Schweiz
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Mit Einkaufswagen voller Plastikabfällen wollen Umweltaktivisten Detailhändler zum Umdenken motivieren.  Bild: twitter

Coop und Migros aufgepasst – «Plastic Attack» kommt in die Schweiz

Wenn nach dem Einkauf viel Abfall im Supermarkt zurückbleibt, nennt sich dies «Plastic Attack». Die Aktion aus England erreicht jetzt auch die Schweiz.

12.04.18, 08:39 07.06.18, 08:10


Keynsham ist eine kleine Stadt im Südwesten Englands. Berühmt ist der Ort zwischen Bristol und Bath vor allem für seine Vergangenheit. Unter anderem für eine Schlacht im Mittelalter, als königliche Truppen auf Aufständische rund um den Herzog von Monmouth trafen. Nun wird Keynsham zum Schauplatz eines weiteren Kampfes. Des Kampfes gegen übermässig viel Plastikabfall. Ein Kampf, der sich nun auf die ganze Welt ausweiten könnte. Auch auf die Schweiz. Aber von vorn.

Alles fing vor zwei Wochen an, als sich 40 Umweltaktivisten zum gemeinsamen Wocheneinkauf im örtlichen Tesco-Supermarkt in Keynsham verabredeten. Doch von vornherein war vereinbart – es wird keine gewöhnliche Shoppingtour. Kaum bezahlt, packten die Aktivisten ihre Waren aus den Plastikverpackungen aus und liessen den Abfall zurück, der mehrere Einkaufswagen füllte. Ein Mahnmal, das Tesco sowie andere Supermärkte auffordern soll, weniger Plastikverpackungen zu produzieren.

Die Teilnehmer der «Plastic Attack» in Keynsham

Bild: Facebook/Keynsham Plastic Re-Action

Die Aktion warf medial hohe Wellen und fand Nachahmer. Bereits wenige Tage danach schwappte die Aktion von England auf Belgien über. Auch hier kauften Umweltaktivisten in einem Supermarkt ein und liessen den Abfall zurück.

Dass es bald auch in der Schweiz zu solchen «Plastic Attacks» kommen wird, steht eigentlich ausser Frage. Bereits wird auf Facebook für eine solche Aktion am 2. Juni in Zürich geworben. «Wir wollen, dass Supermärkte ihre unnötigen Plastik-Verpackungen überdenken! Wir wollen denn Müll nicht!», schreiben die Veranstalter. Als Ziel werden grosse Migros- und Coop-Filialen angegeben.

Bild: facebook

Die beiden Detailhändler geben sich beide zurückhaltend. Die Migros will sich gar nicht zur geplanten Aktion äussern und Coop-Sprecherin Andrea Bergmann sagt dazu lediglich: «Für uns ist es wichtig, dass unsere Kunden beim Einkaufen nicht gestört werden und dass es nicht zu Beschädigungen oder Littering kommt.»

Hinter der geplanten Aktion in Zürich steht Ann Dautzenberg. Die Physiotherapeutin hat den Event auf Facebook gepostet und steht in Kontakt mit Aktivisten aus Belgien. «Ich rege mich schon seit langem über die unnötigen Plastikverpackungen in den Supermärkten auf», sagt die Physiotherapeutin zu watson. Die Aktion sei eine gute Möglichkeit, ein Zeichen zu setzen und zum Nachdenken anzuregen. Sie hofft, dass es nicht beim Zeichen bleiben, sondern tatsächlich etwas bewirken wird.

Davon ist Marco Pfister von der Umweltorganisation Greenpeace überzeugt. «Was ein ‹Sturm der Entrüstung› auslösen kann, hat sich Mitte März gezeigt.» Pfister spricht damit die in einen Plastiksack verpackten Apfelschnitze an, welche für kurze Zeit in den Regalen der Migros standen. «Da hat die Migros auf den Kundenprotest schnell reagiert und das Produkt wieder aus dem Sortiment genommen.» 

Viele regten sich über die Apfelschnitze der Migros auf

Auch der Umweltverband will die Engländer kopieren. Eine Regionalruppe von Greenpeace plant am 21. April im Kanton Waadt eine solche Aktion, die aber mit dem betroffenen Detailhändler abgesprochen sei, wie Pfister betont. Auf Facebook fordert Greenpeace zudem dazu auf, ihnen Bilder von unnötigen Plastikverpackungen zuzuschicken.

