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Mediennutzung der Schweiz: Netflix geht ab, Facebook wird immer älter und alle schauen TV



In der Schweiz gewinnen Streaming-Dienste wie Netflix oder Spotify vor allem bei Jugendlichen immer mehr Nutzer hinzu. Trotzdem bleiben die traditionellen Medien Fernsehen und Radio gemäss einer Umfrage in der Gesamtbevölkerung die mit Abstand beliebtesten Medien, wie die Studie Igem-digiMonitor ergab.

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Die wichtigsten Resultate in der Übersicht:

Netflix legt kräftig zu

FILE - This Jan. 29, 2010, file photo, shows the company logo and view of Netflix headquarters in Los Gatos, Calif. Investors for years have seemingly adored technology stocks as much as most people love their smartphones. But Wall Street has suddenly soured on Silicon Valley and the rest of tech, triggering a stomach-churning downturn likely to leave millions queasy, should they check the damage to their investment portfolios in Oct. 2018. (AP Photo/Marcio Jose Sanchez, File)

Das Netflix-Hauptquartier in Los Gatos, Kalifornien. Bild: AP/AP

Vor allem Netflix konnte im laufenden Jahr die Benutzerzahlen markant erhöhen: Der Video-Streaming-Dienst verzeichnete fast 600'000 neue Abonnenten und hat heute 1,5 Millionen gelegentliche Zuschauer, wie die Studie Igem-digiMonitor ergab, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Beim Musik-Streaming-Dienst Spotify sind es 1,3 Millionen Nutzer.

Rund die Hälfte der 15- bis 24-Jährigen schaut sich mindestens gelegentlich einen Film oder eine Serie auf Netflix an. Bei Spotify sind es etwas weniger, doch werde dieser Kanal intensiver benutzt. Zu bedenken ist, dass der Altersdurchschnitt bei den Streaming-Diensten bei rund 34 Jahren liegt.

Facebook taucht, Netflix fliegt bei den 15–24-Jährigen

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(Fast) alle schauen TV

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Entsprechend liegen in der Gesamtbevölkerung die neuen Angebote im Vergleich zu den traditionellen elektronischen Medien weiterhin im Hintertreffen: So gaben 92 Prozent der Befragten an, gelegentlich fernzusehen, 62 Prozent tun dies sogar täglich. Beim Radio sind es 91 Prozent gelegentliche und 66 Prozent tägliche Nutzer.

Dahinter folgt der kostenfreie Streamingdienst YouTube mit einer gelegentlichen Nutzung von 66 Prozent und einer täglichen Nutzung von 25 Prozent. Das sind gemäss der Studie immer noch zwei Millionen Nutzerinnen und Nutzer weniger als beim Fernsehen.

Passend dazu erreichen die klassischen Empfangsgeräte auch immer noch am meisten Konsumentinnen und Konsumenten: Mit 89 Prozent bei den Fernsehern und 84 Prozent bei den Radiogeräten liegt die generelle Verbreitung sogar noch über dem Smartphone mit 78 Prozent. Letzteres wird dafür von 73 Prozent der Befragten täglich am meisten benutzt.

Kino ist immer noch beliebt (vor allem bei den Jungen!)

Aller digitalen Angebote zum Trotz bleiben auch Kinobesuche in der Gesamtbevölkerung beliebt: So schauten sich in den letzten sechs Monaten 48 Prozent der Befragten mindestens einen Film im Kino an, bei den unter 25-Jährigen waren es sogar 80 Prozent.

Auch Radio und Fernsehen bleiben bei den Jugendlichen beliebt: So gaben mehr als ein Drittel der 15- bis 24-Jährigen an, trotz der zahlreichen digitalen Angebote täglich fernzusehen oder Radio zu hören.

YouTube schlägt WhatsApp und Instagram 

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Spitzenreiter unter den neuen Plattformen ist bei den Jugendlichen der Online-Video-Dienst YouTube: Dieser wird von 97 Prozent mindestens gelegentlich genutzt, fast zwei Drittel (65,5 Prozent) sind täglich dort anzutreffen.

