Wirtschaft
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Finanz-Tricks bei Postauto: «Es war eine sehr aktive Täuschung»

08.02.18, 08:14 15.02.18, 08:18


Nach Bekanntwerden der Buchhaltungstricks bei PostAuto steigt der Druck auf die Post-Spitze. Politiker von links bis rechts wie auch Verkehrsministerin Leuthard fordern eine lückenlose Aufklärung. Post-Präsident Schwaller erklärt die Angelegenheit zur Chefsache. Klar scheint inzwischen, dass die Post-Spitze Bescheid wusste.

Direktor Peter Füglistaler vom Bundesamt für Verkehr (BAV) sagte am Donnerstag vor der Presse, im Fall von PostAuto hätten jährlich 18'000 Buchungen kontrolliert werden müssen. Verschoben wurden jeweils nur kleine Beträge - teilweise wenige hundert Franken - dafür aber systematisch. Für Aussenstehende sei das praktisch nicht erkennbar, sagte Füglistaler. «Es war eine sehr aktive Täuschung.»

Peter Fueglistaler, Direktor des Bundesamtes fuer Verkehr, Mitte, nimmt Stellung zu den neuen Vorwuerfen gegen die Postauto AG, am Donnerstag, 08. Februar 2018 in Ittigen bei Bern. Die Postauto-Sparte der Schweizerischen Post hat den Steuerzahler um mehr als 78 Millionen Franken betrogen. Mit einem buchhalterischen Trick verlangte das Unternehmen mit den gelben Bussen von Bund und Kantonen viel zu hohe Subventionen. (KEYSTONE/Anthony Anex)

BAV-Direktor Peter Füglistaler am Donnerstag vor der Presse in Ittigen bei Bern. Bild: KEYSTONE

Rücktrittsforderung

Deutliche Worte findet SP-Fraktionspräsident Roger Nordmann. Das sei sicher nicht im Sinne von Service public, sagte Nordmann am Donnerstag in der Sendung «Rendez-vous» von Radio SRF. «Ich glaube, sie ist nicht mehr tragbar.» Auch Parteikollegin Edith Graf-Litscher, welche die nationalrätliche Verkehrskommission präsidiert, sagt: «Das ist dicke Post

Unter Beschuss gerät Ruoff aber auch von bürgerlicher Seite. Der Aargauer SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner erklärte im Radio SRF: «Wenn das wirklich stimmt, dann muss sie suspendiert werden, bis die Untersuchung abgeschlossen ist.»

«Ich bin enttäuscht über die Vorgänge bei PostAuto AG», heisst es in einer Stellungnahme von Bundesrätin Doris Leuthard vom Donnerstag, die der Nachrichtenagentur sda vorliegt. Sie erwarte eine lückenlose Aufklärung.

Schadensumme rund 78 Millionen Franken

Die Meldung schreckte zu Wochenbeginn die Schweiz auf: Die Postauto Schweiz AG hat zu hohe Subventionen von Bund und Kantonen bezogen. Schadensumme: rund 78 Millionen Franken. Der Postauto-Direktor Daniel Landolf musste gehen, ebenso der Finanzchef.

Susanne Ruoff, Konzernleiterin der Schweizerischen Post AG, aeussert sich an einer Medienkonferenz zur Pruefung der ordentlichen Revisionstaetigkeit der subventionsrechtlichen Rechnungsbelegung der PostAuto Schweiz AG, am Dienstag, 6. Februar 2018, in Bern. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) geht gegen die Post-Tochter Postauto vor. Es hat die Rechnungslegung der Firma geprüft. Dabei zeigte sich, dass die Post-Tochter zwischen 2007 und 2015 zu hohe Gewinne im abgeltungsberechtigten Busverkehr erzielt und in andere Geschäftsfelder umgebucht hat. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Susanne Ruoff an der Postauto-Medienkonferenz Bild: KEYSTONE

Postchefin Susanne Ruoff trat am Dienstag vor die Medien. Ruoff sagte, sie habe erst im November 2017 von den Vorwürfen erfahren und danach vollkommene Transparenz geschaffen – etwas, was ihr auch das Bundesamt zubilligt.

