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Das Kolosseum in Rom, Sinnbild einer Gesellschaft, in der die Menschen mit Brot und Spielen bei Laune gehalten wurden. bild: shutterstock

Die römischen Bürgerkriege sind die Blaupause für die kommenden Konflikte 

Wie im alten Rom wird die Politik zum Verteilungskampf einer superreichen Oligarchie.



«Unsere Zeit entspricht, überspitzt ausgedrückt, den 60er- und 50er-Jahren vor Christus der römischen Republik. Genau wie damals befindet sich der Westen in einer Krise ohne Alternative», erklärte der Historiker David Engels kürzlich in einem Interview mit der «SonntagsZeitung».  

Warum das alte Rom wieder aktuell wird

Engels befindet sich in guter Gesellschaft. Der dreiteilige Roman über Cicero von Richard Harris ist weltweit ein Bestseller geworden. Die renommierte Historikerin Mary Beard stellt in ihrem Buch über das alte Rom «SPQR» fest: «Der Kampf zwischen Cicero und Catilina wurde zu einer Vorlage für politische Konflikte schlechthin.»  

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Statue von Cicero. Der legendäre Redner wollte die Republik gegen die Allmacht der Imperatoren verteidigen. bild: shutterstock

Worum geht es? In der fraglichen Zeit wurde das römische Reich definitiv zur Supermacht. Das bedeutete auch, dass eine schmale und sehr reiche Elite entstand. «Es bestand ein enormer Wohlstandsunterschied zwischen reich und arm», schreibt Beard, «der grösste Teil der Bevölkerung lebte unter miserablen Bedingungen und litt unter permanentem Hunger.»  

Bürgerkriege und Aufstände

Innerhalb der Oligarchie kam es zu Verteilungs- und Machtkämpfen. Zuerst lag die Macht in den Händen eines Triumvirats. Es bestand aus den beiden erfolgreichen Kriegsherren Pompeius und Caesar sowie Crassus, dem reichsten Geschäftsmann Roms. Dann versuchte sich Crassus ebenfalls als Kriegsherr und wurde getötet.

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Caesar wird von den Senatoren erstochen. bild: shutterstock

Zwischen Pompeius und Caesar kam es danach zum Bürgerkrieg, den Caesar gewann. Caesar wurde von Senatoren ermordet, die seine Allmacht verhindern wollten. Darauf verbündeten sich Marcus Antonius und Octavian gegen die Senatoren, besiegten sie und brachten Cicero um.

Bald brach ein neuer Bürgerkrieg zwischen Marcus Antonius und Octavian aus. Octavian ging als Sieger hervor, nannte sich fortan Augustus und entmachtete den 600-köpfigen Senat.

Diese Entwicklung sieht David Engels auf uns zukommen. «Die fundamentalen politischen Freiheitsrechte werden, wie unter Augustus, zu Makulatur werden – aber keiner wird es wohl merken, denn schon jetzt wähnt der Bürger seine Stimme ja ohne jegliche Bedeutung», sagt er.  

Schon im alten Rom gab es Verschwörungstheorien

Das Duell Cicero gegen Catilina ist typisch für die Wirren dieser Zeit. Cicero war Konsul, Catilina wäre es gerne geworden, wurde aber von Cicero ausgetrickst. Aus Wut darüber wurde er zu einem populistischen Demagogen und plante einen Putsch. Catilinas Pläne wurden aufgedeckt, er musste fliehen und wurde später in einem Gefecht mit römischen Truppen getötet. Seine Mitverschwörer liess Cicero hinrichten.  

Damals gab es schon jede Menge Verschwörungstheorien: Wie weit hat Caesar Catilina heimlich unterstützt? Welche Rolle spielte der steinreiche Crassus? War Catilina ein machtgieriger Schurke oder ein Held des armen Volkes? All dies wurde intensiv diskutiert – und niemals geklärt.  

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Statue von Augustus. Er entmachtete den Senat endgültig. bild: shutterstock

Die Parallelen zur heutigen Zeit sind mit den Händen zu greifen, Harris meisterhafter Cicero-Roman kann locker mit «House of Cards» mithalten. Auch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind sehr ähnlich. Bald vier Jahrzehnte Neoliberalismus haben ebenfalls zu einer gewaltigen Kluft von arm und reich geführt.  

Wie im alten Rom ist in den beiden Grossmächten Russland und China bereits eine Oligarchie an der Macht. In der Supermacht USA zeichnet sich diese Entwicklung ab. Die Politik wird von Milliardären wie den Koch-Brüdern oder dem Trump-Sponsor Robert Mercer gekauft und als Intrige innerhalb einer schmalen Elite ausgetragen. Die Bürgerinnen und Bürger werden zu Zuschauern eines mit grossem finanziellen Aufwand betriebenen Politspektakels.  

