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Religionen streben nach Macht – Christen ebenso wie Muslime und Hindus

Das Weltliche spielt bei Glaubensgemeinschaften oft eine ähnlich wichtige Rolle wie das Spirituelle. Nicht ohne Grund.



Bei allen Religionen und Glaubensgemeinschaften geht es in irgend einer Form ums Seelenheil. Religion ist die Antithese zum weltlichen Teil des Lebens, bei dem weniger das Sein im Mittelpunkt steht, sondern vor allem das Haben. Dieses dient dazu, die Existenz und das Überleben zu sichern. Die Aufgabenteilung ist klar.

So jedenfalls verhält es sich in der Theorie. Doch wie so oft sieht die Praxis anders aus: Bei den grossen Glaubensgemeinschaften geht es immer auch um Einfluss, Macht und Reichtum. Sonst wären sie nicht gross geworden. Es geht oft so sehr ums Weltliche, dass das Spirituelle oder Religiöse fast wie ein Feigenblatt erscheint.

Bischof Vitus Huonder nach seiner Fuerbitte. Die Bischoefe hielten nach der Bischofskonferenz das Mittagsgebet in der Gnadenkapelle der Klosterkirche ab. (KEYSTONE/EQ IMAGES/Andy Mueller)

Der Prunk der katholischen Kirche: Bischof Vitus Huonder in der Gnadenkapelle der Klosterkirche Einsiedeln. bild: keystone

Die christlichen Kirchen, die Demut und Barmherzigkeit predigen, sind wohl die grössten Sünder. Sie legten sich in der Frühzeit mit den Mächtigen ins Bett, waren an der Macht beteiligt, zettelten Kriege an und rissen sich grosse Ländereien unter den Nagel, von denen sie teilweise heute noch profitieren. Sie verteidigten ihre Machtstellung mit Krallen und Klauen.

Ohne Geld geht: Nix

Andersdenkende und vermeintlich Besessene wurden gefoltert oder auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Dabei spielten Geistliche indirekt auch Richter. Die Inquisition ist aber nur eines der düsteren Kapitel des Christentums.

Es braucht viel Geld, um die Macht zu erlangen und zu bewahren. Früher schröpfte die Kirche ihre Gläubigen, indem sie beim Ablasshandel Tickets für den Himmel verkaufte. Die Armen konnten schauen, wo sie blieben.

WORLD PRESS PHOTO OF THE YEAR NOMINEE - 28 September 2017
The bodies of Rohingya refugees are laid out after the boat in which they
were attempting to flee Myanmar capsized about eight kilometers off Inani
Beach, near Cox's Bazar, Bangladesh. Around 100 people were on the boat
before it capsized. There were 17 survivors. (Patrick Brown, Panos Pictures, for Unicef)

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Die Vertreibung der Rohingyas aus Burma hat Hunderte Opfer gefordert. Bild: keystone

Inzwischen hat sich die Politik der christlichen Kirchen gesittet. Die Tradition, dass das Haben ähnlich wichtig ist wie das Sein, hat aber überdauert. Der Prunk der katholischen Kirchen demonstriert es. Viele hohe Geistliche lassen es sich auch leiblich sehr gut gehen, wie auf den Fotos von Bischöfen und Kardinälen bei Konferenzen zu sehen ist.

Aber auch die Frommen aus den Freikirchen, die gern Jesus nacheifern, sahnen kräftig ab und verlangen zehn Prozent des Einkommens der Gläubigen. Und sie streben nach weltlicher Macht, wie aktuell in den USA und Brasilien zu beobachten ist: Ohne ihre Unterstützung wären die beiden skrupellosen Politiker Trump und Bolsonaro nicht an die Macht gekommen.

Der Kampf gegen Abtreibungen

Der Kuhhandel der Frommen: Wir wählen euch, wenn ihr Abtreibungen und Schwulenehen bekämpft, das liberale Waffenrecht verteidigt und euch in den Schulen für die Schöpfungslehre einsetzt. Egal, wie gross euer Sündenregister ist.

Der Islam ist kein Deut besser. Die radikalen Kräfte streben eine Theokratie an und wollen Gottesstaaten errichten. Und ihr teilweise gewalttätiges Missionsgebaren macht den politischen Anspruch deutlich. Dass die radikalen Kräfte nicht davor zurückschrecken, im Namen von Allah auch heute noch Kriege vom Zaun zu reissen und Anschläge zu organisieren, macht ihren Machtanspruch deutlich.

Aber auch Hindus und Buddhisten scheuen sich nicht, ihre weltlichen Interessen mit Gewalt durchzusetzen. In Indien attackieren Hindu-Nationalisten oft religiöse Minderheiten. Dabei war der Subkontinent früher ein Musterland was die religiöse Toleranz betrifft.

Kirchen und Moscheen brennen nieder

Seit Ministerpräsident Narendra Modi an der Macht ist, kommt es aber vermehrt zu religiösen Auseinandersetzungen. Er ist der Chef der hindunationalistischen Partei BJP, was die Verquickung von Politik und Religion aufzeigt. Seither werden nicht nur Moscheen in Brand gesetzt, sondern auch christliche Kirchen.

Aber auch die als gewaltfrei gepriesenen Buddhisten können rabiat werden, wie das Beispiel der muslimischen Rohingyas in Burma zeigt. Sie wurden vertrieben, ermordet und ihre Dörfer teilweise niedergebrannt.

Was das Haben betrifft: An bekannten hinduistischen und buddhistischen Pilgerstätten sind mehrere Angestellte damit beschäftigt, täglich die Spendengelder zu zählen, die in riesige Boxen geworfen werden. Die armen Pilger hoffen, für ihre Spendefreudigkeit von den Göttern oder höheren Mächten belohnt zu werden. Sie werden dabei noch ärmer, machen aber mit ihren Opfern die Glaubensgemeinschaften reich und mächtig.

Religionen tun im sozialen Bereich sicher viel Gutes. Solang sie aber ihre Gier nach Macht und Geld nicht zügeln, fällt die Gesamtbilanz sehr durchzogen aus.

Schlussbemerkung: Wir haben hier oft über Freikirchen diskutiert. Wer sich über ihre Methoden der Vereinnahmung informieren möchte, sollte den neuen Film von Simon Jaquemet «Der Unschuldige» anschauen, der soeben in den Kinos angelaufen ist.