Doch stimmt das auch? Der Blick präsentiert in seiner heutigen Ausgabe zwei Dokumente, die ein anderes Bild zeigen. 

Dokument 1: Eine Aktennotiz vom 21. August 2013. Sie zeigt, dass die damalige Führung der Post – darunter Verwaltungsratspräsident Peter Hasler und Susanne Ruoff  – von der internen Revision darauf aufmerksam gemacht wurden, dass «der Wertezufluss punktuell nicht eingehalten wird, was in bestimmten Fällen zu Quersubventionierung zu Lasten des öffentlich finanzierten Geschäfts führt».

postauto blick

Die Aktennotiz vom 21. August 2013. Screenshot: blick.ch

Ruoff, die seit 2012 der Post vorsteht, wusste also spätestens seit diesem Zeitpunkt von den Tricksereien. Das Papier hält weiter fest, dass der Verwaltungsrat damals befand, es bestehe «kein Handlungsbedarf».

Dokument 2: Ein Papier vom 28. Dezember 2017, das unter anderem an den Post-Verwaltungsratspräsidenten Urs Schwaller ging. Es zeigt, dass der jetzt geschasste Post-Chef Daniel Landolf bereits im Mai 2013 auf die «Gewinnsicherungsproblematik» aufmerksam machte.

ZUR GESETZESWIDRIGEN GEWINN KLEINSCHREIBUNG DER POSTAUTO SCHWEIZ AG UND DEM UMGEHENDEN RUECKTRITT VON DANIEL LANDOLF, LEITER POSTAUTO AG, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, 6. FEBRUAR 2018, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Daniel Landolf, Mitglied der Konzernleitung Post und Leiter Konzernbereich PostAuto, an der Medienkonferenz fuer die erste Wasserstoff-Tankstelle von PostAuto fuer Busse im Wildischachen in Brugg, am Dienstag, 22. Mai 2012. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Musste gehen: Postauto-Chef Daniel Landolf. Bild: KEYSTONE

Das Problem besteht darin, dass die Post ihren Sparten Gewinnziele vorschreibt – so auch der Postauto AG, die Erträge nur im regionalen Personenverkehr erzielen kann. Genau das verstösst aber gemäss dem Bundesamt für Verkehr gegen das Gesetz. Auf diesen «Zielkonflikt» habe Landolt seit Jahren hingewiesen, zitiert der «Blick» aus dem Dokument.

Vom «Blick» mit den Dokumenten konfrontiert, schreibt Post-Sprecherin Léa Wertheimer, man müsse zwischen Zielkonflikten und illegalem Handeln differenzieren. Man habe gewusst, dass es Probleme gebe. Aber dass es «zu illegalen fiktiven Umbuchungen kam, wussten weder die Konzernleitung noch die jeweiligen Verwaltungsratspräsidenten». 

Doch nicht nur die Post war im Bild. Auch die Bundesbehörden können nicht ahnungslos gewesen sein. Die Zeitungen «Bund» und «Tages-Anzeiger» zitierten aus Briefen aus den Jahren 2011 und 2012, in welchen die Kantone das Bundesamt für Verkehr (BAV) auf die überhöhten Abgeltungen aufmerksam machten.

Keine Antworten

Unter öV-Fachleuten war das Thema ein Dauerbrenner. Werner Glünkin, Abteilungsleiter öffentlicher Verkehr des Kantons Graubünden, war bis 2016 Präsident der Konferenz der kantonalen Delegierten des öffentlichen Verkehrs (KKDöV). Im Rahmen der Generalversammlung hätten sich die Fachleute jährlich zu einer Aussprache mit der BAV-Direktion getroffen, sagte er der sda. Die Overhead-Kosten und die internen Verrechnungspreise seien dabei immer ein Thema gewesen.