Steuern wir auf einen Faschismus à la Mussolini zu?

Die Folgen sind Polarisierung der Gesellschaft und wachsende Unruhen. «Das wird zu einem Dauerzustand werden, mit ausgedehnten No-go-Zonen, Schattenwirtschaft, Parallelgesellschaften, einem währungstechnischen Crash, völliger politischer Paralyse und steigender Bedeutung von Milizen und Selbstjustiz», prophezeit Engels.  

In den USA hat der Präsident die Medien zum Feind des Volkes erklärt. Seine ihm ergebene Partei beherrscht beide Kammern des Kongresses und auch der oberste Gerichtshof wird bald von einer konservativen Mehrheit dominiert sein. Ist Donald Trump bald so mächtig wie einst Augustus? «Ich glaube nicht, dass Trump sich lange halten wird», sagt Engels. «Der US-Präsident erinnert mich eher an Catilina und Clodius, die Populisten der römischen Republik, welche mit ihrer Demagogie die Krise nur verschlimmern, ohne zu ihrer Lösung beizutragen.»  

Trotzdem sind die Aussichten insgesamt düster. Engels befürchtet eine neue Ordnung, die «durchaus Züge des italienischen Faschismus tragen (könnte), der sich ja dem augusteischen Regime sehr nahe fühlte.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gummibär 02.03.2017 19:47
    Highlight Highlight Die Geschichte lehrt die Menschen, daß die Geschichte die Menschen nichts lehrt. Mohandas Karamchand Gandhi.
  • a rabbit called beast 02.03.2017 19:40
    Highlight Highlight Hallo, da mag ein Körnchen Wahrheit drin stecken, aber letztendlich Schwarzmalerei
  • Nicolas Flammel 02.03.2017 15:42
    Highlight Highlight "Wie im alten Rom ist in den beiden Grossmächten Russland und China bereits eine Oligarchie an der Macht. In der Supermacht USA zeichnet sich diese Entwicklung ab."

    Herr Löpfe, die USA ist schon sehr lange eine versteckte Oligarchie.
    John D. Rockefeller war 1850 der erste Milliardär in der Geschichte. Dieses Vermögen haben er und seine Nachkommen fleissig eingesetzt um die USA (und die Welt) nach ihren Vorstellungen zu Formen.

    Ich kann ihnen dazu diese ausgezeichnete Dokumentation von James Corbett empfehlen:

    https://www.corbettreport.com/how-big-oil-conquered-the-world/
  • 3fuss 02.03.2017 12:18
    Highlight Highlight Im Grunde hat sich seither nichts geändert. Wir lebten schon immer in einer Oligarchie, bzw. einer Plutokratie.
    Demokratie ist bloss Opium für das Volk. Die entscheidenden Dinge werden mit und ohne Zustimmung der Stimmbürger vollzogen, s. MEI u.v.m.
    • Hand-Solo 02.03.2017 14:14
      Highlight Highlight Die MEI ist ein schlechtes Beispiel. Das Volk hätte die Möglichkeit, gegen die Umsetzung in der geplanten Form das Referendum zu ergreifen...
    • 3fuss 02.03.2017 14:33
      Highlight Highlight @Hand-Solo: Das Referendum steht noch an. Aber es wird nichts ändern, wie schon die Abstimmung üb. d. Abstimmung selbst. Wie damals bei der Sommerzeit. Das Volk sagte nein. Die Regierung führte sie ein paar wenige Jahre trotzdem ein.
      Dito bei der Ausschaffungsinitiative: Durch lauter Härte- und Ausnahmefälle wird der Volkswille komplett ignoriert. Gegewärtig wird das Zweitwohnungsverbot von vielen Kantonen und Gemeinden unterlaufen durch kreative Auslegung des durch die Initiative installierten Gesetzes (wobei Strohmänner als Hausbesitzer bemerkenswerterweise noch gar nicht erforderl. sind).
  • rodolofo 02.03.2017 08:40
    Highlight Highlight Massen von Touristen wälzen sich heute an den Monumenten der alten Römer vorbei und machen unzählige Fotos und Videos mit der immer gleichen Botschaft: Ich vor dem Hintergrund des Imperiums!
    So lange wir uns mit dem Imperium schmücken wollen, wird es dieses Imperium geben.
    Sobald wir aber mit der Natur zufrieden sind (die Monumente aus Stein sind beeindruckend und wunderschön, aber sie sind nichts gegen das Strahlen in den Augen eines kleinen Kindes!), die uns umgibt, beginnt das Imperium zu bröckeln.
    Wenn wir die Edelmarken nicht kaufen, werden Cucci und Co. verschwinden.
    So einfach wäre das.
  • rodolofo 02.03.2017 08:33
    Highlight Highlight Ich war gerade in Rom und habe Römische Ruinen besichtigt.
    Das Meiste ist zerfallen und wird von der Natur zurückerobert. Dennoch strahlen diese klotzigen Monumente aus Stein immer noch sehr viel Macht aus.
    Die Wucht des Kolosseums und von Triumphbögen raubt einem den Atem!
    Wie konnten sie es schaffen, solche gigantischen Steinbrocken aufeinander zu türmen, filigran zu behauen und fein zu schleifen?
    Mit Hilfe von Sklaven, von Unmengen an Sklaven!
    Es war eine einzige grausige Schinderei, und eine weitsichtige Investition in den Tourismus.
    ...
  • Galius Julius 02.03.2017 06:40
    Highlight Highlight Interessanter Artikel, auch wenn ich die Quintessenz nicht teile. Was einige zu vergessen scheinen ist, dass uns der böse Neoliberalismus zu einem enormen Wohlstand geführt hat. Eine florierende Wirtschaft ist noch immer der beste Weg gegen die Armut. Steuerliche Entlastungen beim Mittelstand könnte es aber schon mal wieder vertragen. Aber zu Lasten des Bundeshaushalts und nicht anderer Steuerzahler.
  • Herbert Anneler 02.03.2017 04:59
    Highlight Highlight Ich kann nur den Kopf über diesen Beitrag schütteln. Der Neoliberalismus steckt unser Denken in die Zwangsjacke quasi-naturwissenschaftlicher "Gesetze": "Der Markt verlangt...", "Die Gesetze des Marktes zwingen uns..." Nach P. Drucker ist dies Habakuk: "Märkte sind das Werk von Geschäftsleuten" - also auch durch Menschen aktiv gestaltbar. Es ist sinnfrei, aus einmaligen historischen Ereignissen der Antike herzuleiten, dass es wieder so abgehen muss wie im alten Rom - krude Denkmuster, die uns unsere Freiheit und Verantwortung nehmen und uns lähmen wie der Neoliberalismus: "Reclam-Histomat"...
    • Anam.Cara 02.03.2017 07:25
      Highlight Highlight Sollten wir nicht aus der Geschichte lernen? Sollten wir nicht versuchen, die begangenen Fehler der Menschheit zu vermeiden? Ich halte solche Vergleiche für sehr wichtig.
      Das mit der Zwangsjacke kann ich allerdings voll unterstützen...
    • Herbert Anneler 03.03.2017 17:31
      Highlight Highlight @Anam.Cara: Danke, absolut deiner Meinung - aus der Geschichts lernen, aber sich nicht von Blaupausen (vgl. Titel der Story) einnehmen lassen (was du ja auch so siehst). Letzlich aber entscheidend: Kraft nicht aus der Angst vor der Diktatur holen (Vermeidungsstreben), sondern aus dem Kampf FÜR Demokratie, Freiheit, Menschenwürde (positive Willensleistung). Sich für etwas Gutes einsetzen, gibt mehr Kraft, als sich gegen etwas Schlechtes wehren. Der Blaupausen-Begriff zwingt uns ins Vermeidungsstreben. Löpfes Blick zurück ist verdienstvoll, aber nur als Warnung, nicht als Prognose ("Blaupause").
  • Lowend 01.03.2017 21:51
    Highlight Highlight Man kann sagen, dass die heutige neoliberale, oder anders gesagt "bürgerliche" Politik im Grunde die Reichen und Superreichen derart hätschelt, dass diese Kaste den totalen Schutz von Besitz und Vermögen geniesst und so zu sagen in einem behüteten Wohlstandssozialismus lebt, während die unteren Schichten, oder sagen wir denen mal provokant Arbeitssklaven, dem knallharten Wettbewerb des Kapitalismus ausgesetzt sind.

