International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministerium in Gaza wurden 58 Menschen von israelischen Soldaten erschossen.  Bild: EPA/EPA

So viele Tote wie seit Jahren nicht mehr in Gaza ++ USA blockieren Untersuchung

Die USA haben ihre Botschaft nach Jerusalem verlegt. Bei Protesten von Palästinensern wurden Dutzende Menschen von israelischen Soldaten erschossen. Die USA lehnen eine unabhängige Untersuchung der Konfrontationen ab.

15.05.18, 04:39 15.05.18, 08:57

Nach der Gewalt an der Gaza-Grenze mit Dutzenden getöteten Palästinensern lehnen die USA eine unabhängige Untersuchung der Konfrontationen ab. Palästinenser und Israelis schieben sich derweil gegenseitig die Schuld an der Eskalation zu.

Unter den Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrats kursierte am Montag der Entwurf für eine gemeinsame Stellungnahme zu der Gewalt, in der auch eine solche Untersuchung gefordert wurde. Diesen Entwurf blockierten die USA jedoch, wie ein Diplomat der Nachrichtenagentur DPA bestätigte. 

Zuvor erklärte Präsident Donald Trump am Montag in einer Videobotschaft: «Israel ist eine souveräne Nation mit dem Recht, seine Hauptstadt selbst zu bestimmen.»

Trump hatte im Dezember in einem international hoch umstrittenen Schritt Jerusalem einseitig als Israels Hauptstadt anerkannt. Dabei kündigte er auch die Verlegung der Botschaft an. Der Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem ist ein klarer Bruch mit der jahrelangen US-Politik.

Der Status Jerusalems ist eine der heikelsten Fragen im Nahostkonflikt und soll in Friedensverhandlungen geklärt werden. Israel hatte den Ostteil samt der historischen Altstadt im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzt und 1980 annektiert, die UNO erkennt die Annexion aber nicht an. Die Palästinenser erheben Anspruch auf den Ostteil Jerusalems als Hauptstadt eines zukünftigen Palästinenserstaates.

Der Liveticker zur Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem

So unterschiedlich sind die Reaktionen auf die Eröffnung der US-Botschaft:

Video: srf

Gewalt erreicht neuen Höhepunkt

Die Eröffnungszeremonie am Montag fand am gleichen Tag statt, an dem Israel sein 70-jähriges Bestehen feierte und war überschattet von massiven Protesten von Palästinensern. Im Gazastreifen an der Grenze zu Israel wurden mindestens 58 Palästinenser von israelischen Soldaten erschossen.

Rund 2800 wurden nach den Angaben des palästinensischen Gesundheitsministerium in Gaza verletzt, knapp die Hälfte davon durch Schüsse. Es ist damit der Tag mit den meisten Todesopfern seit dem Gaza-Krieg 2014.

Einsatz von Tränengas-Drohnen

Das UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte zeigte sich schockiert darüber, dass Dutzende von Menschen getötet und Hunderte verletzt worden seien. Die UNO-Organisation forderte in Genf, dass der Einsatz von scharfer Munition durch israelische Soldaten gestoppt werde.

Verurteilung der Gewalt

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres sagte in Wien, die Ausschreitungen verdeutlichten, dass eine politische Lösung des Konflikts unabdingbar sei. «Es gibt keinen Plan B zur Zwei-Staaten-Lösung.»

Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini rief alle Seiten «zu äusserster Zurückhaltung» auf. «Israel muss das Recht auf friedlichen Protest und den Grundsatz der Verhältnismässigkeit beim Einsatz von Gewalt respektieren», erklärte Mogherini. Die radikale Palästinenserorganisation Hamas und andere müssten ihrerseits für gewaltfreie Demonstrationen sorgen.

Auch Vertreter Deutschlands und Grossbritanniens sowie Bundesrat Ignazio Cassis erklärten sich besorgt über die Eskalation der Gewalt und die hohe Zahl der Toten. Cassis rief die Konfliktparteien auf Twitter zur Zurückhaltung auf.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Gewalt an der Grenze zum Gazastreifen verurteilt. Er habe sich am Montag mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und dem jordanischen König Abdullah ausgetauscht, teilte das französische Präsidialamt am Montagabend mit.

Am Dienstag wolle Macron auch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sprechen. Macron sei gegen die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem. «Er verurteilt die Gewalt der israelischen Streitkräfte gegen Demonstranten», hiess es in der Mitteilung.

Die israelischen Nachbarstaaten Libanon, Jordanien und Ägypten verurteilten die Gewalt im Gazastreifen ebenfalls. Es handle sich um «exzessive Gewalt gegen wehrlose palästinensische Menschen», sagte der jordanische Regierungssprecher Mohammed al-Momani am Montag.

Palästinenserpräsident spricht von «Massaker»

An den Massenprotesten im Grenzbereich seien rund 40'000 Menschen beteiligt gewesen, sagte der israelische Militärsprecher Ronen Manelis Journalisten. Drei Terrorzellen mit Schusswaffen hätten versucht, israelische Soldaten anzugreifen. Es seien Brandflaschen, Sprengsätze und Lenkdrachen mit Brandsätzen gegen die israelische Seite eingesetzt worden.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas warf Israel ein «Massaker» vor. Abbas ordnete am Montag eine dreitägige Staatstrauer an und erklärte in Ramallah im Westjordanland, die USA seien «nicht länger ein Vermittler im Nahen Osten». Die von Tel Aviv nach Jerusalem verlegte US-Botschaft sei gleichbedeutend mit «einem neuen amerikanischen Siedler-Aussenposten».

Mahmud Abbas. Bild: EPA/EPA

Auch die Hamas sprach von einem «schrecklichen Massaker». Die israelische Luftwaffe flog als Reaktion «auf die gewaltsamen Aktionen der Hamas in den vergangenen Stunden» einen Angriff auf ein militärisches Ausbildungslager der Hamas im Norden des Gazastreifens, wie die Armee mitteilte.

«Israel ist ein Terrorstaat.»

Recep Tayyip Erdogan

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan beschuldigte Israel des «staatlichen Terrors» und «Völkermords». «Israel ist ein Terrorstaat», sagte Erdogan am Montag in einer Rede vor türkischen Studenten in London. «Ich verurteile dieses humanitäre Drama, den Völkermord, von welcher Seite es auch kommt, Israel oder Amerika.»

Zudem beorderte die Türkei ihre Botschafter in Israel und den USA zurück, wie Vize-Regierungschef Bekir Bozdag in Ankara sagte. Die Botschafter werden demnach «zu Beratungen» zurückgerufen. Kurz zuvor hatte bereits Südafrika als Reaktion auf das Vorgehen der israelischen Armee im Gazastreifen seinen Botschafter in Israel zurückbeordert.

