Schweiz
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Mit Einkaufswagen voller Plastikabfällen wollen Umweltaktivisten Detailhändler zum Umdenken motivieren.  Bild: twitter

Coop und Migros aufgepasst – «Plastic Attack» kommt in die Schweiz

Wenn nach dem Einkauf viel Abfall im Supermarkt zurückbleibt, nennt sich dies «Plastic Attack». Die Aktion aus England erreicht jetzt auch die Schweiz.



Keynsham ist eine kleine Stadt im Südwesten Englands. Berühmt ist der Ort zwischen Bristol und Bath vor allem für seine Vergangenheit. Unter anderem für eine Schlacht im Mittelalter, als königliche Truppen auf Aufständische rund um den Herzog von Monmouth trafen. Nun wird Keynsham zum Schauplatz eines weiteren Kampfes. Des Kampfes gegen übermässig viel Plastikabfall. Ein Kampf, der sich nun auf die ganze Welt ausweiten könnte. Auch auf die Schweiz. Aber von vorn.

Alles fing vor zwei Wochen an, als sich 40 Umweltaktivisten zum gemeinsamen Wocheneinkauf im örtlichen Tesco-Supermarkt in Keynsham verabredeten. Doch von vornherein war vereinbart – es wird keine gewöhnliche Shoppingtour. Kaum bezahlt, packten die Aktivisten ihre Waren aus den Plastikverpackungen aus und liessen den Abfall zurück, der mehrere Einkaufswagen füllte. Ein Mahnmal, das Tesco sowie andere Supermärkte auffordern soll, weniger Plastikverpackungen zu produzieren.

Die Teilnehmer der «Plastic Attack» in Keynsham

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Bild: Facebook/Keynsham Plastic Re-Action

Die Aktion warf medial hohe Wellen und fand Nachahmer. Bereits wenige Tage danach schwappte die Aktion von England auf Belgien über. Auch hier kauften Umweltaktivisten in einem Supermarkt ein und liessen den Abfall zurück.

Dass es bald auch in der Schweiz zu solchen «Plastic Attacks» kommen wird, steht eigentlich ausser Frage. Bereits wird auf Facebook für eine solche Aktion am 2. Juni in Zürich geworben. «Wir wollen, dass Supermärkte ihre unnötigen Plastik-Verpackungen überdenken! Wir wollen denn Müll nicht!», schreiben die Veranstalter. Als Ziel werden grosse Migros- und Coop-Filialen angegeben.

Plastic Attack Zürich Veranstaltung

Bild: facebook

Die beiden Detailhändler geben sich beide zurückhaltend. Die Migros will sich gar nicht zur geplanten Aktion äussern und Coop-Sprecherin Andrea Bergmann sagt dazu lediglich: «Für uns ist es wichtig, dass unsere Kunden beim Einkaufen nicht gestört werden und dass es nicht zu Beschädigungen oder Littering kommt.»

Hinter der geplanten Aktion in Zürich steht Ann Dautzenberg. Die Physiotherapeutin hat den Event auf Facebook gepostet und steht in Kontakt mit Aktivisten aus Belgien. «Ich rege mich schon seit langem über die unnötigen Plastikverpackungen in den Supermärkten auf», sagt die Physiotherapeutin zu watson. Die Aktion sei eine gute Möglichkeit, ein Zeichen zu setzen und zum Nachdenken anzuregen. Sie hofft, dass es nicht beim Zeichen bleiben, sondern tatsächlich etwas bewirken wird.

Davon ist Marco Pfister von der Umweltorganisation Greenpeace überzeugt. «Was ein ‹Sturm der Entrüstung› auslösen kann, hat sich Mitte März gezeigt.» Pfister spricht damit die in einen Plastiksack verpackten Apfelschnitze an, welche für kurze Zeit in den Regalen der Migros standen. «Da hat die Migros auf den Kundenprotest schnell reagiert und das Produkt wieder aus dem Sortiment genommen.» 

Viele regten sich über die Apfelschnitze der Migros auf

Auch der Umweltverband will die Engländer kopieren. Eine Regionalruppe von Greenpeace plant am 21. April im Kanton Waadt eine solche Aktion, die aber mit dem betroffenen Detailhändler abgesprochen sei, wie Pfister betont. Auf Facebook fordert Greenpeace zudem dazu auf, ihnen Bilder von unnötigen Plastikverpackungen zuzuschicken.

