Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

250 Frauen sind 2017 neu in die Armee eingerückt.  Bild: KEYSTONE

Die Schweizer Armee zieht so viele Frauen an wie noch nie

14.01.18, 07:27 14.01.18, 08:44


Das Militär ist für einige Frauen offensichtlich alles andere als abschreckend. 

250 Frauen traten 2017 freiwillig den Dienst an – das sind rund 35 Prozent mehr als noch vor einem Jahr und fast doppelt so viele wie 2015, wie der «Sonntagsblick» berichtet. Experten deuten die Zahlen als Trendwende. Die Armee schaffe es zunehmend, Frauen für den Wehrdienst zu begeistern.

Mehr noch: Rund die Hälfte der eingerückten Frauen absolviert eine Kaderausbildung zur Unteroffizierin oder zur Offizierin. Militärsoziologe Tibor Szvircsev Tresch von der ETH Zürich: «Mit den Krisen in Europa, wie beispielsweise in der Ukraine, scheint das Interesse an Sicherheitspolitik auch bei Frauen gestiegen zu sein.»

Parmelin will Frauen-Infotag

Dazu komme, dass sich die Armee verstärkt um Rekrutinnen bemühe, etwa indem alle volljährigen Frauen eine Einladung für den Infotag erhalten würden. Noch sind die Frauen in der Schweizer Armee allerdings eine krasse Minderheit. Gerade mal 0,7 Prozent aller Dienstleistenden sind weiblich. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der Anteil bei 12 Prozent, in Schweden bei 18 Prozent.

Verteidigungsminister Guy Parmelin will das ändern. Sein Plan laut «Sonntagsblick»: Frauen sollen zum Militär-Infotag antreten müssen – obligatorisch. Der Bundesrat hat die Armee beauftragt, den Personalaufwand, die rechtlichen Grundlagen und die Kosten für eine solche Neuerung abzuklären.

(pd)

Die Armee will neue Jets

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

Fluchthelferin (72): «Ich nehme die Strafe absolut in Kauf»

Kaum ein Land hat weniger als die Schweiz – der grosse Sommerferien-Report

40 Jugendliche wegen Serie «13 Reasons Why» in psychiatrischen Notfall eingeliefert

Belauscht: Männer über «Bitches», «Brüste» und MDMA-Bowlen

Lo & Leduc geben Geheimkonzert auf der kleinen Bühne – und der Gurten dreht durch

Plötzlich Frieden in Eritrea: «Bei den Flüchtlingen wird es nun knallhart ums Geld gehen»

Babys an der Macht

Frauen, die sich trennen, sind keine Opfer – verdammt!

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
45
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • einmalquer 14.01.2018 18:36
    Highlight Am besten wäre es, wenn wir die Armee abschaffen würden

    dann
    müsste sich niemand darüber ärgern, dass sich nicht mehr Frauen am Militärdienst erfreuen

