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Globalisierungskritik? Hier plündern «Gelbwesten» einen Apple Store

So reagiert das Internet auf die jüngsten Bilder aus Frankreich.



«Zur Hölle mit dem Kapitalismus! – Oh, iPhones!»

Kommentar bei Twitter

Die Szene ereignete sich in der Nacht auf Sonntag in Bordeaux im Südwesten Frankreichs. Ein via Twitter verbreitetes Video zeigt, wie vermummte Gestalten in einem Apple Store herumrennen und MacBooks und andere Dinge mitnehmen. Vereinzelt sind gelbe Leuchtwesten zu sehen.

Zuvor hatten Unbekannte die Fenster des Ladens an der Rue Sainte-Catherine eingeschlagen, wie andere, ebenfalls bei Twitter veröffentlichte Aufnahmen zeigen. 

Internet-User kommentieren das Geschehen mit einer gewissen Belustigung ...

Wer die MacBooks und iPads von den Präsentations-Tischen im Geschäft mitnimmt, ist nicht klar. Die politischen Demonstrationen der «gilets jaunes» könnten von Kriminellen – die allenfalls nichts mit den Demonstranten zu tun haben – ausgenutzt worden sein, um im Chaos zu plündern.

Andere Kommentatoren kritisieren, dass ausgerechnet bei Protesten, die sich (unter anderem) gegen die negativen Folgen der Globalisierung richten, die Produkte eines global tätigen Unternehmens gestohlen würden.

Es gibt auch andere Reaktionen ...

Im ostfranzösischen Saint-Etienne kam es am Wochenende ebenfalls zu Laden-Stürmungen in der Innenstadt.

Was hältst du von der Plünderung des Apple Stores?

Landesweit waren am Wochenende weit mehr als 100'000 Demonstranten auf den Strassen Frankreichs.

Über 1700 Menschen wurden festgenommen, 1220 kamen in Gewahrsam – das heisst, sie können nach französischem Recht bis zu 24 Stunden festgehalten werden, weil sie zum Beispiel im Verdacht stehen, eine Straftat begehen zu wollen. Mehr als 250 Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt, darunter rund drei Dutzend Sicherheitskräfte.

(dsc, via 9to5Mac)

Diese Bilder empören Frankreich

Video: srf

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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kimelik 11.12.2018 02:43
    Highlight Highlight Naja, mich fasziniert ja, dass eine nationalsozialistische Bewegung wie die gelben Westen so viele Unterstützer in der Schweiz und anderswo haben...
  • William F. Buckley Jr. 10.12.2018 21:59
    Highlight Highlight Erinnert an den Polo Ralph Lauren Globalisierungsgegner am "Tanz dich frei Event" ...
    Benutzer Bild
  • Nocciolo 10.12.2018 18:27
    Highlight Highlight Besser den Apple-Laden als der lokale Tante-Emma-Laden. Von dem her trifft es schon die Richtigen.
    • Fabio74 10.12.2018 20:26
      Highlight Highlight Nein. Es ist und bleibt dumm und kriminell
  • ThePower 10.12.2018 17:44
    Highlight Highlight Tja, was soll ich sagen? Wenn die Mächtigen nicht für das nötige Mass an Umverteilung sorgen, nimmt es der Pöbel eben selbst in die Hand. War schon immer so und wird immer so sein.
  • TanookiStormtrooper 10.12.2018 15:27
    Highlight Highlight Apple ist doch eigentlich genau das Problem.
    Reiche (Firmen) müssen so gut wie keine Steuern zahlen und der Typ, der mit seiner Kohle knapp über die Runden kommt, kann sich dank höherer Benzinpreise demnächst die Fahrt zum Arbeitgeber nicht mehr leisten und schläft im Zelt vor der Firma. Einer Familie ihr Auto mit Kindersitz abzufackeln finde ich extrem asozial, einen Apple-Store kurz und klein zu schlagen zwar auch, die können es sich aber locker leisten. Die Demogeräte sind ja sowieso wertlos, die hätten sie auch gleich an Ort und Stelle vernichten können...
  • hallihalloo 10.12.2018 15:10
    Highlight Highlight Kapitalismus und Apple kritisieren und trotzdem ein iPhone haben (wollen) ist kein Widerspruch.. Produktionskritik > Konsumkritik.
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  • no-Name 10.12.2018 14:02
    Highlight Highlight Seit dem ich den Satz “wir wollen Leben und nicht nur Überleben” gelesen habe und das nächste Bild im Artikel ein Mann in gelber Weste und iphone neuster generation war, zu dem ein paar Zeilen weiter noch weniger Einwanderung gefordert wurde, kann ich das Ganze nicht mehr so ernst nehmen.
    Benutzer Bild
    • Sebastian Wendelspiess 10.12.2018 14:52
      Highlight Highlight Soll es uns denn allen wie auf dem unteren Bild gehen, einfach dass es es den Reichen noch etwas besser geht?
    • no-Name 10.12.2018 16:36
      Highlight Highlight Sebastian, wir, und auch die “working poor” zu denen ich angeblich zähle, sind so was von weit weg von arm. Ich tippe das hier gerade auf einem iphone 6s und soll arm sein, weil ich drei kinder habe und mir kein auto leisten kann? Die kinder hab ich freiwillig und ich krieg hier für ein “butterbrot” eine 14 km fahrt an meinen arbeitsplatz in 20 minuten und soll arm sein?

