Schweiz
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epa06110559 Eniko Milo (R) is seen during labor while giving birth to her son Levente in the Josa Andras Education Hospital’s Obstetrics Gynecology Department in Nyiregyhaza, 227 km east of Budapest, Hungary, 25 July 2017  EPA/Attila Balazs ATTENTION: This Image is part of a PHOTO SET...HUNGARY OUT

Nicht jede Frau will, dass der Arzt ihr von oben auf den Bauch presst.  Bild: EPA MTI

Wenn Frauen während der Geburt Gewalt angetan wird, können sie sich kaum dagegen wehren

Ein neu gegründeter Verein setzt sich gegen Gewalt unter der Geburt ein. Tagtäglich würden bei gebärenden Frauen Eingriffe vorgenommen, die sie nicht wollten, so die Vereinspräsidentin. 

04.04.18, 05:08 04.04.18, 16:54

Michael Nittnaus / bz Basel



Wenn Hebammen sich während der Geburt auf den Bauch der Gebärenden legen, um das Kind nach unten zu pressen, so kann das helfen. Von der Frau kann der Druck aber auch als Übergriff empfunden werden, der ihr Schmerzen bereitet und gegen den sie sich nicht wehren kann.

Wenn der Arzt entscheidet, einen Dammschnitt vorzunehmen, ohne die Frau zu informieren, kann das in einer Notsituation, in der jede Sekunde zählt, vorkommen. Von der Frau kann es aber auch als Gewaltakt wahrgenommen werden, der sie völlig unvorbereitet trifft.

Ein «Strengen Sie sich an!» kann je nach Tonfall motivierend oder aggressiv wirken. Es ist diese Ambivalenz, die beim Thema «Gewalt unter der Geburt» besonders bewegt.

Der Artikel der «Schweiz am Wochenende» vom Samstag, der die Situation beim Universitätsspital Basel und dem Bethesda-Spital beleuchtete, löste viele Reaktionen aus.

Verein will Frauen mobilisieren

«Es sind nicht bloss Einzelfälle, sondern Gewalt unter der Geburt kommt tagtäglich vor», sagt Monika Di Benedetto. Die Winterthurerin ist Präsidentin des erst vor einem Monat gegründeten Vereins Roses Revolution Schweiz. Zusammen mit zwei Mitstreiterinnen hat sie die international bereits etablierte Bewegung ins Land gebracht.

Der Verein sieht seine Aufgabe darin, auf Gewalt und Respektlosigkeit unter der Geburt aufmerksam zu machen. Jeweils am 25. November legen betroffene Frauen eine Rose und einen Brief bei der Klinik nieder, mit der sie schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Di Benedetto hatte vor zehn Jahren selbst ein traumatisches Erlebnis bei der Geburt ihrer ersten Tochter. «Bei mir wurde die Geburt gegen meinen Willen medikamentös eingeleitet. Ich bekam einen Wehensturm, schrie vor Schmerzen, doch man liess mich im Gebärsaal völlig allein – weil die Hebammen überlastet waren.»

«Man liess mich im Gebärsaal völlig allein – weil die Hebammen überlastet waren.»

Monika Di Benedetto

Danach habe sie sich zu einer Doula ausbilden lassen, einer traditionellen Geburtsbegleiterin, die Hebammen unterstützt. «Seither erlebte ich auch in grossen Spitälern wunderschöne Geburten», sagt die 41-Jährige. Es stehe und falle mit den Ressourcen.

Die Geburt im Geburtshaus sei deshalb nicht einfach die Antwort auf alle Probleme. Und Beleg-Hebammen, die eine durchgehende Betreuung garantieren, gebe es schlicht noch zu wenige, da der Beruf sehr viel abverlange.

Nur eines ist für Di Benedetto klar: «Nur wenn sich die betroffenen Frauen wehren, können wir auch etwas verändern. Dann können uns die Spitäler nicht mehr ignorieren.» 

Das Geschlecht des Babys selbst auswählen?

Video: srf

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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115Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Phrosch 05.04.2018 19:29
    Highlight Vielleicht würde es helfen, sich in Erinnerung zu rufen, was Gewalt ist: jemandem in böser Absicht schweren Schaden zufügen. Das kann man wahrscheinlich über GeburtshelferInnen in der Schweiz nicht ernsthaft behaupten. Es besteht doch ein Unterschied zwischen Unzimperlichkeit im Stress und Gewalt
    6 3 Melden
  • TinaTeekanne 05.04.2018 10:00
    Highlight schon bedenklich, wie sich hier mehrheitlich männer über dieses thema auslassen. es steckt weit mehr dahinter als "aua, meine geburt war schmerzhaft" und hat viel mit kommunikation und personalmangel zu tun. aber einfach mal auf den tisch klopfen und über verweichte frauen zu motzen ist natürlich viel einfacher.

