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So viel kostet Roaming bei Swisscom, Salt und Sunrise – und so sparst du beim Surfen in den Ferien

Wer vor der Reise ein Datenpaket kauft, zahlt bis zu 20 Mal weniger als im Standardtarif. Aber die Roaming-Pakete haben ihre Tücken. 



Swisscom, Salt und Sunrise führen inzwischen Abos, in denen Roaming inklusive ist. So können Swisscom-Kunden für 79 Franken im Monat an insgesamt 45 Tagen pro Jahr unlimitiert aus dem Ausland telefonieren und SMS verschicken. Ausserdem ist hier ein Datenvolumen von 2 Gigabyte (GB) pro Jahr für das Surfen im Ausland enthalten.

Für Normalnutzer sind Zusatzpakete die erste Wahl

«Längst nicht für jeden rechnet sich ein Abo mit Inklusiv-Roaming», schreibt der Preisvergleichsdienst Verivox (laut eigenen Angaben eines der grössen Vergleichsportale in Deutschland, das nun in der Schweiz Fuss fassen will). 

Schweizer Mobilfunk-Kunden können mit jedem Abo und mit zahlreichen Prepaid-Produkten diverser Anbieter Datenpakete fürs Ausland dazukaufen. Ein Paket mit 200 Megabyte für das Surfen in der EU gibt es bereits für 15 Franken. Vor drei Jahren habe diese Datenmenge je nach Tarif noch 3000 Franken gekostet, heisst es.

Wer in den Ferien zum Beispiel 400 MB Daten überträgt, bezahlt laut Verivox bei Sunrise und Swisscom mit 29 beziehungsweise 30 Franken derzeit am wenigsten. Mit 40 Franken ist Salt rund ein Drittel teurer. Kunden aller drei Anbieter kaufen jeweils ein Datenpaket für die nächsten 30 Tage, das danach ausläuft und bei Bedarf neu gebucht werden kann.

Roaming-Pakete der drei grössten Telekom-Anbieter

Bild

Handy-Nutzer können die Tabelle antippen, um sie zu vergrössern.
tabelle: verivox

Im Preisvergleich von Verivox werden nur die drei grossen Schweizer Telekom-Anbieter verglichen. Wer das vergleichsweise günstige Abo von M-Budget Mobile nutzt, wird dafür im Ausland mit happigen Roaming-Paket-Preisen zur Kasse gebeten.

So buchst du ein Roaming-Paket

Pakete von Swisscom und Sunrise können online (im Browser einfach cockpit.swisscom.ch bzw. cockpit.sunrise.ch eingeben) gekauft werden. Dies funktioniert auch im Ausland; die Nutzung des Cockpits ist kostenlos.

Weiterer Tipp: Im Cockpit können Kunden einstellen, dass sie nur mit Datenpaketen surfen möchten. So nutzen sie nicht ungewollt den bis zu 20 Mal teureren Standardtarif.

Salt-Kunden müssen zunächst eine Roaming-Option buchen, ehe sie ein Datenpaket aufschalten können. Die Roaming-Option ist telefonisch oder per SMS buchbar, das Datenpaket kann online bestellt werden.

Reisende, die ohne zusätzliches Datenpaket lossurfen, bezahlen für 400 MB bereits im EU-Ausland viel Geld – geschweige denn vom Rest der Welt. Swisscom ist laut Verivox mit 180 Franken noch am günstigsten, aber trotzdem sechsmal teurer als mit Datenpaket. Sunrise verlangt 400 Franken, Salt gar 800 Franken. 

Roaming-Pakete lohnen sich auch, wenn man nur telefoniert

Auch wer gerne telefoniert, sollte vor den Ferien eine Roaming-Option buchen. Dies gilt insbesondere für Kunden von Sunrise und Salt. Die Preisdifferenzen sind riesig. Ein Beispiel: Ein halbstündiges Gespräch von Spanien in die Schweiz kostet bei Salt 60 Franken. Mit Option bezahlt der Kunde nur 6 Franken, dazu kommt noch die Grundgebühr von 5 Franken.

Allerdings muss der Kunde nach den Ferien bei Salt beantragen, die Roaming-Option wieder zu deaktivieren. Sonst fällt die Grundgebühr weiterhin jeden Monat an!

Nur für Vielnutzer sinnvoll: Abos mit Inklusiv-Roaming

Bild

Enthaltene Roaming-Dienstleistungen gelten aus den EU-Ländern, je nach Anbieter auch in einigen anderen Ländern.
tabelle: Verivox

Anfang 2015 hat Swisscom den Markt mit den ersten Abos mit Inklusiv-Roaming aufgewirbelt. Inzwischen hat die Konkurrenz mit eigenen Inklusiv-Roaming-Abos nachgezogen: «Diese eignen sich für Vielreisende allerdings besser als für die Nutzung in nur zwei oder drei Ferienwochen», sagt Telekommunikationsexperte Ralf Beyeler von Verivox. 

So bietet Salt für 69 Franken einen Tarif mit 200 MB pro Monat an – diese Datenmenge kann aber nicht angesammelt werden und verfällt am Monatsende. «Salt bewirbt diesen Tarif mit 2,4 GB pro Jahr, de facto bekommen Konsumenten aber nur 200 MB pro Monat», sagt Beyeler. In den Swisscom-Abos wird die enthaltene Datenmenge aufs Jahr zusammengerechnet, hier sind Kunden also wesentlich flexibler.

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