Schweiz

Die Initianten Daniel Häni (l.) und Enno Schmidt am Abstimmungsfest am Sonntag in Basel. Bild: KEYSTONE

BGE-Initianten jubelten in der Niederlage – aber es wäre mehr drin gelegen

Das bedingungslose Grundeinkommen scheiterte in der Volksabstimmung auch am fehlenden Realitätssinn seiner Initianten. Das Thema aber bleibt aktuell. Das zeigt nicht zuletzt das Interesse aus dem Ausland.

06.06.16, 15:36 07.06.16, 12:08

Das hat die Schweiz lange nicht erlebt: Die Initianten des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) feierten ihre Niederlage am Sonntag wie einen Sieg. Letztmals hatten die Verlierer einer Abstimmung im November 1989 ähnlich ausgelassen gejubelt. Damals erreichte die Volksinitiative zur Abschaffung der Armee einen Ja-Anteil von 35,6 Prozent, ein sensationelles Ergebnis in jener vom Kalten Krieg geprägten Zeit. Das Grundeinkommen brachte es «nur» auf 23,1 Prozent. Kein einziger Kanton sagte Ja, während die Armeeabschaffung in Genf und Jura angenommen wurde.

Im Kulturhaus «Unternehmen Mitte» in Basel, dem Hauptquartier des Initiativkomitees, herrschte trotzdem Feststimmung. Mitinitiant Daniel Häni zeigte sich positiv überrascht. Er habe mit 15 Prozent Ja-Stimmen gerechnet. Am Ende war mehr als jeder Fünfte dafür. «Das ist ein sagenhaftes Ergebnis», sagte Häni der Nachrichtenagentur SDA. Er sprach von einem «Zwischenresultat». Bei grossen Themen wie der AHV und dem Frauenstimmrecht habe es ebenfalls mehrere Anläufe gebraucht.

Das Plakat der Initianten auf der Genfer Plaine de Plainpalais schaffte es ins Guinness-Buch der Rekorde. Bild: DENIS BALIBOUSE/REUTERS

Vielleicht wäre das Ergebnis noch sagenhafter gewesen, wenn die Initianten um Häni mit mehr Realismus und weniger Idealismus ans Werk gegangen wären. So originell ihre Kampagne mit der Lastwagenladung Fünfräppler auf dem Bundesplatz, der Zehnernötli-Verteilung auf Bahnhöfen, dem goldenen Tesla und dem Weltrekord-Plakat auch war – es war ihnen im Abstimmungskampf nie wirklich gelungen, ihr luftiges Vorhaben auf den Boden der Tatsachen zu befördern.

Um die Frage, wer das bezahlen soll, drückten sie sich herum. «Es geht jetzt um den Grundsatzentscheid», sagte Häni. Den viel kritisierten Betrag von 2500 Franken pro Monat liessen sie unwidersprochen im Raum stehen. Es kümmerte sie auch nicht, als der ehemalige Bundesratssprecher Oswald Sigg, so etwas wie die Stimme der Vernunft im Initiativkomitee, im «Tages-Anzeiger» erklärte, er glaube nicht, dass man das bedingungslose Grundeinkommen in der Schweiz isoliert umsetzen könne. Dies würde «höchstwahrscheinlich zu einer noch grösseren Zuwanderung führen».

Mit diesen Bedenken war Sigg keineswegs isoliert. Der frühere griechische Finanzminister Yannis Varoufakis, Kultfigur der Linken und Befürworter des Grundeinkommens, hatte ähnliche Einwände geäussert. Daniel Häni wischte sie gegenüber dem «Tages-Anzeiger» vom Tisch: «Irgendwo muss man beginnen, sonst kommt es nie», meinte er zum möglichen Alleingang der Schweiz. Das Problematisieren der Zuwanderung sei «populistisch».

Ohne diesen Fundi-Ansatz hätte die Initiative die 30-Prozent-Marke knacken können. Denn das Grundeinkommen bewegt die Menschen, auch und gerade ausserhalb der Schweiz. Dies zeigt das Interesse der internationalen Medien, deren Vertreter am Sonntag in grosser Zahl nach Basel gekommen waren. Renommierte Titel wie die «Financial Times» und die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» setzten sich mit dem Thema auseinander. Die FDP-nahe NZZ wunderte sich über diese «Beachtung für einen Nonvaleur», wie sie die Initiative despektierlich bezeichnete.

Dabei kommt das Interesse nicht von ungefähr. Die Digitalisierung und die damit verbundene Befürchtung, dass unzählige Menschen ihren Job an Roboter verlieren könnten, macht das Grundeinkommen zunehmend salonfähig. In den USA setzt sich der Verein Universal Income Project dafür ein. Mitbegründer Jim Pugh äusserte sich auf Quartz wohlwollend zur Abstimmung in der Schweiz. Sie sei «ein sehr effektives Mittel zur Aufklärung über das Grundeinkommen».

In der Schweiz dürfte die Diskussion ebenfalls nicht zu Ende sein. In einer Umfrage, die das Forschungsinstitut GFS Bern im Auftrag der Initianten durchführte, meinten 69 Prozent, dass es eine weitere Abstimmung zum Thema geben wird. 44 Prozent der 1000 befragten Stimmberechtigten sprachen sich für Experimente mit einem Grundeinkommen aus. Und 41 Prozent der 18- bis 29-Jährigen gehen davon aus, dass es irgendwann kommen wird.

«Wir müssen ein bisschen Geduld haben», sagte Daniel Häni im Schweizer Fernsehen. Die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens sei keine «Hauruck-Veranstaltung», sondern ein Marathon. Oswald Sigg geht dabei seinen eigenen Weg. Zusammen mit einigen Mitstreitern, darunter die Zürcher Professoren Marc Chesney und Anton Gunzinger, arbeitet er an einer Volksinitiative für eine Mikrosteuer auf dem Gesamtzahlungsverkehr.