Gemäss der EU-Kommission wird europaweit jährlich rund 26 Millionen Tonnen Plastik produziert. Davon würden letztlich knapp 30 Prozent zur Wiederverwertung gesammelt. Der Rest landet auf der Müllkippe, in Verbrennungsanlagen oder in der Umwelt. Vor allem das letzte ist hochproblematisch.

«Jede Sekunde verschwinden 700'000 Kilogramm Plastik in den Meeren», sagte der EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans Mitte Januar vor den Medien. Wenn sich diese Politik nicht ändere, «wird es 2050 mehr Plastik als Fische, die im Meer schwimmen, geben».

Dass das Bewusstsein für das Problem in der Gesellschaft steigt, zeigen die No-Waste-Läden, die es mittlerweile in vielen grösseren Schweizer Städten gibt.

Solche kleinen Läden würden nicht ausreichen, ist sich Pfister sicher. «Die grossen Detailhändler müssen nachziehen».

Diese geben sich einsichtig. Man sei stets bemüht, den Verbrauch von Plastik laufend zu verringern, schreibt eine Sprecherin der Migros, «etwa auch in der Logistik». Und Bergmann von Coop: «Wir prüfen laufend, wo Verpackungsmaterial eingespart werden kann.» Sie nennt Zahlen: «Seit Sommer 2011 konnten wir über 3000 Tonnen Verpackungsmaterial reduzieren oder ökologisch optimieren.»

Menstruationsprodukte verursachen riesige Abfallberge

Video: srf

Plastik im Meer

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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80
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    Alle Leser-Kommentare
  • Le_Urmel 12.04.2018 21:06
    Highlight Jede einzelne Scheibe Schinken, jede einzelne Scheibe Lachs werden mit Plastik dies hat mit Hygiene nichts mehr zu tun
    7 12 Melden
  • Phrosch 12.04.2018 18:28
    Highlight Super Idee! Ich packe das Poletbrüstli aus und lege es ohne Verpackung zusammen mit dem Brot in die Tasche!
    Im Ernst, das was ich verpackt kaufe, will ich so kaufen. Wer das nicht will, kann die Tupperbox für Fleisch und den Stoffsack für Brot mitnehmen und im Offenverkauf posten.
    23 12 Melden
  • Sanchez 12.04.2018 14:18
    Highlight Seit ich den Plastik mittels Plastik-Recycling separat entsorge bzw. rezikliere, sehe ich, wie viel Abfall entsteht (3 Personenhaushalt).
    Wenn ich aber, wie heute in der Migros, jede Salatgurke für 1.- separat in Kunststoff eingepackt sehe, wundert mich nichts mehr..
    23 9 Melden
  • Sarika Knobel 12.04.2018 14:04
    Highlight Zum letzten Beitrag in dem Beitrag: "Menstruationsprodukte versursachen riesige Abfallberge"
    Ja nicht nur diese Produkte, nein nein auch die der Kinder die noch Windeln tragen. Kaum eine Mutter verwendet noch Baumwollwindeln weils gruusig ist diese zu waschen. Meine Mutter hat diese noch bei mir angewendet. Wäre vielleicht auch noch erwähnenswert, dass auch die Windelabfälle riiiiesige Abfallberge produzieren. Mässi hä
    34 10 Melden
    • Sarkasmusdetektor 13.04.2018 08:15
      Highlight Na ja, die Stoffwindeln zu waschen braucht Energie und Wasser. Was in diesem Fall umweltfreundlicher ist, ist ziemlich umstritten und keineswegs eindeutig. Auf jeden Fall ist der Unterschied kleiner als man denkt.
      6 0 Melden
  • Deleted93 12.04.2018 13:59
    Highlight Einfache Lösung für das Problem, der Müllverursacher muss für die komplette Entfernung seines Mülls zur Kasse gebeten werden. Zusätzlich noch eine Verpackungssteuer einführen welche nicht wiederverwendbare Verpackungen verteuert. Zusätzlich ein Verbot auf Verpackungen welche einem Lebenszyklus von weniger als z.b 5 Minuten haben ( Plastik Löffel für 2 Sekunden, Kaffe zu rühren, Rahmbecher usw, 10 fach Verpackter Salat mit Sauce und Besteck O.M.G, liebe ach so umweltfreundliche Detailhändler.....).
    10 18 Melden
    • CasRas 12.04.2018 14:55
      Highlight Das System gibt es bereits, nennt sich Gebührensäcke.
      31 4 Melden
    • Deleted93 12.04.2018 16:21
      Highlight Ja der Sack macht auf die gesamte Verpackung ca 0.01% aus. Überleg dir mal wie viele Säcke du aus einem Ricota Becher herstellen könntest. Wohl ca 30ig. Das ist pures Marketing, so hei wir machen was und nehmen zeitgleich 20 neue Take Away Produkte im Sortiment auf..
      5 13 Melden
  • dmark 12.04.2018 13:42
    Highlight Die Frage ist doch eher, warum landet Plastik im Meer und wer wirft es dort hinein?
    In Europa wird "Plastik" doch mittlerweile so gut wie überall recycelt oder "sauber" in Wärme oder Strom gewandelt.
    In D hat man die Möglichkeit alle Verpackungen im Supermarkt zu lassen und zahlt sogar Pfand auf PET-Flaschen.
    Also, nochmal woher kommt der Plastikmüll im Meer? Von uns doch wohl eher nicht.
    42 14 Melden
  • purpletrain 12.04.2018 12:46
    Highlight Passend zum Thema: Kennt jemand hier die app Litterati?
    5 11 Melden
  • Hops 12.04.2018 12:35
    Highlight Grossverteiler ändern erst etwas, wenn es im Budget ein genug grosses Loch verursacht. Finde die Aktion zwar gelungen, weil sie ein wichtiges Thema medial verbreiten konnte – der Aufwand bleibt schlussendlich aber beim Personal der Läden. Und wer wirklich etwas bewirken will, der kauft diese Produkte nicht, oder weicht auf kleine Läden aus, die Verpackungsfrei verkaufen.
    14 8 Melden
  • derlange 12.04.2018 12:04
    Highlight Geht doch auf dem Wochenmarkt einkaufen. Bringt eure eigenen Beutel und Boxen mit.
    Erst wollt ihr von der Plastikverpackung profitieren (Haltbarkeit, Rundumsicht, Aufbewahrungsbox) und dann den ach so unangenehmen Müll kostenlos zurückgeben und den Grossverteiler soll doch gefälligst die Entsorgung/Recycling übernehmen?
    Wow, echt jetzt? Wenn „Mimimi“ dann aber auch Ehrlichkeit und sich selbst überdenken bzw. Bei sich selbst anfangen!

