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Silver and Bronze medals, Beat Feuz of Switzerland, left, Gold medal, Dario Cologna of Switzerland, center, and Silver medal, Wendy Holdener of Switzerland, right, celebrate at the House of Switzerland during the XXIII Winter Olympics 2018 in Pyeongchang, South Korea, on Friday, February 16, 2018. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Aushängeschilder: Beat Feuz, Dario Cologna und Wendy Holdener (von links) gewannen insgesamt sechs Medaillen. Bild: KEYSTONE

Darum ist die Schweiz eine der erfolgreichsten Sportnationen der Welt

Pyeongchang 2018 zeigt einmal mehr: Die Schweiz ist eine der grössten Sportnationen der Welt. Was ist das Erfolgsgeheimnis?



Mögen die olympischen Gralshüter hin und wieder mahnen, das Medaillenzählen sei unwichtig, wichtiger als zu siegen sei, dabei zu sein – die olympische Währung ist mehr denn je Gold und ein bisschen Kleingeld in Silber und Bronze.

Alles, was zählt, ist der Medaillenspiegel. Eine populäre Weltrangliste der Länder und nie versiegende Quelle des Patriotismus. Einmal mehr können wir an diesem Medaillenspiegel ablesen, dass die Schweiz eine der aussergewöhnlichsten Sportnationen der Welt ist. Kaum ein anderes Land ist, gemessen an Grösse und Bevölkerungszahl, seit so langer Zeit – seit gut 100 Jahren – in so vielen Sportarten so erfolgreich wie die Schweiz.

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Die Wahrheit, wie sie sich am Samstagmittag präsentiert. rangliste: pyeongchang2018

Spiele ohne Medaille als Wendepunkt

In der Vergangenheit hat es verschiedenste Erklärungen gegeben. Unter anderem den geografischen Vorteil für Triumphe im Wintersport und vorübergehend die Unversehrtheit der Schweiz im Zweiten Weltkrieg mit dem ungestörten Sportbetrieb. Das ist richtig. Erklärt aber nicht, warum wir uns erst recht heute, in einer globalisierten Welt, durchsetzen. In einer Welt, in der so viele Länder so viel Geld in den Sport investieren wie nie.

Nach den medaillenlosen Winterspielen von 1964 in Innsbruck ist unser Sport in einer tiefgreifenden Reorganisation für den modernen Sport fit gemacht worden. Entscheidend war dabei die Stärkung eines zentralen Landesverbandes für Sport (heute Swiss Olympic), einer zentralen, vom Staat aber unabhängigen Behörde, die alle Interessen des Sportes bündelt, die Wirtschaft, Staat und Sport zusammenzuführen versteht.

Silver medal winner Mathilde Gremaud of Switzerland, left, and Gold medal winner Sarah Hoefflin of Switzerland, right, celebrate at the House of Switzerland after the women Freestyle Skiing Slopestyle final during the XXIII Winter Olympics 2018 in Pyeongchang, South Korea, on Saturday, February 17, 2018. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Doppelsieg im Ski-Slopestyle: Olympiasiegerin Sarah Höfflin (rechts) feiert mit Mathilde Gremaud. Bild: KEYSTONE

Reiche Eltern sind bei uns keine Voraussetzung

Viele Faktoren sind seither für den erstaunlichen Erfolg unseres Sportes verantwortlich: unser Bildungssystem, unsere Mentalität, die Sportmedizin, die technischen Wissenschaften, die Politik und die Vorteile, ein kleines Land zu sein.

Das Bildungssystem spielt dabei eine nicht zu unterschätzende, oft vergessene Rolle. Unter den Schweizer Olympia-Helden sind die «Büezer» prominent vertreten. Will heissen: Sportlerinnen und Sportler aus sogenannt einfachen Verhältnissen, die nicht mit goldenen Löffeln im Mund auf die Welt gekommen sind. Reiche Eltern, also die Herkunft aus der Elite, sind in der Schweiz im Gegensatz zu sehr vielen anderen Ländern keine Voraussetzung für eine Sportlerkarriere.