    Die Unterschiede unseres neoliberalen Feudalstaats zum römischen Reich sind da wirklich nur sehr marginal!
    • rodolofo 02.03.2017 09:01
      Highlight Highlight Das ist teilweise richtig und teilweise falsch.
      Wir sollten nicht ausblenden, dass der gewaltige technologische Fortschritt, den die Römer brachten und auch in der Welt ausbreiteten (die Römer haben auch in die Schweiz nebst ihrer überlegenen Kriegstechnik ihre ganze Kultur mitgebracht, mit Töpferei, Kochkunst, Körperpflege und anderen modernen Annehmlichkeiten, wie beheizte Bäder, Strassen und Kutschen, Amphitheater, ausgeklügelte Architektur und Bewässerung, Kulturpflanzen, Haustiere, usw.
      Ohne eine Konzentration von Reichtum wären solche Entwicklungen nicht möglich gewesen
      (sagt auch Marx).
  • Der Zahnarzt 01.03.2017 20:34
    Highlight Highlight Karl Popper hat zu recht gesagt, dass der Vorzug der Demokratie der ist, dass man diejenigen, die an der Macht sind, unblutig beseitigen kann.

    Leider leben wir nicht mehr in einer wirklichen Demokratie. Unser Parlament ist in der Hand von Vertreten des Kapitals.

    Varoufakis und Zizek, um nur zwei zu nennen, weisen darauf hin, dass der Kapitalismus die Demokratie langsam aber sicher zerstören wird. Darum sind die beschriebenen Zukunftsaussichten realistisch. Kapitalismus / Neoliberalismus können nur blutig beseitig werden.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 02.03.2017 02:14
      Highlight Highlight Ich glaube, du irrst dich, Zahnarzt. Es ist widersprüchlich, als Vorteil die Unblutigkeit hervorzustreichen, um sogleich festzustellen, dass es ohne Blut nicht geht. Wo bleibt der Vorteil?

      Als Ursache benennst du, "leider leben wir nicht mehr in einer wirklichen Demokratie". Im Grunde ginge es also vielmehr darum, die Demokratie wieder herzustellen, damit die Machthaber unblutig beseitigt werden können.

      Ich glaube, die Demokratie lässt sich gewaltfrei, mit subversiven Mitteln wieder herstellen. Der Kapitalismus und Neoliberalismus verflüchtigen sich dann von selbst. Ohne Blutvergiessen.
    • Der Zahnarzt 02.03.2017 08:43
      Highlight Highlight @Lorent: Vollkommen einverstanden. Natürlich müssen wir alles tun, um die Demokratie zu stärken. Dafür aber braucht es Regeln, z. B. betreffend Transparenz der Parteienfinanzierung, unabhängige Medien, Offenlegung der Steuererklärungen von Grosskonzernen etc. etc.
  • Firefly 01.03.2017 20:06
    Highlight Highlight  «der grösste Teil der Bevölkerung lebte unter miserablen Bedingungen und litt unter permanentem Hunger.» ich denke nicht, dass die miserablen Bedingungen von damals mit denen von heute zu vergleichen sind. Die Bedingungen haben sich verbessert, auch die miserablen, das können wir uns heute wohl kaum mehr richtig vostellen, man denke nur mal an die medizinischen Bedingungen  
    • flausch 01.03.2017 20:57
      Highlight Highlight Zumindest in der Schweiz und den anderen Ländern am oberen Ende. Aber Global?
    • Firefly 01.03.2017 21:07
      Highlight Highlight Hier wurde aber die heutige westliche Welt mit damals verglichen, nicht global, soweit ich verstanden habe. Natürlich gibts auf der Welt immer noch Elend, keine Frage, aber viele klagen auch auf hohem Niveau und geben die Schuld an ihrer vermeindlichen Misere den noch ärmeren.
  • Spooky 01.03.2017 19:28
    Highlight Highlight "Bald vier Jahrzehnte Neoliberalismus haben ebenfalls zu einer gewaltigen Kluft von arm und reich geführt."

    Aber wenn ich auf Watson die über eine Million von verarmten Schweizern zum Thema mache, bekomme ich von den pseudolinken WatsonUsern nur Schelte.
    • flausch 01.03.2017 21:01
      Highlight Highlight @ Spooky
      Was heisst hier verarmte Schweizer?
      Ich könnte mit dem Soz mehr Geld verdienen als ich habe und ausgebe, bin ich jetzt einer deiner verarmten Schweizer (Statistisch gesehen ja) aber bin ich Arm?
      Gehe ich in den Balkan in die Ferien (zu Freunden nicht ins Hotel) so merke ich das ich mir nicht viele Sorgen machen muss. Geh ich erst nach Afrika oder Südasien dan sieht die Realität noch viel Brutaler aus.

