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Sektenblog

Wie der Glaube Intoleranz, Rassismus und Homophobie fördert



Die metaphysische und spirituelle Welt ist die Domäne von Religionen. Im Zentrum stehen geistige Werte. Woher kommen wir, was passiert nach dem Tod, was ist der Sinn des Lebens?

Zentral ist dabei die Frage nach Gott oder den göttlichen Instanzen. Es geht also primär um übersinnliche Phänomene, die sich der rationalen Analyse entziehen.

Beten frau

Alle Religionen und Heilslehren haben eine Gemeinsamkeit: Sie erheben einen Absolutheitsanspruch. Bild: shutterstock.com

Bei all diesen Phänomenen gibt es keine eindeutigen Antworten. Jede Religion, jeder Glaube, jede Heilslehre setzt andere Schwerpunkte. Noch mehr: Sogar Gläubige der gleichen Religion entwickeln individuelle religiöse oder spirituelle Vorstellungen. Deshalb herrscht ein einziges globales religiöses Babylon. Dies vor allem auch, weil die spirituellen Weltbilder von Hoffnungen, Sehnsüchten und Ängsten geprägt sind.

So viele «Wahrheiten» wie Religionen

Alle Religionen und Heilslehren haben aber eine Gemeinsamkeit: Sie erheben einen Absolutheitsanspruch. Die Geistlichen der Zehntausenden von Religionen und Sekten behaupten, Vertreter der einen und wahren religiösen Lehre zu sein. Deshalb sind unzählige «Wahrheiten» miteinander im Wettstreit.

Ohne Gott geht die Rechnung nicht auf

Dabei ist allen klar, dass es nur eine Wahrheit geben kann. Und alle halbwegs gebildeten oder lebenserfahrenen Menschen wissen, dass es in der geistigen Welt die Wahrheit an sich nicht gibt.

Um Menschen glauben zu machen, es gebe eine unumstössliche Wahrheit, muss Gott ins Spiel gebracht werden. Nur er ist vermeintlich das Universalgenie, das alles weiss und sich nicht irren kann.

Der Glaube prägt das Bewusstsein, das Selbstverständnis, die Identität und Mentalität der Gläubigen. Seine Bedeutung weist einen existentiellen Charakter auf. Deshalb geht er weit über religiöse Qualitäten hinaus und prägt auch das säkulare Weltbild. Da beginnen die Probleme.

Begrenzte Möglichkeiten

Dieser Glaube ans Absolute hat für uns verletzliche Menschen fatale Folgen. Einerseits erleben wir täglich unsere begrenzten Möglichkeiten und unser beschränktes Potential, auf der anderen Seite sind Gläubige überzeugt, an der göttlichen Wahrheit partizipieren zu können.

Diese Diskrepanz kann zu Verunsicherung und Abspaltungen führen. Wer überzeugt ist, im religiösen Babylon den einzig wahren Glauben gefunden zu haben, entwickelt eine elitäre Mentalität. Wer sich im Besitz der spirituellen «Wahrheit» wähnt, fühlt sich erhaben und überlegen. Gläubige in vielen Freikirchen sind sogar überzeugt, von Gott auserwählt zu sein.

Religiöse Menschen neigen stärker zu Rassismus, Sexismus und Homophobie als religionsferne. 

Untersuchungsergebnis der Psychologieprofessorin Beate Küpper

Das Gefühl der Überlegenheit ist Gift für den sozialen Frieden. Es führt zu einem Elitedenken, zu Intoleranz und Überheblichkeit. Und zu Spannungen zwischen den Religionen. Die vielen religiösen Konflikte, die auch heute noch in manchen Weltgegenden zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führen, sind Ausdruck dieses Phänomens.

Die deutsche Psychologie-Professorin Beate Küpper forscht seit vielen Jahren auf diesem Gebiet. Das Fazit ihrer Untersuchungen: Religiöse Menschen neigen stärker zu Rassismus, Sexismus und Homophobie als religionsferne. Den Grund dafür ortet sie im Absolutheitsanspruch des Christentums.

Dass diese Denkweise in vielen islamischen Ländern noch wesentlich ausgeprägter ist, lässt sich leicht ableiten. Denn die Säkularisierung steckt in diesen Gesellschaften erst in den Anfängen.

Wie fatal dieses religiöse Elitedenken sein kann, zeigt der Fall des 27-jährigen amerikanischen Missionars John Allen Chau. Er wollte vergangene Woche die völlig autark lebenden Ureinwohner auf Sentinel Island im Indischen Ozean besuchen und bekehren, obwohl jeder Kontakt strengstens verboten ist. Ein Pfeil der Eingeborenen soll ihn tödlich getroffen haben.

«Ihr werdet mich für verrückt halten, aber ich denke, dass es sich lohnt», hatte Chau seinen Eltern geschrieben. «Bitte seid nicht wütend auf sie oder auf Gott, wenn ich getötet werde.» Gleichzeitig fügte er hinzu: «Gott, ich will nicht sterben.»

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Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
233Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Toni.Stark 27.11.2018 11:39
    Highlight Highlight Leider hat HS recht und das sage ich als religiöser Mensch. Würden sich all die Gläubigen (bzw. die es behaupten) tatsächlich an der Bibel orientieren wären sie liebevoll, barmherzig und hilfsbereit. Wie kann man rassistisch, homophob und intolerant sein, wenn man in der Schrift liest, dass Gott alle Menschen liebt und sein Sohn opferte, um alle zu retten. (Kurzzusammenfassung der Bibel).
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 27.11.2018 17:38
      Highlight Highlight Das sind nun echt mal Worte, denen ich mich sehr gerne abschließe und zu denen ich mit Freude eine positive Bewertung abgebe.
      Genau diese Frage stellte ich öfters Menschen, die ihre Intoleranz mit der Bibel begründeten.
      Die Antworten gingen von einfachem Schweigen bis hin zu teilweise heftigen Beleidigungen.
      Übrigens, der Hinweis darauf, dass Gott alle Menschen lieben würde, machte diese Leute erst recht wütend.
      Liebe und respektvolle Grüsse von jemandem, der einem sehr, sehr alten Weg folgt.
    • Michael Bamberger 27.11.2018 17:57
      Highlight Highlight @ Toni

      Zum Glück halten sich klar denkende Menschen nicht an die biblischen Vorgaben, denn diese verlangen im AT die Steinigung von unfolgsamen Söhnen, von Homosexuellen und die Tötung von Hexen und vieles mehr. Und im NT verlangt der angebliche Gottessohn ohne Unterlass Höllenqualen für Andersgläubige und den Tod im tiefen Wasser durch einen Mühlstein für Apostaten.

      Dass ein Gott sich durch seinen Sohn, den er persönlich repräsentiert, an ein Kreuz nageln lässt, welches als Folter-und Hinrichtungsinstrument zum christlichen Emblem geworden ist, sagt mehr als alles aus.
    • Pasionaria 27.11.2018 19:48
      Highlight Highlight Toni.Stark

      Toni.... (trotz Bamberger's berechtigtem Einwand)…..einfach stark!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hypatia 27.11.2018 10:22
    Highlight Highlight Ich möchte hier den Begriff des positiven Rassismus einführen. Wenn etwa von einer Frauenquote im Parlament gesprochen wird, weil nur Frauen Frauen repräsentieren könnten und Männer nicht, so handelt es sich hier meiner Ansicht nach um positiven Rassismus. - Warum sollten Männer dazu nicht in der Lage sein? - Das gilt auch vice versa.

    Genauso werden hier wieder einmal Gläubige als Rassisten gebrandmarkt, obwohl gerade auch sie sich gegen jede Form von Diskriminierung einsetzen. Stichwort Asyl. Schon mal der Geschichte dieses Rechts nachgegangen?