Der arabische Golfstaat Kuwait beantragte eine Sitzung des UNO-Sicherheitsrates. Die für Dienstag anberaumte Sitzung sei als offene Debatte gedacht, bestätigte ein Sprecher der kuwaitischen UNO-Vertretung am Montag.

Russland kritisierte die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem als Gefahr für den Frieden in der Region, wie Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau sagte.

Aussenminister Sergej Lawrow sagte zudem bei einem Treffen mit seinem ägyptischen Amtskollegen Samih Schukri, der Status von Jerusalem sei ein zentraler Punkt des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern. Dieser Streit könne nur im Dialog gelöst werden und nicht einseitig durch ein Land. Russland sei bereit, einen solchen Dialog zu unterstützen, sagte der Aussenminister.

 (sar/sda/dpa/afp/reu)

Was sagen die Bewohner zur US-Botschaft in Jerusalem?

Video: srf

Botschafts-Eröffnung in Jerusalem

Das könnte dich auch interessieren:

«Ich dachte, ich verblute»: Zürcherin muss 144-Notruf wählen, obwohl sie im Spital liegt

41 herrlich ironische Beispiele, wie uns das Leben ab und an ein Schnippchen schlägt

Kritik am Transmenschen-Gesetzesentwurf: «Der Bundesrat signalisiert: Ihr existiert nicht»

«Ihr Zürcho sind huorä Laggaffä! Wixxo! Losers!»

«Liebe Frau Seiler Graf, Ihre SP ist jetzt die neue SVP ...»

Entsteht in Italien das Modell eines modernen Faschismus?

Diese 15 Orte darfst du nicht besuchen. Und das ist besser so für dich

Ein schamloser Kuhhandel: Der AHV-Steuer-Deal ist eine schlaue und heikle Idee

11 Gründe, weshalb du den Sommer in der Schweiz verbringen solltest

präsentiert von

Züri-Hools gingen nach Basel zum Prügeln – das hätten sie besser sein lassen

Fact oder Fake? Experte hält Rätsel um MH370-Verschwinden für gelöst

Trump gräbt Nordkorea eine Atom-Grube und fällt nun selbst hinein

Diese 9 Influencer-Fails beweisen, wie «real» Instagram ist – nämlich gar nicht

Dieser kleine Trick hat mich von meiner Handy-Sucht befreit

Die Rebellion der ungefickten Männer kommt aus dem Internet! Ein Experte erklärt «Incel»

Der grosse Lohn-Check: So viel verdient die Schweizer Bevölkerung

«Die Angriffe sind real» – Experten warnen vor «unrettbar kaputter» E-Mail-Verschlüsselung

Der Bikini-Trend, auf den wirklich niemand gewartet hat: Nude

21 Markenlogos, in denen sich geheime Botschaften verstecken

Wie viele Menschen erträgt die Erde?

Französin wählt wegen Schmerzen den Notruf und wird ausgelacht – wenig später ist sie tot

Dieses Rätsel wurde für Superhirne mit IQ 131 oder mehr entworfen? Schaffst dus trotzdem?

Oben ohne auf der Rückbank – 8 Taxifahrer erzählen ihre absurdesten Erlebnisse

Stell dir vor, es ist Masseneinbürgerung und keiner geht hin (ausser ein paar Italiener)

Ach Tagi, was ist aus dir geworden? (K)eine Liebeserklärung zum Jubiläum

Da kocht das Blut, da blüht die Rose in der Hose ... Unsere Basler Bachelorette mal wieder

«Tote Mädchen lügen nicht» kommt wieder – wie gefährlich ist die Serie wirklich?

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
104
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
104Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 16.05.2018 07:51
    Highlight Mörder decken sich gegenseitig! Die Schützen und ihre Offiziere gehören vor ein internationales Kriegsgericht! Niemand muss auf Menschen schiessen!
    1 0 Melden
    • Peter Silie (1) 16.05.2018 13:42
      Highlight Niemand muss auf Menschen schiessen? Um sein eigenes Leben zu schützen finde ich schon!
      0 3 Melden
  • blaubar 15.05.2018 12:32
    Highlight Es wird Zeit, das US-Imperium inkl. allen Vasallen und Mitläufer in die Schranken zu weisen. Definitif!
    11 9 Melden
    • Peter Silie (1) 16.05.2018 13:43
      Highlight Ich würde gerne Ihre Version hören, wie denn die Welt danach aussehen würde ;)
      1 2 Melden
  • blaubar 15.05.2018 12:30
    Highlight Kann mir irgendjemand den Sinn der UNO näherbringen? Ausser, dass sie 1948 die Basis für die Gründung des Staats Israel geliefert hat.
    9 9 Melden
  • Snowy 15.05.2018 11:09
    Highlight Die USA verlegt die Botschaft ohne zwingenden Grund nach Jerusalem - in einen Stadtteil der gemäs Völkerrecht als besetzt gilt

    P demonstrieren (z.T. steinewerfend) gegen dieses einseitige politische Signal der USA.
    Israelische Soldaten erschiessen 60 Menschen und verletzen tausende. Viele haben Wunden im Kopf oder Oberkörper

    Die Frage der Verhältnismässigkeit stellt sich einmal mehr. Derweil geben die USA/Israel alleine der Hamas die Schuld an den 60 Toten

    Die USA ist definitiv kein unabhängiger Partner mehr im Friedensprozess, sondern Akteur auf Seiten der rechtsnationalen Siedler Israels
    18 7 Melden
    • Skip Bo 15.05.2018 13:25
      Highlight Westjerusalem gilt nicht als besetzt. Du meinst Ostjerusalem, aus dem 1948 alle jüdischen Bewohner durch die Jordanier vertrieben wurden, beim Angriffskrieg durch die Araber an Israel verloren ging und seither als Gebietsgewinn von Israel besetzt wird.
      Die Hamas haben ja nicht im Ernst daran geglaubt es gäbe keine Toten. Die haben das billigend in Kauf genommen.
      13 17 Melden
    • Snowy 15.05.2018 13:42
      Highlight Du gibts ernstens der Hamas die Schuld für die 60 Toten?
      Man hätte schliesslich auch einfach nicht protestieren können??

      Du hast also kein Problem damit, dass eine der hochgerüsteten Armeen der Welt - eingegraben hinter dicken Mauern und hinter hohen Zäunen, Demonstranten, welche auf offenem Feld Steine werfen mit Kopfschüssen erschiessen?

