Aktuelle Themen:

Hat Trump seinen Ex-Anwalt Cohen aufgefordert, den Kongress anzulügen? 

Nächster Scoop in den Russland-Ermittlungen: Donald Trump soll Michael Cohen aufgefordert haben, den Kongress zu belügen. Dabei handelte sich um ein Bauprojekt Trumps in Moskau. 

Publiziert: 18.01.19, 07:55

Ein Artikel von

Laut einem US-Medienbericht soll US-Präsident Donald Trump seinen ehemaligen Anwalt Michael Cohen angewiesen haben, den US-Kongress wegen eines geplanten Bauprojekts in Moskau zu belügen. Das berichtet «Buzzfeed News» unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen. Bild: EPA/EPA

Demnach unterstützte Trump Cohens Plan, Russland während der Präsidentschaftskampagne zu besuchen, um die Baupläne mit Präsident Wladimir Putin persönlich zu verhandeln. Auch wenn Trump selbst abstreite, mit Russland Geschäfte zu machen, hätten er und seine Kinder, Ivanka und Donald Trump Jr., regelmässig detaillierte Berichte von Cohen über das Projekt erhalten, heisst es in dem Bericht. Laut «BuzzFeed News» habe Cohen dies auch Sonderermittler Mueller mitgeteilt.

Cohen gab zu, gelogen zu haben

Cohen bekannte sich im November schuldig, gelogen zu haben

Cohen bekannte sich im November vor Gericht für schuldig, vor zwei Untersuchungsausschüssen im Kongress falsche Angaben zu dem geplanten Trump-Tower in Moskau gemacht zu haben. Im Kongress hatte er fälschlich erklärt, die Pläne seien im Januar 2016 aufgegeben worden – also noch vor der ersten Abstimmung im Vorwahlkampf der Republikaner .

Cohen räumte unter anderem ein, noch bis ungefähr Juni 2016 versucht zu haben, eine Genehmigung der russischen Behörden für das Bauprojekt zu erhalten. Seine Bemühungen liefen also in der kritischen Phase von Trumps Wahlkampf weiter, während der sich der Unternehmer als Kandidat der Republikaner herauskristallisierte.

Michael Cohen:  Cohen gab Manipulation von Umfragen in Auftrag Traf er Kreml-Vertreter in Prag?:  Neue Beweise sollen geheime Reise von Trumps Anwalt belegen Schweigegeld für Sex-Affären?:  Heimlicher Telefonmitschnitt bringt Trump in Bedrängnis

Cohen arbeitete mehr als zehn Jahre lang für Trump und galt als einer von dessen engsten Vertrauten. Er gilt als eine Schlüsselfigur in der Russland-Untersuchung und kooperiert mit dem Sonderermittler Robert Mueller, der mögliche Geheimabsprachen des Trump-Lagers mit Russland im US-Wahlkampf 2016 untersucht.

Der 52-jährige war im Dezember zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Er wurde unter anderem wegen Verstössen gegen die Wahlkampffinanzierungsgesetze verurteilt. Sein Haftantritt wurde jedoch verschoben, damit er noch vor dem Kongress aussagen kann. Am 7. Februar soll Cohen von einem für die Kontrolle der Regierung zuständigen Ausschuss des Repräsentantenhauses in öffentlicher Sitzung befragt werden. (t-online.de/aj)

Die Probleme mit Trumps Mauer

Video: watson

Trotz Teil-«Shutdown» der US-Regierung: Trump vergibt Bauvertrag für Mauer

Die Lügenbilanz zum 700. Amtstag: Donald Trump, ein Pinocchio ohne Boden

Trump erwägt bereits die nächste Entlassung – diesmal soll es den Notenbank-Chef treffen

Trumps Personal-Verschleiss: So viele Leute sind (oder wurden) gegangen 🙈

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben