Schweiz

Muss noch warten, bis sie mit ihrem frisch Vermählten Zärtlichkeiten austauschen kann: Angela Kiko. Bild: KEYSTONE

Kein Sex für Kiko und Magdici – wegen fehlendem Intimzimmer im Gefängnis Lenzburg

Verheiratete dürfen sich im Gefängnis in sogenannte Intimzimmer zurückziehen. Das gilt jedoch nicht für das frisch vermählte Ausbrecherpaar Angela Magdici und Hassan Kiko. Nur eine Verlegung in eine andere Strafanstalt könnte dies ändern.

13.07.17, 06:16 13.07.17, 14:44

Seit vergangenem Montag trägt Angela Magdici, die bekannteste Gefängniswärterin der Schweiz, den Nachnamen ihres Liebsten. Hinter Gitter hat sie Hassan Kiko das Ja-Wort gegeben. Eine kleine aber schöne Feier sei es gewesen, sagte Valentin Landmann, der als Anwalt von Kiko der Eheschliessung im Gefängnis Lenzburg beigewohnt hatte, gegenüber «Tele Züri». 

Damit geht die Geschichte des Ausbrecherpaares in eine nächste Runde. Begonnen hatte alles im Februar 2016. Mit stockendem Atem verfolgte die Schweiz die Suche nach Magdici und Kiko, nachdem sie aus dem Gefängnis Limmattal getürmt waren. Die verliebte Wärterin hatte ihren Angebeteten aus der Zelle befreit. Sieben Wochen lang versteckte sich das liebestolle Paar in einem Hochhaus in Norditalien, bis die Carabinieri die Wohnung stürmte und die beiden festnahm.

Danach wurde die heute 33-jährige Magdici zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten Haft bedingt verurteilt. Ins Gefängnis musste sie nicht. Anders der 28-jährige Kiko. Seit der Rückkehr in die Schweiz sitzt er wieder hinter Gittern. Weil er eine 15-Jährige vergewaltigt hatte, muss er eine vierjährige Freiheitsstrafe absitzen. 

Doch auch weiterhin halten Gefängnismauern die beiden nicht von ihrer gegenseitigen Zuneigung ab. Warum sie schon jetzt, während Kiko noch einsitzt, heirateten und nicht darauf warteten, bis er wieder auf freiem Fuss ist, hat mehrere plausible Gründe. 

Einer davon ist, dass Eheleuten im Gefängnis bei Besuchen mehr Privilegien zustehen. Grundsätzlich haben Gefangene genauso wie Nicht-Eingesperrte das Recht, heiraten zu können. Und laut dem Schweizer Strafgesetzbuch haben nahestehende Personen und insbesondere Familienangehörige bei Besuchen im Gefängnis mehr Privilegien. Das heisst beispielsweise, dass sich ein Paar mit Kind in einem besonders ausgestatteten Besucherraum mit Spielzeugen zurückziehen darf und dass die Besuchszeit verlängert werden kann.

Besonders wichtig für Ehepaare sind die sogenannten Intimbesuche. In einem Spezialzimmer, das über ein Doppelbett und eine Nasszone verfügt, dürfen Verheiratete sexuelle Kontakte pflegen. Für die Benutzung dieses Zimmers wird eine dauerhafte Beziehung vorausgesetzt.

Magdici und Kiko müssten eigentlich von diesem Privileg profitieren können. Das Problem ist aber: Im Gefängnis Lenzburg, wo Kiko einsitzt, gibt es kein solches Intimzimmer.

Justizvollzugsanstalt Lenzburg. Hier sitzt Hassan Kiko seine Strafe ab. Bild: KEYSTONE

Gerade ein solches wäre aber für ein Ehepaar wichtig, sagt Benjamin Brägger, Sekretär des Strafvollzugskonkordats Nordwest- und Innerschweiz. Es sei schliesslich nicht so, dass die sexuellen Begierden und Triebe mit der Einweisung in eine Strafvollzugsanstalt einfach aufhöre. «Besteht keine Möglichkeit von Intimbesuchen, wird die Sexualität in die Subkultur des Gefängnisalltages verbannt und gelebt», sagt Brägger. Für schwächere Insassen bedeute dies oftmals, dass sie sexuell unterdrückt oder gar ausgebeutet würden. 

«Besteht keine Möglichkeit von Intimbesuchen wird die Sexualität in die Subkultur des Gefängnisalltages verbannt und gelebt.»