      Nochmals:
      Israel: Verletzte/Tote = 0
      Palästinenser: 60 Tote (darunter viele mit Kopfschüssen) / tausende (!) Verletzte

      Bei diesen Zahlen kann es sich schlicht nicht um einen verhältnismässigen Eingriff der IDF gehandelt haben.
      19 9 Melden
    • Astrogator 15.05.2018 13:50
      Highlight @Skip Bo: Ja, anscheinend ist es so, dass man heute davon ausgehen muss, dass das israelische Militär auch Kinder auf grosse Distanz erschiesst. Die Verantwortung dafür trägt aber derjenige der schiesst.
      9 5 Melden
    • Skip Bo 15.05.2018 14:08
      Highlight Ja ich gebe der Hamas eine grosse Mitschuld. Die Erfahrungen der letzten Monate haben gezeigt, dass die israelischen
      Armee die Grenze mit scharfer Munition verteidigt. Tote waren mit absoluter Sicherheit zu erwarten. Eine friedliche Kundgebung in sicherer Distanz zur Grenze hätte keine Toten zur Folge gehabt.
      Es wurden nicht nur Steine sondern auch Molotowcocktails geworfen. Diese abzuwehren kann als Selbstverteidigung angesehen werden. Die Absicht der Molotow Werfer war, zu töten.
      8 11 Melden
    • Astrogator 15.05.2018 15:19
      Highlight @Skip Bo: Dann bist du sicher auch der Ansicht, dass Gewalt gegen Siedler in illegal erstellten Siedlungen Selbstverteidigung und kein Terror ist?

      9 5 Melden
    • Maracuja 15.05.2018 16:38
      Highlight @Astrogator

      Diese Siedler handeln illegal, erschweren/verunmöglichen eine friedliche Lösung, sie wissen genau, dass ihre Präsenz provoziert und sie mit gewalttätigen Reaktionen rechnen müssen. Siedler und ihre politischen Unterstützer tragen somit eine Mitverantwortung, wenn Siedlungen angegriffen werden. Auch Hamas kann man von einer Mitverantwortung nicht völlig freisprechen, wenn sie die eigenen Leute an einer Grenze verheizt, von der aus scharf geschossen wird. Das Kalkül, dass die Toten der Sache nützen, weil Israel einmal mehr als Unrechtsstaat entlarvt wird, ist m.E. ziemlich zynisch.
      7 3 Melden
    • Skip Bo 15.05.2018 16:43
      Highlight Astro, die Siedlungen sind gemäss UNO illegal. Wenn den Landbesitzern das Land zum Bau enteignet wurde, ist es richtig, dass sie sich wehren. Wenn die Landbesitzer das Land rechtmässig verkauft haben, ist es keine Selbstverteidigung.
      5 3 Melden
    • Snowy 15.05.2018 16:45
      Highlight Leider sind mittlerweile nicht nur die Siedler und Menschen Rechts aussen einer Zweistaaten-Lösung derart ablehnend eingestellt.

      Selbst weltoffene, gebildete und eher Mittel-Links denkende Menschen in Tel Aviv haben resigniert: Man weiss, dass es keinen Frieden mit den Arabern und eine Zweistaatenlösung geben kann. Also unterstützten nun selbst solche Leute rechstnationale Parteien und die Siedlerbewegung um Fakten für ein Grossisrael zu schaffen

      Ich habe keinerlei Hoffnungen mehr für die Palästinenser in den besetzten Gebieten.
      2 0 Melden
    • Saraina 15.05.2018 20:20
      Highlight Die Palästinenser haben eben auch keine Hoffnung mehr. Deswegen glaube ich nicht, dass es primär die Hamas ist, die für Proteste und Gewaltakte verantwortlich ist. Es ist genauso die Schuld der provokativen Politik Netanyahus und Trumps. Es gab keinen Grund, die Eröffnung der Botschaft, die notabene nicht im besetzten Teil Jerusalems ist, ausgerechnet am Nakba Gedenktag zu eröffnen.

      "Wenn man mit 16 Jahren schon wisse, dass man keine Zukunft habe, sei es unter Umständen auch eine Option, sich erschießen zu lassen, sagte Lüders im Dlf."
      4 1 Melden
    • Peter Silie (1) 16.05.2018 13:53
      Highlight @ Saraina: "Frieden zwischen den Palästinensern und den Israelis wird es erst geben, wenn die Palästinenser ihre Kinder mehr lieben, als sie die Juden hassen." (Golda Meir) Die Palästinenser hätten 1948 knapp die Hälfte haben können, hörten aber lieber auf die Nachbarn, die ihnen das ganze Land versprachen. Bis zum Yom-Kippur Krieg 1973 war Israel mehr als nur bereit in Gespräche einzutreten und selbst auf die Grenzen von 1967 zurückzugehen.. Nach dem YK-Krieg hatten die Israelis verständlicherweise genug, obwohl die Pal's sich mit den Grenzen von 1967 einverstanden erklärten.. Too late!
      3 3 Melden
    • Astrogator 16.05.2018 14:16
      Highlight @Peter Silie: "Too Late"?
      Mit dieser Einstellung ist das Schicksal von Israel besiegelt irgendwann wird die Welt genug davon haben Israel durchzufüttern. Israel würde ohne Milliarden an Militärhilfe schon lange nicht mehr existieren, irgendwann werden die Gelder nicht mehr fliessen. Auf der anderen Seite ist ein Volk, dass gegen eine Besatzungsmacht, Terror und Repression kämpft. Noch nie in der Geschichte der Menschheit ging so ein Kampf verloren.

      Israel hat nur eine Chance zu überleben: Die Zweistaatenlösung akzeptieren und Land dass seit 1967 annektiert wurde zurückzugeben.
      3 2 Melden
    • Peter Silie (1) 16.05.2018 14:57
      Highlight @ Astrogator: Für Frieden ist es natürlich nie too late! Mit too late meinte ich zu den Grenzen von 1967 zurückzukehren. 16% der israelischen Bevölkerung (der Arabische Anteil) sehen sich nicht unter einer Besatzungsmacht, Terror oder Repression. Diese 16% kennen dafür Religions-, Presse-, Meinungsfreiheit und leben in einer Demokratie die Gleichberechtigung kennt, Rechte für LGBTQ und vielen anderen Rechten.. Diese 16% können wählen und haben ihre eigene Partei und Abgeordneten. Sobald Israel unachtsam wird und die Waffen ablegt, wird es sogleich wieder angegriffen - history shows..
      2 2 Melden
    • Astrogator 17.05.2018 12:08
      Highlight Demokratie und Gleichberechtigung? Rechtsstaat?

      Ein Rechtsstaat kennt keine Kollektivstrafen wie z.B. das sprengen von Häusern von Attentätern. In einem Rechtsstaat würde ein Soldat der eigenen am Boden liegenden Palästinenser in den Kopf schiesst nicht mit einer lächerlich kurzen Gefängnisstrafe davonkommen und noch frühzeitig entlassen werden. Ein Rechtsstaat hält sich an Völkerrecht und bindende ZNO-resolutionen und würde eine unabhängige Untersuchung zulassen.