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Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Nate Summer-Cook 07.11.2018 07:09
    Highlight Highlight Natürlich kenne ich nicht alle Freikirchen, aber nach meiner Erfahrung (und nach der Bibel) geht es beim Zehnten (10%) nicht um Geld für die Kirche, sondern für die Bedürftigen. Logisch braucht die Kirche auch was, denn Freikirchen profitieren ja nicht von einer Kirchensteuer und ein Pfarrer muss ja doch auch überleben und das Kirchengebäude erhalten bleiben...
    Und von Zwang kann auch nicht die Rede sein: „Jeder gebe, wie er sich in seinem Herzen vorgenommen hat: nicht mit Verdruss oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber liebt Gott.“, 2. Korinther 9,7
    • Michael Bamberger 07.11.2018 11:11
      Highlight Highlight "...geht es beim Zehnten (10%) nicht um Geld für die Kirche, sondern für die Bedürftigen."

      "Anders als die Landeskirchen lassen die Freikirchen keine Kirchensteuern vom Staat einziehen. Sie finanzieren sich durch direkte Zuwendungen der Mitglieder. Viele Freikirchen erwarten von ihren Mitgliedern den Zehnt als freiwillige Abgabe." (Wikipedia)

    • Michael Bamberger 07.11.2018 11:17
      Highlight Highlight "...aber nach meiner Erfahrung (und nach der Bibel) geht es beim Zehnten (10%) nicht um Geld für die Kirche, sondern für die Bedürftigen."

      "Und aller Zehnte des Landes, vom Samen des Landes, von der Frucht der Bäume, gehört dem Herrn; er ist dem Herrn heilig." (3. Mose 27,30)
  • Alienus 06.11.2018 18:21
    Highlight Highlight Durch Herz-Jesu-Erbauung von vera.vox ist mir folgende Bodensee-Saga wieder eingefallen:

    Bei einer Auseinandersetzung in der Barockzeit um ein Waldstück in einem Grenzgewann zwischen der freien Reichsstadt Überlingen und dem Bischof von Konstanz verlange der Richter eine eidliche Aussage des Försters, der dort hauste.

    Nun, der schwor, dass „er auf Überlinger Boden stehe, so wahr der Schöpfer über ihm sei“!

    Tja, der Bursche hatte Boden aus Ü in die Stiefel gekippt und sich einen Saucen-Schöpfer in den Hut geschoben.

    Fazit: Der Förster solle ein direkter Vorfahre von Donald Trump sein.
    • Pasionaria 06.11.2018 21:05
      Highlight Highlight Nettes Geschichtlein, zudem
      wird auch verständlich, warum Trump meist nur > Stiefel erzählt und wie seine bekloppte Frisur entstand!!
  • Visitor 06.11.2018 14:27
    Highlight Highlight Glaube ist schön.
    Glaube ist einfach.
    Glaube ist positiv.
    Glaube ist hilfreich fürs Leben.
    Glaube fühlt sich als etwas Klares an.

    Religionen machen Glaube oft unschön.
    Religionen machen Glaube oft kompliziert.
    Religionen stellen einem oft Stolpersteine in den Weg.
    Religionen können einem verwirren.

    Nicht nur Religionen machen Glaube oft unschön.
    Nicht nur Religionen machen Glaube oft kompliziert.
    Nicht nur Religionen stellen einem oft Stolpersteine in den Weg.
    Nicht nur Religionen können einem verwirren.
    • Agnos ~ 06.11.2018 18:41
      Highlight Highlight Den christl. Org. ein Gläubiger zu abgelten der Schuld ist unschön, und tilgt nichts von dem was geschehen ist, es ist wie es ist, nichts und niemals wird's ungeschehen machen, auch das Vermögen nicht.

      In keiner der Evangelien fordert Christus alias Jesus, den geforderten Zehnten an die Elite christl. Gemeinde zu zahlen!

      Daher gehe ich davon aus, dass Zehntenforderung im NT nicht aus dem Urtext sein kann, sondern hinzu geflickt wurde.


      Leichtgläubig macht keinen Sinn, sondern nur sich der Sache gewiss.
    • Anam.Cara 07.11.2018 07:53
      Highlight Highlight Agnos: danach untersteht jeder Christ einer Art von Sippenhaft, weil die Kirche früher furchtbares getan hat?
      Oder verstehe ich deine etwas verwirrenden Sätze falsch?
    • Rabbi Jussuf 07.11.2018 11:02
      Highlight Highlight Anam
      Wieso früher?
      Das Zölibat besteht immer noch und ist ein Grund und Auslöser für einiges Schlimme, das immer noch stattfindet.
      Sippenhaft? Im Grunde schon, wenn man partout nicht sehen will, dass so einige Glaubensgrundsätze wiederum Auslöser und Gründe für weitere furchtbare Sachen der Kirche sind und sein werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Share 05.11.2018 21:41
    Highlight Highlight Wirklich ein Feigenblatt? Nicht bereits Echo (der Staat) und Narziss (die Konfession)? Nymph und Pan?
    Fehlt das Martyrium. Und dieses ist das entscheidende Moment der Personifizierung des Glaubens, etwelchen Glaubens. Denn dieser folgt der Illusion, die unreflektierte Fantasie erzeugt. Aufklärung von Aussen schafft neue Illusionen. Aufklärung bedeutet aber Orientierung nach Innen, eine Art der Befreiung (für Buddhisten: Entleerung). Vielleicht hat Harari doch nicht so unrecht?
    • rodolofo 06.11.2018 08:38
      Highlight Highlight Wer ist Harari?
      Die Auto-Korrektur kennt auch nur Havarie.
    • Share 06.11.2018 15:10
      Highlight Highlight So unwissend kannst du nicht sein, oder? Herr Harari, tatsächlich ein Mensch-obwohl ich das nicht bezeugen kann, weil mir persönlich noch nie begegnet, ist Professor für Geschichte.
  • The Konrad 05.11.2018 18:46
    Highlight Highlight Ich weiss nicht wie realistisch dieser Film ist, aber er kann schon einiges erklären, oder?
    Play Icon
    .be
  • wasathe 05.11.2018 09:13
    Highlight Highlight Wo Menschen sind, ist das streben nach Macht immer vorhanden. Ein gemeinsam gibt es nicht, da so viele Menschen Egoistisch denken. Da spielt es keine Rolle ob ein Mensch sich einer Religion oder dem Atheismus zuordnet.
    "Liebe deinen nächsten wie dich selbst", dann würde die Welt schon völlig anders aussehen.
    • rodolofo 06.11.2018 08:48
      Highlight Highlight Es gibt auch das Phänomen der "delegierten Macht".
      Das heisst, EIN Mensch lebt stellvertretend für die anderen Mitglieder einer Gruppe das Bedürfnis nach Macht aus.
      Diesen Dominanz-Trieb tragen alle Menschen in sich, wissen aber auch, dass eine solche Machtausübung nicht möglich wäre, wenn ALLE Mitglieder der Gruppe gleichermassen dominieren wollten.
      So unterdrücken die (freiwilligen!) Untertanen bei sich selber den Macht-Trieb, damit dafür ein "Alpha-Mensch" als König, oder Königin herrschen kann.
      Beispiele:
      - Die Fans des Englischen Königshauses
      - Ein Wolfsrudel
      - Die SM-Szene
      ...
    • rodolofo 06.11.2018 08:58
      Highlight Highlight ...
      Die Englische Königin soll einmal Interesse an Afghanistan als weiterer Kolonie für das British Empire gehabt haben.
      Also lud sie Afghanische Würdenträger zu einer Party in Kabul ein und fragte sie, wer von ihnen der Anführer sei.
      Alle reckten ihre Arme in die Höhe.
      -"Ich bin der Anführer!"
      -"Nein, ICH bin der Anführer!"
      Usw.
      Jeder von den geladenen Gästen wollte also der Anführer aller Afghanen sein.
      Da sagte die Königin zu ihren Beratern:
      "Lasst uns möglichst schnell von hier verschwinden! Mit diesen Raufbolden und groben Barbaren ist kein Blumentopf zu gewinnen!"
    • Agnos ~ 06.11.2018 19:34
      Highlight Highlight
      Hinter der Schürze einer Frau zu verbergen, u. von hinten auf ihr zu zeigen, ist nicht klug u. erst recht vermessen, (Rodolofo.)

