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epa05893945 A Hungarian border police officer checks the travel documents of motorists on the first day more stringent provisions of the Schengen Borders Code are applied, at the Hungarian-Croatian border checkpoint of Letenye, 232 kms southwest of Budapest, Hungary, 07 April 2017. The change of regulations requires all EU member states to check every person entering or leaving the Schengen territory.  EPA/GYORGY VARGA HUNGARY OUT

Kontrolle an der ungarisch-kroatischen Grenze. Wird's mit künstlicher Intelligenz besser? Bild: EPA

Lügendetektor-Test an der Grenze? Das musst du über iBorderCtrl wissen

Europa will seine Grenzen besser schützen, harmlose Reisende schneller durchschleusen und Terroristen an der Einreise hindern. Ein von der EU finanziertes Forschungsprojekt wirft viele Fragen auf.



Das Wichtigste in Kürze

Worum geht's?

Wer in Zukunft in die EU einreisen will, muss sich unter Umständen schon vor dem Reiseantritt einem automatisierten Lügendetektor-Test unterziehen.

Die Europäische Union (EU) will nicht weniger als die Grenzkontrollen revolutionieren. Sie plant ein umfassendes Kontrollsystem, um den Zustrom von illegalen Einwanderern, Terroristen und Kriminellen einzudämmen.

Des voyageurs utilisant les bornes d'enregistrement automatique

Automatisierte Passkontrolle in Portugal. Das ist nur der Anfang. Bild: European Commision

Ein virtueller Grenzbeamter soll den Kollegen aus Fleisch und Blut die Arbeit erleichtern. Erklärtes Ziel ist eine schnellere und gründlichere Personenkontrolle.

Wer sich nicht verdächtigt macht respektive eine tiefe Risikobeurteilung erhält, dürfte in Zukunft schneller einreisen können – über die automatisierte Kontrolle. Wer hingegen einen erhöhten «Score» hat, wird speziell befragt.

Am Grenzübergang können Beamte die Identität der Reisenden überprüfen, indem sie nicht nur die Fingerabdrücke, sondern auch die Venen am Arm scannen. Für mobile Grenzkontrollen werden tragbare Geräte entwickelt.

Dieses Promo-Video zeigt, wie die mobile Kontrolle abläuft

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Video: YouTube/AIT TomorrowToday

In Autos oder Lastwagen versteckte Personen sollen mit neuartigen Radar-Geräten aufgespürt werden.

Das ist keine Science-Fiction, sondern im Rahmen des EU-Forschungsprojekts iBorderCtrl bereits in Entwicklung.

Diese Woche wird das Lügendetektor-System in Brüssel vorgestellt, an der Fachmesse Security Research Event (SRE).

Wer steckt dahinter?

Trotz kleinem «i» hat Apple nichts mit dem Vorhaben zu tun, dafür verschiedene andere private Unternehmen.

iBorderCtrl wird von einem europäischen Konsortium entwickelt, bestehend aus Firmen und staatlichen Institutionen. Mit an Bord sind die ungarische Polizei, der lettische Zoll, ein Hersteller von Geräten zur biometrischen Identifizierung sowie diverse Universitäten, bzw. Forschungsinstitute.

Schon bald sollen erste praktische Tests starten, an der EU-Aussengrenze, in Ost- und Südeuropa. Vorerst nur auf freiwilliger Basis, um wertvolle Testdaten zu gewinnen.

Neun Monate, bis Ende August 2019, laufe das Pilotprojekt an Grenzen in Ungarn, Griechenland und Lettland, sagte die Projektleiterin Anastasia Garbi laut einem aktuellen Medienbericht. Den ausführlichen Fragenkatalog, den ihr watson zu iBorderCtrl zugestellt hat, konnte oder wollte die griechische Wissenschaftlerin, die bei European Dynamics in führender Position arbeitet, bislang nicht beantworten.

Unbeantwortet bleibt darum vorerst auch die massive Kritik, die dem Vorhaben bereits entgegenschlug (siehe unten).

Wie funktioniert der Lügendetektor?

Etwa so ...

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Video: YouTube/Heinz Hammer

Kleiner Scherz, sorry!