Oswald Sigg arbeitet an einer Initiative für eine Mikrosteuer.
Bild: KEYSTONE

Sie soll das BGE finanzieren und könnte mittel- bis langfristig sogar das geltende Steuersystem ablösen, wie Sigg in der «Wochenzeitung» schrieb. Die Lancierung ist für Herbst 2017 geplant. Der Initiativtext steht offenbar noch nicht. Auch räumte Sigg ein, dass Mikrosteuer und Grundeinkommen «sinnvollerweise» mit anderen europäischen Ländern zusammen umgesetzt würden. Andernfalls droht dieser Initiative ein ähnliches Schicksal wie jener, die am Sonntag gescheitert ist.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • humpfli 07.06.2016 09:15
    Highlight Kann ich verstehen. Die haben wohl eingesehen, was für einen Quatsch sie lanciert haben :D
    4 3 Melden
  • Captain Downtown 06.06.2016 21:31
    Highlight die kritik (auch hier in den kommentarspalten) ist absolut berechtigt und wenn mich unpragmatischer (naiver?) utopismus persönlich anspricht, braucht es eben genau diese realpolitik und ein ernstnehmen der bedenken der kritiker, ausreichende testphasen etc. bevor so etwas grundlegend neues machbar wird.
    siggs ansatz scheint hier einiges vielversprechender zu sein. und subjektiv halte ich häni auch nicht für eine passende leitfigur.. man wird sehen.
    4 0 Melden
  • wasylon 06.06.2016 20:36
    Highlight Für alle die sagen bei der AHV, Frauenstimmrecht, Mutterschaftsversicherung hat es auch mehrere Anläufe gebraucht.
    Hinter diesen Vorlagen standen jeweils starke Verbände, Gewerkschaften und Parteien.
    Ob sich die Herren Hänni, Sigg und Gunzinger auch noch in 10 Jahren noch so für das BGE einsetzen, da setze ich mal ein Fragezeichen.
    6 5 Melden
    • Taeb Neged 06.06.2016 21:25
      Highlight Bei der AHV war wahrscheinlich eher die grosse Volksarmut ausschlaggebend wie eine Gewerkschaft oder ein Verband. Wie auch immer, offensichtlich macht eine Gesellschaft immer wieder die gleichen Fehler. Offensichtlich ist die Zeitspanne vom einen zum anderen Ereignis zu lange, oder die Zusammenhänge sind zu diffus.
      6 0 Melden
    • Mehmed 06.06.2016 22:46
      Highlight "Für alle die sagen bei der AHV, Frauenstimmrecht, Mutterschaftsversicherung hat es auch mehrere Anläufe gebraucht. "
      auwä. das hättest du auch bei der MEI sagen können. kann man eigentlich bei jeder abstimmung sagen, die man verloren hat.
      3 2 Melden
    • Taeb Neged 07.06.2016 00:12
      Highlight Mehmet, dein Komentar ist einfach nur Geschwätz. Das einzige was AHV und MEI vergleichbar macht sind drei unterschiedliche Buchstaben. Denke doch nochmals darüber nach, bevor du einfach Äpfel mit Birnen vergleichst. Demokratie ist anspruchsvoll und hat nichts mit einem Casino-Gewinn oder -Verlust zu tun.
      3 2 Melden
  • ostpol76 06.06.2016 19:34
    Highlight Schade das Watson langsam zur BGE Propaganda Zeitung verkommt.
    26 15 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.06.2016 19:50
      Highlight Extrem. Vorallem nervts irgendwann. Klar, ich habe NEIN eingelegt. Es ist zwar ein respektables Ergebnis, zugegeben. Aber von einer Sensation zu sprechen oder gar einer Aufbruchstimmung ist etwas übertrieben. Und den mit der Zuwanderung haben sie echt verbockt. Mit 2,3 Klauseln und Ausnahmen hätte es wohl besser ausgesehen.
      18 6 Melden
    • Matthias Studer 06.06.2016 20:44
      Highlight Ähm, habt ihr zwei den Artikel gelesen?
      7 11 Melden
  • Matthias Studer 06.06.2016 18:49
    Highlight Die Initiative wurde falsch angegangen. Mehr Bescheidenheit anstatt Klotzen wäre angesagt.
    Es wurde über zuviel Indivalismus geredet, zuwenig über soziales Engagement. Die Initianten haben in meinen Augen versagt. Von der Aufmachung über die Arena.
    Die Verlierer sind die unterste Soziale Schicht bei uns.
    26 5 Melden
    • FrancoL 06.06.2016 19:20
      Highlight Deine Aussage trifft ins Schwarze, nimmt man noch dazu dass fast alle Fragen immer unbeantwortet blieben oder derb weggewischt wurden, konnte es nur zum Fiasko werden. Darum verstehe ich nicht wieso man nun krampfhaft versucht dieses selbstverschuldete Fiasko schön zu reden, das ist gänzlich der falsche Ansatz um ein ähnliches Projekt in Zukunft zu Portieren.
      14 1 Melden
    • Charlie Brown 06.06.2016 19:34
      Highlight Sehe ich auch so, ausser der letzte Satz. Die unterste soziale Schicht lebt mit einem BGE nicht besser als heute.
      13 4 Melden
    • Matthias Studer 06.06.2016 20:12
      Highlight @Charlie leider schon. Dazu zählen ich regelmäßig die Hosen runter zu lassen. Stetiger Druck obwohl nicht viel zu machen ist. Verdient man später wieder Geld wird in einigen Kantonen dies wieder zurück verlangt. Das bedeutet, man kommt über viele Jahre nicht auf einen grünen Zweig.
      8 7 Melden
    • Maracuja 06.06.2016 21:11
      Highlight @M. Studer, einverstanden, die Sozialhilfe hat gewisse Mängel. Daraus zu schliessen, dass die Ärmsten bei einer Annahme der Initiative zu den Gewinnern gehört hätten, scheint mir jedoch reichlich gewagt. Die Initiative war so vage formuliert, dass das rechtsbürgerliche Parlament sie in einer Weise hätte umsetzen können, dass die Ärmsten schlussendlich noch weniger gehabt hätten als heute. Nicht von ungefähr hat es unter den Anhängern des BGE auch Neoliberale/Libertäre. Mir war es schlicht zu riskant unseren funktionierenden Sozialstaat zugunsten dieser Initiative auf's Spiel zu setzen.
      11 0 Melden
    • Charlie Brown 06.06.2016 21:22
      Highlight @Matthias: Verdient man später wieder Geld so war nicht nichts zu machen. Dann hat "Druck machen" einen gewissen Sinn gemacht. Auch für das Selbstwertgefühl, wieder für sich selbst sorgen zu können.
      5 1 Melden
    • Matthias Studer 06.06.2016 23:23
      Highlight @Charlie Druck machen bringt nichts wenn ein Ausgesteuerter 300 Bewerbungen geschrieben hat. Das was ihr meint sind eine Handvoll unverbesserlicher. Leider sind diese Minderheit in den Medien und der Rest nicht. Für solche Menschen ist ein Job zu finden nur noch reine Glückssache. Nicht mehr und nicht weniger.
      Ich möchte die Druck-Befürworter mal sehen, wie sie sich fühlen, Monat für Monat in den A... gef.... zu werden.
      4 3 Melden
    • Matthias Studer 06.06.2016 23:25
      Highlight @Maracuja, wenn das Parlament diese Situation ausnützen würde, haben wir die Möglichkeit per Referendum den Politiker auf die Finger zu klopfen.
      2 1 Melden
    • FrancoL 07.06.2016 00:27
      Highlight @Matthias Studer; mit einem Referendum käme man in der Sache nicht weit, man würde sie vollends versenken!
      Ich bin mir fast sicher dass das Parlament nicht so heftig in die Diskussion eingegriffen hat, weil es klar wusste dass selbst bei einem JA das bGE nach dem Gusto des Parlamentes aufgegleist worden wäre ODER mit einem Referendum versenkt worden wäre. Das ist wohl die traurige Wahrheit der Uebung.
      2 1 Melden
  • stan1993 06.06.2016 18:39
    Highlight Die einten "jubeln" die anderen sind "verlierer",
    Leicht tendenziös? http://Verl
    12 1 Melden
    • S.Fischer 06.06.2016 20:05
      Highlight Naja, so falsch ist das dann doch nicht. Die Initianten des BGE freuen sich über die Stimmen die sie bekommen haben, die SVP zum Beispiel bläst dagegen Trübsal über die Annahme der Asylgesetzrevision.
      5 4 Melden
  • E7#9 06.06.2016 18:16
    Highlight Ich denke kein anderes Land hätte so wenig Ja-Sager gehabt wie die Schweiz (wie bei den gesetzlichen 6 Wochen Urlaub). Immerhin ging es um einen bedingungslosen finanziellen Sockel von Papa Staat. Möglich dass sich in unserer direkten Demokratie der Bürger ausgeprägter als Teil des Staates erachtet.

    Volksinitiativen sind nicht dazu da, um bei einem fünftel Erfolg zu jubeln. Ich sehe eher eine schallende Ohrfeige. Die Diskussion und repräsentative Studien um neue Konzepte (wie bGE) sind sicher zu unterstützen. Doch den Volksentscheid finde ich zum jetzigen Zeitpunkt vernünftig.
    35 3 Melden
    • Danyboy 06.06.2016 19:08
      Highlight Das würde ich fast so unterschreiben. Für eine schallende Ohrfeige halte ich das Ergebnis allerdings wirklich nicht. Es ist fast jeder 4. Schweizer, der JA gesagt hat. Dafür, dass diese Initiative noch sehr neues Terrain betrat und einige offene Fragen liess (Finanzierung, Motivation der Menschen, neues System ohne jegliche Erfahrungswerte, Zukunft von anderen Sozialwerken v.a. IV, etc.), sind 23% schon recht beachtlich. Je nach Entwicklung von Arbeitsmarkt und Sozialwerken kann eine solche Initiative und die Diskussion darum wichtige Meilensteine setzen für künftige Umstrukturierungen.
      13 5 Melden
    • Taeb Neged 06.06.2016 20:57
      Highlight Auch die AHV brauchte mehrere Anläufe. Das ist halt schon eine Weile her.
      Und beim Frauenstimmrecht waren wir international Spitzenreiter.
      Es lohnt sich immer über etwas nachzudenken. Kritisieren kann jeder. Gestalten und entwickeln leider nur wenige.
      6 2 Melden
  • FrancoL 06.06.2016 18:15
    Highlight Blutschi trifft es wenn er schreibt:

    Daniel Häni wischte sie gegenüber dem «Tages-Anzeiger» vom Tisch:

    Alle Bedenken wurden immer wieder weggewischt, immer wieder nahm man zu fast nichts richtig Stellung ausser dass es bedingungslos sein muss.

    Für mich hat man etwas Reelles mit den falschen Argumenten in die Utopie verbannt.

    Offensichtlich gefielen sich die Initianden mit dem utopischen Zauber, natürlich trug auch ein Herr Löpfe seines dazu bei um das bGE in die Utopie zu verbannen.

    Mehr Realitätsbezug hätte wohl Früchte getragen. Für mich eine verspielte Chance.

    20 2 Melden
  • FrancoL 06.06.2016 18:04
    Highlight Den Grund zur Freude verstehe ich nicht:

    Eine Initiative die einem guten Teil der Bevölkerung etwas Positives zu bringen schien kommt auf weniger als 25%? Das soll ein Erfolg sein?

    Ueberlege:
    Vorteile für Eltern mit Kinder; höhere Kinderzulage
    Vorteile für Studenten; Grundeinkommen, Konzentration aufs Studium
    Vorteile für nicht arbeitstätige; Lohn für Arbeit im Haus
    Vorteile für AHV-Bezüger; bei einem bGE von über 2'000.
    Vorteile für alle; weniger Bürokratie, Kosteneinsparungen

    Und bei all diesen Vorteilen kommt man auf eine Zustimmung von weniger als 25%.
    Freunde ist da nicht angesagt.
    20 4 Melden
    • pamayer 06.06.2016 19:53
      Highlight Leider leider triffst du's ziemlich auf den punkt.
      Das bge hätte so vieles nicht gerade lösen, aber zumindest sehr entspannen können.
      Wer sowas ablehnt - ist Schweizer.
      7 9 Melden
  • DonPedro 06.06.2016 16:33
    Highlight Mich stört nicht primär, dass man mit einer sogenannten Sozialutopie, und darum handelt es sich beim BGE vors Volk will. Das ist legitim!
    Aber dass man nach einer solch massiven Abfuhr durch dieses Volk die nächste Initiative über die gleiche Materie plant, ist eine Strapazierung des Initiativrechts!
    38 40 Melden
    • Asmodeus 06.06.2016 16:54
      Highlight Ohne diese Strapazierung des Initiativrechts hätten wir heute noch keine AHV
      24 11 Melden
    • Stefan von Siegenthal 06.06.2016 16:58
      Highlight Auch die Utopie AHV wurde nur durch mehrere Abstimmungen ermöglicht. Manchmal braucht es etwas mehr Zeit bis ein Volk realisiert was sinnvoll ist. Hoffen wir aber, dass es mit dem BGE anders als mit der AHV läuft, welche erst nachdem tausende von Schweizern lange im Elend gelebt haben, eingeführt wurde.
      20 10 Melden
    • Jannabis420 06.06.2016 17:31
      Highlight Ist es nicht, die Einführung des Frauenstimmrechts hat auch mehrere Anläufe gebraucht, fändest du es da auch ok, wenn man gesagt hätte oh nein es wurde abgelehnt also bleibt es für immer vom Tisch? Bei der Legalisierung von Cannabis bspw. wurde die letzte Initiative auch klar bachab geschickt, aber ich denke der ja-Anteil wird sich bei jeder weiteren Initiative erhöhen, aus diesem Grund ist es sogar wichtig, dass man bei manchen Anliegen "nicht locker" lässt
      17 5 Melden
  • Str ant (Darkling) 06.06.2016 16:13
    Highlight Was ich den Intianten anlaste ist das sie sich nicht lautstark von der MWST idee distanziert haben!

