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Nach Kinderporno-Vorwurf: Disney, Nestlé und Epic Games werben nicht mehr auf Youtube

Max Biederbeck / watson.de



YouTube hat ein Problem mit Pädophilie und bekommt das jetzt im Geldbeutel zu spüren. Internationale Marken wie «Nestlé», «Disney» und «Epic Games» haben ihre Werbung auf der Video-Plattform gestoppt. Sie wollten damit verhindern, vor Kinder-Videos aufzutauchen, die von Pädophilen ausgenutzt werden, berichtet die New York Times.

Anfang der Woche war durch den Youtuber «MattsWhatItIs» bekannt geworden, dass sich YouTube ohne grosse Probleme in eine Art «Soft-Kinder-Porno»-Plattform verwandeln lässt. Auch wir bei watson haben den Fehler überprüft und kamen zu den selben Ergebnissen wie Matt. Über die Trendsuche kommt man in wenigen Schritten in einen Bereich, in dem YouTube einem ausschliesslich Videos von kleinen Kindern anbietet.

Schon 2017 sorgte der YouTube-Algorithmus für Negativschlagzeilen. Damals tauchten tausendfach und automatisch generierte Kinder-Videos mit verstörenden Inhalten auf YouTube auf. Sie hatten das Ziel, ohne viel Aufwand eine möglichst grosse Reichweite zu erzeugen, um mit der geschalteten Werbung Geld zu verdienen. Sie liefen unter Schlagwörtern, die Kinder bei der Suche nach ihren Lieblings-Cartoons wie «Spider Man» oder «Peppa Wutz» in die Suchmaske eingaben.

Kritik am Werbemechanismus

Das Problem: In den wahllos zusammengeschnittenen Videos tauchten auch immer wieder gewalttätige und sexuell anstössige Inhalte auf. Löschte YouTube einen Clip, uploadeten neue Accounts an anderer Stelle sofort neue Videos. Menschliche Mitarbeiter kommen da nicht mehr hinterher, selbst wenn User ein schlimmes Video melden.

Damals wie heute betonen Kritiker, dass das Werbe-Konzept von YoutTube auf Basis von Klickzahlen und In-Video-Ads die Inhalte unterstütze. Auch vor die aktuell diskutierten Kinder-Videos schaltet die Plattform Werbung.

Deswegen hat unter anderem Nestlé seine Werbung zurückgezogen. Laut einem Bloomberg-Bericht ebenso Walt Disney. Bei YouTubes Problemen vor zwei Jahren gab es einen ähnlichen Boykott, nach kurzer Zeit schlossen sich damals hunderte von Unternehmen an.

Einige der erfolgreichsten Schweizer YouTuber

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Friedhofsgärtner 22.02.2019 08:32
    Highlight Highlight Werde nie verstehen können warum Eltern Videos ihrer Kinder ins Internet hochladen. Ausserdem sollten alle Social Media Platformen eine Altergrenze haben.
  • Raffaele Merminod 22.02.2019 06:17
    Highlight Highlight Mich würde es interessieren was das für Leute sind, die so ein Portal mit pädophilen Inhalten Fluten müssen und warum die das tun?
    Was für ein Ziel verfolgen die?
    • Rasti 22.02.2019 07:04
      Highlight Highlight Ihre Motivation ist das Geld, denn durch die Werbung vor den Videos verdienen sie pro Video einen kleinen Betrag, der sich dann mit Tausenden oder Millionen Klicks summiert.
  • Ϲ.У. Иic 22.02.2019 00:06
    Highlight Highlight Reine Stimmungsmache und Überreaktion! Indem man auch überhaupt nicht sexualisierte Aufnahmen unter das reisserische Banner der Kinderpornographie stellt, verharmlost man selbige und erweist damit den tatsächlichen Opfern einen Bärendienst.
  • Charlie Runkle 22.02.2019 00:05
    Highlight Highlight Nestlé so: „kinderpornografie ist scheisse, leute in der dritten welt ausbeuten macht mehr spass“.
  • Gubbe 21.02.2019 23:39
    Highlight Highlight Letzten Sommer ging ich mit meinem Grosskind, ein 12-jähriges Mädchen, spazieren. Sie hat es gerne, wenn ich den Arm um ihre Schultern lege. Ein mir völlig fremdes Paar um die 40 kam auf uns zu, und beschuldigte mich lautstark aufs heftigste der Pädophilie. Das Kind weinte und ich war so geschockt, dass mir für einmal die Worte fehlten. Es gibt Pädophilie, schon die alten Ägypter und Römer hielten sich Jungen und Mädchen. Heute scheint es, dass vor allem die Männer wegschauen müssen, wenn Kinder in der Nähe sind. Das ist eine himmeltraurige Entwicklung.
  • Magnum44 21.02.2019 23:06
    Highlight Highlight Seit es 1000 Abonnenten und 4000 h Aufrufezeit/Jahr braucht, ist es doch viel zu mühsam, auf diese Art mit Youtube Geld zu verdienen?
  • DasEchteGipfeli 21.02.2019 22:38
    Highlight Highlight Youtube hat auch noch andere, grosse Probleme. Es ist bereits standard, irgendwelche Videos mittels Copyright claim zu flaggen, womit der ursprüngliche Uploder um seine Monetarisierung gebracht wird. Youtube unternimmt allerdings nichts dagegen. Unter diesen false copyright claimern sind auch grössere Firmen, v.a. Musikindustrie.
    • The Destiny // Team Telegram 22.02.2019 01:38
      Highlight Highlight Hier ein gutes Beispiel dazu.
      Play Icon
  • Heinz Schmid 21.02.2019 22:33
    Highlight Highlight Ich bin platt. Nestlé macht sich Sorgen um den Ruf?
  • YB98 21.02.2019 22:32
    Highlight Highlight Immer dieses Möchtegern-Moral Getue. Das juckt die Firmen nicht im geringsten, aber es ist gute Werbung...
  • The Destiny // Team Telegram 21.02.2019 22:07
    Highlight Highlight Republishing ist nichts verwerfliches!
    • El Vals del Obrero 21.02.2019 23:15
      Highlight Highlight Stimmt bei anderen Zusammenhängen und Motiven durchaus.
    • The Destiny // Team Telegram 21.02.2019 23:35
      Highlight Highlight @Obrero, nichts anderes sage ich.
      Ich habe nur das Gefühl, dass das Republishing hier negativ dargestellt wird.
  • Adumdum 21.02.2019 21:46
    Highlight Highlight Gegen das Erstellen immer neuer Konten die gegen die Regeln verstoßen hat Google Ads ja ganz gut funktionierende Mechanismen (bin ex-Googler) - die könnte man auf YouTube übertragen, kostet halt nur etwas Geld...