    Ansonsten lege ich euch diese SRF input folge ans herz: https://open.spotify.com/episode/1ffzxkJCsnvPYPQfcALssw?si=GDwmHpvqRgqV9kTGhmY7wQ
    17 5 Melden
    • Maracuja 05.04.2018 20:13
      Highlight @TinaTeekanne

      Woher wissen Sie, dass hier mehrheitlich Männer schreiben? Als Frau spreche ich keiner betroffenen Frau das Recht ab, von Gewalt zu sprechen. Mich stört aber, wenn subjektives Empfinden von Journalisten als Tatsache beschrieben wird. Evidenzbasierte Medizin ist leider nicht immer sanft, weil viele nicht damit zurechtkommen, boomt die Alternativmedizin. Die Ansprüche sind riesig und stehen teils in Konflikt, einerseits wird eine Nullrisikogeburt gewünscht und anderseits eine möglichst eingriffsfreie, sanfte.
      5 1 Melden
  • Stirling 04.04.2018 22:44
    Highlight Jetzt habe ich doch wirklich gedacht es geht hier im Beitrag wirklich um Gewalt während der Geburt. Heieieieiiiii....

    Hab ihr es wieder mail geschafft mich zu "clickbaiten" :-)

    Ich bin froh, dass es niemand übers Herz bringt Gewalt(richtige Gewalt) an gebärenden Frauen auszuüben.
    24 15 Melden
  • DaBoong 04.04.2018 21:40
    Highlight Hergottnochmalwassolldaseigentlich!!! Es geht dabei uns Kinder bekommen, geht doch nach Hause macht es selbst! Solche Sachen machen mich wahnsinnig und veranschaulichen die Degeneration des modernen, westlichen Menschen aufs krasseste.... Aber ob man dafür den Leuten noch ne Plattform geben sollte? 🤔
    30 17 Melden
  • Susanne Ciss 04.04.2018 20:11
    Highlight Bei den Kommentaren hier könnte man meinen, bei der Gebärenden geht es um ein Auto und das Baby ist der Insasse. So nach dem Motto: "Auto ist ein Totalschaden aber Hauptsache, dem Insassen geht es gut".
    In 95% aller Geburten ist laut Dr. Rockenschaub (Autor von " Gebären ohne Aberglauben ") keinerlei Intervention notwendig. Die meisten Interventionen, sind Hausgemacht. Viele dieser Interventionen geschehen mit dem vollen Bewusstsein, dass es ein unnötiger Eingriff war. Das Empfinden dieser Frauen so herrabzuwürdigen ist unmenschlich und absolut inakzeptabel.
    48 43 Melden
  • Watson=Propagandahuren 04.04.2018 19:12
    Highlight "Es sind nicht bloss Einzelfälle"
    Hmmm.....
    In anderem Kontext wäre dies eine mit Schimpf und Schande bedeckte Aussage ;)
    7 6 Melden
  • Mitsch 04.04.2018 16:08
    Highlight Wenn mir jemand "Gewalt" antut, die mir oder meinem Kind potentiell das Leben rettet, dann beschwere ich mich nicht, sondern gebe der Person anschliessend gerne ein Bier aus.

    Wieso muss immer alles negativstmöglich ausgelegt werden, bloss weil man davon - im professionellen Sinn - keine Ahnung hat und deswegen verunsichert ist?

    Ich möchte jedenfalls beiden Teams, die meine Jungs zur Welt gebracht haben von Herzen danken! Ich habe in beiden Situationen Dinge erlebt, die ich "sehr krass" fand - den Glauben daran, das die Profis aber schon wissen was sie tun, hab ich trotzdem nie verloren.
    59 20 Melden
    • öpfeli 04.04.2018 17:48
      Highlight Ja. Dann hattest du Glück oder wirkliche Notfälle in denen wirklich jeder Moment zählte. Und vor allem bist du KEIN Massstab. Das ist niemand, denn jede Frau und jede Geburt ist anderst.

      Es geht gar nicht nur um Notfallmomente. Irgendwie haben hier die meisten eine Scheibe vor dem Kopf. Es werden teils auch in "nicht notfallmässigen Situationen" Unnötiges gemacht und gesagt.
      Druck ausüben ist auch Gewalt: "Wir machen ..., wenn ... (nicht) eintritt". Das hört man oft. Ganz toll unter Druck dann ein Kind gebären.
      35 61 Melden
    • Mitsch 04.04.2018 19:11
      Highlight @öpfeli

      OK, und wer sagt was unnötig ist?

      Und: Etwas positiven Druck ausüben ist besser als Notfallkaiserschnitt weil‘s mal nicht weitergeht, oder?