Beim neuen System braucht es keine Verkabelung der zu befragenden Person. Keine am Körper angebrachten Sensoren, die den elektrischen Widerstand der Haut messen und anzeigen sollen, ob jemand ins Schwitzen gerät.

Allerdings klingt die Realität oder das, was die Projektverantwortlichen angeblich planen, noch viel verrückter.

Wer in Zukunft von Afrika, Asien oder Amerika in die EU einreisen will, soll noch zu Hause einen Lügendetektor-Test absolvieren. Am Bildschirm, vor laufender Webcam, gilt es, die Fragen eines virtuellen Grenzbeamten zu beantworten.

Der sieht dann vielleicht so aus.*

Image

* Aber nur, wenn du männlich und weiss bist. Dazu gleich mehr. Doch zunächst müssen wir die Frage klären, die alle beschäftigt, wenn sie «Lügendetektor» hören:

Die Figur, die die Fragen stellt, soll den Befragten in verschiedener Hinsicht ähnlich sein. Der Avatar (falls man ihn denn so nennen kann) richtet sich gemäss Projekt-Beschreibung in Aussehen und Verhalten nach dem Geschlecht, der ethnischen Herkunft und der Sprache des Reisenden.

Die Reisenden werden beim Beantworten der Standard-Fragen gefilmt – und dabei geht es dem angeblich «smarten» Lügendetektor um die nonverbalen Reaktionen. 

Wo ist das Problem?

Es gibt gleich mehrere Probleme.

Ein happiger Vorwurf kommt von anerkannten Experten, die sagen, die EU fördere damit «Pseudo-Wissenschaft».

Flüchtige Regungen der Gesichtsmuskulatur, die oft nur Sekundenbruchteile dauern und darum vom Gegenüber nicht bewusst wahrgenommen werden, werden in der Wissenschaft als Mikroexpressionen oder Mikromimik bezeichnet.

Das niederländische Online-Medium De Volkskrant zitierte einen skeptischen Wissenschaftler, der an der Universität von Amsterdam forensische Psychologie doziert.

In der Emotionsforschung könne es zwar sinnvoll sein, Mikroexpressionen zu erfassen und auszuwerten, erklärte Bruno Verschuere. Doch sagten solche nonverbalen Signale «wirklich nichts darüber aus», ob jemand lüge oder nicht.

Es gebe keinen Beweis für die verbreitete Annahme, dass Lügner gestresst seien und dass dieser Stress zu Zwinkern, Zappeln oder einem zitternden Mundwinkel führe.

Das räumen die Projektverantwortlichen auf der Website selbst ein:

«Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass Stress ein wirksamer einzelner Indikator für Täuschung ist (tatsächlich gibt es keinen Indikator dafür, dass es wirksame einzelne Indikatoren für Täuschung gibt).»

quelle: iborderctrl.eu

Empreintes digitales et données biométriques vérifiées en utilisant le kiosque d'inscription à l'aéroport de Lisbonne

Am Flughafen in Lissabon steht dieser Fingerabdruck-Scanner. Bild: European Commision

Dann ist da die Frage nach dem Datenschutz ...

Es sei bisher zu wenig bekannt, was mit den Daten passiere, die bei iBorderCtrl erhoben werden, kritisiert Ines Janusch, Geschäftsführerin einer österreichischen Firma, die zum Thema Datenschutz und künstliche Intelligenz berät.

Neben dem Handvenen-Scan zur Identifizierung der Reisenden sei geplant, Social-Media-Profile zu verknüpfen, um mehr über die jeweilige Person in Erfahrung zu bringen.

Der digitale Grenzbeamte könnte also dazu beitragen, dass die Bürgerinnen und Bürger gläsern werden.

Und schliesslich gibt's berechtigte Zweifel, was die Praxistauglichkeit des Systems betrifft bzw. die Trefferzuverlässigkeit der Algorithmen, die Lügner erkennen sollen: Selbst bei einer Erfolgsquote von 85 Prozent – einem angestrebten Ziel der am Projekt beteiligten Wissenschafter – würden viele Menschen falsch eingestuft, kritisiert Ines Janusch.

«2015 erhielten mehr als 520'000 Personen ein Schengen-Visum, kamen also zumeist an einer EU-Aussengrenze an. Bei 85 Prozent Erfolgsquote wären 80'000 Menschen falsch klassifiziert worden.»