      Das was du schreibst ist das Bild das Israel von sich gerne hätte, es entfernt sicher aber immer mehr davon.
      3 1 Melden
    • Saraina 17.05.2018 13:29
      Highlight Vielleicht sollte der Rechtsstaat damit beginnen, feste Genzen für sich zu deklarieren und sich dann auch innerhalb dieser zu begnügen. Erst vor ein paar Wochen wurde im Westjordanland eine palästinensische Siedlung zerstört, um Platz für ein Neubauprojekt für jüdische Siedler zu machen. Es gibt in Israel weder den Willen noch die innenpolitische Möglichkeit diese Landnahme zu stoppen. Das ist das wahre Problem.
      Und das führt auch zu der extremen Ausgrenzung, bis hin zu physischen Attacken, auf Kritiker aus den eigenen Reihen in Israel. Mit der Meinungsfreiheit ist's da nicht weit her...
      3 1 Melden
  • Nikolai G. 15.05.2018 10:38
    Highlight Erdogan spricht von Völkermord und staatlichem Terror. Das ist ja pure Ironie. Was macht er mit den Kurden? Darf man über die Armenier sprechen in der Türkei? Ah nein warte gab es nicht.....
    52 7 Melden
    • Domino 15.05.2018 11:06
      Highlight Genau. Selbst Istanbul hatte vor 120 Jahren noch eine nichtmuslimische Mehrheit. Und heute gibts in der Türkei immer noch über 185‘000 Sklaven.
      6 3 Melden
    • Astrogator 15.05.2018 11:06
      Highlight Was ist denn mit den israelischen Kampfpiloten passiert die sich öffentlich geweigert haben weiterhin Angriffe gegen Zivilisten zu fliegen?

      Mordechai Vanunu? Ein Begriff?
      Kam gut an, als er das Atomwaffenprogramm aufgedeckt hat.
      Im Gegensatz zum Iran erlaubt Israel nach wie vor keine Kontrolle durch die IAEO.

      Auch in Israel kann man nicht offen sprechen. Israelische Kritik an der Türkei bewegt sich auf demselben Level wie umgekehrt.
      8 5 Melden
    • Snowy 15.05.2018 11:25
      Highlight Whataboutism.

      Trotzdem hat er recht.
      3 4 Melden
    • PaLve! 15.05.2018 19:04
      Highlight Das Argument mit der Schuld der Demonstranten stimmt so nicht. Nach der Logik müssten Bürgerrechtler die im Kampf gegen die Freiheit sterben auch alle selber Schuld sein oder auch Dissidenten in totalitären Staaten.
      Die Hamas hat das höchstens in Kauf genommen, aber die Schuld liegt letztendlich bei den israelischen Soldaten die geschossen haben.
      3 1 Melden
    • Peter Silie (1) 16.05.2018 13:57
      Highlight Bürgerrechtler benutzen keine Waffen, werfen keine Steine, verwenden keine Drachen mit glühender Kohle um die Felder der Bauern zu zerstören.
      2 3 Melden
    • PaLve! 16.05.2018 17:21
      Highlight Rechtfertigt das, auch wenn es vermutlich für die wenigsten Demonstranten zutrifft, es auf 14 jährige zu schiessen?
      1 0 Melden
    • Astrogator 17.05.2018 12:11
      Highlight @Peter Silie: Mit deiner Argumentation hat Israel kein Recht auf Existenz. Denn der Staatsgründung gingen terroristische Angriffe auf die Briten voran. Diese Bombenattentate sieht man ja heute als heroischer Freiheitskampf und die Verbrecher von damals standen später an der Spitze des Staates.

      2 0 Melden
  • Fulehung1950 15.05.2018 10:33
    Highlight Klar blockieren die USA eine solche Untersuchung. Sie würde nämlich zutage fördern, welch übles Spiel die USA und ihr Protégé Israel mit den Palästinensern spielen und welche Vetbrechen an diesem Volk begangen werden.
    29 16 Melden
  • Vanessa_2107 15.05.2018 10:04
    Highlight Wie kann man bei 58 Toten und mehr als 2000 verletzten Palästinensern und keinem toten oder verletzten Israeli noch für Israel sein, hallo? Da wurden mit Kanonen auf Spatzen geschossen, da stimmt wieder einmal etwas nicht. Bis jetzt habe ich nur von Amnesty Int.gehört, dass sie die Israeli verurteilen. Wie diese Toten weniger wert wären als Tote in Frankreich, England oder Deutschland. (ich wiederhole, ich habe nichts gegen Juden) aber Israel verhält sich jedesmal total unverhältnismässig!
    37 29 Melden
    • Skip Bo 15.05.2018 12:37
      Highlight Wenn es 59 tote Israeli ( 1 mehr als Palästinenser ) gegeben hätte wärst du dann pro Israel?
      Es war vorauszusehen, dass der Angriff auf die Grenze Tote fordert. Die Rechnung der Hamas ist aufgegangen.
      9 14 Melden
    • Astrogator 15.05.2018 13:53
      Highlight @Skip Bo: du schreibst selbst, dass man selbstverständlich davon ausgehen muss, dass das israelische Militär Zivilisten bewusst erschiesst.

      Aber die Verantwortung dafür siehst du nicht bei Israel?

      Finde den Fehler...
      11 5 Melden
    • Astrogator 15.05.2018 14:41
      Highlight @Skip Bo: Wenn es nur einen verletzten Israeli gegeben hätte, wäre wenigstens der Ansatz einer Rechtfertigung für das Massaker an der Zivilbevölkerung gegeben gewesen.