    63 20 Melden
    • Posersalami 12.04.2018 12:28
      Highlight Ich würde gerne auf den Wochenmarkt einkaufen gehen. Sagst du das meinem Chef, das ich ab jetzt am Mittwoch morgen nicht ins Büro kommen kann? Danke.

      Ernsthaft, das ist doch keine Option!

      Aber wieso müssen zB. Gurken in Plastik eingeschweisst werden? Ich versteh es nicht! Ich kann mich noch gut daran erinnern als das anders war.
      36 21 Melden
    • derlange 12.04.2018 17:18
      Highlight Du machst es dir sehr einfach.
      Gerne telefoniere ich mit deinem Arbeitsgeber, denke der versteht dein Anliegen.
      Wenn du die Zeit nachholst, ist er sicher offen für eine Diskussion...
      Warum die Gurke eingeschweisst wird:
      - die Atmosphäre in der Verpackung ist optimal für die Gurken
      - schützt vor Austrocknung
      - doppelt so lange Haltbarkeit
      - da Gurken auch im Winter konsumiert werden, kann diese dadurch längere Transportwege überstehen, z.b. auch in klimafreundlicheren Methoden als als uneingepackt....

      Das sind die Gründe die mir spontan einfallen...


      10 6 Melden
    • Posersalami 12.04.2018 18:40
      Highlight @derlange: Nein, der versteht das nicht und ist generell stur was Arbeitszeiten angeht.