      Just saying...
      20 22 Melden
    • DerGrund 04.04.2018 19:58
      Highlight "Sind sie einverstanden, wenn wir bei schweren Komplikationen einen Kaiserschnitt durchführen?" Und dann folgt ein Nein.
      Lässt man Frau und Kind dann im Kreissaal sterben? Redet man so lange auf sie ein bis sie einstimmt?
      34 11 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ms. Song 04.04.2018 15:53
    Highlight Auf SRF kam letztens eine Dok über eine Geburtenstation auf den Philippinen. Dort gebären die Frauen mit anderen zusammen in einem Raum. Manche sogar auf dem gleichen Bett. Sie liegen anschliessend mit 100 anderen Frauen in einem Saal. Niemand kümmert sich um sie. Es ist eine Massenabfertigung und der Umgangston rau. Ich will keinen Whataboutism betreiben, sondern nehme solche Geschichten als Anlass meine eigene Empfindlichkeit zu hinterfragen. Sind wir nicht einfach alle ein bisschen zu sehr Prinzessin auf der Erbse geworden?
    64 25 Melden
    • öpfeli 04.04.2018 17:39
      Highlight Nein, die alle Frauen und Babys, egal wo, sollen das Recht auf eine respektvolle Geburt haben.
      Das hat nichts mit der Erbse zu tun. Ich frag mich wirklich wie viele hier schon eine Geburt hatten, die nicht so schön verlief. Das kann (muss nicht) sehr belastend sein, das begreiffen hier die wenigsten. Daher soll man einfach mal ruhig sein.
      30 48 Melden
    • Ms. Song 04.04.2018 18:28
      Highlight @Öpfeli eine tolle Geburt ist aber nicht immer möglich. Beim besten Willen nicht. Eine Frau beschwert sich, dass sie allein in den Wehen lag. Vielleicht gab es einen Notfall und ihre Hebamme musste gerade einem Baby das Leben retten?
      Niemand will, dass jemand schlecht behandelt wird. Es ist jedoch legitim die Ansprüche zu hinterfragen. Gewalt ist für mich schon noch was anderes als z.B. ein unerwünschter, aber nötiger Dammschnitt
      35 18 Melden
    • öpfeli 04.04.2018 20:45
      Highlight Ja, das kann sein. Aber man kann nicht einleiten und die Frau dann alleine lassen. Einleitungen können sich anders verhalten als natürliche Geburten.
      Und da kommen wir zum nächsten Problem. Eine Hebamme muss teils mehrere Geburten gleichzeitig handeln. Das kanns auch nicht sein, gerade weil du auch schlau erkannt hast, dass Geburten nicht immer toll sind.
      Wie ich schon erwähnt habe irgendwo, staht um Gewalt sollte es um Integrität gehen.
      15 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • öpfeli 04.04.2018 15:44
    Highlight Gewalt hat viele Gesichter, gerade verbal haben sich des Öfteren nicht alle im Griff. Auch können "nur" einzelne Bereiche des Menschen betroffen sein.
    Ich finde es sollte im Artikel mehr um die Integrität gehen. Dass in einem Notfall gehandelt werden muss ist klar.
    Die Integrität einer Frau soll jedoch respektiert werden. Eine gebärende Frau ist stets nach wie vor eine Person mit Bedürfnissen & Grenzen. Das darf man nicht vergessen. Einige Kommentare & Anzahl Herzen treffen mich sehr.
    50 36 Melden
    • Maracuja 04.04.2018 19:21
      Highlight @öpfeli: eine gebärende Frau ist stets nach wie vor eine Person mit Bedürfnissen & Grenzen

      Leider verläuft eine Geburt nicht immer nach Wunsch/Vorstellung und Frau stösst an Grenzen oder muss darüber hinaus. Es ist eine Grenzerfahrung! Mich stört, wenn eine Frau B. sich solche Kompetenz zuschreibt: «Seither (also seit ihrer Ausbildung als Douala) erlebte ich auch in grossen Spitälern wunderschöne Geburten“ und Hebammen schlecht darstellt. Kommt es hart auf hart, hilft nur medizinisches Fachpersonal.
      21 11 Melden
    • öpfeli 04.04.2018 20:41
      Highlight Eine Doula ist stets an der Seite der Frau. Eine Hebamme nicht. Sie kann der Frau also eine schöne Geburt ermöglichen, eine Hebamme die evt hin&her gehen muss, hat einen anderen Auftrag. Hebammen sind absolut wertvoll und notwendig, aber sie sind auch nur Menschen die sich nicht teilen können.
      Und ja, es ist eine Grenzerfahrung und man musd flexibel sein. Gerade darum sollte man die Integrität wahren. Fühlt sich Frau wohl, kann sie sich leichter anpassen.
      16 7 Melden
    • nass 04.04.2018 22:06
      Highlight Und eine Doula ist in vielen Fällen, irgendeine Person, die ein paar Stunden „Gspürsch-mi Ausbildung“ hinter sich hat und nun glaubt mit ihrem „Gspürsch-mi Wissen“ Paare professionell zu begleiten. Und hat in den meisten Fällen keine Ahnung von Spitalabläufen etc... Ich habs schon vorher gesagt: Gebär-Business und Geldmacherei!
      16 14 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Patrick83 04.04.2018 15:33
    Highlight Der Artikel und die vielen Reaktionen darauf zeit, dass er einen gewissen Nerv trifft.

    Ich finde es richtig, dass sich Frauen vor der Geburt informieren und einen "Geburtsplan" haben. Ich finde es jedoch falsch, das Spital verantwortlich zu machen, wenn es anders kommt. Bsp. Geburt meines zweiten Kindes: Frau sagt klar kein Dammschnitt, reissen... Arzt sagt Kind sehr gross und könnte starke schmerzen geben - Als Mann habe ich dann bewusst auf den Arzt gehört weil ich das nicht abschätzen kann. Resultat für Kind 3, geplante Hausgeburt...

