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Kafi ist nicht dünn. Aber fröhlich.  kafi freitag

FragFrauFreitag

Kafi, ich war krank und bin drum dünn geworden. Alle finden das super!

Hoi Kafi, merci viel mal für deine coolen Antworten, ich lieb's ;). Ich erhole mich gerade von einer Krankheit, die mich für ein 1/2 Jahr ausgeknockt hat. Es war nicht schön und schlimm war, dass ich oft nichts essen konnte. Dadurch habe ich abgenommen, wofür ich nun laufend «Komplimente» bekomme. Ich krieg die Kriese! Es mag komisch sein, aber ich fand mich vorher schon gut ;). Einwände wie: «ich wäre lieber gesund als schlank» stossen auf taube Ohren. Findest du, ich überreagiere? Mary, 35



Liebe Mary

Nein, das finde ich überhaupt nicht. Kein bisschen. Im Gegenteil. Aber erst einmal bin ich froh, dass es Ihnen wieder besser geht.

Was Sie erleben, ist das Phänomen, dass in unserer Gesellschaft alle möglichst dünn sein wollen. Dünn ist das neue schwarz. Und das gilt mehr als gesund sein. Viele nehmen dafür einen sehr ungesunden Lifestyle in Kauf. Hungern, treiben Sport bis zum Umfallen oder fressen und kotzen. Und auch viele von denen, die nicht so weit gehen, schauen penibel auf die Waage. Ich kenne praktisch keine Frau, die nicht nach der Waage lebt und gern schlanker wäre. Als gäbe es keine anderen Ziele im Leben, gopf.

Ich habe mir gestern ganz viele Fashion Blogs angeschaut, weil ich nach einem schönen gesucht habe, der von einer Frau mit Kleidergrösse 40 oder 42 gemacht ist. Aber ich habe echt kaum was gefunden. Das hat mich schon zum Nachdenken gebracht, schliesslich ist man mit einer 40/42 absolut normalgewichtig. Aber das will vermutlich niemand sehn ... (Hier sind die wenigen, die ich finden konnte.)

Bevor ich 30 war, habe ich ähnlich getickt. Danach hat gottlob etwas klick gemacht in meinem Kopf. Seither bin ich zwar kontinuierlich schwerer geworden, aber ich gefalle mir sehr gut, wie ich bin. Manchmal wäre ich auch gern ein paar Kilos leichter, um wieder in eine alte Jeans zu passen oder so. Aber ich weiss ganz genau, dass ich das nur erreichen würde, wenn ich auf ganz viel Genuss verzichte und stattdessen Sport treiben würde und das ist es mir echt nicht wert. Da kaufe ich mir doch lieber eine Jeans die grösser ist und die Sache ist geregelt.

Da dieses dünn sein und das darunter leiden, dass man es nicht ist, so ein grosses Thema ist, haben wir ein Seminar genau zu diesem Thema entwickelt. Darin geht es darum, sich mit sich anzufreunden und sich mit gewissen Tatsachen abzufinden. Das Ziel ist es, unerreichbare Idealvorstellungen endlich loszulassen, um Energie für anderes zu haben.

Ein ganz grosses Thema ist dabei die Dankbarkeit. Wir arbeiten im Seminar daran, Dankbarkeit für seinen eigenen Körper zu empfinden und sich bewusst darüber zu sein, was er alles leistet. Die wenigsten Menschen denken darüber nach, solange sie gesund sind. Stattdessen behandeln sie ihn schlecht und nörgeln daran rum, als gäbs kein Morgen. Im Seminar sitzen immer wieder auch Frauen, die eine ernsthafte Erkrankung hinter sich haben oder Ähnliches innerhalb der Familie erleben mussten. Wenn diese dann zu erzählen beginnen, dann passiert bei den anderen Teilnehmerinnen etwas. Plötzlich verschiebt sich der Regler und man wird sich bewusst darüber, was wirklich wichtig ist im Leben. Wenn man das erreicht hat, ist man zu einem anderen Umgang mit sich und seinen Makeln fähig. Dann kann man anfangen, sich zu akzeptieren und vielleicht sogar zu mögen. Und dann ist das Gewicht auf einmal nicht der das Allerwichtigste.

Dann ist nicht mehr möglichst schlank sein das oberste Gebot. Sondern froh sein darüber, dass alles funktioniert und man keine Schmerzen hat. Mir ist klar, dass das ein bisschen nach Zweckoptimismus klingt. Aber Sie haben eine Erkrankung hinter sich gebracht und ich bin überzeugt, dass Sie ganz genau wissen, wovon ich rede.