      Spielt auch keine Rolle. Der Wochenmarkt ist nun wirklich keine Lösung für alle. Stell dir mal vor die Leute würden anstatt im Migros alle auf den Markt rennen. Kannst du dir das Chaos vorstellen? Ich mag Märkte sehr, aber das ist wirklich keine Lösung. Die Grossverteiler sind generell Gefragt wenn es um Nachhaltigkeit geht und es ist nicht so, dass die sich dagegen wehren:

      https://www.coop.ch/pb/site/medien/get/documents/coop_main/elements/medieninfo/fachdossiers/20150501_co2_mediendossier-de.pdf
      2 8 Melden
  • Tugium 12.04.2018 11:57
    Highlight Ein Lösungsansatz
    49 3 Melden
    • welefant 12.04.2018 12:10
      Highlight yees! pflanz mal hanf an, die blüten hol ich dann ab!
      16 8 Melden
    • Rasty 12.04.2018 12:15
      Highlight Im 3D-Druck hat sich das bereits durchgesetzt.
      10 1 Melden
  • My Senf 12.04.2018 11:10
    Highlight Hmm

    Ich frage mich allerdings, wieso jetzt die Aktion?
    Vielleicht weil China den Abfall aus Europa nicht mehr importiert, bzw. den import verboten hat?! Nein, nein keine Verschwörungstheorien 😇

    Wir haben ebenfalls täglich(!) fast einen Sack Verpackungsabfall (inkl. PET)

    Zur Info!
    Seit Ende 2013 können leere Plastikflaschen (Shampoo, Reinigungsmittel etc.) aus dem Haushaltbereich in allen Migros-Filialen an der Rücknahmestelle zurückgegeben werden. In dasselbe Einwurfloch gehören weiterhin die Milchprodukteflaschen. (M)
    35 9 Melden
    • LubiM 12.04.2018 11:48
      Highlight Bei coop auch
      33 0 Melden
    • arpa 12.04.2018 13:10
      Highlight Und bei Aldi auch..
      10 0 Melden
    • Deleted93 12.04.2018 13:52
      Highlight ja und und was machen die Detailhändler dann damit? Recyclen? Nicht wirklich, auch keinen Apfelkuchen. Das meiste wird einfach verbrannt. Dient nur dazu, das du dich besser fühlst...
      6 10 Melden
  • Antaxas 12.04.2018 11:10
    Highlight "Gemäss der EU-Kommission gibt es europaweit jährlich rund 26 Millionen Tonnen Plastikmüll."

    "Jede Sekunde verschwinden 700'000 Kilogramm Plastik in den Meeren», "

    Die 2. Aussage auf das Jahr gerechnet, wären ja 22'075 Millionen Tonnen Müll, das im Meer landet. Da stimmt doch das Verhältnis zur 1. Aussage nicht?