epa06559766 Nevin Galmarini of Switzerland in action during the Men's Snowboard Parallel Giant Slalom (PGS) Big Final at the Bokwang Phoenix Park during the PyeongChang 2018 Olympic Games, South Korea, 24 February 2018. Galmarini won the gold medal.  EPA/SERGEI ILNITSKY

Snowboard-Olympiasieger Nevin Galmarini besuchte in Ftan die gleiche Schule wie Dario Cologna. Bild: EPA

Wir haben ein Schulsystem, das auf der ersten Stufe – in der Primarschule – für alle gleich ist. Millionärssohn und Büezerkind sitzen gemeinsam auf der Schulbank, und beide haben die gleichen Karrierechancen. Wer bei uns talentiert ist, dem steht der Weg nach oben offen. Im Sport und im Beruf.

Schweizer Talente erhalten falls nötig mehr als eine Chance

Diese Durchlässigkeit der Gesellschaft, die in vielen Ländern aufgrund der sozialen Gegensätze immer mehr verloren geht, ist ein wichtiges Erfolgsgeheimnis. Talentierte Kinder haben bei uns jederzeit die Möglichkeit, einem Sportverein beizutreten und eine sportliche Karriere zu machen. Unter diesen Voraussetzungen gehen in der Schweiz verhältnismässig wenige Sporttalente verloren.

Grosse Nationen – typisch dafür sind etwa die Amerikaner – werden aufgrund ihres riesigen Potenzials dazu verführt, auf das darwinistische Prinzip zu setzen: Der Stärkste überlebt. Dabei gehen Hunderte von Talenten verloren. Wir aber tragen Sorgen zu den Sporttalenten. Bei uns gibt es im Sport eine zweite, dritte und auch vierte Chance.

Gold medal winner Michelle Gisin of Switzerland poses at the House of Switzerland at the XXIII Winter Olympics 2018 in Pyeongchang, South Korea, on Thursday, February 22, 2018. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Vier Jahre nach Schwester Dominique wird in Südkorea auch Michelle Gisin Olympiasiegerin. Bild: KEYSTONE

Das sportliche Potenzial eines Landes hängt also nicht von der Zahl seiner Einwohner ab. Wenn das so wäre, dann hätten wir gar keine Chance in der globalen Welt des Sportes. Viel wichtiger ist, was wir aus unserem Potenzial machen. Ob es gelingt, die Talente zu erkennen und wie mit diesen Talenten umgegangen wird.

Kleines Land = kurze Wege

Dass wir ein kleines Land sind, muss kein Nachteil sein. Schweizer Sportlerinnen und Sportler haben Zugang zur weltweit besten Sportmedizin und müssen dafür nicht hunderte von Kilometern reisen wie in anderen Ländern. Und sie müssen nicht ihr vertrautes soziales Umfeld um der Karriere willen zu früh verlassen.

Diese Sportmedizin spielt eine sehr wichtige Rolle und wird durch einen ganz besonderen Umstand erst recht dynamisiert: In keinem anderen Land der Welt sind die Sportlerinnen und Sportler so intensiven Dopingkontrollen ausgesetzt. Oft wird vergessen und zu wenig gewürdigt, dass unser Sport bis heute weitgehend von grossen Dopingskandalen verschont geblieben ist.

Der Schweizer Sport arbeitet seit jeher erfolgreich mit Spezialisten aus allen Bereichen zusammen. Bereits 1972 in Sapporo liess der damalige Skiverbands-Direktor und spätere Bundesrat Adolf Ogi ein Jahr vor den Spielen Schneetemperaturen und Schneezusammensetzung wissenschaftlich analysieren. Der damals verfasste, 60 Seiten umfassende wissenschaftliche Bericht ist als «Geheimdossier» legendär geworden. Seither profitiert unser Sport immer und immer wieder von der Zusammenarbeit mit der eidgenössischen Wissenschaft.

Jenny Perret, left, and Martin Rios, right, of Switzerland pose with their silver medals at the House of Switzerland after the victory ceremony of the curling mixed doubles at the XXIII Winter Olympics 2018 in Pyeongchang, South Korea, on Wednesday, February 14, 2018. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Nicht immer einer Meinung, aber erfolgreich: Jenny Perret und Martin Rios holen Silber im Mixed-Curling. Bild: KEYSTONE

Unser Sport hat längst einen goldenen Mittelweg zwischen einheimischem Schaffen und ausländischen Fachkräften gefunden: Unser Sport lernte und lernt heute noch viel von ausländischen Spezialisten. Aber wir haben nie fremde Lehren blind übernommen.