      Das problem ist viel mehr, dass wir uns lieber mit blochers als mit siebers vergleichen.

      90% der welt haben nicht mal 10% meiner finanziellen möglichkeiten und ich soll arm sein weil ich nicht um die halbe welt fliegen kann??
    • glass9876 10.12.2018 16:59
      Highlight Highlight @no-Name: Nicht von einzelnen auf die ganze Bewegung schliessen.
      @Sebastian: Natürlich nicht. Allerdings ist schon fragwürdig, ob jemand, der sich ein 1000-CHF-smartphone leistne kann, jammern darf!?
      Das teure iPhone ist ein Statussymbol und damit ein Statement "ich gehöre zu den reichen"; damit ist er bei den GJ schon etwas fehl am Platz.
      Und wenn er es sich beim Essen abgespart hat, war der Kauf nicht die beste Entscheidung. Lässt das auf andere seiner Entscheidungen schliessen? Ist seine wirtschaftliche Situation zu einem Grad selbstverschuldet?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vinzenth 10.12.2018 13:21
    Highlight Highlight Produkte für die Reichen, produziert von einer Firma, welche Arbeiter ausbeutet und quasi keine Steuern zahlt. Umverteilung von Reichtum der etwas radikaleren Art.
    • Bits_and_More 10.12.2018 15:19
      Highlight Highlight Produkte für die Reichen? Sorry, Apple ist Massenware für den breiten Mittelstand...
    • Enzasa 10.12.2018 15:27
      Highlight Highlight Weil die Reichen plündern, dürfen die Armen auch plündern?
      Weil die klauen, dürfen wir jetzt alle klauen???
    • Vinzenth 10.12.2018 17:13
      Highlight Highlight Ich wollte die Plünderungen jetzt nicht per se so gut heissen. Kann aber die Wut, welche vielleicht so erklährt werden kann und die Rechtfertigung die eventuel von einigen dieser Plünderer so hergeleitet wird, verstehen.
  • salamandre 10.12.2018 13:17
    Highlight Highlight Die Reichen werden reicher, weil sie es uns billiger verkaufen
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 10.12.2018 13:31
      Highlight Highlight Verstehe die Blitze gar nicht. Sowas von wahr, diese Aussage!
    • salamandre 10.12.2018 13:39
      Highlight Highlight Danke schön...Peter
    • Kearney 10.12.2018 18:42
      Highlight Highlight Ich würde die Aussage sogar noch weiter fassen. Die Reichen werden reicher weil sie uns glauben machen, dass wir uns alles kaufen sollen. Wer nicht kaufen kann, klaut halt.

