Schweiz
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Vespa velutina Asiatische Hornisse (Bild: wikimedia)

Vespa velutina. Bild: wikimedia/Danel Solabarrieta

Diese Hornisse bedroht Bienen und andere nützliche Insekten in der Schweiz



Eine neue invasive Art droht sich in der Schweiz breitzumachen: Im Kanton Jura wurde Ende April eine fortpflanzungsfähige Königin der Asiatischen Hornisse gefangen. Die eingeschleppte Art frisst viele nützliche Insekten wie Honigbienen und andere Bestäuber.

Seit sie 2004 zum ersten Mal in Europa im Südwesten Frankreichs auftauchte, breitet sich die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) immer weiter aus. Im vergangenen Herbst wurden Exemplare nur 20 Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt entdeckt. Dieses Jahr ist sie nun auch in der Schweiz angekommen: In der Gemeinde Fregiécourt im Kanton Jura wurde eine fortpflanzungsfähige Königin gefangen, wie der Verband der Schweizerischen Bienenzüchtervereine Apisuisse am Mittwoch mitteilte.

Für Bevölkerung nicht gefährlicher

Solche «Gründungsköniginnen» bauen zunächst ein Primärnest an einem geschützten, luftigen Ort in geringer Höhe, beispielsweise an Schuppen, Scheunen oder in hohlen Bäumen. Ist die Kolonie gewachsen, zieht das Hornissenvolk in grössere Höhe, meist in Baumwipfel.

Für die Bevölkerung sei die Asiatische Hornisse nicht gefährlicher als ihre europäische Verwandte, schrieb Apisuisse. Gefahr bestehe nur für Allergiker.

Gefahr für Honigbienen

Das Problem mit der gebietsfremden Art sei aber, dass sie andere Insekten wie Honigbienen und sonstige Bestäuber jagt und frisst. Siedeln sich die Hornissen in der Nähe von Imkereien an, können sie entsprechend grosse Schäden anrichten. So war es denn auch ein Imker, der dank einer Informationskampagne des Bienengesundheitsdiensts auf die Hornissenkönigin aufmerksam wurde und sie einfing.

Zudem hat eine Arbeitsgruppe für die Asiatische Hornisse aus Vertretern der Kantone, des Bundesamts für Umwelt, des Bienengesundheitsdienstes und Spezialisten für invasive Arten Handlungsempfehlungen erarbeitet: Die Zerstörung der Nester sei die beste Gegenmassnahme, dürfe aber ausschliesslich von Fachleuten durchgeführt werden, hiess es in der Mitteilung von Apisuisse. Die Verantwortung für die Bekämpfung liege bei den kantonalen Umweltämtern. (whr/sda)

Invasive Tierarten

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