  • Apild 27.11.2018 10:16
    Highlight Highlight Heisst das nun auch, dass der feministische Glauben, Intoleranz, Rassismus und Männerfeindlichkeit fördert?
    Würde Sinn machen.
  • Pasionaria 27.11.2018 06:38
    Highlight Highlight @ Vorgesetzte der Gelegenheits ModeratorInnen und (Nicht-)AufschalterInnen
    Es ist wirklich ein Jammer, wie in diesem Blog nach Lust und Laune Kommentare geloescht werden, auch solche, die sowas von harmlos und anstaendig redigiert sind.​
    Wollen Sie diesem Blog wirklich das Salz und Pfeffer entziehen und einen langweiligen, angepassten B. generieren? ​
    Das will m.E. sowas von nicht in das Erscheinungsbild und Temperament des Blogautoren passen.​
    Wirklich betrueblich, bis unhaltbar.​
    So werden mit der Zeit viele hochspannende Kommentator. diesen Zensurblog verlassen.​
    Kann dies Ihr Ziel sein?
  • Pasionaria 27.11.2018 06:35
    Highlight Highlight Alienus​
    A propos der umstrittenen und heiklen Krankheit der Syphilis. Die (wahrscheinlichste) Etymologie konnte ich von Wiki erfahren.
    Die Meinungen sind nicht eindeutig. Es erstaunt mich, dass nicht auch der Ausdruck > Pfaffenkrankheit angewandt wird, sondern vorwiegend > Franzosenkrankheit (wegen dem Franz. Koenig Karl VIII?). Es scheint, dass bei dieser Seuche ein Land dem andern die 'Schuld' zuschiebt.
    • Alienus 27.11.2018 16:56
      Highlight Highlight Pasi.

      Die Blattern (Pocken) gabs bereits in chritl. Zeit.
      Irgendwann sind die Namen durcheinander gekommen.

      Hauptsache, es ist DIE Strafe Gottes. Da kommt es nicht genau drauf an. Von den Gläubigen werden schon viele Druckmittel, Repressalien sowie Heils- und Wunderversprechen unter's Volk gebracht.

      Es ist aber interessant, als die Seuchen stafettenartig durch Europa wanderten, sie jeweils den Namen des Nachbarn (oft des westlichen) erhielten. In F war‘s zwar selten, aber span. Kr., im Heil.Röm. Reich war es die franz. Kr., in Polen und Westslawien war es die dt. Krankheit.

      ;-))
    • Pasionaria 27.11.2018 19:55
      Highlight Highlight Ali
      Sehr ueberzeugend……

      "Hauptsache, es ist DIE Strafe Gottes" - hm!
      Folglich muss man sich, um 'diesen' Gott zu beurteilen, seine Despoten, Tyrannen und andere Scheusale, schreckliche Krankheiten, oder auch Gefaengnisse von innen, ansehen.
    • Alienus 27.11.2018 21:00
      Highlight Highlight @Pasi

      Sollte es den EINEN geben, so können wir als dreidimensionale Menschen, die bei Zweidimensionalität bereits Schwierigkeiten haben, beim eindimensionalen Gott aufgeben.

      Da bleibt als riesengroße Unbekannte nur die Scheinlösung des nichtsbeweisenden Glaubens. Der Ursprung muss un-oder eindimensional sein, weil es wohl Ansätze zum Sein beinhaltet.

      Und es gibt Hohepriester, die NICHTS als Gott darstellen möchten, ohne zu erkennen dass das Nichts die Tatsächlichkeit ist. Denn aus dem Nichts entspringt das Alles. Auch der Gottesglaube, wer es glaubt.

      Nichts ist Beweis des Nullum.
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  • vera.vox 26.11.2018 23:20
    Highlight Highlight Grauenhaft!

    Nächstenliebe wird als “religiöses Elitedenken“ betitelt!

    Das ewige Leben war für die Sentinelesen nah, aber dann wurde der junge Missionar ermordet. So haben sie nichts über den Gott, der sie geschöpft und behütet hat erfahren.

    Es ist Gott, der ihr Herz schlagen und atmen lässt (Jesaja 42: 5).

    Schön wär es, die Sentinelesen dem einst um den Thron Gottes zu sehen, wie sie IHN in ihrer eigenen Sprache anbeten, ganz nach Offenbarung 7: 9-10.
    Doch leider wollen diese Leute nichts von Gott erfahren.

    Was wird Gott also mit den Sentinelesen tun, wenn sie niemals von Jesus hören?
    • Alienus 27.11.2018 00:36
      Highlight Highlight Über Nächstenliebe lässt sich streiten.

      Diese bezog sich bei den alten Juden nicht auf alle Menschen, sondern auf Verwandte aus der Sippe, dem Clan und auf Stammesgleiche. Das waren Feinde.

      Die Gegner, die Eindringlinge als Fremden, die Ägypter, Babylonier, die vom Meer gekommenen waren zum Töten freigegeben.

      Grauenhaft, was uns die altreligiösen Sagen vormachen.

      Gott macht Nix! Die Sentinelesen werden vor ihrem Götzen Verständnis finden, sich vorm gottesfürchtig-missionierenden Amerikaner durch dessen Totschlag gerettet zu haben.

      Das sehn die Götter jeglicher Couleur nicht so eng.
    • Spooky 27.11.2018 07:11
      Highlight Highlight Chaus Familie: “Wir vergeben denen, die für seinen Tod verantwortlich sind.“

      Nimm dir ein Beispiel daran, vera.vox!
    • Spooky 27.11.2018 07:14
      Highlight Highlight @ vera.vox
      "Schön wär es, die Sentinelesen dem einst um den Thron Gottes zu sehen..."

      Vergiss es! Die wollen mit deinem christlichen Gott nichts zu tun haben, und das ist besser für ihre Gesundheit.
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  • Anam.Cara 26.11.2018 07:21
    Highlight Highlight Es mag sein, dass die Beate Küpper recht hat. Allerdings kenne ich einige gläubige Menschen, die sehr stark zu Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Dankbarkeit und Toleranz neigen. Das sind nämlich auch wesentliche Aspekte der christlichen Lehre.
    Meine Bekanntenkreis-Statistik ist bestimmt nicht repräsentativ. Ob Frau Küpper ihre Feststellung auf besserem Basismaterial getroffen hat?
    Ich halte so grobe Verallgemeinerungen für unfair. Denn es gibt auch "die Anderen". Die fallen nur weniger auf.
    • Skip Bo 27.11.2018 05:03
      Highlight Highlight Diese Menschen würden sich auch ohne Religiostät so verhalten, weil sie ganz einfach gute Menschen sind. Religion ist nicht die Voraussetzung gut zu sein.
    • Anam.Cara 27.11.2018 07:30
      Highlight Highlight Einverstanden, Skip Bo. Es ist nicht die Voraussetzung. Und einige dieser guten Leute wären auch ohne Religion so. Aber nicht alle.

      Ich denke, die christliche Lehre hat ein paar Konzepte, die ein gutes Leben ermöglichen und auch Menschen im Umfeld davon profitieren lassen.
      z.B.: die Aufforderung zur Nächstenliebe bringt mich vieleicht dazu, auch jenem Nachbarn auszuhelfen, den ich eigentlich nicht mag. Und führt genau das zum Beginn einer wunderbaren Freundschaft 😉
      Ohne diese "Handlungsrichtlinie" würde ich wahrscheinlich nicht halb so offen auf Menschen zugehen...
  • Hamed 26.11.2018 04:26
    Highlight Highlight Ich bin anderer Meinung. Es steht immer der Mensch seine Eltern und die Umgebung im Focus.
    Es ist bekannt dass die grössten Tryrannen im letzten Jahrhundert nichts mit Religion am Hut hatten trotzdem Millionen Kriegsopfer billigend in Kauf genommen haben.
  • Shamara Yoshikawa 26.11.2018 00:25
    Highlight Highlight Danke, einfach nur danke, Hr. Stamm.
  • Dani B. 25.11.2018 21:27
    Highlight Highlight Was soll der Fall John Allen Chau mit religiöser Intolleranz zu tun haben? Eher doch mit Virenprophylaxe.
    • Pasionaria 26.11.2018 01:02
      Highlight Highlight richtig, oder eher mit zerstoererischem Missionieren, im Sinne, dass die ersten Missionare nach Afrika kamen, sie besassen die Bibel und die indigenen Voelker das Land. Die Missionare forderten sie auf, zu beten. Sie schlossen die Augen. Als sie diese wieder oeffneten, war die Lage genau umgekehrt: sie hatten die Bibel und die Missionare das Land.