Auch wenn diese «Verdächtigen» nach der Überprüfung durch menschliche Beamte ganz normal einreisen könnten, wären unangenehme Situationen vorprogrammiert.

Zudem gebe es auch ganz banale Schwierigkeiten zu meistern, hält die Expertin fest. So müsse das System lernen, mit Brillen, Bärten, unterschiedlichen Hautfarben und wechselnden Lichtverhältnissen klarzukommen. Ihr Fazit:

«Noch weiss man über das eingesetzte System für eine abschliessende Beurteilung zu wenig.»

Das würde watson – wie oben erwähnt – gerne ändern. Sobald die Projektleiterin unsere Fragen beantwortet, werden wir in einem weiteren Artikel darauf eingehen. 

Cui bono?

Der Grenzschutz ist ein Multimilliarden-Geschäft, von dem unzählige Konzerne und Firmen profitieren wollen.

Auch in den USA wird fleissig an effizienteren Personenkontrollen für die Grenze zu Mexiko geforscht.

Wer eine funktionsfähige Technik auf den Markt bringt, kann sie weltweit lizenzieren und riesige Gewinne einfahren.

Automatische Grenzkontrollen, bei denen biometrische Reisepässe eingescannt werden, gebe es schon heute, hält Spiegel Online fest. Ein Gesichtserkennungssystem überprüfe dann, ob die Person die gleiche sei wie auf dem Foto.

Allerdings könne mit sogenannten Morphing-Angriffen die Kontrollsoftware überlistet werden: «Wer illegal einreisen will, kann einen gültigen Ausweis nutzen und das Foto durch eine Mischung eines eigenen Bildes und des rechtmässigen Passinhabers austauschen.»

Darum seien Ergänzungen wie Plausibilitäts- und Biometriechecks (3D-Gesichtsscan, Fingerabdruck, Handvenen, Iris) sinnvoll, um die Zuverlässigkeit solcher Systeme zu verbessern, zitiert Spiegel Online den Experten Bernhard Strobl vom Austrian Institute of Technology (AIT).

In den nächsten Jahren rechne man mit einer Verdoppelung des Passagieraufkommens an den EU-Grenzen. Von automatisierten Personenkontrollen, die auf künstlicher Intelligenz basieren, würden alle Reisenden profitieren.

Und auch Strobl selbst, ist anzufügen. Am Forschungsinstitut AIT, an dem er arbeitet, wurde eine Machbarkeitsstudie für die Handvenen-Erkennung durchgeführt. Er forsche ebenfalls an automatisch unterstützten Grenzkontrollen, sei aber am aktuellen Projekt nicht beteiligt, heisst es.

Wie ist die Schweiz betroffen?

Auf der Projekt-Website steht klipp und klar:

«Ziel von ‹iBorderCtrl› ist es, die Grenzkontrollen an den EU-Aussengrenzen schneller, gründlicher und insgesamt effizienter zu gestalten»

Und es ist vom Schengen-Raum die Rede. Dazu gehört die Schweiz. Wobei die Schengen-Aussengrenzen hierzulande an den Flughäfen in Zürich und Genf liegen.

Der Schengen-Raum

Gegenwärtig umfasst der Schengen‑Raum 26 europäische Staaten (davon 22 EU‑Mitgliedstaaten). Die Schweiz gehört seit 2008 dazu. An den Schengen-Binnengrenzen sind die systematischen Personenkontrollen offiziell abgeschafft. Dies gilt auch für die Flughäfen.
An den Schengen-Aussengrenzen (d.h. an den Grenzen zwischen einem Schengen- und einem Nicht‑Schengen‑Staat) werden einheitliche Personenkontrollen nach genau festgelegten Kriterien durchgeführt.
Bulgarien, Grossbritannien, Irland, Kroatien, Rumänien und Zypern sind EU‑Mitgliedstaaten, die nicht – oder noch nicht – dem Schengen‑Raum angehören. Dies bedeutet, dass ein Flug von dort in einen Schengen‑Staat als ein Drittlandflug gilt und daher Grenzkontrollen unterliegt.
(Quelle: ec.europa.eu)

Wie steht es um den Datenschutz?

Big Brother lässt grüssen.

