nicht schert.
    Die finanziellen Interessen des Westens gegenüber der aufsteigenden Grossmacht China sind zu gross.
    9 3 Melden
  • Share 23.07.2016 22:52
    Highlight Ist das schon buddhistisch gepredigt? Wird Glaubwürdigkeit nicht geschenkt? Im Buddhismus ist das so vorgesehen.
    Es gibt wohl nicht nur den einen Lotus der Vollkommenheit, sondern auch jenen des Reichtums. Wenn jemand vollkommen ist kommt gleich der Lotus des Reichtums. Der Zufall will es, seit diesem Fruehling darf ich eine Lotuspflanze beobachten. Interessant, die Bluete zeigt eine Vollkommenheit, die seinesgleichen sucht. Der viele Regen schenkt seinen Reichtum gottgegeben dazu. Wer hat dem wird gegeben. Das beisst sich natuerlich mit dem sozialistischen Kerngedanken der Gleichheit.
    4 7 Melden
  • Karl Müller 23.07.2016 20:53
    Highlight Ist dieser Beitrag jetzt sarkastisch gemeint, oder hat Herr Stamm - anders als bei sonstigen religiösen Führern - beim Dalai Lama eine rosarote Brille auf? Es ist eine unter Historikern allgemein anerkannte Tatsache, dass Tibet vor 1950 eine brutale Feudalherrschaft war, wo sich der Dalai Lama als Gottkönig mit der adeligen Oberschicht arrangierte, gegenüber einer Mehrzahl von praktisch rechtlosen Leibeigenen. Da hat der derzeitige Dalai Lama grosses Glück, dass er sich nur mit Hollywoodschauspielern arrangieren muss, und sich so einen internationalen Heiligenstatus erschaffen konnte.
    20 6 Melden
    • Liam 24.07.2016 08:38
      Highlight Da haben Sie recht, wegen der Feudalherrschaft. Dies sind sich alle heutigen, Buddhistischen Lehrer bewusst und verleugnen dies nicht. Einige sagen sogar, dass genau diese veraltete Staatsform zu ihrem Untergang beigetragen hat. Aber es gibt auchLehrer wie den16. Karmapa ( Haupt einer anderen tibetischen Schule; es gibt deren vier) der sich bewusst aus der Politik rausgehalten hat.
      Es wird immer etwas geben was man kritisieren kann, sei es bei Politikern oder bei geistigen " Führern". Wie soll es denn beim Erleben einer unperfekten Welt auch anders sein?
      10 2 Melden
  • Shin Kami 23.07.2016 20:36
    Highlight Naja ist ja nicht so als würde kein Land der Welt den Tibetern helfen, weil alle damit beschäftigt sind China in den Arsch zu kriechen...

    ...Ach Moment genau so ist es ja!
    28 5 Melden
    • Seralina 24.07.2016 01:17
      Highlight Merci!!
      3 4 Melden
  • pascii 23.07.2016 19:17
    Highlight Die Antwort ob der Glaubwürdigkeit des Dalai Lama und Tibet liegt wahrscheinlich in der Mitte der beiden Extreme der vorliegenden Kommentare...
    7 4 Melden
  • andersen 23.07.2016 18:46
    Highlight Dalai Lama hat Einreiseverbot nach Deutschland erhalten, zur Recht, er soll sich nicht der Flüchtlingspolitik einmischen, wo er selber ein Flüchtling ist.-
    Die Tibeter können weiter Momo machen und beten, aber in Europa müssen sie arbeiten.

    Seralina : Der Dalai Lama ist nicht Gott, sondern ein Guru und was kann man von Ihm lernen? Nichts.