Auch wir haben ein Winner-Gen

Der Schweizer Sport ist berühmt dafür, die Erkenntnisse von internationalen Spezialisten auf unsere Verhältnisse zu übertragen und eine eigene, starke Kultur aufzubauen. Heute wirken so viele Schweizer Trainer im Ausland wie ausländische Trainer im Schweizer Sport tätig sind.

Da und dort wird gelegentlich mit dem Hinweis auf Nordamerikaner oder Deutschland das Fehlen einer «Gewinner-Mentalität» moniert. Dabei haben wir eine gesunde, weit unterschätzte «Gewinner-Mentalität». In unserer Gesellschaft entwickelt sich auch eine gesunde Form des Patriotismus und des Selbstvertrauens. Unsere Sportstars haben durchwegs eine im Vergleich zu ihren ausländischen Konkurrenten sehr gute Schulbildung. Sie haben ein starkes Selbstbewusstsein. Nicht ein so lärmiges wie die Amerikaner oder die Deutschen, die ihren Patriotismus gelegentlich wie ein Plakat vor sich hertragen. Sondern ein leises, in sich selbst ruhendes: Der Stolz, Schweizer zu sein, das Bewusstsein, dass wir gegen jeden in der Welt eine Chance haben.

epaselect Players of Germany celebrate after winning the Men's Ice Hockey semi final match between Germany and Canada at the Gangneung Hockey Centre during the PyeongChang 2018 Winter Olympic Games, in Gangneung, South Korea, 23 February 2018.  EPA/LARRY W. SMITH

«Schland» feiert: Die deutsche Hockey-Nati steht sensationell im Final. Bild: EPA

Ein gesundes Mass an Schlauheit, Unnachgiebigkeit und Beharrlichkeit, wenn es darum geht, eigene Interessen zu wahren und beharrlich in Wettkampf und Sportpolitik draussen in der Welt durchzusetzen, gehören zu den wichtigen Qualitäten unserer Athleten und Sportfunktionäre.

Viele Wege führen zum Gold

Die Schweiz ist auch sportpolitisch eine Weltmacht. Sie hat mit René Fasel, Denis Oswald, Gian-Franco Kasper und Patrick Baumann nach wie vor mehr Vertreter im IOC als beispielsweise China und die USA. Und Lausanne ist mit dem IOC-Sitz so etwas wie eine Welthauptstadt des Sportes. Was dazu führt, dass in keinem anderen Land der Welt so viele Sportverbände ihr Hauptbüro haben.

Unsere olympischen Helden benötigen Swiss Olympic als Dienstleister. Dieses Politbüro unseres Sports vertritt alle Sportverbände und koordiniert ein weit verzweigtes, vorbildliches Fördersystem, zu dem auch die Armee ihren Beitrag leistet.

Der Schweizer Nachwuchs Skirennfahrer Marc Berthod bei seinen ersten militaerischen Gruss, nachdem er zusammen mit rund 10 anderen jungen Sportlern am Montag, 21. Maerz 2005 in Andermatt zur Fruehlings RS antreten musste. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Schon eine Weile her: Der heutige TV-Experte Marc Berthod übt in der Sportler-RS das korrekte Grüssen. Bild: KEYSTONE

Die Sportlerinnen und Sportler sind aber wirtschaftlich nicht mehr oder nur teilweise von unserer obersten Sportbehörde abhängig. Sie profitieren neben privatwirtschaftlicher Förderung (Sponsoring, Sporthilfe) von einer guten, auch durch staatliche und halbstaatliche Mittel (wie Sport Toto) finanzierten Infrastruktur und haben die Freiräume für die individuelle Entwicklung. Zudem hat der Betriebsökonom und ehemalige Spitzensportler Mike Kurt (Kanu) mit «I believe in you» die weltweit erfolgreichste Plattform für Crowdfunding im Sport aufgebaut.

