Eurovision Song Contest
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epa05306698 Jamala representing Ukraine performs with the song '1944' during the Grand Final of the 61st annual Eurovision Song Contest (ESC) at the Ericsson Globe Arena in Stockholm, Sweden, 14 May 2016. There are 26 finalists from as many countries competing in the grand final.  EPA/MAJA SUSLIN SWEDEN OUT

Jamala hat es geschafft: Die Ukraine wird 2017 den ESC ausrichten dürfen oder auch müssen. Bild: EPA/TT NEWS AGENCY

Ukraine gewinnt den ESC! Protokoll einer Nacht in 9 Akten



20:10–20:30 Uhr:
Warm-up SRF

«Ja, d'Schwede si es luschtigs Völchli», sagt Kurt Aeschbacher in Stockholm und besucht Schweden, die Mani-Matter-Lieder auf Schwedisch singen. Ist ja naheliegend. Es verwechseln ja viele Schweden mit der Schweiz. Die Matter-Interpreten heissen «Mir si drü» und sind drei. Hm, findet man nicht auf YouTube, sorry. Klingt noch speziell.

Dafür findet sich das hier für immer auf YouTube. Unser grösster Triumph. Man beachte die interessante Baustellen-Begehung:

20:31–20:59 Uhr:
Warm-up ARD

«So gut bestückt sind wir!», schreit Barbara Schöneberger in Hamburg durch den Regen. Echt? Zeigen! Nein, sie meint natürlich bloss, dass Germany's Top-Stücke Sarah Connor und The BossHoss mit ihr im Regen stehen. «Ohrwürmer, Hits, es wird gerockt, tolle Popsongs», sagen The BossHoss über den kommenden Abend. Kurz: Es werde so super wie noch gar nie vorher. Lügner!

21:00–21:30 Uhr:
Freddies Löcher

Menschen in Stützstrümpfen und mit Kostümen, die aussehen wie aus den WC-Eimern einer Kunsthochschule, begleiten alle Kandidaten auf die Bühne. Petra Mede und Mans Zerlmerlö begrüssen uns. Was auch immer sie sagen, alle finden es lustig. Wieso? Ach so, «es luschtigs Völchli».

Dancers wear dresses made from paper during the opening of the Eurovision Song Contest final in Stockholm, Sweden, Saturday, May 14, 2016. (AP Photo/Martin Meissner)

Die schwedischen Scherzvögel. Bild: Martin Meissner/AP/KEYSTONE

Laura Tesoro aus Belgien hat auch heute irre Spass mit sich und Freude an sich selbst. Sie liegt als eine der ganz wenigen nicht minutenlang in den Geburtswehen der Bedeutungsleere. Freddie aus Ungarn ist endlich mal einer, der im Vorspann auch was isst und nicht nur Sport macht. Die Schwulen auf Twitter finden ihn super und möchten sein Jeans-Löcher stopfen.

epa05298430 Hungary's Freddie performs with the song 'Pioneer' during the First Semi-Final of the 61st annual Eurovision Song Contest (ESC) at the Ericsson Globe in Stockholm, Sweden, 10 May 2016. The Second Semi-Final takes place on 12 May, and the grand final is held on 14 May  EPA/MAJA SUSLIN SWEDEN OUT

Der ungarische Freddie.
Bild: EPA/TT NEWS AGENCY

21:31–22:00 Uhr:
Justin lüüüügt!

Italien! Hat man ja noch gar nicht gesehen, weil nicht in den Halbfinalen. Francesca Michielin scheint mega schlecht gelaunt, obwohl sie in einem Spassgarten steht. Hm. Wahrscheinlich ein Umweltschutz-Song. Israel. Geht vorbei. Oh, ist schon vorbei. Bulgarien hat heute eine Massnahme gegen Busenblitzer getroffen. Klug.

Italy's Francesca Michielin performs the song 'No Degree Of Separation' during the Eurovision Song Contest final in Stockholm, Sweden, Saturday, May 14, 2016. (AP Photo/Martin Meissner)

Italien, wahrscheinlich bedrohte Natur. Bild: Martin Meissner/AP/KEYSTONE

Der schwedische Frans ist übrigens erst 17 und damit der Jüngste. Nach ihm kommen die deutsche Jamie-Lee, 18, die belgische Laura und die österreichische Zoë, beide 19. Kleine, süsse Kinder. Frans ist sehr beliebt und braun gebrannt. Jamie-Lee ist bleich. Es gibt schlechtere Kandidaten als sie.

Germany's Jamie-Lee rehearses the song

Jamie-Lee hat ein Kinderzimmer auf dem Kopf.
Bild: TT NEWS AGENCY/REUTERS

Justin Timberlake lügt auch!

Hach, Frankreich! Der einzige Song mit einem Herzschlag! Und der Mann ist angezogen, wie junge Leute heute so angezogen sind (sagt alles mein Liebesleben)! Frankreich! We love you!

epa05304643 Amir Haddad representing France performs during rehearsals for the Grand Final of the 61st annual Eurovision Song Contest (ESC) at the Ericsson Globe Arena in Stockholm, Sweden, 13 May 2016. The grand final takes place on 14 May.  EPA/MAJA SUSLIN SWEDEN OUT

Amir, notre amour!
Bild: EPA/TT NEWS AGENCY

22:01–22:30 Uhr:
Hundekuchen

Langweilig, alles langweilig. Auch die südkoreanische Australierin, die jetzt für Europa singt. #SchneiderVetter, die sind better. Und werfen so Fragen auf:

Achtung, jetzt singt Donny Montell, der Bub, den ihr, liebe watson-User, den schönsten ESC-Mann findet! User, echt jetzt? Wie viel habt ihr getrunken, als ihr das beschlossen habt? Und, fragt mein Liebesleben, wie schlecht muss man eigentlich sein, um hier NICHT ins Finale zu kommen? 

