Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Check Tool: Wenn diese Meldung erscheint, bist du nicht betroffen. screenshot: checktool.ch

70'000 Schweizer Passwörter gestohlen: So prüfst du, ob du gehackt wurdest

Es ist ein brisanter «Fund»: Der Melde- und Analysestelle Informationssicherung MELANI des Bundes wurde erneut eine Liste mit Zugangsdaten bestehend aus Login und Passwort zugespielt, die offensichtlich gestohlen wurden und nun für illegale Zwecke missbraucht werden.



Dem Bund wurden aus vertraulicher Quelle rund 70'000 Kombinationen von Zugangsdaten zu Internet-Diensten gemeldet. Dies schreibt die Melde- und Analysestelle Informationssicherung MELANI am Dienstag in einer Mitteilung.

«Der Melde- und Analysestelle Informationssicherung MELANI wurden wiederum von vertraulicher Quelle rund 70'000 Zugangsdaten zu Internet-Diensten gemeldet. In vielen Fällen besteht der Benutzername der betroffenen Zugangsdaten aus der E-Mail-Adresse. Verwenden Internet-User bei solchen Logins für verschiedene Online-Portale dasselbe Passwort, ermöglicht dies den Tätern auf einfache Weise, diese Zugangsdaten für illegale Zwecke (Betrug, Erpressung, Phishing usw.) zu missbrauchen.»

Besonders problematisch ist somit der Umstand, dass bei vielen Internet-Diensten die eigene E-Mail-Adresse als Benutzernamen dient. Verwenden Internet-User für verschiedene Online-Portale und Apps immer dasselbe Passwort, ermöglicht dies den Tätern auf einfache Weise, diese Zugangsdaten für Betrug, Erpressung oder Phishing zu missbrauchen.

Ein weiteres Problem: Haben die Hacker Zugriff auf das E-Mail-Konto, können sie dank der Passwort-Anforderungsfunktion bei anderen Webseiten und Apps die Kontrolle über so ziemlich alle Konten des Opfers übernehmen (Online-Shops, Facebook, Cloud-Dienst etc.).

So prüfst du, ob du betroffen bist

MELANI hat wiederum ein Online-Tool publiziert, mit dem sich überprüfen lässt, ob die eigene E-Mail Adresse respektive die verwendeten Loginnamen betroffen sind. Das Tool kann unter der Webseite https://www.checktool.ch aufgerufen werden. «Für die Überprüfung ist nur die Eingabe der E-Mail-Adresse respektive des Benutzernamens notwendig. Diese wird nicht im Klartext übermittelt und auch nicht gespeichert», schreibt MELANI.

Betroffene Nutzer müssen ihre Passwörter ändern

Der Bund rät allen Personen und Unternehmen, diesen Check durchzuführen. Sollte ein Konto betroffen sein, gibt das Online-Tool eine entsprechende Meldung aus. In diesem Fall empfiehlt MELANI den Betroffenen folgende Massnahmen:

Bereits im August war der Diebstahl von 21'000 Zugangsdaten bekannt geworden

Bereits Ende August wurden dem Bund aus vertraulicher Quelle rund 21'000 Kombinationen von Zugangsdaten zu Internet-Diensten gemeldet. Die vermutlich bei Hacker-Angriffen erbeuteten Passwörter sind offenbar in den Besitz von unberechtigten Drittpersonen geraten.

Die erbeuteten Zugangsdaten wurden in den letzten Monaten gegen Kunden von Schweizer Online-Shops eingesetzt – namentlich betroffen waren Kunden von Digitec.

Der grösste Schweizer Online-Shop bestätigte Mitte November gegenüber watson, dass Betrüger bei einem Hacker-Angriff in den Besitz persönlicher Nutzerdaten gekommen sind. Potenziell betroffen seien Digitec-Kundendaten von 2001 bis maximal Mitte 2014.

Update:

Digitec hat am Dienstagnachmittag folgendes Statement zu ihrem Datenleck veröffentlicht:

«Das Datenleck steht nicht im Zusammenhang mit dem heute durchs MELANI publizierten Fall, bei dem knapp 70'000 Logins entwendet wurden. Wir konnten die Liste ausfindig machen und gleichen diese mit unseren Kundendaten ab. Bei Treffern setzen wir das Passwort betroffener Kunden zurück.»