    Der Artikel ansonsten finde ich gut. Bin auch der Meinung das die unnötige Verwendung von Plastik gestoppt werden muss.
    16 5 Melden
    • Fabio Vonarburg 12.04.2018 11:58
      Highlight @Antaxas: Danke für den Hinweis. Es war eine falsche Formulierung meinerseits.
      5 10 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 12.04.2018 13:46
      Highlight Sehe deinen Punkt schon. Komme eben aus Bali zurück. Wirklich schlimm. Doch ist es für mich definitiv keine Option, auf einem Markt einzukaufen oder alle Verpackungen von zuhause mitzubringen. Dafür arbeite ich zu viel. In der Schweiz wird alles recycelt und sauber verbrannt. Es ist eben wie vieles, etwas kompliziert.
      4 3 Melden
  • Matti_St 12.04.2018 11:02
    Highlight Das habe ich vor etwas mehr als 20 Jahren über mehrere Wochen in Coop und Migros gemacht. Eigentlich ein altes Thema.
    So weit ich mich erinnern kann, müssten damals die Märkte plötzlich das Verpackungsmaterial selber entsorgen. Kurz darauf wurden die ersten Zahnpasta ohne Schachtel verkauft.
    30 3 Melden
  • henry_Boniface 12.04.2018 10:40
    Highlight Das viel grössere Problem ist der Umwelt-impact des Inhalts. Für unsere Umwelt und das Klima bringt es bedeutend mehr kein Fleisch zu konsumieren. Man beachte das Referenzszenario „verbrennen in der KVA“. Oder einfach gesagt, solange wir mit Öl heizen, hat der verbrannte (es landet nichts im Meer) Kunstoff einen minimalen Einfluss auf unsere Umwelt.
    13 20 Melden
    • word up 12.04.2018 12:13
      Highlight das sind zwei unterschiedliche ansätze. du kannst nicht die plastikelastung mit treibhausgasen in diesem szenario gleichsetzen 😉
      7 3 Melden
  • Leben und leben lassen 12.04.2018 10:21
    Highlight Das stimmt...es wird zuviel eingepackt ABER denkt daran, die Ware muss transportiert und eingeräumt werden! Wir produzieren selber Tomaten und Gurken.
    103 14 Melden
    • Dr. Zoidberg 12.04.2018 13:06
      Highlight ich weiss ja nicht, wie das bei dir war, aber als ich ein kind war, waren plastikverpackungen die absolute ausnahme. käse und wurst war in fettpapier verpackt, sowas wie kartoffeln gabs in der papiertüte, milch oder limo war in glasflaschen, zahnpasta enthielt weder mikroplastik noch war sie in plastiktuben, eier waren im pappkarton, usw usw.
      komischerweise konnte man das damals auch transportieren und einräumen. und wir sind nicht an irgendwelchen epidemien gestorben. im gegenteil, wir hatten keine diffundierten weichmacher im käse oder lösungsmittel in der cola.
      25 1 Melden
    • Mode!? 12.04.2018 14:00
      Highlight Gurke ist mein Lieblingsgemüse
      9 3 Melden
    • Sheldon 12.04.2018 15:43
      Highlight @Dr. Zoidberg: als bei dir früher war, starben die Menschen im Schnitt mit 75 Jahren. Heute ist der Schnitt 83 Jahre so ungefähr. Und die Leute mit 70 sind im Schnitt wesentlich fitter, als früher. Aber man hat ja immer was zu jammern.
      7 13 Melden
    • Dr. Zoidberg 12.04.2018 16:36
      Highlight @sheldon
      Klar, die leben länger weil die Gurken heute einzeln in Plastik verpackt sind. Oder vielleicht doch, weil die Medizin heute mehr kann als vor 40 Jahren?
      19 2 Melden
    • Sheldon 12.04.2018 17:20
      Highlight @Dr. Zoidberg: nein, die leben länger, obschon die Gurken in Plastik verpackt sind. Aber wer kauft schon im Winter Gurken. Selber schuld.
      5 7 Melden
  • Alcedinidae 12.04.2018 10:15
    Highlight Wenn ich ein paar Bio Gemüse kaufe, muss ich gleichzeitig schon fast einen neuen Abfallsack kaufen. Als ob Bio nicht schon so viel teurer wäre. Ich weiss, dass die Leute sonst Bio nehmen und nicht-Bio wägen, aber eine bessere Lössung als Plastik gibt es sicher.

    Die ganze takeaway Faulheit sollte man auch stoppen. Macht doch am Tag vorher ein Sandwich oder ein bisschen mehr zu Znacht. Ist sogar dann sicher frischer und günstiger, als jeden Tag ein verpacktes Sandwich, einen verpackten Apfel und eine Flasche Wasser zu kaufen.
    38 18 Melden
    • Matti_St 12.04.2018 10:58
      Highlight Oje, es gibt Sandwich-Boxen.
      7 5 Melden
    • Posersalami 12.04.2018 12:30
      Highlight Kann ich im Coop ein Sandwich in einer Box kaufen? Nein? Eben.
      11 12 Melden
  • Sheldon 12.04.2018 10:07
    Highlight Das ist wieder so eine Inselsicht. Verpackung schützt auch Lebensmittel und macht sie länger haltbar (Stichwort Foodwaste). Zudem ist Plastik leichter und damit beim Transport umweltfreundlicher. Bei uns landet das im Kehricht und dann in der Verbrennung mit Fernheizung. Oder schmeisst ihr etwa den Plastik in den Wald? Im Laden gilt doch: was der Kunde nicht kauft, wird aus dem Sortiment genommen. Also kaufen und dann die Verpackung zurückbringen ist wirklich nur doof.
    225 136 Melden
    • Nelson Muntz 12.04.2018 11:47
      Highlight Schon mal gedacht, dass nicht alle Fernwärme haben und man Plastik nicht zwingend verbrennen muss? Arbeitest wohl in der Verpackungsindustrie....
      21 36 Melden
    • Nibu 12.04.2018 12:02
      Highlight Früher wurde ja krass weniger verpackt.
      Gab es da mehr foodwaste, schlechte Ware wegen schlechten Transportes?
      Warum muss alles verpackt werden? Auch non food wie Scheeren, Handyhüllen undsoweierundsofort?
      Ich verstehesnicht.
      Ist denn Plastik herstellen, verbrennen oder recyclen ungiftig im Sinnvon ungiftig??
      Cheers

      P.S. Gar nicht doof : Sofort auspacken und Abfall direkt dalassen. Spart auch Platz beim Transport nach Hause
      23 11 Melden
    • Nibu 12.04.2018 12:06
      Highlight Wahrscheinlich hätte es kein Artikel und keine Nachahmer gegeben, wenn der Protest: "Nicht kaufen" gewesen wäre.