      Das kommmt mir vor wie bei der Sendung: Bauer Ledig sucht ... aber bitte wo anders!

      Wo dein Königreich finden willst ist ihnen vorbehalten, aber suchen sie nicht am falschen Ort.

      Selbst Könige sahen sich als geistliche Würdenträger dem Reich Gottes, wie der Sonnenkönig aus Frankreich, der allen das Himmelreich versprach.

      Viele von den sich zu Gottkönig ernannten, gibt es heute noch, die ihre Zehntenanzeil von ihren gläubigen Untertanen anfordern.



    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 04.11.2018 20:08
    Highlight Highlight "Seither werden nicht nur Moscheen in Brand gesetzt, sondern auch christliche Kirchen."

    Der Islam und das Christentum sind missionarische Religionen. Beide Religionen glauben, die Wahrheit zu kennen.

    Die Hindus tun gut daran, den Muslimi und den Christen zu zeigen, wo die Götter hocken.
    • Pasionaria 05.11.2018 00:45
      Highlight Highlight Wie bitte, ach so friedfertig-Hindu-minded Spooky?
      Wieder einmal auf der falschen Spur eingebogen?

      Was meint man(n) dazu:
      "Seit Premierminister Narendra Modi im Mai 2014 die Macht übernommen hat, wurden mehr als 760 Gewalttaten gegen religiöse Minderheiten begangen. Die Religionsfreiheit in Indien ist in akuter Gefahr. Premierminister Modi muss seinen dürftigen Lippenbekenntnissen zur Glaubensfreiheit endlich Taten folgen lassen, um den Frieden zwischen den Religionsgemeinschaften in Indien zu sichern und menschenrechtliche Grundstandards in Asiens größter Demokratie zu gewährleisten“
      Hm...
    • rodolofo 05.11.2018 07:46
      Highlight Highlight Spooky,
      hast Du einen Indischen Migrationshintergrund?
    • Spooky 05.11.2018 11:39
      Highlight Highlight rodolofo: Nein. Meine Vorfahren mütterlicherseits waren Alemannen, diejenigen väterlicherseits Langobarden. Ich habe also einen heidnischen Migrationshintergrund ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hypatia 04.11.2018 11:55
    Highlight Highlight Macht ist durchaus ein interessanter Begriff und lässt sich nicht nur in Bezug auf Religionen anwenden. Jede grössere oder kleinere Gruppierung, ja jedes einzelne Individuum übt Macht aus. Dabei steht wohl zumeist der negative Aspekt im Vordergrund. Macht aber ist nicht unbedingt nur repressiv, sie hat auch eine integrative und produktive Funktion.

    Wir sollten das bei dieser Diskussion nicht vergessen und vielleicht einmal (wieder) Foucault und Nietzsche lesen.
    • vera.vox 04.11.2018 12:28
      Highlight Highlight Oder Koran und Bibel.

      Damit wir uns die positive Macht des Schöpfers wieder bewusst werden. Ohne Macht hätte der liebe Gott uns und unsere wunderbare Erde nicht schöpfen können.
    • Alienus 04.11.2018 20:53
      Highlight Highlight realer.fake

      Hm, mit was würde uns der liebe Gott den schöpfen?

      Mit einem Schöpfer für Suppe oder doch für Sauce?

      Wieder eine Frage zu der Unendlichkeit der Weisheit von vera.vox.
    • Pasionaria 04.11.2018 23:38
      Highlight Highlight Oh, Alienus, hast Du denn nicht bemerkt, dass es sich bei > real.fake's Glosse um mehrfaches Vertippen handelt. Er wollte u.a. doch > schroepfen schreiben, also:
      "Damit wir uns die folgenschwere Macht des Schröpfers wieder bewusst werden. Ohne Macht hätte der liebe Gott uns und unsere wunderbare Erde nicht schröpfen können."
    Weitere Antworten anzeigen
  • vera.vox 04.11.2018 11:35
    Highlight Highlight In unserer christlichen, pluralistischen Kultur leben Gläubige diverser Religionen friedlich zusammen. Offensichtlich stört das atheistisch Irrgläubige,
    darum setzen sie alle Religionen, auf die Anklagebank.
    Ihr aggressiver Säkularismus bedroht unsere interreligiöse Zivilisation. Um Gegensteuer zugeben braucht es mehr Christen, Muslime, etc., die auf allen Ebenen der Politik tätig sind.
    Unsere ganze Kultur ist vom Glauben an unseren Schöpfer geprägt.
    Wenn diese Wurzeln durch militante Atheisten zerstört werden, ist fertig: Frieden, Nächstenliebe, Ethik und unsere Seelen wandern in die Hölle
    User Image
    • JackMac 04.11.2018 13:52
      Highlight Highlight Totaler Quark was du hier schreibst!
      Der Vergleich mit ein paar Despoten macht es auch nicht besser.
      Zu viele Völkerstämme und Kulturen wurden im Namen der Religionen vernichtet.
    • blaubar 04.11.2018 19:33
      Highlight Highlight Man könnte sich überlegen, dass Machtanspruch schlicht nichts mit Religion im Speziellen zu tun hat. Sie tritt nämlich überall auf, wo grössere Menschengruppen entstehen. Das fängt beim Lehrer an und hört beim Papst auf, überall gibt es Despoten.
    • Pasionaria 05.11.2018 00:01
      Highlight Highlight .....vox
      2/2
      "Es war einer der schlimmsten Fälle: Ein Mädchen wurde von einer Gruppe Evangelikaler mit Steinen beworfen, als sie einen afrobrasilianischen Tempel verließ. Sie wurde getroffen und starb fast. In Schulen werden Kinder schlecht behandelt, weil sie Anhänger der Candomblé- oder der Umbanda-Religion oder Ungläubige sind – von Lehrern eines weltlichen Staates! Es kommt zu Konflikten zwischen Nachbarn und in Familien.“
      Ist das, was sich Ihr christliches Herz wuenscht? Da kann man nur sagen: im Namen des V., des S. und des unhl. Geistes!