      So ist es es aber was es ist, ein Massaker an Zivilisten, ein Kriegsverbrechen, staatlicher Terror... such dir was aus.
      9 6 Melden
    • Skip Bo 15.05.2018 16:53
      Highlight Man wusste das scharf geschossen wurde. Warum greift man unter diesen Umständen die Grenze an?
      Die Toten wurden von der Hamas eingerechnet. Die Soldaten haben genau das gemacht, was die Hamas wollte.
      5 8 Melden
    • Skip Bo 15.05.2018 17:05
      Highlight Astro, was wäre passiert, wenn die Soldaten die Grenzen nicht geschützt hätten? Es wären ca. 40'000 Demonstranten mit Molotowcocktalis ausgerüstet durch israelische Grenzstädte marschiert. Spätestens jetzt hätte es tote Israelis gegeben. Ob die Angreifer mit anderen Mitteln ferngehaltet worden wären, kann ich nicht beurteilen. Tränengas hat nichts genützt, die Angreifer trugen z.T. Schutzmasken.
      5 8 Melden
    • PaLve! 15.05.2018 19:01
      Highlight Sind denn Journalisten in Diktaturen, die ihre Meinung frei äussern auch selberschuld, wenn sie an der Wand enden?
      3 0 Melden
  • Paul_Partisan 15.05.2018 09:51
    Highlight Schon lustig wie ein Diktator wie Erdogan die einzig wahre Demokratie im nahen Osten als "Terror Staat" bezeichnet.
    Unabhängig davon sollte die IDF natürlich die Protestierenden ohne den Einsatz von scharfer Munition in Schach halten können. Schliesslich ist jeder tote Demonstrant Wind in den Segeln der faschistischen Hamas und ihrer Verbündeten.
    26 16 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 15.05.2018 11:31
      Highlight Schiessen Demokratien auf unbewaffnete Demonstranten?
      11 5 Melden
    • PaLve! 15.05.2018 19:05
      Highlight Sperrt eine ''wahre'' Demokratie (Macht des ->Volkes<-) in Siedlungsgebiete und unterdrückt sie?
      4 0 Melden
  • stadtzuercher 15.05.2018 09:47
    Highlight Und nächstes Jahr feiern wir den ESC in der neuen Hauptstadt. Dieser politisch motivierte erste Preis des ESC entwickelt sich langsam zum Bumerang.
    30 14 Melden
    • Paddiesli 15.05.2018 10:58
      Highlight Es waren die Zuschauer, die Israel auf Platz 1 hievten, nicht die Länderjuries. Es sei denn, du willst damit sagen, die Zuschauer-Votings waren manipuliert.
      6 2 Melden
    • Madmessie 15.05.2018 12:55
      Highlight Von wegen politisch motiviert. Die Zuschauer aus ganz Europa haben die israelische Künstlerin auf Platz eins gevotet.
      6 7 Melden
  • nikolas 15.05.2018 09:47
    Highlight Wann reagiert die internationale Gemeinschaft endlich gegen dieses Morden, Annektieren und Unterdrücken?
    22 19 Melden
    • Paddiesli 15.05.2018 11:01
      Highlight Ich sags dir: An dem Tag, an dem die Veto-Rechte abgeschafft werden. Du kannst dir also ausrechnen, wann das sein wird.
      9 0 Melden
    • blaubar 15.05.2018 12:34
      Highlight Die internationale Gemeinschaft ust vorallem die USA mein Lieber.
      6 4 Melden
  • Sauäschnörrli 15.05.2018 09:01
    Highlight Verständlich, eine unabhängige Untersuchung könnte den so eben eingeleiteten, noch sehr labilen, Friedensprozess stören.



    Entschuldigt, aber anders als mit Zynismus, kann ich einer Nachricht wie dieser nicht mehr begegnen.
    127 22 Melden
  • DomKi 15.05.2018 09:01
    Highlight Interessant wäre ja einmal das Thema anzugehen warum die Palästinenser ein Problem haben, dass Jerusalem die US-Botschaft beherbergt. Und dass die Palästinenser deswegen gleich den Grenzzaun zu Israel durchbrechen möchten. Und klar wer kann es Israel verbieten sich zu wehren.
    34 109 Melden
    • Sauäschnörrli 15.05.2018 09:20
      Highlight Weil Ost-Jerusalem laut UN unrechtmässig annektiert wurde und der Status Jerusalems Gegenstand der Verhandlungen über die Zwei-Staaten-Lösung ist.
      91 18 Melden
    • René Obi (1) 15.05.2018 10:14
      Highlight Wäre ja interessant zu sehen, wenn Iran eine Botschaft in Palästina in Ost-Jerusalem einrichten würde.
      21 10 Melden
    • Fulehung1950 15.05.2018 12:31
      Highlight @DomKi: vielleicht weil bei der Staatsgründung Israels „von UNO-Gnaden“ Ost-Jerusalem von eben dieser UNO ausgeklammert wurde und Israel Ost-Jerusalem völkerrechtswidrig anektierte?

      Vielleicht, weil heute rund 4,5 Mio. Palästinenser von der UNO als Flüchtlinge registriert sind?

      Vielleicht, weil sich Israel als Landräuber entpuppt?

      Kurz: vielleicht, weil sich Israel nicht an die UNO-Beschlüsse hält, die seinerzeit Grundlage zur Staatsgründung waren und das keine Sau interessiert?

      Irgendwann fliegt Israel (und den USA!) da unten alles um die Ohren. Und ich gebe zu, ich hätte kein Bedauern.
      6 6 Melden
    • *klippklapp* 15.05.2018 21:47
      Highlight Die Proteste in Gaza haben mehr mit dem 70jährigen Jubiläum der Staatsgründung von Israel und der Nakba der Palästinenser zu tun und vor allem auch mit der schrecklichen humanitären Lage in Gaza. Die UNO hat kürzlich ein Bericht herausgegeben, dass Gaza ab 2020 unbewohnbar sei und ein internationales Team von Psychologen spricht in ihrem Bericht über die Lage in Gaza
      Von dystopischen Zuständen.