Gemäss der EU-Kommission wird europaweit jährlich rund 26 Millionen Tonnen Plastik produziert. Davon würden letztlich knapp 30 Prozent zur Wiederverwertung gesammelt. Der Rest landet auf der Müllkippe, in Verbrennungsanlagen oder in der Umwelt. Vor allem das letzte ist hochproblematisch.

«Jede Sekunde verschwinden 700'000 Kilogramm Plastik in den Meeren», sagte der EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans Mitte Januar vor den Medien. Wenn sich diese Politik nicht ändere, «wird es 2050 mehr Plastik als Fische, die im Meer schwimmen, geben».

Dass das Bewusstsein für das Problem in der Gesellschaft steigt, zeigen die No-Waste-Läden, die es mittlerweile in vielen grösseren Schweizer Städten gibt.

Solche kleinen Läden würden nicht ausreichen, ist sich Pfister sicher. «Die grossen Detailhändler müssen nachziehen».

Diese geben sich einsichtig. Man sei stets bemüht, den Verbrauch von Plastik laufend zu verringern, schreibt eine Sprecherin der Migros, «etwa auch in der Logistik». Und Bergmann von Coop: «Wir prüfen laufend, wo Verpackungsmaterial eingespart werden kann.» Sie nennt Zahlen: «Seit Sommer 2011 konnten wir über 3000 Tonnen Verpackungsmaterial reduzieren oder ökologisch optimieren.»

Menstruationsprodukte verursachen riesige Abfallberge

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Video: srf

Plastik im Meer

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    Alle Leser-Kommentare
  • Le_Urmel 12.04.2018 21:06
    Highlight Highlight Jede einzelne Scheibe Schinken, jede einzelne Scheibe Lachs werden mit Plastik dies hat mit Hygiene nichts mehr zu tun
  • Phrosch 12.04.2018 18:28
    Highlight Highlight Super Idee! Ich packe das Poletbrüstli aus und lege es ohne Verpackung zusammen mit dem Brot in die Tasche!
    Im Ernst, das was ich verpackt kaufe, will ich so kaufen. Wer das nicht will, kann die Tupperbox für Fleisch und den Stoffsack für Brot mitnehmen und im Offenverkauf posten.
  • Sanchez 12.04.2018 14:18
    Highlight Highlight Seit ich den Plastik mittels Plastik-Recycling separat entsorge bzw. rezikliere, sehe ich, wie viel Abfall entsteht (3 Personenhaushalt).
    Wenn ich aber, wie heute in der Migros, jede Salatgurke für 1.- separat in Kunststoff eingepackt sehe, wundert mich nichts mehr..
  • Sarika Knobel 12.04.2018 14:04
    Highlight Highlight Zum letzten Beitrag in dem Beitrag: "Menstruationsprodukte versursachen riesige Abfallberge"
    Ja nicht nur diese Produkte, nein nein auch die der Kinder die noch Windeln tragen. Kaum eine Mutter verwendet noch Baumwollwindeln weils gruusig ist diese zu waschen. Meine Mutter hat diese noch bei mir angewendet. Wäre vielleicht auch noch erwähnenswert, dass auch die Windelabfälle riiiiesige Abfallberge produzieren. Mässi hä
    • Sarkasmusdetektor 13.04.2018 08:15
      Highlight Highlight Na ja, die Stoffwindeln zu waschen braucht Energie und Wasser. Was in diesem Fall umweltfreundlicher ist, ist ziemlich umstritten und keineswegs eindeutig. Auf jeden Fall ist der Unterschied kleiner als man denkt.
  • Deleted93 12.04.2018 13:59
    Highlight Highlight Einfache Lösung für das Problem, der Müllverursacher muss für die komplette Entfernung seines Mülls zur Kasse gebeten werden. Zusätzlich noch eine Verpackungssteuer einführen welche nicht wiederverwendbare Verpackungen verteuert. Zusätzlich ein Verbot auf Verpackungen welche einem Lebenszyklus von weniger als z.b 5 Minuten haben ( Plastik Löffel für 2 Sekunden, Kaffe zu rühren, Rahmbecher usw, 10 fach Verpackter Salat mit Sauce und Besteck O.M.G, liebe ach so umweltfreundliche Detailhändler.....).
    • Deleted93 12.04.2018 16:21
      Highlight Highlight Ja der Sack macht auf die gesamte Verpackung ca 0.01% aus. Überleg dir mal wie viele Säcke du aus einem Ricota Becher herstellen könntest. Wohl ca 30ig. Das ist pures Marketing, so hei wir machen was und nehmen zeitgleich 20 neue Take Away Produkte im Sortiment auf..
  • dmark 12.04.2018 13:42
    Highlight Highlight Die Frage ist doch eher, warum landet Plastik im Meer und wer wirft es dort hinein?
    In Europa wird "Plastik" doch mittlerweile so gut wie überall recycelt oder "sauber" in Wärme oder Strom gewandelt.
    In D hat man die Möglichkeit alle Verpackungen im Supermarkt zu lassen und zahlt sogar Pfand auf PET-Flaschen.
    Also, nochmal woher kommt der Plastikmüll im Meer? Von uns doch wohl eher nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • purpletrain 12.04.2018 12:46
    Highlight Highlight Passend zum Thema: Kennt jemand hier die app Litterati?
  • Hops 12.04.2018 12:35
    Highlight Highlight Grossverteiler ändern erst etwas, wenn es im Budget ein genug grosses Loch verursacht. Finde die Aktion zwar gelungen, weil sie ein wichtiges Thema medial verbreiten konnte – der Aufwand bleibt schlussendlich aber beim Personal der Läden. Und wer wirklich etwas bewirken will, der kauft diese Produkte nicht, oder weicht auf kleine Läden aus, die Verpackungsfrei verkaufen.
  • derlange 12.04.2018 12:04
    Highlight Highlight Geht doch auf dem Wochenmarkt einkaufen. Bringt eure eigenen Beutel und Boxen mit.
    Erst wollt ihr von der Plastikverpackung profitieren (Haltbarkeit, Rundumsicht, Aufbewahrungsbox) und dann den ach so unangenehmen Müll kostenlos zurückgeben und den Grossverteiler soll doch gefälligst die Entsorgung/Recycling übernehmen?
    Wow, echt jetzt? Wenn „Mimimi“ dann aber auch Ehrlichkeit und sich selbst überdenken bzw. Bei sich selbst anfangen!