    Man kann erstmal Posts von neuen Konten beschränken, man kann cookie/IP/Passwort usw. basierte Analysen fahren die neue Konten mit alten illegalen in Verbindung stellen.

    Man kann persönliche Identifizierung verbessern.

    Man kann soviel mehr tun - schmälert halt nur etwas den Profit und die Aktienbesitzer sind erstmal nicht so happy.
    • Stogge 21.02.2019 23:10
      Highlight Highlight Dann kannst du halt nicht mehr lässig einfach so irgend ein Video hochladen und drin ist es.

      Das ist aber auch nich nötig.
  • Adumdum 21.02.2019 21:38
    Highlight Highlight Und in ein paar Monaten sind alle wieder dabei... Man braucht einfach strengere staatliche Regeln was die Persönlichkeitsrechte von Kindern an ihren Bildern betrifft.

    Bin kein Jurist, aber es sollte nicht erlaubt sein dass jemand private Kindervideos für den öffentlichen Zugriff für alle bereit stellt - auch nicht Eltern, oder Kinder selbst (die ja bis zu einem bestimmten Mindestalter ja eh nicht auf den Plattformen aktiv sein dürfen - zB 13 Jahre auf YouTube).

    Dann geht man zumindest schonmal das Problem für unter 13 jährige an und gräbt die Quellen ab.
    • Flunderchen 22.02.2019 06:10
      Highlight Highlight Jeder 5 Jährige weiss heute, dass er sein Alter einfach anheben kann...

      Die Eltern belangen, welche so einen Dreck überhaupt ins Internet gestellt haben.
    • Ϲ.У. Иic 22.02.2019 07:52
      Highlight Highlight Franzkarl Weber müsste seine Spielwaren also inskünftig ohne leuchtende Kinderaugen anpreisen? Kindermode würde von Roboterpuppen oder 3D-Animationen präsentiert - oh nein, das ist ja auch Kinderpornographie nach dem Willen des Gesetzgebers! Und was ist mit Film und Fernsehen: Kinderfreie Zone, auch für die Kinder selbst?
      Der Vorschlag klingt auf den ersten Blick gut, aber es gibt einen sehr treffenden Begriff dafür: Das Kind mit dem Bade ausschütten.
  • Konstruktöhr 21.02.2019 21:32
    Highlight Highlight
    Play Icon


    Hoffe der link funktioniert. Ob YouTube wirklich etwas macjt, kann ich nicht beurteilen.
    • NotWhatYouExpect 22.02.2019 10:41
      Highlight Highlight Danke. Spannende neue Sicht auf die ganze Angelegenheit.
  • Flötist 21.02.2019 21:22
    Highlight Highlight Google hat das Geld I’m die Ressourcen zu schaffen dies in den Griff zu bekommen, sie hatten sich entschieden es bisher nicht zu tun. Aber es ist offensichtlich, den Grundsatz “Don’t be evil” haben sie schon vor Ihrem Jahren aus ihrem Wertekodex öffentlich gestrichen. Solange Geld reinkommt ist alles gut, und notfalls kann man sich ja entschuldigen.
  • Astrogator 21.02.2019 21:13
    Highlight Highlight Vielleicht wird Youtube im Gegenzug für die katholische Kirche nun zu einer interessanten Werbeplattform?
    • MaskedGaijin 21.02.2019 23:53
      Highlight Highlight YouTube. Approved by the Catholic Church®
    • Charlie Runkle 22.02.2019 00:02
      Highlight Highlight Nice one!

170 Mio. Dollar Strafe für YouTube – wegen Sammelns von Kinderdaten

Google und die zum Unternehmen gehörende Video-Plattform YouTube zahlen 170 Millionen Dollar Strafe, weil sie widerrechtlich persönliche Informationen von Kindern gesammelt haben. Das teilte die US-Kartellbehörde FTC am Mittwoch mit.

Die Zahlung ist demnach Teil eines Vergleichs zwischen den Firmen einerseits sowie FTC und der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft andererseits.

Google und YouTube wird vorgeworfen, mit Hilfe sogenannter Cookies Informationen über Nutzer von YouTube-Kinderkanälen …

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