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Wenn das Stehen auf den eigenen Füssen zum Kraftakt wird ...

FragFrauFreitag

Liebe Frau Freitag, ich bin neugierig auf ihre Antwort auf folgende Fragen: Warum ist ein Suizid so schlimm? 

Und warum versucht die Gesellschaft einen Suizid mit allen Mitteln zu verhindern? Warum dürfen Menschen, die leiden ohne jetzt eine tödliche Krankheit zu haben, nicht sterben? Warum müssen wir leben? Bei manchen psychischen und physischen Krankheiten erscheint mir der Tod die beste Lösung zu sein. Larissa, 30



Liebe Larissa

Danke für Ihre tiefsinnige Frage. Darüber musste ich erst schlafen. Sie vermischen in Ihrer Frage einiges, was man – so denke ich – besser nicht in einen Topf wirft. Aber grundsätzlich ist es immer so, dass man mit einem Suizid den Mitmenschen die Chance nimmt, sich zu verabschieden. Meistens passieren Suizide ja im Stillen, sie werden nicht angekündigt, man wird vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Familie und Freunde können keine Fragen mehr stellen. Es ist zu spät.

Dem gegenüber steht ein Freitod, den man geplant und begleitet begeht, wie man das in der Schweiz mit der Sterbehilfeorganisation EXIT begehen kann. Diesem Suizid gehen Stunden, oft Wochen und Monate des Abschieds bevor. Man weiss, dass der Kranke sterben wird, man kann sich darauf vorbereiten. Dass man seelisch kranken Menschen diesen Weg nicht «so einfach» gewährt wie körperlich kranken, finde ich persönlich allerdings absolut richtig. Ein Mensch in einer Depression sollte keine endgültige Entscheidung treffen, die sein Leben betrifft. Er ist während dieser Krankheit nicht wirklich sich selber, sondern von Ängsten und Traurigkeit, von der Krankheit dominiert. Ich weiss sehr gut, wovon ich rede, ich hatte mit Anfang 20 eine Depression, die nicht sehr stark war, mir aber dennoch jegliche Lebensfreude raubte. Gottlob war ich zu keiner Zeit suizidgefährdet, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass bei einer starken Depression der Tod als einziger Ausweg erscheinen kann.

Es wäre sehr tragisch, wenn man einen Menschen in dieser Phase der Krankheit ins Jenseits befördern kann. Zumal eine Depression in den Händen einer guten Fachperson oft behandelbar ist. Darum ist jeder Suizid eines psychisch kranken Menschen furchtbar tragisch. Viele Krankheiten sind nicht kurierbar, der Weg ins Leiden ist eine Einbahnstrasse. Dass man sich dort für die Selbstbestimmung und einen geplanten Tod entscheidet, kann ich gut nachvollziehen. Schlussendlich darf jeder Mensch aber für sich entscheiden, ob er leben oder sterben will. 

Sehr oft ist von Egoismus die Rede, wenn sich ein Mensch das Leben nimmt. Ich denke aber, dass bei einer solchen Entscheidung das eigene Leiden sehr viel stärker ist, als die Rücksichtnahme auf Mitmenschen.
Das ist unglaublich schwierig für alle Angehörigen, verstehen kann man das als zurückgelassener Mensch nicht. 

Ich weiss nicht, ob Sie diese Frage aus reinem Interesse gestellt haben, oder ob Sie sich selber in einer solchen Situation befinden. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Leben keinen Sinn mehr macht und Sie den Tod als Erlösung aus diesem Schmerz ansehen, dann gehören Sie ganz dringend in ärztliche Behandlung. In jeder grösseren Stadt gibt es ein Kriseninterventionszentrum, zu dem Sie einfach hingehen könnten. Bitte lassen Sie sich helfen, falls Sie in seelischer Not stecken!

Falls Sie nicht selber betroffen sind; umso besser.

Herzlichen Gruss. Ihre Kafi.

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Kafi Freitag (40!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 11-jährigen Sohn in Zürich.