    • Posersalami 12.04.2018 12:28
      Highlight Highlight Ich würde gerne auf den Wochenmarkt einkaufen gehen. Sagst du das meinem Chef, das ich ab jetzt am Mittwoch morgen nicht ins Büro kommen kann? Danke.

      Ernsthaft, das ist doch keine Option!

      Aber wieso müssen zB. Gurken in Plastik eingeschweisst werden? Ich versteh es nicht! Ich kann mich noch gut daran erinnern als das anders war.
    • derlange 12.04.2018 17:18
      Highlight Highlight Du machst es dir sehr einfach.
      Gerne telefoniere ich mit deinem Arbeitsgeber, denke der versteht dein Anliegen.
      Wenn du die Zeit nachholst, ist er sicher offen für eine Diskussion...
      Warum die Gurke eingeschweisst wird:
      - die Atmosphäre in der Verpackung ist optimal für die Gurken
      - schützt vor Austrocknung
      - doppelt so lange Haltbarkeit
      - da Gurken auch im Winter konsumiert werden, kann diese dadurch längere Transportwege überstehen, z.b. auch in klimafreundlicheren Methoden als als uneingepackt....

      Das sind die Gründe die mir spontan einfallen...


    • Posersalami 12.04.2018 18:40
      Highlight Highlight @derlange: Nein, der versteht das nicht und ist generell stur was Arbeitszeiten angeht.