      Sehr lesenswerter Atikel von Amira Hass:
      https://www.haaretz.com/middle-east-news/palestinians/.premium-to-call-gaza-protests-hamas-march-understates-their-significance-1.6091833
      2 0 Melden
    • Skip Bo 16.05.2018 07:17
      Highlight Fuleung, die Annexion von Ostjerusalem erfolgte im Zuge der Gebietsgewinne während des Sechstagekrieges. Die arabischen Angreifer haben sich keinen Deut um UNO Beschlüsse gekümmert. Das Gejammer im Nachhinein ist lächerlich. Zu hoch gepokert, verloren, fertig.
      2 0 Melden
    • Sauäschnörrli 16.05.2018 11:20
      Highlight @Skip Bo, die Besetzung war während des Sechstagekrieges, die Annexion erfolgte erst Jahre später.
      0 0 Melden
  • René Obi (1) 15.05.2018 08:40
    Highlight Gaza ist ein Gefängnis mit 2 Millionen Insassen. 1'999'900 davon unschuldig. Kein Wunder stinkts denen.
    112 39 Melden
    • Paul_Partisan 15.05.2018 09:56
      Highlight Kein Ort auf der Welt hat mehr Hilfsgelder erhalten. Doch die Menschen in Gaza hassen lieber die bösen Juden statt sich zu fragen wo all das Geld hinfliesst und woher das Geld für die zahlreichen Villen am Strand von Gaza kommt. Und es steht allen frei, Gaza zu verlassen - ein Gefängnis ist definitiv das falsche Wort.
      27 45 Melden
    • Peter Silie (1) 15.05.2018 11:19
      Highlight 16% der israelischen Bevölkerung sind Araber, die in Frieden mit den Juden zusammen leben möchten. Diese 16% leben in Wohlstand und geniessen Meinungs-, Presse-, Religionsfreiheit sowie Rechte für LGBTQ, Gleichberechtigung von Mann und Frau etc. etc. Die Gleichung ist ganz einfach: Wenn die Palästinenser mit dem Terror aufhören und ihr Geld (u.a. bezahlt durch meine Steuern) in Schulen, Krankenhäuser, Strassen und Infrastruktur stecken würden, statt in Quassam Raketen und andere Waffen, so könnte man in Frieden zusammenleben. Die Grenzen könnten fallen und Mauern abgerissen werden...
      8 13 Melden
    • Astrogator 15.05.2018 13:48
      Highlight @Peter Silie: Und die illegal erstellten Siedlungen werden zurückgebaut und das Land zurückgegeben?
      Und Palästina ist ebenso frei Jerusalem zur Hauptstadt zu ernennen?
      9 4 Melden
    • Skip Bo 15.05.2018 14:26
      Highlight @Peter Da gibt es allerdings ein grosses Problem. Die PLO und die Hamas hätten keine Daseinsberechtigung mehr. Es gäbe keinen Grund mehr Israel zu hassen. Frieden ist gut für Menschen aber schlecht für ideologisierte Hasser und Krieger. Nebenbei: Hamas Führer schicken kranke und verunfallte Familienangehörige in israelischen Spitäler und geniessen das israelische Gesundheitswesen.
      6 8 Melden
    • Peter Silie (1) 15.05.2018 16:02
      Highlight @ Astrogator: Sehen Sie, Israel sowie auch die USA verfolgen in dieser Region die Politik "Land for Peace" (Land für Frieden). Das sollten die Palästinenser eigentlich bemerkt haben, so haben die Aegypter den Sinai zurückerhalten und Jordanien hat ebenfalls profitiert, in Form von Kooperation auf dem Gebiet Sicherheit, Tourismus und natürlich bezüglich Wasserrechte. Wie man sehen kann - das Prinzip Frieden kann aufgehen, so sollten sich die Palästinenser daran ein Beispiel nehmen.
      4 4 Melden
    • Astrogator 15.05.2018 16:51
      Highlight @Peter Silie: Interessanter Ansatz. Ich sage jetzt einfach mal, sie wohnen in einer 4-Zimmer-Wohnung.
      Ich komme zu Ihnen nach Hause, annektiere 3 Zimmer, verbiete Zugang zu Bad und Küche.
      Ihr Kind erschiessen ich in Notwehr weil es sich der Schwelle eines annektierten Zimmers nähert, aber wenn sie das alles friedlich akzeptieren bekommen sie ein Zimmer zurück.
      Ist das für Sie so OK?
      5 2 Melden
    • Astrogator 15.05.2018 17:43
      Highlight Zur Veranschaulichung der illegalen Besetzungen.
      7 2 Melden
    • Saraina 15.05.2018 20:24
      Highlight Skip Bo: unterstellst du, dass die Hamas israelische Interessen vertritt, und deswegen von Israel gefördert wird?
      3 1 Melden
    • Peter Silie (1) 15.05.2018 22:21
      Highlight @ Astrogator: Ihr Beispiel hat Lücken. Angenommen die Pal. leben in einem Wohnhaus in einer 3 Zi-Wo. Plötzlich bekommen diese (nach 6 mio industriell getöteten Juden) einen Nachbarn der im selben Wohnhaus ebenfalls eine 3 Zi-Wo. erhält. Am selben Tag erklärt ein Nachbar (in einem anderen Haus) den Pal. die Wohnung zu verlassen und zurückzukehren, wenn die neuen Nachbarn 'vertrieben' sind, sodass diese dann eine 6-Zimmer Wohnung haben können. Der neue Nachbar aber lässt sich nicht mehr vertreiben, sondern gewinnt nach jeder Attacke der Nachbarn Raum um Raum in der Pal. 3-Zimmerwohnung..
      0 2 Melden
    • Saraina 16.05.2018 06:42
      Highlight Fake History, Peter Silie. Es wurden sehr wohl Palästinenser aktiv und grausam von den Israelis vertrieben. Genauso wie es sehr wohl vor der Ausrufung des Staates jüdische Terrorgruppen gab, denen Zivilisten zum Opfer fielen, und deren Mitglieder später, ohne je für die Toten zur Rechenschaft gezogen zu werden, in hohe Regierungsämter aufstiegen.