Benjamin Brägger, Sekretär des Strafvollzugskonkordats Nordwest- und Innerschweiz

Auch Jessica Maise, Sprecherin des Amtes für Justizvollzug des Kantons Zürich sagt, der Kontakt zu dem Ehepartner sei für Gefangene wichtig. «Es gibt ihnen Kraft zu wissen, dass da ‹draussen› jemand auf sie wartet und nach der Entlassung unterstützt», sagt sie. Gleichzeitig motiviere es sie auch, sich im Haftalltag an die Regeln zu halten, um eine bedingte Entlassung nicht zu gefährden und ihre Angehörigen und insbesondere den Ehepartner nicht zu enttäuschen. Dies wiederum habe einen positiven Effekt auf die Resozialisierung, indem sie erfolgreich lernen, sich «drinnen» an die Regeln zu halten, damit sie es «draussen» dann auch können, so Maise. 

Doch von den 110 Anstalten des Freiheitsentzuges in der Schweiz verfügen gerade einmal sechs über ein Intimbesuchszimmer. Es sind dies: 

Brägger sagt: «Kiko hat das Pech, dass er in Lenzburg einsitzt, wo es kein solches Zimmer gibt.» Aber das zeige die Ungleichbehandlung im Justizvollzug in der Schweiz auf. Je nach Vollzugsanstalt bestehe die Möglichkeit, die Intimitäten ausleben zu können, oder nicht. Er ist der Meinung, dies sei ein Zustand, der behoben werden sollte. Auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte begrüsse in einem Urteil aus dem Jahr 2003, dass Intimbesuche zugelassen würden. Eine Ablehnung solcher Besuche tangiere das Recht auf Achtung des Familienlebens.

Schwerer als Kiko haben es Strafgefangene in England. Dort sind Intimbesuche gänzlich verboten. Weil aber das Menschenrecht auf Achtung des Familienlebens eingehalten werden muss, können sich Ehepartner von ihrer eingesperrten besseren Hälfte schwängern lassen – per künstlicher Befruchtung durch Ausfuhr der Spermien.

Hassan Kiko bleibt in der Zwischenzeit nichts anderes übrig, als geduldig die Stunden zu zählen, bis er seine Angela wieder ungestört in die Arme nehmen darf. Nur eine Möglichkeit bleibt ihm bis zu seiner Freilassung: Seine Verlegung zu beantragen. Dann müsste der Kanton Aargau darüber entscheiden, ob dieser stattgegeben wird. 

Ein weiterer Grund, warum Kiko und Magdici mit dem Heiraten nicht warten konnten, war ihre unbändige Liebe, die sie füreinander empfinden. Immer wieder haben sie betont, dass sie nur aus Liebe gehandelt haben. 

Kiko und Magdici. bild: facebook/watson

Anzunehmen ist aber auch, dass die Heirat ein strategischer Schachzug gewesen ist, um Kikos Ausschaffung zu verhindern. Denn was mit ihm passiert, wenn er seine Strafe abgesessen hat, ist unklar. Der Syrer galt als vorläufig aufgenommener Flüchtling, bis er der Vergewaltigung verurteilt wurde. Damit verlor er seinen F-Ausweis. Laut der neuen Regelung der Ausschaffungsinitiative müsste er nach seiner Freilassung abgeschoben werden. Möglich ist, dass die Ausschaffung nicht vollzogen werden kann, weil in seiner Heimat Krieg herrscht. So oder so kann da die Eheschliessung mit einer Schweizerin zu einem möglichst frühen Zeitpunkt hilfreich sein. 

Angela Magdici vor Gericht

Und nun zu etwas ganz anderem:

2m 28s

Jassen ist unnötig kompliziert und unlogisch. Und ich mag es

Video: watson/Emily Engkent

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Staatsgebeutelter 13.07.2017 20:58
    Highlight Der Aargau ist nicht nur bezüglich fehlendem Knastzimmer einer der zurückgebliebensten Kantone da wäre die Liste der Aufzählungen lang
    4 10 Melden
  • leu84 13.07.2017 20:12
    Highlight Im Thorberg wärs eifacher zum drüberstülpe ;)
    2 2 Melden
  • mia83 13.07.2017 12:38
    Highlight Kiko hatte bereits wesentlich mehr Sex als ihm zusteht.
    95 9 Melden
    • Mia_san_mia 13.07.2017 15:57
      Highlight Besser kann man es nicht sagen!
      25 4 Melden
  • Closchli 13.07.2017 12:26
    Highlight Also ich habe ein Intimzimmer aber trotzdem keinen Sex. Vielleicht sollte ich etwas illegales unternehmen und dafür sorgen in den Knast zu kommen um diesen Missstand zu beenden. :-(((((((
    64 7 Melden
    • Saraina 13.07.2017 16:58
      Highlight Dort gibt's aber auch nur Sex, wenn du eine feste Partnerin hast. Folge: die fehlt nicht ein Delikt, sondern die Überzeugungskraft.
      10 0 Melden
    • Closchli 13.07.2017 19:56
      Highlight In meinem Fall ist es leider so, dass ich das Pech hatte jemandem zu begegnen, der von seiner Überzeugungskraft in einer ähnlichen Art und Weise Gebrauch machte wie der Kiko. Als Kind ist man nicht so stark so etwas einfach wegzustecken. Es nagt gewaltig am Selbstvertrauen, besonders wenn man durch die Umstände keine Hilfe kriegt. Ich möchte lieber nicht wissen wie es seinem Opfer geht der solche Artikel liest.
      8 2 Melden
    • Saraina 14.07.2017 08:07
      Highlight Als Kind sollte man auch nicht zu Männern, die aussehen wie Kiko ins Auto steigen. Wirklich nicht.
      1 3 Melden
    • CASSIO 15.07.2017 07:30
      Highlight Saraina, voll daneben!!!
      0 1 Melden
    • Saraina 15.07.2017 08:53
      Highlight Nein, nicht daneben. Der Mensch hat eine Pflicht, sich selber zu schützen. Das bedeutet nicht, dass mangelnder Selbstschutz eine Straftat entschuldigt. Aber jedes Kind weiss heute, dass man nicht zu fremden Männern ins Auto steigt. Genauso wie man weiss, dass man nach einem Auto Ausschau hält, bevor man siegesgewiss auf den Fussgängerstreifen tritt. Denn es nützt nichts, im Recht zu sein, wenn man den Schaden hat. Mir graust es, wenn ich volltrunkene Kinder im Ausgang sehe.

      Kiko lässt sich nicht mit einem romantischen Jüngling verwechseln.
      1 1 Melden
    • Closchli 15.07.2017 14:49
      Highlight @saraina ich glaube da liegt ein Missverständnis vor. Ich war in einem Heim. Als Kind hat man da keine Wahl ob man da sein will oder nicht. Also keine Selbstbestimmung. Und unter 5 Jahren ist man wohl sowieso nicht wirklich in der Lage irgendetwas zu bestimmen. Abgesehen davon, selbst wenn man selbst bestimmen könnte, ist das kein Freipass für Leute die sich darüber hinweg setzen. Egal wie alt man ist, es rechtfertigt niemals die Taten des Täters.
      0 1 Melden
    • CASSIO 16.07.2017 11:20
      Highlight Saraina, Du hast recht! Nicht daneben, sondern unter jeder verdammten Sau!
      1 0 Melden
    • Saraina 17.07.2017 06:58
      Highlight Es steht dir frei, Frauen unter allen Umständen allein als Opfer wahrzunehmen, die nicht den geringsten Einfluss auf ihre Situation haben.
      0 0 Melden
  • ThePower 13.07.2017 11:46
    Highlight Ein verurteilter Vergewaltiger darf also kein Sex im Knast haben mit seiner ebenfalls kriminellen Ehefrau? Mir kommen die Tränen..🙄
    131 9 Melden
  • Gummibär 13.07.2017 11:34
    Highlight Vorschlag zur Herstellung der Rechtsgleichheit für alle: Die Straf-Anstalten ohne Intimzimmer geben an die Insassen aufblasbare Gummipuppen ab , welche mit Gesichtszügen, Tätowierungen und Stimme des/der Partners/in ausgestattet werden.
    Dann können wir die Sexualnöte der Familie Kiko ad acta legen und uns um all die jungen Leute kümmern, die sich völlig unverschuldet auch kein sturmfreies Intimzimmer leisten können ....
    49 7 Melden
  • Nausicaä 13.07.2017 10:28
    Highlight Eine Frau, die einen verurteilten Vergewaltiger einer 15-Jährigen heiratet, braucht wohl eher eine/n gute/n Therapeuten/in als so ein Zimmer. Aber die oberflächliche Bonny und Clyde Story verkauft sich natürlich besser.
    125 6 Melden
  • Illuminati 13.07.2017 10:23
    Highlight Finde es immer wieder spannend wie die Artikel, welche laut der Kommentarspalte, Niemanden interessieren, oft fleissig kommentiert und angeklickt werden.
    No hate aber muss mal erwähnt werden. ;)
    55 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.07.2017 09:42
    Highlight Man könnte jetzt Wetten abschliessen auf die Scheidung. Denn die wird garantiert kommen. Ist nur eine Frage der Zeit.
    76 14 Melden
    • Blitzableiter 13.07.2017 10:05
      Highlight Ein wenig Neidisch? 😋
      17 71 Melden
    • Asmodeus 13.07.2017 10:54
      Highlight Ich tippe eher darauf, dass einer von beiden irgendwann in einem Fluss gefunden wird.
      49 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.07.2017 12:51
      Highlight Blitzableiter
      Keine Chance *lol*