    Die MikroTransaktionsteuer ist wie geschaffen für ein BGE
    27 15 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.06.2016 16:57
      Highlight Die Idee sollte man weiterverfolgen. So wäre auch eine Nanozeittransaktionssteuer wie geschaffen zur Finanzierung. Alle 1000 Nanosekunden werden jedem Bürger 0.0001 CHF belastet und am Ende des Jahres eine Rechnung geschickt. Anschliessend wird es als BGE wieder zurückgezahlt. Problem gelöst.
      11 18 Melden
    • E7#9 06.06.2016 18:19
      Highlight @Weltbürger: 😂😂😂
      11 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.06.2016 16:08
    Highlight Auch wenn es niemand merkt. Der Staat wird aktuell gerade zurechtgestutzt und der Sozialstaat abgebaut. Die nächsten Abstimmungen werden nicht entscheiden, ob man fürs Nichtstun Geld erhält, sondern ob die heutigen Nichtstuer weiterhin und wieviel Geld erhalten sollen. Wer nichts zur Gesellschaft beiträgt, hat auch nichts zu erhalten und ich spreche nicht von Kranken oder sonstig Eingeschränkten.
    18 51 Melden
    • Asmodeus 06.06.2016 16:21
      Highlight DU sprichst vielleicht nicht von Kranken oder sonstig Eingeschränkten.

      Die sind es jedoch die es treffen wird. Die sind es nämlich die jetzt schon davon betroffen sind.

      Wenn man IV beziehen muss (sei es aufgrund eines Unfalls etc.) muss man aus Prinzip mindestens 1 Jahr warten bis man Anspruch auf eine Rente haben kann.

      Die Abklärungen dauern dann nochmal gut und gerne 1-2 Jahre.

      Und bei einem negativen Bescheid kommen NOCHMAL 1-4 Jahre Gerichtsverfahren/Kosten auf die Leute zu.

      Und oft verliert die IV dann trotzdem und hat nur Geld verbraten. Ausser der Bezüger begeht vorher Selbstmord.
      30 9 Melden
    • Stefan von Siegenthal 06.06.2016 16:53
      Highlight Weltbürger, was ist der Nutzen eines so dümmlichen Kommentars? Es gibt tausende von Schweizern über 45 Jahre alt, die arbeiten wollen und nicht krank sind und trotzdem keine Stelle finden. Diese muss die Gemeinschaft tragen, denn heute hat kaum einer Ackerland und Tiere um Selbstversorger zu sein.
      25 4 Melden
    • Fabio74 06.06.2016 18:00
      Highlight das hatten wir schon mal. Wer nichts beiträgt kriegt nichts. Danach ist es ein Schmarotzer und nichts mehr Wert usw.
      Wir leben noch in einem solidarischen Staat auch wenn es immer wieder Attacken gibt diesen auszuhöhlen.
      Solange der Bund auf Steuereinnahmen in 3stelligen Millionenbeträgen mal eben verzichten kann, gibts am Sozialstaat nichts zu rütteln.
      Erste Opfer sind Rentner und Kranke. Gut der perfide Plan brächteder SVP mehr stimmen.
      Schuldig wören Ausländer und die Linken
      11 4 Melden
    • phreko 06.06.2016 18:28
      Highlight Schön, da hat einer wohl zuviel ayn rand gelesen...
      1 1 Melden
    • E7#9 06.06.2016 18:39
      Highlight Natürlich haben neben den Kranken auch arbeitslose Anspruch auf ein Grundeinkommen. Und zwar nicht nur bis zur Menschenwürde. Wenn das Erbringen des Nachweises auf diese Rente zu bürokratisch ist (Gerichte etc.), dann muss man diese Mechanismen verbessern. Darauf hat aber das Grundeinkommen keinen Einfluss. Wenn Normalverdienende arbeitslos oder arbeitsunfähig werden reicht dieses Grundeinkommen ja eh nicht. Die Idee bGE darf man ja trotzdem weiter verfolgen, wie auch andere Modelle. Aber es ist eben doch erst mal nicht mehr als das: Eine noch unausgereifte Idee.
      5 1 Melden
  • Asmodeus 06.06.2016 15:57
    Highlight Die Initianten haben mich beim BGE teilweise extrem genervt. Es wäre nämlich in der Tat mehr drin gelegen.

    Aber die Initianten schienen mehr ihre eigene Kampagne und die Roboter zu feiern und generell in der Zukunft zu leben als aktiv Abstimmungswerbung zu betreiben.


    Wir haben bereits JETZT Probleme bei welchen ein BGE helfen würde. Das immer stärker beschnittene Sozialwesen (IV etc.) welches bereits jetzt Menschen in die Armut und Schulden treibt zum Beispiel. Selbst hier in der "reichen Schweiz".

    Eltern die sich keine Kinderbetreuung leisten können. z.B.
    42 15 Melden
    • demokrit 06.06.2016 16:03
      Highlight Wer sich kein Kind leisten kann, soll auch keines zu tun. Warum sollen die Kinderlosen dafür bezahlen?
      32 58 Melden
    • Asmodeus 06.06.2016 16:07
      Highlight Weil die Kinderlosen sonst irgendwann genauso ohne Rente dastehen wie der Rest?

      Die Lücken in den Beitragszahlungen mit Ausländern auffüllen passt den Leuten ja auch nicht.

