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FragFrauFreitag

Ärger in der Familie und schon bald ein Wiedersehen. Help!

Oh du Fröhliche.
Oh du Fröhliche.kafi freitag
FragFrauFreitag

Ärger in der Familie und schon bald ein Wiedersehen. Help!

Liebe Kafi, seit der Hochzeit mit meinem Mann, gibt's Spannungen zw. dessen Bruder/seiner Frau + uns. Mein Mann nimmt dies alles nicht so ernst, ich kann manche Äusserungen leider nicht so hinnehmen, v.a., wenn sie unter die Gürtellinie gehen. Seitdem wir alle nun Kinder haben, gibt es mit weitere Probleme. Neulich gab's eine Eskalation via Facebook, von der ich denke, dass dort auch persönliche Ressentiments eine Rolle spielen. Bald sehen wir uns. Wie soll ich daraufzugehen? Herzlichst, deine Kat, 32
12.12.2016, 18:3713.12.2016, 06:52
Kafi Freitag
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Liebe Kat

Hochzeiten bringen immer Spannungen mit sich, da können Sie eigentlich ganz froh sein, dass es zwischen Ihnen und Ihrem Schwager, resp. der Schwägerin etwas kriselt und nicht, wie für gewöhnlich, zwischen den Ehepartnern selbst. Grundsätzlich kann ich Sie aber beruhigen und Ihnen sagen, dass es in allen Familien knistert. Speziell vor Weihnachten! Diese heilige Zeit lässt die Menschen dünnhäutig werden und Dinge, die einen sonst nicht gross stören, werden dann gewichtig und wichtig.

Natürlich können Sie das Thema ansprechen, wenn Sie sich beim nächsten Mal sehen. Ich würde aber von einer allzu harschen Konfrontation abraten. Nicht, dass ich einem Konflikt nicht zugetan wäre, im Gegenteil! Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die eine gepflegte Schlägerei unter'm Weihnachtsbaum noch zu schätzen wissen, aber leider stehe ich mit dieser Meinung recht alleine da.

Stellen Sie stattdessen lieber Fragen. Wenn eine Äusserung fällt, die unter die Gürtellinie zielt: Fragen Sie nach. Wenn irgendwas auf Facebook eskaliert: Fragen Sie nach. Ich weiss, dass das seltsam klingt, aber es bringt tatsächlich was, wenn man erst mal nachfragt, wie das genau zu verstehen ist. Und wenn möglich in einem Ton, der nicht sarkastisch ist. Kann sein, dass das manchmal anspruchsvoll ist, wenn man selber emotional involviert ist. Aber dann fragt man halt einen Tag später nach.

Wie hast Du das gemeint? Warum sagst Du das? Was willst Du mir damit sagen? Diese Fragen nehmen dem Gegenüber oft den Wind aus den Segeln und ich denke, dass es genau das bei Ihnen jetzt braucht und nicht noch mehr Zugluft. Wenn es Ihnen gelingt, den Ball flachzuhalten, ohne den Frust runterzuschlucken, dann erweisen Sie Ihrer eigenen Familie einen grossen Dienst. Und manchmal reicht es auch, wenn man sich bewusst macht, dass man mit dem geliebten Ehepartner leider auch ein paar Arschlöcher angeheiratet hat. Was auch immer Ihren Puls kühlt, ist richtig. Denn meistens vergiften solche Geschichten schlussendlich die eigene Beziehung und das brauchen Sie nun wirklich nicht ...

Ganz herzlich; Ihre Kafi

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Kafi Freitag (40!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 11-jährigen Sohn in Zürich.

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11 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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tatugavida
12.12.2016 20:56registriert Juli 2016
Wirklich. Eine gepflegte und sachlich ausgetragene Schlägerei kann Wunder wirken. Kleiner Tipp- am besten noch vor der Bescherung!
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lilie ❤ Bambusbjörn
13.12.2016 07:40registriert Juli 2016
Die Familie zofft sich sogar auf Facebook? 😨

Da fällt mir echt nichts mehr dazu ein...
371
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E. Regiert
13.12.2016 10:09registriert November 2016
Bin voll einverstanden mit Kafi.
Nachfragen, nachfragen, nachfragen! Frei nach dem berühmten Zitat von Konrad Lorenz:
Was man auffasste, ist nicht genau das, was man hörte, ist nicht genau das, was gesagt wurde, ist nicht genau das, was gemeint war.
Es gibt keinen einzigen gesprochenen Satz, der nicht falsch verstanden, bzw. als Beleidigung aufgefasst werden könnte.
Selbst wenn man jemandem Glück wünscht, kann das als Beleidigung empfunden werden: "Was für eine Frechheit, mir vor aller Leute Unfähigkeit vozuwerfen! Dazu brauche ich kein Glück. Das kann ich auch ganz gut ohne."
Typisch Mensch.
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