      Asmodeus
      Grad so hart?

      Mein Gedanke ist, dass Kiko kein echtes Interesse an der Beziehung hat und das Ganze ausarten oder böse enden wird, sobald er keinen Nutzen mehr daraus zieht.
      23 2 Melden
    • Mia_san_mia 13.07.2017 15:58
      Highlight @Blitzableiter: Wieso sollte sie neidisch sein auf so etwas?
      15 0 Melden
    • Asmodeus 13.07.2017 17:31
      Highlight @Holla
      Der Kerl ist ein mehrfacher gewalttätiger Vergewaltiger. Es ist naiv zu glauben, dass das Ganze nicht in einem Drama enden wird.

      Bestenfalls lassen sie sich scheiden. Schlimmstenfalls will er irgendwann mehr als sie und bringt sie um oder sie tötet ihn in Notwehr.
      12 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.07.2017 08:41
    Highlight Zwei Kriminelle, unter anderem ein Vergewaltiger einer Minderjährigen und ihr betreibt noch immer diese "Lovestory". Ein Hohn für die Opfer sind solche Artikel jeweils.
    324 22 Melden
    • Mia_san_mia 13.07.2017 15:58
      Highlight Genau so ist es, echt zum kotzen.
      19 1 Melden
  • Caprice 13.07.2017 08:12
    Highlight Die neue Regelung der Ausschaffungsinitiative findet hier keine Anwendung, da die Straftat vor dem 1.10.2016 (Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Gesetzesbestimmungen) geschah. Nichtsdestotrotz dürfte das zuständige Migrationsamt eine Ausschaffung in Betracht ziehen (4 Jahre Freiheitsstrafe) fraglich ist nur, ob diese vollzogen werden kann (Syrien als Bürgerkriegsland)
    77 4 Melden
  • tonofbasel 13.07.2017 07:17
    Highlight Bin ich hier ausversehen bei Blick.ch oder wie? Wen interessierts? Kann man mal diese Leute nicht einfach mal in Ruhe lassen?
    194 50 Melden
    • manuel0263 13.07.2017 07:37
      Highlight Die Frage wäre aber vielmehr:
      Kann man UNS nicht mal einfach in Ruhe lassen?
      227 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.07.2017 07:56
      Highlight Ja die muss man unbedingt in Ruhe lassen. Sie haben sich ja nichts zu Schulden kommen lassen. Um Gottes Willen, lasst doch diese wertvollen Mitbürger in Ruhe (zahlen Steuern - ha, ha, ha und kosten uns nichts - ha ha ha...)