      Irgendwer muss die Rente ja sichern. Oder führen wir staatlich ein, dass jeder gefälligst mit 65 abzukratzen hat?
      35 12 Melden
    • Charlie Brown 06.06.2016 16:14
      Highlight @demokrit: Weil die Kinder von heute dir morgen die AHV (oder vielleicht irgendwann mal das BGE) zahlen werden.
      20 12 Melden
    • Kazuma 06.06.2016 16:29
      Highlight @demokrit: Stimmt. Und wieso sollte ich für Alte, Kranke, Behinderte, Arme etc bezahlen. Ich selber bin ja jung und fit.
      15 9 Melden
    • kleiner_Schurke 06.06.2016 16:42
      Highlight @Asmodesmus Soilent Green is human meat!
      5 1 Melden
    • insomniac 06.06.2016 16:46
      Highlight Kazuma, da besteht ein kleiner Unterschied. Krank, alt oder behindert können wir alle werden. Aber mit einem Kind wache ich nicht plötzlich auf, das ist immer eine bewusste Entscheidung. Und natürlich ist es wichtig für den Staat, dass Kinder nachkommen, aber persönlich sollte man sich nur dann dafür entscheiden, wenn man es sich auch leisten kann. Ich kann mir auch keinen Ferrari leisten, deswegen habe ich keinen. Es besteht kein "Recht auf Kinder". Und in meinem Bekanntenkreis sehe ich es selbst: je weniger Einkommen da ist, desto mehr Kinder haben die Leute. Auch komisch, oder?
      9 15 Melden
    • demokrit 06.06.2016 16:48
      Highlight Das Argument ist etwas billig, damit liesse sich beinahe jede Kindersubvention rechtfertigen. Ich zahle schon genug Steuern für Schulhäuser. Etwas dürfen die Eltern für ihren übrigens egoistischen Kinderwunsch auch noch selber bezahlen. Der Planet ist sowieso überbevölkert.
      8 18 Melden
    • demokrit 06.06.2016 17:45
      Highlight isnomniac: Nein, nicht komisch, sondern der eigentliche Grund dafür, wieso wir in Afrika noch eine so hohe Armut haben. Weil eben jeder nur bis zu seinem Nasenspitz denkt. Die Argumentation ist analog: Mehr Kinder sichern mir meine "Rente". Ein Teufelskreis.
      7 10 Melden
    • Charlie Brown 06.06.2016 17:56
      Highlight @insomniac: Krank und alt werden wir vielleicht. Kinder waren wir aber alle mal mit Bestimmtheit.
      4 2 Melden
    • Charlie Brown 06.06.2016 18:00
      Highlight Meine Güte demokrit. Afrika mit der Schweiz zu vergleichen zeugt wieder mal von Kompetenz....
      8 4 Melden
    • Fabio74 06.06.2016 18:03
      Highlight @Insomniac: Manch einer ist mit einem Kind aus der Besenkammer gekommen. ;-)
      @demokrit: Kinder sollen unterstützt werden aber unabhängig der Lebensform der Eltern.
      3 1 Melden
    • demokrit 06.06.2016 18:51
      Highlight @Charlie: Schön, und ich bin als Kind auch gut ohne Mittagstisch und Quartierarbeiter auf Kosten des Steuerzahlers aufgewachsen. Ich vergleiche nicht Afrika mit der Schweiz, sondern zeige bloss auf, dass die Argumentation dahinter dieselbe ist, sie ist auch ähnlich nachhaltig.
      2 7 Melden
    • Charlie Brown 06.06.2016 19:07
      Highlight Bravo demokrit, ich bin Stolz auf dich. Ich bin auch ohne das alles gross geworden. Aber die Zeiten haben sich geändert. Ist wohl an dir vorbei gegangen...
      5 3 Melden
    • Asmodeus 06.06.2016 19:37
      Highlight Als ich aufgewachsen bin konnte man sich auch mit einem Einkommen noch 2 Kinder und jedes Jahr Urlaub im Wallis UND in Italien leisten.

      Zeiten ändern sich.
      7 0 Melden
    • demokrit 06.06.2016 19:47
      Highlight Ach, die Jungwacht und die Pfadi gibt es immer noch. Charlie und Konsorten sind halt verwöhnter geworden.
      1 8 Melden
    • Charlie Brown 06.06.2016 19:52
      Highlight Warum denn verwöhnter? Weil ich ein Frau habe, die nicht nur Heimchen am Herd sein will? Und ich ihr gönne, nicht finanziell auf Gedeih und Verderb von mir abhängig zu sein?

      Sie zahlt übrigens auf ihrem Einkommen auch Steuern und trägt auch dort etwas zum Wohlergehen der Gesellschaft bei.

      Verwöhnt? Ich verstehe es wirklich nicht...
      5 3 Melden
    • teufelchen7 06.06.2016 21:22
      Highlight @demokrit: ihr denken geht nicht sehr weit! nach ihrer logik müsste man fragen, warum die nächste generation kinderlose rentner unterstützen soll?! es wird mal mehr rentner als kinder geben. ich investiere gerne in die zukunft und unterstütze kinder statt die skrupellose finanzwelt!
      3 2 Melden
    • insomniac 06.06.2016 22:50
      Highlight Teufelchen, weil die Rentner auch bereits eingezahlt haben und daher auch ein Anrecht auf Leistungen haben.
      0 3 Melden
    • teufelchen7 07.06.2016 06:13
      Highlight @insomniac, ahv ist ein umlageverfahren. wenn die nächste generation nicht existiert, gibt es keine ahv-rente, ob du eingezahlt hast oder nicht...
      3 2 Melden
    • insomniac 07.06.2016 07:14
      Highlight Ja, das verstehe ich, aber berechtigt ist trotzdem jeder der auch eingezahlt hat.
      1 3 Melden
    • Charlie Brown 07.06.2016 08:00
      Highlight @insomniac: Das nützt dir dann viel...

      Ausserdem: Die erste Generation von AHV-Bezügern hat auch nicht einbezahlt. Bei uns nennt man so etwas Solidarität.
      5 2 Melden
    • insomniac 07.06.2016 09:20
      Highlight Nein, das nennt man Umstrukturierung des Sozialsystems. Die Berechtigung auf die Bezüge ergibt sich durch die Einzahlung der eigenen Person, nicht die der nächsten Generation. Habe ich nie einbezahlt, bekomme ich auch nichts raus. Das hat (rein von der Berechtigung her) mit der nächsten Generation gar nichts zu tun.
      2 2 Melden
    • Asmodeus 07.06.2016 10:24
      Highlight Dein Geld wird aber nicht aufbewahrt bis Du alt genug zum beziehen bist. DEIN Geld fliesst an Deine Vorgänger.