    Weitere Antworten anzeigen
  • Torkar 04.11.2018 10:35
    Highlight Highlight Persönlich erlebtes Beispiel für die Geldgier der evangelischen Kirche in der Schweiz:
    Bei meinem Stiefsohn wurde beim Geburtsschein konfessionslos angegeben. Als er vier Jahre alt war, wurde meine Frau von der evangelischen Kirche, wegen nichtbezahlen der Kirchensteuer betrieben...
    Sie selbst war schon immer konfessionslos...
    Es brauchte einiges an Effort den Eintrag ins Betreibungsregister zu löschen. Erst nach Androhung den Rechtsweg zu bestreiten, wurde die Betreibung zurückgezogen.
    Vierjährige Kinder, resp. gesetzliche Vertreter betreiben geht scheinbar...
  • Snowy 04.11.2018 09:21
    Highlight Highlight .
    User Image
    • Pasionaria 05.11.2018 00:50
      Highlight Highlight So ist es, oder in Steven Weinberg´s Worten:
      Religion ist eine Beleidigung für die menschliche Würde. Mit oder ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und schlechte Menschen Schlechtes. Aber damit gute Menschen schlechtes tun, dafür braucht es Religion.“

  • Spooky 04.11.2018 07:59
    Highlight Highlight "Religionen streben nach Macht – Christen ebenso wie Muslime und Hindus"

    Die Neuheiden nicht vergessen!
  • Pasionaria 04.11.2018 02:05
    Highlight Highlight 2/2
    ….. sehr beaengstigend. Unmoeglich, alle aktuellen, unheilvollen Allianzen Religion/Poilitik hier mit 600 Anschlaegen zu erwaehnen.
    Momentan kommt m.E. die groesste Gefahr von den evang. Freikirchen in Amerika und Afrika, wo ultra-rechte Diktatoren/Autokraten/Psychopathen die Welt rueckentwickeln wollen.
    Aber auch in muslimischen Laendern oder in Russland u.v.m. hat die Religión einen miserablen Einfluss auf die politische Kaste.
    Fazit: Religion fuer Macht zu nutzen und deren Kraft zu mobilisieren = taktische Ressource

    Oh God (sollte es Dich wider jeglichen Verstandes doch geben) HELP!
    • Gähn 04.11.2018 08:58
      Highlight Highlight Zu deinen beiden Beiträgen:
      Super geschrieben. 👏👏
  • Pasionaria 04.11.2018 01:50
    Highlight Highlight 1/2
    Auch wenn hier ein paar Fundis es anders sehen wollen, H. Stamm´s Erlaeuterungen treffen leider allesamt zu und sind gut auf den Punkt gebracht > Macht zieht immer Religion an vice versa.
    Koennt Ihr Fundis hier wirklich, und ohne zu erroeten, von positiver Wirkung von Religión auf die Politik sprechen? Selbst ihr muesst zugeben, dass dort, wo sich Religion und Politik zu nahe kommen, es gefaehrlich wird.
    Im Gegensatz zu Europa, wo die Religion GsD immer weniger Bedeutung hat, ist die Entwicklung weltweit verheerend. Ueberall bilden sich unheilige Allianzen zwischen Religión und Politik.
    • rodolofo 04.11.2018 10:11
      Highlight Highlight Und was ist mit dem Glauben an "Den Markt"?
      Das ist doch auch wieder so eine Art Evangelium:
      "Banker im Tresor,
      Gib uns unser tägliches Geld,
      Und streiche nie die Schulden!
      Denn wir sind die Gläubiger,
      die ein Anrecht haben auf Zins und Zinseszinsen
      UND den geschuldeten Gesamtbetrag!
      Selig sind die Reichen,
      denn ihnen gehören die Villa, die Yacht und die umlimitierte Kreditkarte!
      Eher kommt ein Nilpferd durch ein Nadelöhr, als ein Armer aus dem Süden über die gut bewachte Aussengrenze von USA und Europa!"
      Und so weiter...
    • Agnos ~ 04.11.2018 18:28
      Highlight Highlight Aus der Seligpreisung ist da passendes zu finden?

      Glücklich die um meines Namen hungern,glücklich die verfolgt werden,glücklich die gestalkt werden, u.glücklich die da leiden,Quo Vadis

      Was für ein Humbug von Christen da herausgenommen wird,um Flüchtenden zu vertrösten,um nicht selbst handanzulegen,u.etwas von ihren Reichtum zu Opfern.

      Einen rel. Rhetoriker kann gleich einem Winkel-Advokaten verglichen werden,der aus seiner Bibel für die Machenschaften jedes seiner Schäfchen u. sich selbst,einen passenden Vers als Himmels-Pass anfertigt,der damit tun u.lassen kann,wie es ihm genehm ist.
  • rodolofo 03.11.2018 17:49
    Highlight Highlight Diesen Gegensatz zwischen Theorie und Praxis finden wir sowohl bei Religionen, als auch bei Parteien, Gemeinschaften, Nationen, Familien, Vereinen, und und und!
    Die Ideologien und moralischen "Werte" werden hochgehalten und dann mit erzieherischer Gewalt durchgesetzt, im Stil von "Ihr müsst einander LIEBENNN!!!"
    Es ist völlig klar, dass ein solchermassen erzwungenes "Lieben" niemals funktionieren wird, weil es nicht funktionieren KANN!
    Liebe kann nur FREIWILLIG existieren, als spontane, oft flüchtige Zuneigung, vergleichbar mit einer wunderschönen Blume, die später verwelkt und abfällt...
    • Share 03.11.2018 19:49
      Highlight Highlight Zum Glück gibt es Formaldehyds. Und Flaschen, die das Flüchtige zurückhalten Vermögen.
    • Anam.Cara 08.11.2018 07:21
      Highlight Highlight Es gibt verschiedene Arten von Liebe, rodolofo. Jene, die uns für einen bestimmten Menschen Feuer und Flamme werden lässt. Und jene, die uns dazu bringt, die Welt umarmen zu wollen und die anderen Menschen einfach zu mögen. (Um nur zwei Arten zu nennen).
      Beide sind freiwillig, da hast du recht. Die erstere passiert einfach und lässt sich weder bremsen noch unterdrücken.
      Die zweitere kann man jedoch lernen und trainieren.
  • cero 03.11.2018 16:48
    Highlight Highlight Der Versuchung der Macht zu widerstehen ist (fast?) unmöglich. Sie kommt schleichend - man möchte toleriert sein, dann man ernst genommen werden, dann "Recht" haben, dann will man sich im durchsetzen können - und plötzlich ist jedes Mittel recht. Das gilt für die Religion aber auch für andere Player (politisch, gesellschaftlich).
    Es ist auch ein Wahrheitsanspruch, auf die zu zeigen, die es 'Falsch' machen.
    Spielt keine Rolle, wenn man kaum Macht hat - aber was, wenn man plötzlich bestimmen kann?
    Wird man die Grösse haben, die zu tolerieren, die man bis anhin als intolerant bekämpfte?
  • Ursus der Rächer 03.11.2018 16:07
    Highlight Highlight Religionen und Anstand und Ethik schliessen sich aus! Ganz egal, welche Religion. Die Einen einfach etwas drastischer und andere weniger!
    • Anam.Cara 08.11.2018 07:30
      Highlight Highlight Ungläubige sind in ihrem Hass auf Religionen dogmatischer als der Vatikan. Ganz egal aus welchem Grund sie dagegen sind.