Genützt hat es wenig. Intransparenz prägte laut Glünkin die Verhandlungen mit PostAuto. Er spricht von einer Blackbox: Die Verantwortlichen hätten nie befriedigende Antworten bekommen, wie die anrechenbaren Kosten zustande kamen.

Damit stellt sich die Frage, warum die Bundesbehörden erst 2016 aktiv geworden sind. Vor den Medien hatte BAV-Direktor Peter Füglistaler erklärt, dass PostAuto die Umbuchungen von Gewinnen aufwendig verschleiert habe. Pro Jahr hätten bis zu 18'000 Buchungen durchleuchtet werden müssen. Zudem seien teilweise Beträge von wenigen hundert Franken umgebucht worden. Die Revisionsabteilung des BAV ist mit drei Personen besetzt. (cma/mlu/sda)

So sind die selbstfahrenden Postauto-Busse angekommen

Video: srf

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66
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66Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Baba 09.02.2018 18:13
    Highlight Schöne neue Begriffswelt:

    Lügen = alternative Fakts
    Betrug = aktive Täuschung oder
    punktuelle Nichteinhaltung des Wertzuflusses

    ...bei dieser "aktiven Täuschung" geht es um Fr. 78'000'000.00 - etwas gar viel Nullen um es liebevoll "Täuschung" zu nennen!

    Was kommt noch? Ich meine, Frau Ruoff sollte nun Rückgrat zeigen und ihren Job quittieren!
    0 0 Melden
  • Boadicea 09.02.2018 14:46
    Highlight Wo sind diese 78 Mio. gelandet? Wer hat von diesem Betrug profitiert?
    0 0 Melden
  • Zap Brannigan 09.02.2018 00:09
    Highlight Wie man inzwischen weiss, hat der interne Revisor, nachdem sich niemand für seine Entdeckung interessierte, eine Aktennotiz angelegt. Man muss sich als Revisor in so einem Fall absichern. Und die externen Revisoren von KPMG übersehen 200'000 manipulierte Buchungen mit 80 Millionen Gesamtsumme. Es gibt offensichtlich dutzende Mitwisser. Gewinnvorgaben für vom Bund subventionierte Bereiche in einem Bundesbetrieb. Der zuständige Ex CFO ist jetzt Chef der AKB. Die Kontrolleure beim BAV schauen nicht so genau hin, "weil sie davon ausgehen, dass die Zahlen Stimmen". Ich hol mir jetzt Popcorn. http:// CV
    11 0 Melden
  • Idrisi 08.02.2018 20:32
    Highlight Wetter jemand dagegen das Frau Ruoff am Montag 08:00 nicht mehr Chefin der Post ist?
    5 0 Melden
  • CASSIO 08.02.2018 20:21
    Highlight bei der post stinkt's gewaltig. das merkte ich bereits vor zwei jahren, als ich immer wieder vom postnachtlieferdienst geweckt wurde mitten in der nacht. dies in einer zone, wo absolutes nachtfahrverbot herrscht, die post somit wissentlich nacht für nacht das gesetz brach! nachdem ich öfters reklamiert hatte, haben sie den dienst "outgesourced" und stellten sich dumm, strohdumm sogar. zur gleichen zeit massive probleme mit der kontoeröffnung bei der postfinance, compliance. das konto wurde einfach nicht eröffnet, aber keine meldung. grund? die kennen offizielle id's nicht!!!
    11 36 Melden
  • CASSIO 08.02.2018 20:14
    Highlight wenn die postspitze bescheid wusste, dann muss auch diese hinter gitter! es darf kein pardon geben!!!
    22 11 Melden
  • c_meier 08.02.2018 19:26
    Highlight Frau Leuthard ist "... enttäuscht über die Vorgänge bei PostAuto AG"