      Tonofbasel ist ein ganz Liberaler und Menschenfreund....
      53 41 Melden
  • Rumbel the Sumbel 13.07.2017 07:01
    Highlight Ja dann sollte man doch ihnen dieses Privileg noch bauen, haben ja sonst keines!
    122 21 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.07.2017 07:58
      Highlight Ja genau so geht's noch etwas und noch etwas und noch etwas...... So Warmduscher wie Dich suchen die genau bei den Sozis... Wäre doch noch was oder?
      16 113 Melden
    • EvilBetty 13.07.2017 09:05
      Highlight Im braunen Sumpf versteht man kein Sarkasmus, oder? 😂
      93 24 Melden
    • Rumbel the Sumbel 13.07.2017 10:08
      Highlight Gelöschter Benutzer. Da hat mich einer doch glatt falsch verstanden. Eigentlich war es Ironisch, sarkastisch oder wie man will gemeint. Was ist nichts neues? Der rechte Sumpf ist nicht besser als der linke Sumpf und umgekehrt! Bitte also zuerst lesen, denken und dann schreiben!
      36 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.07.2017 10:22
      Highlight @Evil: im roten Gulag eigentlich auch nicht - oder bei der roten "Kulturrevolution", oder im roten Nordkorea.
      14 29 Melden
  • Wilhelm Dingo 13.07.2017 06:51
    Highlight Ein Intimzimmer, ich lache mich kaputt! Braucht es nun im Gefängnins neben Fernsehzimmer, Billiardzimmer, Bibliothek auch noch ein Intimzimmer?
    126 64 Melden
    • Saraina 13.07.2017 08:26
      Highlight Ja
      50 77 Melden
    • Rendel 13.07.2017 08:27
      Highlight Manche Menschen sind verheiratet oder in einer Beziehung. Diese Beziehung helfen aufrecht zu erhalten, kann im Hinblick auf die Entlassung und wieder Eingliederung in die Gesellschaft als wichtig angesehen werden und weitere Straftaten verhindern helfen. Dient also auch der Sicherheit der Gesellschaft.
      65 22 Melden
    • Datsyuk 13.07.2017 08:33
      Highlight Ich finde ein Intimzimmer angebracht. Was spricht denn dagegen?
      56 39 Melden
    • Boston5 13.07.2017 09:08
      Highlight Dagegen spricht, das er ein Häftling ist und hier in der Schweiz schon genug Komfort geniesst in seiner Zelle. Jetzt auch noch ein Intimzimmer???
      Dass so was überhaupt diskutiert wird.
      64 59 Melden
    • Datsyuk 13.07.2017 09:15
      Highlight Boston5, ich habe folgende Meinung: Auch Gefängnisinsassen haben das Recht Beziehungen zu pflegen. Und wenn man mit jemandem zusammen ist, hat man auch sexuelles Verlangen nach dieser Person.
      Dir geht es doch darum, diese Gefängnisinsassen noch mehr zu bestrafen. Aus welchen Motiven? Damit die Resozialisierung kleinere Chancen hat?
      44 37 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.07.2017 10:08
      Highlight Nein, weil das Gefängnis in erster Linie eine Strafe sein muss. Dieser Mensch hat ja etwas verbrochen und muss dafür Konsequenzen tragen. Sonst würde ja jeder Verbrechen machen, wenn der Gefängnisaufenthalt so angenehm wie möglich gemacht wird.
      38 24 Melden
    • Datsyuk 13.07.2017 10:31
      Highlight Was ist das Ziel eines Gefängnisaufenthalts? Einerseits soll Sühne geleistet werden für vergangenes Unrecht. Andererseits soll aber auch auf die Zeit nach dem Gefängnis vorbereitet werden.
      Boston5 und Captain obvious, ihr denkt nur an Sühne.
      Das bringt vielleicht euch persönlich etwas, nicht aber der Gesellschaft.
      29 11 Melden
    • Wilhelm Dingo 13.07.2017 10:57
      Highlight @Datsyuk: auf was sollte ein Häftling KEIN Anrecht haben ausser den Entzug auf Freiheit?
      16 8 Melden
    • Saraina 13.07.2017 10:57
      Highlight Er trägt ja Konsequenzen. Er ist effektiv im Gefängnis. Wieso soll ein Gefangener nicht alle ein, zwei Monate intime Zeit mit seiner Ehefrau verbringen dürfen? Es macht keinen Sinn, ihn der eigenen Frau derart zu entfremden, dass die Ehe zerbricht. Ganz sicher dient das nicht der Resozialisierung nach der Strafe. Zudem bietet dieses Privileg die Möglichkeit einer Disziplinierung - bei Fehlverhalten im Gefängnis kann es zurückgehalten werden.
      Mir ist unverständlich, dass sie Möglichkeit nicht in jedem Gefängnis besteht.
      29 11 Melden
    • Leventis 13.07.2017 11:10