Ganz viele andere können das aber nicht verstehen. Und das sind die, die Ihnen mit solch doofen Bemerkungen begegnen. Versuchen Sie, diesen Menschen mit Nachsicht zu begegnen. Wer keine solche Erfahrung hat erleben müssen, weiss in der Regel nicht ob der Tragweite und hat diese Tiefe an Erkenntnis nie erreicht. Diese Jungfräulichkeit im Bezug auf das Thema Krankheit gepaart mit den kranken Schönheitsidealen, die heutzutage gelten, können zu komischen Denkmustern führen. Diese geistern in vielen Köpfen rum.

Sie können sich darüber aufregen oder froh sein, dass für Sie andere Werte gelten. Ich kann es verstehen, wenn es Sie unglaublich nervt. Aber gleichzeitig ist es weniger Ihr Problem, als das der Person, die so über sich und andere denkt.

Alles Gute Ihnen und weiterhin ganz viel Kraft für Ihre Genesung.

Mit herzlichem Gruss. Ihre Kafi

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Kafi Freitag (41!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 12-jährigen Sohn in Zürich.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Wolf2000 04.05.2017 13:47
    Highlight Highlight Bei 1,78m hatte ich 95kg. Nach der schweren Erkrankung 73kg. Jetzt 10 Jahre später pendle ich zwischen 78-76 kg. Fühle mich viel besser....
  • Franziska Buergi 08.04.2017 09:15
    Highlight Highlight Ich habe ein ähnliches Problem. Ich bin sehr schlank (nicht ungergewichtig) bin aber sehr gesund und fühle mich extrem wohl. Ich werde täglich angesprochen ich solle mehr essen, ich falle bald aus deim Leim usw. Ist mir nicht unangenehm aber es nerft, das Gewicht ist die Sache der einzelnen Person. Ich gehe auch nicht zu jemandem der Dick ist und sage du solltest mal abnehmen... lasst die Leite und ihr Gewicht in Ruhe, das geht niemanden Etwas an, solange man sich nicht in grosse gefahr gibt
  • Fordia 07.04.2017 18:26
    Highlight Highlight Ziemlich schräg, dass sich hier soviele Posts um zu-, abnehmen, Idealgewicht, BMI etc. drehen. War nicht gerade das der Punkt?
  • Swan 07.04.2017 14:20
    Highlight Highlight Ich denke, die Leute versuchen einfach nett zu sein. Man sollte nicht immer alles so überbewerten.
    Wenns ihr wieder gut geht (was ich hoffe), kann sie ja wieder zunehmen und ihr Wunschgewicht erreichen.
  • Wehrli 06.04.2017 14:23
    Highlight Highlight Liebe Kafi,
    Würdest du mal eine Replik zum Thema Exhibitionismus schreiben?
    Deinen Bildern nach, musst du mindestens den Neon Gürtel Tragen und Grossmeister sein in dieser Disziplin!
  • tipsi 05.04.2017 09:41
    Highlight Highlight Wenn du keine Lust mehr hast freundlich zu bleiben, einfach sagen "danke für das Kompliment. Ich war krank, solltest du villeicht auch mal probieren."
    Gesund sein ist doch wichtiger als die Figur, auch wenn du dich noch daran gewöhnen musst liebe Mary, dass sie sich verändert hat. Körpeveränderungen brauchen Zeit um sie zu akzeptieren. Und vielleicht bist du ja auch bald wieder bei deiner guten alten Figur.
  • Simsalabum 04.04.2017 23:53
    Highlight Highlight Irgendwie pervers: Magersucht wird verurteilt, zu viel Sport auch. Begründung: Sei nicht gesund. Später wird gesagt, dass eine gesunde Ernährung und Sport zuviel Aufwand für die Figur sei. Die Gesundheit wird jedoch komplett vergessen. Ob jemand Magersüchtig ist, raffinierten Zucker/Fertigprodukte isst, zu viel Sport treibt, zu wenig Sport treibt oder Fresssüchtig ist. Es kommt alles aufs selbe: Es ist verdammt nochmal ungesund. Wie kann man gleichzeitig gegen Magersucht vorgehen und dafür appelieren den eigenen Körper so zu akzeptieren wie er ist, auch wenn das auch ungesund ist?
    • Spooky 05.04.2017 07:45
      Highlight Highlight Das Leben ist sowieso ungesund. Sonst würden wir ja nicht sterben.
  • Yoshuan 04.04.2017 22:58
    Highlight Highlight liebe mary,
    vielleicht eine mögliche antwort auf solche komplimente, die gesagt werden:

    "schön, dass du dich darüber freuen kannst."

    so schickt man den ball zurück und vermittelt gleichzeitig, dass man das kompliment ev nicht angenommen hat. und muss sich nicht erklären.

    alles gute dir!
  • Hops 04.04.2017 19:37
    Highlight Highlight Tolle Worte Frau Kafi. Bei mir hats auch mit 30 klick gemacht :). Ich wünsche mir, dass viele junge Frauen diesen Moment schon vorher haben. Ich trainiere sehr viel und esse gesund, hatte aber seit jeh her eine kurvige Figur und schaffte es damals nur "dank" einer Esstörung in eine 36. Heute konzentriere ich mich darauf, fit zu sein und das Leben zu geniessen. Habe noch nie von einer Frau auf dem Sterbebett gehört, sie hätte doch gerne 1-2 Kleidergrössen weniger gehabt....
    • Wehrli 06.04.2017 14:25
      Highlight Highlight ... nicht 1-2 Kleidergrössen weniger, aber vielleicht 1-2 Typen mehr. Also nicht auf dem Sterbebett.
    • Hops 07.04.2017 11:33
      Highlight Highlight Haha ja genau, kein Sex für Frauen mit Kleidergrössen 38 +. #häschduäahnig
    • Wehrli 07.04.2017 12:45
      Highlight Highlight #chaschdunödläse?
    Weitere Antworten anzeigen
  • black-bird 04.04.2017 15:30
    Highlight Highlight erinnert mich irgendwie an mich vor ein paar jahren. konnte damals aus psychischen gründen manchmal nicht essen und habe dadurch abgenommen. jedes mal wenn danach meine figur zu wort kahm, wurde ich wider an mein "problem" erinnert und habe mich dadurch entsprechend unwohl gefühlt. liebe mary ich hoffe sehr für dich, dass deine krankheit nun definitiv vergangenheit ist! versuche dein gewicht nicht als ergebniss daraus zu sehen. und sag denen die diese "komplimente" machen, dass dies für dich alles andere als ein kompliment sei. ansonsten bitte nicht hinhören und das leben geniessen.
  • Büsi 04.04.2017 11:12
    Highlight Highlight Total spannend, dass jetzt hier in den Kommentaren über BMI, Abnehmerfolge und Übergewicht diskutiert wird - habt ihr Kafis Antwort gelesen? Es geht nicht darum, einen möglichst tiefen BMI zu haben oder 20kg abzunehmen. Es geht darum, mit sich selbst zufrieden zu sein (BMI hin oder her)... Relation zu sehen.

    Wir sollten dankbar sein für unsere Gesundheit! Optimierung hie und da ist ja schön und gut, aber darum geht es doch bei dieser Frage/Antwort absolut überhaupt nicht... Warum jetzt also wieder diese Diskussion über BMIs von 23.6537?
  • Döst 04.04.2017 08:11
    Highlight Highlight Heute ist eher das Problem, dass wir als "normal" bezeichnen, was vor wenigen Jahren noch als übergewichtig galt. Warum? Weil alle etwas dicker geworden sind, hat sich übergewichtig Richtung normal verschoben.
    Der BMI ist aber unbestechlich: normal ist BMI von 18.5-25. Das ist eine Bandbreite von rund 20 kg! Alles in diesem Bereich ist normal und vermutlich auch gesund.

    Eine Bildersammlung was Untergewicht, Normalgewicht, Übergewicht, Adopositas und massive Adipositas ist gibts hier. Wie gesagt, die Bandbreite ist gross.

    https://www.flickr.com/photos/77367764@N00/sets/72157602199008819/
    • Charlie Brown 04.04.2017 13:06
      Highlight Highlight Wenn ich die Bilder anschaue und sehen, was da schon als "overweight" bezeichnet ist, dann wird mir speiübel. Diese Frauen sind alle mehr als in einem ganz normalen, gesunden Range. Egal was uns die Körperkultfanatiker vorschwatzen wollen.
    • Charlie Brown 04.04.2017 14:52
      Highlight Highlight Weil es mich grad interessiert kurz gerechnet: Ich habe mit 83kg/182 cm einen BMI von 25.1 und gelte damit als "leicht übergewichtig".