      Spielt auch keine Rolle. Der Wochenmarkt ist nun wirklich keine Lösung für alle. Stell dir mal vor die Leute würden anstatt im Migros alle auf den Markt rennen. Kannst du dir das Chaos vorstellen? Ich mag Märkte sehr, aber das ist wirklich keine Lösung. Die Grossverteiler sind generell Gefragt wenn es um Nachhaltigkeit geht und es ist nicht so, dass die sich dagegen wehren:

      https://www.coop.ch/pb/site/medien/get/documents/coop_main/elements/medieninfo/fachdossiers/20150501_co2_mediendossier-de.pdf
  • Tugium 12.04.2018 11:57
    Highlight Highlight Ein Lösungsansatz
    User Image
    • welefant 12.04.2018 12:10
      Highlight Highlight yees! pflanz mal hanf an, die blüten hol ich dann ab!
    • Rasty 12.04.2018 12:15
      Highlight Highlight Im 3D-Druck hat sich das bereits durchgesetzt.
  • My Senf 12.04.2018 11:10
    Highlight Highlight Hmm

    Ich frage mich allerdings, wieso jetzt die Aktion?
    Vielleicht weil China den Abfall aus Europa nicht mehr importiert, bzw. den import verboten hat?! Nein, nein keine Verschwörungstheorien 😇

    Wir haben ebenfalls täglich(!) fast einen Sack Verpackungsabfall (inkl. PET)

    Zur Info!
    Seit Ende 2013 können leere Plastikflaschen (Shampoo, Reinigungsmittel etc.) aus dem Haushaltbereich in allen Migros-Filialen an der Rücknahmestelle zurückgegeben werden. In dasselbe Einwurfloch gehören weiterhin die Milchprodukteflaschen. (M)
    • LubiM 12.04.2018 11:48
      Highlight Highlight Bei coop auch
    • arpa 12.04.2018 13:10
      Highlight Highlight Und bei Aldi auch..
    • Deleted93 12.04.2018 13:52
      Highlight Highlight ja und und was machen die Detailhändler dann damit? Recyclen? Nicht wirklich, auch keinen Apfelkuchen. Das meiste wird einfach verbrannt. Dient nur dazu, das du dich besser fühlst...
  • Antaxas 12.04.2018 11:10
    Highlight Highlight "Gemäss der EU-Kommission gibt es europaweit jährlich rund 26 Millionen Tonnen Plastikmüll."

    "Jede Sekunde verschwinden 700'000 Kilogramm Plastik in den Meeren», "

    Die 2. Aussage auf das Jahr gerechnet, wären ja 22'075 Millionen Tonnen Müll, das im Meer landet. Da stimmt doch das Verhältnis zur 1. Aussage nicht?

    Der Artikel ansonsten finde ich gut. Bin auch der Meinung das die unnötige Verwendung von Plastik gestoppt werden muss.
    • Fabio Vonarburg 12.04.2018 11:58
      Highlight Highlight @Antaxas: Danke für den Hinweis. Es war eine falsche Formulierung meinerseits.
    • The Writer Formerly Known as Peter 12.04.2018 13:46
      Highlight Highlight Sehe deinen Punkt schon. Komme eben aus Bali zurück. Wirklich schlimm. Doch ist es für mich definitiv keine Option, auf einem Markt einzukaufen oder alle Verpackungen von zuhause mitzubringen. Dafür arbeite ich zu viel. In der Schweiz wird alles recycelt und sauber verbrannt. Es ist eben wie vieles, etwas kompliziert.
  • Matti_St 12.04.2018 11:02
    Highlight Highlight Das habe ich vor etwas mehr als 20 Jahren über mehrere Wochen in Coop und Migros gemacht. Eigentlich ein altes Thema.
    So weit ich mich erinnern kann, müssten damals die Märkte plötzlich das Verpackungsmaterial selber entsorgen. Kurz darauf wurden die ersten Zahnpasta ohne Schachtel verkauft.
  • henry_Boniface 12.04.2018 10:40
    Highlight Highlight Das viel grössere Problem ist der Umwelt-impact des Inhalts. Für unsere Umwelt und das Klima bringt es bedeutend mehr kein Fleisch zu konsumieren. Man beachte das Referenzszenario „verbrennen in der KVA“. Oder einfach gesagt, solange wir mit Öl heizen, hat der verbrannte (es landet nichts im Meer) Kunstoff einen minimalen Einfluss auf unsere Umwelt.
    • word up 12.04.2018 12:13
      Highlight Highlight das sind zwei unterschiedliche ansätze. du kannst nicht die plastikelastung mit treibhausgasen in diesem szenario gleichsetzen 😉
  • Leben und leben lassen 12.04.2018 10:21
    Highlight Highlight Das stimmt...es wird zuviel eingepackt ABER denkt daran, die Ware muss transportiert und eingeräumt werden! Wir produzieren selber Tomaten und Gurken.
    • Dr. Zoidberg 12.04.2018 13:06
      Highlight Highlight ich weiss ja nicht, wie das bei dir war, aber als ich ein kind war, waren plastikverpackungen die absolute ausnahme. käse und wurst war in fettpapier verpackt, sowas wie kartoffeln gabs in der papiertüte, milch oder limo war in glasflaschen, zahnpasta enthielt weder mikroplastik noch war sie in plastiktuben, eier waren im pappkarton, usw usw.
      komischerweise konnte man das damals auch transportieren und einräumen. und wir sind nicht an irgendwelchen epidemien gestorben. im gegenteil, wir hatten keine diffundierten weichmacher im käse oder lösungsmittel in der cola.
    • Mode!? 12.04.2018 14:00
      Highlight Highlight Gurke ist mein Lieblingsgemüse
    • Bert der Geologe 12.04.2018 15:43
      Highlight Highlight @Dr. Zoidberg: als bei dir früher war, starben die Menschen im Schnitt mit 75 Jahren. Heute ist der Schnitt 83 Jahre so ungefähr. Und die Leute mit 70 sind im Schnitt wesentlich fitter, als früher. Aber man hat ja immer was zu jammern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alcedinidae 12.04.2018 10:15
    Highlight Highlight Wenn ich ein paar Bio Gemüse kaufe, muss ich gleichzeitig schon fast einen neuen Abfallsack kaufen. Als ob Bio nicht schon so viel teurer wäre. Ich weiss, dass die Leute sonst Bio nehmen und nicht-Bio wägen, aber eine bessere Lössung als Plastik gibt es sicher.

