International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bei einer Explosion in einem Supermarkt in St. Petersburg wurden 14 Personen verletzt. Bild: EPA/Russian National Antiterrorism C

Putin stuft Explosion in St. Petersburg als Terroranschlag ein

28.12.17, 18:26

Bei der Explosion in einem Supermarkt in St. Petersburg hat es sich nach Angaben des russischen Präsidenten Wladimir Putin um einen Terroranschlag gehandelt. Putin forderte seine Sicherheitsbehörden zu entschiedenem Handeln auf.

«Gestern ist in St. Petersburg eine terroristische Tat verübt worden», sagte Putin am Donnerstag in Moskau zur Explosion waren vom Vorabend, bei der nach neuesten Angaben vom Abend 14 Personen verletzt wurden, darunter eine Schwangere. Putin wies die russischen Sicherheitsbehörden an, «entschieden zu handeln».

Kriminelle sollten bei ihrer Festnahme «auf der Stelle ausgeschaltet werden», wenn sie für die Einsatzkräfte «eine Gefahr für Leib und Leben» darstellten, sagte Putin zu Beginn einer Ehrung von Syrien-Kämpfern im Kreml.

Der Sprengsatz war am Mittwoch gegen 18.45 Uhr Ortszeit explodiert, als viele Russinnen und Russen zu Vorbereitungen für den Jahreswechsel unterwegs waren. Der Vize-Gouverneurin von St. Petersburg, Anna Mitjanina, zufolge befanden sich am Donnerstag noch sechs der 14 Verletzten im Spital. Fünf Verletzte hätten einen Klinikaufenthalt verweigert.

Mann mit Tasche

Der Sprengsatz, eine selbstgebaute Nagelbombe mit einer Sprengkraft von etwa 200 Gramm Dynamit, war in einem Schliessfach im n dem Supermarkt deponiert. Im Internet kursierten nicht verifizierte Überwachungsvideos, die einen jungen Mann als möglichen Täter zeigten. Er soll eine Tasche im Schliessfach des Perekrestok-Supermarktes im Osten der Fünf-Millionen-Einwohner-Metropole an der Ostsee deponiert und daraufhin das Geschäft verlassen haben.

Das Nationale Antiterror-Komitee (NAK) übernahm die Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft hatte am Mittwochabend zunächst erklärt, es werde wegen versuchten Mordes ermittelt. Das NAK erklärte am Donnerstag, es sei zu der Explosion gekommen, nachdem «ein Krimineller einen nicht identifizierten Sprengsatz in einem Schliessfach deponierte».

Angst vor Syrien-Rückkehrern

In Russland herrscht derzeit Besorgnis über die Rückkehr von Dschihadisten, die in Syrien gekämpft haben. Putin hatte Mitte Dezember einen Teilabzug der russischen Truppen aus dem arabischen Land angekündigt.

Die russischen Sicherheitsbehörden erklärten anschliessend, es sei eine Rückkehr von Dschihadisten zu befürchten, nachdem die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) praktisch alle ihre Gebiete in Syrien und im Irak verloren habe.

Russlands Eingreifen in den Syrien-Krieg zugunsten von Machthaber Baschar al-Assad hatte gemeinsam mit der von den USA angeführten Anti-IS-Koalition dazu beigetragen, die sunnitischen Fanatiker vom so genannten Islamischen Staat aus praktisch allen Gebieten in dem Land zu vertreiben.

Laut dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB reisten knapp 4500 russische Staatsbürger ins Ausland, um «an der Seite von Terroristen» zu kämpfen. Putin lobte am Donnerstag an der Zeremonie im Kreml zur Ehrung von Soldaten für ihren Syrien-Einsatz Russlands «wichtigen Beitrag beim Sieg über kriminelle Kräfte, welche die gesamte Zivilisation herausforderten».

Fussball-WM 2018

In Russland hatte es zuletzt mehrmals Anschläge gegeben. Im April waren bei einem Bombenanschlag in der U-Bahn von St. Petersburg 16 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Zu der Tat bekannte sich eine Gruppe aus dem Umfeld des Terrornetzwerks Al-Kaida.

Im Juli meldete der russische Inlandsgeheimdienst FSB die Festnahme von sieben Verdächtigen wegen Vorbereitung von «Terrorakten» in St. Petersburg. Erst in diesem Monat war ein offenbar auf die Kasaner Kathedrale in St. Petersburg geplanter Anschlag vereitelt worden, was auf US-Geheimdienstinformationen zurückging. Die zweitgrösste Stadt Russlands gehört zu den Austragungsorten der Fussball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr. (sda/afp/dpa)

Jahresrückblick - Best Of «Wein doch!»

Video: watson/Emily Engkent

Das könnte dich auch interessieren:

Entsteht in Italien das Modell eines modernen Faschismus?

Diese 15 Orte darfst du nicht besuchen. Und das ist besser so für dich

Ein schamloser Kuhhandel: Der AHV-Steuer-Deal ist eine schlaue und heikle Idee

11 Gründe, weshalb du den Sommer in der Schweiz verbringen solltest

präsentiert von

Züri-Hools gingen nach Basel zum Prügeln – das hätten sie besser sein lassen

Fact oder Fake? Experte hält Rätsel um MH370-Verschwinden für gelöst

Trump gräbt Nordkorea eine Atom-Grube und fällt nun selbst hinein

Diese 9 Influencer-Fails beweisen, wie «real» Instagram ist – nämlich gar nicht

Dieser kleine Trick hat mich von meiner Handy-Sucht befreit

Die Rebellion der ungefickten Männer kommt aus dem Internet! Ein Experte erklärt «Incel»

Der grosse Lohn-Check: So viel verdient die Schweizer Bevölkerung

«Die Angriffe sind real» – Experten warnen vor «unrettbar kaputter» E-Mail-Verschlüsselung

Der Bikini-Trend, auf den wirklich niemand gewartet hat: Nude

21 Markenlogos, in denen sich geheime Botschaften verstecken

Wie viele Menschen erträgt die Erde?

Französin wählt wegen Schmerzen den Notruf und wird ausgelacht – wenig später ist sie tot

Dieses Rätsel wurde für Superhirne mit IQ 131 oder mehr entworfen? Schaffst dus trotzdem?

Oben ohne auf der Rückbank – 8 Taxifahrer erzählen ihre absurdesten Erlebnisse

Stell dir vor, es ist Masseneinbürgerung und keiner geht hin (ausser ein paar Italiener)

Ach Tagi, was ist aus dir geworden? (K)eine Liebeserklärung zum Jubiläum

Da kocht das Blut, da blüht die Rose in der Hose ... Unsere Basler Bachelorette mal wieder

«Tote Mädchen lügen nicht» kommt wieder – wie gefährlich ist die Serie wirklich?

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Ermittler sicher: Russische Armee-Rakete hat Passagierflug MH17 abgeschossen

Vier Jahre nach dem Abschuss des Passagierflugs MH17 über der Ostukraine konzentrieren sich die internationalen Ermittlungen auf Angehörige der russischen Streitkräfte. Die Rakete, mit der die Boeing abgeschossen worden war, stammte nach Angaben des Ermittlerteams JIT von der russischen Armee.

«Das Flugabwehrsystem vom Typ Buk gehörte zu Beständen der 53. Flugabwehr-Brigade der Russischen Föderation, stationiert in Kursk», sagte der niederländische Chefermittler Wilbur Paulissen am …

Artikel lesen