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ÖVERFART PÅ EGEN RISK.  kafi freitag

FragFrauFreitag

Kafi, warum will ich die Männer dauernd verbiegen?

Nach einer von mir nicht gewollten Trennung habe ich sehr schnell einen tollen Mann kennen und lieben gelernt. Ich bin glücklich, aber auch traurig darüber geschieden zu sein. Zumal mein Ex-Mann mit seiner neuen Freundin nicht happy zu sein scheint. Nun aber zur aktuellen Situation: Ist es normal, dass ich mich schon nach kurzer Zeit über Dinge am neuen Partner nerve? Ich denke nicht, er ist ein Trostpflaster sondern eher, dass ich dauernd die Männer an meiner Seite verbiegen will. Warum nur? Monica, 38



Liebe Monica

Wenn Sie die Trennung nicht wollten, sondern Ihr Exmann, dann kann ich gut verstehen, dass Sie auch traurige Gefühle wegen der Scheidung haben. Das hat man sogar dann, wenn man die Scheidung wollte. Das ist normal, sonst hätte die gemeinsame Zeit und die Eheschliessung ja gar nichts bedeutet. Machen Sie sich keinen Kopf wegen Ihres Ex'. Es kann sehr gut sein, dass er happy ist mit der Neuen, es Ihnen aber nicht so zeigen will und darum mit angezogener Handbremse unterwegs ist, in Ihrer Gegenwart. Das würden Sie an seiner Stelle vermutlich ähnlich handhaben. Und wenn er nicht happy ist, kann und soll es Ihnen auch egal sein. Er wollte die Trennung. Sie sind seine Exfrau, nicht seine Mama.

Und zu Ihrer zweiten und eigentlichen Frage: Wäre es eventuell möglich, dass der Hund auch da begraben liegt?

Mit herzlichem Gruss, Ihre Kafi

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Kafi Freitag (41!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 12-jährigen Sohn in Zürich.

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24Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 02.03.2017 11:08
    Highlight Highlight Vergesst bitte nicht, meinen zweiten Teil zu veröffentlichen!
    Der ist nämlich ebenfalls wichtig.
  • rodolofo 02.03.2017 10:23
    Highlight Highlight Lange sah das als Problem, da es mir verunmöglicht war, einer klassisch männlichen, patriarchalischen Rolle zu entsprechen.
    Auch ein sehr später "Ersatzvater", der sehr patriarchalisch und in einem rebellischen, aber immer noch klassisch männlichen Sinne ein Samichlaus-Charisma hatte, konnte aus mir keinen "Richtigen Kerl" mehr formen.
    Irgendwann habe ich aber realisiert, dass genau dieses "Problem" die Lösung ist!
    Gerade weil ich so bin, wie ich bin, habe ich besondere Fähigkeiten und Stärken, die ich sonst nicht hätte!
    Ich kann's z.B. sehr gut mit Kindern, und ich stehe auf Erzieherinnen...
  • rodolofo 02.03.2017 10:16
    Highlight Highlight Du bist eben ein Erzieherischer Typ!
    Mach Dir keinen Kopf deswegen!
    Viele Frauen sind erzieherisch, weil sie in ihrer Kindheit ihre sehr präsente Mutter imitierten und diese Identität als erwachsene Frauen nicht mehr abstreifen können.
    Bei Männern ist es heutzutage immer öfter genau umgekehrt:
    Väter sind in der Kindheit vieler die grossen Abwesenden, weil sie sich vor allem um ihre Karrière und um das "Geld nach Hause bringen" kümmern, oder sie sind ganz abwesend in Familien von Alleinerziehenden Müttern.
    Als Junge ohne Vater aufgewachsen wurde ich von einem solchen Väterlichen Vakuum geprägt.
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 02.03.2017 10:31
      Highlight Highlight Können den nur Männer die Söhne erziehen? Dann werden diese eben durch die Mutter erzogen. Ist diese stark, werden die Söhne später dann auch mütterlich erziehend?
    • rodolofo 02.03.2017 14:26
      Highlight Highlight @ Peter Gasser
      Theoretisch wäre es möglich.
      Aber im echten Leben imitiert ein Junge nicht seine Mutter, sondern seinen Vater.
      Fehlt dieser Vater, imitiert er die Leere, die sich dort befindet, wo der Vater sein sollte, aber nicht ist.
    • Maracuja 02.03.2017 16:48
      Highlight Highlight @rodolofo