    weil sie lieber Frieden haben
    17 24 Melden
  • Wambolium 14.01.2018 15:55
    Highlight Ich wäre für die Einführung des norwegischen Wehrpflichtmodells. Dieses Modell sieht vor, dass sowohl Männer, als auch Frauen obligatorisch an die Rektrutierung müssen. Ins Militär gehen giengten dann aber nur die motiviertesten und die Besten. Dieses Modell ist nicht diskriminierend, so wie das heutige System.
    26 2 Melden
  • fw_80 14.01.2018 15:07
    Highlight Bei diesem explosiven Anstieg müssen wohl in Kürze unsere Waffenplätze expandieren!
    13 2 Melden
  • Nevermind 14.01.2018 14:15
    Highlight Die Verteilung auf die Funktionen wäre ja mal interessant. Wofür entscheidet sich Frau, wenn man aussuchen kann ob man als Füssel im Dreck liegen darf oder doch vieleicht etwas angenehmeres?
    8 4 Melden
  • Walter Sahli 14.01.2018 13:46
    Highlight Frauen, die freiwillig ins Militär gehen, rauben mir die letzte Hoffnung, dass aus dieser Menschheit doch nochmal was wird.
    20 20 Melden
  • Es ist Nachgerichtet 14.01.2018 12:58
    Highlight 250 fünfzig Frauen die freiwillig in die Armee gehen sind eine riesen Schlagzeile wert. (das sollen viele sein??)
    Die 30'000 Männer die im selben Zeitraum in diese gezwungen werden und die bestehende Ungerechtigkeit werden mit keinem Wort erwähnt, ich könnte kotzen.
    143 40 Melden
  • stadtzuercher 14.01.2018 12:33
    Highlight Die Feministinnen, die überall Frauenquoten propagieren, haben noch nie welche für den Zwangsmilitärdienst gefordert. Überraschung? Nö.
    161 39 Melden
    • DerTaran 14.01.2018 15:56
      Highlight Tatsächlich ist das, zu mindest internationalen nicht richtig. Gerade in den USA haben Feministingen dafür gekämpft, Frauen den Dienst in Kampfeinheiten zu ermöglichen.
      15 6 Melden
    • phreko 14.01.2018 16:18
      Highlight Vielleicht weil viele von ihnen generell gegen die Dienstpflicht sind?
      9 12 Melden
    • Karl33 15.01.2018 08:37
      Highlight phreko, selbst wer den kapitalismus überwinden will (sp), setzt sich für gleiche löhne ein.
      1 1 Melden
  • DomiNope 14.01.2018 11:56
    Highlight Wenn man schon in der Politil eine Frauenquote möcht, wieso dann nicht auch im Militärdienst? 😉
    60 9 Melden
    • Whiskeysour 14.01.2018 13:18
      Highlight Es gibt solche, die das regelmässig tun. Nur wird nicht so gut zugehört...
      6 4 Melden
  • 1337pavian 14.01.2018 11:29
    Highlight >Die (...) Armee zieht so viele [Menschen] an wie noch nie

    Ach ja? Find ich bedenklich.
    49 54 Melden
    • grumpy_af 14.01.2018 13:23
      Highlight Da die meisten Frauen, welche ich aus dem Militär kenne weitermachen möchten, geht es ihnen nicht darum, Krieg zu spielen, sondern wertvolle Erfahrungen was Führung und Management angeht in einem einzigartigen Umfeld zu erlernen. Finde ich eigentlich noch gut.
      15 11 Melden
    • kleiner_Schurke 14.01.2018 14:24
      Highlight Nein, die Armee ist drastisch geschrumpft. Als ich in der RS war, hatte die Schweiz 5 Mio Einwohner und eine Armee von 750'000 Mann, plus MFD plus Zivilschutz. Heute hat die Schweiz 8 Mio Einwohner (Plus 60%) die Armee noch 100'000 Mitglieder. Also 13% des früheren Bestandes, bi 1.5facher Bevölkerung. Noch nie haben so wenige Leute in der Schweiz Militärdienst geleistet.
      18 4 Melden
    • Raembe 14.01.2018 20:10
      Highlight Grundsätzlich ist der Armee Dienst nichts schlechtes, aber klar es hat einige Mängel.
      8 5 Melden
  • bastardo 14.01.2018 11:26
    Highlight "Experten deuten die Zahlen als Trendwende." 😂
    112 7 Melden
  • nickname2000 14.01.2018 11:22
    Highlight Etwas anderes als Leute zwingen können die wohl nicht...
    24 32 Melden
    • Sir Konterbier 14.01.2018 16:32
      Highlight Naja mir ist eine Armee von Leuten die kein Krieg wollen lieber als eine Freiwilligenarmee vom rechten Rand. Eine demokratische Armee gehört halt ein bisschen zu den Eigenheiten unseres Landes. Ich finds gut...
      12 7 Melden
    • Jokerf4ce 15.01.2018 08:40
      Highlight @Sir Konterbier

      Der Zweck heiligt die Mittel?

      Sollten also im Kriegsfall lieber die Leute sterben die das nicht wollten?
      Anstatt derer die damit einverstanden wären?