Es geht ums Anlegen eines riesigen Datenschatzes. Um die biometrischen Daten von hunderten Millionen, ja Milliarden Menschen. Das sind höchst sensible Informationen, mit denen sich jedes Individuum identifizieren lässt.

Ob die zuständigen Dienststellen die anfallenden Datenmengen sicher verarbeiten und speichern können, ist offen. Sicher ist, dass es keine hundertprozentige Sicherheit gibt.

Was lernen wir daraus?

Es wird noch viel Wasser den Rhein hinab fliessen, bis Lügendetektoren das leisten, was ihr Name verspricht.

Bis dahin sollten wir fragwürdigen Forschungsprojekten wie iBorderCtrl mit gesundem Misstrauen begegnen.

Wie sich Lügner wirklich entlarven liessen

Am ehesten mit einer Wärmebildkamera. Dies berichtete die «Süddeutsche Zeitung» Mitte November. Beim Lügen verändert sich die Temperatur von Nase und Stirn. Forscher der Universität Grenada sind dem Phänomen, das sie als «Pinocchio-Effekt» bezeichnen, schon länger auf der Spur.

«Nach Angaben der Forscher konnten Lügner auf diese Weise in 80 Prozent aller Fälle entlarvt werden. Immerhin eine bessere Trefferquote als beim klassischen Lügendetektor, der nur in 60 bis 70 Prozent der Fälle anschlägt.»

quelle: süddeutsche.de

Der wissenschaftliche Artikel dazu: «The mental nose and the Pinocchio effect: Thermography, planning, anxiety, and lies» (April 2018).

Glossar

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43
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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • AdiB 06.12.2018 17:23
    Highlight Highlight Wenn ich vor der reise dieses dokument erstellen muss, um einfacher zu passieren, bedeutet dies ich muss damit rechnen ein verdächtiger zu sein, wenn ich mich am freitagabend spontan dafür entscheide, in münchen, stuttgart oder frankfurt das wochenende zu verbringen?
  • Waedliman 06.12.2018 11:56
    Highlight Highlight Unglaublich, wie schwer sich die EU damit tut, ihre Grenzen zu schützen und die Rechte der Menschen nicht trotzdem mit Füßen zu treten. Ich warte darauf, dass Ungarn oder Polen noch einen HIV-Schnelltest für alle Einreisenden, die nicht aus der EU stammen, durchführen.
  • #Technium# 06.12.2018 11:49
    Highlight Highlight Die absolute Kontrolle der Bürger. Was ist nur aus den so fortgeschrittenen Grundrechten in Europa geworden? Wir kritisieren ständig im Namen der Menschenrechte totalitäre, kontrollierende Regime, dabei ist die EU selbst zu dem geworden...
  • manhunt 06.12.2018 11:04
    Highlight Highlight welche witzfigur ist denn auf diese dämliche idee gekommen? diese überbezahlten schwachköpfe sollten endlich daran arbeiten, die ursachen der armutsmigration zu bekämpfen. das würde jedoch auch bedeuten, endlich damit aufzuhören, mit subventionierten eu-agrarprodukten den afrikanischen markt zu unterbieten und damit sämtliche bemühungen der entwicklungshilfe der letzten jahrzehnte zunichte zu machen. gerade dieses beispiel zeigt jedoch wieder einmal wunderbar, dass diese holzköpfe an wirklichen lösungen gar nicht interessiert sind.
    • WID 06.12.2018 14:49
      Highlight Highlight @manhunt: Das IST die Lösung der Holzköpfe, es nennt sich Geschäfte machen...
    • mbr72 06.12.2018 16:46
      Highlight Highlight Das geht doch nicht, das wäre ein langwieriger Prozess, politisch völlig unattraktiv, bis sich die Wirkung zeigt, sind die verantwortlichen Politiker längst nicht mehr aktiv und frönen ein gemütliches Leben mit Vorstands/Verwaltungsrat-Mandat ihrer ehemaligen Lobby-Wirtschaft.
      Schöne neue Welt... ohne direkten politischen Nutzen, igge nix maaache!
  • Gipfeligeist 06.12.2018 09:20
    Highlight Highlight Der Lügendetektor wertet Daten aus sozialen Netzwerken aus?
    Blöd nur, dass ich nicht bei FB registriert bin. Kann mich der Grenzschutz zwingen mich anzumelden damit ich unschuldig durchkomme? Oder besser noch, die EU schaltet ein Pflicht-FB hoch, jeder Bürger ist gläsern, wir haben ja nichts zu verbergen, oder?