Auch der Nachrichtendienst WhatsApp erreicht mit 96 Prozent fast alle Jugendlichen gelegentlich und 89 Prozent sogar täglich. Dahinter folgen die Portale Instagram mit 73 Prozent gelegentlichen und 64 Prozent täglichen Nutzern und Snapchat mit 71 Prozent gelegentlichen und 55 Prozent täglichen Anwenderinnen und Anwendern.

Facebook altert immer weiter

Der frühere Überflieger Facebook hat im Vergleich dazu weiter an Terrain verloren: Waren vor vier Jahren noch über 80 Prozent der Jungen gelegentlich auf der Plattform aktiv, so sind es heute noch rund 50 Prozent. Bei den täglichen Nutzern schrumpfte die Zahl sogar auf rund einen Viertel (26,9 Prozent).

Der durchschnittliche Facebook-Nutzer ist heute 40 Jahre alt und damit acht Jahre älter als ein durchschnittlicher Instagram-Nutzer. Noch grösser ist der Altersunterschied zu einem durchschnittlichen Snapchat-User: Die sind weniger als 25 Jahre alt und damit 15 Jahre jünger als die Facebook-Generation.

Für den Igem-digiMonitor befragte das Link Institut im Auftrag der Interessengemeinschaft elektronische Medien (Igem) telefonisch 1772 Personen ab 15 Jahren in der Deutsch- und Westschweiz, darunter auch Offliner und Personen ohne Festnetzanschluss. Die Fehlerquote liegt bei 2,3 Prozent. (sda)

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ton 22.11.2018 16:43
    Highlight Highlight Warum sind die Tagesschau und andere SRG-Produkte nicht auf YouTube und verfügbar als Podcast?
  • Pümpernüssler 22.11.2018 11:37
    Highlight Highlight Zähken hier auch all die TVs in Geschäften, Büros und Hotels?
  • N. Y. P. 21.11.2018 15:26
    Highlight Highlight Ich habe mal irgendwo aufgeschnappt, wieso sich immer mehr Frauen von Linkedin verabschieden.

    Weil viele Männer Linkedin mit einer Kopulations-App verwechseln und die Business-Frauen ständig "subtil anmachen".


    Macht der Mark, der arme Tropf, sich eigentlich keine Sorgen, dass die User-Zahlen innert 4 Jahren von 82 auf 51% eingebrochen sind? Vermutlich nicht.
    • Utschli 21.11.2018 21:22
      Highlight Highlight 51% wovon?
    • N. Y. P. 22.11.2018 08:47
      Highlight Highlight 15-24 jährige
  • Don Quijote 21.11.2018 15:14
    Highlight Highlight Kann mir mal jemand das Konzept HBBTV erklären und wieso das auf diese Liste kommt?
    • Garp 21.11.2018 15:36
      Highlight Highlight Damit hast Du die Möglichkeit auf die Mediatheken von Sendern zuzugreifen, die das anbieten. Du brauchst dann kein Zusatzabo über Swisscom, UPC etc., um zeitversetzt gewisse Sendungen zu schauen. Funktioniert aber nicht auf allen TV Geräten, die HBB-fähig, sind problemlos.
  • Kalsarikännit 21.11.2018 14:07
    Highlight Highlight Oha, interessant und skurril zugleich. Kann man wirklich beispielsweise Pinterest und klassisches TV vergleichen? Ich hab so meine Mühe, das zu verstehen... Jäno
  • michmueller 21.11.2018 13:59
    Highlight Highlight der Teletext lebt! :)
  • Beat Galli 21.11.2018 13:27
    Highlight Highlight BBC machts vor. Die arbeiten mit und nicht gegen die neuen Medien.

    • patnuk 21.11.2018 15:39
      Highlight Highlight Wenn man davon ausgeht das BBC mit Rundfunkgebühren finanziert wird mit ungefähr 4,2 Milliarden Euro, haben sie auf alle Fälle das Potenzial es zu tun, in der Schweiz ist solch ein Blickwinkel nicht gerade willkommen und hat viele Gegner.

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