    Die ganze takeaway Faulheit sollte man auch stoppen. Macht doch am Tag vorher ein Sandwich oder ein bisschen mehr zu Znacht. Ist sogar dann sicher frischer und günstiger, als jeden Tag ein verpacktes Sandwich, einen verpackten Apfel und eine Flasche Wasser zu kaufen.
    • Matti_St 12.04.2018 10:58
      Highlight Highlight Oje, es gibt Sandwich-Boxen.
    • Posersalami 12.04.2018 12:30
      Highlight Highlight Kann ich im Coop ein Sandwich in einer Box kaufen? Nein? Eben.
  • Bert der Geologe 12.04.2018 10:07
    Highlight Highlight Das ist wieder so eine Inselsicht. Verpackung schützt auch Lebensmittel und macht sie länger haltbar (Stichwort Foodwaste). Zudem ist Plastik leichter und damit beim Transport umweltfreundlicher. Bei uns landet das im Kehricht und dann in der Verbrennung mit Fernheizung. Oder schmeisst ihr etwa den Plastik in den Wald? Im Laden gilt doch: was der Kunde nicht kauft, wird aus dem Sortiment genommen. Also kaufen und dann die Verpackung zurückbringen ist wirklich nur doof.
    • Nelson Muntz 12.04.2018 11:47
      Highlight Highlight Schon mal gedacht, dass nicht alle Fernwärme haben und man Plastik nicht zwingend verbrennen muss? Arbeitest wohl in der Verpackungsindustrie....
    • Nibu 12.04.2018 12:02
      Highlight Highlight Früher wurde ja krass weniger verpackt.
      Gab es da mehr foodwaste, schlechte Ware wegen schlechten Transportes?
      Warum muss alles verpackt werden? Auch non food wie Scheeren, Handyhüllen undsoweierundsofort?
      Ich verstehesnicht.
      Ist denn Plastik herstellen, verbrennen oder recyclen ungiftig im Sinnvon ungiftig??
      Cheers

      P.S. Gar nicht doof : Sofort auspacken und Abfall direkt dalassen. Spart auch Platz beim Transport nach Hause
    • Nibu 12.04.2018 12:06
      Highlight Highlight Wahrscheinlich hätte es kein Artikel und keine Nachahmer gegeben, wenn der Protest: "Nicht kaufen" gewesen wäre.

      XY hat heute keine Hartplastikverpackten Rüeblis gekauft???

      Ist wohl keine Headline wert....
      Oder Clicks oder wie das auch so heisst.

    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 12.04.2018 10:04
    Highlight Highlight Wir erkunden das Universum bis in den letzten Winkel, fliegen bald zum Mars und die Autos fahren bereits selber herum.