      Etwas zu Ihrem Verstaendnis beigetragen?
    • Knäckebrot 26.11.2018 15:23
      Highlight Highlight Pasionaria, Kolonisation und Missionieren ging nicht immer nur Hand in Hand, wie oft angenommen wird. Der Französische und Britische Kolonialismus war nicht religiös begründet. Napoleon hatte säkulare Ansprüche und kritisierte sogar das christentum.
      Wen dein Beispiel am meisten betrifft, waren wohl die Spanier. Diese zwangen den Glauben auf in Süd-Amerika und Philippinen. Das war teils ganz blutig.
      Es gab auch eine Reihe Missionare, welche den Imperialismus ablehnten.
    • Pasionaria 26.11.2018 22:25
      Highlight Highlight Knäckebrot
      "Kolonisation und Missionieren ging nicht immer nur Hand in Hand....." > nun, nicht immer, aber die eine wusch sehr gerne die andere!
      Die Missionen hatten meist ein enges Buendnis mit der kolonialen Herrschaft christlicher Regierungen, die den 'Heidenvoelker' rund um den Erdenball ihre 'Werte' (auch mit allen Mitteln) aufoktruieren wollten.
      Brutal, nicht nur in Sued-Amerika u. Phil., auch weitgehend in Afrika. Dazu ein Leichtes, sich zu informieren.
      Ich bleibe ueberzeugt und belegt bei meiner Einschaetzung um 01.02h
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michael Bamberger 25.11.2018 20:02
    Highlight Highlight Gummibär: "Eben, vielleicht war er sich seiner Sache auch nicht ganz so sicher..."

    Selbstverständlich war der Wanderprediger seiner Sache sicher, inklusive seinem selbstinszenierten Suizid:

    "Ich treibe Dämonen aus und heile Kranke, heute und morgen, und am dritten Tag werde ich mein Werk vollenden. Doch heute und morgen und am folgenden Tag muss ich weiterwandern; denn ein Prophet darf nirgendwo anders als in Jerusalem umkommen.“ (Lk 13,32-33)

    • Share 26.11.2018 19:35
      Highlight Highlight Doch wie ist es gemeint? Welche Wahrheit steckt dahinter? Wann lassen sich diese Bildworte auch als Parodie auf damalige Begebenheiten verstehen? Also vielleicht parodiert Jesus den Sokrates und ein Gespräch auf dem Weg zum Gastmahl? Wieso nicht das Ganze als Parodie verstehen? Wieso sollte sich der Mensch derart ernst nehmen? Und wieviel Z ist da bereits drin? Immanenz, Transzendenz, Lumineszenz, oder mein liebstes Spielzeug, die Metroszendenz?
  • Zeit_Genosse 25.11.2018 10:54
    Highlight Highlight Wer sich für die EINE Diät entscheidet oder mitteilsam zum ALLEINseeligmachenden Veganismus bekennt, SEINEN Fussballclub veteidigt, sich stur an EINER Partei orientiert, nur die EINE Automarke, Musikband, Smartphonefirma, etc., gelten lässt, denkt und handelt absolut. Wie bei Religionen geht es um Orientierung im Leben. Möglicherweise sollten überautonome Menschen sich demütig eingestehen, dass es viele Mitläufermenschen gibt, die sich mit der Gruppe und Masse bewegen möchten und damit den weniger anstrengenden Weg gewählt haben. Sie dafür zu verurteilen wäre auch überheblicher Absoltismus.
    • salamandre 25.11.2018 12:39
      Highlight Highlight waedlimann, das ist sehr edel, aber Du erwartest viel von der durchschnittlichen Menschheit
  • Gummibär 25.11.2018 10:36
    Highlight Highlight "Wer sich im Besitz der spirituellen «Wahrheit» wähnt, fühlt sich erhaben und überlegen"

    Nein. Wer sich wirklich im Besitz der spirituellen «Wahrheit» wähnt, der schweigt und behält es für sich.
    Wahrheit braucht weder Bestätigung durch Mitläufer, Elimination anders Denkender, Jubelfeiern über das Finden der Wahrheit oder Drohungen mit Konsequenzen für Leute, die nicht an sie glauben . Wahrheit braucht keine Missionare. Je vehementer und lauter Gläubige ihre Weltanschauung verbreiten, desto unsicherer sind sie; sonst würden sie schweigen. Es sind die Aengstlichen, die im Dunkeln pfeifen.
    • Michael Bamberger 25.11.2018 11:06
      Highlight Highlight Gummibär: "Braucht keine Drohungen...mit Konsequenzen für Leute, die nicht an sie glauben."

      Keine Drohungen???

      "Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden." (Mk 16,15-16)
    • Pelegrino 25.11.2018 14:07
      Highlight Highlight Aber Bamberger, niemand darf den Fluch lehren, sondern den Segen, nach dem Motto; Mt.28.16-20, oder bleibt das Evg. ein Buch des Fluches, aber nicht des Segens! Aus der Webseite der:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Missionsbefehl
    • Gummibär 25.11.2018 14:09
      Highlight Highlight Eben, vielleicht war er sich seiner Sache auch nicht ganz so sicher: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?"

      Sobald jemand an die willentliche Allmacht eines personifizierten Gottes glaubt, muss ihm auch sofort ein Licht aufgehen. Ein solcher Gott bräuchte weder Propheten, Söhne, Engel, Heilige,Zwangskonversion, Missionare, Priester, Pfaffen, Päpste, hebräische/ griechische Bücher, Heilsversprechen oder Verdamnis um seinen Willen durchzusetzen.
      Wir haben eine christliche Erziehung erhalten wegen Karls des Grossen, nicht weil die Wahrheit plötzlich in unsere Ahnen gefahren ist.
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  • Leachim 25.11.2018 08:49
    Highlight Highlight Ich bin kein Atheist - die glauben ja auch etwas - aber auch nicht religiös. Ich weiss es einfach nicht. Musik oder die Natur bringen mich manchmal dazu, mich zu fragen, ob es allenfalls etwas Göttliches gibt. Weiter beschäftigen damit tue ich aber nicht.
    Sicher bin ich mir aber, dass alle Religionen, die es gibt, einzig in den Gehirnen der Menschen entstanden sind: Es sind kindliche Wunschvorstellungen nach Gerechtigkeit, ewigem Leben und Belohnung.
    Für uns Menschen reicht die Satzung: Versuche alle andern so zu behandeln, wie du selbst behandelt werden möchtest.
    • You will not be able to use your remote control. 25.11.2018 13:57
      Highlight Highlight Ein Atheist sagt, er glaube nicht an transzendente Ideen. Mehr lässt sich aus der Definition nicht ableiten.

      Was glauben also Atheisten?