    Klar, in anderen Regionen haben sie andere Probleme.
    10 9 Melden
  • nass 04.04.2018 14:37
    Highlight Wir haben kein Vertrauen mehr in uns oder unsere Körper. Alles muss geplant und xfach abgesichert sein. Gebaären aber heisst loslassen. Und das hat dann halt öfters nichts mehr mit all dem esoterischen Schischi und Wellenklängen bei Vollmond zu tun sondern endet in klaren Ansagen oder einer Massnahme die man so nicht in seinem Köpfchen hatte zuvor.
    Lasst Hebammen ihre Arbeit tun und bezahlt sie auch anständig dafür!! Dann brauchts auch keine Doulas oder andere sich am Gebär-Business bereichernde Leute nicht mehr.
    50 15 Melden
    • Mitsch 04.04.2018 16:14
      Highlight Hypno-Birthing und ähnlicher Mist bringen halt automatisch irgendwie den Anspruch mit sich, dass der Linus-Moritz - natürlich NUR dank Mamis meeeega intensiver Auseinandersetzung mit ostindischen Geburtsriten - mega gechillt, schmerzfrei, sauber und in Wattebällchen eingepackt, seelig grinsend und zufrieden aus Mamas Mumu schlüpft.

      Dass eine Geburt blutig, schmerzhaft und sehr fordernd ist, wird darob gerne ausgeblendet... sonst müsste man ja aus dem selbstverordneten Regenbogeneinhörnerland zurück in die Realität kommen... was für viele eine laaaange Reise wäre ;-).
      53 20 Melden
  • stereo 04.04.2018 13:29
    Highlight der erste april ist aber vorbei......echt jetzt??!!🤦🏻‍♂️🤦‍♀️
    43 17 Melden
  • Alnothur 04.04.2018 13:09
    Highlight "Ein «Strengen Sie sich an!» kann je nach Tonfall motivierend oder aggressiv wirken. Es ist diese Ambivalenz, die beim Thema «Gewalt unter der Geburt» besonders bewegt."

    Herr schmeiss Steine vom Himmel...
    62 13 Melden
    • ubu 04.04.2018 18:37
      Highlight warum?
      10 3 Melden
  • Candy Queen 04.04.2018 12:50
    Highlight Bei allem Respekt für Frauen, die schwierige Situationen während der Geburt zu ertragen hatten, ein Geburt ist per se eine Ausnahmesituation.
    Mir scheint, hier möchte sich wieder eine Gruppe neuer Opfer und Diskriminierter etablieren.
    56 26 Melden
    • AlteSchachtel 04.04.2018 17:43
      Highlight Seh ich auch so. Wenn Mutter und Kind nach der Geburt gesund sind, sollte man sich später nicht beklagen.



      15 23 Melden
  • ThomasHiller 04.04.2018 11:07
    Highlight Auch dieser Artikel ist mal wieder ein strahlender Beweis dafür, daß unsere Gesellschaft ausschließlich Luxusprobleme hat, wenn sich darüber mokiert wird, daß Hebammen und Ärzte in Behandlungs-Stress-Situationen doch tatsächlich Entscheidungen treffen und diese nicht grenzenlos mit den Patienten ausdiskutieren - wo es doch die Patienten, google sei dank!, nach stundenlangem recherchieren tausend mal besser wissen als diese stümperhaften, jahrelang komplex ausgebildeten Ärtze und Hebammen....

    Erklärt das mal werdenden Müttern außerhalb der westlichen Welt...
    118 27 Melden
    • Maracuja 04.04.2018 16:07
      Highlight @ThomasHiller

      Ich hab vor Jahren eine afrikanische Freundin zur Geburt begleitet. Sie war äusserst zufrieden mit dem hiesigen Spital, kein Vergleich mit dem, was sie bei der Geburt ihres ersten Kindes in ihrem Heimatland durchmachte. Dammschnitt z.B. wird dort nur gemacht, wenn die draussen wartenden Verwandten vorgängig bezahlen.
      21 6 Melden
  • NurEineMeinung 04.04.2018 10:34
    Highlight Sehr praktisch: Kinderkopf steckt fest, Dammschnitt ist nötig. Arzt: „Sie haben vor der Geburt unterschrieben, dass Sie keinen Dammschnitt wünschen. Leider sind Komplikationen aufgetreten. Ich sollte jetzt doch einen Dammschnitt machen. Würden Sie bitte dieses Formular unterschreiben und diese Felder ankreuzen und und und ...“

    Das unter Zeitdruck auszufüllende Formular könnte dabei durchaus als Nötigung verstanden werden, was wiederum Ausübung von seelischer Gewalt wäre...
    73 17 Melden
    • little.saurus 04.04.2018 12:34
      Highlight Wetten, wenn mal solch eine Bitte befolgt wird und man der Frau keinen Dammschnitt macht und das Kind stirbt, gibts einen riesen Shitstorm in allen Zeitungen. Dann werden die Hebammen/Ärzte als böse und fahrlässig dargestellt.
      34 9 Melden
    • EvilBetty 04.04.2018 13:09
      Highlight Wenn gegen den Willen ein Dammschnitt gemacht oder die Geburt eingeleitet wird, weil die Schicht bald zu Ende geht?
      28 40 Melden
    • Maracuja 04.04.2018 16:00
      Highlight @EvilBetty: Wenn gegen den Willen ein Dammschnitt gemacht oder die Geburt eingeleitet wird, weil die Schicht bald zu Ende geht?