Die Verbände (die im Sport eine ähnliche Rolle haben wie der Staat im richtigen Leben) unterstützen die Athleten. Aber sie bevormunden und gängeln sie nicht, und wenn es hin und wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Verbandsfunktionären und Sportlern kommt, so zeigt dies nur die Dynamik unseres Sportes.

Eine besondere Schlaumeierei

Was bedeutet 2018 Pyeongchang für unseren Sport? Einen enormen Prestigegewinn. Jetzt, in diesen «goldenen Tagen von Südkorea», werden die Qualitäten unseres Sportes wieder einmal erkannt und gepriesen, und die Politikerinnen und Politiker eilen herbei. Die grosse Frage ist, ob es gelingt, etwas für den Sport herauszuholen, wenn die TV-Kameras wieder abgeschaltet sind. Es geht um Sions Bewerbung für die Spiele von 2026.

Pirmin Zurbriggen, former alpine ski racing champion from Switzerland, lights a symbolic torch in support of the

Ski-Gott Pirmin Zurbriggen entzündet auf dem Matterhorn symbolisch das olympische Feuer. Bild: KEYSTONE

Es ist nicht möglich, hier in Pyeongchang einem ausländischen Chronisten oder Funktionär plausibel zu erklären, warum bei uns die Politikerinnen und Politiker aller Parteien und Regionen in unserer grandiosen Sportnation nicht alles daran setzen, die Spiele für 2026 in die Schweiz zu holen. Diese Spiele würden uns weniger kosten als das Jahresbudget unserer Armee. Aber in dieser Frage scheint eine besondere Schlaumeierei das Denken und Handeln zu bestimmen: Lassen wir doch die anderen alle zwei Jahre die Kosten für die Errichtung der olympischen Bühne aufbringen, auf der wir immer und immer wieder unsere Glanztaten aufführen können.

