Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Tinder und Co. am Pranger: Dating-Apps greifen auf Daten auf dem Smartphone zu



Tinder Screenshots

Bild: watson

Dating-Apps verlangen umfangreiche Zugriffsberechtigungen und können damit auf viele Daten auf dem Smartphone zugreifen. Damit öffnen sie Tür und Tor für Stalking-Angriffe, Schadsoftware und Phishing-Versuche. Das ist kaum einem Nutzer klar.

Dies ergab eine Auswertung des Internetportals Singlebörsen-Vergleich Schweiz, Österreich und Deutschland, das 15 Dating-Apps für Android im deutschsprachigen Raum auf ihr Risikopotenzial analysiert hat. Darunter waren Apps wie Badoo, Tinder, Parship, Elite Partner, Friendscout24, Zoosk und Lovoo.

Im Fokus der Analyse standen alle Zugriffsberechtigungen, die für die Nutzung einer App erteilt werden müssen. Darunter fallen In-App-Käufe, Standortfreigabe oder der Zugriff auf Fotos, Kontakte und Dateien.

Nutzer entblössen sich

Kaum ein Nutzer von Dating-Apps weiss, dass er sich beim Download in Punkto Sicherheit komplett entblösst, wie die wichtigsten Ergebnisse der Analyse zeigen: Alle Dating-Apps erfordern den Zugriff auf die Kontakte. 93 Prozent der getesteten Dating-Apps können direkt auf Fotos und andere Dateien des Smartphones zugreifen.

86 Prozent der Apps sammeln Standortdaten des Smartphones und können damit ein komplettes Bewegungsprofil des Nutzers erstellen, inklusive Wohnort, Arbeitgeber und Hobbies. 46 Prozent der Apps greifen auf die Kamera oder das Mikrofon des Smartphones zu.

13 Prozent der untersuchten Apps erlauben sich sogar den Zugriff auf die SMS-Kontakte und können so nicht nur Textnachrichten der Nutzer auslesen, sondern auch ohne deren Wissen versenden.

Firmengeheimnisse in Gefahr

«Wenn sich eine Dating-App Zugriff zu ihren SMS-Kontakten verschaffen kann, ist sie also prinzipiell in der Lage, in ihrem Namen Nachrichten an Freunde, Partner und so weiter zu versenden oder sogar unautorisierte SMS-Bestellungen vorzunehmen», warnt Daniel Baltzer von Singlebörsen-Vergleich.

Dies ist insbesondere heikel, wenn das Smartphone ein Unternehmenshandy ist oder wenn das private Smartphone dazu genutzt werden kann, um auf Unternehmensdaten zuzugreifen. Damit können die Dating-Apps ohne Wissen des Nutzers auch in den Besitz von Firmengeheimnissen wie beispielsweise Kundendaten oder -adressen kommen.

Dating-Apps klassischer Partnervermittlungen wie Parship oder Elite Partner schnitten im Hinblick auf Sicherheit wesentlich besser ab als kostenlose Apps wie Tinder oder Hot or Not, stellte Singlebörsen-Vergleich fest. (sda)

Computer-Crack lässt auf Tinder Männer miteinander flirten – ohne ihr Wissen

Unsere besten Tinder-Stories

Frau findet Ex auf Tinder – und erlebt zunächst eine witzige, dann eine böse Überraschung

Link zum Artikel

Der langsamste Flirt ever – doch es kommt vielleicht zum Happy End

Link zum Artikel

Diese 21 Leute würden wir sofort daten – nur schon wegen ihrer genialen Tinder-Profile

Link zum Artikel

«Ich bin 45. Und ich gehe jetzt mal auf Tinder»

Link zum Artikel

Aus 400 Frauen auswählen und ein gutes Dutzend flachlegen: Ein Tinder-Casanova verrät den Jungs, wie es geht, und den Mädels, wie sie ticken

Link zum Artikel

«Jetzt muss es raus: Wir Frauen schicken die Screenshots unserer intimsten WhatsApp-Chats unseren Freundinnen – weil wir Rat und Unterhaltung suchen»

Link zum Artikel

Zwei watson-Redakteure im «Herzblatter»-Duell: Wer kommt mit FIFA-Sepp-Sprüchen als erster zum Tinder-Date?

Link zum Artikel

Mit diesen 7 Strategien kommst sogar DU auf Tinder (Ja, der Titel ist hier fertig)

Link zum Artikel

«Sind deine Eltern Terroristen?» – Mit welchen Flirt-Sprüchen du Erfolg hast, und mit welchen nicht

Link zum Artikel

Profilbilder, mit denen du auf Tinder gewinnst – und mit welchen eher nicht 

Link zum Artikel

«Ich wische nur nach rechts»: Wenn Adolf Hitler Tinder hätte – und 9 weitere historische Flirt-Profile

Link zum Artikel

«So nicht, liebe Männer!» Tinder-Knigge zweier watson-Userinnen macht aus Eseln Hengste

Link zum Artikel

Aufgepasst, Tinder! Diese witzige Dating-App macht das Flirten noch viel einfacher

Link zum Artikel

Für die Flüchtlingsthematik gibt es eine Lösung. Sie heisst nicht Zivilschutz, sondern Uber, Airbnb und Tinder

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

«Ablaufende Chats»: Bald können WhatsApp-User Nachrichten automatisch verschwinden lassen

WhatsApp veröffentlicht für seinen Messenger regelmässig neue Funktionen. Nun steht mit «Ablaufende Nachrichten» ein Feature an, das schon länger in Arbeit sein soll – jedoch deutlich eingeschränkter, als vermutet.

WhatsApp wird wohl bald eine neue Funktion erhalten: «Ablaufende Nachrichten». Auf seiner FAQ-Seite hat das Unternehmen bereits Details zum Feature veröffentlicht. Die Funktion selbst ist noch nicht verfügbar.

Ist das Feature aktiv, verschwinden neue Nachrichten nach sieben Tage aus dem Chat. Das passiert auch, wenn ein Nutzer WhatsApp für sieben Tage nicht öffnet. «Allerdings sieht er die Vorschau der Nachricht eventuell noch in den Benachrichtigungen, bis er WhatsApp öffnet», schreibt das …

Artikel lesen
Link zum Artikel