      Ist das Alltag in CH-Kreisssälen? Hatte eine Zimmernachbarin, die darauf bestand, dass kein Dammschnitt gemacht wurde, ihr Dammriss schien aber wesentlich mehr Beschwerden zu machen, sie blieb überdurchschnittlich lang im Spital. Auch der Umgang mit Schmerzmitteln scheint in CH anders als im Ihrem Link. Wenn offensichtlich Fehler gemacht werden, soll man das untersuchen. Wenn aber von pauschal von Gewalt die Rede ist, finde ich das fragwürdig.
      23 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fabian Studer 04.04.2018 10:24
    Highlight Ja genau jede Frau braucht eine für Ihre Situation befangene Hebamme, einen Anwalt und einen Psychologen... Gratis... Denn wir zahlen ja gerne oder unfreiwillig ... Hauptsache es wird gezahlt
    40 43 Melden
  • EvilBetty 04.04.2018 10:18
    Highlight Die Kommentare die hier zu lesen sind, sind echt schockierend. Man könnte sich an einem BeizenStammtisch wähnen an dem rumgeplärrt wird.

    Bitte hört euch den folgenden Podcast an:

    http://www.ardmediathek.de/radio/Das-Feature/Gewalt-in-der-Geburtshilfe-Weinen-hil/Deutschlandfunk/Audio-Podcast?bcastId=24582378&documentId=47790262

    Sorry für den Doppelpost, befürchte dass es sonst untergeht, wobei die Meinungen ja gemacht scheinen.
    56 51 Melden
    • Schmirinskis 04.04.2018 11:31
      Highlight Danke! Mir gehen die Kommentare echt unter die Haut. Ich hoffe, das möglichst wenig Frauen, die Geburtsgewalt erlebt haben, das hier lesen müssen.
      41 46 Melden
    • Nevermind 04.04.2018 12:55
      Highlight Das Missverständnis kommt vermutlich vom Wort Gewalt.
      Eine ruppige, uneinfühlsame, bevormundende und unfreundliche Behandlung einer Gebärenden unter Zeitdruck ist in meinem Sprachverständnis noch keine Gewaltanwendung. Es ist eine ruppige, uneinfühlsame, bevormundende und unfreundliche Behandlung einer Gebärenden unter Zeitdruck. Macht es das besser? Nicht wirklich. Hilft es der Kommunikation Sprache präzise zu nutzen? Auf jeden Fall.
      Was soll man den sonst sagen, wenn eine Gebärende angebunden und geschlagen wurde? Es wurde ihr Gewalt angetan?
      33 13 Melden
    • Schmirinskis 04.04.2018 15:26
      Highlight Damit es schneller geht, wird schonmal in die Frauen hereingegriffen und der Muttermund aufgerissen. Das ist ganz klar Gewalt und ich verstehe, dass die betroffenen Frauen davon sprechen, sich vergewaltigt gefühlt zu haben. Dies ist nur ein Beispiel.
      24 22 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • HerrMeier #MEI #NoBillag 04.04.2018 10:03
    Highlight Der Verein soll mal nicht so mimösig tun
    21 77 Melden
  • zipfelgrind 04.04.2018 09:53
    Highlight Als Laie im Spital ist man klar unter grossem Druck. Allerdings finde ich es ein Luxusphänomen, dass man meint, man könne einem immer alles in einer mehrstündigen Diskussion erklären, dafür reicht die Zeit in Notfällen schlicht nicht! Im Geburtsprozess können die Sekunden zählen, falls es dem Baby oder der Mutter nicht gut geht. Daher wird im Sinne des Überlebens eher halt gedrängt, anstatt dass die Mutter mit einem Kindersarg nach Hause muss! Wenn alles vorbei ist, kann die Mutter danach das Erlittene verarbeiten. Ist sicher nicht schön, aber besser als ein totes Kind, weil man gezögert hat.
    54 17 Melden
    • Schmirinskis 04.04.2018 11:32
      Highlight Meistens geht es leider nicht ums Überleben, sondern um Zeitdruck.
      25 28 Melden
    • Burdleferin 04.04.2018 14:12
      Highlight Was „leider“?
      10 10 Melden
    • Schmirinskis 04.04.2018 15:24
      Highlight Soll heissen, Interventionen sind gerechtferigt, wenn es ums Leben geht, nicht aufgrund Zeitdruck. Ein einziges unglücklich gewähltes Wort ändert nichts daran.
      19 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maracuja 04.04.2018 09:48
    Highlight Medizinische Eingriffe als Gewalt zu bezeichnen, finde ich eine fragwürdige Ausweitung dieses Begriffs, auch wenn Betroffene solche als Gewalt empfinden. Wer sich vor einer Geburt orientiert, weiss dass im Kreissaal sehr schnelle Entscheidungen getroffen müssen, um allenfalls bleibende Schäden abzuwenden. Die im Westen weit verbreiteten Vorstellungen von sanfter Medizin und sanfter Geburt, erzeugen eine Anspruchshaltung, die nicht immer erfüllt werden kann. Im übrigen ist in CH längst üblich, dass man bei einer Geburt 1 Begleitperson mitbringen darf, allein ist man also i.d.R. nie.
    243 24 Melden
    • little.saurus 04.04.2018 10:35
      Highlight Viele Frauen verwechseln die Latenzphase mit der eigentlichen Geburt. In der Latenzphase macht es schlicht weg keinen Sinn 24h an der Seite der Frau zu bleiben, vorallem auch weil es bis zu mehreren Tagen gehen kann. Sobald die Presswehen einsetzten ist die Hebammen dabei und hilft das Kind auf die Welt zu bringen.
      41 7 Melden
    • Maracuja 04.04.2018 11:48
      Highlight @little.saurus

