International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Lebewohl, Mutter der Nation» –  Südafrika nimmt Abschied von Winnie Mandela

Bild: EPA/EPA



Sie wurde als «Mutter unserer Nation» bezeichnet und war eine schillernde Symbolfigur des Anti-Apartheid-Kampfes in Südafrika: Mit einem Staatsbegräbnis in Soweto hat das Land am Samstag Abschied von Winnie Madikizela-Mandela genommen.

Staatspräsident Cyril Ramaphosa würdigte die am 2. April im Alter von 81 Jahren gestorbene frühere Frau des Friedensnobelpreisträgers Nelson Mandela als «grosse afrikanische Frau».

epa06668941 The coffin of Winnie Madikizela-Mandela stands in front of the words in Xhosa 'Go well mother Winnie' during the official state funeral at Orlando stadium in Soweto, Johannesburg, South Africa, 14 April 2018. Winnie Mandela, former wife of Nelson Madela and anti-apartheid activist, passed away in a Johannesburg hospital on 02 April 2018 at age 81.  EPA/STR

Der Sarg von Winnie Mandela im Orlando Stadion in Soweto, Johannesburg. Im Hintergrund ist auf Xhosa geschrieben: «Lebewohl, Mutter Winnie». Bild: EPA/EPA

Rund 20'000 Menschen waren seit dem Morgen in das Orlando-Stadion in Soweto – einem Township von Johannesburg – geströmt, wo die Anti-Apartheid-Bewegung einst ihre Hochburg hatte. Dort wurde der in die Nationalflagge gehüllte Sarg vorgefahren.

Soldaten trugen ihn dann über einen roten Teppich hinein. Ein Chor sang die Nationalhymne und die Lieblingslieder der Verstorbenen. Spitzenpolitiker verschiedener Nachbarländer waren angereist.

«Die Mutter der Nation ist tot, aber sie ist nicht gegangen», sagte Ramaphosa. Sie lebe in all denjenigen weiter, die überall auf der Welt für ihre Rechte kämpften. «So wie wir bedrückt sind von der Trauer um ihren Tod, so sind wir auch getröstet durch den Reichtum und die tiefe Bedeutung ihres Lebens», sagte er weiter.

Auch das britische Model Naomi Campbell erinnerte an den Anti-Apartheid-Kampf von Madikizela-Mandela. «Sie hatte die Augen und Ohren der Welt in jenen dunklen Tagen», sagte sie.

Während Gefängniszeit entfremdet

Die Lehrertochter Winnie Nomzamo («die Strebsame») hatte 1958 den Anwalt Nelson Mandela geheiratet. 1962 wurde der prominente Bürgerrechtsaktivist zu lebenslanger Haft verurteilt.

Er kam erst im Februar 1990 frei. Das Paar hatte sich während der Gefängniszeit entfremdet. Noch vor seiner Wahl zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas 1994 trennte sich Mandela von seiner Frau und liess sich 1996 scheiden.

Die schillernde Populistin wurde mit Entführungen, Folterungen und sogar Mord in Verbindung gebracht. 1991 wurde sie wegen Entführung und Beihilfe zur Körperverletzung von vier schwarzen Jugendlichen zu sechs Jahren Haft verurteilt, kam in der Berufung aber mit einer Geldstrafe davon.

Nach der Scheidung von Nelson Mandela nannte sie sich Winnie Madikizela-Mandela. Zum Schluss gab sie alle politischen Ämter ab. Nelson Mandela war 2013 im Alter von 95 Jahren gestorben. (wst/sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Boot mit 86 Flüchtlingen an Bord vor Küste Tunesiens gesunken

Nach einem Bootsunglück vor der Küste Tunesiens befürchten Helfer den Tod von mehr als 80 Menschen. Das Schlauchboot der Flüchtlinge sank am Mittwoch offenbar nur wenige Stunden nach dem Start in Libyen.

Das teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Donnerstag unter Berufung auf einen Überlebenden mit. Die Hilfskräfte gingen davon aus, dass vermutlich nur drei Menschen das Unglück überlebten.

Wajdi Ben Mhamed, bei der IOM für Südtunesien zuständig, sagte der …

Artikel lesen
Link zum Artikel