      "Verarmte Schweizer" der Inbegriff eines Wohlstandsproblems!
    • Töfflifahrer 01.03.2017 21:05
      Highlight Highlight Nun die steigende Anzahl von Working Poor in der Schweiz sind Fakt. Dazu zähle ich auch die 1€ Jobber in Deutschland. Jeder der dies in Abrede stellt verschliesst die Augen vor der Realität.
    • DeineMudda 01.03.2017 21:10
      Highlight Highlight Ab wann gilt man als "verarmt" in der Schweiz? Nach deiner oder der allgemeinen Definition? Würde mich interessieren... und auch woher du die Zahl der Million hast.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sheez Gagoo 01.03.2017 19:25
    Highlight Highlight Vielen Dank für den Artikel. Ich glaube, es ist so wie beschrieben aber was können wir dagegen tun? Ich wünsche keine pol. Morde und einen Bürgerkrieg halte ich für vermeidenswert. Ideen? Ich gebe zu, ich habe keine.
    • Makatitom 01.03.2017 20:11
      Highlight Highlight Mist auf einem grossen Haufen stinkt fürchterlich und ist schädlich,beispielsweise für den Boden darunter. Aber Mist, fein verteilt, riecht nur noch ein bisschen und ist äusserst nützlich. genau so verhält es sich mit Geld und Wohlstand. Also muss irgendwie wieder mehr Wohlstand zu der grossen Masse kommen. Aber das wird wohl beim heutigen Geldadel nicht ohne einen Aufstand gehen, auch in der CH nicht
    • Sheez Gagoo 01.03.2017 20:53
      Highlight Highlight Also Fackeln und Mistgabeln. Heisst das, dass ich meine antike Kalashnikov aus ihrem Winterschlaf in einem Tresor holen muss? Habe ich keine Lust zu. Nach solchen Aufständen folgt meist "le grand terreur". Andere Vorschläge?
  • Shin Kami 01.03.2017 19:24
    Highlight Highlight Also können wir uns wohl auf eine Diktatur freuen... Naja lief ja nicht schlecht bei denen...
    • bebby 01.03.2017 20:24
      Highlight Highlight Ach ja, so gut, dass diverse Bürgerkriege das Reich letztlich dem Untergang geweiht hatten.
    • Shin Kami 01.03.2017 21:01
      Highlight Highlight Das römische Reich hielt sich immerhin noch einige hundert Jahre...
    • Z&Z 02.03.2017 06:19
      Highlight Highlight Ich will nicht pro Argumente für eine Diktatur liefern, aber man muss dem Römischen Reich schon auch Anerkennung zollen. Auch im Bereich des technologischen Fortschritts. Nach dem Verfall des Reiches gab es in Europa einen enormen Rückschritt, ich würde behaupten, der bis zum späten Mittelalter anhielt. Erst danach kamen wieder langsam die Erholung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 01.03.2017 18:56
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel, Herr Löpfe

    Ich könnte mir vorstellen, dass wir in das beschriebene Szenario nicht schleichend reinschlittern, sondern, dass ein Ereignis der Auslöser sein wird.

    12. März 2029
    Kernschmelze des Finanzsystems
    Banken schliessen
    Plünderungen
    Ordnung bricht zusammen
    Bürgerkrieg

    Jaja, Science Fiction, ich weiss.
    • atomschlaf 01.03.2017 19:40
      Highlight Highlight Du gibst dem Finanzsystem noch 12 Jahre?

      Optimist!
    • N. Y. P. D. 01.03.2017 20:58
      Highlight Highlight Da Goldmann Sachs sich jetzt im Weissen Haus installiert hat und Mario Draghi (EZB) (ex Goldmann Sachs) die Märkte mit Geld flutet, kann ich mir durchaus zwischen 2021 und 2024 (2. Amtszeit Trump) eine erste Schockwelle vorstellen. 2029 habe ich in Anlehnung an 1929 geschrieben.

    • Froggr 02.03.2017 08:39
      Highlight Highlight Weil die Staaten eh viel zu viel Geld haben, werden sie die Banken sowieso retten. Ich gebe dem Finanzsystem dementsprechend noch viel mehr als 12 Jahre.
  • Pius C. Bünzli 01.03.2017 18:53
    Highlight Highlight Der Unterschied ist doch, dass man in der Schweiz via Volksinitiative das Geld umverteilen könnte. Heisst sobald es 50℅ der Wähler kapiert hat, dass die Oberen 10℅ den ganzen Kuchen haben wird es sich ändern.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 01.03.2017 19:37
      Highlight Highlight Geld ist hochmobil. Du gehst davon aus, dass jeder Mensch eine Stimme hat. So sollte es sein. Aber ist nicht so. Das ist nur eine Illusion. Tatsächlich bestimmt das Vermögen das Stimmengewicht. Geld regiert die Welt.