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    Alle Leser-Kommentare
  • satyros 25.02.2018 13:46
    Highlight Highlight Hört doch mit dieser Medaillenzählerei auf. Die Sportarten sind zu verschieden, als das man am Schluss einfach auf den Medaillenspiegel schauen kann, um festzustellen, wer jetzt erfolgreich war und wer nicht. Die deutsche Silbermedaille im Eishockey hat von mir aus gesehen einen ganz anderen Wert als deren Goldmedaille im Team-Schlitteln. Nichts gegen die Schlittler, das ist sicher ein ganz heftiger Sport, aber professionell betrieben wird er in Thüringen, Bayern und Tirol (Nord und Süd), da ist's ein bisschen einfacher eine Medaille zu holen.
    • sslider 25.02.2018 14:07
      Highlight Highlight Wie recht du hast!
  • Gubbe 25.02.2018 13:15
    Highlight Highlight Die Schweiz hat in meinen Augen keine Medaille gewonnen. Es waren die Sportler die hier ansässig sind. Jeder einzelne trainiert für sich selbst, nicht für die Nation CH. Lustigerweise stellen sich immer Politiker neben erfolgreiche Sportler, warum nur? Natürlich gibt es Leistungszentren wie Magglingen. Aber was kostet eine Halle im Vergleich zu einem Jet? Die ganze CH profitiert von einer Olypiamedaille, vor allem der Tourismus, aber der merkt das scheinbar nicht. Man sonnt sich einfach darin, das Schweizer/innen gewonnen haben und probiert das zu Geld zu machen.
  • Jol Bear 25.02.2018 11:21
    Highlight Highlight Die Sieger und Medaillengewinner sind nur die Spitze des Eisberges. Erfassung und Förderung der Talente beginnt dort, wo unzählige Vereine und Clubs mit zahllosen Freiwilligen die Möglichkeiten anbieten, überhaupt Sport zu betreiben. Diese durch Freiwilligenarbeit getragene landesweite Infrastruktur ermöglicht allen, aus unzähligen Angeboten ihren Sport zu wählen. Der Zweck von all dem ist es nicht, Olympiasieger hevorzubringen, aber jeder Olympiasieger hat irgendwann mal dort begonnen.
  • laska 25.02.2018 10:17
    Highlight Highlight Es relativiert sich natürlich vieles, wenn man sich vergegenwärtigt, dass viele Disziplinen zur Austragung kommen, in welchen es nur ein halbes Dutzend Nationen gibt, welche kompentive Teilnehmer haben, und diese zudem immer die gleichen Länder sind. Im Teamevent z. B. ist ein halbes Dutzend noch zu hoch gegriffen. Daher müsste man schon eine Sommerolympiade heranziehen, wenn man auf die Welt schliessen möchte
    • Coffey 25.02.2018 11:24
      Highlight Highlight Genau, oder sogar die Olympischen Spiele im Sommer...
    • Fichtenknick 26.02.2018 06:39
      Highlight Highlight @Coffey: viele haben hier nicht bemerkt, was du gemacht hast. Von mir gibt’s jedenfalls ein Herzchen.
  • Coffey 25.02.2018 07:58
    Highlight Highlight Der Medaillenspiegel ist absoluter Quatsch und nur eine Erfindung der Medien. Man kann doch nicht Nationen miteinander vergleichen, welche mit völlig unterschiedlich grossen Delegationen an den Wettbewerben teilnehmen! „Hilfsch, wär meh Medaille het, het gwunne?“ ist überdies Kinderkram.
  • Max Pauer 25.02.2018 01:28
    Highlight Highlight Oh Klaus, bleib beim Hockey, da sind deine Analysen oft/meist zutreffend. Aber das Geschreibsel hier hättest du dir sparen können. Die Schweiz hinkt im Sportbereich um Lichtjahre hinter den Top-Nationen hinterher. Wer in der Schweiz auf Sport setzt wird nach wie vor schräg angeschaut. Zum Glück gibt’s die Sporthilfe und div. andere Stiftungen. Viele der jetzigen Erfolge sind v.a. auf viel Verzicht und Liebe zum Sport der Athleten entstanden. Und nicht durch unser Sportfördersystem.
  • Harry Schlender 25.02.2018 00:24
    Highlight Highlight erfolgreichste Spiele? 1988 in Calgary waren es 46 Wettkämpfe in 6 Disziplinen, diesmal brachten wir es bei 102 Wettkämpfen in 15 Disziplinen auf gleich viele Medaillen. Ist ein bisschen Äpfel und Birnen verglichen. Und deshalb jetzt daraus abzuleiten, dass die Spiele 2026 unbedingt in die Schweiz gehören ist hanebüchen. Diese Milliarde können wir in der heutigen Zeit definitiv sinnvoller einsetzen! Ubd das sage ich als sehr sportinteressierte Person
  • Caligula 25.02.2018 00:17
    Highlight Highlight Wer das Gefühl hat, in der Schweiz tragen wir Sorge zu unseren Sportalenten, muss sehr weit von der Materie entfernt sein. In vielen Sportarten wird im Kindesalter gnadenlos aussortiert. Wer nicht mit 12 schon in diesem oder jenem Kader ist, kann selber schauen wo er bleibt. Vom Geld müssen wir gar nicht erst reden. Wer nicht mindestens ein überdurchschnittliches Haushaltseinkommen hat, ist vorallem bei teueren Sportarten schnell weg vom Fenster.
  • murrayB 24.02.2018 23:33
    Highlight Highlight Wirklich? Sehe ich überhaupt nicht so berauschend:

    1.
    Norwegen mit nur 5.2 Mio Einwohner viel erfolgreicher...

    2.
    2. Grösste Teilnehmergruppe

    3.
    4 Medaillen alleine in einer sehr neuen olympischen Sportart, welche fast niemand ausübt...

    Ist das wirklich gut?
    • lilie 25.02.2018 08:21
      Highlight Highlight @murray: Ja, mMn ist das gut:

      1. Stimmt. Aber die Schweiz ist in mehr als nur einer Disziplin vorne mit dabei.

      2. Das ist das stärkste Zeichen für die Sportnation Schweiz: Es bedeutet, dass die Talentförderung funktioniert - sonst hätte sich kaum eine solch grosse Gruppe für Olympia qualifizieren können!