      Ich bin heute morgen 20 km mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Ich mache mindestens einmal pro Woche explizit Sport. Ich bin schon mit dem Gewicht Halbmarathon unter 1h50 gelaufen. Ich behaupte jetzt mal, einigermassen sportlich zu sein. "Leicht übergewichtig" trifft auf mich nicht zu. Sorry.

      Und wenn du mit deinem BMI von 27 unzufrieden mit dir selbst bist, dann mach was dagegen. Aber gib nicht anderen das Gefühl, sie seien nicht ok so wie sie sind.

      Danke.
    • Merida 04.04.2017 17:08
      Highlight Highlight Der BMI rechnet nur nach Gewicht. Muskelmasse hat die grössere Dichte als Fettgewebe. Sogar die schweizer Armee hat eingesehen, dass mindestens eine Bauchumfangmessung dazu gehört um "Übergewicht" zu beurteilen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Merida 04.04.2017 08:04
    Highlight Highlight Es gibt auch andere Gründe um auf gesunde Ernährung zu achten, Sport zu treiben und zu versuchen sein Gewicht in einem Rahmen zu halten der nicht in den Extremismus geht:
    Viele Krankheiten lassen sich so vermeiden oder zumindest lässt sich das Risiko dafür senken. In unserer Familie gibt es Diabetes, Herzinfarkte etc. Ich will da nicht hin, also schaue ich, dass mein Gewicht das Extrem wieder verlässt und habe mit Ernährungsumstellung und genussvollem Sport auch schon einiges erreicht. Ich bin fitter und fühle mich besser als vorher.
    (nein, ich trage keine 34 sondern endlich wieder 40.)
  • BigE 04.04.2017 07:24
    Highlight Highlight Ich kenne es anders rum. Habe bisher gewollt 10kg abgenommen. Ich habe mich einfach nicht mehr wohl gefühlt! Also habe ich weniger, bewusster und geplanter gegessen. Jetzt fühle ich mich super, möchte aber nochmals gute 5kg runter. Und ich muss mir nun dauernd anhören, dass ich "langsam aufpassen" müsse, dass ich nicht in die Magersucht abrutsche, dass das bald mal "zu extrem" sei, blablabla.

    Warum? Warum ist denn dick das neue "schwarz"? (Ich verstehe den Vergleich auch nicht ganz!)

    Und ich habe (soeben ausgerechnet) immer noch einen BMI von 21,5!
    • Döst 04.04.2017 08:16
      Highlight Highlight Mit 21.5 bist ziemlich in der Mitte von normal. Und das ist gut so! Auch am unteren Rand von Normalgewicht (BMI 18.5) ist noch gut und gesund. Muss aber jeder selber entscheiden welches Normalgewicht ihr/ihm am besten steht.


      https://fettlogik.wordpress.com/fotoprojekt-zu-duenn/
    • DerTaran 04.04.2017 08:29
      Highlight Highlight Sich schwarz anziehen ist cool. Dünn sein ist cool.
      Deshalb: Dünn ist das neue schwarz.

      Die Fehrnsehserie 'Orange is the new black' hat damit angefangen.
    • DerTaran 04.04.2017 12:56
      Highlight Highlight Ja, der BMI passt nicht immer, aber doch recht häufig. Bei Bodybuildern und anderen überaus muskulösen Menschen passt seine Aussage bzgl. Gesundheit natürlich nicht.
      Gerade bei kleinen Menschen ist der BMI sogar zu tief angesetz.
      Da er so einfach zu errechnen ist, ist er aber sicher ein guter Anhaltspunkt.
  • DerTaran 04.04.2017 07:16
    Highlight Highlight Alle jammern über den Fitness- bzw. Magerwahn, dabei verfettet die Gesellschaft nachweisslich.
    Doch niemand traut sich auf die Risiken von Übergewicht hinzuweisen.
    Nein, unsere Medien feiern nur noch selten den Fitnesswahn, sondern zelebrieren das Übergewicht.
    Ein Bürohengst braucht nun mal keine 3000 Kalorien am Tag, wer sich den Luxus gönnt täglich zu viel zu essen, der nimmt eben zu. Wir werden dick, weil wir es uns leisten können mehr zu Essen als wir verbrauchen.

    Wir beklagen die hohen Gesundheitskosten und feiern Adipositas.
    Wir predigen Verzicht, aber essen zu viel.