    Aber es ist noch immer nicht gelungen, einen Ersatz für Plastik zu finden, der die Umwelt nicht belastet.

    Es wäre ein Multimilliardengeschäft wenn ein Unternehmen hier den Durchbruch erzielen könnte.
    • Matrixx 12.04.2018 10:39
      Highlight Highlight Plastik ist nicht schlecht, nur unser Umgang damit ist schlecht.
      Ohne Plastik gäbe es viele Dinge nicht, auf die wir angewiesen sind.
  • Stinkender Wookie 12.04.2018 09:45
    Highlight Highlight Find ich eine gute Sache. Schaut mal was ich letztens im Coop beim Stadelhofen entdeckte:
    User Image
    • zeromg 12.04.2018 11:22
      Highlight Highlight Migros ist nicht besser. Avocado gefroren. mmmh fein...
      User Image
    • who cares? 12.04.2018 11:30
      Highlight Highlight Ach wenn diese glibrigen Kerne nicht einfach von Natur aus eine Art Hülle besässen...
  • Loeffel 12.04.2018 09:11
    Highlight Highlight Wäre es nicht der effizientere und auch ehrlichere Protest, wenn überplastifizierte Produkte einfach NICHT mehr gekauft werden? Produkthersteller sind allergisch auf Ignoranz der Kunden ;)
    • Posersalami 12.04.2018 12:33
      Highlight Highlight Das klingt ganz nett, aber es hat nicht jeder ein Reformhaus in der Nähe zum einkaufen.
  • Matrixx 12.04.2018 09:09
    Highlight Highlight Plastik ist per se nicht schlecht.
    Nur unser Umgang damit. Man wirft es achtsam weg, statt es wieder zu verwenden. Würde man sich um die wirkliche Entsorgung oder Recycling kümmern, hätten wird kein Plastikproblem.
    • Nibu 12.04.2018 11:50
      Highlight Highlight Ist quasi per se schlecht.
  • Toerpe Zwerg 12.04.2018 09:08
    Highlight Highlight Und wie viel des Plasikabfalls von Migros oder Coop landet in den Weltmeeren?
  • Die verwirrte Dame 12.04.2018 09:07
    Highlight Highlight Ich finde die Plastikverpackungen auch unnötig. Jedoch werden Aktionen wie "Plastic attack" lediglich den Mitarbeitern der Läden schaden, da die schlussendlich alles aufräumen dürfen. Den Entscheidungsträgern von Coop oder Migros wird dies schlussendlich ziemlich egal sein, denn es wird schliesslich gekauft.
    • Nelson Muntz 12.04.2018 11:44
      Highlight Highlight vor allem landet das ganze Zeugs im herkömmlichen Müll und nicht in einer Recyclingstelle.

      @Migros, Coop und Co. Statt nur PET und Plastikflaschen könntet ihr den ganzen Plastikmüll zurücknehmen und neu aufbereiten lassen. Ebenso Dosen aus Alu und Stahl. Recycling 2.0 richtig und nicht halbherzig!

      #GE
  • Nelson Muntz 12.04.2018 09:03
    Highlight Highlight Ist es nicht der Konsument, der nach der Verpackung schreit? Oder weshalb gibt es so viel?

    UND: Wieso werden die Hersteller, resp. ihre Vertriebspartner in der Schweiz nie angeprangert? Die Anzahl ist überschaubar. Statt Symptome bekämpfen sollte das Problem an der Wurzel gepackt werden (Verkpackungshersteller...)
    User Image
    • w'ever 12.04.2018 11:17
      Highlight Highlight crazy was da auf dem bild so abgepackt ist
  • salamandre 12.04.2018 09:00
    Highlight Highlight Den Supermarkt möglichst ignorieren, spart auch enorm Müll!
    • Nelson Muntz 12.04.2018 12:10
      Highlight Highlight Bingo, Wochenmärkte und Hofläden. Sind meist sogar billiger und die Qualität ist, meinstens zumindest, besser!
  • Karoon 12.04.2018 08:57
    Highlight Highlight Das gut geschrieben und gut recherchiert.
  • DerSimu 12.04.2018 08:47
    Highlight Highlight Kein Littering wollen und gleichzeitig alles in Plastik eingepackt verkaufen.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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