International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

19'000 der 25'000 Morde in Mexiko gehen aufs Konto krimineller Banden

24.01.18, 17:15


Kriminelle Banden haben im vergangenen Jahr drei Viertel aller Morde im mexikanischen Drogenkrieg verübt. Sie seien für knapp 19'000 von insgesamt gut 25'000 Morden verantwortlich.

Dies geht aus einer am Dienstag (Ortszeit) vorgestellten Studie der Nichtregierungsorganisation Semaforo Delictivo hervor. Die Zahl der Morde, die auf das Konto des organisierten Verbrechens gehen, sei im Vergleich zum Vorjahr um 55 Prozent gestiegen.

Semaforo Delictivo stützte sich in seinen Berechnungen auf offizielle Statistiken des mexikanischen Innenministeriums. Demnach wurden in Mexiko 2017 so viele Menschen wie nie zuvor umgebracht. Heute würden in dem Land jeden Monat so viele Morde begangen wie früher in einem Jahr, erklärte der Direktor von Semaforo Delictivo, Santiago Roel. Aus dem Jahr 2006 seien insgesamt weniger als 2100 Fälle bekannt.

2017 hatte der Drogenkrieg den Regierungsangaben zufolge auch bislang eher friedliche Landesteile erfasst, darunter die Bundesstaaten Baja California Sur, Colima und Guanajuato. Beobachter sehen den Grund dafür in der Zunahme autonomer Zellen nach der Festnahme wichtiger Drogenbosse.

Wenn die Stadt zum Friedhof wird

Video: srf/SDA SRF

Für Semaforo Delictivo bedeutet diese Entwicklung ein «völliges Scheitern» der Regierung von Präsident Enrique Peña Nieto. Er hatte den 2006 begonnenen Feldzug der Behörden gegen die Drogenkartelle fortgesetzt. Seit 2006 wurden im Drogenkrieg in Mexiko knapp 200'000 Menschen ermordet. (sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

«Who is America?» – 7 Fakten über die neue Skandal-Show von Sacha Baron Cohen

Warum das chinesische Modell über den Westen siegen wird

Die 10 wichtigsten Fragen und Antworten zur WM 2022 in Katar

Hat die Queen gerade Trump getrollt? Diese Bloggerin ist davon absolut überzeugt

Ein kleiner Vorgeschmack, was uns bei der nächsten WM erwartet

So gross müsste ein Gebäude sein, um die gesamte (!) Menschheit zu beherbergen

Nach diesen 5 Dokus wirst auch du deine Ernährung hinterfragen

Wie mich Sekten mundtot machen wollten – und was ich daraus gelernt habe

«Nur no ä halbs Minipic»: Lara Stoll steckt für 127 Stunden mit dem Finger im Abfluss fest

Erkennst du alle Filme an nur einem Bild? Wer weniger als 7 hat, muss GZSZ* gucken!

8 Dinge, die purer Horror sind, wenn sie morgens vor deinem ersten Kaffee passieren

Bei welchen Fluglinien hast du gratis oder günstig WLAN? Der Preisvergleich zeigt's

Das sind die Tops und Flops der WM

Trump erhebt in Schweigegeld-Affäre Vorwürfe

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Drogenbanden in Mexiko: Der Boss ist tot, es lebe das Geschäft

Die Bosse der mexikanischen Drogenkartelle sind tot oder sitzen im Knast, doch die schmutzigen Geschäfte laufen weiter: Splittergruppen steuern das Business dezentral – und noch blutrünstiger.

Vielleicht wird man sich an Servando Gómez alias «La Tuta» mal als einen der letzten seiner Art erinnern. So einen echten Drogenboss alter Schule, einen «Capo», legendenumrankt, in der Bevölkerung gefürchtet wie bewundert. Einer, der ständig den mexikanischen Staat herausforderte. Gómez, 49, der einzig verbliebene Anführer des pseudo-religiösen Regionalkartells der Tempelritter, veröffentlichte regelmässig Videos, in denen er seine Ideologie verbreitete, Gouverneure …

Artikel lesen