      Hohlspitz ins eigene Knie?
      2 2 Melden
  • phreko 14.01.2018 11:15
    Highlight Ist ja nur konsequent, wenn (wohl mehrheitlich) rechts-nationale Wählerinnen, die sich für eine überrissen grosse Armee einsetzen, auch ihren Beitrag dazu leisten.
    Noch etwas mehr und die leidige Diskussion wegen dem Zivildienst nimmt ihr natürliches Ende. Die vorgestrigen dürfen, wie gewünscht, schiessen gehen, und der Rest darf der Gesellschaft seine Dienste leisten, ohne dass sich jemand daran stört.
    39 50 Melden
  • speaker33 14.01.2018 10:20
    Highlight Find ich gut.
    21 20 Melden
  • henk 14.01.2018 10:18
    Highlight Ich war mit drei Frauen in der RS und später auch in der Unteroffiziersschule. Sind immer top motiviert und das spornt eben auch die Männer mehr an ;) Frauen in der Armee tun gut und sind eine Bereicherung.
    60 15 Melden
    • Brodius 14.01.2018 14:39
      Highlight Ich würde gerne die Armee mit den Augen von Befürwortern sehen.
      Noch nicht aber wirklich noch nie habe ich in d
      5 12 Melden
    • undduso 14.01.2018 15:17
      Highlight Kann ich leider nicht bestätigen. Ich habe 4 Frauen in der RS und später erlebt. Zweien musste man alles nachtragen und konnten nicht mithalten (ist das Problem der Armee, dass sie die richtigen Leute am falschen Ort einsetzt.
      Andererseits wurde auch eine Frau Offizier, die es als Mann nie so weit geschafft hätte. Sie hatte, verglichen mit den anderen 15 Offizieren die ich erlebt habe, mit Abstand am wenigsten Führungsqualitäten. Die Armee kann sich wohl keine negativen Schlagzeilen über "Diskriminierung" in der Armee leisten.
      14 5 Melden
    • Bünzli1 14.01.2018 18:13
      Highlight Sehe ich ähnlich. Ich bin selbst weiblich und mittlerweilen Kompanie Kdt. In meinem höheren Kader habe ich 3 Frauen, sowie 2 in der Truppe. Sie leisten gleich gute Arbeit wie die Herren sind aber motivierter, was durchaus eine (positive) Auswirkung auf den Rest hat.
      10 9 Melden
  • Cybot 14.01.2018 10:04
    Highlight 0.7 Prozent... C'mon Girls, da ist noch Luft nach oben :)
    Für die Gleichberechtigung und -bepflichtigung! *FahneSchwenk*
    An die 0.7 Prozent: Herzliches Dankeschön!
    43 9 Melden
  • sintho 14.01.2018 10:03
    Highlight Wow 250 :o! Auf 100 000 Männer. Das ist ja sehr viel.
    32 12 Melden
    • w'ever 14.01.2018 13:24
      Highlight etwa das gleiche verhältnis wie an samstag abend in einem club
      23 1 Melden
    • Richu 14.01.2018 16:44
      Highlight @sintho: Deine Aussage auf 100'000 Männer hätten 250 Frauen den Dienst angefangen ist komplett falsch.
      Tatsache ist: Im März 2017 hatten ca. 100 Frauen und ca. 6'800 Männer die RS begonnen: im Juli 2017 waren es ca. 150 Frauen und ca. 7'800 Männer!
      Also ein Total bei den Männern von ca. 14'600, d.h. mit deiner Angabe von 100'000 Männern liegst du um Faktor 7 daneben.
      11 6 Melden
  • Jein 14.01.2018 09:30
    Highlight Ist doch auch toll wenn man sich auswählen kann ob man ins Militär geht oder nicht...
    62 1 Melden
    • äti 14.01.2018 13:57
      Highlight .. verstehe ich dich richtig, bei Männern würde keiner freiwillig gehen?
      3 13 Melden
  • fcsg 14.01.2018 09:26
    Highlight Der absolute Wahnsinn diese Zahlen, die Begeisterung ist förmlich spürbar und der Wehrwille grenzenlos. Nächstes Jahr kratzen wir garantiert an der 1% Marke...
    47 3 Melden
  • Karl33 14.01.2018 09:11
    Highlight "Gerade mal 0,7 Prozent aller Dienstleistenden sind weiblich."