      Dauerpräsenz vom medizinischen Personal ist nicht notwendig. I.d.R. wird die Gebärende ja vom Ehemann oder anderer Vertrauensperson begleitet, die sofort Hilfe holen kann, wenn die Gebärende den Notfallknopf nicht mehr selbst drücken kann. Zudem erscheint die Hebamme ja in regelmässigen Abständen nach, ob alles gut läuft.
      27 7 Melden
    • little.saurus 04.04.2018 12:28
      Highlight Hab ich ja geschriebe... oder nicht? In der Pressphase ist es jedoch notwendig das die Hebamme anwesend ist um Notfallsituationen zu erkennen.
      9 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dmnk 04.04.2018 09:18
    Highlight Was diesen bösen, gemeinen Hebammen und Ärzten wohl einfällt, einfach so das Leben von Mutter UND Kind retten zu wollen. Ich stelle mir grade vor wie einer unter Schmerzen schreienden Gebärenden vor jedem einzelnen Schritt eine Einverständniserklärung unter die Nase gehalten wird. Dieser Bericht kommt wohl 3 Tage zu spät. Das kann doch nicht ernst gemeint sein...
    78 27 Melden
    • axantas 04.04.2018 10:26
      Highlight Doch, die meinen das im vollen Ernst so. Ich warte auf die erste Klage wegen Gewalt an Frauen.

      Bei allem Verständnis für Dinge, die nicht richtig laufen können, ich finde diese Anschuldigungen und dem Artikel verstörend.
      53 23 Melden
  • JuliSaflor 04.04.2018 09:04
    Highlight Ich kann mich noch gut erinnern mich wie in Trance während der Geburt gefühlt zu haben.Die Schmerzen haben mich völlig vereinnahmt.Nun lag mein Baby aber mit dem Gesicht nach oben. Hätten mir die Hebammen nicht immer wieder klare Anweisungen gegeben was ich machen,wie ich mich drehen, setzen oder pressen soll, wäre es ein Kaiserschnitt geworden. Eine Geburt ist ein Ausnahmezustand und gerade wenn eine Frau Probleme hat,ist es manchmal lebenswichtig das Hebamme oder Arzt eingreifen. Zum Wohle der Gebärenden sollten Hebammen keine Angst vor Klagen haben,nur weil sie ihren Job gemacht haben.
    294 15 Melden
  • Globalteamrider 04.04.2018 08:53
    Highlight Ich war bis jetzt bei drei Geburten dabei. Da wurde schon auch mit Kraft gearbeitet, musste ja alles raus. Den Spitälern jedoch Vorwürfe zu machen finde ich angesichts der tiefen Sterblichkeit von Kind und Frau völlig daneben. Schmerz gehört da ganz einfach dazu.
    57 17 Melden
    • Schmirinskis 04.04.2018 10:25
      Highlight Die tiefe Sterblichkeit ist in erster Linie auf verbesserte Hygene zurückzuführen. Die vielen Interventionen tragen eher zum beschleunigen zu, nicht zur Sicherheit. Daher sind am wenigsten Komplikationen bei Hausgeburten und am zweitwenigsten in Geburtshäuser zu finden. Die meisten Rettunsaktionen wären ohne vorgängige Intervention nicht nötig.
      31 51 Melden
    • little.saurus 04.04.2018 12:42
      Highlight Natürlich gibt es keine Komplikationen im Geburtshaus. Es können auch nur die Frauen da gebären, bei denen im Vorfeld Abklärungen gemacht wurden und absolut kein Risiko besteht. Sobald nur ein Hauch an Risiko in der Luft ist, wird die Frau sofort ins Spital überwiesen.
      58 5 Melden
  • little.saurus 04.04.2018 08:45
    Highlight Ich muss ehrlich sagen, lieber hätte ich als Hebamme eine weisse Rose auf dem Tisch als eine Klage wegen Komplikationen und dem Tod vom Kind. Oder noch schlimmer, erklär mal der Frau, dass SIE schuld am Tod des Kindes ist weil SIE irgendeine Notfallbehandlung nicht wollte.
    Es ist wie in jeder Notsituation in der die Betroffene vor lauter Schmerzen einfach nicht mehr selber entscheiden kann, man macht was nötig ist. Ausser bei den Worten, da finde ich auch, dass das absolut unangebracht ist.