      Ein jüngeres Beispiel: Griechenland. 60% der Wähler wurden von IWF und EZB überstimmt. Bei beiden Organisationen gelten nicht die One-Man-One-Vote-Grundsätze. Die vermögenderen Mitglieder dürfen deutlich mehr mitbestimmen.

      So halten zB. 300 Millionen Amerikaner (3% der Bevölkerung) 17% der Stimmrechte beim IWF. Chinesen und Inder (30% der Menschen) halten nur 6% der Stimmen.
    • bebby 01.03.2017 20:28
      Highlight Highlight @Patron: wenn es nach dem iwf ginge, dann gäbe es längst einen Schuldenerlass, aber den will Deutschlands Regierung nicht, aus innenpolitischen Überlegungen. Es geht eben doch um Wahlen.
    • Froggr 02.03.2017 08:41
      Highlight Highlight Ich denke niemand will auch nur annähernd in Richtung Kommunismus gehen, oder? Deshalb wird es sicherlich nie eine Mehrheit "kappieren". Was für Ideen hier herumgeistern per Volksabstimmung den Menschen Geld wegnehmen?!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hallo22 01.03.2017 18:53
    Highlight Highlight Jetz bring Watson auch schon Verschwörungstheorien hihi
  • smoking gun 01.03.2017 18:21
    Highlight Highlight Vielen Dank Philipp für diesen interessanten Artikel. Gewisse Unterschiede in der Machtstruktur - im Vergleich zum römischen Reich - gibt es heute aber schon. Der wichtigste: Die Techniken von "Soft Power" wurden in den vergangenen hundert Jahren überaus verfeinert. Sie sind heute fast vollständig unsichtbar geworden. Von solchen Manipulationstechniken haben die Oligarchen in Rom nur träumen können.
  • Ohniznachtisbett 01.03.2017 18:10
    Highlight Highlight Der grosse Irrtum ist, dass sich Geschichte eben nicht wiederholt. Die römischen Kaiser, das Mittelalter, die Inquisition, die Renaissance, Napoleon, das anciem Regime, Bildung der Nationalstaaten, Imperialismus, 1. WK, Faschismus, Heute. Das alles ist nicht zu vergleichen. S chunnt scho guet. Sind lieb mitenand.
    • Baum68 01.03.2017 18:15
      Highlight Highlight Tja, wenn wir nur immer lieb sind wird sich nie was ändern.
      Ich weiss nicht ob es besser wird aber damit es besser wird muss sich was ändern. Die Schweiz ist ein Selbstbedienungsladen für Reiche geworden. Darum muss Mann/ Frau auch Kritik üben.
    • mrmikech 01.03.2017 18:35
      Highlight Highlight Die menschen ändern sich nicht gross, alles wiederholt sich ständig bis wir endlich mal lernen sachen anders zu tun. Soweit sind wir noch lange nicht.
    • Miguel1 01.03.2017 20:29
      Highlight Highlight Die Geschichte lehrt die Menschen, daß die Geschichte die Menschen nichts lehrt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baum68 01.03.2017 18:07
    Highlight Highlight Brot und Spiele. Vor jedem grossen Kolaps das selbe.
    • mrmikech 01.03.2017 18:36
      Highlight Highlight Teile und Hersche. Auch immer ein renner.
    • Schlaumüller 01.03.2017 18:55
      Highlight Highlight Die Hybris bzw Selbstverherrlichung nicht zu vergessen. Somit wäre z.B. das Trump System als Verschlimmbesserung zu sehen. Als letztes aufbäumen. Bei Hillary wärs the same gewesen wag ich mal zu behaupten. Da muss man aber wohl mindestens in einer Dekade rechnen.
  • sowhat 01.03.2017 17:39
    Highlight Highlight Ein wirklich interessanter Ansatz.
    Aber noch denke ich, haben wir eine Chance, das Unglück abzuwehren. Es gibt zZt viele Warner, viele die noch differenziert denken und es gibt die neuen Technologien, die ein rasches Umschwenken der Massen durchaus beförden können. Die Empörungskultur, die wir derzeit haben, kann in beide Richtungen kippen. Hoffen wir, dass es -gerade dank der neuen Medien- nicht das Geld allein sein wird, das die Entscheidung ausmacht. Noch hoffe ich auf Innovation und Engagement der Leute die mehr als 2 cm weit denken.
    • Silent_Revolution 01.03.2017 19:07
      Highlight Highlight Wieviele dieser Warner sitzen in Machtpositionen und können wirklich etwas bewirken?