      Deine Nachfolger (Kinder) bezahlen Dein Geld.

      Es gibt eben nicht bei der AHV ein kleines Schliessfach mit Deinem Namen drauf bei dem jeden Monat ein Beamter ein Geldbündel rein legt und erst wieder Geld raus holt, wenn Du pensioniert wirst.

      DAS wäre die dritte Säule.
      3 1 Melden
    • demokrit 07.06.2016 10:40
      Highlight "Weil ich ein Frau habe, die nicht nur Heimchen am Herd sein will?" - Dann könntet ihr ja auch beide Teilzeit arbeiten. Was mich zum schon festgestellten Punkt zurück führt: Man kann sich offenbar gar kein Kind leisten, erwartet aber von der Gesellschaft, dass sie einem das Kind bezahlt. Äusserst asozial.
      2 4 Melden
    • teufelchen7 07.06.2016 10:48
      Highlight @demokrit, an ihrer stelle würde ich nicht meckern. wenn sie mal alt und runzlig sind, sind es diese "kinder" (welche aus ihrer sicht unbezahlbar sind), die ihren wertesten putzen werden und in die ahv einzahlen. es sei denn, sie verzichten auf deren unterstützung...
      4 1 Melden
    • demokrit 07.06.2016 10:49
      Highlight teufelchen: Mit deiner Logik happert's ja gewaltig. Die AHV erhält, wer selber in die AHV eingezahlt hat, also selber bereits für jemanden eine Umlage getätigt hat. Wenn die massive Bevölkerung abnehmen würde, würden die Kapitalgewinne der AHV zur Auszahlung genügen. Die erste Generation hat die AHV-Kasse über Steuergelder finanziert, dieses Argument ist besonders dümmlich.
      2 4 Melden
    • Asmodeus 07.06.2016 11:24
      Highlight Wir drehen uns im Kreis. Demokrit kann und will nicht verstehen, dass irgendwann einfach weniger Geld im AHV-Kässeli drin ist und er dementsprechend weniger abbekommt. Scheissegal wieviel er einbezahlt hat.
      3 1 Melden
    • insomniac 07.06.2016 11:42
      Highlight Asmodeus, ich schreib das jetzt gerne zum dritten Mal damit es auch jeder schnallt. Mir ist zu 100% klar, woher das Geld kommt. Es geht um den theoretischen ANSPRUCH auf AHV. Und der besteht unabhängig von der nächsten Generation.
      1 2 Melden
    • Asmodeus 07.06.2016 11:49
      Highlight Schön. Aber weil die Theorie nunmal nicht verhebt sollte man halt gucken wie man dafür sorgt, dass man sich in der Praxis das Erziehen von Kindern auch leisten kann.
      2 1 Melden
    • Charlie Brown 07.06.2016 12:05
      Highlight Weder demokrit noch insomniac scheinen abstrahieren zu können, was ein Umlageverfahren ist und wie es funktioniert. Schade um die verschwendete Zeit.

      Und zum Argument von demokrit, die erste Generation habe über die Steuern bezahlt. Nein. Eben nicht. Die Renten werden (grösstenteils) mit dem Geld bezahlt, welches die aktuellen Beitragszahler zahlen. War schon immer so. Und hat bei der Einführung auch noch geklappt (Demografie).
      3 2 Melden
    • Charlie Brown 07.06.2016 12:08
      Highlight @demokrit: Wir arbeiten beide Teilzeit und können uns unsere Kinder (im Moment zumindest, wer weis schon was kommt) und deren Betreuung wunderbar leisten.

      Nur weil das für mich aufgeht beharre ich aber nicht auf der egoistischen Sichtweise, dass das für alle so sein muss.

      Du bezahlst schon genug Steuern für Schulen? Irgendwie passt deine Argumentation sehr gut ins Bild. Bildung scheint für dich total überwertet zu sein.
      2 1 Melden
    • teufelchen7 07.06.2016 14:13
      Highlight @demokrit: *lol* "Die erste Generation hat die AHV-Kasse über Steuergelder finanziert, dieses Argument ist besonders dümmlich"

      Natürlich wurden die ersten AHV-Renten nicht über die Steuer finanziert! Diese wurden möglich, weil die Jüngeren arbeiten gehen und Beiträge bezahlen. Sonst hätten wir bis heute keine AHV! Deine Aussage betreffend der massiven Bevölkerungsabnahme tönt ziemlich schräg! Willst Du mit Gewalt die Bevölkerung zum Schrumpfen bringen? Und mit MEI gehen höchstens die jungen Arbeitskräfte. Die Rentner bleiben!

      Ok, Du siehst die Kinder-Sache anders. Hab verstanden.
      1 0 Melden
    • teufelchen7 07.06.2016 14:16
      Highlight @Insomniac, ja stimmt! Der Anspruch hätte man, wenn man schön brav 44 Jahre einbezahlt hat. Man hat das Recht, AHV zu beziehen. WIEVIEL ist eine andere Frage. Wenn wir zuwenig im Topf haben, wie sollte das aufgeteilt werden? Irgendwer wird immer der Verlierer sein. Daher sollten wir doch schauen, dass wir auch künftig mehr AHV-Beiträge bekommen werden als Renten.
      1 1 Melden
    • insomniac 07.06.2016 14:58
      Highlight Teufelchen, da hast du Recht. Die Frage ist nur, ob die Kosten, die Kinder derer, die sich keine leisten können aber trotzdem welche bekommen, bis zu einem beitragsfähigen Alter zu bringen, nicht höher sind.
      3 2 Melden
    • demokrit 07.06.2016 17:15
      Highlight @Charlie Brown: Wenn du dir einmal die Lebenserwartung im Jahr der AHV-Einführung zu Gemüte führen würdest, wüsstest du, dass diese Generation praktisch (und nicht theoretisch) ausschliesslich eingezahlt hat. Im Übrigen stammen gar nicht alle Gelder aus dem Umlageverfahren sondern auch aus dem Tabakkonsum, Allgemeinen Konsum und dem Alkoholkonsum.
      0 3 Melden
    • demokrit 07.06.2016 17:23
      Highlight "Nur weil das für mich aufgeht beharre ich aber nicht auf der egoistischen Sichtweise, dass das für alle so sein muss." - Oh, und wie! Egoistisch ist, wer anderen sein Familienmodell aufzwingt.