Lithuania's Donny Montell performs the song 'I've Been Waiting for This Night' during the second Eurovision Song Contest semifinal in Stockholm, Sweden, Thursday, May 12, 2016. (AP Photo/Martin Meissner)

Donny Montell, Geschmackssache.
Bild: Martin Meissner/AP/KEYSTONE

So, das singende Kleid aus Kroatien ist an der Reihe. Was meint es mit dem Titel «Lighthouse»? «Das ist so ein typisches Phallussymbol, eine überdimensionierte Ständerlampe» (Peter Schneider). Uiuiui! Russland! Sergey Lazarev ist Topvaforit! Der Mann, der sonst Hundekuchen-Konditor ist. Hier sind seine Hundekuchen (im Ernst, es sind wirklich seine!). 

22:31–23:00 Uhr
Jöh, die Zö!

Peter Schneider sagt, Justs' hochgekrempelte Lederjacke käme vom «Fisten». Das Liebesleben sagt, Justs klänge zwischendurch ein bisschen wie «Relax», und das sei schliesslich auch ein Song über Analverkehr. Was der Schneider und das Liebesleben wieder alles wissen. Ukraine. Oje. Malta. Nee. Georgien. Ade. Wovon singen die? Von einer «onion skin»?

Justs representing Latvia performs with the song

Justs aus Lettland.
Bild: TT NEWS AGENCY/REUTERS

Österreich! Jöööh, sö hörzig, die Zö! Ich weiss nicht, wann ich seit Conchita schon je so sehr für Österreich gewesen bin. Grossbritannien? Wem bringt das jetzt was? Mir nicht. Die Armenierin erinnert mich einfach immer an Frieda Hodel. Wer das ist? Die Schweizer Bachelorette 2015 denk. Und? Macht all dies jetzt Europa zu einem bessern Ort? Im Gegenteil.

epa05304791 Zoe representing Austria performs during rehearsals for the Grand Final of the 61st annual Eurovision Song Contest (ESC) at the Ericsson Globe Arena in Stockholm, Sweden, 13 May 2016. The grand final takes place on 14 May.  EPA/MAJA SUSLIN SWEDEN OUT

Zoë, très sweet!
Bild: EPA/TT NEWS AGENCY

23:01–23.30 Uhr
«26 Vorbands»

Okay, zum ersten Mal wird der ESC jetzt auch in den USA ausgestrahlt. Deshalb hat man den Justin Timberlake an den ESC eingeladen. Damit die Amerikaner wenigstens einen Menschen neben den Royals (Wo sind die eigentlich? Haben die nicht ein paar breitkiefrige junge Prinzessinnen, die was Nettes zu den Kandidaten sagen könnten?) in diesem Schweden kennen. Justin Timberlake sagt, alle sollen proud auf ihre Performance sein. Was soll er auch sonst sagen? Nichts, er soll singen! Schliesslich ist er der einzige richtige Künstler hier. Es tut so gut, ihn zu hören! 

epa05306797 US singer Justin Timberlake (Front-L) and host Mans Zelmerlow (Front-R) adresse the audience during the Grand Final of the 61st annual Eurovision Song Contest (ESC) at the Ericsson Globe Arena in Stockholm, Sweden, 14 May 2016. There are 26 finalists from as many countries competing in the grand final.  EPA/MAJA SUSLIN SWEDEN OUT

Justin ist super.
Bild: EPA/TT NEWS AGENCY

23:31–00:00 Uhr
ESC, kännsch

In einer Stunde ist es überstanden. Danke, Zeit, dafür, dass du vorüber gehst. Danke, Werbepausen, dafür, dass es euch gibt. Und jetzt zurück nach Stockholm. Dort machen sie gerade einen Witz über die ESC-Taste auf dem Computer. ESC, kännsch?

So, jetzt gehts los: 42 Länder stimmen ab. Es ist der allerallerallerbeste Teil von jedem ESC. In Island ist schon die Mitternachtssonne aufgestanden. Aktuell ist Australien in Führung. Fände der nächste ESC dort statt, würden wir ihn dann zum Frühstück schauen? Russland kackt ab! Oder doch nicht?

00:01–Ende
Und es ist, es ist ....

Die Ukraine! In einem irren Finish, bei dem das Publikum schliesslich Russland, das weiten hinten lag, und die nach den Länder-Jury-Voten zweitplatzierte Ukraine nach vorn katapultiert. Und das führende Australien auf Platz zwei zurück versetzt. Und plötzlich ist alles ganz politisch geworden, und Jamalas «1944» über die Verschleppung der Krimtataren durch Stalin 1944 ist mehr als nur «Ein bisschen Frieden» reloaded, und all die TV-Zuschauer, die für sie gevotet haben, sind nicht einfach bloss eine Bande spasssüchtiger Eurotrash-Hedonisten. Oder so ähnlich. Wer hätte das gedacht.

Die Siegerin Jamala mit «1944»

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YouTube/Eurovision Song Contest

Eurovision Song Contest: Die Platzierungen

Und so wurden die Punkte verteilt:

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Kommentar

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