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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • OkeyKeny 04.06.2016 11:25
    Highlight Highlight Ich habe verständnis dafür, wenn man sagt, das leben mache keinen spass mehr und sei eine einzige qual. Dennoch lohnt es sich durchzuhalten, bis die sonne wieder scheint, denn das leben ist zu schön um einfach wegzuwerfen. Wenn nicht jetzt, dann später. http:// W
  • Statler 03.06.2016 10:06
    Highlight Highlight Addendum: Ein grosses Dankeschön an die Rettungskräfte und die Mitarbeiter im Spital, die einen grossartigen Job gemacht haben - mit einer Einschränkung: Ich wurde nie gefragt, wie's mir geht, oder ob ich ev. auch Betreuung brauche. Und ganz ehrlich, ich hätte sie nötig gehabt. Zum Glück habe ich gute Freunde, die sich meiner angenommen haben. Da müsste in dem System dringend noch was geändert werden...
  • Statler 03.06.2016 10:04
    Highlight Highlight Meine Freundin hat letzten Montag versucht, sich mit Tabletten umzubringen. Ich war zum Glück rechtzeitig da, musste sie beatmen bis das Rettungsteam da war. Sie hat's gottseidank überlebt.
    Es ist das schlimmste Erlebnis das ich in meinem bisherigen Leben hatte und ich wünsche niemandem das erleben zu müssen.
    Ich hatte bisher ein gewisses Verständnis für Suizid. Aber wenn es so nahe ist, ist es einfach nur furchtbar. Man nimmt nicht nur sich selbst das Leben, sondern nimmt auch seinen Nächsten (und Liebsten) einen Teil davon.
  • oldman 02.06.2016 07:48
    Highlight Highlight Es geht um das Selbstbestimmungsrecht eines Menschen. M.E. steht jedem das Recht zu, (auch) über sein Leben zu entscheiden. Voraussetzung ist natürlich die verantwortungsbewusste und unbeeinflusste Willensbildung sowie die Vermeidung der Schädigung Dritter. Die Urteilsfähigkeit kann auch durch eine psychische Erkrankung getrübt sein. Gegenüber Angehörigen und Freunden ist aber die Situation nicht anders als bei einem tödlichen Unfall. Wieso sind Kafis Antworten auf Beziehungsfragen bei weitem nicht ebenso reflektiert? Da bleibt sie dann lieber oberflächlich, hechelt dem Mainstream hinterher.
    • Trajane 02.06.2016 21:07
      Highlight Highlight Danke oldman, auch ich war positiv überrascht, nach all den herz- und inhaltslosen Antworten in Liebesthemen..
    • oldman 03.06.2016 08:58
      Highlight Highlight @Trajane. Danke.
  • culaccino 02.06.2016 01:58
    Highlight Highlight IV) Wenn die Suizidgedanken konkret werden und man sich nicht mehr davon distanzieren kann: Psychiater/In kontaktieren, oder ein KIZ, oder sich umgehend in einen Notfall bringen lassen und von dort aus in stationäre Behandlung gehen.

    Und an alle die jemanden verloren haben auf diese Weise, wünsche ich viel Kraft und hoffe, dass sie kompetente Betreuung erhalten!
  • culaccino 02.06.2016 01:48
    Highlight Highlight III) Verlust (Tod, Arbeitsplatz) können zu einem Suizid führen. Auch Modellernen kann eine Rolle spielen (Goethes Werter, Marilyn Monroe). Durch die Stigmatisierung und das grosse Tabu in unserer Gesellschaft ist es wenig erstaunlich, dass jemand der mit solchen Gedanken zu kämpfen hat, diese oft für sich behält und nicht die nötige Hilfe erhält.

    Ich wünsche mir eine aufgeklärtere Gesellschaft bezüglich diesen heiklen, aber viel zu wenig debattierten Themen.
  • culaccino 02.06.2016 01:42
    Highlight Highlight II)
    Suizide (wenn sie aufgrund von psychischen Leiden begangen werden) sind undenkbar tragisch. Leider ist unsere Gesellschaft kaum aufgeklärt über psychische Krankheiten. Zu mittelschweren- bis schweren Depressionen gehören Suizidgedanken oft dazu und auch bei einer leichten Depression kann es sein, das die betroffene Person bereits Suizide Gedanken hat. So eine Krankheit, zusammen mit anderen affektiven Störungen, substanzbezogenen Störungen(v.a. Alkoholismus), schwere körperliche Krankheiten, gewalttätige Umgebung, berufliche Belastungen und auch unmittelbare Ereignisse wie plötzlicher
  • culaccino 02.06.2016 01:28
    Highlight Highlight I)
    In der Schweiz versucht jeder Zehnte einmal in seinem Leben einen Suizid und pro Jahr sterben 1300-1400 Menschen, davon ca. 1000 Männer. In den Jugendjahren ist Suizid die Dritthäufigste Todesursache und die Altersgruppe 65+ weist die höchste Suizidrate auf.