(oli)

Hacker übernimmt die Kontrolle über selbstfahrendes Auto

abspielen

Video: srf

Sieben eindrückliche Hacker-Attacken

Das könnte dich auch interessieren:

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

E-Bike Lenkerin stirbt bei Kollision mit Traktor

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

So verbreitet sich das Coronavirus in deinem Kanton

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

43
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Randen 05.12.2017 21:36
    Highlight Highlight wenn meins gestohlen wurde. Wie bekomme ich das wieder zurück?
  • Madmessie 05.12.2017 20:24
    Highlight Highlight Ja, wirklich ganz toll dieses Digitalisierung. Ich freu mich schon auf die All-Inclusive-Swiss-ID!
  • _stefan 05.12.2017 17:19
    Highlight Highlight Es handelt sich also NICHT um Digitec-Daten? Warum ist den digitec@digitec.ch in der Liste?
  • p4trick 05.12.2017 14:24
    Highlight Highlight Also wer mit der Email Adresse beim Ebanking einloggt..... ändere schnellstmöglich die Bank!!
  • Sebastian Wendelspiess 05.12.2017 14:07
    Highlight Highlight Wer nichts zu verber hat hat nichts zu befürch.... oh doch. Hoffentlich sehen einige nun die totale Überwachung auch etwas kritischer.
    • jhuesser 06.12.2017 11:41
      Highlight Highlight Digital Native hier. Ich mag Überwachung nicht.
  • nick11 05.12.2017 14:01
    Highlight Highlight da die Information fehlt, wo die Daten gestohlen wurden, müsste man als betroffener nun alle accounts ändern. Ich verwende für alles ein eigenes Passwort. Aber ALLE Accounts zu ändern ist nahezu unmöglich. Das dürften über die Jahre weit über 100 Accounts sein! Viel Spass den betroffenen...
  • Skinny bad boy James aka weissnonigsegedihr 05.12.2017 13:44
    Highlight Highlight Es wäre auch Lohnenswert mal bei www.haveibeenpwned.com nachzusehen! Ähnliche Dienstleistung, nur bisschen Umfangreicher!
    • Triumvir 05.12.2017 15:45
      Highlight Highlight Au ja, perfekt um der NSA und Co. seine persönlichen Daten etc. anzuvertrauen...am besten noch mit seinen Passwörtern etc...
    • The Destiny // Team Telegram 05.12.2017 16:03
      Highlight Highlight @triumvir, ?!
    • JrMafia 05.12.2017 16:06
      Highlight Highlight Haveibeenpwnd ist sicher! Da wird bestimmt nichts geleakt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ItsMee 05.12.2017 13:31
    Highlight Highlight Danke liebe Hacker ... - Ich hoffe dass jedem SwissID Befürworter langsam klar wird, wie dumm die Idee eines "Ein Login für alles ( inkl. Ebanking etc)" ist ...

    • Suchlicht 05.12.2017 14:00
      Highlight Highlight Stimmt so nicht ganz, denn bei diesen Ansätzen trennst Du Wissen (Passwort, PIN etc. ) von Besitz (Zertifikat, QR-Code, Zahlenliste usw. ). Nur beides zusammen bringt einen Nutzen, wie z. B. Maestro-Karte und PIN.

      Die heute gängigen Logins bestehen oft nur aus der Komponente Wissen (Benutzername + Kennwort) und oft ist ein Teil davon vorgegeben.
    • You will not be able to use your remote control. 05.12.2017 16:24
      Highlight Highlight Suchlicht: Die Daten wurden nicht einzeln abgegriffen, indem ein Benutzername und Kennwort eingegeben wurde.

      Es wurden alle Daten von allen Benutzern aus dem ungenügend gesicherten, zentralen Speicher geholt.

      SwissID speichert deine medizinischen Daten zentral und 'best-possible' gesichert(TM).
  • Tavares 05.12.2017 13:18
    Highlight Highlight bin betroffen... Aber nicht so problematisch, weil Passwort-Manager & anderes Passwort für jeden Account.