      Merkst du nicht, dass du mit deiner Aussage die Existenz von Atheismus verneinst? Möchtest du so behandelt werden?
    • rönsger 25.11.2018 18:41
      Highlight Highlight @Leachim: Ich bin Atheist; ich war mir allerdings bisher nicht bewusst, dass ich an etwas glaube. Danke für die Aufklärung, Leachim.
    • Pelegrino 25.11.2018 21:23
      Highlight Highlight Meinen Nickname, das bin ich! An eine Vision sollte jeder glauben, auch wenn nicht gleich religiös ist, das Wort, die Gedanken sollen auch in die Tat umgesetzt werden, insofern dass sich so verhält was es verspricht. Wenn jemand sich als human ausgibt, so sollten diese es auch sein, sonst ist es nicht wahr, weil man daran nicht glaubt.
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  • chrisgeiss 25.11.2018 07:58
    Highlight Highlight Berichtet doch mal über die Beschneidung von Knaben, auch immer wieder religiös gerechtfertigt und ein riesen Tabu.
    Gruss - Christoph Geissbühler
  • Share 24.11.2018 15:56
    Highlight Highlight
    Nun, ich bin da dezidiert anderer Meinung; denn das Alter spielt keine unwesentliche Rolle. Damit meine ich Lebenserfahrung - was mit Weisheit wiederum nichts gemein hat. Was auch immer Sie mit diesem Beitrag sagen wollen Herr Stamm, es sind deren viele Worte und doch ist nichts gesagt.
    Da gibt es ein Sprichwort von dem Hund, der seinem eigenen Schwanz nachrennt. Dem gibt es nichts entgegen zu setzen.
    • äti 24.11.2018 20:22
      Highlight Highlight ... hmm, Alter enthält Erfahrung, Erfahrung macht weise, Lernen hilft auch. Weisheit mit dem Löffel essen geht nicht. Den Artikel lesen und nichts merken ist Weisheitslos. Ignorieren und stillstehen ist der Tod möglicher Weisheit. Dein Hund steht nicht still, im Gegensatz zu ..
    • swisskiss 25.11.2018 00:12
      Highlight Highlight Share: Du brauchst neun Zeilen belanglosen Textes, um zu verkünden, dass Du anderer Meinung bist, ohne ein sinnvolles Argument vorzubringen und beklagst Dich dann noch, dass Stamms Artikel nichtssagend ist....

      Spürst Du Dich noch?
    • Share 25.11.2018 02:18
      Highlight Highlight Das hatte ich mir notiert. Die Saekularisierung sei das Uebel. Obwohl nicht säkularisierte Religionen noch übler sind. Soviel zur Quintessenz des heutigen Beitrags zum Sektenblog.

      @aeti
      … hmmm, Erfahrung macht nicht per se weise. Also ein Zwiegespräch Stamm-Muschg wäre vielleicht aufschlussreicher als dieser Stamm`sche Monolog.

      @ski
      Spuerst Du Dich noch? Wie meinst du das?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karoon 24.11.2018 15:01
    Highlight Highlight Wie immer bringt Stamm es schnörkellos auf den Punkt. Religion hat unter aufgeklärten im 21. Jh. wirklich keinen Platz. Wer glauben will, soll auf die wissenschaftliche Erkenntnis vertrauen. Wer helfen will, soll sich in einem Hilfswerk engagieren. Blitzer ahoi;)
    • HerrCoolS. 24.11.2018 15:16
      Highlight Highlight Ich teile deine Meinung in grossen Stücken - Religion & Glaube braucht die Menschheit nicht, insbesondere die Institutionen die dahinter stehen. Andererseots gibt es auch viele Leute mit schweren Schicksalen die viel Kraft aus dem Glauben schöpfen.
    • Jungleböy 24.11.2018 16:57
      Highlight Highlight Natürlich hat es platz aber ohne rechghaberei.
    • Pelegrino 24.11.2018 20:04
      Highlight Highlight Karoon,ein Glaube ohne Rückhalt ist wie eine Luftblase die zerbricht,darum ist Glauben mit ein Rückhalt so wichtig,wie mit die Dimension;Ärzte ohne Grenzen.Für sinnvolles Leben braucht es eine Vision,nicht Rhetorik von der Kanzel die in der Lehre verhalt. "Unsere Vision ist zu bewegen aller Herzen Gutes zu tun," nur so ein Satz vermag Wunder zu tun!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Visitor 24.11.2018 14:33
    Highlight Highlight
    Möge individueller Glaube leben und Pauschalisierung sterben.
    Möge Ihr individueller Glaube leben, Herr Stamm. Möge mein unterschiedlicher Glaube von Ihrem Glauben auch leben. Einverstanden?
    • Hugo Stamm 24.11.2018 15:01
      Highlight Highlight Einverstanden. Ich habe nie versucht, jemanden von seinem Glauben abzubringen. Was einer glaubt und denkt, geht mich nichts an. Aber wie in allen Lebensbereichen braucht es auch in Glaubensfragen kritische Einwände. Denn es hilft, Missbräuche einzudämmen, wenn man auf die wunden Punkte aufmerksam macht. Übrigens bin ich eine der ganz wenigen Stimmen, die sich regelmässig und öffentlich kritisch mit Glaubensfragen auseinendersetzt. Das ist eine Stimme gegen die missionarischen Schalmeien von rund 1000 Glaubensgemeinschaften und Sekten in der Schweiz. Die Asymetrie ist also immer noch gross.
    • Oxymora 24.11.2018 15:25
      Highlight Highlight “Das ist eine Stimme gegen die missionarischen Schalmeien von rund 1000 Glaubensgemeinschaften und Sekten in der Schweiz. Die Asymetrie ist also immer noch gross.“

      Das ist sehr beängstigend!

      Was ist, wenn Hugo Stamm stirbt?

      Hat er junge Journalisten, die bereit sind Ihr Leben für Aufklärung mit Religion zu vergiften in Thematik eingearbeitet?

      Ich hoffe es.
    • Visitor 24.11.2018 16:39
      Highlight Highlight Herr Stamm

      I schätze Ihre Arbeit. Es braucht kritische Stimmen über Religionsfragen.
      Aber ich bin sicher, dass Sie auch bereit sind eine unterschiedliche Meinung anzuhören. M. E. ist nicht pauschal Glaube das Problem (wie das die Überschrift aussagt), sondern unreflektiertes Denken und Handeln in Glaubensfragen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oxymora 24.11.2018 13:21
    Highlight Highlight Missionare waren oft auch Taxi für Krankheiten, die ganze “unkontaktierte Völker“ dahin rafften. In der heutigen Zeit gibt es Nationen, die diese Völker durch Sperrzonen vor der Ausrottung schützen. Die Erkenntnisse der körperlichen Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Viren und Pilzen werden zum Schutz dieser Völker praktisch umgesetzt.

    Aus christlicher Nächstenliebe ignorieren Missionare dieses Wissen und werden im frommen Milieu noch als Helden gefeiert.

    Vielleicht wird John Allen Chau noch heilig gesprochen,
    er ist jetzt neuster christlicher Märtyrer.
    • Alienus 24.11.2018 15:15
      Highlight Highlight Oxymora

      Die Sache mit der von Europa nach Amerika verbrachten Sexualkrankheit nicht so eng sehen.

      Für dieses europäische Geschenk haben sich die Indios / Indianer recht nett revanchiert.

      Sie gaben offensichtlich gastfreundlich dem Columbus und seinen Mannen ein tolles venerisches Geschenk mit auf die Heimreise: die Syphilis.