      Ich mag Beiträge mit Verallgemeinerungen, Hüftschüssen und Rundumschlägen. Gerade von Leuten, die bei anderen Themen wesentlich differenzierter diskutieren können...
  • Denverclan 03.11.2018 14:28
    Highlight Highlight Lieber Herr Stamm, es sind nicht Religionen oder Staaten oder was sonst noch für Gemeinschaften pauschal Schuld am Desaster in dieser Welt! Es ist der einzelne Mensch.Jeder einzelne Erdenbürger trägt seinen Beitrag dazu bei. Jeder Einzelne hat die Wahl sich für oder gegen etwas zu entscheiden. Hören wir doch auf, im Jahre 2018 immer noch die Schuld bei den Institutionen oder beim Anderen zu suchen und zu finden. WIR entscheiden was in unserem Kopf Platz haben soll....niemand zwingt uns ein Leben zu führen das wir nicht wollen, niemand. Lebe dein Leben ohne zu missionieren, lebe einfach vor...
    • Regas 03.11.2018 16:07
      Highlight Highlight Damit macht man halt einfach die Rechnung ohne den Wirt.
    • JackMac 03.11.2018 17:30
      Highlight Highlight Falsch, Religionen instrumentalisieren Leute und ganze Völkergruppen übermassen.
      Weg vom Monotheismus.
    • Denverclan 03.11.2018 17:41
      Highlight Highlight @Regas: Oder der Weg des geringsten Widerstandes....ohne Kraftakt jedes Einzelnen wird sich nie etwas ändern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toni.Stark 03.11.2018 13:37
    Highlight Highlight Alle streben nach Macht! Einige machen es einfach auf die fromme Tour!
    • rodolofo 03.11.2018 18:03
      Highlight Highlight Es gibt auch sehr viele Menschen, die ganz bewusst auch zu viel Macht verzichten, weil sie sehen, wie ungesund sich zu viel Macht auf Mächtige auswirkt:
      Sie "überborden" und nehmen sich selbst und ihre "Grosse Sache" viel zu wichtig.
      So werden sie zuerst nervig und dann unausstehlich.
      Solche Menschen im Machtrausch muss man wieder auf den Boden zurück holen, indem man ihre Machtspielchen nicht mitspielt!
      Der beste Freund des Mächtigen ist der Rebell...
    • Share 03.11.2018 19:54
      Highlight Highlight ...oder heisst Moses und ist ein Freund des Pharao...
  • mogad 03.11.2018 13:29
    Highlight Highlight Stimmt ja Alles. Frage ist: wäre die Welt ohne Religionen besser? Abgesehen davon gibt es in den Religionen nicht nur Macht- Sex- und Geldgier, sondern auch Engagement für Flüchtlinge, Arme und Einsame. Klar, muss man nicht einer Religion angehören, um Gutes tun zu können. Trotzdem sollte nicht einseitig nur das Negative aufgezählt werden. Das ergibt ein schiefes, sprich falsches Bild.
    • Toni.Stark 03.11.2018 14:20
      Highlight Highlight Word!
    • Halb Wissen 03.11.2018 15:54
      Highlight Highlight Es wird im Artikel genau darauf hingewiesen; auch wenn kurz geraten.
    • Anam.Cara 08.11.2018 07:36
      Highlight Highlight Danke mogad. Die Kommentarspalten sind voll von Menschen, die in aller Vehemenz jede Art von Religion verteufeln und jeden Gläbigen als Monster oder als Dummkopf darstellen. Das ist kein Austausch, sondern Bashing...
  • blaubar 03.11.2018 13:24
    Highlight Highlight Menschen streben nach Macht. Überall. Religionen eher nicht.
    • Regas 03.11.2018 16:03
      Highlight Highlight Religionen als solche streben nach nichts, es sind die Menschen die die Religion benutzen um Macht zu erlangen.
    • Klaus07 03.11.2018 16:27
      Highlight Highlight @ Regas
      Und für was genau braucht es dann Religionen?
    • blaubar 05.11.2018 12:13
      Highlight Highlight „es“ braucht keine Religionen. Manche Menschen wollen eine. Ich bin dagegen, Macht und Religion vom Mensch abgetrennt zu betrachten, da sinnfrei.
  • Niliya Vontülen 03.11.2018 12:09
    Highlight Highlight Ja mit Religionen ist es so ein Ding. Genauso wie es allgemein mit Gruppierungen ist. Das geht über das Thema Religion hinaus. Im Urwesen 'Mensch' steckt das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und dessen Bezeichnung: Ich bin ..... ! Das ist grundsätzlich nicht verwerflich. Das Problem entsteht dann, wenn es um die Definition der Gruppe und dessen Charakter geht. Da kommen dann die führenden Persönlichkeiten, die oftmals in diesem Machtwunsch schwelgen, zum Zug. So kann der Mensch dann manipuliert werden - vom Menschen. 'Gott' ist nur die Maske dafür. Der Fisch stinkt zuerst immer am Kopf.
    • Share 03.11.2018 13:02
      Highlight Highlight Da fällt mir auf, das Beherrschen schon Fünfjährige. Durch Nachahmung des Durchsetzungsfähigsten. Durch das Recht des Stärkeren. Ist nicht in jedem Fall der Kopf.
  • Zeit_Genosse 03.11.2018 11:35
    Highlight Highlight Religion war der Versuch das Raubtier Mensch zu zähmen durch Bändigung. Das geht nur mit Macht, Geld und Einflussnahme. Warum sollen Religionen sich da von anderen Organisationen, wie politischen Parteien, unterscheiden. Beide wollen gutes bewirken aus Sicht der Gruppierung und richten Schaden aus Sicht anderer Gruppierungen an. Wie wäre die Frage, was wäre ohne Religionen passiert? Wie viele Tote hätte das ergeben. Der falierte Versuch Menschen zum Guten zu führen zieht sich nicht nur durch Religionen, Sekten, sondern auch durch die Politik, die sich gegenseitig Macht zusprachen.
    • Share 03.11.2018 13:05
      Highlight Highlight Gell, Patriarchat ist Patriarchat.
  • Gummibär 03.11.2018 11:26
    Highlight Highlight "Dabei war der Subkontinent (Indien)früher ein Musterland was die religiöse Toleranz betrifft."
    Hier irrt Hugo Stamm.
    1947 Partition 1'000'000 Tote
    1984 Anti-Sikh progrom 8000 Tote
    1992 Babri Masjid riots 2000 Tote