    Oft sind Depression, Krankheit oder Verlust die Ursachen. Alkohol und Drogen spielen eine grosse Rolle: ca. 60% konsumieren Substanzen die enthemmend wirken oder/ und das Urteilsvermögen beeinträchtigen. Die Frage bleibt dann, ob diese Substanzen instrumentell eingesetzt wurden.


  • Aliyah 01.06.2016 23:12
    Highlight Highlight Ich höre vielfach es sei "feige" sich das Leben zu nehmen. Sehe ich anders. Ich denke eher es braucht "Mut" sich für immer das Leben zu nehmen. Habe schon oft über solche Themen auf Arbeit gesprochen. Jeder mit (s)einer psychiatrischen Diagnose sieht das anders. Kommt auch aufs Stadium an und die Krankheit selbst. Aber es ist was trauriges. Habe schon viele Leute in meinem Umfeld durch Suizid verloren. Ich denke jeden Tag an diese Personen und einfach nur an die schönen Momente die wir gemeinsam erlebten.
  • paper 01.06.2016 20:36
    Highlight Highlight Ein sehr grosser Teil (>90%) der Suizide geschieht nicht FREIwillig. Diese Menschen wollen nicht sterben, sie wollen lediglich nicht mehr weiterleben (aus diversen Gründen, oft Missbrauch, Mobbing, Druck in Arbeit/Schule, Liebeskummer, Finanzen).
    Ich habe kein Problem mit einem freiwilligen Suizid, das sind aber die, die meistens in einem gesicherten Rahmen mit Sterbehilfeorganisationen vollbracht werden. Alles andere geht aber stark in Richtung Mord, und ist deshalb zu bekämpfen, bzw auch die Ursachen dazu.
  • Bruno Wüthrich 01.06.2016 19:19
    Highlight Highlight Wer sein Leben beenden will, findet einen Weg. Dass er dabei Trauernde hinterlässt, ist meistens nicht zu vermeiden.
    Was mich immer wieder empfindlich stört, ja, - sogar mit Abscheu erfüllt ist, wenn sich Menschen vor einen Zug oder ähnliches werfen, und somit andere Menschen völlig unfreiwillig in starkem Masse mit in ihren Suizid einbinden. So etwas ist oberflächlich, völlig egoistisch und deshalb auch unverzeihlich. Auch über ihren Tod hinaus!
    Noch abscheulicher ist es, wenn (meistens Männer) Menschen andere (Partner/innen, Ex-Partner/innen und/oder ihre Kinder etc.) gleich mit umbringen.
    • SVRN5774 01.06.2016 19:59
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Habe deswegen auch kein Mitleid, wer sich auf solche Art und Weise umbringt. Denk doch mal an die traumatisierten Lokführer =(
    • pamayer 01.06.2016 23:44
      Highlight Highlight @marlin:
      Von wie vielen frauen, die mann, kind; hund und katze metzelten und sich selbst töteten hast du schon gelesen / gehört?
      Kommt höchsten alle jubeljahre (was hier ein eher geschmackloser ausdruck ist) vor. Von den anderen familiendramen - musste männerdramen heissen - hört man viel zu viel.
    • Bruno Wüthrich 02.06.2016 07:57
      Highlight Highlight @ Malin B - Es gibt auch Frauen, die morden (auch ihre Partner). Doch erstens sind es deutlich weniger, und zweitens bringen sie sich seltener hinterher selber um. Zumindest nicht beinahe zeitgleich. Diejenigen, die mit ihrer Tat nicht zurecht kommen, und sich irgendwann hinterher in der Haftanstalt doch noch umbringen, zähle ich nicht dazu. Mir geht es in meinem Post um den sogenannten erweiterten Selbstmord, und dieser wird zweifelsfrei deutlich öfters von Männern verübt.
      Solche Taten halte ich für absolut unentschuldbar und es fehlt mir jegliches Verständnis dafür.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 01.06.2016 18:03
    Highlight Highlight Ein bisschen Off Topic: Suizid kann man ja irgendwie noch verstehen. Aber der Tod an sich ist ein Skandal. Der Tod an sich ist völlig absurd, unverständlich und nicht zu begreifen. Es ist zum Davonlaufen. Irgendetwas muss vor, beim oder nach dem Urknall grauenhaft falsch gelaufen sein. (Ich meine das nicht ironisch, sondern im Ernst.)