    Und wieder einmal wird die Privatsphäre mit Fäkalien beworfen ...
    • bebby 06.12.2018 12:08
      Highlight Highlight Ganz einfach...sie machen sich dadurch verdächtig, wenn sie nicht dabei sind. Auch wenn es Unsinn ist.
  • Scrat 06.12.2018 09:01
    Highlight Highlight Da gäbe es ein probates Gegenmittel: den ganzen Lügendetektor-Mist einfach nicht mitmachen. Der Aufwand für zusätzliches Personal an der Grenze, verbunden mit den Betriebskosten für ein nicht genutztes System, dürfte wohl reichen. Der Staat findet ja auch immer, Erziehung der Bürger funktioniert nur über das Portemonnaie. Funktioniert aber nur, wenn alle mitmachen...
  • MSpeaker 06.12.2018 08:34
    Highlight Highlight Dr. Lightman lässt grüssen. Der Anfang des Artikels liesst sich wie eine Folge von "Lie to me". Eine recht gute Serie die man durchaus anschauen kann. Allerdings wurde schon damals als sie produziert wurde bemängelt das Mikroausdrücke in dieser Form nicht funktionieren.
  • Sebastian Wendelspiess 06.12.2018 08:30
    Highlight Highlight Werden EU-Politiker auch getestet?
    • bebby 06.12.2018 12:08
      Highlight Highlight Der ist gut, auch auch CH-Politiker würden diesen Test nicht bestehen :-)
  • Quacksalber 06.12.2018 08:14
    Highlight Highlight Das ist doch Racial Profiling und Verarbeiten von Vorurteilen bzw. sogenanntem „gesunden Menschenverstand“ durch eine Maschine. Die Beamten sind dann entschuldigt, wenn sie vornehmlich Randständige kontrollieren.
    • Gipfeligeist 06.12.2018 09:22
      Highlight Highlight Kann ich nicht unbedingt zustimmen, menschliche Wesen sind anfälliger für Stereotypen als Maschinen. Kommt natürlich darauf an wie die KI aufgebaut ist.
      Aber eine menschliche Entscheidung muss auf jeden Fall am Ende stehen
    • Waedliman 06.12.2018 11:51
      Highlight Highlight Genau so geht man am Flughafen von Tel Aviv vor und scheint Erfolg damit zu haben. Der Anteil 80jähriger isländischer Frauen ist in Kriminalitätsstatistiken nun mal deutlich geringer als der von 25jährigen Männern in Deutschland, die einen 3er BMW fahren.
    • Erklärungsbedarf your limits 06.12.2018 18:47
      Highlight Highlight @Waedliman: Logisch sind die 80jährigen Isländerinnen unterrepräsentiert, wenn man sie nie kontrolliert. (->selbstbewahrheitendes profiling :-)
  • Xonco 06.12.2018 08:10
    Highlight Highlight Huch, der hat ja gezuckt beim Interview, der muss klar ein Lügner sein, auch sonst so gestresst wie er generell wirkt.

    Liegt vielleicht nicht an der Verfolgung, oder an den Bomben die Tagein/Tagaus an ihm vorbeisausen.
  • Imnon 06.12.2018 07:39
    Highlight Highlight Big Brother ist wahnsinnig geworden.
  • mrmikech 06.12.2018 07:39
    Highlight Highlight Die, die den Test bestanden haben, sollen einen QR-Code bekommen? Im Ernst? Dann kann man diesen Code doch einfach weitergeben.
    • @schurt3r 06.12.2018 08:30
      Highlight Highlight ...
      User ImagePlay Icon
    • Slavoj Žižek 06.12.2018 09:35
      Highlight Highlight Der wird bestimmt nicht mehrfach funktionieren 🤦‍♂️
    • LVeecy 06.12.2018 19:35
      Highlight Highlight So dumm ist diese Frage auch nicht. Ist dieser QR-Code Personengebunden? Falls ja, kann man sich das sparen, wenn man sowieso kontrolliert wird. Falls nicht und ich will Drogen schmuggeln, lasse ich meine Mama den Lügendetektor-Test machen und reise mit ihrem QR-Code...
  • G. Schmidt 06.12.2018 07:39
    Highlight Highlight Klar... ich geb an der Grenze freiwillig meinen Social Media Access her 🙄
    • ast1 06.12.2018 08:42
      Highlight Highlight Dann reist du besser nicht in die USA, denn dort ist das bereits gang und gäbe.
    • You will not be able to use your remote control. 06.12.2018 09:03
      Highlight Highlight Das System hat direkten Zugriff auf alle Social Media Daten.
    • G. Schmidt 06.12.2018 10:19
      Highlight Highlight @ast1
      Nein.
      Wird gefragt, ist aber optional.
      War diesen Sommer in den USA.