      Highlight Uiuiui... Fernsehzimmer, Billiardzimmer, Bibliothek und dann noch ein Intimzimmer. Was für ein komfortabler Luxus das sein muss. Macht mich grad super total an. Kann der Verlockung kaum widerstehen. Was muss ich tun, um dort für möglichst lange einchecken zu können? Wer kommt mit, im Gefängnis etwas chillen gehen? Anybody..?
      22 16 Melden
    • Datsyuk 13.07.2017 11:18
      Highlight Wilhelm Dingo, ich verstehe die Frage nicht und bitte um Erklärung.
      Ein Häftlich soll kein Anrecht auf Entzug der Freiheit haben? Was heißt das?
      7 1 Melden
    • Boston5 13.07.2017 11:24
      Highlight Leventis und Wilhelm sagen es: Auf was muss ein Häflting noch verzichten in einer Schweizer Zelle?
      Ausserdem war er ein Vergewaltiger, da darf er meiner Meinung als letztes noch Sex gewährt bekommen!
      12 8 Melden
    • SemperFi 13.07.2017 11:42
      Highlight Was offensichtlich viele hier nicht verstehen ist, dass Straftäter auch Partner haben, die unschuldig sind und durch den Sexentzug gleich mitbestraft werden, wenn Sie dem inhaftierten Partner nicht untreu werden wollen
      14 10 Melden
    • Datsyuk 13.07.2017 12:11
      Highlight Boston5: Auf seine Freiheit? Du kannst auch alle mit Wasser und Brot ernähren. Denkst du denn, dass die Häftlinge sich positiv verändern, wenn wir sie bei einem Freiheitsentzug nicht wie Menschen behandeln, sondern ihre Bedürfnisse - die jeder Mensch hat -einfach ignorieren?
      11 7 Melden
    • Boston5 13.07.2017 14:20
      Highlight @Datsyuk Ich glaube wir können darüber ewig diskutieren, die Meinung sind hier gespalten wie San Andreas Platte.
      Natürlich soll man Sie nicht mit Wasser und Brot ernähren. Aber irgendwo hat es doch seine Grenzen, in der Schweiz hat man sowieso schon genug Luxus würde ich meinen. Der Häftling soll schliesslich auch merken dass er etwas falsch gemacht und ein bisschen mehr als seine Freiheit verzichten muss. Und wie schon erwähnt als Triebtäter sollte er nicht noch Sex zugestanden bekommen.
      3 6 Melden
    • Datsyuk 13.07.2017 19:44
      Highlight Durch Strafen kommen wir aber nicht zu einer Veränderung beim Häftling. Eine Auseinandersetzung mit der Tat und der eigenen Person bringt dem Häftling und der Gesellschaft mehr.
      5 2 Melden
    • Rendel 13.07.2017 19:45
      Highlight @Boston Luxus hat man keinen im Gefängnis. Sie halten nichts von Resozialisierung, sie neigen eher zum Brechen einer Person, mit möglichst harter Strafe. Das hat noch nie gefruchtet. Gefangene sind sehr eingeschränkt.
      Ein Intimzimmer gibt es in vielen Gefängnissen in Europa, es werden gute Erfahrungen damit gemacht. Da kann man auch nicht immer bumsen wenn man möchte, so stellen sie sich das wohl vor.
      Ein Vergewaltiger ist übrigens nicht automatisch ein Triebtäter, sie benutzen das Wort falsch.
      5 3 Melden
    • Wilhelm Dingo 14.07.2017 06:32
      Highlight @Datsyuk: Boston5 hat es gut auf den Punkt gebracht was ich meint mit meiner Frage.
      1 1 Melden
    • Saraina 14.07.2017 08:05
      Highlight Abgesehen dass gerade ein Triebtäter lernen muss, mit seinem Trieb umzugehen. Jemanden Jahrelang ohne Sex einzusperren und dann unbehandelt wieder auf die Öffentlichkeit loszulassen wäre eine ganz schlechte Idee. Zum Glück steht bei uns der Resozialisierungs- und nicht der Rachegedanke im Vordergrund, sonst könnten wir gleich mit Handabhacken beginnen.

      Aber wie schon gesagt wurde, Kiko ist kein Triebtäter.
      4 0 Melden
    • Leventis 14.07.2017 17:42
      Highlight @Boston5: Bitte entschuldige meine missverständliche Schreibweise, aber mein Kommentar war eher ironisch zu verstehen.
      Ich bin auch eher Anhänger des Sozialisierungs- als Sühnegedankens und möchte zum Ausdruck bringen, dass unsere Gefängnisse wohl komfortabler sind als an manch anderem Ort, jedoch trotzdem noch lange kein "Ponyhof". Zu wissen, das es in manchen Haftanstalten Intimzimmer gibt, mindert für mich in keinster Weise die abschreckende Wirkung einer evtl. Haftstrafe. Ich ziehe es weiterhin vor, in Freiheit zu leben.
      3 0 Melden
  • BLCNY 13.07.2017 06:48
    Highlight Ja, dann bleibt ihm fast nur noch das übrig
    ✊🏻💦
    180 6 Melden
    • Lumpirr01 13.07.2017 19:50
      Highlight Onanie........Oh Naanaanaa................
      6 2 Melden

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