      XY hat heute keine Hartplastikverpackten Rüeblis gekauft???

      Ist wohl keine Headline wert....
      Oder Clicks oder wie das auch so heisst.

      9 3 Melden
    • henry_Boniface 12.04.2018 12:07
      Highlight Nelson, die Energie aus der KVA wird ebenfalls verstromt. Der aufgewendete Franken für die Kunststoffsammlumg und Recycling ist an einem anderen Ort eingesetzt viel effektiver. Stichwort „SEBI“ (specific eco benefit indicator). Genauere Details kannst du der aktuellen Forschung (z.B. UMTEC, Umweltinstitut der Hochschule Rapperswil) entnehmen.
      5 2 Melden
    • word up 12.04.2018 12:09
      Highlight geteilte meinung. der ansatz ist nicht jener der abwendung von abfallentsorgung und erhaltung von frischequalität, sondern der sensibilisierung und anstiftung zu neuen ansätzen. heute ist es kaum mehr möglich, produkte ohne plastikverpackung zu kaufen. plastik ist das allgemeine superprodukt - vielseitig und günstig. doch zu welchem preis? plastik ist in seiner verwendung zum grossteil überhaupt nicht sinnvoll genutzt -> bsp. raschelsäckli. es ist demnach wichti, den prozess als ganzes zu betrachten und nicht nur eine bewegung auf ein ansicht zu minimieren.
      1 2 Melden
    • Sheldon 12.04.2018 12:09
      Highlight @nibu: doch ist oberbehämmert. Kannst dir ja einen Schrebergarten zulegen. Gesund und hält dich fit. @Nelsi: nein arbeite nicht in der Verpackungsindustrie und doch, in der Schweiz wird aller Kehricht verbrannt und nicht mehr deponiert wie noch bis vor 25 Jahren.
      10 4 Melden
    • Nibu 12.04.2018 12:55
      Highlight Früher wurde ja krass weniger verpackt.
      Frage:
      Gab es da mehr foodwaste, schlechte Ware wegen schlechten Transportes?
      Warum muss alles verpackt werden? Auch non food wie Scheeren, Handyhüllen undsoweierundsofort?
      Ich verstehesnicht.
      Ist denn Plastik herstellen, verbrennen oder recyclen ungiftig im Sinnvon ungiftig??
      Cheers

      P.S. Gar nicht doof : Sofort auspacken und Abfall direkt dalassen. Spart auch Platz beim Transport nach Hause
      3 4 Melden
    • elias776 12.04.2018 13:26
      Highlight Es gibt auch Ökonomisch abbaubare Verpackungen, sind leider ein bisschen teurer als Plastik ;)
      3 4 Melden
    • Nibu 12.04.2018 14:27
      Highlight Sheldon, bist du in der Plastiklobby?
      Schonmal Müll rausgetragen?