      3. Ebenfalls ein starkes Plus für die Schweiz: Obwohl wir ein kleines Land sind, investieren wir breit und auch in neue Sportarten. Andere Nationen wie Norwegen oder die Niederlande haben einfach ihre Paradedisziplin. Wir nicht!
    • satyros 25.02.2018 13:37
      Highlight Highlight Auch die Norweger sind in mehr als einer Disziplin dabei. Ohne nachzuschauen kann ich mich an norwegische Medaillen im Langlauf, Ski Alpin, Biathlon und Skispringen erinnern. Die Schweiz holt den Hauptteil ihrer Medaillen in Ski Alpin, das nur im Alpenbogen und den Rocky Mountains Tradition hat. Dazu kommt dann noch Snowboard, das ebenfalls vor allem an den genannten Orten betrieben wird. Auch Curling ist nicht ein weltweit betriebener Sport, der nach Kanada und Schottland wohl in der Schweiz die grösste Tradition aufweist.
  • Natürlich 24.02.2018 21:19
    Highlight Highlight Die Schweiz macht das wirklich sehr gut, keine Frage!
    Vor allem mischen sie bei fast allen Disziplinen mit.
    Wenn man aber bedenkt, dass sie mit über 150 Athleten hinter den Amis die 2. grösste Delegation an diesen Spielen stellte, relativiert sich das Ganze ein wenig.
    Angesichts dessen sind 15 Medaillen wieder eher wenig.
    Den olympischen Gedanken in Ehren, aber bei gewissen Sportlern darf man sich schon fragen warum die überhaupt an die Spiele reisen durften. (Zb Janka oder Flury bei den Alpinen)
    Mindestens ein Top 5 Ergebnis sollte es in der abgelaufenen Saison gegeben haben.
    • Daedalas 24.02.2018 23:03
      Highlight Highlight Grues an Ester Ledecka....
    • Adrian Buergler 25.02.2018 01:50
      Highlight Highlight @Natürlich: Flury hat den Super-G in St.Moritz gewonnen. Ist etwas mehr als ein Top-5-Ergebnis.
    • bam_bam 25.02.2018 01:56
      Highlight Highlight Flury hat ein Rennen gewonnen in diesem Jahr...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Xapillon 24.02.2018 20:47
    Highlight Highlight Wer behauptet es komme nicht auf die Einkommensverhältnisse an, hatte entweder nie damit zu tun oder eine seltsame Vorstellung von bescheidenen Verhältnissen..
  • dizzy 24.02.2018 19:16
    Highlight Highlight diese schönrederei unseres bildungssystems nervt..hast du kein geld=keine weiterbildungen
    • Gapunsa 24.02.2018 21:14
      Highlight Highlight man kann ja nicht während dem Studium arbeiten. Stipendien gibt es ja auch nicht. Und sparen ist gesetzlich verboten.
    • Röbi Roux 25.02.2018 00:12
      Highlight Highlight Da in der Erwachsenenbildung eine höhere Ausbildung kaum ohne Arbeitgeberunterstützung möglich ist, stimmt dies voll und ganz.
    • Gapunsa 25.02.2018 09:24
      Highlight Highlight Einen solchen Arbeitgeber zu finden ist nicht besonders schwer, denn diese sind auf gute Arbeitnehmer angewiesen.
  • Markus_Pfister 24.02.2018 19:12
    Highlight Highlight Auch wenn man es nicht mehr höhren kann. Ohne SRG Sportübertragungen fehlen wichtige Sponsoren. Das würde das Erfolgsmodel Schweiz weit zurückwerfen! Deshalb am nächsten Sonntag ein Nein in die Urne!!!
    • leu84 24.02.2018 19:37
      Highlight Highlight Eben. Bei der SRG ist auch nicht alles gut. Aber deshalb einen radikalen Schritt ist der falsche Weg. Es braucht Anpassungen bei der Finanzierung usw.
      Es braucht natürliche auch Private a la Teleclub, Sky oder UPC-TV die nicht dieselben Vorschriften unterliegen müssen, dafür keine Gebühren erhalten, aber freier bei der TV-Werbung-Vermarktung sind
    • redeye70 24.02.2018 23:02
      Highlight Highlight Schon gemacht 😉👍🏻
  • G. Schmidt 24.02.2018 19:09
    Highlight Highlight ... Kein Wort dazu, dass in der Schweiz die Alpen stehen und die im Winter mit Schnee bedeckt sind.

    Geografie hat wahrscheinlich doch den grösseren Einfluss...besonders bei einer Winter-Olympiade...

