DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Zum Note 9 wissen wir schon fast alles – trotzdem wird der Galaxy-Event spannend ...
Zum Note 9 wissen wir schon fast alles – trotzdem wird der Galaxy-Event spannend ...screenshot: youtube

Heute ist Samsung-Show – mit «Fortnite» für Android?

Angeblich wollen die Südkoreaner Käufer des Galaxy Note 9 mit einem exklusiven Game-Deal locken. Das Vorhaben könnte in einem Fiasko enden.
09.08.2018, 08:5109.08.2018, 15:53

Heute präsentiert Samsung einen neuen Android-Boliden, das Galaxy Note 9, eine neue Smartwatch («Galaxy Watch») und mehr. Der Live-Stream startet um 17 Uhr (MEZ).

Dank diverser Pannen bei den Südkoreanern, sprich Leaks, ist bereits vieles bekannt. Dazu unten mehr. Doch zunächst müssen wir über «Fortnite» für Android reden.

Bestätigen sich die Gerüchte, dann hat Samsung einen exklusiven Deal mit den Machern des derzeit populärsten Games abgeschlossen. Demnach wird heute Abend auch «Fortnite» für Android angekündigt – und vermutlich in einer ersten Phase ausschliesslich auf dem Galaxy Note 9 verfügbar sein.

Schon früher hatte sich Samsung zeitlich begrenzte Exklusiv-Deals für populäre Apps und Spiele gesichert. Von dem jüngsten Marketing-Coup erhoffen sich die Südkoreaner wohl, die ins Stocken geratenen Smartphone-Verkäufe anzukurbeln.

Bekanntlich lag die weltweite Nachfrage nach dem Galaxy S9 und S9 Plus deutlich unter den Erwartungen. Dies räumte das Unternehmen Ende Juli selber ein.

Marketing-Coup oder PR-Albtraum?

9to5Google zufolge wird «Fortnite» die ersten 30 Tage exklusiv auf dem Note 9 laufen, das unter anderem einen leistungsstarken Akku (4000 mAh), bis zu 1 Terabyte Speicherplatz und vor allem einen mächtig aufgemotzten Digitalstift («S Pen») bietet.

Käufer sollen als zusätzlichen Anreiz «V-Bucks» im Wert von 100 bis 150 US-Dollar als Geschenk erhalten.

V-Bucks? So heisst die virtuelle Spielewährung, mit der die «Fortnite»-Entwicklerfirma Epic Games mittlerweile mehr als eine Milliarde US-Dollar Umsatz erzielt hat.

Der Löwenanteil stammt von Konsolen-Spielern, doch winken auch mit der Android-Version saftige Einnahmen: Das zeigt der Blick zu Konkurrent Apple: In weniger als einem halben Jahr seit der Lancierung der iOS-Version ist «Fortnite» auf mehr als 100 Millionen iPhones und iPads heruntergeladen worden und hat einen Umsatz von über 160 Millionen Dollar erzielt.

«Fortnite» – ein Battle-Royale-Spiel – hat die Welt im Sturm erobert.
«Fortnite» – ein Battle-Royale-Spiel – hat die Welt im Sturm erobert.bild: epic games

Angeblich soll der Vorverkauf für das Galaxy Note 9 am 14. August starten und zehn Tage später könnte das neue Samsung-Smartphone im Handel erhältlich sein.

Kurz vor der Vorstellung ist ein offizielles Promo-Video zum neuen Flaggschiff-Produkt «versehentlich» im Internet gelandet, so dass wir bereits wissen, was uns erwartet:

Bleibt die aus Sicht vieler Android-User bange Frage, wann «Fortnite» auf Nicht-Samung-Geräten verfügbar sein wird? Falls die im Netz kursierenden Informationen stimmen, ist es frühestens am 23. oder 24. September soweit.

Vielleicht müssen sich die Mobile-Gaming-Fans noch viel länger gedulden: Anfang August wurde kolportiert, «Fortnite» werde nach der Exklusiv-Phase fürs Galaxy Note 9 während weiteren 60 bis 90 Tagen nur auf Samsung-Geräten laufen.

Aus dem Marketing-Coup könnte ein PR-Albtraum werden, prognostiziert Ben Schoon von 9to5Google. «Fortnite» sei ein weltweites Phänomen mit einigen der grössten Fans, die er je gesehen habe. Wenn sie durch einen um vier Monate verzögerten Start verärgert würden, sei mit Unruhen zu rechnen.

Damit nicht genug, könnten Kriminelle die Gunst der Stunde nutzen, um ungeduldige Android-User zu attackieren.  

Droht eine Malware-Apocalypse?

Die «Fortnite»-Entwicklerfirma hat bereits offiziell bestätigt, dass die Android-Version nicht über den wichtigsten Vertriebskanal für Android-Apps lanciert wird. Epic Games lässt den Google Play Store links liegen und will das Gratis-Spiel über die eigene Website zum Download anbieten.