      Die französische Krankheit, eigentlich das hispanisches Desaster.
    • rodolofo 24.11.2018 18:15
      Highlight Highlight Mikroben lieben alle Menschen!
    • Oxymora 24.11.2018 18:41
      Highlight Highlight @Alienus

      Alienus ich sehe die Columus–Theorie nicht eng, sie ist nach heutigem Stand der Wissenschaft überholt.

      http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-19565-2015-11-24.html

      Schon ein harmloses Grippevirus reicht, um unkontaktierte Völker zu töten. Die Sentinelen hatten durch ihre Abgeschiedenheit keine Möglichkeit, Immunität gegen diese Viren zu entwickeln. Gewisse Kreise ignorieren dieses Wissen vor lauter Jesus noch in unserem Zeitalter und nehmen den Tod solcher Völker in kauf, um ihnen christliche Nächstenliebe in unbekannter Sprache zu predigen. Und das seh ich ziemlich eng.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pelegrino 24.11.2018 12:33
    Highlight Highlight Der ökumenische Kirchenrat verhandeln unter sich über die christl. Werte jeglicher Geistesströmungen, und das sind wir natürlich nicht mehr die selbst bestimmen, u. sogar Freikirchen wie Evangelikale reden da mit. Doch zum Trotz zeigt sich gerade beim ÖKO Treff die Verschiedenheit aller Geistesströmungen auf, die sich nicht vereinen lässt. Da verstehe ich die Frage vom Statthalter; "was ist Wahrheit?" Ein sich selbst nennender Gläubigen sagte mir; "er sei Gottes," man kann es besser sagen;Ich fühle mich wie Goood!" Jeder Gläubige fühlt sich als auserwählt, aber wie kann er das begründen!?
  • irgendwie so: 24.11.2018 12:23
    Highlight Highlight Ich werde den Eindruck nicht los, als seien Religionen heutzutage ein'gäbiger' Prügelknabe, auf den man beliebig eindreschen kann, weil er sich nicht gross wehren wird, was auch gut ist. Ich will weder Scharia noch Inquisition.
    Aber ernsthafte Auseinandersetzung mit Religionen, mit Religiosität, mit Glauben ist anders, als v.a. Unverständnis auszudrücken.

    Ich erinnere an den Artikel über die ehemalige Nonne... das war differenziert, was hier imho fehlt.

    https://www.watson.ch/leben/interview/572835975-30-prozent-aller-nonnen-werden-missbraucht-doris-wagner-war-eine-davon-sie-befreite-sich
    • Rabbi Jussuf 24.11.2018 16:48
      Highlight Highlight cero
      Der Artikel über die Nonne war einseitig, insofern er nur auf das Subjekt, die eine Nonne, fokussiert hat. Und von tieferem Verständnis für Religiosität und deren Folgen, war leider nichts zu lesen.
    • irgendwie so: 24.11.2018 17:28
      Highlight Highlight Rabbi Jussuf
      Imho schon - es war ein Interview, das eine Innenansicht zum Vorschein brachte - Leiden an einer Form von institutionalisierter Religion einerseits und dem Glauben der Frau andererseits. Ich finde es grossartig, dass die ehemalige Nonne sehr genau zwischen beiden unterschieden hat (so habe ich den Beitrag in Erinnerung) - in diesem Sinne: Kritische Berichte über Religion und deren Stellvertreter auf Erden: IMMER - aber vielleicht mit dem Hinweis, dass Religion auch andere Seiten hat. Die Religionskritik von H.Stamm erscheint mir oft etwas absolutistisch resp. zu einseitig.
  • Michael Bamberger 24.11.2018 12:13
    Highlight Highlight "Christlich ist ein gewisser Sinn der Grausamkeit gegen sich und andere; der Hass gegen die Andersdenkenden; der Wille, zu verfolgen. ... Christlich ist der Hass gegen den Geist, gegen Stolz, Mut, Freiheit, Libertinage des Geistes; christlich ist der Hass gegen die Sinne, gegen die Freuden der Sinne, gegen die Freude überhaupt."

    Friedrich Nietzsche, Der Antichrist, Kapitel 21
    • HundBasil 24.11.2018 13:42
      Highlight Highlight Hast du auch eine eigene Meinung?
    • rodolofo 24.11.2018 16:11
      Highlight Highlight Nietzsche ist mir aber erst recht nicht sympathisch mit seinen Ideen vom Übermenschen!
      Ich halte ihn deswegen sogar für einen verkappten Nazi.
    • Rabbi Jussuf 24.11.2018 17:43
      Highlight Highlight rodolofo
      Wieder mal etwas am schreiben, von dem du rein gar nichts verstehst?

      Nietzsche kann kein Nazi gewesen sein - auch kein verkappter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 24.11.2018 12:08
    Highlight Highlight "Das religiöse Babylon." Vielleicht will Gott gerade diese Vielfalt. Alles ist Teil einer weit gefächerten universellen Wahrheit, die Gott gepachtet hat und nicht der Mensch. Sie würden sich wundern, wie viele Menschen heutzutage so denken. Aber man kann es nicht oft genug sagen: Religion als Machtinstrument ist tödlich. Für die Menschen, für den Glauben und für den unverstellten Blick auf Gott, der nur will, dass wir als seine Geschöpfe leben und uns gegenseitig zum Leben verhelfen.
    • Rabbi Jussuf 24.11.2018 17:45
      Highlight Highlight Man kann es nicht oft genug sagen: Glaube ohne Religion gibt es nicht, auch wenn das viele Glaubende meinen.
    • rodolofo 24.11.2018 18:17
      Highlight Highlight @ Rabbi Jussuf
      Doch doch, ich glaub schon, dass es sowas gibt.
    • Maracuja 24.11.2018 18:46
      Highlight Highlight Rabbi Jussuf: Glaube ohne Religion gibt es nicht

      Interessante These. Nur wie ist dann Religion überhaupt entstanden, wenn nicht aus Glaubensvorstellungen? Besassen die Menschen, die vor der neolithischen Revolution (d.h. bevor es organisierte Religion gab) lebten, keinen Glauben?
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  • Gugguseli1963 24.11.2018 12:03
    Highlight Highlight Aussage HS "Und alle halbwegs gebildeten oder lebenserfahrenen Menschen wissen, dass es in der geistigen Welt die Wahrheit an sich nicht gibt."
    Es ist nicht das 1. Mal das HS, DIE GEBILDETEN UND HALBWEGS GEBILDETEN usw. und damit meint HS auch sich selbst als die Erleuchteten anerkennt. Aber die Christen weil sie an die geistige Wahrheit glauben als ungebildet darstellt. Es dürfte ihnen entgangen sein, das sogar Wissenschaftler (ohne christliche Einstellung) die Existenz der Seele (eine geistige Wahrheit von vielen) bejahen.
    • Energize 24.11.2018 13:13
      Highlight Highlight @gugguseli: Diese Argumente haben nichts miteinander zu tun. HS schreibt in seinem Satz weiter "lebenserfahrenen".

      Die Wissenschaftler von denen Sie sprechen, glauben nicht an DIE geistige Wahrheit. Sie sind einfach agnostisch und lassen die Frage offen, weil die Faktenlage keine eindeutigen Schlüsse zulässt.
    • Gugguseli1963 24.11.2018 19:21
      Highlight Highlight @Energie
      Bitte hören sie auf solche Sachen zu behaupten, HS hat es schon so gemeint und es ist nicht das erste Mal, die Gläubigen so herabwürdigend zu behandeln. Unter Philosophie (Seele und Geist) versteht man das immateriell, was nicht stofflich existiert. Darunter fallen neben Seele bzw. Geist auch übernatürliche geistige Wesenheiten (z. B. Gott, Weltgeist, Weltvernunft).
      Die Psychiatrie (Seelenheilkunde) ist die medizinische Fachdisziplin. Die geistige Wahrheit, das immaterielle existiert und somit auch der Dreifaltige Gott. Die Faktenlage ist klar und eindeutig.
    • äti 24.11.2018 20:32
      Highlight Highlight @gugg, oh jeh ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herbert Anneler 24.11.2018 11:23
    Highlight Highlight Frage mich ob alledem: Was ist NICHT Religion? Selbst der A-Theismus ist eine solche! Wie jeder „-ismus“ auf dieser Welt. Weil der Mensch nicht ein instinktgesteuertes Tier, sondern ein zur Welt offenes Wesen ist, braucht er einen Fixstern, der ihm auch in den schlimmsten Stürmen des Lebens Halt gibt und ihn seinen Weg finden lässt. Ohne Verbindung zu einem Orientierungspunkt ausserhalb seiner selbst geht jeder Mensch zugrunde: dann dreht er sich nur um sich und empfindet sein Leben als sinnlos - wie ein Roboter. Ein „Wozu zu leben?“ braucht jeder Mensch. Die Antwort darauf ist immer Religion!
    • Mutzli 24.11.2018 14:26
      Highlight Highlight @Anneler

      Ist zwar ein alter Hut, aber wenn die "Argumente" auch nie neuer werden: Atheismus ist auf die gleiche Art eine Religion, wie eine Glatze haben eine Haarfarbe ist.