      Im Übrigen werden heute noch palästinensische Siedlungen zerstört und Olivenhaine verwüstet um Platz für Siedlungen ausserhalb des israelischen Staatsgebietes zu schaffen. Deswegen kennt Israel keine festen Staatsgrenzen. Es wächst ja noch...
      2 1 Melden
    • Skip Bo 16.05.2018 06:57
      Highlight Saraina, Quatsch, du verdrehst meinen Kommentar. Kampforganisationen brauchen Feinde um sich zu bestätigen. Frieden wäre das Ende der Hamas, sie sind auf israelische Schüsse und palästinensische Opfer angewiesen. Israel liefert leider.
      1 1 Melden
    • Saraina 16.05.2018 11:35
      Highlight Da sind wir ja einer Meinung, Skip Bo...
      Israel wiederum müsste sich ohne äussere Feinde den eigenen Widersprüchen und Spaltungen widmen. Das wäre schwierig. Der coole schwule Typ am Strand hat das Heu nicht wirklich auf derselben Bühne wie der Ultraorthodoxe, der Siedler lässt sich vom jungen Soldaten nicht wirklich was sagen und ist ja auch bewaffnet. Der Humanist ist sich nicht einig mit den Politikern, die Daniel Barenboim die Staatsbürgerschaft entziehen wollen. Von der ganzen Waffen- und Überwachungsindustrie die viele Devisen bringt, ganz zu schweigen.
      3 1 Melden
    • Peter Silie (1) 16.05.2018 11:56
      Highlight Saraina: Es gibt mehrere Interviews mit ehemaligen Palmah (Haganah) Mitgliedern die bestätigen, dass es vereinzelt zu Vertreibungen gekommen sei. Jedoch sind solche Taten (Hinrichtungen) auch von Palästinensern durchgeführt worden.
      2 2 Melden
  • PlanB 15.05.2018 08:33
    Highlight Guter Witz Erdi! Zuerst einmal den Völkermord an den Armeniern anerkennen dann alle politischen Gefangenen aus dem Gefängnis lassen dafür deine eigene korrupte Familie inkl. dir selber ins Gefängnis befördern. Den Mord an den Kurden in Syrien stoppen. Das Geld für deine Bevölkerung und nicht für deinen Palast ausgeben. Erst dann darfst du dein Maul wieder aufreissen. Wegen so Tyrannen wie dir und Trumpeltier gibts keinen Frieden in israel..
    46 8 Melden
    • Astrogator 15.05.2018 10:17
      Highlight Unrecht hast du nicht, trotzdem, wo genau ist der Unterschied zwischen Netanjahu und Erdogan?
      Beide korrupt, beide sichern sich ihre Macht durch Terror, beide bringen ihrer Bevölkerung Frieden keinen Schritt näher.
      22 16 Melden
    • PlanB 15.05.2018 11:19
      Highlight Keiner. Beides sind korrupte Politiker die nur an ihr eigenes Wohl denken. So ziemlich alle Politiker sind machtgeile Marionetten. Ich frage mich ob nur Vollpfosten Politiker werden oder ob man als Politiker automatisch zum Vollpfosten mutiert??
      7 2 Melden
    • Peter Silie (1) 15.05.2018 11:32
      Highlight @ Astrogator: Der Unterschied ist, dass gegen Netanyahu (wie in einem Rechtsstaat üblich) ermittelt wird, gegen Erdogan wird das jedoch nie passieren :) Er und seine Familie ziehen noch immer die krummsten Geschäfte ab (u.a. Oelhandel mit dem IS).
      7 7 Melden
    • Astrogator 15.05.2018 17:36
      Highlight @Peter Silie: Ein Rechtsstaat würde eine unabhängige Untersuchung der gestrigen Vorfälle zulassen. Insofern ist Israel als Rechtsstaat zu bezeichnen schon eine sehr grosszügige Auslegung der Definition.
      3 1 Melden
  • Radiochopf 15.05.2018 08:24
    Highlight Die USA blockieren die Untersuchung und das ist völlig normal und ok.. hier sieht man wieder wie heuchlerisch die Medien, die Politiker und Menschen sind.. man muss sich nur mal die Zahlen vor Augen führen bezüglich Tote und Verletzte.. schlimmer als jeder Terror-Anschlag in Paris und das praktisch mehrere Tage nacheinander.. kein Pray for Palästina auf Facebook/Twitter, weil die sind ja alle selber Schuld das sie protestieren gehen gemäss Meinung einiger Kommentarschreiber gestern.. ein Menschenleben ist auf der ganzen Welt genau gleich viel Wert, ausser in der Politik und Medien...
    73 23 Melden
    • MARC AUREL 15.05.2018 10:03
      Highlight Schön ist es nicht was dort abgeht aber die Palästinenser und Araber kümmert es nicht mehr und beten ganz bestimmt nicht für uns wenn es irgendwo in Europa ein Anschlag gibt. Wir Europäer sind nicht fehlerfrei aber unsere Demokratie und Rechtssystem ist allemal besser als im Osten...
      16 18 Melden
    • äti 15.05.2018 10:06
      Highlight ... nie andere anklagen für was man selber nicht tut.
      3 7 Melden
    • blaubar 15.05.2018 12:35
      Highlight Aurel: Das sehen die im Osten vermutlich anders.
      2 1 Melden
  • acove 15.05.2018 08:20
    Highlight Dass die USA eine unabhängige Untersuchung ablehnen ist wohl allen klar, denn mit der Arroganz und Missachtung der div. UN-Resolutionen durch Israel und die USA, war wohl nichts anderes zu erwarten. Kein direkter oder indirekter Verursacher einer Eskalation, wird gegen sich eine Untersuchung zu lassen.
    60 13 Melden
  • Wilhelm Dingo 15.05.2018 08:09
    Highlight Die einzigen, welche vernünftiges von sich geben sind die Russen.
    42 19 Melden
  • N. Y. P. 15.05.2018 07:55
    Highlight Steine gegen Patronen.

    Diese Gegensätze. Da sehe ich den Giro d'Italia vor einer Woche in Israel mit fähnchenschwingenden Menschen

    und

    heute sehe ich Menschen, die erschossen wurden, weil sie sich einer Mauer genähert und Steine geworfen haben.

    56 14 Melden
    • MARC AUREL 15.05.2018 10:07
      Highlight Ich will niemand in Schutz nehmen aber Steinschleuder sind auch tödlich.. demonstrieren kann man auch friedlich!
      19 14 Melden
  • PopFromTheBarbershop 15.05.2018 07:47
    Highlight Ich sehe wohl vor lauter Bäumen den Wald nicht, aber welchen Vorteil erkennt die USA im Ortswechsel der Botschaft überhaupt? Oder war das alles nur symbolisch? Auf jeden Fall scheint mir das nicht über 60 Menschenleben wert zu sein.

    Mr. President, you‘re f*cked up. 👎🏻
    98 26 Melden
    • roger.schmid 15.05.2018 10:22
      Highlight @popfromthe.. ein Video das ich zu dieser Frage gepostet habe wurde leider nicht freigeschaltet. Kurz gesagt: die religiösen Rechten erhoffen sich durch Erfüllungen von wirren, struben Bibelprophezeihungen die Endzeit, Armagedon, den Weltuntergang, bei dem alle frommen Christen ins Paradies und der Rest der Menschheit massakriert und ins Fegefeuer kommt. Google es mal.. auf jeden Fall nicht sehr beruhigend, dass in der Regierung mit der mächtigsten Armee Leute sitzen, die sich die Apokalypse herbeisehnen..
      20 6 Melden
    • Peter Silie (1) 15.05.2018 11:21
      Highlight Au contraire! Seit 40 Jahren versucht man durch Diplomatie Frieden zwischen Israelis und Palästinensern zu schaffen... Solange sich eine Hamas die Zerstörung Israels auf die Flagge schreibt, solange Israel durch Terroranschläge erschüttert wird, solange die Palästinenser die Juden mehr hassen als sie ihre Kinder lieben; genau solange wird es dort keinen Frieden geben.
      5 8 Melden
    • roger.schmid 15.05.2018 17:14
      Highlight Ist klar Silie, am ganzen Schlamassel sind einzig die Palästinenser schuld, sonst niemand.. 🙄

      Hier noch ein aktueller Link zu der Aussage von oben, wegen Bibelprophezeihungen und end times: https://www.huffingtonpost.com/entry/opinion-ingersoll-jerusalem-embassy-end-times_us_5afae504e4b09a94524c312c
      2 1 Melden
    • Peter Silie (1) 16.05.2018 13:41
      Highlight @ Roger Schmid: Auch das ist falsch. Die Palästinenser sind tatsächlich die Opfer in dieser Geschichte. Nicht aber durch die Israelis, sondern weil sie zum Spielball der arabischen Mächte wurden, die sich einen Sch@#% um diese kümmern und noch immer nur das Ziel die Zerstörung Israels als Ziel haben. Beim David vs. Goliath Szenario sollte man nie vergessen, wer David und wer Goliath ist; 1.5 mia Muslime gegen 15 mio Juden...
      1 3 Melden
    • roger.schmid 16.05.2018 14:42
      Highlight ..Steinschleudern gegen Atomwaffen.
      2 1 Melden
    • roger.schmid 16.05.2018 14:45
      Highlight Ach so, richtig. Nicht nur die Palästinenser sind schuld, auch noch die Araber - aber ganz sicher nicht die Israelis. Ist klar. 😏
      4 0 Melden
  • Bruno S. 88 15.05.2018 07:41
    Highlight Konsequenterweise müssten nun Sanktionen gegen die USA+Israel folgen...
    Aber Protest ist nicht gleich Protest und einige Tode sind wohl tragischer als andere.
    Die sogenannten westlichen Werte verkommen zur Farce.
    Insbesondere dann wieder wenn ein weiterer Regimechange durch die USA initiiert aufgrund "Straftaten gegen das eigene Volk"...
    57 17 Melden
  • N. Y. P. 15.05.2018 07:36
    Highlight Der Status Jerusalems ist eine der heikelsten Fragen im Nahostkonflikt und soll in Friedensverhandlungen geklärt werden.