    Gleichstellung Schweiz 2017.
    51 13 Melden
    • Politisch unkorrekt 14.01.2018 13:16
      Highlight Männer müssen ins Militär, Frauen nicht. Klar hat es mehr Männer.
      7 5 Melden
    • exeswiss 15.01.2018 03:08
      Highlight @Taebneged und frauen die keine kinder wollen haben "de baze und s weggli"? pfft...

      das ist echt die schlechteste ausrede die es gibt...
      4 1 Melden
  • nilsnektarine 14.01.2018 08:56
    Highlight "Noch sind die Frauen in der Schweizer Armee allerdings eine krasse Minderheit. Gerade mal 0,7 Prozent aller Dienstleistenden sind weiblich"... hat vielleicht damit zu tun, dass für Männer grundsätzlich die Wehrpflicht gilt und für Frauen nicht ;)
    Ich persönlich schätze Frauen in der Armee, ich bin bei den Veterinärtruppen und dort ist der Frauenanteil recht viel höher, mehrere Gruppenführer,Kadi und Kadi-StV, sowie einige Berfusmilitärs (Fachinstruktoren) waren Frauen und es hat tiptop funktioniert.
    28 4 Melden
    • AlteSchachtel 14.01.2018 15:26
      Highlight Das Frauen zur Veterinärtruppe, als Hundeführerin oder bei der Sanität freiwillig ins Militär gehen, kann ich wegen der guten Ausbildung noch nachvollziehen. Dass früher Frauen, die als Kind die Kriegszeiten erlebt haben, zur FHD gingen, auch.

      Aber Frauen, die heute unbedingt in den Kampf wollen, kann ich beim besten Willen nicht verstehen.

      Hoher Frauenanteil bei den Veterinären. Heisst das, dass Frauen immer wunschgemäss eingeteilt werden? Das wäre dann wohl langsam ein bisschen zu viel des Guten, gegenüber der immer noch oft zwangseingeteilten Männer...oder?
      11 6 Melden
  • Franzl 14.01.2018 08:16
    Highlight Warum warum haben die Frauen in der Schweiz immer noch keine Wehrpflicht? Wo bleibt da die Emanzipation?
    Dafür wird gejammert, wenn immer mehr Männer Zivildienst wählen.
    51 9 Melden
    • almlasdn 14.01.2018 14:24
      Highlight Wieso haben Frauen nicht immer dein gleichen Lohn wie ihre männlichen Kollegen? Wieso wird eine Frau immer noch von so vielen Männern verhätschelt und belächelt? Wo bleibt da die Emanzipation?
      Schafft erstmal überall gleichberechtigung, seitens der Frau aber auch vom Mann (wird zu unrecht immer schlecht dargestellt), dann können wir überlegen den obligatorischen Militärdienst wieder einzuführen ;)
      5 17 Melden
  • zeromaster80 14.01.2018 08:07
    Highlight An Deutschland und Schweden kann man nicht messen. Beide haben schon länger keine Wehrpflicht mehr und Schweden führt sie jetzt ja scheinbar inkl. Wehrpflicht für Frauen wieder ein, klar ist der Anteil damit grösser. Ein Infotag ändert daran nichts, eine Dienstpflicht für Frauen hingegen...
    27 3 Melden
    • B-Arche 14.01.2018 16:33
      Highlight In Schweden werden von 100'000 potenziellen Kandidaten am Ende 4'000 eingezogen. Die haben dann einfach Pech. Eine gerechte allgemeine Wehrpflicht ist das nicht.
      6 2 Melden

Masslose Zuwanderung? Von wegen! Die Begrenzungs-Initiative der SVP im Faktencheck

Die Zuwanderung aus der EU war noch nie so tief wie heute. Dennoch will die SVP die Einwanderung eindämmen und die Personenfreizügigkeit künden. Doch mit welcher Begründung? Sechs Argumente im Faktencheck. 

2017 wanderten aus EU- und EFTA-Ländern unter dem Strich 31'250 Personen ein, 11 Prozent weniger als im Vorjahr und 50 Prozent weniger als im Rekordjahr 2013. Das zeigt der jüngste Bericht des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Grund dafür ist der wirtschaftliche Aufschwung in Südeuropa.

«Wir stellen fest, dass die Arbeitsmarktintegration von EU-Bürgerinnen sehr gut gelingt», sagte Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, am Dienstag vor den Medien in Bern. «Und wir stellen …

Artikel lesen