      Schrebergarten hab ich schon, gut geraten.Nur leider ist es zuwenig, wenn nur eine Person(ich) so perfekt lebt. Viele wären besser.
      3 2 Melden
    • Sheldon 12.04.2018 15:35
      Highlight @nibu: du hast keinen Schrebergarten, du Perfektionist. Schrebergarten sagt man nicht mehr. Es heisst Familiengarten. Dort wird kunstgedüngt und unkrautvertilgt wie Sau. Aber trotzdem eine gute Sache eigentlich. Trotzdem: Verpackung kaufen und dann zurückbringen ist eine birnenweiche Idee. Aergert höchstens das Personal.
      6 9 Melden
    • Bennno 12.04.2018 15:48
      Highlight Plasticwaste statt Foodwaste? Pfff... Tonnenweise Erdöl um die halbe Welt verschiffen, mit viel Energieaufwand raffinieren um Plastik herzustellen, statt Foodwaste mit massvollem Einkauf vermeiden... Sorry, dann doch lieber Foodwaste. Lebensmittel sind unschädlich vernichtbar und wachsen wieder nach, Plastik/Erdöl nicht und landet im besten Fall früher oder später als CO2 in der Atmosphäre... Aber ja, Schweizer Landeier können das Problem vom Plastik in den Meeren halt nicht verstehen, da braucht es wohl ein bisschen Inselsicht...
      7 3 Melden
    • henry_Boniface 12.04.2018 16:11
      Highlight @Bennno, sehr unqualifizierte Aussage. Die jeweiligen Impacts können mittels UBP (Unweltbelastungspunkte) quantifiziert werden. Verpackungen sind im Vergleich zum Foodwaste bzw. zum Fleischkonsum im tiefen einstelligen Prozentbereich anzusiedeln (Referenzszenario KVA, wie oben erwähnt). Jedoch ist sich über Verpackung afregen (aktiv) viel leichter als weniger Fleisch / Milchprodukte/ Tropenfrüchte zu konsumieren (Verzicht).
      8 2 Melden
    • Sheldon 12.04.2018 17:26
      Highlight @Benno: Vielleicht sollte man dem Grosstadtgrossmogul mitteilen, dass das Plastik im Meer nicht aus der Schweiz stammt, sondern zu 99% von Küstenbewohnern, Schiffen etc. Da kannst du noch solange dem Personal im Laden deine Verpackungen nachwerfen.
      4 6 Melden
    • Bennno 12.04.2018 19:17
      Highlight @Sheldon: Plastik stammt ja grundsätzlich nicht aus der Schweiz, zumindest dessen Rohstoffe nicht... Und ja, die Schweizer deponieren ihre Plastikabfälle nicht im Meer, sondern in der Atmosphäre. Da sieht man den Abfall zwar nicht mehr so gut, aber tonnenweise Plastik in die Atmosphäre verfeuern und dort deponieren ist weder für das Klima noch für die Lufthygiene wirklich eine tolle Lösung... Ob im Meer oder in der Luft: aus den Augen, aus dem Sinn. Da sind wir kein Deut besser als die Küstenbewohner... Ich bleibe dabei, man kann auch ohne Plastik Foodwaste vermeiden.
      6 2 Melden
    • Bennno 12.04.2018 19:32
      Highlight @henry_Boniface: Warum führt das Nichtverwenden von Plastikverpackungen denn automatisch zu Foodwaste? Der Zusammenhang ist schon falsch. Vielmehr führt das Einkaufs- und Konsumverhalten zu Foodwaste. Deine Aussage ist sehr undifferenziert. Ich habe bei einem Fruchtimporteur auch schon drei Tonnen Kirschen aus den USA (im Plastik verpackt und mit dem Flugzeug importiert) entsorgt. Aber eine Handvoll verfaulter Kirschen vom Bauernhof nebenan dürfte deutlich weniger UBP verursachen als nur schon der Plastikbeutel der importierten Kirschen aus den USA...
      2 1 Melden
    • Nibu 12.04.2018 21:21
      Highlight Hey Sheldi,
      deine Logik möchte ich mal haben...es heisst ja scheinbar auch Superleague aber gehe GC gegen Ambri Piotta in der Nati A schauen... .

      Schau mal genau in deinem Supetmarkt des Vertrauens, die haben da Abfalleimer rumstehen. KaufenDIREKT im Laden auspacken und Plastik dortlassen.

      So jetzt gehe ich in meinen Schrebi Mondgurken pflanzen.
      0 1 Melden
  • N. Y. P. 12.04.2018 10:04
    Highlight Wir erkunden das Universum bis in den letzten Winkel, fliegen bald zum Mars und die Autos fahren bereits selber herum.

    Aber es ist noch immer nicht gelungen, einen Ersatz für Plastik zu finden, der die Umwelt nicht belastet.

    Es wäre ein Multimilliardengeschäft wenn ein Unternehmen hier den Durchbruch erzielen könnte.
    197 17 Melden
    • Matrixx 12.04.2018 10:39
      Highlight Plastik ist nicht schlecht, nur unser Umgang damit ist schlecht.
      Ohne Plastik gäbe es viele Dinge nicht, auf die wir angewiesen sind.
      37 2 Melden
  • Stinkender Wookie 12.04.2018 09:45
    Highlight Find ich eine gute Sache. Schaut mal was ich letztens im Coop beim Stadelhofen entdeckte:
    26 11 Melden
    • zeromg 12.04.2018 11:22
      Highlight Migros ist nicht besser. Avocado gefroren. mmmh fein...
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    • who cares? 12.04.2018 11:30
      Highlight Ach wenn diese glibrigen Kerne nicht einfach von Natur aus eine Art Hülle besässen...
      22 4 Melden
  • naaah 12.04.2018 09:19
    Highlight Hoffentlich zahlen sie eine Litteringbusse (falls es nichtangemeldte Aktionen gibt) :)