    Das passt nicht.
    • Caligula 04.04.2017 14:44
      Highlight Highlight Nicht jeder Bürohengst nimmt mit 3000 Kalorien pro Tag zu. Der Stoffwechsel spielt bei jedem individuell eine Rolle.
    • BigE 04.04.2017 16:23
      Highlight Highlight Der Stoffwechsel hat damit gar nichts zu tun! Aber das ist eine andere Baustelle! :o)

      Fakt ist, dass die Menschen durchschnittlich immer mehr zunehmen, da verbietet es aber die "politicsl correctnesd" oder die völlig einseitige "fat-acceptance"-Bewegung, Kritik zu üben!

      Es wäre wirklich schön, wenn mal wieder auf beiden Seiten kritisch hinterfragt würde. Aber eine dicke Person darf dann beleidigt sein. Eine dünne hingegen nicht?
    • DerTaran 05.04.2017 08:08
      Highlight Highlight @caligula, 3000 Kalorien hat man überraschend schnell zu sich genommen, dafür braucht man und frau sich nicht zu überfressen.
      Unsere Lebensmittel sind in Menge und Qualität unbegrenzt verfügbar, wer nicht bewusst darauf achtet im Durchschnitt nicht mehr zu sich zu nehmen als er oder sie verbraucht wird zwangsläufig dick.
    Weitere Antworten anzeigen
  • OkeyKeny 04.04.2017 00:50
    Highlight Highlight Ich bin sehr froh, dass sich Attraktivität nicht auf einen BMI reduzieren lässt.
    Viel wichtiger ist doch ein schönes Lächeln. Weisst du wie lächeln geht? Hast du überhaupt Humor? Und kannst du über solche Schönheitsideale lachen?

    Und viel wichtiger als die Frage ob Leute fett sind, ist ob sie nett sind.
    Und ob sie reimen können, aber das ist eine andere Geschichte. Haus - Maus. Höhö

    Ich bin ein grosser Fan von Menschen, die einfach sich selbst sind und den ganzen Stuss ignorieren. Ein sehr, sehr, sehr grosser Fan.
    • Döst 04.04.2017 08:35
      Highlight Highlight Man kann auch sich selbst sein UND im BMI Normalbereich sein.
      Sich selbst sein und eine Fettleber zu haben finde ich nicht gerade erstrebenswert. Ebenso ist Untergewicht weder erstrebenswert noch gesund.

      PS: selber BMI 27, Ziel BMI 22-23 (also ca. in der Mitte von Normalgewicht).
    • OkeyKeny 04.04.2017 17:55
      Highlight Highlight Dast s. - jadu, also wollen wir jetzt über unsere Figur reden?
      Weisst du was finde ich erstrebenswert? Fähig zu sein, sein Leben zu geniessen. Und dieser Kilowahn hilft nicht gerade dabei. Also mein Gewicht geht je nach Jahreszeit und was ich gerade so treib hoch oder runter. Kurz vor meinem Winterschlaf nenn ich meinen Bauch dann ganz liebevoll Jelly Belly. Zum Glück werde ich deswegen nicht verstossen, weil es keinen interessiert.
      Wir sind viel zu streng zu uns selbst.

      Hast du einen Ranzen, brauchst du dich nicht verschanzen! ;)
  • Menel 03.04.2017 23:16
    Highlight Highlight Ich hoffe, die Krankheit der Fragestellerin ist durch und sie kann wieder "frei" leben.

    Ja, unsere Gesellschaft ist komisch. Viele wissen nicht, wie sie mit Kranken umgehen sollen, verdrücken sich und wenn der Mensch im Leben wieder ankommt, bekommt er dann solche Kommentare, sry "Komplimente", zu hören 🙄

    Kafi, ich habe übrigens keine Waage und daher auch keinen Plan wie schwer ich bin 😅

  • maddiepilz 03.04.2017 23:08
    Highlight Highlight also ich treibe tatsächlich gerne Sport. Endorphinrush ftw :) aber jedem das seine (:
  • selfrabia 03.04.2017 23:03
    Highlight Highlight hintefragt ausser mir niemand die bildunterschrift? 'kafi ist nicht dünn.' hä?
    • Nymeria 04.04.2017 06:09
      Highlight Highlight Doch, ich.
    • N. Y. P. D. 04.04.2017 07:44
      Highlight Highlight 😄Koketterie😄