    63 13 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 04.04.2018 08:37
    Highlight Vielleicht könnte in einigen Fällen die Kommunikation verbessert werden und Behandlungsfehler gibt es bestimmt auch.

    Von Gewalt würde ich hier aber nicht sprechen.
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  • öpfeli 04.04.2018 08:09
    Highlight Ich find das richtig & wichtig.
    Ja, es gibt Notsituationen und dann muss reagiert werden. Interventionen werden jedoch teils voreilig angewendet.
    Natürlch gebären braucht Zeit, die ist nicht in allen Spitälern vorhanden.
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  • Pamal 04.04.2018 08:03
    Highlight Jeder Arzt/Ärztin handelt nach bestem Wissen und Gewissen. In manchen Situationen ist eine schnelle Entscheidung nötig, weil sonst das Leben des Kindes oder der Frau auf dem Spiel steht. Eine Geburt ist und bleibt eine Ausnahmesituation. Wichtig ist, dass man ggf die Geburt im Nachhinein mit dem Ehepaar nochmals bespricht.
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  • lilie 04.04.2018 07:51
    Highlight Der Schlüssel müsste sein, sich als werdende Mutter schon lm Voraus die Personen zu suchen, von denen man sich während der Geburt begleiten lassen will. Da können dann auch wichtige Fragen bereits im Vorfeld geklärt oder zumindest angesprochen werden. So entsteht Vertrauen.

    Es ist ja nicht so, dass das Kind völlig unangekündigt kommt...
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    • little.saurus 04.04.2018 09:58
      Highlight Im Spital mit den Beleghebammen ist dies nicht möglich. Da kriegt man die, die Schicht hat.
      30 4 Melden
    • lilie 04.04.2018 12:12
      Highlight @little.saurus: Also, die Spitäler in meiner Gegend mit Endbindestationen bieten alle an, dass man sich vorher die Räumlichkeiten anschauen gehen kann, das Team kennenlernen etc.

      Und man könnte ja auch eine Patientenverfügung ausfüllen und festlegen, welche Eingriffe man in einem Notfall wünscht bzw. strikte ablehnt etc.
      13 4 Melden
    • little.saurus 04.04.2018 20:38
      Highlight @lilie Die Patientenverfügung kann man gerne mache, aber ich wette mit ihnen das keine der Frauen eine Verfügung unterzeichnet wenn darin steht, dass ohne Handeln das Kind und/oder sie oder beide sterben können. Das Problem ist, dass diese Frauen die von gewalt sprechen NICHT wissen was Komplikationen ohne diese Eingriffe eigentlich bedeuten!
      4 4 Melden
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  • Fischra 04.04.2018 07:46
    Highlight Ich habe als Vater von vier Kindern diese Situationen zur genüge miterlebt wo es um das Leben von Mutter und Kind geht. Die Entscheidungen müssen schnell getroffen werden und Zeit darüber zu disskutieren ist nicht gegeben. Das hat nichts mit Bösartigkeit zu tun. Vielmehr geht es um Leben und Gesundheit und die Verantwortung welche Ärzte und Hebammen übernehmen. Was ich jedoch denke ist, das in der Geburtsvorbereitung mehr getan werden könnte von seiten der werdenden Eltern. Überraschungen bleiben so eher aus.
    54 5 Melden
  • Menel 04.04.2018 07:40
    Highlight Aus dem Grund hatte ich drei mal eine Belegehebamme. Ich wollte da jemand kompetentes an meiner Seite, der weiss was ich will und was nicht; sozusagen einen "Geburtsanwalt".
    Mich haben die Geschichten anderer Frauen immer sehr schockiert; dabei ging es aber nicht um lebensgefährliche oder kritische Situationen.
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  • flying kid 04.04.2018 07:30
    Highlight Langsam wirds absurd.
    Soll man im Spital wenns pressiert noch lange diskutieren?
    Ich glaube eher nicht, das Pflegepersonal und Ärzte sind Profis, die wissen schon was sie tun.
    36 24 Melden
  • Jein 04.04.2018 07:25
    Highlight Jeder in diesem Artikel beschriebener "Gewaltakt" zielt darauf hin das Kind lebend rauszubekommen, die meisten Frauen haben ja lieber während der Geburt etwas mehr Schmerzen als ein Totgeborenes...