      Allerdings sind Franzosen nicht gerade für ihren Fleiss bekannt. Konsumgüter wollen halt bezahlt werden, oder geklaut 😉! Geschenkt bekommt man sie auf jeden Fall nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • hallihalloo 10.12.2018 13:07
    Highlight Highlight In unserer Gesellschaft wird der Konsum als eine der wichtigsten Sphären des Lebens hochstilisiert. Es gibt jedoch Menschen, die davon ausgeschlossen werden. Sich den Konsum dann durch illegal Methoden zu sichern, trägt sehr wohl eine Kapitalismuskritik in sich und muss keinesfalls unpolitisch sein. Schon mal etwas von Enteignung gehört? ;)
    • no-Name 10.12.2018 14:12
      Highlight Highlight Ja, genau! Wie meine Ex, die 10 Jahre gespart hatte, um sich (für mich auch nicht nachvollziehbar) einen 3er BMW zu leisten und nach dem Ausgang festzustellen, dass nach einem Anti-G’weissnichtwieviel’-Gipfel alle Reifen zerstochen, der Lack ringsum verkratzt und drei Fensterscheiben eingeschlagen waren.

      Sie arbeitete in einem Altenheim und wollte eine komfortable Karre für ihre 800 km (2mtl.) zur Familie. Sie hat auf vieles verzichtet (Ferien, Handy, Mode...) Und Vandalismus ist nur sehr beschränkt versichert....

      Tolle Kapitalismuskritik. Pflastersteine in den Kappa-Rucksack und Hopp! 🙄
    • SparkintheDark 10.12.2018 14:43
      Highlight Highlight The strong rule the weak, and the clever rule the strong.

      War so. Ist so. Bleibt so.
    • hallihalloo 10.12.2018 15:04
      Highlight Highlight Ich finde es grundsätzlich auch nicht gut, wenn man persönliche Gegenstände von Menschen zerstört. Aber das ist auch was anderes, als in einem Apple-Geschäft ein iPhone zu klauen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 10.12.2018 12:59
    Highlight Highlight Lächerlich & dumm! Sowas lässt sich auch bei uns beobachten. Grossartige Ziele, aber die eigene Kasse geht vor! Die iPhones und Macbooks sind sowieso alle wertlos. Apple wird sie sperren und dank Geolocation ist die Polizei nicht weit. Am besten (und am sichersten) ist eine Nutzung als Briefbeschwerer. Viel Spass damit!
    • hallihalloo 10.12.2018 13:19
      Highlight Highlight Bei den "grossartigen Zielen" wie du sagst, geht es ja auch um die eigene Kasse der Protestierenden? Sie demonstrieren ja unter anderem wegen ihrer eigenen Kasse, in der eben zu wenig drin ist. Versteh ich jetzt nicht was du meinst...Es geht ja eben geanu um die Umverteilung des Wohlstands wieder von 'oben' zurück nach 'unten' (von denen der Wohlstand ursprünglich erarbeitet und gestohlen wurde). . .
    • Yakari9 10.12.2018 13:34
      Highlight Highlight Ein gleiches Video könnte ich euch von der letzten "Tanz dich Frei" Veranstaltung aus Bern zeigen... "Nieder mit dem Kapitalismus, oh, da gibts was gratis, geilooo"
    • Lowend 10.12.2018 13:58
      Highlight Highlight Ziemlich üble Beschuldigungen Yakari9, denn meines Wissens nach wurde bei keiner einzigen «Tanz dich frei» Demo auch nur ein einziger Laden in Bern geplündert, oder hast du Beweise für deine üble Nachrede?
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Das steckt hinter den merkwürdigen Post-SMS, die Tausende Schweizer seit Tagen erhalten

Kriminelle versenden im Namen der Post SMS, die über eine angebliche Zustellung informieren. Betrüger versuchen so auf Android-Geräten eine Spionage-App zu installieren oder an die Apple-ID von iPhone-Nutzern zu gelangen.

Tausende Schweizer haben in den letzten Tagen eine SMS erhalten, die angeblich von der Post kommt. Flüchtig betrachtet sieht sie wie eine typische Zustell-Benachrichtigung aus. In Tat und Wahrheit versuchen Kriminelle an die Apple-ID von iPhone-Nutzern zu gelangen, bzw. Android-Nutzer dazu zu verleiten, eine Spionage-App zu installieren. Gekaperte Handys versenden anschliessend automatisch und auf Kosten der Opfer Tausende von SMS an weitere Handynutzer.

Die Kantonspolizei Zürich und Swisscom …

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