    Religionen, Machtanspruch und Verfolgung von Minoritäten sind offenbar weltweit nicht voneinander zu trennen.
    User Image
  • Imnon 03.11.2018 11:12
    Highlight Highlight Einst fragte ich zu Besuch als Teenager in einem goldverzierten Kloster eine Nonne, warum sie nicht das ganze Gold verkaufen und mit dem Geld Essen an die Hungrigen der Welt verteilen.
    Und obwohl das bald 50 Jahre her ist, erinnere ich mich an ihre Antwort als wär's gestern gewesen. Wortwörtlich, ich hab sogar noch ihren Tonfall im Ohr: "Und wenn wir alles Gold und allen Reichtum der Kirche verkaufen würden, würde es doch nie reichen, um alle satt zu machen. Aber nichts ist zu teuer, um Gott den Herrn zu ehren."
    Auf Einwände und Nachfragen reagierte sie nicht mehr, sondern rauschte davon.
    • Share 03.11.2018 11:38
      Highlight Highlight Fünfzig Jahre?
      Vielleicht wird es so verständlicher: Wenn schon Patriarchat, dann bitte ohne Ehemann.
    • mogad 03.11.2018 13:35
      Highlight Highlight Tja. Das Gold ist eine dünne Schicht Blattgold, darunter ist Alles aus Holz!
    • Stichelei 03.11.2018 13:59
      Highlight Highlight @share: Du scheinst ja eine richtige Obsession mit dem Patriarchat zu haben. Waren die Nonnen in Irland, die die Kinder vernachlässigt und dann verbuddelt haben etwa Männer? Die ‚patriarchalen‘ Machtstrukturen funktionieren in Gemeinschaften mit ausschliesslich Frauen offensichtlich auch sehr gut.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Imnon 03.11.2018 11:07
    Highlight Highlight Vom Hobbyverein bis zur Weltpolitik gilt dasselbe: Es sind immer die Asozialsten, die es in die Boss-Ränge schaffen. Das ist ein menschliches Problem, kein religiöses.
    Nahezu alle Führer, egal welcher Organisation, streuen ihren Schäfchen Sand in die Augen, während sie sie zur Schlachtbank führen. Sie predigen ihrem Gefolge Wasser und trinken selbst Wein.
    • Share 03.11.2018 11:39
      Highlight Highlight Ein männliches Problem, also bitte.
    • smartash 03.11.2018 14:08
      Highlight Highlight @share

      soll das bedeuten, dass frauen nicht auf skrupellose weise nach macht streben können?

      ein wenig sexistisch diese haltung, nicht?
    • Imnon 03.11.2018 14:29
      Highlight Highlight @Share. Ich halte nichts davon, die Schuld für Probleme nur einem Geschlecht anzulasten. Zwar herrscht noch starkes Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern. Aber die Gier nach Macht ist definitiv nicht ausschliesslich männlich. Man sollte sich, wenn du es auf Mann münzen willst, eher fragen, woher kommt es, dass in fast allen Machtpositionen Männer sind. Und das verdanken wir den Religionen, die allesamt patriarchal ausgerichtet sind und ihren Wahn auf die Gesellschaften übertragen haben. Man kann nicht mehrere Jahrtausende Gewohnheiten in 100 Jahren überwinden. Aber wir arbeiten daran.
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 03.11.2018 10:31
    Highlight Highlight Viele hohe Geistliche lassen es sich auch leiblich sehr gut gehen, wie auf den Fotos von Bischöfen und Kardinälen zu sehen ist..

    Hugo Stamm hat in diesem Punkt recht.
    User Image
    • Agnos ~ 03.11.2018 11:57
      Highlight Highlight N.Y.P. Die Nahrung müssen bei Fettleibigkeit nicht die Essration ausmachen, u. noch was sich über das Äussere sich lustig zu machen ist nicht angebracht.Nur so zu ihrer Information! Ein Evang. sagte mir, dass ihm eine höhere Kirchensteuer verlangt wird, als andern Landeskirchen. Dass viel abgesahnt wird ist kein Geheimnis, u. ob Geistlichen ihren Lohn gerecht werden, ist nicht allen gleich beschwert. Über die Höhe der Kirchensteuer entscheidet der Kirchenrat, u. Kirchgemeinde, u. wer dafür sorgen will, dass die Kirchensteuer nicht zu hoch ausfällt, soll da mitentscheiden.




    • N. Y. P. 03.11.2018 12:19
      Highlight Highlight Nun gut, es ist wirklich kein Geheimnis, dass es sich das Kirchenpersonal gut gehen lässt. Ich habe ein Photo zum Thema beigesteuert, das Hugo Stamm im Artikel ja anspricht.

      Und :

      Alle Bischöfe sind wohlgenährt. Diese Bischöfe rufen jährlich zum Fastenopfer auf. Auch das kommt bei mir ein wenig schräg rein.
    • Oxymora 03.11.2018 12:22
      Highlight Highlight @Agnos ~

      “Über die Höhe der Kirchensteuer entscheidet der Kirchenrat, u. Kirchgemeinde, u. wer dafür sorgen will, dass die Kirchensteuer nicht zu hoch ausfällt, soll da mitentscheiden.“

      Und wie kommen die Ungläubigen in den Kirchenrat?

      In der Schweiz, werden die Kirchen zu beachtlichen Teilen durch die Kirchensteuer von juristischen Personen finanziert! Es ist eine Steuer wie jede andere Steuer auch; aber einfach für die Kirche, statt für die Gesamtgesellschaft.