      Bezüglich "Orientierungspunkte": Man kann problemlos für sich selbst dem eigenen Leben einen Sinn verschaffen, eine Austrichtung an z.B. ethische Prinzipien jenseits von Selbstinteresse ist auch keine grosse Sache, wenn man über ein Minimum an Empathie verfügt. Was Sie z.B. bisschen vermissen lassen, wenn Sie Atheisten pauschal als "Roboter" einstufen.

      Was für einen Mehrwert bringt denn bitte Religion, ganz konkret?
    • rodolofo 24.11.2018 16:07
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • äti 24.11.2018 20:35
      Highlight Highlight .. die Magnetpole sind die meistbenutzten Orientierungspunkte von Lebewesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • HundBasil 24.11.2018 10:58
    Highlight Highlight „Gläubige in vielen Freikirchen sind überzeugt, von Gott auserwählt zu sei.“ Eine typische Stamm-Aussage. Stamm mag Christen aus Freikirchen nicht. Gläubige Katholiken sind oft überzeugt, dass der Papst der Nachfolger Petri ist. Das schreibt er nicht. Atheisten wie Stamm sind davon überzeugt, dass sie richtig denken. Alle Christen sind davon überzeugt, dass der Weg in die Erfüllung und ins Paradies nur über Jesus führt. Dabei unterscheiden sie sich in anderen Dingen. Wie Zöllibat oder Cigar rauchen Ja oder Nein. Das ist aber nicht so entscheidend. Davon bin ich überzeugt.
    • Knäckebrot 24.11.2018 19:11
      Highlight Highlight Ich beobachte das Phänomen, dass Leute von Gruppen zur Ansicht neigen, dass es immer gegen sie ist. Manche Israelis finden, dass die Medien gegen Israel hetzen, manche Palästinenser finden, dass es umgekehrt ist.

      Im Sektenblog kam die Kath.K. auch schon mehrfach an die Kasse.
    • äti 24.11.2018 20:41
      Highlight Highlight .. ich mag Freikirchen gar nicht, aus Erfahrung. Ich mag übliche Kirchen auch nicht, auch aus Erfahrung. Allerdings mag ich viele Menschen, überall. Gäbs die Menschen ohne das Anhängsel Kirche/Sekte wäre vieles schöner, einfacher, freier.
    • Pelegrino 26.11.2018 18:51
      Highlight Highlight äti, für mehr Kultur zu ist Luzern zu empfehlen, das Konzerthaus am See, die Cabarets, Filmschaffende, Theater, und bildende Kunst.
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  • rodolofo 24.11.2018 10:27
    Highlight Highlight Das erinnert mich an das Lotto:
    Obwohl die Wahrscheinlichkeit für einen Sechser extrem klein ist, träumen alle Lotto-Spieler davon, mit einem solchen Sechser den Hauptgewinn samt Jackpot zu knacken.
    So verlieren sie mit ihrem unrealistischen Traum Woche für Woche ihren Spiel-Einsatz.
    Ähnlich ist es mit den Religionen:
    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Religion tatsächlich göttlich ist und zum Heil führt?
    Etwa so hoch, wie beim Lotto einen Sechser zu erreichen!
    Aber die ERWARTUNG auf das grosse Glück spielt den Gläubigen einen Streich, entgegen jeder (berechnenden) Vernunft.
    • Oxymora 24.11.2018 15:49
      Highlight Highlight “Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Religion tatsächlich göttlich ist und zum Heil führt?
      Etwa so hoch, wie beim Lotto einen Sechser zu erreichen!“

      Aber Rodolofo Lotto-Sechser sind eine Realität!


    • rodolofo 24.11.2018 16:17
      Highlight Highlight Ja, aber eben sehr unwahrscheinlich!
      Ich habe tatsächlich eine solche Super-Religion gefunden, und zwar dort, wo ich sie nie im Leben vermutet hätte!
      Aber wie gesagt, es war unglaubliches Glück dabei!
      Das hätte ebenso gut total schief gehen können. ;)
    • Pelegrino 24.11.2018 22:28
      Highlight Highlight Man nehme an, Rodolofo, die Bestimmung wo wann wir geboren werden, und unter welchen Umständen, hatte es dort einen Kiosk für ein Lotto einzulösen, oder lebten wir erst in der Zeit im entstehen der ersten Primaten!?

      Die Wahrscheinlichkeit dass aus der Evolution an einen Gott zu glauben es sich lohnt, ist sehr winzig klein, und kann entsprechend des Weltgeschehen kaum und nicht ein Gottesbeweis ergeben.

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  • Spooky 24.11.2018 10:25
    Highlight Highlight "Alle Religionen und Heilslehren haben aber eine Gemeinsamkeit: Sie erheben einen Absolutheitsanspruch."

    Das stimmt nicht. Der Hinduismus erhebt keinen Absolutheitsanspruch.

    Die Hindus haben eine These: Jede Wahrheit hat ihre Religion, und jede Religion hat ihre Wahrheit.
  • Ro Viking Ger 24.11.2018 10:08
    Highlight Highlight Danke für diesen sehr klaren und sachlichen Bericht.
    Dem kann ich aus eigener Erfahrung voll umfänglich zustimmen.
    • DemonCore 24.11.2018 12:00
      Highlight Highlight Es ist kein Bericht, aber ein guter Kommentar oder Meinungsartikel.
  • Beggride 24.11.2018 10:06
    Highlight Highlight Dass religiöse Menschen frendenfeindlicher sibd und mehr Vorurteile haben ist keine Überraschung... Sie sehen sich selber als Teil einer Gruppe, die als einzige die Wahrheit kennt und zugleich nach den Regeln aus einem jahrtausendalten Buch leben...
    • dorfne 24.11.2018 12:14
      Highlight Highlight Wenn sie nach den Regeln des Buches leben würden, wären sie anders. Die Religion ist nur der Vorwand für Machtausübung und Unterdrückung. Oder führen etwa die IS-Attentäter ein gottgefälliges Leben?
    • Energize 24.11.2018 13:16
      Highlight Highlight @mogad: ja, das tut er tatsächlich. IS-Anhänger setzen die Sharia und den Koran wörtlich um. Kein Rosinenpicken aus dem Text. Deshalb lassen sich viele so einfsch bekehren. Traurig aber wahr.
    • Mutzli 24.11.2018 14:30
      Highlight Highlight @Energize

      Sorry aber das stimmt absolut nicht. Einerseits ist jede Auslegung eines heiligen Buches immer auch Interpretation, d.h. Rosinenpicken. Geht auch gar nicht anders, da die Schriften sich häufig widersprechen oder äusserst vage sind.

      Die IS-Krieger, obwohl fundamentalistisch, ignorieren gerne grosse Teile des Korans und deuten andere um. Was auch schon zahlreiche Theologen als Angriffspunkt versucht haben zu nutzen.

