Schweiz

Lie-in-Protest an der New Yorker Gay Pride Parade. Für die höhere Trennungsquote bei eingetragenen Partnerschaften gibt es laut Experten gute Gründe.
Bild: PORTER BINKS/EPA/KEYSTONE

Bei Schweizer Lesben und Schwulen kommt es häufiger zur Trennung als bei Hetero-Ehepaaren

17.07.16, 03:48 17.07.16, 10:30

Jede zehnte eingetragene Partnerschaft zwischen Schwulen oder Lesben seit 2007 ist wieder aufgelöst worden. Die Trennungsquote von 9,8 Prozent liegt bedeutend höher als bei heterosexuellen Ehen (5,8 Prozent). Das hat das Bundesamt für Statistik ermittelt, wie die «SonntagsZeitung» schreibt.

Berücksichtigt in der Statistik sind alle eingetragenen Partnerschaften seit die eheähnliche Gemeinschaft für Homosexuelle 2007 eingeführt wurde. Zwischen 2007 und 2015 wurden 8008 Partnerschaften geschlossen, 783 wieder aufgelöst. Im gleichen Zeitraum kam es zu 374'898 Eheschliessungen, von denen 21'700 geschieden wurden.

International ist das Phänomen der höheren Trennungsquote bekannt. Richtig erforscht für die Schweiz ist es aber nicht. Dennoch nennt die «SonntagsZeitung» unter Berufung auf Experten Erklärungsansätze:

Laut dem Schwulenverband Pink Cross gibt es zudem auch Studien, die das Gegenteil belegen: dass schwule Paare eine tiefere Auflösungsquote hätten als heterosexuelle. 

(trs)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Fabio74 17.07.2016 18:10
    Highlight Schade übernehmt ihr diesen schwachen Sonntagszeitungs-Artikel.
    Man nehme eine beliebige Anzahl Jahre für die Statistik und konstruiere was draus.
    Noch immer werden über 40% aller Ehen geschieden. Dies ist mehr als die Auflöung von gleichgeschlechtlichen Partnetschaften pro Jahr.
    Würde gern wissen, was für "Experten" die Zeitung kennt und warum sie das Interview mit Pink Cross als nicht relevant nicht veröffentlicht
    11 1 Melden

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