    15 51 Melden
    • oskar 24.07.2016 13:42
      Highlight Man kann vom tibetischen buddhismus halten was man will. Unbestritten ist jedoch, das der D.L. ein höchst gebildeter und renommierter lehrer ist. Wer behauptet von so jemandem nichts lernen zu können, disqualifiziert sich selbst
      9 3 Melden
  • shubeedoo 23.07.2016 18:01
    Highlight Ist dies als Kritik oder Mitleid gemeint? So wie ich den Buddhismus immer verstanden habe, ist das höchste Ziel, frei von den Zwängen der eigenen Wünsche zu werden. Ich bin mir sicher, der Dalai Lama wünscht sich nach Tibet zurückkehren und das erreicht er nicht durch isolierte Askese, sonder u.a. mit Geld und Publicity. Völlig legitm mMn. Ausserdem bringt er anderen das buddhistische Gedankengut näher. Wie er damit umgeht, dass sein Wunsch nie in Erfüllung gehen wird, kann niemand von uns wissen, wird aber u.a. entscheiden, ob er denn den buddhistischen Prinzipien treu ist/war.
    22 2 Melden
    • kleiner_Schurke 23.07.2016 18:35
      Highlight Sie sind sich sicher? Worauf basiert ihre Sicherheit? Belege bitte:
      6 12 Melden
    • shubeedoo 24.07.2016 15:45
      Highlight Es ist das naheliegendste, gegeben seine Position als Gott-König, die Umstände seiner Flucht und seine advocacy. Warum sollte er das nicht wollen bzw. Was will er stattdessen?
      0 0 Melden
  • Seralina 23.07.2016 17:06
    Highlight Ein sehr frecher beitrag von ihnen!
    In erster linie besucht der dalai lama länder wo sein volk leben muss.die stadien sind mit unzähligen tibeter und einzelnen nicht tibeter gefüllt! Für die tibeter ein geschenk ohne angst ihren dalai lama zu sehen und seine schulungen zu besuchen!
    Ich werde ihn das dritte mal erleben dürfen in zürich,den mann mit dem wohl ehrlichsten und schönsten lachen der welt! Der dalai lama ist unglaublich weise,friedvoll und gibt acht zu seinem volk! Sie könnten viel von ihm lernen!!
    Schämen sie sich!
    Free tibet,lang lebe seine heiligkeit der 14. dalai lama❤️
    62 23 Melden
    • kleiner_Schurke 23.07.2016 17:21
      Highlight Beantworten sie mir folgende Fragen:
      1. Wann war Tibet, so wie es der Dalai fordert, ein unabhängiges Land?
      2. Wann wurde der Dalai Lama demokratisch zum Staatsoberhaupt gewählt?
      3. Warum lebten die Tibeter bis vor ca. 50 Jahren in grösster Armut und erleben heute einen Wohlstand den sie nie gekannt haben?
      4. Warum haben oder hatten Tibetanische Klöster bis zu mehreren 1000 Leibeigene?
      5. Worin liegt die Weisheit des Dalai Lama?
      6. Welche Errungenschaften zum Wohle seines Volkes oder der Menschheit kann er vorweisen?
      7. Warum bezeichnen tibetanische Mönche Frauen als “wandelnde Latrinen“?
      32 59 Melden
    • shubeedoo 23.07.2016 17:50
      Highlight Ehm. Hat da jemand viel chinesische Propaganda gelesen? Ihre 'Fragen' triefen nur so vor der Einstellung vieler Han-Chinesen, dass dir Tibeter ein zurückgebliebenes Volk sind und froh sein sollten, dass die Chinesen ihnen wirtschaftlichen Aufschwung 'gegeben' haben. Diese Arroganz schlägt sich dann in repressiver Politik nieder, die sich einen Dreck um tibetische Kultur schert. Dass Tibet nie ein unabhängiges Land war, tut nichts zur Sache. Rechtfertigt es das Verhalten der chinesischen Regierung? Warum sollte eine Gruppe Menschen, die unabhängig sein wollen, dies nicht sein dürfen?
      43 16 Melden
    • kleiner_Schurke 23.07.2016 18:33
      Highlight Warum als gehört der Jura noch zur Schweiz?
      8 20 Melden
    • Seralina 24.07.2016 01:19
      Highlight Du schurke du,wenn du dich richtig mit dem dalai lama auseinandersetzen würdest,wüsstest du die antworten!!