    Was sagt Frau Leuthard eigentlich zu Swisscom, welche 1.5 Milliarden Gewinn macht und gleichzeitig 700 Stellen abbaut?
    Ist das das jetzt vorbildlich als Bundesbetrieb?
    46 2 Melden
    • JoeyOnewood 08.02.2018 23:08
      Highlight das nennt sich indirekte Steuereintreibung. Die Hälfte davon, geht an den Bund
      7 0 Melden
  • aglio e olio 08.02.2018 19:01
    Highlight "Finanz-Tricks", "Buchhaltungstricks"

    Sorry, diese Euphemismen sind voll daneben.
    Das ist Betrug. Bei einer Deliktsumme von 78 Mio CHF vermutlich einer der grössten in der Geschichte der Schweiz.
    40 4 Melden
  • Makatitom 08.02.2018 19:00
    Highlight Soso, "sehr aktive Täuschung" wird qualifizierter Betrug also in diesen Kreisen genannt. Und einmal mehr will die, die für die "Verantwortung" so fürstlich entlohnt wird, diese nicht übernehmen. Sie sollte postintern strafversetzt werden, in ein Sortierzentrum, zu 5 .- ChF in der Stunde weniger, als ihre Temporären bekommen. Die PK sollte auch auf das Minimum reduziert werden und der Rest den wegrationalisierten Angestellten zu Gute kommen
    37 2 Melden
  • Teslanaut 08.02.2018 18:17
    Highlight Wie sieht die Buchhaltung bei der SBB aus? Wird dort ebenfalls getrickst?
    36 6 Melden
  • x4253 08.02.2018 18:11
    Highlight Joa, gemäss HR-Auszug ist die KPMG die Revisionsstelle des Post-Konzerns. Warum die trotz dieser Verschleierung (und gemäss der Internen Revision der Post war dies ja seit 2012 bekannt) das ganze auch noch unterzeichnet hat, ist mir schon ein bissl schleierhaft (genau so wie das "übersehen" der Aktennotiz der Internen Revision.. klar... "übersehen"..)

    Da kriegt wohl bald jemand Besuch von der RAB und der FINMA (wg. Postfinance). Autsch
    39 1 Melden
    • Don Alejandro 08.02.2018 20:20
      Highlight Genau das habe ich mich auch gefragt. Dutzende von Millionen werden unter den Augen der Wirtschaftsprüfer verschoben...
      24 1 Melden
    • x4253 08.02.2018 20:41
      Highlight Vorallem: Solche Feststellungen der IR müssten normalerweise vom Wirtschaftsprüfer zumindest gewürdigt werden. Da hatte wohl jemand eine ganz kreative Phase und hat das "wegdokumentiert".
      Oder es hatte jemand Angst, lukrative Beratungsmandate bei der Post zu verlieren, sollte man "Stunk" machen.

      Auf jedenfall möchte ich jetzt nicht in deren Haut stecken.
      4 0 Melden
  • EvilBetty 08.02.2018 18:04
    Highlight Aktive Täuschung? Erhebliche kriminelle Energie triffts wohl eher.
    49 1 Melden
  • Franz 08.02.2018 17:10
    Highlight Kein Wunder sinkt das Vertrauen in unsere Behörden und unsere "Chefs". Wir werden so auch zu einer Bananenrepublik. Solange "Säuhäfeli-Säudeckeli"-Politik betrieben wird, werden solche nicht einmal bestraft. Ein gewöhnlicher Büetzer käme dafür mehrere Jahre ins Loch.
    Es ist einfach eine unheimlich gemeine Frechheit. Ich koche!!!
    32 4 Melden
    • CASSIO 08.02.2018 20:23
      Highlight die post ist keine behörde!
      8 0 Melden
  • He nu.. 08.02.2018 16:58
    Highlight ...wieso zum Henker haben die Apparatschicks noch nicht gemerkt haben, dass irgendwann mal alles rauskommt!
    14 2 Melden
  • Don Alejandro 08.02.2018 16:57
    Highlight In dubio pro reo... jedoch scheinen die Indizien ziemlich eindeutig zu sein...
    19 0 Melden
  • Glücksbringer 08.02.2018 16:23
    Highlight Wie scheut sich doch die Schweiz, für sich das Wort Korruption in den Mund zu nehmen.
    81 8 Melden
  • Pitsch K. Matter 08.02.2018 15:24
    Highlight Es ist schon bedenklich, dass die Post bereits neoliberaler agiert als manch ein Grosskonzern.
    67 14 Melden
    • reich&schön 08.02.2018 15:39
      Highlight Was hat das mit "neoliberal" zu tun?
      Ein subventionsempfangender Betrieb ist so ziemlich das Gegenteil von neoliberal.