      Kafi ist nicht dünn. Aber fröhlich. kafi freitag

      Kafi ist schlank. Und fröhlich.
      nyp
    • DerTaran 05.04.2017 08:29
      Highlight Highlight Kafi ist tatsächlich nicht dünn, sie ist normal. Wenn sie nicht aufpasst, wird sie aber jedes Jahr ein (paar) Kilo zunehmen (wie von ihr beschrieben) und ist dann irgendwann dick.
      Das ist ihr gutes Recht, aber gesund ist es nicht (aber dafür bezahlt ja die Krankenkasse).
  • Tabuton 03.04.2017 18:48
    Highlight Highlight Dünn ist das neue schwarz? Kann mich nicht erinnern, dass es einmal IN war schwarz zu sein. Naja, Ali G ist eine Ausnahme... ;-)
    • OkeyKeny 04.04.2017 00:15
      Highlight Highlight Kann mich nicht erinnern, dass Hautfarbe jemals ein Modetrend war. Wenn doch - ich wär gern Zebra.
    • phreko 04.04.2017 01:20
      Highlight Highlight @OkeyKeny: Frag mal in Asien...
    • sämf 04.04.2017 10:27
      Highlight Highlight Es geht nicht um die Hautfarbe, liebe Leute. Schwarz als Modefarbe "geht immer", ist immer in. Und jetzt ist halt dünn in. Ok. "orange is the new black" geht tip top für Trump und Obama, aber in der (sehr sehr tollen) Serie sind die neuen Gefängnisinsassinnen orange gekleidet. Klugscheissermodus off.
  • Pinga 03.04.2017 18:41
    Highlight Highlight Kann es sein, dass Ihre Bekannten sie eigentlich ''unterstützen'' wollen, weil sie das Gefühl haben, das abnehmen sei gewollt? Denn wie von Kafi Freitag geschrieben, unsere Welt sieht dünn als schön an und somit ist dünn etwas, wozu man sie beglückwünschen soll und unterstützen will... Nur so ein Gedankengang wieso Ihre Freunde auf diese Idee kommen könnten.
    • Menel 03.04.2017 23:10
      Highlight Highlight Nicht zu sehen, dass das Dünnsein eine Folge einer unglaublich harten Zeit dieses Menschen ist und das dieses Lob dadurch mehr als nur einen fahlen Beigeschmack hat, ist in meinen Augen einfach nur absolut unempathisch.

      Oder sagen sie jemandem nach einer Chemo auch, dass er ohne Haare grossartig ausschaut?
    • Aglaya 04.04.2017 07:30
      Highlight Highlight Menel, einem Bekannten ist das tatsächlich passiert. Er war vor der Chemo langhaarig (und ist es mittlerweile wieder) und hat kurz nachdem die Haare wieder begonnen haben zu wachsen und wenige Zentimeter lang waren, mehrfach gesagt bekommen wie gut es doch sei, dass er sich endlich die Haare abgeschnitten habe...
  • Gümpeli 03.04.2017 17:45
    Highlight Highlight Bruno Wüthrich in 3..2..1..
    • RobinBayne 03.04.2017 19:57
      Highlight Highlight In letzter Zeit lässt er sich es Bitzeli mehr Zeit...
    • Bruno Wüthrich 03.04.2017 21:01
      Highlight Highlight Nun denn - wenn schon mit mir gerechnet wird... :-)

      Es ist speziell, wenn Komplimente zwar als solche erkannt werden, aber negativ rüber kommen. Doch im Fall der Fragestellerin kann ich das voll verstehen. Es war offenbar nie ihr Ziel, dem Ideal der Allgemeinheit hinterher zu hecheln.

      Sich über den Zeitgeist oder darüber, dass Menschen Herdentiere sind aufzuregen, bringt gar nichts. Menschen suchen und finden immer Orientierungshilfen. Jemand, der/die ihnen sagt, was sie tun sollen, wie sie sein sollen oder wie sie auszusehen haben.

      Einzelfälle wie Mary bestätigen diese Regel.
  • pamayer 03.04.2017 16:42
    Highlight Highlight Danke für das mitteilen, Mary, danke für deine aufbauende Antwort, Kafi.


    Ja, die Welt ist krank. Und zwar sehr.

    Schauen wir wenigstens, dass es uns darin so gut wie möglich geht.
    • rauchzeichen 03.04.2017 19:52
      Highlight Highlight nanana der mensch ist vielfältig in alle richtungen. du kannst das als krank ansehen oder die existenz von ein paar negativbeispiele akzeptieren und den rest einfach geniessen. dein ding.

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