    Donald Trump ist doch tatsächlich der Meinung, er hätte noch irgendeine Legitimation Friedens ! verhandlungen zu führen. Notabene, nachdem er mit der Anerkennung Jerusalems den grösstmöglichen Fehler gemacht. Desweitern sind Verträge mit den USA nicht mal mehr das Papier wert.

    Und nach den vielen Toten, sollte man Mr President, falls er sich wieder mal im Nahen Osten blicken lässt, sämtliche Schuhe nachwerfen, die sich finden lassen.
    54 10 Melden
  • Smeyers 15.05.2018 07:35
    Highlight Am besten gefällt mir die Kritik von Erdogan und Putin - die sich seit Jahren auf einer Friedensmission befinden.
    23 21 Melden
    • Sauäschnörrli 15.05.2018 09:17
      Highlight Dann sollte Israel und die USA fortan auch keine Kritik mehr an der Türkei und an Russland üben, auch wenn ich diese durchaus für angebracht halte.
      38 11 Melden
  • gianny1 15.05.2018 06:51
    Highlight https://www.welt.de/politik/ausland/video176361710/Massenproteste-im-Gazastreifen-Henryk-M-Broder-und-Martin-Niewendick-zur-Lage-in-Israel.html
    13 19 Melden
    • Skip Bo 15.05.2018 10:04
      Highlight Interessantes Video. Da erfährt man z.B. das die geplante Botschaft zur Zeit noch ein Altersheim ist und frühestens in zwei Jahren bezugsbereit ist.
      Das Video wäre auch eine Informationsquelle für watson.
      10 1 Melden
  • Royeti 15.05.2018 06:28
    Highlight Wieso keine Untersuchung?
    Der Fall ist eigentlich klar.

    Wäre keiner zur Grenze hingegangen, wäre auch niemandem zu Schaden gekommen...

    Hamas trägt die Verantwortung.
    27 82 Melden
    • Tomjumper 15.05.2018 09:41
      Highlight War der Bloody Sunday auch völlig klar oder die Toten von Soweto auch selber schuld? Ist Verhältnismässigkeit nicht mehr wichtig? Kann eine unabhängige Untersuchung denn ein Problem sein für Israel?
      23 7 Melden
    • Astrogator 15.05.2018 10:00
      Highlight Habe ich was verpasst, dachte eigentlich israelische Soldaten hätten auf Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder geschossen?

      Und die Tränengasdrohnen waren notwendig weil man hunderte von Metern vom Grenzzaun entfernt protestierende Zivilisten angegriffen hat oder liege ich da auch falsch?
      15 7 Melden
    • Royeti 15.05.2018 12:17
      Highlight Es wird rauf Personen geschossen, welche sich dem Grenzzaun näherten oder versuchten diesen zu überwinden resp. versuchten diesen zu beschädigen.

      Hätten die Menschen in Gaca City, in Dschanalyia oder in Rafah demonstriert, wäre kein einziger gestorben.

      Das ist Fakt.

      (auf Kinder Schiessen, ernsthaft jetzt?! Wohl wieder etwas Palywood...)
      5 8 Melden
    • Tomjumper 15.05.2018 13:25
      Highlight Sie haben keine meiner Fragen beantwortet, dies ist leider Fakt.
      6 2 Melden
    • Astrogator 15.05.2018 13:43
      Highlight @Royeti: Auf Menschen an Grenzzäunen zu schiessen kennen wir auch von anderen Ländern: DDR, Nordkorea und jetzt auch Israel.
      Israel hat es weit gebracht in 70 Jahren, Gratulation.
      8 4 Melden
    • Smeyers 15.05.2018 14:35
      Highlight In Ramalah wurde friedlich demonstriert und niemand kommt zu Schaden- ist leider nicht so medienwirksam, darum kommt es auch nicht im Fernsehen.

      Und ja in praktisch allen Länder schiesst die Polizei und das Militär zurück- auch ins Zürich wenn diese am Stadelhofen von einem Mob angegriffen wird (mit Tränengas und Gummischrott) letzt Woche.

      Wer Polizei und Militär angreift ist selbst schuld und ich würde meine Kinder zu Hause behalten 😉
      3 4 Melden
    • Tomjumper 15.05.2018 17:02
      Highlight @ Smeyers Wo schiesst die Polizei mit scharfer Munition auf Demonstranten? So schlimm können die Angriffe der Palästinenser nicht gewesen sein wenn kein israelischer Soldat verletzt wurde.
      3 1 Melden
    • Astrogator 15.05.2018 17:40
      Highlight @Smeyers: Gummischrot zählt zu nicht letalen Mitteln, Stichwort Verhältnismässigkeit.
      Das unterscheidet einen Rechtsstaat von der Besatzungsmacht Israel.
      2 1 Melden
  • ujay 15.05.2018 06:23
    Highlight Was nützen diplomatische Protestnoten; gar nichts. Bei Israel hilft nur der Abbruch der diplomatischer Beziehungen.
    47 22 Melden
    • Astrogator 15.05.2018 10:02
      Highlight Südafrika ist mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen in meiner Achtung gestiegen. Anscheinend hat man aus der eigenen Geschichte gelernt, dass man mit einem Apartheidsstaat nicht verhandeln darf.
      18 10 Melden

«Warum erschiesst die Armee Demonstranten?» – das antwortet die israelische Sprecherin

Am Montag wurden im Gazastreifen bei Protesten 60 Palästinenser erschossen. 2800 Personen wurden verletzt. Es war der blutigste Tag seit dem Krieg 2014.

Auslöser für die Demonstrationen, an denen zehntausende Personen teilnahmen, war der 70. Jahrestag der israelischen Staatsgründung und die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. 

Während im Gazastreifen dutzende Personen ihr Leben verloren, wurde in Jerusalem feierlich die neue Botschaft der Vereinigten Staaten eröffnet. …

Artikel lesen