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  • Qwertzuiopü 04.04.2018 07:14
    Highlight Die Geburt im Geburtshaus ist nicht die Antwort auf alle Probleme, jedoch auf viele... schlechte Erfahrungen mit ruppigen Hebammen und Ärzten kenne ich nur von Freunden, die im Spital waren
    24 23 Melden
  • Schmirinskis 04.04.2018 07:05
    Highlight Das Argument mit der Zeit ist so eine Sache. Es wird oft zu Massnahmen gegriffen, die die Gebärende vor Niederkunft bereist verneint hat. Immer mehr Frauen, erstellen einen Geburtsplan, bei welchem sie Do's und Dont's festhalten. Selbst bei Massnahmem wie Dammschnitt gibt es regelmässig Verstösse gegen den Geburtsplan. Es ist das Recht jeder Frau, selbst zu entscheiden, ob sie reissen möchte oder gechnitten werden. Dazu werden die meisten Frauen gedrängt, in der Käferstellung zu gebären. Dies ist alles andere als natürlich und wird daher von vielen als extrem unangenehm wargenommen.
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    • little.saurus 04.04.2018 10:02
      Highlight Die Geburtshilfe hat in den letzten Jahren starke Fortschritte gemacht. Die Käferstellung wird nur noch auf Wunsch der Frau durchgeführt. Beim Riss meistens auch. Wenn man den Geburtsplan einhalten möchte,müsste man so wie vor jeder Operation eine Vertrag unterschreiben und somit die möglichen Risiken bewusst in Kauf nehmen. Dieser Vertrag muss jedoch noch wärend der Schwangerschaft unterschrieben werden da Frauen unter dee Geburt nicht als Zurechnungsfãhig gelten und die Unterschrift nichtig ist.
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    • Schmirinskis 04.04.2018 10:38
      Highlight Das klingt wunderbar, die Realität ist es jedoch nicht. Darum gibt es auch überdiese Themen viele Erfahrungsberichte, von Gebärenden wo nichts geklappt hat. Auch wenn bereits in der Schwangerschaft unterschrieben.
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    • arni99 04.04.2018 12:44
      Highlight Ich dachte immer der Plan bei einer Geburt ist ein Kind möglichst gesund auf die Welt zu bringen, und das mit möglichst wenig schmerzen für die Mutter. Und um das zu bewerkstelligen braucht es keinen Geburtsplan, sonder fähige, Hebammen, Ärzte und Pflegepersonal, das in allen Fällen weiss was zu tun ist. Und das ist sicher in 99 % der Geburten der Fall
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  • Emanzipator 04.04.2018 07:04
    Highlight Ich weiss, whataboutism....

    Wie stehts aber mit def Gewalt die Ärzte, Hebammen, Pflegende und sogar die Reinigungskräfte im Spital TÄGLICH erfahren, schlicht weil die Patienten kein Vertrauen in die Richtigkeit gewisser Masnahmen, die nicht immer einfach zu erklären sind, haben?

    Medizin beinhaltet Grezüberschreitung, Schmerzen und Stress. Sicher ist es wichtig alles im Rahmen des absolut nötigen zu halten. Und klar ist mir bewusst das nicht alles immer nachvollziehbar ist. Ich bin mir aber nicht sicher ob es solche Vereine braucht oder entsprechende Ombudsstellen Zweckdienlicher wären...
    28 11 Melden
  • T0815 04.04.2018 07:04
    Highlight Generell muss ich sagen, die Hebammen in den Spitäler machen einen super Job. Leider haben viele Eltern eine etwas falsche romantische Vorstellungen von einer Geburt.
    Wenn der Herzschlag und die Atmung des Kindes während der Geburt zusammen bricht muss es vorwärts gehen und evtl. wird nicht mehr gross diskutiert.
    Auch Notfälle, bei denen Mütter bereits 12h und mehr in Geburtshäusern herumgewürgt hatten, werden bei der Einlieferung als Notfall behandelt.
    45 9 Melden
  • DerGrund 04.04.2018 06:28
    Highlight Jeden Tag kommt auf schweizer Notaufnahmen Gewalt gegen Patienten vor. Ihnen werden ungefragt Nadeln unter die Haut gesteckt, Stromschläge (Defibrillationen) und chirurgische Eingriffe angetan, ohne dass die Patienten sich wehren können.

    Nun, so ist das nun mal in kritischen Situationen, man hat nicht die Zeit zu diskutieren und die Patienten sind aufgrund der Ausnahmesituation häufig auch nicht entscheidungsfähig. Man darf und muss sofort reagieren, insbesondere wenn das Kindswohl mit auf dem Spiel steht. Oder soll man dem kritischen Notfall mit Nadelphobie die Medis vorenthalten?
    595 94 Melden
    • who cares? 04.04.2018 07:01
      Highlight Die vor Schmerzen schreiende Frau alleine lassen hat etwas mit dem Kindeswohl zu tun? Es scheint so als ob für Ärzte und Hebammen während der Geburt nur das Kind zählt. Die Frau ist aber mehr als nur eine Gebärmaschine, auch zum Zeitpunkt der Geburt.

      Darf ich raten, du bist ein Mann?
      40 66 Melden
    • öpfeli 04.04.2018 07:08
      Highlight Deine Bsp. und die im Text lassen sich super vergleichen. Mol.
      23 17 Melden
    • who cares? 04.04.2018 07:08
      Highlight Ich empfehle, den Originalartikel zu lesen
      22 15 Melden
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