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ADAC-Test: Das sind die schlechtesten Autos des Jahres

Fiat Panda: Inzwischen gibt es nicht mal mehr Seiten-Airbags. Das macht ihn zum Testverlierer.
Fiat Panda: Inzwischen gibt es nicht mal mehr Seiten-Airbags. Das macht ihn zum Testverlierer.Bild: Shutterstock

Das sind die schlechtesten Autos des Jahres

Neue Autos werden immer besser – allerdings nicht alle. Fast 100 Modelle hat der deutsche Automobil-Club 2023 getestet. Hier sind alle Gewinner und Verlierer.
07.01.2024, 20:4407.01.2024, 20:54
Markus Abrahamczyk / t-online
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Ein Artikel von
t-online

Vom günstigen Kleinwagen bis zum Luxusmodell: Insgesamt 94 Autos hat der ADAC im Jahr 2023 getestet. Besonders gut schnitten dabei die Elektroautos ab: Gleich 18 Modelle erhielten eine Eins vor dem Komma. Neben ihnen erreichte nur noch ein BMW-Diesel eine solche Bestnote. Unter anderem die Alltagstauglichkeit, Reichweite, Ladedauer und Batterietechnik der E-Autos hätten sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, so der Verkehrsclub.

Allerdings schneiden auch einige Modelle deutlich schlechter ab. Und mit manchem Hersteller gehen die Tester hart ins Gericht.

Die Sieger des ADAC-Autotests

An der Spitze der Bestenliste stehen fünf Fahrzeuge mit der Bestnote 1.7 – ein breites Spektrum an Modellen vom elektrischen Volvo XC40 Recharge für knapp 55'000 Franken bis zum ebenfalls elektrischen Mercedes EQS 580 für weit über 100'000 Franken.

Die besten Autos laut ADAC-Autotest 2023

Fünf E-Autos ganz vorn dabei: Skoda Enyaq, Volvo XC40 Recharge, Hyundai Ioniq 6, Mercedes EQS und BMW i7.
Fünf E-Autos ganz vorn dabei: Skoda Enyaq, Volvo XC40 Recharge, Hyundai Ioniq 6, Mercedes EQS und BMW i7.tabelle: t-online quelle: adac

Dennoch haben sie einige Gemeinsamkeiten. Zum einen fahren alle fünf Modelle abgasfrei. Ausserdem zeichnet sich jedes Modell durch ausgewogene Eigenschaften mit vielen Stärken und nur wenigen Schwächen aus. Das ist das zentrale Kriterium im umfangreichen ADAC-Testverfahren, das mehr als 300 Punkte umfasst.

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Der Skoda Enyaq erhält vom ADAC die Bestnote 1,7: Der Elektro-SUV war 2023 das zweitbeliebteste Auto in der Schweiz.Bild: keystone

Dabei fliessen Aspekte wie Platzangebot, Fahrkomfort und Fahreigenschaften ebenso ein wie die entscheidenden Faktoren Sicherheit und Umwelt (Verbrauch, CO2, Schadstoffausstoss), die doppelt gewichtet werden. Dadurch haben Modelle, die in puncto Sicherheit und Umweltfreundlichkeit überzeugen, bereits einen deutlichen Vorteil in der Gesamtwertung.

Hyundai Ioniq 6: 2023 wurde er zum besten Auto der Welt gekürt.
Hyundai Ioniq 6: Der Stromer überzeugt mit einem sehr geringen Energieverbrauch.

Als herausragendes Beispiel nennt der ADAC den Hyundai Ioniq 6 (ab 68'000 Franken), eine klassische Fliessheck-Limousine. Seine aerodynamische Tropfenform ermöglicht einen extrem niedrigen Stromverbrauch von 15.5 kWh/100 km – damit ist er das bislang sparsamste E-Auto im ADAC-Test. Die 800-Volt-Batterietechnik erlaubt zudem eine Schnellladung für 400 Kilometer Reichweite in nur 20 Minuten. Lob von den Testern gibt es auch für die umfangreiche Ausstattung mit Assistenzsystemen.

Das populäre Model Y von Tesla erhielt die Gesamtnote 2.0 («gut»). Leichte Abzüge handelte sich der Elektro-SUV bei den Kriterien Komfort und Innenraum ein, während die Tester vor allem den Antrieb und die Effizienz lobten.

Die Verlierer des ADAC-Autotests

Allerdings: Elf Modelle erhielten im Jahr 2023 nur die Note «befriedigend». Darunter sind Modelle wie der Mazda MX-5 und der VW Amarok, die trotz guter Fahreigenschaften Schwächen beim Nutzwert aufweisen. Auch preiswerte Modelle wie der Citroën C3, der Kia Picanto und der Dacia Sandero schnitten schlecht ab.

Der ADAC betont jedoch: Günstige Autos müssen nicht generell schlecht sein – sofern sie technisch auf dem neuesten Stand sind. Und genau das sind die vier Tabellenletzten nicht.

Die schlechtesten Autos des Jahres 2023

Bild
tabelle: t-online

Sicherheitsdefizite bei einigen Modellen

Der Fiat Panda (mit der schlechtesten Note bewertet) sei schlicht veraltet, kritisiert der ADAC. Seit 2011 unverändert auf dem Markt, zeigt er insbesondere im Sicherheitsbereich deutliche Schwächen gegenüber modernen Fahrzeugen. Dass Fiat zuletzt sogar die bisher verfügbaren Seitenairbags und den City-Notbremsassistenten gestrichen hat, verschärft die Problematik zusätzlich. Einziger Hoffnungsschimmer: Der elektrische Nachfolger des Fiat Panda soll 2024 auf den Markt kommen.

Auch der Dacia Spring Electric, der Mitsubishi Space Star und der Renault Twingo Electric wurden wegen Sicherheitsmängeln abgewertet – und zwar nicht zum ersten Mal. Schon im Vorjahr belegten die Modelle die hintersten Plätze. Verbessert habe sich seitdem nichts, schimpft der ADAC.

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72 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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001300.812e0dba@apple
07.01.2024 21:35registriert Januar 2023
Wer die sich Details dieses "Tests" anschaut bemerkt sofort, dass hier Äpfel mit Birnen verglichen werden. Beispiel Kofferraumvolumen: BMW Top, Fiat Flop. Das selbe Resultat beim Innenraum, oder den Fahreigenschaften. Was soll eine solche Übersicht? Es werden E-Autos, die 80 - 100.000 Franken kosten mit Autos verglichen, die 1/3 kosten und sich der Normalverdiener leisten kann. Dass sich der ADAC für so etwas hergibt ist schon eine Schande. Dass aber die Onlinemedien solche Informationen ungeprüft und unkommentier übernehmen ist noch viel schlimmer.
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dmark
07.01.2024 22:01registriert Juli 2016
Sicherheitsaspekt... Wenn dich ein 3 Tonnen SUV trifft, während man in einem Panda o.ä. sitzt, dann helfen dir auch Seitenairbags und selbst Eisenbahnschweller in den Türen nichts mehr...
Wir müssen Fahrzeugtechnisch wieder abspecken - und das ganz kräftig.
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Martinswiss
07.01.2024 22:00registriert Februar 2014
Deutsche Autos, obwohl mit wenig und veralteter Ausrüstung, gewinnen immer bei DE-Tests. Trotz Defekten am Laufmeter und vielen Mängeln.
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