      @You will....
      Welches System? Ist ja nicht so, dass man die Passnummer für die Eröffnung eines Instagram-Accounts benötigt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Muselbert Qrate 06.12.2018 07:36
    Highlight Highlight Das könnte man auch bei Flüchtlingen einsetzten, die ja regelmässig falsche Aussagen zur Herkunft, Alter und Immigrationsgrund machen.
  • Holzkopf 06.12.2018 07:24
    Highlight Highlight Na, ist denn schon 1. April?
    Das erinnert mich an die ägyptische Armee, die sich einen Scanner für HIV gekauft hat, der angeblich z.B. von aussen die Insassen eines Fahrzeugs auf HIV testen kann...
    • G. Schmidt 06.12.2018 10:20
      Highlight Highlight @Holzkopf
      Den Typ, der denen das verkauft hat, würde ich gerne treffen!^^
    • Holzkopf 06.12.2018 11:29
      Highlight Highlight 😆👍🏼 ich komm dann mit.
  • kevzh90 06.12.2018 07:18
    Highlight Highlight Und dann gibts immer noch Leute, welche sich diesem Verein, genannt EU, anschliessen möchten... Sachen gibts...
  • dertypvonnebenan 06.12.2018 07:14
    Highlight Highlight Freedom is not defined by safety.
  • Phrosch 06.12.2018 07:11
    Highlight Highlight Ist das die EU, die eben erst ihr Datenschutzgesetz deutlich verschärft hat? Da weiss wohl die rechte Hand auch nicht, was die linke tut.
    • DomKi 06.12.2018 10:38
      Highlight Highlight Sehr wohl wissen die das. Ein schärferes Gesetz hilft den Regierungen, noch mehr Geheimnisse zu wahren und Private noch mehr auszuschliessen und zu kriminalisieren. Im vorliegenden Fall braucht es nur ein paar Ausnahmen, die auf Anti-Terror-Gesetzen basieren, und das Problem ist für Brüssel gelöst.
  • Polaroid 06.12.2018 07:09
    Highlight Highlight 1984. Orwell was right!
  • El Schnee 06.12.2018 07:03
    Highlight Highlight Das Problem solcher ‚Forschung‘ beginnt doch schon bei der Frage: Wer ist ein Lügner? Was ist eine Lüge?

    User Image
  • remim 06.12.2018 06:54
    Highlight Highlight Ein bedenkliches Programm. Ein weiterer Schritt in Richtung Überwachungsgesellschaft.
    Da ich keine Social-Media-Accounts habe wäre ich dann immer sofort suspekt...
  • A_C_Doyle 06.12.2018 06:49
    Highlight Highlight Immer wenn ich denke, denen fällt nichts Bekloppteres mehr ein, kommen die mit sowas...
    Das Durchleuchten von Online-Portalen ist ne Frechheit und die Sache mit dem Lügendetektor ein schlechter Witz. Polygraphen sind seit ihrer Erfindung vollkommen unzuverlässig und daran ändert auch ne AI nix. Man sieht höchstens, das eine Person eine bestimmte Emotion zeigt, nicht aber wieso. Den Attentäter-Blick gibt es so nunmal nicht.
  • Ökonometriker 06.12.2018 06:28
    Highlight Highlight Ich versuche von den EU-Funktionären mal Geld zu bekommen für den Bau einer künstlichen Intelligenz, die aus Kaffeesatz die Staatsverschuldung diverser EU-Länder vorhersagen kann. Die scheinen echt auf alles hereinzufallen.

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