      Das ist ein gutes Beispiel, wie Gläubige ihre Machtgelüste auch über erwachsene Ungläubige ausdehnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Regentrockner 03.11.2018 10:28
    Highlight Highlight Die Kirchen mit den Religionen bedienen Bedürfnisse der Menschen: Dem Wunsch, an ein Dasein nach dem Tod glauben zu können, Verantwortung für das eigene Leben an eine höhere Instanz ("Schicksal" oder "Gott") abzugeben, Regeln für das eigene Leben zu erhalten: Bequemlichkeit und Sorgenfreiheit gegen Macht, Bares oder Vorteile.

    Der Wunsch der Menschen, etwas glauben zu wollen, ist so gross, dass nach keinen Beweisen für die Richtigkeit der Behauptungen verlangt wird. Verschwörungstheorien, Ernährungsideologien und käufliche Liebe funktionieren nach dem gleichen Prinzip.
    • Share 03.11.2018 11:41
      Highlight Highlight Der Wunsch des Mannes scheint mir nahezu deckungsgleich mit jenem des Menschen. Habe ich das falsch verstanden?
    • fuegy 03.11.2018 13:13
      Highlight Highlight Naja, Männer sind ja auch Menschen. Was genau soll dieser Kommentar bedeuten?
    • Share 03.11.2018 14:43
      Highlight Highlight ...etwas glauben zu wollen... nach keinen Beweisen... verlangt wird..,

      In der Regel muss die Frau nicht glauben, sondern sie weiss es. Bis nach der Geburt ein ganz klares Informationsgefälle. Für andere ein grosser Moment der Überraschung oder Bestätigung. Somit wird das Geheimnis des Glaubens seiner Mystik beraubt. Oh, das gilt natürlich nicht für jene mit Wissenschaftsphobie oder Frauen im Allgemeinen - vorerst.
  • Grohenloh 03.11.2018 09:58
    Highlight Highlight Ich schätze Herrn Stamms Kolumne sehr. Ist sie doch in der heutigen Welt der krampfhaften Toleranz gegenüber selbst maximal untoleranten Religionen, ein Leuchtturm der Aufklärung.

    Ich denke, Herr Stamm würde auch lieber komplexere Texte verfassen.

    Sicher ist: Wir müssen die Wissenschaft, die Verdrängung der Religion ins Private, die Gleichberechigung der Frau, die Redefreiheit und Diskussionskultur, usw., sprich, die Aufklärung, verteidigen. Dies ist die Grundlage unserer Freiheit und unseres Wohlstandes.

    Jede Veröffentlichung diesbezüglich ist Gold wert. Danke Herr Stamm!
    • Share 03.11.2018 11:47
      Highlight Highlight Leuchtturm der Aufklärung? Mit der Metapher eines Phallussymbols?
    • Agnos ~ 03.11.2018 12:17
      Highlight Highlight Grohenloh, was meinen sie mit komplexere Texte? Meines erachtens soll Stamms Blog die Ansichten der Leser nicht beeinträchtigen, und ihre Beiträge vorzuschreiben, die das Bild des Blog auch mitgestalten, denn das ist ungerecht, und ähnelt eher sektiererischer Manie.
    • fuegy 03.11.2018 13:18
      Highlight Highlight @Share
      Der Leuchtturm hat seine Form, nicht um eine Phallussymbol darzustellen. Einen Turm sieht man nun mal von viel weiter her um Schiffe vor der "Küste" zu warnen. Wer dahinter einen Phallus vermutet sollte seine ideologische Sichtweise auf die Welt überdenken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oxymora 03.11.2018 09:56
    Highlight Highlight Stellt euch vor, die Mafia schreibt ein Dossier über Ihre Verbrechen und entschuldigt sich bei Ihren Opfern!
    Unvorstellbar, dass da die zuständigen Staatsanwälte untätig bleiben. Bei Kinderschänder Sekten funktioniert das so!

    Stellt euch vor die Autoindustrie kann gerichtlich durchsetzen, dass Abgase nicht mehr als ungesund bezeichnet werden dürfen. Religionen können gerichtlich durchsetzen, dass Tatsachen nicht benannt werden dürfen. So gibt es einen Prophet der neu nicht als pädophil genannt werden darf.

    Die Hüter der einzigen Wahrheit haben eindeutig viel zu viel Macht.
  • 01vinc09 03.11.2018 09:46
    Highlight Highlight Naja, das ist jetzt aber nicht gerade sehr differenziert betrachtet. Das es im Christentum im Mittelalter einige Missstände gab ist unbestreitbar. Aber heute? In der reformierten Kirche hat man so etwas nicht mehr und auch die katholische Kirche ist wenn man mal von den Oberhäuptern absieht inzwischen auch sehr Volksnah. Die meisten Gläubigen sind denke ich mal einfach spirituell gläubig. Dass es da zu Missbrauch kommt ist klar, aber das darf man nicht auf die Religion abwälzen sondern muss schauen wer da manipuliert und die Leute auf den "richtigen" weg zurückleiten.
    • Gummibär 03.11.2018 11:47
      Highlight Highlight Der letzte Religionskrieg fand in der Schweiz vom 3. bis zum 29. November 1847 statt, nicht im Mittelalter.(Sonderbundskrieg)
      Schade, dass der Geschichtsunterricht an den Schülern völlig spurlos vorbeigeht.
      Reformierte Kirchen sind vor allem in den USA dauernd in der politischen Auseinandersetzung involviert. Wem die Stimme zu geben ist wird von der Kanzel/Bühne eingetrichtert.
    • Share 03.11.2018 11:54
      Highlight Highlight Mal einfach besprenkeln, besprengen, begiessen?
    • Fabio74 03.11.2018 12:48
      Highlight Highlight Die Missstände dauern an. Kollaboration mit Nazis etc. Konflikt in Nordirland als Beispiele
    Weitere Antworten anzeigen
  • Borki 03.11.2018 09:23
    Highlight Highlight Zu ergänzen wäre vielleicht noch, dass die christliche Kirche ihre weltliche Macht nicht aus Überzeugung oder Einsicht abgegeben hat. Die Säkularisation und Aufklärung war ein langer, teils blutiger Befreiungskampf.
    Dessen Errungenschaften sind durch uns Gemässigt-Religiösen, Atheisten und Agnostiker weiterhin wachsam zu verteidigen, gegen welche Religion auch immer!
    • Share 03.11.2018 11:58
      Highlight Highlight Meinst du das auch, wenn deine Frau den Samen lieber auf der Bank holt oder wenn sie meint, es sei sozialer ihre Eier für die nächste Generation auf Eis zu legen?
    • Ratrac Ruedi 03.11.2018 13:07
      Highlight Highlight @Share: kommentierst du blind jeden Beitrag mit quasi-feministischen Aussagen?
    • Share 03.11.2018 16:51
      Highlight Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chribo66 03.11.2018 09:20
    Highlight Highlight Lieber Herr Stamm. Ihre Religions-bashenden Artikel sind leider meist sehr eindimensional und wissenschaftlich nicht auf der Höhe der Zeit. Ich empfehle das Buch von Manfred Lütz: Der Skandal der Skandale, in dem er sich mit den auch von ihnen immer wiederholten, zwar populistischen aber deswegen nicht unbedingt fundierten „Wahrheiten“ auseinandersetzt. Beste Grüsse
    • äti 03.11.2018 10:00
      Highlight Highlight .. ich sehe nirgendwo Bashing.
    • Raphael Stein 03.11.2018 10:17
      Highlight Highlight Was genau sollte wissenschaftlich, mehrdimensional an diesem Geschäft mit dem Glauben erörtert werden?