      Vergleichen Sie das z.B. mit den zig christlichen Variationen, die auch alle angeblich sola scriptura sind, sich aber nie einig werden können.
  • Lucida Sans 24.11.2018 10:04
    Highlight Highlight „Denn die Sekularisierung steckt in diesen (islamischen) Gesellschaften erst in den Anfängen.“
    Wo, bitte schön, verorten Sie Anfänge. Das Gegenteil scheint mir eher der Fall zu sein. So läuft der Trend, beispielsweise in der Türkei, eindeutig in die entgegengesetzte Richtung.
    Auch hier in der Schweiz kann ich beobachten, dass sich immer mehr Muslime zu einer strengeren Auslegung ihrer Religion hingezogen fühlen.
    • rodolofo 24.11.2018 10:54
      Highlight Highlight Wie und wo beobachtest Du das?
      In der Tagesschau, oder in Interlaken?
      Die MuslimInnen, die ich bisher kennengelernt habe, sind nicht in einem strengen Sinn strenggläubig. Ein "Strenggläubiger" entpuppte sich bei näherem Hinsehen sogar als gerissenes Schlitzohr und Lebemann!
      Lass Dich also überraschen und gehe näher ran bei Deinen Beobachtungen!
      Falls Du aber einen Koffer siehst, oder eine Burka, bleibst Du vielleicht besser auf Distanz...
    • Majoras Maske 24.11.2018 12:04
      Highlight Highlight Dasselbe kann man auch von Christen in Afrika und Osteuropa inklusive Russland sagen. Ob es wohl gemeinsame Gründe für diese Entwicklung gibt (wie Herrschaftssicherung, Verlust der kulturellen Identität wegen der eingeschränkten Meinungsfreiheit und das Mundtotmachen von Kritikern?) Ich denke nicht, dass das ein islamisches Phänomen ist, auch bei uns gibt es ja von Konservativen das Bestreben der Religion politisch mehr Gewicht zu geben.
    • Knäckebrot 24.11.2018 12:28
      Highlight Highlight Es ist sowieso eine nachgeschwatzte These, dass der Islam mit der Ref. und Aufklärung hintendrein ist. Islam kam 600J später, demnach auch die Aufklärung ist die Annahme.

      Mit dieser Logik könnte man auch sagen, dass das Christentum 400J hinter dem Islam ist:
      Gleich der Religionsgründer sagte, dass Gott den Heiligen Krieg befielt und beim Christentum war dies erst ein Papst 1000 Jahre nach Christus...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rakete 24.11.2018 10:02
    Highlight Highlight Das Prädikat "religiös" wird hier in Boulevardzeitungs-Manier völlig indifferenziert verwendet. Als hätten alle Gläubigen einen Wahrheitsanspruch mit Sendungsauftrag.
    Je nach Studiendesign kann jede Behauptung "wissenschaftlich" vertreten werden, und je nach persönlichem Gusto".
    Aber warum erwarte ich bei Watson auch eine seriöse Auseinandersetzung mit Themenfeldern. Mea Culpa...
    • Herbert Anneler 24.11.2018 11:30
      Highlight Highlight Sehe es wie Du: Stamm arbeitet mit einem so schwammigen Religionsbegriff, dass jeder und jede hineininterpretieren kann, was sie/er will - schon kochen die Emotionen über, und der Verstand setzt aus. Genau das, was Stamm gegen Religionen ins Feld führt... Religion ist eben auch, was sich als Gegen-Religion gibt... Kurz: Es ist etwas komplexer als der populäre Approach von Stamm. Er vertritt letztlich kruden Materialismus: Kaum eine andere Religion hat so viele Tote verursacht: Stalin, Mao, Khmer Rouge...
    • DemonCore 24.11.2018 12:11
      Highlight Highlight Stamm's Artikel sind wohl der am wenigsten boulevardeske Teil der Gesamtheit der auf watson veröffentlichten Artikel. Ich kann die Kritik überhaupt nicht nachvollziehen. Eher scheinen Sie hier aus rhetorischen Gründen eine exotische Definition von 'religiös' zu verwenden. Als Lateiner dürfte Ihnen ja die Etymologie des Wortes bekannt sein.
    • dorfne 24.11.2018 12:15
      Highlight Highlight Bitte dran bleiben!
  • Knäckebrot 24.11.2018 09:51
    Highlight Highlight "Das Gefühl der Überlegenheit ist Gift für den sozialen Frieden."

    Finde ich einer der besten Sätze, die ich von Hugo Stamm gelesen habe.

    Schade ist, wenn man dieses "Gefühl der Überlegenheit" nur bei allen anderen Sieht.

    Mal schauen, ob es uns gelingt, ohne dieses Gefühl unsere Kommentare und Diskussionen zu schreiben.
    • Phrosch 24.11.2018 10:14
      Highlight Highlight "Das Gefühl der Überlegenheit ist Gift für den sozialen Frieden."
      Das gilt aber nicht nur für Religionen, sondern auch für politische Gruppen, Nationen, kurz jede Gruppe, die sich aufgrund eines gemeinsamen Merkmals für besser als andere hält. Also auch Veganer, die nicht so blse sind und Tiere ausbeuten; die SVP, die weiss, wie die Schweiz sich von Ausländern frei halten sollte; die JUSO, die gegen Reichtum weibeln; die Schweiz, die sich anderen pberlegen fühlt; ...
  • Hugo Stamm 24.11.2018 09:43
    Highlight Highlight Noch ein Nachtrag zur Diskussion bezüglich Löschen von Kommentaren. Mehrere Dutzend Redaktionsmitarbeiter beteiligen sich am Aufschalten der Kommentare. Sie sind gehalten, relativ streng zu selektieren, um ein gutes Diskussionsniveau zu erreichen. In den Blogregeln steht, Kommentare, die „unsachlich sind oder keinen Bezug zum kommentierten Inhalt aufweisen“, werden gelöscht. Bei meinem Blog gibt es oft Paralleldiskussionen, was ich begrüsse. Manche Kolleginnen und Kollegen löschen solche Kommentare. Ich habe deshalb bei ihnen dafür plädiert, grosszügiger zu sein. Ich hoffe, es wirkt.
    • Knäckebrot 24.11.2018 10:08
      Highlight Highlight Wieviel Prozent schätzt ihr ungefähr, dass Generell (gesamt auf Watson) gelöscht oder nicht veröffentlicht wird?

      Habe das Empfinden, dass sie grosszügig veröffentlichen.
    • Orfeo 24.11.2018 13:06
      Highlight Highlight Hauptsache man stellt Sie nicht zu stark in Frage oder...
    • Oxymora 24.11.2018 13:23
      Highlight Highlight Her Stamm
      Schön das Sie ihre Kollegen bitten, etwas grosszügiger zu moderieren.