Der Schritt erfolgt aus finanziellen Überlegungen: Wenn man «Fortnite» im Play Store anbieten würde, müsste das Unternehmen 30 Prozent der Einnahmen (aus den In-App-Käufen mit V-Bucks) an Google abtreten. Angesichts eines weltweiten User-Potenzials von 300 Millionen Android-Smartphones entginge den Game-Entwicklern wohl ein Milliardenbetrag.

Stattdessen sollen die Android-User «Fortnite» manuell auf ihrem Gerät installieren – und müssen dazu vorübergehend einen zentralen Sicherheitsmechanismus von Android deaktivieren: Denn an sich verhindert das Betriebssystem die Installation von Apps, die nicht aus dem Google Play Store stammen.

Das Vorgehen hat bereits für einigen Unmut und heftige Kritik gesorgt. IT-Sicherheitsexperten wenden ein, das der Vertrieb ausserhalb des Play Stores beträchtliche Risiken mit sich bringe:

  • Wenn ein Blockbuster-Titel wie «Fortnite» nicht im Play Store zu finden sei, rufe dies Geschäftemacher und Kriminelle auf den Plan. Sie dürften gefälschte Apps anbieten.
  • Speziell gefährdet seien User, die nicht mit den Sicherheitsmechanismen von Android vertraut seien sowie User, die ein Gerät mit veralteter System-Software verwenden.
  • Sollte «Fortnite» während längerer Zeit nur auf Samsung-Geräten laufen, dann dürfte dies die Nachfrage nach inoffiziellen Angeboten für andere Android-Smartphones, respektive für alternativen Bezugsquellen weiter anheizen.
  • Unvorsichtige Android-User könnten dazu gebracht werden, als «Fortnite»-App getarnte Schadsoftware zu installieren. Dies sei mit manipulierten APK-Dateien möglich, die über betrügerische E-Mails und Webseiten verbreitet werden.

Schon länger würden Sicherheitsexperten vor gefälschten Android-Versionen warnen, berichtet Spiegel Online. Das Interesse ist riesig, YouTube-Videos erhalten viel Aufmerksamkeit.

«Viele dieser neuen Spieler sind vielleicht nicht mit den besten Praktiken vertraut, um ihre Geräte vor Angriffen zu schützen.»

Auf welchen Android-Geräten wird «Fortnite» laufen? 

Die Entwicklerfirma macht offiziell noch keine Angaben, jedoch soll eine Auflistung der kompatiblen Android-Geräte über den Quellcode der Epic-Games-Website geleakt sein.

Demnach wird «Fortnite Mobile» zum noch unbekannten Starttermin auf folgenden Handy-Modellen laufen:

  • Google Pixel 2
  • Google Pixel 2 XL
  • Huawei Mate 10
  • Huawei Mate 10 Lite
  • Huawei Mate 10 Pro
  • Huawei P10
  • Huawei P10 Plus
  • Huawei P10 Lite
  • Huawei P9
  • Huawei P9 Lite
  • Huawei P8 Lite (2017)
  • LG G6
  • LG V30
  • LG V30+
  • Motorola Moto E4 Plus
  • Motorola Moto G5
  • Motorola Moto G5 Plus
  • Motorola Moto G5s
  • Motorola Moto Z2 Play
  • Nokia 6
  • Razer Phone
  • Samsung Galaxy A5 (2017)
  • Samsung Galaxy A7 (2017)
  • Samsung Galaxy J7 Prime (2017)
  • Samsung Galaxy J7 Pro (2017)
  • Samsung Galaxy Note 8
  • Samsung Galaxy On7 (2016)
  • Samsung Galaxy S9
  • Samsung Galaxy S9 Plus
  • Samsung Galaxy S8
  • Samsung Galaxy S8 Plus
  • Samsung Galaxy S7
  • Samsung Galaxy S7 Edge
  • Sony Xperia XA1
  • Sony Xperia XA1 Ultra
  • Sony Xperia XA1 Plus
  • Sony Xperia XZ
  • Sony Xperia XZs
  • Sony Xperia XZ1

Was ist mit anderen Handys?

Der Grund, warum die Liste oben so kurz ist, sei wahrscheinlich, dass Epic Games das Spiel für jedes Android-Gerät teste und optimiere. Nicht aufgeführte Smartphones wie das Essential Phone, die Pixel-Handys der ersten Generation oder das Sony Xperia XZ2 (und einige mehr) dürften später folgen.

Interessant ist der Vergleich mit Apples mobiler Plattform iOS: «Fortnite» läuft nicht auf den älteren iPhone-Modellen 5S, 6 und 6 Plus sowie auf dem iPod Touch.

Das könnte dich auch interessieren:

Mit Gamen Geld verdienen

Video: srf/SDA SRF
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Mit dieser Software will die Schweizer Börse Betrüger erwischen
Die selbstentwickelte Applikation «Prometheus» soll helfen, Insiderhandel und Marktmanipulationen schneller aufzudecken.

Bei der Schweizer Börse soll der Handel künftig mit einer neuen Software überwacht werden, um schneller Insiderhandel oder Marktmanipulation auf die Spur zu kommen. Das Regulierungsorgan der SIX hat jetzt die Entwicklung abgeschlossen.

Zur Story