      4 9 Melden
    • Mia Mey 24.07.2016 10:34
      Highlight Kleiner Schurke, bei manchen aussagen gebe ich dir recht. Die Tibeter waren vor den Chinesen auch kein freies volk. Doch, von Fremden unterdrückt zu werden ist schlimmer als von Eigenen. Daher war es den Tibetern auch nicht möglich sich selber in ihrem Buddhismus weiter zu entwickeln.
      Tibet hat mit dem Dalai Lama ein starkes Sprachrohr, was den anderen Völkern in China nicht vergönnt ist.
      5 2 Melden
    • shubeedoo 24.07.2016 15:42
      Highlight @kleiner schurke:
      Der Jura wird nicht von dem Bund unterdrückt.
      Es werden keine Jurassen zwangsdeplatziert.
      Der Jura wird nicht von der dominanten Ethnie der Schweiz quasi-kolonialisiert.
      Will der Jura von der Schweiz unabhängig sein? Wenn dem so wäre, würde die Schweiz dem Jura eine demokratische Möglichkeit geben, zu sezessieren?

      Waren alle in Westeuropa existierenden Staaten vor den Grossreichen des 16. bis 18. Jahrhunderts bereits unabhängige Staaten, was dann dMn ihre Unabhängigkeit nach dem Zerfall der Grossreiche legitimieren würde?
      4 0 Melden
  • kleiner_Schurke 23.07.2016 15:42
    Highlight Für Leute die einen Blick hinter die Fassaden des Dalai werfen wollen ist das Buch von Colin Goldner zu empfehlen “Dalai Lama – Fall eines Gottkönigs“. Goldner zeigt die Verbindungen des Dalai Lama zu vormaligen SS-Männern wie dem SS-Hauptsturmführer Bruno Beger oder SS-Oberscharführer Heinrich Harrer oder seine Kontakte zu dem japanischen Sektenführer und späteren Massenmörder Shoko Asahara auf.
    29 37 Melden
    • Michael Mettler 23.07.2016 19:39
      Highlight Sie sind verdammt schlau und haben ein tolles Wissen. Ich empfehle Ihnen dies in Zukunft in konstruktiver Form einzusetzen. Wir werden davon mehr profitieren als in der aktuellen destruktiven Art. Freuemich
      17 7 Melden
    • _kokolorix 23.07.2016 20:55
      Highlight Auch Mahatma Gandhi hatte seine Fehler, so verheiratete er seine Töchter ihne sie zu fragen und behandelte seine Frau ziemlich mies.
      Kein Mensch ist ohne Fehl und Tadel und jede Religion ist ein Konstrukt das Abhängigkeiten schafft. Wobei Gandhi und der Dalai Lama wohl noch als die unschädlichsten Verkünder eines Glaubens durchgehen. Ihre Lehren enthalten weit mehr vernünftiges als die der Söhne Abrahams, welche bisher nur hierarchische Ausnutzungsstrukturen erschaffen haben.
      Für mich gibt es keinen Grund so viel Abneigung gegen den Dalai Lama zu hegen, wie du es an den Tag legst
      17 5 Melden
    • kleiner_Schurke 23.07.2016 22:34
      Highlight Ich habe mich eben sehr eingehend mit dem Buddhismus befasst. Ich habe Gelesen. Ein Freund von mit war Mönch in einem Buddhistische Kloster im Tibet. Da bekommt man seine Infos aus erster Hand. z.B. Mönche haben keinen Sex. Prostituierte die weit unten in der Karma Hierarchie stehen können ihre Karma Bilanz verbessern indem sie mit einem Mönch Sex haben. Bessert der Mönch das Karma einer Frau auf, gilt das nicht als Sex. Get the Picture? Alles weitere erklärt sich von selber.
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    • winglet55 24.07.2016 04:16
      Highlight wie alt war denn der Dalai Lama, als er Kontakt zu Berger/Harrer hatte, sie Schlaumeier? Da war er noch ein Kind!!
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    • oskar 24.07.2016 13:48
      Highlight Mir scheint herr kleiner_schurke hat eine mission. Wer derart eifrig und radikal weisheiten verbreitet, sieht sich wohl als apostel... Was motiviert Sie herr schurke, hier dermassen viel zu posten?
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