    (Okay, wenn ich mich richtig erinnere, hat Camus das ungefähr Gleiche, aber irgendwie besser gesagt.)
    • SVRN5774 01.06.2016 20:00
      Highlight Highlight Wieso ist der Tod etwas Grauenhaftes? Ich finde ihn schön =)
    • Spooky 01.06.2016 20:22
      Highlight Highlight @SVRN5774
      Einen einfacheren Nickname hast du wohl nicht gefunden. SVRN5774! Oh je! ;-)

      Den Tod findest du schön! Hehe! Okay, ich gebe zu, deine positive Art, die Dinge zu sehen, ist irgenwie ansteckend ;-)
    • Kstyle 02.06.2016 12:21
      Highlight Highlight Sprich wie war es den so tot zu sein? Da noch keiner zurückgekommen ist kann man höchstens sagen man findet das Thema tod schön sprich beerdigungen etc.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mary Poppins 01.06.2016 17:18
    Highlight Highlight Großartige, feinfühlige Antwort, liebe Kafi! 👍
  • Thanatos 01.06.2016 16:01
    Highlight Highlight Wir wurden ja alle "unfreiwilig" auf die Welt gebracht, dann darf ich doch entscheiden, wann ich wieder gehe.
    Und alle, die das egoistisch finden, haben irgendwie nicht so viel Ahnung. Warum sollen mich die anderen interessieren, wenn ich tot bin? Sie haben ja nicht meine Probleme zu ertragen. Auch nicht wenn ich noch lebe. Das kann nur ich. Oder auch nicht.
    • rasca 01.06.2016 16:49
      Highlight Highlight Weil der Tod ist nur ein Problem für die Lebenden. Wenn du tot bist ist es vorbei für dich, fertig. Die ganzen Menschen die dich liebten müssen damit umgehen können. Darum ist es egoistisch, man macht das eigene Leid zum Problem für andere
  • SoOderSo 01.06.2016 12:41
    Highlight Highlight Diese Frage zeigt einmal mehr, dass psychische Erkrankungen immer noch ein Tabu sind und dringend mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden muss! Traurig wie man so etwas denken kann!!!😞 Gute Antwort Frau Freitag👍
    • SoOderSo 01.06.2016 16:27
      Highlight Highlight Ich meinte,es ist traurig, dass es leute gibt die denken das ein Suizid die bessere Lösung ist. Psychische Krankheiten sind vielleicht nicht immer heilbar aber man kann sie therapieren und lernen (gut) damit zu leben. Auch "kerngesunde" Menschen kann eine Depression treffen... Das vergessen leider viele
    • kafi 01.06.2016 17:34
      Highlight Highlight @Herr Weasy

      Wenn Sie noch nie eine depressive Erkrankung erlebt haben, ist es sehr schwierig für Sie nachzuempfinden, was in einem vorgeht. Das ist dann alles sehr irrational. Kein Vergleich wie sich Gedanken machen über Suizid im "gesunden" Zustand.
    • Statler 03.06.2016 09:59
      Highlight Highlight @Weasy: Solange man gesund ist, sind solche Gedanken nur Spiele. Bei psychischen Erkrankungen fehlt aber die nötige Distanz und die Überlegungen werden zu realistischen Plänen. Und spätestens dann sollte man sich Hilfe suchen.

FRAGFRAUFREITAG

Liebe Kaffi, vielen Dank, dass du mir (und vielen anderen) schon so viele Male ein Lächeln oder ein Schmunzeln aufs Gesicht gezaubert hast. 

Deine Antworten sind immer sehr bedacht, stinkehrlich und gut gewählt. Deshalb ist meine Frage an dich: Was möchtest du wissen? Deborah, 29

Liebe Deborah  Es gibt so viele Fragen, die mich immer wieder umtreiben. Einige begleiten mich schon ein Leben lang, andere sind jünger und quälen mich richtiggehend. Viele drehen sich um den Sinn oder Unsinn des Lebens, einige sind existenziell, andere eher trivial. Gerne will ich Ihnen hier eine kleine Auswahl davon offenbaren. Ich habe bewusst nach Schweregrad sortiert und werde mit den weniger drückenden enden. Schliesslich hat der Himmel nach all dem Regen aufgerissen und ich …

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