      Es bräuchte eine komplette Richtungsänderung in Politik und Wirtschaft. Wie soll das passieren, wenn weltweit eine Wirtschaftselite und deren Vertreter die überwiegende Mehrheit der Parlamentarier stellt.

      Es gibt längst nur noch den Weg über die Gewalt. Aber dazu ist noch kein Bürger bereit, da es ihm noch zu gut geht. Und wenn er dann bereit ist, ist es längst zu spät.
  • http://bit.ly/2mQDTjX 01.03.2017 17:21
    Highlight Highlight Prophet Engels malt düstere Bilder, aber ignoriert die heutigen Technologien und damit die Machtverschiebung von Wenigen auf Viele/Alle. Seine vermeintlich düsteren Prognosen sind gut:

    No-Go-Area --> Gated Communities (für übrig gebliebene Egwiggestrige);
    Schattenwirtschaft --> ersetzt Old Economy;
    Währungscrash --> Noten-/Zentralbanken (zB IWF) werden überflüssig;
    Parallelgesellschaften --> kulturelle Diversität;
    politische Paralyse --> echte Demokratie;
    Milizen/Selbstjustiz --> Eigenverantwortung, substitiär;
    Dauerzustand --> Frieden und Gerechtigkeit.

    Vielversprechende Zukunftsaussichten.
    • bebby 01.03.2017 20:48
      Highlight Highlight Grundsätzlich mögen Sie recht haben, aber die Beispiele hinken doch etwas, Milizen sind jetzt wirklich keine neue Erfindung sondern ein Versagen des Machtmonopols des Staats.
      Die extreme Arbeitsteilung ermöglicht vielen von uns ein Leben von dem ein König früher geträumt hätte, das müssten wir wieder aufgeben. Egalitärer vielleicht, ärmer bestimmt.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 01.03.2017 22:21
      Highlight Highlight Ja, die Beispiele hinken. Aber die düsteren Prognosen auch. Ich wollte nur die schönere Seite der gleichen Medaille aufdecken.

      Man braucht sich vor dem Versagen der Staatsmonopole nicht zu fürchten. Die Staaten werden wie das römische Imperium auseinanderbrechen. Sie werden einfach in der Bedeutungslosigkeit untergehen. Egal. Denn wir brauchen weder Staaten noch Grenzen, weil der Planet uns allen gehört.

      "Imagine there's no countries
      It isn't hard to do
      Nothing to kill or die for
      And no religion too
      Imagine all the people
      Living life in peace..."

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  • Schlaumüller 01.03.2017 17:20
    Highlight Highlight Herr Löpfe ihr Artikel gefällt mir sehr.

    Wenn sie als Neoliberalismuskritiker Noam Chomsky gern haben sollten, schauen sie sich BITTE wenigstens die Rezesionen an vom Buch:

    "Das Ende der Megamaschine" von Fabian Scheidler.

    Sie werden ausflippen. Nun ja oder vielleicht werden Sie auch depressiv ;)

    Wobei ich denke sie haben einen genug soliden optimistischen Überbau. Das Buch behandelt ihr Thema sehr gut mit rotem Faden bis in die Neuzeit!