      Die Leere besteht vor allem in Ihrem Kopf! Im realen Leben gibt es neben dem Vater viele weitere männliche Personen wie Grossvater, Onkel, grosser Bruder/Cousin, Pate, Stiefvater usw. an denen sich Jungs orientieren können. Auch in intakten Familien orientieren sich Kinder nicht nur an den Eltern. Dass Kinder ausschliesslich Personen des gleichen Geschlechts imitieren, halte ich zudem für fragwürdig, obwohl sie sicher gleichgeschlechtliche Vorbilder brauchen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 02.03.2017 08:03
    Highlight Highlight Ich hoffe jetzt mal, dass Monica 38 kein Mann ist (wie Nadine 40 kürzlich). Doch ich bin zuversichtlich.

    Beziehungen, in welchen meine jeweilige Partnerin versuchte, mich zurecht zu biegen, beendete ich, solbald ich dies bemerkte (wobei es weniger ums Zurechtbiegen, als ums Bemerken ging / es soll ja Frauen geben, die das so gut können, dass wir Männer das nicht merken).

    Bin jetzt in meiner zweiten Langzeitbeziehung (über sieben Jahre / die erste dauerte 17 Jahre). In beiden Langzeitbeziehungen sind/waren für mich keine Zurechtbiegungen feststellbar. Was ich nicht merke, kratzt mich nicht.
  • Donald J Trump 01.03.2017 22:06
    Highlight Highlight Because they're not as good as me!
  • Spooky 01.03.2017 21:54
    Highlight Highlight An alle: Merkt euch das endlich. Gopf.

    "Alles hat seine Zeit." (Kohelet).

    Die Zeit der Zweierbeziehungen ist abgelaufen.

    Ihr wisst es nur noch nicht.
    • Hierundjetzt 02.03.2017 00:20
      Highlight Highlight Nö. Nope. Nada. Nie.

      Häufige Partnerwechsel führen direkt in die Einsamkeit. Den die Naivität, das Leichte und die tiefe kindliche Liebe nach der wir uns alle sehnen geht für immer verloren. Alles wird jederzeit von der Vergangenheit überschattet. 😐

      ABER: jedem seinen Lebensentwurf, da will ich Dir nicht dreinreden 😊
    • who cares? 02.03.2017 07:59
      Highlight Highlight Ich bin ja für die Zeit der Toleranz. Wenn für Spooky eine Zweierbeziehung nicht das Richtige ist, dann soll er keine haben. Ich mag meine Zweierbeziehung und das ist auch okay.
    • Lami23 02.03.2017 11:57
      Highlight Highlight Jedem das Seine, sag ich da nur ;-) Solangs für beide stimmt und es vor allem beide wissen kein Problem.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MasterPain 01.03.2017 20:59
    Highlight Highlight Weil du eine Frau bist. 😂

FragFrauFreitag

Kafi, darf man fragen, wie viel Geld man zur Erstkommunion schenkt?

Hallo Frau Freitag.Vielen Dank für deine erfrischenden Antworten. Ich freue mich immer wieder diese zu lesen. Mein Götti-Kind feiert nächstes Jahr Erstkommunion. Nicht das ich ein Fan von «Geld schenken» bin, aber vermutlich wird es auf das hinauslaufen. Nun wollte ich die Eltern meines Götti-Kindes unverbindlich fragen, was den so betragsmässig für die Erstkommunion üblich ist, da ich ehrlich gesagt keine Ahnung habe. Meine Frau ist der Meinung, dass sei ein absolutes No-Go. Florian, 36

Lieber FlorianMit 5000 Franken liegen Sie nie falsch. Da ist ein Betrag, mit dem sich das Kind auch was Richtiges kaufen kann, nicht nur so billigen China Schrott, der dann nach ein paar Wochen kaputt im Garten liegt und verwittert. Zu unserer Zeit wäre das noch ein Vermögen gewesen, ich weiss. Aber heute kostet ja schon ein gutes Handy fast 1000 Stutz und eine Lederhülle braucht man ja dann auch dazu und ein Flatrate-Abo mit Highspeed und so. Läppert sich, das werden Sie auch einsehen.

Nein …

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