      Schlagwortgenerator nicht ausgeschaltet? 🙄
      22 36 Melden
    • MacB 08.02.2018 16:03
      Highlight Wie die Post hiert agiert, ist sehr bedenklich: 100% korrekt.

      Aber Vorgaben von Gewinnzielen haben jetzt nicht unbedingt etwas mit Neoliberalismus zu tun. Das macht sogar ein Kleinunternehmen.
      23 10 Melden
    • Alnothur 08.02.2018 21:06
      Highlight Ahja, "Neoliberal = Kriminell"...
      2 0 Melden
  • Henri Lapin 08.02.2018 14:11
    Highlight Am goldenen Fallschirm wird wohl schon genäht
    73 2 Melden
    • HansDampf_CH 08.02.2018 15:37
      Highlight Ich hoffe nicht es wird Zeit das man Verantwortliche mal richtig zur Rechenschaft zieht.
      39 0 Melden
  • manhunt 08.02.2018 14:01
    Highlight die nicht gerade bescheidenen saläre in solchen kaderpositionen werden stets mit der verantwotung gerechtfertigt, welche in so einem amt zu tragen ist. sollte sich der verdacht nun bestätigen, dass frau ruoff, schon früher als zugegeben, von den verfehlungen wusste, muss sie auch die konsequenzen tragen und zurücktreten. selbstverständlich ohne abgangsentschädigung.
    102 0 Melden
  • demokrit 08.02.2018 13:25
    Highlight "Doch nicht nur die Post war im Bild. Auch die Bundesbehörden können nicht ahnungslos gewesen sein. Die Zeitungen «Bund» und «Tages-Anzeiger» zitierten aus Briefen aus den Jahren 2011 und 2012, in welchen die Kantone das Bundesamt für Verkehr (BAV) auf die überhöhten Abgeltungen aufmerksam machten."

    Es ist wie mit der Kriegsmaterialverordnung. Kriminalität im Staatswesen ist weit verbreitet. Die Kleinen hängt man, sich selber lässt man laufen.
    70 2 Melden
  • Pirat der dritte 08.02.2018 11:49
    Highlight Die Post ist ein Staatsbetrieb, der einerseits staatliche Aufgaben ausführt und gleichzeitig im Auftrag des Staates florieren und Gewinne an den Bund liefern soll. Das ist der Kern des Problems. Die Post sollte aufgeteilt und privatisiert werden. Und der Staat soll die notwendigen Leistungen einkaufen und dafür zahlen.
    31 117 Melden
    • Kris 08.02.2018 12:25
      Highlight Verstehe die Blitze nicht.
      Der Kern des Problems liegt dort begraben. Logisch, dass illegale Handlungen nicht gebilligt werden dürfen, aber der Ursprung beginnt dort.
      29 63 Melden
    • bokl 08.02.2018 13:53
      Highlight @Pirat
      Super Idee. Dann landen die Gewinne einfach bei den Privaten...
      68 7 Melden
    • MacB 08.02.2018 14:03
      Highlight Privatisierst du die Post(-auto AG), wird eine Randregion kein ÖV mehr haben.

      Darum liegt meiner Ansicht nach der Kern des Problems in der Teilprivatisierung mit einhergehenden Gewinnzielen.

      Privatisierung ist nicht das Allheilmittel. Oder würdest du die Wasserversorgung privatisieren?



      85 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • meliert 08.02.2018 11:00
    Highlight Pressesprecher Kommentar: wers glaubt wird selig (altes Sprichwort)!
    46 0 Melden
  • Redly 08.02.2018 08:41
    Highlight In diesen Positionen erhält man täglich eine solche Menge Papier, dass es unmöglich ist alles zu lesen.
    D.h. die Aktennotiz bedeutet nicht, dass sie es wusste.
    Gewinnziele, welche den Betrug verlangen, wären hingegen ihre Verantwortung und sehr problematisch.
    11 143 Melden
    • Scaros_2 08.02.2018 09:37
      Highlight Wenn du als Führungspositionen dokumente einer Revisionsstelle als "Unwichtig" abtust bist du als Führungsperson absolut ungeeignet. Auf dieser Ebene musst du von dir aus die Fähigkeit haben in der Menge Papier die Wichtigen von den weniger wichtigen zu segmentieren.
      150 3 Melden
    • Amboss 08.02.2018 09:45
      Highlight @Redly: Jetzt hast du mich aber erwischt :)
      Und ich hab noch gedacht, dein Kommentar wäre Ernst gemeint.
      45 2 Melden
    • Roter Baron 08.02.2018 10:58
      Highlight Wer fast doppelt so viel wie ein Bundesrat verdient, muss auch über besondere Fähigkeiten verfügen. Besitzt Sie diese Fähigkeiten nicht, dann ist es eine Fehlbesetzung. Um es klar auszudrücken, in einer Führungsposition muss jemand über Alles informiert sein, und muss auch über das Potenzial verfügen, diese Informationen richtig einzuschätzen, darum auch das hohe Salär. Der Link : http://www.20min.ch/finance/news/story/So-viel-verdienen-die-Chefs-der-Bundesbetriebe-18625229
      71 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • atomschlaf 08.02.2018 08:29
    Highlight Wenn Ruoff der Postauto-Sparte tatsächlich Gewinnziele vorgegeben hat, die im Widerspruch zu Bundesgesetzen stehen, dann ist sie in dieser Position nicht mehr tragbar und muss schleunigst weg!
    Für allfällig mitverantwortliche VR-Mitglieder gilt dasselbe.
    401 2 Melden
    • chäsli 08.02.2018 10:46
      Highlight Richtig, aber nur mit entsprechenden Abfindungen ???
      6 15 Melden
    • reich&schön 08.02.2018 14:32
      Highlight Sehe ich genau so. Wenn sie informiert war, muss Ruoff weg. Und zwar abfindungsfrei!

      #ruoffmussweg
      26 0 Melden
  • Scaros_2 08.02.2018 08:28
    Highlight Also Gemäss dem Artikel des Blicks in welchem er Vertrauliche Aktennotizen veröffentlich hat bin ich der Meinung das wie so oft das Management es wusste. Aber ich kann mir gut vorstellen das sie es einfach ignoriert haben nach dem Motto "DIESEM Problem kann ich mich nicht auch noch widmen und eigentlich ist es egal".

    Weg mit ihr.
    242 5 Melden
    • Mortimer 08.02.2018 22:37
      Highlight Die Sparte machte Gewinn. Ich glaube, das Manament sah dies nicht als Problem per se, sondern höchstens, wie verbuchen wir diese "richtig".

      Das ist nunmal ein grosses Streitthema, wenn man Service Public zu privatisieren versucht. Die wollen nunmal ALLE Gewinne zu erwirtschaften auf Kosten der Allgemeinheit und speziell auf zu Lasten der Steuerzahler.
      3 0 Melden

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