    In meinen Augen eine sinnlose Aktion, ausser dem Verkaufspersonal mehr Arbeit zu beschaffen. Es geht ja offenbar auch anders (siehe Apfelschnitze).
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  • ...nachgedacht... 12.04.2018 09:15
    Highlight ...ES GEHT DOCH VIEL EINFACHER...trotz der schon länger dauernden Plastikdebatte bieten die Grossverteiler immer mehr Artikel in solchen Verpackungen an...Gründe gibt es wohl viele...z.B. wird der Kaufanreiz durch die oft rundum transparente Sicht auf die Ware erhöht...wenn ich den Artikel kaufen will...dann kaufe ich ihn...ABER...ich bringe alle Verpackungen beim nächsten Einkauf ins Geschäft zurück und werfe sie dort in den Sammelbehälter...der bei jeder grösseren Migros/Coop vorhanden ist...würde das jeder machen...wären die Grossverteiler mit dem Problem sehr direkt konfrontiert...
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  • Loeffel 12.04.2018 09:11
    Highlight Wäre es nicht der effizientere und auch ehrlichere Protest, wenn überplastifizierte Produkte einfach NICHT mehr gekauft werden? Produkthersteller sind allergisch auf Ignoranz der Kunden ;)
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    • Posersalami 12.04.2018 12:33
      Highlight Das klingt ganz nett, aber es hat nicht jeder ein Reformhaus in der Nähe zum einkaufen.
      3 3 Melden
  • Matrixx 12.04.2018 09:09
    Highlight Plastik ist per se nicht schlecht.
    Nur unser Umgang damit. Man wirft es achtsam weg, statt es wieder zu verwenden. Würde man sich um die wirkliche Entsorgung oder Recycling kümmern, hätten wird kein Plastikproblem.
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    • Nibu 12.04.2018 11:50
      Highlight Ist quasi per se schlecht.
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  • Toerpe Zwerg 12.04.2018 09:08
    Highlight Und wie viel des Plasikabfalls von Migros oder Coop landet in den Weltmeeren?
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  • Die verwirrte Dame 12.04.2018 09:07
    Highlight Ich finde die Plastikverpackungen auch unnötig. Jedoch werden Aktionen wie "Plastic attack" lediglich den Mitarbeitern der Läden schaden, da die schlussendlich alles aufräumen dürfen. Den Entscheidungsträgern von Coop oder Migros wird dies schlussendlich ziemlich egal sein, denn es wird schliesslich gekauft.
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    • Nelson Muntz 12.04.2018 11:44
      Highlight vor allem landet das ganze Zeugs im herkömmlichen Müll und nicht in einer Recyclingstelle.

      @Migros, Coop und Co. Statt nur PET und Plastikflaschen könntet ihr den ganzen Plastikmüll zurücknehmen und neu aufbereiten lassen. Ebenso Dosen aus Alu und Stahl. Recycling 2.0 richtig und nicht halbherzig!

      #GE
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  • Nelson Muntz 12.04.2018 09:03
    Highlight Ist es nicht der Konsument, der nach der Verpackung schreit? Oder weshalb gibt es so viel?

    UND: Wieso werden die Hersteller, resp. ihre Vertriebspartner in der Schweiz nie angeprangert? Die Anzahl ist überschaubar. Statt Symptome bekämpfen sollte das Problem an der Wurzel gepackt werden (Verkpackungshersteller...)
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    • w'ever 12.04.2018 11:17
      Highlight crazy was da auf dem bild so abgepackt ist
      12 3 Melden
  • salamandre 12.04.2018 09:00
    Highlight Den Supermarkt möglichst ignorieren, spart auch enorm Müll!
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    • Nelson Muntz 12.04.2018 12:10
      Highlight Bingo, Wochenmärkte und Hofläden. Sind meist sogar billiger und die Qualität ist, meinstens zumindest, besser!
      2 4 Melden
  • Karoon 12.04.2018 08:57
    Highlight Das gut geschrieben und gut recherchiert.
    7 8 Melden
  • DerSimu 12.04.2018 08:47
    Highlight Kein Littering wollen und gleichzeitig alles in Plastik eingepackt verkaufen.
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