    • Schlaumüller 01.03.2017 17:59
      Highlight Highlight Wieso zum Geier blitzt es hier so? Habt ihr das Buch gelesen? Was mögt ihr denn daran nicht?
    • Raphael Stein 01.03.2017 18:33
      Highlight Highlight Gut möglich, dass einige Hobos den Scheidler als Verschwörungstheoretiker ansehen. Es lohnt sich seine Quellenbelege auch anzusehen und nicht nur die Texte zu überfliegen und sich wieder dem eigenen Hamsterrad zu widmen.
    • Schlaumüller 01.03.2017 18:49
      Highlight Highlight Was ist ein Hobo? Sorry bin schon 37.... Aber lernbegierig 👍
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raphael Stein 01.03.2017 17:17
    Highlight Highlight Heitere Fahne, da les ich wieder mal was gescheites hier. Hätten wir aufgepasst, wären wir nicht schon so weit.
    • Froggr 02.03.2017 08:46
      Highlight Highlight Soweit wie wir jetzt sind haben wir hauptsächlich Volksabstimmungen zu verdanken (Trump, SVP, Le Pen, Wiilders, Bulgarien usw.). Wie willst du sonst bitte Fürhungspersonen bestimmen? Was meinst du mit "hätten wir aufgepasst"?
    • Raphael Stein 02.03.2017 08:53
      Highlight Highlight Genau das, was du eingangs beschreibst. Wir wählen ja unsere Schlächter selber. Mit wie meine ich die Mehrheit.
      Aber mit vollem Bauch übersehen grosse Teile der Bevölkerung was sie "ab- oder bestimmen". Und mit leerem Bauch strecken sie dann die Hände aus, für Almosen.
    • Froggr 02.03.2017 13:54
      Highlight Highlight Also wurde "falsch" abgestummen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • opwulf 01.03.2017 17:12
    Highlight Highlight Tipp: "SPQR" von John Maddox Roberts! Die Geschichte ist eine Aneinandereihung von Intervallen - wobei sie sich strukturell ständig wiederholt - dabei aber die Rollen einfach immer neu zugewiesen werden. Mais pourquoi? Wieso haben wir immer wieder Zeiten des Aufbruchs & des Rückzugs/Konservierens (meist noch ideologisch gefärbt)? Ich denke die Antwort liegt in uns Menschen - nicht im Individuum Mensch sondern des Menschen in der Masse - und der Dualität Progressiv vs Konservativ und deren Balance! What goes around strong comes around strong - daher Paracelsus beachten & Diversität fördern
  • Posersalami 01.03.2017 17:11
    Highlight Highlight Die Parallelen sind natürlich gegeben, aber die Ausgangslage natürlich dennoch eine völlig andere. Darum frage ich mich immer wieder, in wie fern man das vergleichen kann. Es gibt zB auch grosse Ähnlichkeit mit der Zeit vor dem WK 1. Wer "Schlafwandler" gelesen hat wird wissen, was ich meine. Aber auch hier: die Gesellschaft ist heute eine völlig andere. Das macht zumindest mir Mut, da so betrachtet das Ergebnis auch ein anderes sein sollte. Was meint Herr Löpfe dazu?
    • Philipp Löpfe 01.03.2017 17:38
      Highlight Highlight Ich habe nur Margaret MacMillan " The war that ended peace" gelesen. Dort hat es viele Parallelen zu heute.
    • Tomsen2 01.03.2017 19:21
      Highlight Highlight Und die letzte Sonntags Zeitung haben sie sicher auch gelesen.
    • Posersalami 01.03.2017 20:37
      Highlight Highlight Ja, aber die Gesellschaft ist dennoch eine völlig andere, zudem haben wir das Internet und sowieso einen anderen Bezug zur Welt als damals. Schauen sie sich doch mal die einzelnen Bereiche der Zivilgesellschaft an, das ist doch heute etwas völlig anderes. Oder glauben Sie, die darunter liegenden Mechanismen noch immer die selben sind und immer noch gleich auf den "modernen Oberbau der Gesellschaft" wirken? Also jetzt nicht im Sinn von gesteuert, sondern als irgendwie gewachsene Gesetzmässigkeiten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Danyboy 01.03.2017 17:10
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, aber bei diesen Vergleichen zum römischen Reich bin ich vorsichtig. Solche Parallelen ziehen auch homophobe Moralapostel ständig, wenn sie den römischen Sittenverfall zitieren, wenn Homosexuelle heute mehr Rechte erhalten. Und und und.
  • Kommemtar 01.03.2017 16:51
    Highlight Highlight „Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“
    (Mahatma Gandhi)
    • Scaros_2 01.03.2017 16:58
      Highlight Highlight Und das sie sich konsequent wiederholt deswegen!
    • azoui 01.03.2017 17:08
      Highlight Highlight Und was lernt uns "Farm der Tiere", ein Schwein bleibt immer ein Schwein.
    • The Origin Gra 01.03.2017 19:27
      Highlight Highlight Gahndhi war einer der Grössten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Wie viel hätte er noch erreichen können wenn er nicht Ermordet worden wäre?

      Leider hat er Recht. Wir Menschen vergessen sehr schnell und wollen Wahrheiten, besonders die ganz Bitteren, nicht Wahrhaben

Die grosse 9/11-Verschwörung – und was davon zu halten ist

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 erschütterten die Welt. 17 Jahre danach sind viele immer noch überzeugt, dass es sich um eine von den USA inszenierte Verschwörung handelte. Wir machen den Reality Check.

Es ist eines jener weltgeschichtlichen Ereignisse, bei denen jeder Mensch genau sagen kann, wo er sich aufgehalten hat, als er davon erfuhr. Am 11. September 2001 rasten zwei Passagierflugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Center (WTC) in New York. Eine weitere Maschine kollidierte mit dem Pentagon in Washington, und ein vierter Jet, der vermutlich in Richtung Washington unterwegs war, zerschellte im Bundesstaat Pennsylvania am Boden.

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