      "Bildung scheint für dich total überwertet zu sein." - Überbewertet hiesse das. Eltern von Kindern werden heute auf nahezu groteske Weise privilegiert, von den Kinderabzügen, KITAs, über den Mittagstisch bis zum Quartierbüro.
      0 3 Melden
    • demokrit 07.06.2016 17:27
      Highlight "Willst Du mit Gewalt die Bevölkerung zum Schrumpfen bringen?" - Ich würde die Anreize jedenfalls einstellen, unsere natürlichen Ressourcen sind begrenzt. Schau dir die unnachsichtige Bevölkerungszunahme in der Schweiz einmal genauer an:
      http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/03/blank/key/ent_erw.html
      0 2 Melden
    • Charlie Brown 07.06.2016 20:06
      Highlight @demokrit: Ich schreibe ja grösstenteils, nicht ausschliesslich.

      Lebenserwartung: Das ist ein zu kurz gedachtes Argument. Wer 1948 noch lebte und im AHV Alter war, hat bezogen ohne je einzuzahlen. Jene die davor verstarben senken zwar den Schnitt der Lebenserwartung, haben aber in der Betrachtung über wer zahlte und wer bezog nichts verloren.

      Und der einzige, der hier Lebensmodelle aufzwingt, bist du. Von mir aus darf jeder wie er will.
      1 0 Melden
    • demokrit 07.06.2016 20:28
      Highlight Charlie: Das sind relativ wenige Personen. 1941 waren nur 13% der Personen über 60 Jahre alt. Die Lebenserwartung ist erst später stark angestiegen. Diejenigen die davor verstarben, haben Grundstock gebildet, ohne zu beziehen und haben in der Betrachtung durchaus etwas verloren (es dürften mehr gewesen sein).

      Nö, das tue ich eben nicht. Nicht ich erwarte, andere sollen meinen Kinderwunsch bitteschön mitfinanzieren, sondern DU.
      1 1 Melden
    • Charlie Brown 07.06.2016 20:58
      Highlight @demokrit: Wer vor 1948 verstarb hat nie einen Franken in die AHV einbezahlt. Nie. Einfach nicht. Verstehe das doch. Und 1941 hat hier als Jahreszahl auch nichts verloren.

      Und nochmal, meine Kinder finanziere ich selbst. Aber ich bin bereit, für Kinder solidarisch mit zu finanzieren. Für die, die es brauchen.
      3 0 Melden
    • Charlie Brown 08.06.2016 06:14
      Highlight @demokrit: Ich mache einen letzten Versuch.

      1948 wurde die AHV (Rente und Beitragspflicht) eingeführt. Alle die davor verstarben sind irrelevant, egal welchen Jahrgang sie hatten.

      Menschen mit Jg 1930 und jünger haben somit seit dem 18. Geburtstag Beiträge bezahlt.

      Menschen mit Jg 1883 und älter haben keinen Rappen einbezahlt und nur bezogen. Ja, das waren nicht underttausende, aber es gab sie.

      Und alle mit Jg 1884-1929 haben nur einen Teil ihrer Beitragspflicht geleistet, bezogen (und beziehen sogar heute noch) Rente wie alle, die das ganze Leben einbezahlt haben.
      3 0 Melden
    • demokrit 13.06.2016 18:03
      Highlight Charlie: Wer nach 1948 eingezahlt hat und vor früher verstarb als seine Rente fällig wurde hat die AHV subventioniert. Die Zahl derjenigen Leute, die die AHV subventioniert haben, war (infolge geringer Lebenserwartung von damals) grösser als die der Bezüger. Darum ist deine Behauptung, die Generationenumverteilung hätte bei der Einführung schon stattgefunden, einfach barer Unsinn.

      Du willst dein subventionsfreundliches Familienmodell also anderen aufdrücken, die mit deinen Subventionen nicht einverstanden sind.
      0 2 Melden
    • Charlie Brown 13.06.2016 19:33
      Highlight Ach demokrit... Das ist ja nicht die Frage...

      Du verstehst nicht, weil du nicht verstehen willst. Wie schon so oft, etwas behaupten und wider alle Beweise auf der falschen Aussage beharren.

      Was genau hast du nicht verstanden an meinen Ausführungen? Wie genau haben Menschen mit Jg 1883 und davor etwas einbezahlt? Und stellst du in Abrede, dass Jg 1884 bis 1923 nicht gleich lange einzahlten, wie die heutigen Neurentner? Das gäbe heute Abzüge, für all jene gab (und gibt) es keine.
      0 0 Melden
  • Wilhelm Dingo 06.06.2016 15:55
    Highlight Die Zeiten ändern sich, das ist mir klar. Was mir nicht klar ist wie genau, (z.B. ökonomisch, migrationspolitisch) funktionieren kann. Hat das mal einer genauer angeschaut?
    11 3 Melden
    • kleiner_Schurke 06.06.2016 16:24
      Highlight Die Arabischen Emirate zeigen es uns bereits vor. Emiratis bezahlen keine Steuern und die medizinische Versorgung ist kostenlos, was etwa einem BGE von 30'000 pro Jahr gleichkommt. Das zeiht natürlich Expats in Scharen an (Ausländeranteil der Bevölkerung 80%). Diese bezahlen ebenfalls keine Steuern. Ohne Job müssen sie das Land sofort verlassen, denn dafür ist dann kein Spielraum mehr da. Die Expats halten jedoch die “Finanz-Maschinerie“ am laufen. Dieser “Entwurf“ hat einen sich sehr schnell entwickelnden und extrem florierenden Staat hervor gebracht.
      10 11 Melden
    • insomniac 06.06.2016 16:48
      Highlight Schurke, das klappt aber nur so lang bis das Öl weg ist. Die Situation der Emirate mit der der Schweiz zu vergleichen macht keinen Sinn und ich denke das ist dir auch klar wenn du mal drüber nachdenkst.
      14 1 Melden
    • 7immi 06.06.2016 16:56
      Highlight @kleiner schurke
      hätte die schweiz erdöl, hätte unser staat auch genug geld ohne steuern. dies zu vergleichen bringt also nichts, da wir keine rohstoffe im übermass haben.
      9 1 Melden
    • kleiner_Schurke 06.06.2016 17:40
      Highlight Das war einmal in den 70er Jahren. Die VAE generieren ihren Staatshaushalt heute mehrheitlich aus dem Tourismus, Emirates und Etihad, Baufirmen und Kliniken. Ausserdem fungieren die Emirate als Partymeile von Saudi Arabien. Das Oil macht gegenwärtig noch 7% aus am Staatshaushalt.
      3 8 Melden
    • Fabio74 06.06.2016 18:05
      Highlight @schurke:Der Unterschied. Die Emirate sind weder Rechtsstaat noch Demokratie. Menschenrechte de facto nicht existent.
      Die Herrscher haben alles, auch was offiziell verboten ist, die armen Ausländer Putzfrauen etc haben Null Rechte und sind den Chefs ausgeliefert
      8 2 Melden
    • kleiner_Schurke 06.06.2016 18:24
      Highlight Nun mach mal einen Punkt! Von wegen Menschenrechte quasi inexistent. Sorry aber das ist blanker Quatsch!
      3 14 Melden
    • Fabio74 07.06.2016 08:52
      Highlight @kleiner Schurke: Was haben Pakistanis und Filippions etc für Rechte? Keine. Es sind Billgstarbeiter die man ausnutzt nach Strich und Faden und rausschmeisst wenn man sie nicht mehr will. Gibt genügend Berichte von Menschen denen der Pass weg genommen wurde,oder nicht alle Löhne gekriegt, oder geschlagen wurden. Anzeigen bringt nichts weil die Polizei nicht ermittelt
      0 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.06.2016 15:52
    Highlight Das sind Visionäre und ihre Pläne zeichnen die Zukunft. Noch können das viele nicht sehen. Allen voran die Erbsenzähler.

