Nati-Fans beim Spengler Cup 2017.
Bild: SPENGLER CUP
HC Davos bestätigt, dass die Nati in diesem Jahr nicht an den Spengler Cup kommt
Das Spektakel wiederholt sich nicht: Der Auftritt der Nationalmannschaft beim letzten Spengler Cup bleibt ein einmaliges Abenteuer.
Verbandsdirektor Florian Kohler konnte die Probleme mit seinen Nationalmannschafts-Sponsoren nicht lösen. Es ist nicht gelungen, jenen Firmen, die mit der Nationalmannschaft werben, beim Spengler Cup eine für alle Seiten befriedigende Präsenz zu ermöglichen. Deshalb ist das Spengler-Cup-Abenteuer der Nationalmannschaft zu Ende.
Kohler sagt: «Wir werden das Resultat unserer Verhandlungen in Kürze kommunizieren.» HCD-Präsident Gaudenz Domenig hingegen sagt bereits, was bei den Verhandlungen herausgekommen ist: «Wir haben leider keine Lösung gefunden. Die Nationalmannschaft wird 2018 beim Spengler Cup nicht mehr dabei sein. Das muss nicht heissen, dass die Nationalmannschaft zu einem späteren Zeitpunkt nicht doch wieder einmal beim Spengler Cup spielen wird.»
Wieder zwei NLA-Teams?
Damit ist klar, dass 2018 an Stelle der Nationalmannschaft wieder ein zweites NLA-Team neben dem HC Davos am Turnier teilnehmen wird. Domenig sagt: «Aber nur dann, wenn wir ein konkurrenzfähiges Team finden, das bereit ist, am Turnier teilzunehmen.» Die Planung sei nicht ganz einfach, weil es bei Spitzenteams zu Terminkollisionen mit der Champions League kommen könne.
Die Nationalmannschaft war eine Bereicherung des Spengler Cups. Es ist schade, dass Florian Kohler mit den Sponsoren keine Lösung finden konnte. Die Turnierteilnahme war ein Teil der Vorbereitung auf das olympische Turnier von 2018. Der nächste Auftritt der Schweiz ist wohl frühestens im Rahmen der Vorbereitung auf das olympische Turnier von 2022 in Peking wieder denkbar.
Die Spengler-Cup-Sieger im neuen Jahrtausend
2019: Das Team Canada gewinnt im Final gegen Ocelari Trinec mit 4:0 und krönt sich mit dem 16. Titel zum alleinigen Rekordsieger. KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
2018: KalPa Kuopio schlägt im Final das Team Canada 2:1 nach Penaltyschiessen. SPENGLER CUP / GIAN EHRENZELLER
2017: Team Canada nach einem 3:0 im Final gegen die Schweizer Nationalmannschaft. SPENGLER CUP / MELANIE DUCHENE
2016: Team Canada nach einem 5:2 im Final gegen den HC Lugano. EPA/KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
2015: Team Canada nach einem 4:3 im Final gegen den HC Lugano. SPENGLER CUP / GIAN EHRENZELLER
2014: Servette Genf nach einem 3:0 im Final gegen Salawat Julajew Ufa. KEYSTONE / PETER SCHNEIDER
2013: Servette Genf nach einem 5:3 im Final gegen ZSKA Moskau. KEYSTONE / PETER SCHNEIDER
2012: Team Canada nach einem 7:2 im Final gegen den HC Davos. KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
2011: HC Davos nach einem 3:2 im Final gegen Dinamo Riga. KEYSTONE / PETER SCHNEIDER
2010: SKA St.Petersburg nach einem 4:3 im Final gegen das Team Canada. KEYSTONE / ARNO BALZARINI
2009: Dinamo Minsk nach einem 3:1 im Final gegen den HC Davos. KEYSTONE / PETER SCHNEIDER
2008: Dynamo Moskau nach einem 5:3 im Final gegen das Team Canada. KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
2007: Team Canada nach einem 2:1 gegen Salawat Julajew Ufa. KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
2006: HC Davos nach einem 3:2 im Final gegen das Team Canada. KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
2005: Metallurg Magnitogorsk nach einem 8:3 im Final gegen das Team Canada. KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
2004: HC Davos nach einem 2:0 im Final gegen Sparta Prag. KEYSTONE / FABRICE COFFRINI
2003: Team Canada nach einem 7:4 im Final gegen den HC Davos. KEYSTONE / FABRICE COFFRINI
2002: Team Canada nach einem 3:2 im Final gegen den HC Davos. KEYSTONE / EDI ENGELER
2001: HC Davos nach einem 4:3 n. V. im Final gegen das Team Canada. KEYSTONE / MICHELE LIMINA
2000: HC Davos nach einem 4:2 im Final gegen das Team Canada. Der erste Turniersieg der Gastgeber seit 1958. KEYSTONE / EDI ENGELER
Eric Blum vor dem Start des olympischen Hockey-Turniers
Video: srf/SDA
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