International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Barcelona trauert um Terror-Opfer

Flugtickets entdeckt: Spanische Ermittler weiten Terrorfahndung aus – auch in die Schweiz

23.08.17, 16:32 23.08.17, 16:48


Nach den Anschlägen von Barcelona hat die spanische Polizei in den Trümmern des Hauses der Terrorzelle mehrere Flugtickets entdeckt. Dies deutet auf Beziehungen der Gruppe ins Ausland hin.

Beamte starteten laut Polizeiangaben in der Nacht zum Mittwoch mehrere Razzien, um ein mögliches Unterstützer-Netzwerk der Terrorzelle ausfindig zu machen. Die Ermittler verfolgten auch Spuren nach Frankreich, Belgien und in die Schweiz sowie nach Marokko, woher die meisten Mitglieder der Terrorzelle stammten.

In dem Haus im katalanischen Ort Alcanar südlich von Barcelona, das kurz vor den Anschlägen am vergangenen Mittwoch explodiert war, seien unter anderem Flugscheine nach Brüssel auf den Namen des Imams Abdelbaki Es Satty gefunden worden, berichteten Medien unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Der Imam gilt als Kopf der Terrorzelle. Er starb bei der Explosion. Dass der 45-Jährige sich zumindest Anfang 2016 zeitweise in Belgien aufgehalten hatte, war bekannt. Das war kurz nach den Anschlägen in Katalonien von der Staatsanwaltschaft in Brüssel sowie vom Bürgermeister von Vilvoorde nördlich der belgischen Hauptstadt, Hans Bonte, bestätigt worden.

Vierter Mann wieder auf freiem Fuss

Eine Verbindung des Mannes zu den islamistischen Anschlägen von Brüssel am 22. März 2016, bei denen 32 Menschen starben, sei aber nicht bekannt, hiess es aus Belgien.

Beim Anschlag mit einem Lieferwagen auf Barcelonas Flaniermeile Las Ramblas und einer vereitelten Attacke im Küstenort Cambrils wurden am Donnerstag vergangener Woche insgesamt 15 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt. Die dafür verantwortliche Terrorzelle gilt als zerschlagen. Acht mutmassliche Terroristen sind tot, gegen drei weitere laufen Ermittlungen, ein vierter Mann wurde vom Ermittlungsrichter am Mittwochabend wieder auf freien Fuss gesetzt.

Schärfere Sicherheitsvorkehrungen

Im Haus in Alcanar wurden den Medienberichten zufolge auch Papiere, ein Sprengstoffgürtel sowie Material zur Herstellung von Bomben gefunden. Einer der Verdächtigen hatte am Dienstag vor dem Ermittlungsrichter ausgesagt, die Gruppe habe auch grössere Sprengstoffanschläge in Barcelona geplant. Katalonien kündigte am Mittwoch schärfere Sicherheitsvorkehrungen unter anderem an der Kirche Sagrada Familia in Barcelona an.

Ermittler fanden laut Justiz in den Trümmern des Hauses in Alcanar auch ein dschihadistisch geprägtes Schreiben mit den Worten «Ein kurzer Brief der Soldaten des Islamischen Staates auf dem Gebiet von Al-Andalus an die Kreuzfahrer, die Sünder, die Unrechten und die Verdorbenen». Al-Andalus ist der arabische Name der bis ins 15. Jahrhundert von Muslimen beherrschten Gebiete auf der Iberischen Halbinsel. (whr/sda/dpa/afp)

Terroranschläge in Barcelona und Cambrils

Fahrzeuge: Die neuen Waffen des Terrorismus?

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

5 Mal, in denen Sacha Baron Cohen in seiner neuen Show definitiv zu weit gegangen ist 😂

Fox-Moderatorin lästert über Dänemark – die dänische Antwort ist genial 👊

Das Mädchen von der Babyfarm

«Kein Leben, kein Geld und einen kaputten Körper» – so hart ist es, eine Ballerina zu sein

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Booker 24.08.2017 05:08
    Highlight Ich hoffe die Fahnder untersuchen auch die sozialen Medien. Alle Teilnehmer welche da in Lob und Jubel verfallen sind für die Tat sind weitere potentielle Attentäter. Die Willkommenspolitik hat alle Türen geöffnet und wir haben nun leider auch viele Islamisten und Kriminelle bei uns. Sind es ein paar Dutzende ? Hunderte oder Tausende ?
    6 3 Melden

Weshalb US-Konservative Freihandel mit der Schweiz fordern – und das der EU schaden könnte

Die einflussreiche Denkfabrik Heritage Foundation wirbt für ein «simples und straffes» Abkommen mit der Eidgenossenschaft. Und das möglichst bald.

Gerüchte zirkulierten in Bern und Washington seit Monaten. Nun ist es offiziell: Die einflussreiche konservative Denkfabrik der USA empfiehlt dem Weissen Haus in einem neuen Positionspapier, möglichst bald ein Freihandelsabkommen mit der Schweiz abzuschliessen. «Die Zeit ist gekommen, um eine Ausdehnung der amerikanisch-schweizerischen Handelsbeziehungen auf pragmatische Weise auszuloten», schreibt die Heritage Foundation in dem Text. Die Eidgenossenschaft sei unter den gleichgesinnten …

Artikel lesen