    Trotzdem wäre es interessant zu wissen, wo die Logins gestohlen wurden. Der entsprechende Anbieter wurde hoffentlich informiert, so dass zumindest dort die Logins zurückgesetzt werden konnten.
    • Paddiesli 05.12.2017 18:34
      Highlight Highlight Gebe dir Recht, es wäre interessant, so für den Pranger, oder? Schön, wenn diese informiert werden. Aber was nützt das letztlich? Es passiert im Wochenrhytmus bei Weltkonzernen oder mindestens auf nationalen Ebenen. Wann ist der Benutzer es wert, hier nochmal hinter die Bücher zu gehen? Da nützen die ganzen eigenen Sicherheitsvorkehrungen ja nichts mehr.
    • Magman 06.12.2017 10:59
      Highlight Highlight Was für ein Passwortmanager benutzt du ? Bin noch unschlüssig welcher gut ist...
    • Tavares 06.12.2017 12:16
      Highlight Highlight Ich verwende KeePass (https://keepass.info), die verschlüsselte Datei ist auf meinem NAS zu Hause abgelegt, worauf ich von überall her zugreiffen kann, selbst vom Smarphone aus (iOS: MiniKeePass)
  • Philboe 05.12.2017 13:17
    Highlight Highlight Bei Passwörtern wie 1234 Geburtstagsdatum oder Wörtern wie Liebe, Firmennamen etc. ist es manchmal auch sehr einfach.
    • Snowy 05.12.2017 13:31
      Highlight Highlight Mag sein.
      Hat aber gar nichts mit dem aktuellen Fall zu tun.
  • Paddiesli 05.12.2017 13:15
    Highlight Highlight So langsam werde ich stinkig! Da werden uns im Halbjahresrhtymus ständig neue Funktionen und Tools "aufgezwängt", im Sinne von immer mehr, immer mehr, immer "cooler", aber sie schaffen es IMMER NOCH NICHT, unsere Daten zu schützen. Was nützen einem ausgeklügelte Passwörter, wenn sie sich die Firmen ständig klauen lassen? Gopfridlinomal!
    • Charlie B. 05.12.2017 14:06
      Highlight Highlight Benutzt du jedes Tool das dir "aufgezwängt" wird? Ich vermute nicht. Bist du einer der Betroffenen? Ich vermute nicht. Schreibst du gerne Kommentare und benutzt die HOCHSTELLTASTE? Ich denke ja ;-)
    • p4trick 05.12.2017 14:25
      Highlight Highlight hä was für Tools und Funktionen werden dir aufgezwängt??
    • Paddiesli 05.12.2017 15:26
      Highlight Highlight Ich meine ständig neue Erfindungen "für uns", wie 3D Scanning, Fingerabdrucksensoren, Iris-Scanner, digitale ID's, Puls- und Schritt-ÜBERWACHUNG, usw. Was nützt der ganze ungewollte Brunz, wenn regelmässig Zugangsdaten geklaut werden? Es wird uns ständig Neues angedreht, ohne einmal die Grundlagen zu sichern. Jetzt verstanden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerZürcher 05.12.2017 13:13
    Highlight Highlight Man kanns nicht oft genug wiedeholen: Bitte aktiviert überall die 2-step verification sofern möglich und nutzt einmalige Kennwörter... Jeder der dadurch Schaden erleidet ist meiner Meinung nach selber schuld...
    • x4253 05.12.2017 13:34
      Highlight Highlight ich verstehe sowieso nicht, weshalb die 2-FA nicht überall per Standard aufgeschaltet ist. Integration ist dank GoogleAuthenticator, Microsoft Authenticator etc. eh ziemlich einfach..
    • The Destiny // Team Telegram 05.12.2017 14:27
      Highlight Highlight @x253, Das nutzt längst nicht jeder und möchte sich wohl auch niemand aufzwingen lassen.
    • x4253 05.12.2017 14:47
      Highlight Highlight @TheDestiny
      "aufzwingen lassen"
      Passwörter und Türschlösser sind demnach auch nur Zwang. Btw. gibt es genügend offene Alternativen zu den oben erwähnten 2-FA Tools, die sich sehr einfach einbinden lassen.
      Wer seine Daten einem Anbieter anvertraut der keine 2-FA einsetzt ist selber Schuld und darf nicht rumheulen wenn dann seine Daten weg sind. Sicheres PW hin oder her.
    Weitere Antworten anzeigen

Das steckt hinter den merkwürdigen Paket-SMS, die gerade Tausende Schweizer erhalten

SMS, die über den Lieferstatus bestellter Waren informieren, sind praktisch. Doch aktuell versenden Betrüger massenhaft Fake-SMS im Namen von Paketdiensten. Sie haben es auf Kreditkartennummern abgesehen – und locken die Opfer in eine Abofalle.

Schweizer Smartphone-Nutzer werden von einer neuen Phishing-Welle heimgesucht: Kriminelle versenden grossflächig betrügerische Fake-SMS im Namen von Paketlieferdiensten wie DHL oder FedEx. In den Kurznachrichten ist von einem unzustellbaren Paket die Rede. Die Sendung sei im Verteilzentrum angehalten worden. Am Ende der Nachricht folgt ein Link, mit dem man den Sendestatus verfolgen könne.

Der genaue Wortlaut und der Kurzlink, also die abgekürzte Internetadresse in der Phishing-SMS, können von …

Artikel lesen
Link zum Artikel