    Aber wir dürfen dennoch Stolz sein ;)
    • tonofbasel 24.02.2018 21:29
      Highlight Highlight Naja.. Slowenien hat auch tolle Bergen und ich sehe sie nicht auf der Medaillentabelle...

      Man kann sich ja auch einfach für die Schweiz freuen.. bin immer wieder beeindruckt was sie hinbekommen für so ein kleine Land
    • Mia_san_mia 24.02.2018 23:30
      Highlight Highlight Doch, das schreibt Zaugg auch.
    • rauchzeichen 25.02.2018 10:46
      Highlight Highlight wieso dürfen wir stolz sein? was haste denn gemacht?
  • Nisi 213 24.02.2018 19:07
    Highlight Highlight Im Vergleich mit unserer wirtschaftlichen Stärke sind wir im Sport Nieten.
  • Nelson Muntz 24.02.2018 19:00
    Highlight Highlight Und trotzdem fehlt das „Killergen“. Einige Silbermedaillen müssten Gold sein. Und über den Fischerverein redet man sm besten gar nicht...
  • whatthepuck 24.02.2018 18:57
    Highlight Highlight Also nur weil jetzt ein paar Medaillen mehr gekommen sind als erwartet, finde ich nicht, dass die Schweiz eine absolute Ausnahmenation punkto Erfolg im Sport ist.

    Fast in jeder Sportart läuft uns irgendeine (Nachbar-)Nation den Rang ab; im Ski die Österreicher, im Biathlon und Bob die Deutschen, im Langlauf und Skispringen die Norweger. Im Eishockey sind ähnlich grosse Länder deutlich erfolgreicher.

    Ein einzelnes Steckenpferd hat die Schweiz nicht, dafür holen wir an vielen Orten Medaillen, was ja auch schön ist, auch wenn sie nicht golden sind. Wir scheinen gute Allrounder zu sein.
    • Hallo1234 24.02.2018 19:13
      Highlight Highlight Es stimmt schon, die Schweiz dominiert keine Sportart so wie die Norweger Langlauf und Skispringen oder die Niederlande das Eisschnelllaufen. Aber ich finde genau das beeindruckend, wir können in so vielen verschiedenen Sportarten vorne mitmischen.
    • Dan Rifter 24.02.2018 22:04
      Highlight Highlight Das ist halt typisch Schweizerisch.


      Genauso sind/waren die besten Schweizer Fussballer 6er oder Goalies .. und im Eishockey Verteidiger, Goalies oder Defensivstürmer.

      Solides Handwerk, gründlich ausgebildet, überall gut - dann leidet halt die absolute Spezialisierung
  • Michael Walter 24.02.2018 18:48
    Highlight Highlight Naja, Norwegen ist auf dem 1. Platz mit nur 5.2mio Einwohner. Da sollte noch einiges mehr drinliegen.
    • lichtler 24.02.2018 18:57
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Völlig übertriebener Artikel. Stimmt so einfach nicht.
    • Nelson Muntz 24.02.2018 19:01
      Highlight Highlight Naja, die 6000 Asthmasprays müssen sich ja auch amortisieren....
    • dho 24.02.2018 19:06
      Highlight Highlight Mit norwegischem Doping-Knowhow auf alle Fälle...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dan Rifter 24.02.2018 18:38
    Highlight Highlight Grosse Nationen – typisch dafür sind etwa die Amerikaner – werden aufgrund ihres riesigen Potenzials dazu verführt, auf das darwinistische Prinzip zu setzen: Der Stärkste überlebt. Dabei gehen Hunderte von Talenten verloren. Wir aber tragen Sorgen zu den Sporttalenten.


    Das ist der springende Punkt und dieser menschliche Aspekt macht mich auch ein wenig stolz bzw. steht stellvertretend für den Ubterschied zwischen der Schweiz und anderen Ländern.
    • Irchelpark-Schreck 24.02.2018 20:34
      Highlight Highlight ". Wir aber tragen Sorgen zu den Sporttalenten" - das ist aber eher gemein :-) (da hats ein "n" zuviel...
    • Dan Rifter 24.02.2018 22:01
      Highlight Highlight Guten Morgen liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da..

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