      Würde Unsachliches einfach nicht mehr aufgeschaltet, könnten die Leser nichts mehr über
      die religiösen Ansichten der Kommentatoren erfahren. Dogmatisches liegt oft weit weg vom Sachlichen. Und der Sektenblog ist doch ein wunderbares Instrument um zu zeigen das auch in Medienunternehmen Platz für Glaubens- und Meinungsfreiheit ist; auch wenn Glauben und Meinungen oft jeder Sachlichkeit entbehren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Klaus07 24.11.2018 09:27
    Highlight Highlight Der Mensch ist ein Herdentier. In einer Herde findet er Schutz, Sicherheit und das Gefühl akzeptiert und dazu zu gehören. Das Problem ansich, ist nicht die Herde, sondern Leittiere die das Potenzial dieser Herde für sich Ausnutzen. Studien belegen, dass es nur 5% einer Herde benötigt,um die restlichen 95% der Herde zu manipulieren. Geistige Eliten wie der Vatikan oder der Wächterrat übernehmen diese Steuerung. Minderheiten egal welcher Färbung, werden von einer Herde als Belastung oder sogar Bedrohung wahrgenommen und bekämpft. Die Harmonie der Herde muss gewahrt werden.
    • rodolofo 24.11.2018 10:37
      Highlight Highlight Und wenn "das Problem" zugleich "die Lösung" wäre?
      Was willst Du mit einer Herde anderes machen, als sie irgendwo hin zu führen, wo es besonders feines und frisches Gras zu fressen gibt?
    • Klaus07 24.11.2018 13:05
      Highlight Highlight Solange die Herdenführer die Herde zu feinem und frischen Gras führt ist es ja auch kein Problem. Wenn aber der Herdenführer, in seinem religiösen oder politischen Wahn, die Herde zu einem Abgrund führt und möchte, dass die Herde sich darüber stürzt abstürzt, dann ist es ein grosses Problem. Es gibt in der Weltgeschichte genügend Beispiele dafür, 1. Weltkrieg, 2. Weltkrieg, Kreuzzüge, Dschihad etc.
    • rodolofo 24.11.2018 15:43
      Highlight Highlight Ja, eine solche Herde, die einem keifenden und tobendem Männchen mit Schnäuzchen und Streber-Scheitelfrisur nachlaufen würde, wäre tatsächlich ein Problem und hätte ein Problem...
      Heute laufen sie grölend hinter einem Ballonmann mit falschem Haar hinterher.
      Ich glaube, das ist eine Herde Wildschweine.
  • Ökonometriker 24.11.2018 09:16
    Highlight Highlight Der Glaube an universelle Werte ist tatsächlich gefährlich und fördert Konflikte. Doch als Europäer tue ich mir bisweilen schwer, von Werten wie beispielsweise der Universalität der Menschenrechte abzurücken.

    Wie moralisch flexibel soll der Mensch sein? Soll man akzeptieren, wenn fremde Kulturen gegen das europäische Verständnis von Menschenrechten verstoßen - oder muss man da missionierend eingreifen?
    • Majoras Maske 24.11.2018 09:43
      Highlight Highlight Och, die wissen schon selber was Menschenrechte wie das Recht auf Leben oder Meinungsfreiheit sind, nur an der Durchsetzung hapert es wegen der Armut und der daraus resultierenden Ohnmacht gegenüber der Unterdrückung. Oder denkst du, man müsste den Menschen z. B. in Afrika nur sagen, dass die Demokratie besser ist als die Diktatur und dann sagen sie sich "Ach so, dass wusste ich gar nicht!"?
    • Ökonometriker 24.11.2018 09:57
      Highlight Highlight @Majoras: Ich kenne mich in Afrika nicht so gut aus, aber in China zweifelt eine große Mehrheit der Leute daran, dass Demokratie besser als ihre Autokratie ist. Sie glauben, dass eine Demokratie zu leicht von ausländischen Geheimdiensten beeinflussbar ist und das Land verletzlich machen würde und dass China nur dank der Partei so zu Wohlstand kommen konnte.

      Vergleicht man es mit Indien oder Afrika, ist es nicht ganz einfach, dagegen zu argumentieren...

      Ob die Autokratie beibehalten und die Middle-Income-Trap überwunden werden kann, wird sich aber noch zeigen müssen.

    • Gender Bender 24.11.2018 10:01
      Highlight Highlight @ökonometriker: Es gibt keine Kulturen in der Mehrzahl. Sie verwechseln Folklore mit Kultur. Die Gescheiten, die ich auf meinen unterschiedlichen Aufenthalten auf der Welt getroffen habe, waren alle gleich. Nämlich frei. Frei von Tradition, frei von der hat gesagt und deshalb, und frei von es muss doch so sein, alles Andere ist doch nicht normal usw.. Die einzige Universalie die ich je angetroffen habe waren denkende und fühlende Menschen. Ach ja, und der grosse Rest der nicht denkt und nicht fühlt.
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  • amIsanta 24.11.2018 09:02
    Highlight Highlight Was wär denn - nur mal angenommen -, wenn es eine Religion schaffen würde, tatsächlich Nächstenliebe zu leben? Mit allem, was damit verbunden ist?
    • für alle 24.11.2018 09:56
      Highlight Highlight Nicht in jeder Religion ist die Nächstenliebe als eine Tugend oder Gebot verankert.

      Und nicht die Religion muss es schaffen, sondern die Menschen. Und jeder der Mensch ist, weiss dass das gar nicht einfach ist. Wir haben alle ein Ego, dass es zu überwinden gilt, um Nächstenliebe zu leben. Nicht einfach.
    • Knäckebrot 24.11.2018 10:10
      Highlight Highlight Ich denke nebst all dem Schlechten, gibt es schon auch gute Beispiele, die die Welt prägten. Ich habe aber oft das Empfinden, dass viele irgendwie nicht wollen, dass es das auch gab...

      Beispielsweise waren bei der Sklavenabschaffung in den USA religiöse Leute (Quäker) an vorderster Fron und begründeten dies mit der Bibel.

      In der Geschichte gibt es schon auch viele gelungene Beispiele - auch wenns deren zu wenige sind. Gibt halt beides. Aber eben, irgendwie kommt es mir vor, wie es für manche "nicht sein darf", dass wir auch heute noch Spuren positiver Beispiele haben.
    • rodolofo 24.11.2018 11:05
      Highlight Highlight Die gibt es: Die Kuschel-Gruppe!
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  • Granini 24.11.2018 08:59
    Highlight Highlight Herr Stamm, könnten Sie mir bitte erläutern, wie Sie das mit Babylon meinen? Mir scheint nicht klar, was Babylon für einen Inhalt transportieren soll.
    • destin 24.11.2018 13:57
      Highlight Highlight Googeln Sie Turmbau zu Babel und babylonischer Sprachwirrwarr, Hure Babylon...
  • HerrCoolS. 24.11.2018 08:40
    Highlight Highlight Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass ich nicht religiös erzogen wurde
  • Bibilieli 24.11.2018 08:38
    Highlight Highlight Zitat Watson: "Religiöse Menschen neigen stärker zu Rassismus, Sexismus und Homophobie als religionsferne."

    Zitat aus der erwähnten Studie von Frau Küpper: "Mit zunehmender Religiosität nehmen Vorurteile insbesondere gegenüber Frauen und Homosexuellen, aber auch gegenüber ethnisch als anders Markierten und Langzeitarbeitslosen zu. Für das Ausmaß von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, sowie für die Abwertung von obdachlosen und behinderten Menschen spielt Religiosität lediglich eine marginale Rolle."
    • amIsanta 24.11.2018 09:01
      Highlight Highlight Da sind die relevanten Infos!
    • Hugo Stamm 24.11.2018 09:18
      Highlight Highlight Die beiden Studien haben ein unterschiedliches Design. Ich zitierte aus einer früheren Studie, bei der es um die religiöse Phänomene ging. Die von Ihnen zitierte Studie bezog sich auf die Flüchtlingswelle und die rechtsradikalen Tendenzen, die sie ausgelöst hat. In diesem Kontext spielen Gläubige keine signifikante Rolle.
    • Bibilieli 24.11.2018 09:51
      Highlight Highlight Da wäre es hilfreich, wenn Sie die zitierte Studie im Artikel gleich verlinken würden. Unabhängig davon verwirrt es mich ein wenig, zu lesen, dass religiöse Menschen offenbar stärker zu Homophobie neigen, wenn die Religion für das Ausmass von Fremdenfeindlichkeit bloss eine marginalte Rolle spielt. Ich persönlich sehe ich zwischen Fremdenfeindlichkeit und Homophobie keinen Unterschied. Für mich ein Zeichen dafür, dass die Resultate beider Studien mit Vorsicht zu geniessen sind.
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