      Reicht ein Rückblick denn nicht genügend aus um zu begreifen?

    • Imnon 03.11.2018 11:01
      Highlight Highlight Manfred Lütz ist selbst Theologe, Katholik und in verschiedenen religiösen Bewegungen sehr engagiert. Du machst da, wie man so schön sagt, den Bock zum Gärtner.
      Ein christlicher Autor also, der ein Buch gegen Kritik am Christentum schreibt? Nein sorry, kann ich nicht ernst nehmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Edi Alpha Centauri 03.11.2018 08:58
    Highlight Highlight Sehr richtig! Es gibt dazu ein Zitat:
    Wenn einer glaubt, dass Volksvertreter das Volk vertreten, dann glaubt er auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.
    In Abwandlung dazu:
    Wenn einer glaubt, dass Religionsvertreter den Glauben lehren, dann glaubt er auch, das ….. etc.
    • Grohenloh 03.11.2018 09:40
      Highlight Highlight Zitronen falten !!! 🤣😂
  • HundBasil 03.11.2018 08:57
    Highlight Highlight Wiederwahl etwas viel Verallgemeinerungen. Und wegen der Frommen: ist es ein Streben nach macht, wenn man die wählt, die man am besten findet?
    • Regas 03.11.2018 10:49
      Highlight Highlight Die Frage ist falsch gestellt! Es muss heissen wieso findet man die schlechten am besten und wählt diese? Weil man verblendet ist!
    • HundBasil 03.11.2018 11:09
      Highlight Highlight Die schlechten aus Deiner Sicht. Millionen von Brasilianern und US-Amis sehen das anders und entscheiden für ihr Leben. Und das ganze einfach zu einer religiösen Sache zu machen, ist doch auch etwas einfach. Insofern ist auch Stamm ein Populist. Populisten verkürzen komplette Zusammenhänge zu einfachen „Wahrheiten“.
    • Regas 03.11.2018 11:22
      Highlight Highlight @Hund: Somit habe ich mich aus deiner Sicht also zum Tode entschieden! So einfach ist das! Einfache Wahrheiten sind immer noch besser als komplizierte Lügen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • peterpan42 03.11.2018 08:42
    Highlight Highlight Leider hat Hugo Stamm weitgehend recht - aber ich eben nur weitgehend.
    Das Problem benennt er korrekt als Religion - und diese findet sich auch in den meisten Freikirchen.
    Die Religion hat zwei Seiten, welche perfekt zusammenspielen:
    - es gibt Menschen, die sich wohl fühlen, wenn andere ihnen sagen, was richtig und falsch ist.
    - es gibt Menschen, welche Macht haben wollen - und nicht alle davon können Politiker oder Journalisten werden.. ;)

    Wenn man es jedoch schafft, die Religion vom Glauben getrennt zu halten, wird es spannend. Lektüre dazu ist z. B. Gott ohne Religion von Andrew Farley
    • Regas 03.11.2018 10:51
      Highlight Highlight Ohne Glauben keine Religion!
    • peterpan42 03.11.2018 11:25
      Highlight Highlight Die Benennung mag unterschiedlich sein, das selbe Verhalten findet sich überall - Fanclub, Partei, ...
      Sobald Menschen von etwas überzeugt sind, fangen sie an zu missionieren, wollen andere überzeugen - neigen auch dazu, Gegenstimmen zum Schweigen bringen zu wollen und verehren die, welche sie als Vorbilder sehen.
    • Share 03.11.2018 12:06
      Highlight Highlight Zwei Seiten, die einen ganzen Fächer Grautöne aufblitzen lassen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • frnrsch 03.11.2018 08:24
    Highlight Highlight Tja, alles Dinge die man auch ohne Religionen in der Menschheitsgeschichte findet. Ich würde mal sagen der Mensch und sein Handeln ist das hauptsächliche Problem. Sein Egoismus und alle seine negativen Eigenschaften sind zerstörerisch und basieren auf einen tiefen Hass. Sind aber zum Glück ja nicht alle so und es gibt überall auch gute Menschen vom Atheisten bis zum Gläubigen und alle dazwischen. Man hat nur unterschiedliche Bewältigungsstrategien für das Leben gewählt. Wichtig ist wie man respektvoll mit anderen umgeht und jedem seine Ansichten lässt. Nobody is perfect.
    • Regas 03.11.2018 10:53
      Highlight Highlight Eine Menschheit ohne Egoismus ist nicht überlebensfähig und wäre schon lange ausgestorben.
    • Share 03.11.2018 12:12
      Highlight Highlight Ein Mann ohne Ego. Also in diesen beiden Kommentaren können unmöglich alle gemeint sein.
    • mogad 03.11.2018 13:49
      Highlight Highlight @Share. Trollen Sie doch bitte mal Vera Vox herbei!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karoon 03.11.2018 08:14
    Highlight Highlight Hugo Stamms Kolumnen sollten zur Standardlektüre für alle erklärt werden.
    • N. Y. P. 03.11.2018 08:39
      Highlight Highlight Weil..
    • Julian Roechelt 03.11.2018 08:55
      Highlight Highlight Warum? Die wenigen Fakten kennt jedes Schulkind.
      Der Rest ist emotionales Gepoltere, langweilig geschrieben und repetitiv.
    • Corto Maltese 03.11.2018 09:43
      Highlight Highlight Wegen den Kommentaren habe ich Hugo Stamm abonniert. Die Artikel sind tatsächlich sehr repetiv und einseitig. Die Kommentare hingegen, und zwar von beiden Seiten, übertreffen teilweise die Artikel um Längen.
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