    Die Menschheit wird lernen müssen, längerfristig zu planen anstatt nur bis zum eigenen Tellerrand.
    24 45 Melden
    • Charlie Brown 06.06.2016 16:16
      Highlight Einmal mehr, Kritiker werden einfach pauschal diffamiert.

      Es gibt dutzende Gründe für und gegen das BGE. Bessere und schlechtere. Wann wird dem Umstand mal Rechnung getragen?
      19 4 Melden
    • 7immi 06.06.2016 17:02
      Highlight genau, rhabarber, wenn man geld verschenkt, dessen finanzierung und auswirkungen auf das gesamtsystem bei weitem nicht geklärt ist, hat das mehr mit träumen als mit visionärem denken zu tun. denn schon bei simpler mathematik und grundsätzlicher vwl zeigt sich der irrsinn der initiative.
      aber natürlich sind alle anderen dumm und kurzsichtig...
      8 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.06.2016 18:29
      Highlight Wie ich sagte: Viele können es noch nicht sehen :-)
      5 13 Melden
    • Charlie Brown 06.06.2016 19:21
      Highlight Wenn einem die Argumente ausgehen, werden die selben, sinnlosen alten widerholt.
      3 1 Melden
    • Wilhelm Dingo 07.06.2016 06:43
      Highlight @Rhabarber: Hast Du eine Quelle welche das BGE vollständig beleuchtet, inkl. Finanzierung und Migrationspolitik?
      2 0 Melden
  • kleiner_Schurke 06.06.2016 15:50
    Highlight Wir werde uns vom Modell “Broterwerb gegen Arbeit“ lösen müssen. Unser aktuelles Erwerbsmodell wird nicht mehr lange funktionieren. Unsere Industrie wandert, wo immer möglich ab nach China und Indien. Was übrig bleibt wird, wo immer möglich, durch Roboter ersetzt werden. Zurückbleiben wird eine Art Rumpfwirtschaft für die Dinge die nicht ersetzt werden können (Ärzte, Bäcker, Bauern). Industrie-Arbeiter aber auch Dienstleister (Büropersonal, Lokführer, Busfahrer, usw.) werden früher oder später obsolet. Supermärkte ohne Verkäufer, Züge ohne Fahrer, wir sehen bereits die Anfänge...
    28 11 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.06.2016 15:44
    Highlight Was war denn so realitätsfern?
    Es hatte sich einfach absolut niemand darüber informiert und blieb beim ersten Gedanken hängen. Und der war:
    "Dann arbeitet ja niemand mehr"
    Zum Gähnen.
    23 32 Melden
    • almlasdn 06.06.2016 16:05
      Highlight Leider war das das einzige Argument in meinem Freundeskreis.
      9 6 Melden
    • Charlie Brown 06.06.2016 16:19
      Highlight Die mögliche Folgen (betriebs- und volkswirtschaftlich, kulturell) wurden von vielen Kritikern konkret hinterfragt. Die Antworten darauf bleiben die Initianten schuldig.

      Gähne du nur.
      21 4 Melden
    • insomniac 06.06.2016 16:50
      Highlight Das Problem ist nicht, dass dann niemand mehr arbeiten geht, sondern dass die schlecht bezahlten, oft körperlich anstrengenden Jobs nicht mehr gemacht werden. Ich gehe auch mit BGE noch arbeiten. Aber der Handwerker + arbeitslose Ehefrau, die zusammen mit BGE so viel bekommen wie er jetzt verdient? Der bleibt dann zu Hause.
      7 6 Melden
    • supremewash 06.06.2016 17:49
      Highlight @insomniac Genau das wage ich, als Handwerker, zu bezweifeln. Ich mag mit meiner momentanen Arbeit vielleicht nicht die Welt verbessern, aber ich mache sie unterm Strich gerne und habe den Anspruch an mich selbst, ein produktives Mitglied der Gesellschaft zu sein. Es geht beim BGE darum, die Maschen unseres sozialen Netzes neu zu knüpfen, und nicht darum die Faulen durchzufüttern.
      6 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.06.2016 18:10
      Highlight @insomniac: Die Arbeit, die nicht automatisiert werden kann, wird besser bezahlt. Das geht, weil die restliche Arbeit durch weit produktivere Roboter erledigt wird. Wenn es dann mal so weit ist.
      JETZT streicht den Gewinn alleine das Unternehmen ein und der ehemalige Mitarbeiter bezieht sein "BGE" aus der Arbeitslosenkasse.
      6 5 Melden
    • demokrit 07.06.2016 17:07
      Highlight Asmodeus: Ich rechne nicht damit, dass ich überhaupt einmal irgendwelche Gelder aus der AHV erhalten werde.
      0 1 Melden

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